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1 (1884) Anorganische Chemie
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Ebdmbtalle.

An diesen Merkmalen sind die Magnesiasalze eben so leichtzn erkennen, wie dieselben gestatten, die Magnesia von den andernErdalkalien zu trennen. Vom Kalk, dem häufigsten Begleiter derMagnesia, trennt man letztere durch Vermischen ihrer mit Chlor-ammonium versetzten gemeinschaftlichen neutralen Lösung mitoxalsaurem Ammoniak. Aller Kalk fällt als oxalsaurer Kalk nieder,alle Magnesia findet sich in der abfiltrirten Lösung, und wird dar-aus mittelst phosphorsauren Natrons als phosphorsaures Magnesia-Ammon ausgefällt. ^V^S^j'-^y + b%t" //.A*H*ty,1)*fitf:fy.W ) r.2i$/.

Es ist bemerkenswert]!, dass Ammoniak die Magnesia ausihren neutralen Salzen, wenigstens theilweise, als weissen Nieder-schlag ausfällt, wogegen es in löslichen Kalk-, Baryt- und Stron-tiansalzen keine Fällung erzeugt.

Erdmetalle.

Die Hauptrepräsentanten derselben sind das Aluminiumund das Chrom, denen sich noch mehrere andere von unter-geordneterer Bedeutung, zum Theil auch wenig gekannte Metalleanreihen: Beryllium, Zirkonium, Yttrium,Erbium,Cerium,Lanthan, Didym. Alle diese Metalle haben starke Verwandtschaftzum Sauerstoff, aber in beträchtlich geringerem Grade, als dieErdalkalimetalle. Die basischen Oxyde, welche Aluminium undChrom mit Sauerstoff erzeugen, sind Sesquioxyde und mit schwachbasischen Eigenschaften begabt (das Chromoxydul ist nur weniggekannt und Salze desselben nicht dargestellt). Das Chrom er-zeugt mit Sauerstoff ausserdem auch eine Säure, die Chromsäure,und nähert sich in dieser Beziehung den gleichfalls Sesquioxydeliefernden beiden schweren Metallen: Mangan und Eisen. — Trotzder beträchtlichen Verwandtschaft des Aluminiums und Chroms zumSauerstoff, scheinen beide nur wenig Affinität zum Schwefel zuhaben. Versetzt man die wässrigen Lösungen ihrer Sesquioxyd-salze mit Schwefelammonium oder Schwefelnatrium, so erhält manzwar unlösliche Verbindungen ausgeschieden, aber diese sind