Salze.
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und dass sie nicht consequent durchführbar ist, ergiebt sich ausfolgenden Erwägungen: 1. Der_ Sauerstoff selbst gehört zu keinerder beiden Classen; wir zählen ihn dennoch zu den Metalloiden. —2. Der Wasserstoff übernimmt häufig die Rolle ein es Metalls, und seinOxyd, das Wasse r, spielt bald die Rolle einer Base, bald die einerSäure . — 3. Das Antimon, obgleich den Metalloiden zugezählt,bildet mit Sauerstoff ein basisches Oxyd, das Antimonoxyd. —4. Die Metalle Mangan und Ch rom erzeugen mit Sauerstoff nebenbagischen Oxyden auch s olch e mit sauren Eigenschaften, dieMangansäure und die Chromsäure. — 5. Die basi schen Oxyd emancher Metalle, z. B. das Bleioxyd, Zinnoxyd fungiren in ge-wissen Verbindungen als_S_äuren. Das Bleioxyd, welches mit Salpeter-säure salpetersaures Bleioxyd liefert, erzeugt mit Kali ein Salz,das Bleiqxyd-Kali, worin letzteres die Base, jenes die Säure ist.
Wie man sieht, ist die Unterscheidung der Elemente in Säurenund Basen erzeugende eben so wenig, wie andere Classificationenconsequent durchführbar, sondern nur geeignet, Elemente, welchein manchen wichtigen Punkten sich verschieden verhalten, getrenntzu behandeln.
„Metall" und ,^Sal_z" sind zwei zusammengehörige Begriffe,da alle Salze, — wenigstens die anorganischen, und wenn wirAmmonium als Metall ansprechen —, Metallverbindungen sind.Die Frage: was verstehen wir unter Salz? ist kaum leichter zubeantworten, als anzugeben, was ein Metall ist.
Auf S. 88 ist darüber bereits gesagt, dass wir Salze die Pro-duete der Vereinigung von Säuren mit Basen nennen. Wir habendamit erfahren, woraus die Salze entstehen, aber nicht, was die-selben sind, woraus sie bestehen.
Das Wort Salz kurz zu definiren, wird dadurch noch wesent-lich erschwert, dass zwei Classen von Salzen existiren, welcheschon Be rze 1 i us als Haloidsal z e und Amphidsalz e unter-schieden hat. Sehen wir, was beiden gemein ist, und wodurch sichbeide unterscheiden.
Salze sind binäre Verbindung en, zusammengesetzt aus einemele ktroposi tiven und einem el ektron egativeit-Bestandteile. vondenen sich ersterer, das Metal l, bei der Elektrolyse stets am nega-tiven, letzterer stets am positiven Pol absondert. Aus dem Ver-halten derjenigen Salze gegen den elektrischen Strom, welche den-