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1 (1884) Anorganische Chemie
Entstehung
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Kohlenstoff.

in dem zur Roth- und Weissgluth erhitzten Kohlenstoff das kräf-tigste Reductionsmittel, und machen davon in der Metallurgiedie ausgedehnteste Anwendung.

Auch mit Stickstoff vermag der Kohlenstoff bei Glühhitzesich zu vereinigen, aber nur dann, wenn zugleich ein Stoff, z. B.Kalium zugegen ist, mit dem das entstehende Product, das Cyan,sofort in chemische Verbindung treten kann. Wir gewinnen soaus Kohle, kohlensaurem Kali und Stickstoff Cyankalium.

Der Diamant (Demant) wird in Alluvien gefunden, welchedurch Zertrümmerung älterer Gebirge entstanden sind, und wirddurch Auswaschen und Schlämmen der sandigen Alluvialmassen ge-wonnen. SolcheDiamantfelder" finden sich in Ostindien, imCapland und besonders in Brasilien, ferner am Ural, in Califoruien,Borneo u. a. m. Man hat Diamanten auch im Gestein eingewachsengefunden, in Brasilien in einem quarzreichen Talkschiefer, demItakolumit, auch Gelenkquarz genannt wegen der Biegsamkeitschmaler, dünner Streifen desselben. Ob aber dieser Itakolumitdas wirkliche Muttergestein ist, oder ob der Diamant in den ausTrümmern anderer älterer Gebirgsmassen entstandenen Itakolumitbei dessen Entstehung hineingeschwemmt ist, und so eine secun-däre Lagerstätte gefunden hat, bleibt noch zu erforschen.

Der Diamant krystallisirt im regulären System, die Krystall-flächen sind häufig gekrümmt. Die Krystalle sind nach denOetaederfiächen spaltbar, besitzen ausgezeichneten Glanz undstarkes Lichtbrechungsvermögen. Sie sind gewöhnlich farblos,durchsichtig, zuweilen auch blau, grün, oder roth gefärbt.

Der zu Schmucksteinen verarbeitete Diamant wird stets ge-schliffen, was wegen seiner unübertroffenen Härte nur mit Diamant-staub geschehen kann. Letzterer wird durch Zerstossen undPulvern ganz kleiner, zu anderen Zwecken nicht verwendbarerDiamanten (sogenanntes Diamantbrod) in Stahlmörsern gewonnen.Da der Diamant spröde ist, so lässt er sich trotz seiner Härte dochziemlich leicht zerkleinern und in Pulver verwandeln.

Die Gestalt, welche den Diamanten durch Schleifen gegebenwird, ist nach der ursprünglichen Gestalt derselben und nach derArt ihrer Verwendung als Schmucksteine verschieden. Die ge-schätzteste ist die Brillantform. Der Brillant hat auf der oberenSeite eine Fläche (Tafel), welche von dreiseitigen resp. rhombischenFlächen so umgeben ist, dass dieser obere Theil eine stark ab-