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1 (1884) Anorganische Chemie
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nebst dem daraus hervorgegangenen Thon, der Thonschiefer etc.die erste Stelle ein.

Die Eigenschaften der krystallisirten und amorphen Kiesel-säure weichen in manchen Punkten von einander ab. BeideModificationen sind in Wasser, Salpetersäure, Salzsäure undSchwefelsäure, auch in Königswasser unlöslich, werden aber vonFluorwasserstoffsäure gelöst, und besitzen äusserlich keineswegsden Charakter einer Säure. Sie sind in unserem gewöhnlichenEssenfeuer beständig, schmelzen aber im Knallgasgebläse zu einemnacb dem Erkalten durchsichtigen Glase.. Die krystallisirte Kiesel-säure ist sehr hart, die amorphe weicher, letztere hat 2'2 specif.Gewicht, jene 2*G; doch geht das specif. Gewicht des BergkrystaÜsund Quarzes, wenn sie, fein gepulvert, stark geglüht werden, auf2';; herab. Die krystallisirte Kieselsäure wird von wjissriger Kali-und Natro nlauge auch im Sieden kaum angegriffen, aber durchSchmelzen m it Kali- oder Natronhydrat, wie auch mit den kohlen-sauren Alkalien leicht gelöst, unter Bildung von in Wasser lös-lichen, kieselsauren Salzen ( Wasserg las). Die amorphe Kiesel-säure wird mehr oder weniger leicht, die Kieseiguhr sehr leichtvon heissen wässrigen Alkalien in Lösung versetzt.

Wird die concentrirte wässrige Lösung der auf die eineoder andere Weise bereiteten kieselsauren Alkalien mit Salz-säjjj'e versetzt, so scheidet sich die durch letztere frei gemachteKieselsäure als.. Kjp . s pl s ä nrehydra .t gailertartig aus, und bringtdas Ganze so zum Gestehen, dass das Gefäss sich umkehren lässt,ohne dass von der Flüssigkeit etwas ausfliesst. Dieses Kiesel-säurehydrat ist in Wasser, zumal salzsäurehaltigem, löslich, indem Maasse, dass in einer ziemlich verdünnten WasserglaslösungSalzsäure keine Fällung bewirkt. Es ist eben dieses Kiesel-säurehydrat in den natürlich vorkommenden Wässern enthal-ten, welche beim Verdunsten den sogenannten Kieselsinter ab-sondern.

In sehr lockerem, fein vertheiltem Zustande und als staubigesPulver gewinnt man das Kieselsäurehydrat leicht und rein durchZersetzen des Fluorsiliciums (s. d. S. 325) mit Wasser. {kO^iO

Wird jene, in Wasser und wässrigen Säuren leicht löslicheKieselgallerte zur Trockne gebracht und kurze Zeit auf etwa 120°erhitzt, so geht daraus das Wasser fort, und es hinterbleibt einewasserfreie amorphe Kieselsäure, welche sich nicht mehr in Wasser

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