POLYTHIONSÄUREN.
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Unterschwefelsäure, die erste durch ein Atom, die zweite durchein Doppelatom, und die dritte durch ein Tripelatom Schwefelcopuhrt enthalten, was folgende Formeln ausdrücken:
(SO, OH
Trithionsäure .
TetrathionsäurePentathionsäure
S 8 0 6 H a =SS 4 0 6 H 2 = S 2
S-, 0,;H 2 = S 3
S0 3 0HS0 2 OHS0 2 OH
S(
s<
i 0,0111,,,!0 2 OHj -
Diese Betrachtungsweise involvirt die Vorstellung, dass dasDoppelatom wie das Tripelatom Schwefel als zweiwerthige Radi-cale, dem einfachen Schwefelatom gleich, fungiren können.
(S0 2 0H
Trithionsäure:
S
Ihr Kalisalz ent-
SgOgH,,- ^ S0 .; OH
steht durch Einleiten von schwefliger Säure in eine Lösungvon thioschwefelsaurem Kali unter Abscheidung von Schwefel:
2S(>i SK + 3SO ' 2 = 2S <>°« K -;
+ S. Die durch Kieselfluor-
wasserstoffsäure aus dem Kalisalz abgeschiedene freie Säure istsehr unbeständig und zerfällt leicht in Schwefel, schweflige Säureund Schwefelsäure.
Tetrathionsäure: S 8 0 6 H 2
«, (SO.,011ö ' 2 |S0 2 OH'
Man gewinnt
das Natronsalz durch Eintragen von Jod in eine wässrige Lösungvon thioschwefelsaurem Natron:
2 SO,
ONaSNa
I T O (SO-, ONa , ,, XT T
+ J ^ = S *(sO;ONa + 2NaJ -
Auf gleiche Weise lässt sich leicht auch das ISarytsalz gewinnen.Die aus der wässrigen Lösung desselben durch Schwefelsäure freigemachte Tetrathionsäure zersetzt sich bei einer gewissen Concen-tration in Schwefel, schweflige Säure und Schwefelsäure. — Die Salzedesselben sind meist in Wasser löslich, sie zerfallen beim Ein-dampfen ihrer Lösungen leicht in Schwefel und trithionsäure Salze.
Pentathionsäure: S-, 0 ( -, H 2
<, fSO,OH, v ,;i lS0 2 0H w -
Beim Ein-
leiten von Schwefelwasserstoff in eine wässrige Lösung vonschwefliger Säure scheidet sich Schwefel ab und in Lösung befindet