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1 (1884) Anorganische Chemie
Entstehung
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Fluor.

(Chemisches Zeichen: F. Atomgewicht: 19.)

Dieses Element ist mit so starken chemischen Affinitäten be-gabt, dass man es bislang nicht hat isoliren können. Wir kennenes deshalb in freiem Zustande noch nicht. Die chemische Naturseiner Verbindungen berechtigt uns, dasselbe dem Chlor, Bromund Jod anzureihen.

Die Versuche, das Fluor aus seinen Verbindungen frei zumachen, sind hauptsächlich daran gescheitert, dass es uns anpassenden Gefässen oder vielmehr an passendem Material dazufehlt, weil Silber, Gold, Platin, wie auch Glas und Porcellan vomFluor sofort angegriffen werden.

Sehr bemerkenswerth ist ferner die Thatsache, dass zur Zeitnoch keine Sauerstoffverbindung des Fluors, weder eine Fluor-säure noch ein fluorsaures Salz bekannt ist. Ueberhaupt giebt eskein Element, von dem wir so wenige Verbindungen kennen, wievom Fluor, denn auch nicht mit Chlor, noch mit Schwefel, Stick-stoff, Phosphor, Kohlenstoff, überhaupt mit keinem der nicht-metallischen Elemente, ausser Wasserstoff, Silicium und Bor hatdas Fluor in chemische Verbindung gebracht werden können.

Im Mineralreich findet sich das Fluor ausschliesslich in Ver-bindung mit Metallen, besonders mit Calcium, Aluminium undNatrium.

Das Fluorcalcium kommt in Würfeln schön krystallisirt in derNatur vor, und führt als Mineral den Namen Flussspath. Dieses ist