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1 (1884) Anorganische Chemie
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Chlor.

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und um es weiterhin auch zu trocknen, d. h. vom beigemischtenWassergas zu befreien, leitet man es durch zwei communicirendeWaschflaschen, deren erste zur Hälfte mit Wasser gefüllt ist, undwovon die andere concentrirte Schwefelsäure enthält. Das Wasserin der ersten Flasche absorbirt neben etwas Chlor vollständigdas beigemischte Salzsäuregas, und die Schwefelsäure in der zwei-ten Flasche bemächtigt sich des Wasserdampfes, den das Chloraus der Wasserwaschflasche mit sich fortführt.

Das Chlor kann man nicht, wie den Sauerstoff und Wasser-stoff, über Quecksilber auffangen, weil es sich schon bei gewöhn-licher Temperatur damit chemisch verbindet. Will man es über

Fiff. 19.

II

Wasser auffangen, so macht man dasselbe zuvor lauwarm, dennWarmes Wasser absorbirt davon viel weniger, als kaltes. Willm an ein Gefäss mit trocknem Chlorgas füllen, so verfährt maneinfach so, dass man das Gasleitungsrohr bis auf den Boden desCefässes hinabsenkt (Fig. 19). Das eintretende, getrocknete Chlor-(?&S hebt sich allmählich von unten nach oben, und schiebt alss pecifisch schwereres Gas die atmosphärische Luft aus der Flaschevorsieh her, was man deutlich daran wahrnimmt, dass anfangs deruntere Theil der Flasche grünlichgelb gefärbt erscheint, während derobere Theil noch farblos ist. Um die Communication des Inhalts

^olbe, anorganische Chemie. 8