Was see stoff.
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Allem die Sonne, wie neuere physikalische Untersuchungen dar-gethan haben, viel Wasserstoff enthält. Der Wasserstoff ist alsBeatandtheü des Wassers ausserordentlich verbreitet, und theilsals Wasser, theils in anderer Verbindungsweise in fast allenorganischen Verbindungen enthalten.
War auch der Wasserstoff schon im 16. Jahrhundert vonParacelsus dargestellt, so ist doch Cavendish derjenige,welcher dieses Element als solches erkannte und welcher im Jahre1781 zuerst seine Eigenschaften genauer beschrieb. Daher giltmit Recht Cavendish als der eigentliche Entdecker desWasserstoffs.
Zur Darstellung des Wasserstoffs dient hauptsächlich dasWasser. Dies kann auf die Weise geschehen, dass man, wie S. 7 u. 8angegeben ist, das Wasser durch den galvanischen Strom in seinebeiden Bestandteile spaltet und dieselben über den beiden Elek-troden gesondert in zuvor mit Wasser gefüllten Glasglocken auf-fängt, oder dass man durch chemisch wirkende Körper, welchezum Sauerstoff grössere Affinität besitzen, als der Wasserstoffjenen bindet, d. h. in andere nicht flüchtige chemische Verbindun-gen überführt, und so den Wasserstoff als Gas frei macht.
Zu den Elementen, welche die grösste Affinität zum Sauer-stoff, aber sehr geringe Fähigkeit haben, sich mit Wasserstoff zuvereinigen, gehören die Metalle: Kalium und Natrium. Wird einkleines Stück Natrium auf Wasser geworfen, so schwimmt es aufdemselben mit zischendem Geräusch und unter sichtlicher Gas-entbindung; das Stück wird immer kleiner, bis es zuletzt ganz fürdas Auge verschwindet. Das Metall macht hierbei aus dem Wasserden Wasserstoff frei und verbindet sich selbst mit dem Sauerstoffdesselben; diese Sauerstotfverbindung des Natriums wird vomübrigen Wasser gelöst.
Um das hierbei sich entwickelnde Wasserstoffgas zu sammelnund als solches zu erkennen, füllt man eine kleine, enge Glas-glocke mit Quecksilber, kehrt sie in der Wanne um, so dass dieOeffnung unter dem Quecksilber mündet, bringt nun etwas Wasserhinein, welches sich in der Glocke über dem Quecksilber ansam-melt, und lässt ein Kügelchen von Natrium unter dem Quecksilberin der Glocke emporsteigen. Im Momente, wo das Natrium das imoberen Theile der Glocke stehende Wasser berührt, beginnt leb-hafte Gasentwickelung, die Natriumkugel verkleinert sich und ist