Druckschrift 
Die Wein-Rebe und ihre Früchte, oder Beschreibung der für den Weinbau wichtigeren Wein-Reben-Arten nach einem naturgemässen Classifikationssystem : ein Beitrag zur Naturkunde des Weinstocks
Entstehung
Seite
69
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

69

Socksaugen; bei Coblenz.

Sommerer; bei Heilbronn.

Frankenthaler; in den deuttchen Gärten und Traubensammlungen, jedoch nicht allgemein, (v. Sabo und Metzger S. 2).

Zn Frankreich.

Nansarä, le vamour, le Kranä Xoir, le Verä Zris? (Chaptal S. 221)-).

In Italien.

11a eenerente; auk dem Fettlande von Venedig (v. Mariens Neisen S. 154).

Nebttock dick, auslautend, dauerhaft, wenn das Nebhol) nicht durch Winterfrost, für welchen diese Sorte besonders empfindlich itt, Noth leidet;

Ninde grob, anliegend; Oberhaut rissig; Knotcuentwicklung tpät; Endtpitzcn dcr jungen Zweige etwas wollig.

Nebhol) viel, Oberhaut gclbbräunlich, gcltreift; punctirt; Knoteuabttand Mittel, zwei bis drei Zoll; Knoten ziemlich erhaben; Mark ziemlich ftark;Spättrauben selten; Nebenäfte und Ätttraubcu häufig; Nanken viel, ättig, lang; Kuotpeu klumpig, dick, meitt nackt, röthlichbraun;Schnitt wcich.

Slätter grots, sehr ungleich, fünf- öfter dreilappig, auch ruudherztörmig an einem Stock; Seitenbuchtcu bei den gelappten bis zur Hälfte ein-getchnittcn; Grundbucht bald erweitert, bald eng; Zähne sehr ungleich, oberhalb ziemlich fpitzig; Oberfläche zart, nackt, dunkelgrün, mithelleren Nerven; Nückscitc tatl nackt, nur an den ttärkeren Nerven mit kaum sichtbaren Sortten; Nerven ttark; Slattttiel ziemlich lang,ftark, gelblich, röthlich gettreitt; Abkall früh, besonders nach einem Herbttreifen.

Slüthe ziemlich empfindlich.

Trauben viel, sehr grots, pyramidenförmig, mit Achseln; Träubchcn kurz, locker; Agrett öfter; Kleinbeere selten; Traubenttiel gelb, lang, biegsam;

Seerenttiel Mittel, warzig, gelblieh; Wultt ftark.

Leere grots, fatt gleich, rund, tchwarzblau, mit graulichem Dutt; Trennung vom Stielchcn hart; Narbe klein; Salg dick; Franse kreisförmig;Kerne meitt zwei bis drei; Getchmack wcinigt, bei voller Neite etwas gewürzhatt; Neite tpät.

^2) SciMU'jlilittler, rothhohiger Trollinger.

Nothholziger Trollinger, Schwarzwcltcher; in Würtemberg (Salb S. 62).

Kommt ohne Zweitel auch in den oben bemerkten Gegenden unter der Synonyme des rothholzigen Trollingers vor.

Nebholz tchon im Sommer röthlich, gcgcn den Herbtt brauuröthlieh, gettreitt; Knotenabttand etwas enger; Nanken weniger, einfacher als Nr. 1.Slätter etwas kleiner, Seitenbuchtcu weniger eingetchnitten als Nr. 1; Slattttiel kürzer, gelblich.

Trauben etwas weniger, kleiner, weitbeerigter; Trauben- und Seerenttiel röthlich bei der Neite.

Seeren etwas kleiner, ökter länglich; Kerne zwei bis drei, röthlich; Neite etwas trüher. Sei voller Neite kommt beim Abptlücken ein rotherFleitchkcgel zum Vortchein.

3) Rother Trollinger.

Nothweltcher; in Würtemberg.

v. Sabo und Metzger verwechseln S. 9 diese Sorte mit der auch nach dcr Abbildung v. Sabo I. Hett Tat. II. in mehreren Charaeterenvermiedenen Calcbs-Traube (IX. Ord. Nr. 2). Der rothe Trollinger, welcher besonders in der Hegend von Stuttgart nicht selten vorkommt, ittblos durch die, dem rothen Veltliner ähnliche, hcllröthliche Farbe dcr Seeren von dem gelbholzigen Trollinger Nr. I vertchicden. Verwandt mit dieserSorte itt

4) der grosse, rothe Trollinger,

welchen Sprenger S. 336 unter der von ihm selbst gewählten Senennung „rother tpanitcher Gutedel" mit der Semerkung betehreibt, dats dieseTraube, welche einen teinen Muscatgetchmack habe, aus Oedenburg unter dem Namen rother, tpanitchcr Muscateller in das Siltinger'tche Trauben-Sortiment gekommen sey. Ohne Zweitel sind aus diesem Sortimente mehrere Stöeke in die Gegend von Stuttgart verbreitet worden, wo man sie, jedoehnur selten, in Weinbergen oder an Spalieren unter jenem Namen tindet. Nach den Charactcren, welche wir an einem dieser Nebttöcke telbtt antgenommenhaben, itt

der Nebttoek uud das Nebholz gleich Nr. 1 und 3, nur itt die Knotpenentwicklnng etwas trüher; der Knoten gedrückt, röthlich; die Knotpen

ttumpk, etwas wollig; dcr Schnitt wegen des dünneren Markes härter.

Das Slatt sehr grots, ziemlich gleich, meitt tüntlappig, kurz eingetchnitten, mit etwas erweiterter Grundbucht, zweireihigen, meitt tpitzigen Zähnen;

dünnen, gelblichen Nerven, welche unten mit kaum bemerkbaren Härchen bei den ältern Slättern besetzt sind, und dünnem, länglichem Slattttiele.Die Trauben sind grötser und engbeerigter als bei Nr. 1, aut beiden Seiten mit breiten Achseln besetzt.

Seeren grots, rund, und hellroth, wie der rothe Gntedel; Salg dünner als Nr. I; Kerne meitt drei.

Nach v. Sabo und Metzger S. 8 und 11 eignen sich terner folgende Sorten hieher, welche der Verfasser bis jetzt noch nicht selbtt

beobaehtet hat:

Hinsichtlich dicscr französischen Äenennunzen findet dir gleiche 0emer>,«ng, wie bei dem Zottclwklsche», statt. Auch scheint die letztere Benennung weniger kür drn schwarten, al» kür den weitsenTrollinger (unten Nr. S.) sich ?u eignen.