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1 (1834) Phanerogamen
Entstehung
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38
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D A P II N E M E Z E R E ü M.

förmig, ganz, ganzrandig, kahl, spitzig, an der Basis keilförmig, sitzend, bei der Entwicklung aus der Knospebüfchelständig. Blattgefüge fast reitend und ziegcldachartig. Blumen seitenständig, zerstreut an den jün-geren Asten, fast büschelständig, meist je drei, seltener zwei oder vier, von mehrern, (meist nur drei) grü-fsern und einigen kleineren, unten gelblich - grünen, oben schwärzlich - braunen Schuppen (Bracteen), die sieschon im Knospenzustande bedeckten, unterstützt, äufserst kurz gestielt, wohlriechend. Geschlechtshülleeinblättrig, präsentirtellerförmig-trichterförmig: die Röhre in zwei Platten sich trennend, aufserhalb bräun-lich - purpurroth, fleischfarbig -purpurrot]], und bei ß. weifs, zuweilen gelblich, mit wdfsen, seidenartigen Haa-ren besetzt, innerhalb gclblichgrün. Rand viertheilig, fast flach ausgebreitet; Zipfel eirund, spitzig, dieSpitzen etwas nach unten, die Ränder ganz nach innen und oben gebogen. Staubgefäfse acht, in dop-pelter Reihe. Staubfäden der Röhre der Geschlechtshülle eingefügt: vier' nahe au der Mündung derselben,den Zipfeln gegenüber: vier tiefer mit jenen wechselsweisstchcnd; Staubfäden kürzer als die Staubkölbchen;Staublcolbchen länglich, aufrecht, zweifächrig, dem Staubfaden mit dem nach aufsen gekehrten Rücken an-geheftet, hell-gutligelb. Stempel: Fruchtknoten eiförmig - länglich, oder fast umgekehrt-eiförmig, aufeinem kurzen Slielchen sitzend, einfächrig, eineiig, das Eichen in dem obern Theile des Fruchtknotens ge-lagert. Griffel sehr kurz. Narbe kopfförmig, niedergedrückt-flach. Frucht: Steinfrucht rundlich oderlänglich, sehr kurz gestielt, an der Spitze mit dem höckerförmigen Reste des Griffels, bei a. scharlachroth,bei ß. gelb, glänzend mit gelblichem, saftigen Fleisch; Nufs rundlich, an beiden Enden mit stumpfen Spitzen,an den Spitzen mit punetfönnigen Eindrücken, mit stark vortretender, etwas gefurchter, mit der Cotvledoncn-spalU- sich kreuzender Naht, und einer ziemlich dicken, zerbrechlichen, braun - schwarzen, auf der äufseruFläche stark glänzenden und von einem dünnen, gelb-braunen, sich leicht trennenden lläutchen bedecktenSehale. Same *) von der Gestalt der Nufs, mit seinen Häuten an den Nufsschalen nur locker anhängend,gelbbraun, am untern Ende mit einer graulich - braunen Spitze, an dem entgegengesetzten Ende (das Mikro-pyleende) mit einer fast niedergedrückt-kegelförmigen, gelbbraunen, von einem etwas hellem Kreise umgebe-nen, vom darunter liegenden Würzclchen herrührenden Erhöhung. Aufsere und innere Samenhaut mit einan-der verschmolzen (Treviranus) und ein gelbbraunes Häutchcn darstellend. Ei weifs fehlend. Cotyledonendick, fleischig, oft ungleich an der äufsern Fläche gewölbt. JUirzelchen an dem dem Anfange des Nabel-

*) Die Bildungsgeschichtc des Samens ist nach Treviranus's (Entwichelung des Emhryo S. 32.) meisterhaftenUntersuchungen im wesentlichsten folgende: Der Längsdurchscluiitt eines Eicheus vor der Befruchtung zeigt mehrere sicheinschliel'sende Häute als mehrere Zellgewcbslagen. Im Millelpuucte derselben, etwas nach oben, ist eine ländliche Höhle.Das Eichen füllt die Höhle des Fruchtknotens nicht ganz aus, sondern es bleibt eine Höhle worin Zellfäden zum Eichengehen. Nach einigen Wochen zeigt der Durclischnitt drei zellige Hüllen (die schaalige, äußere und innere Haut Tre-vir.). Die Zellen der Letztern sind grofs, locker, farblos, die der zweiten klein, gedrängt, grün. Die Schaale ist nachinnen durch eine scharfe Linie angedeutet, und von einer Zellcnlage umschlossen, worin ein Gefäfsstraug abstei°t, derdurch eine Öffnung an ihrem untern Ende eindringt und sich in der äufsern Haut vertheilt. Über diesem I'uucte liatdie innere Haut eine undurchsichtige Stelle, von w-elcher ein zartes, häutiges Gefäfs ausgeht, welches allmäliz sich er-weiternd, die ganze Axe des Eiweil'ses einnimmt. Nach zehn Tagen, (etwa in der vierten Woche nach der Befruchtun»)hat sich jenes Gefäfs in der ganzen Länge ausgedehnt und bildet einen häutigen Cylinder, in dessen oberem Ende ietztder Embryo als ein blalsgrünes Kügelchcu erscheint. Nach 8 Tagen sieht man daran an dem einen Ende eine Spitze,an dem andern einen Ausschnitt (Andeutung vom Würzclchen und Cotyledonen). Das Ei füllt die Höhle des Frucht-knotens ganz aus und die noch weiche schaalige Haut ist gesondert, unten aber an der Eintrittsstelle des Gefäfsstran»es,gelblich-grün und dichter. Sechs Wochen nach der Befruchtung ist der häutige Cylinder (Perispermium) fleisch;» °e-worden und seine Zellen erscheinen horizontal, von aufsen nach innen gerichtet. Der obere, mit Wasser eifüllte Theil,worin der Embiyo liegt, ist der weitere. Nach S Tagen ist die innere Haut sehr verdünnt und nicht mehr vom Pc-risperm zu trennen. Die Cotyledonen siud verlängert, die Scliaale gerothet und erhärtet. Nach 14 Tagen nimmt derEmbryo \ des Eichens ein, die Schaale erscheint schwarz und hart, die äufscre Haut und das Perisperm sehr verdünntund das innere Häutchen blofs als äufseres Plättchen des letztern. Bei völliger Keife zeigt sich das Perisperm, das innereund äulsere Häutchen als saftleere Hülle.