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1 (1834) Phanerogamen
Entstehung
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E

inleitung.

ilift*) ist jeder Stoff, der schon in geringer Menge**), wenn er in oder an den gesunden Organismusgelangt, ohne sich in demselben zu reproduziren (wie Ansteckungsstoffe), auf rein dynamischem oder chemisch-dynamischem Wege dessen Leben bedroht oder vernichtet, wenn er nicht durch Gewohnheit abgestumpft ist.***)

E intheilungen der Gifte hat man aufgestellt, entweder nach ihrem Ursprünge, oder nach den durchGifte im thierischen Körper erzeugten Erscheinungen im Allgemeinen, oder nach den durch sie ergriffenenKorpertheilen im Besonderen, oder endlich nach der Zeit, in der sie wirken. Jede dieser Einteilungen hatbald für den Naturforscher, bald für den ausübenden und gerichtlichen Arzt mehr Interesse. Ihrem Ur-sprünge nach zerfallen sie in:

/. Mineralische, II. Pflanzliche, III. Thicrische, ****)ihrer Wirkung nach in:

\) Scharfe, 2) Betäubende,und nach einer Eintheilung Fodere's') (welche von vielen Neueren, selbst von Orfila angenommen ist), in:l) Septische, 2.) Narkotische, 3) Narkotisch-scharfe, &) Scharfe, 5) Atzende, 6) Ad-stringirende.

Hart mann 1 ) bringt diese sechs Classen auf drei zurück, und hat:

1J Entzündende Gifte, umfassend a) die ätzenden, b) die scharfen;*2) Zusammenziehende,

2>) Narkotische, umfassend a) die rein narkotischen, b) die narkotisch-scharfen.Henke 1 ) nimmt folgende Giftarten an:

\) Scharfe oder ätzende, 2) betäubende, 3) austrocknende.

*) Die feste Begrenzung des Begriffes Gift ist bekanntlich ein schwer (vielleicht nie) zu lösendes Problem. Giltkann auch für den Körper Arzenei werden. Alles ist relativ, da alles auf Gegensätzen beruht, und die Gegensätzeselbst veränderlich sind. Daher die verschiedenen Definitionen der Schriftsteller (s. Schneider über die Gifte,Tübing. 1S21. 8. S. 106, auch Hier. Cardanus de venen, Lugd. Bat. 1663. fol.)

**) Schon Linne (Mat. med. ed. Schreb. 1787. Can. 17. und Schulze Toxic. veter. Halae 1788. 4. g. 5.) be-merkte dieses.

"*) Ueber Gewöhnung an Gifte spricht schon Franc. Ulmus {de oecultis in re medica proprietat. Brix.lt»97. 4. Z. III. und Schenck a Grafenberg (Observ. med. rar. p. 886).

****) Kücksichtlich ihrer Häufigkeit stehen jetzt, so wie zu Paracelsus Zeiten, die mineralischen Gifte oben an,dann folgen die pflanzlichen, und zuletzt die thierischen. Bei den Alten waren Pflanzen- und Thier-Gifte die ge-wöhnlichsten,

') Medec. leg. ed. 2. T. IV. *) Pathohg. S. 576. 3 ) Gerichtl. Mediz. S. 436.

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