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Abbildungen: Euxb. Cent. a. a. O.
Linn. Fl. hopp. a. a. 0.Fl. Dan. a. a. 0.Svenslc Bat. a. a. O.Engl. Bot. a. a. O.Bot. Magaz. a. a. O.
Namen: Deutscb. Nordische Himbeere, Ackerbeere.
Schwed. Norländ. Akerbiir ; Helsingör. JungfrubLir ; Oslbolbn. Fihon.
Lappl. Ackermurie. Nor"\veg. Aakerbiir, Agerbiir, Findmarksbar.Engl. The tlwurf bramble, The dtrarf crimson bramble.Russ. Knasheniza.Perm. Namur; Tata r. Kustischi.Tungus. Tarinkoro.
Beschreibung.
Die ganze Pflanze ist etwa eine Spanne hoch oder etwas darüber. DerStengel ist kaum eine Linie dick und so oft hin- und hergebogen, als er einBlatt abgiebt, deren etwa Tier bis fünf sich entwickeln. Er ist nebst den Blatt-stielen mit äusserst kurzen abstehenden Härchen besetzt, die kaum mit blossenAugen wahrzunehmen sind. Von Drüsen oder Stacheln ist keine Spur vorhan-den. Die Nebenblättchen umfassen den Stengel und Blattstiel; die unternsind eiförmig und stumpf, die obern länglich.
Die Blatt che n stehen zu dreien, fast stiellos, auf zolllangen Stielen; dasmittlere ist keilförmig; die Seitenblättchen nach aussen ausgeschweift; alletief doppelt - gekerbt-sägezähnig, oben glatt, unten kaum merklich behaart), amRande seidenartig gewimpert.
Dem obersten Blatt gegenüber, oder ausser diesem auch wohl noch in dervorletzten Blattachsel, steht ein einzelner zolllanger Blüthenstiel mit einer nicken-den rosenrothen Blume, deren Blumenblätter verkehrt-eiförmig, und ganz, oderausgerandet, oder auch mehrmals eingeschnitten sind. Der Kelch ist fast kahl,und seine Abschnitte sind schmal-lanzettförmig. Die Frucht, von der Grösseeiner Maulbeere, ist roth, bei der Reife schwarzroth, süss, wohlriechend undsehr wohlschmeckend, an Geschmack gleichsam zwischen der Erdbeere undHimbeere das Mittel hallend, und besteht aus vielen Theilfrüchtchen. Sie wirdvon den Nordländern sehr geschätzt, die daraus Syrup, Gelee und einen Himbeer-wein bereiten. Linne rühmt, in der Flora Lapponica, die Norländschen Grossen,welche dergleichen Bereitungen nicht nur für sich im häuslichen Gebrauch z* 1verwenden, sondern auch an ihre Freunde in Stockholm, als die lieblichstenund seltensten Naschereien, zu verschicken pflegten. Er erkennt dieser Fruchtvor allen wildwachsenden Beeren-Früchten Schwedens den Vorrang zu.
Diese Brombeer-Art wächst nur im äussersten Norden der alten und neuenWelt. Sprengel berechnet, dass sie in Schweden und Norwegen nicht unterden sechzigsten Grad herabsteige *). Hire eigentliche Heimath aber ist, di^ Gegend
») Wahlenberg bezeichnet die südlichen fcezirke ihres Vorkommens so: « Gcflc Grstriciae , Fahluna Dalecarli* e >et summus finis Elfdaliae Vtrmlandicae.