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Er ist im nördlichen Deutschland sehr gemein nnd nimmt mit jedem Bodenvorlieb. Auf Kalkboden findet man seine Blumen gewöhnlich weiss, auf Thon-boden schön roth. Je mehr er an Bergen, im Gerolle, der Sonne ausgesetzt ist,desto mehr nimmt die Rundung seiner Blatter und die Dichte des Filzes zu; stehter aber feucht und im Schatten, dann werden seine Blätter immer länger, derFilz dünner und weniger weiss.
34- Straussblüthiger Brombeerstrauch. Rubus thyrsißorus.
Tab. XXXIV.
Mit fast behaartem wenigdrüsigem fast rundem niedcrliegendem Blättersten-gcl, vielen ungleichen rückwärtsgeneigten Stacheln und Stachelborsten, dreizähli-gen oder fussförmig - fünfzahligen herzförmig - runden spitzen grob - ungleich - sä-gezähnigen unten auf den Adern behaarten blassgrünen Blättern, vielblüthigenrispenförmigen untern Acsten der straussförmigen rauchhaarigen und slachel-borstigen Rispe, dreispaltigen untern Deckblättern und zerstreut - dünnstachligenstachelborstigen Blüthenstielen.
Synonyme. Kubus thyrsißorus Weihe. Bluff et Fingerh. Comp. Fl. Germ. I. p. ß8A.Rubus ferox Fest, Tratünnich Ros. Mon. Hl. 40 ?
Beschreibung.
Der Blätterstengel ist rundlich, braunroth, weich, liegend, einen Vieriel-bis einen halben Zoll dick. Seine Stacheln sind rückwärtsgeneigt, klein, vonungleicher Grösse, massiger Breite und stehen reichlich. Die Stachelborsten,von der Länge einer Linie, mit braunrothen Drüsen an der Spitze, stehen eben-falls reichlich, die Haare dagegen nur einzeln. Die Normalzahl der Blättchenist zwar drei, da aber die Seiten - Blättchen oft, entweder einzeln oder beide,zweitheilig sind, so kommen vier- oder fünfzählige Blätter heraus, die dann fuss-förmig auf dem Hauplstiele stehen. Aus diesem Grunde ist also die Gestalt derSeitenblättchen sehr wandelbar. Das Mittelblättchen ist herzförmig-rundlich undspitz, alle sind oben glatt und dunkelgrün, unten an den Venen behaart und matt-grün, am Rande ungleich und grob sägezähnig, von lederartiger Consistenz, mitl-lerer Grösse, und stehen genähert am Stengel. Der Blattstiel ist zwei und einenhalben Zoll lang und gleich dem Stengel bewehrt. Die Seitenstieichen sindeine bis zwei Linien lang, die Mittelrippcn auf gewöhnliche Weise bewehrt, unddie Nebenblättchen linienförmig, drüsig und haarig.
Der Blüthenstand ist eine straussartige Rispe von gewöhnlicher Länge, mehrausser den Blattachseln, als innerhalb derselben, blühend. Die Achse ist meist