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Moralisches Sendschreiben an Jourdain Ueber Die bürgerliche Adelsucht : in einer freyen Uebersetzung nach dem Französischen der epitres divers etc.
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Weil es nun seine Noth so schön wüst vorzu-

bringen;

« So schuff ihm Jupiter ein Paar asch - graue

Schwingen.

»Das ist nun Vogel-Maus, das Mäuse-Vö-

gelgen,

,, Das Prckelhärings-Thier, das wir da fladdern

sehn.

Ich überlasse dir, die Fabel zu erklären,

Sie ist handgreiflich gnug, und stecket voller Lehren.

Gesetzt, du würdest auch, dieweil dein Beutel lohnt,

Mit dem Verhängnisse der Fledermaus verschont;

Soll denn der Sohn sich wohl des Vaters Hand-werk schämen,

Die Elle, so, wie Er, auch in die Hand zu nehmen?

Jourdam, besinne dich, und thu die Augen auf,

Beschimpfe nicht so schnöd des Vaters Lebenslauf.

Ein grosser Handelsmann, ein bürgerlicher Erbe,

Der treibet im Contor das edelste G-werbe;

Das ist ein kluger Held zu Wasser und zu Land;

Der, der macht bloß allein den Schatz der Welt be-kannt;

Durch seine Hände geht das Geld in -Ost und Westen;

Der Nahrung in der Stadt und Dorf hilft er am

besten,

Durch seine Ehrlichkeit, die ihn erhoben hat

Zum mächtig reichen Herrn, zur Stütze von dem

Staat

-Ohn allen eitlen Glanz, lebt er im Ueberflusse,

So viel Nöthigenden unvArmen zum Genusse.

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