keine Herzenskundigcr sind und vor denen wir dochgleichwohl das Licht unsers Glaubens auch sollenkeuchten lassen, (Matth. V, i 6 .) theils können sieden ausgebreiteten Nutzen nicht haben, den siedoch stiften sollen. Daher dringt dann die Schriftüberall darauf: daß wir die frommen Empfindun-gen unsrer Seele auch äusserlich an den Tag legensollen. „Wer da saget, daß er in Ihm bleibet,„der soll auch wandeln, gleichwie Er gewandelt„hat." Johannes will also, daß sich unsereKenntniß durch den Wandel überhaupt und durcheinen christusähnlichen Wandel insbesondere offen-baren soll.
Sie soll sich durch den Wandel überhaupt zei-gen : (Matth. VII, 2<o.) „ Wie man den Baum„an den Früchten erkennet, sagt unser Erlöser, so„ erkennet man auch den Menschen an seinen Wcr-„ken;" und gleich darauf setzt Er hinzu: (v.2i.)„nicht alle werden in das Himmelreich kommen,„ die blos mit ihrem Munde zu mir Herr! Herr!„sagen, sondern nur die, die den Willen thun„ meines Vaters im Himmel."
Vor allen Dingen aber soll der Wandel desChristen, christusahnlich seyn; nach Jesu Beyspiel,nach seinem Muster und Vorgang soll er sich zubilden suchen; dann erst erkennt man Jesus wah-ren Schüler in ihm. Deswegen sagt unser Hei-land :