-—- 57
„Wie die Seligen in Absicht auf die Ver-dammten gesinnt seyn, und ob sie nicht Betrübniß-/darüber empfinden werden, wenn sie den einen„und andern ihrer irdischen Freunde und Be-kannten dort nicht wieder finden?" Daraufkann ich mich hier nicht vollständig einlassen, weilmich das zu weit über die Gränzen dieseS An-hangs hinausführen würde.
Ich sage daher nur dieseS: wir sehen ja auchhier auf Erden manchen Elenden, ohne daß unserGlück dadurch zerstört wird, wenn wir uns nurbewußt sind:
1) Daß wir selbst zu seinem Elend nicht diemindeste Veranlassung gaben.
2) Daß weder unser Mitleiden noch unsreHülfe ihn von diesem Elend befrcyen können, undwenn wir vollends
g) vest überzeugt sind: daß sein Schicksal inder Hand eincS eben so gütigen als weifen Gottessteht, der ihn nur die Wege führen kann, disfür ihn und für seine Mitgeschöpfe, für die Ge-genwart oder für die Zukunft, die besten untzheilsamsten sind.
D 5 Wes