54
„Umgang zwischen uns und Geistern höherer Art„nicht wohl Statt finden könne," kann ich nochnicht unterschreiben, theils weil sie mir verschiede-den Scbriflstellen zu widersprechen scheint, theilsweil ich die beweisende Kraft des hinzugefügtenGrundeS: „daß nämlich die überwiegende Nor-„züge jener Geister unS nur Ehrfurcht und keine„Vertraulichkeit einflößen könnten," noch nichtvöllig fa,7e.
Herr Engel führt, um seiner Meinung Wahr-scheinlichkeit zu geben, verschiedene Beyspiele an,die mir aber nicht von gleichem Gewicht zu seynscheinen.
Zuerst, sagt er: „wir würden mit manchen„geistvollen Fürsten nicht so vertraut umgeheU kön-„ncn, wie mit einem Privatmann."
Das ist nun wohl freylich wahr; allein die sorg-fältigere Zurückhaltung scheint hier nicht alleinvon den größer» Geistcsvorzügen jener Männerherzurühren; unsre gegenwärtigen bürgerlichen Ver-hältnisse , der blendende äussere Glanz, die Ach-tung die uns von Kindesbeinen an gegen die Ma-jestät
Wir werden unö wieder sehen. EineUnterredung nebst einer Elegie von D. Karl Chri-stian Engel. Franks, ii. Leipzig, 1787. S.47—-;8, und 144—147.