dieß vor dem Tode des Socrates nicht ge,schehen sey, sucht Bentley durch die bekannteStelle des phädo zu erweisen, in welcherPlato den Socrates sagen läßt, er habe inseiner Gefangenschaft, auf einen Traum hin,einige der ihm bekanntesten äsopischen Fa-beln in Verse zu bringen versucht. *) Alleindaß Socrates Hiebes nur sein Gedächtniß zuHülfe nahm, daher folgern zu wollen, daß dieäsopischen Fabeln damals in Schrift nochnicht existirt haben, dieß ist, wie neulichThyrrwit erinnert hat, wol kein sehr bündigerSchluß. **) Indeß, wie dem auch immerseyn mag, so viel ist allerdings gewiß, daßdiejenigen Sammlungen, welche wir haben,so wie sie sind, weder vom Aesopus selbst,
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