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Selbstprüfung und fromme Entschliesungen : ein Selbstgespräch
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412 Enrschliesung zur Weisheit

ob doch mein Glück nicht schon unverdientesGeschenk Gottes sey? ob sein Werth dadurchaufhöre/ daß andere ein grösers besitzen? wases mir nutzen würde / mehr zu haben / als ichgebrauche? ob ich nicht alle wahre Freude, janicht weit Mehr als jene genieße? ob ich viel-leicht durch eben die Wege zu solchem Glücksgelangen möchte, als jene dazu wählten? obich mir diesen Vergnügen eben die Beschwer-lichkeiten und eben den Mangel der Unschuldlind die Sünden haben möchte? ob ihr Schick-sal wol mir meiner wahren Gottseligkeit beste-hen möchte? Was ich aber durch Ordnung,durch Fleiß, durch Sparsamkeit gewinne, undwas mir feine Vorsehung zuwirft, das willich als seinen Segen und sein Geschenk dank-bar annehmen: und dessen will ich mich destomehr freuen, als ich es bey einem unverletz-ten Gewissen erhalte. Drangen will ich michnach Hoheit und Gröse nicht, und noch we-niger irgend jemand, der mir dazu im Wegetu stehen scheint, über den Haufen werfen: aberden Posten, zu welchem mir Gott Talentegab, mld zu welchem er mich hervorzog, will

ich