Lieber« Gott. Z8i
wäre, wenn alle meine Wünsche gesättigtwürden, wenn ich hier zu den erhabenstenWürden erhoben wäre, wenn ich begütertgroß, mächtig und gewaltig wäre: so soll esdoch meine Augen nicht blenden, mein Herznicht fessln, und meine hohem Freuden indir nicht schwächen. Ich will das Unbcstän->dige, das eitle und vergängliche, das beschwe-rende und Nichtige fühlen, und das sollmichrurr desto mehr anfeuren, das wesentliche,bleibende und ewige Glück ju suchen.
Ich will zurück auf meine vorigen Tagesehen, und hier die Menge deiner unverdien-ten Wolthaken zählen, um mich her deineGüte erblicken , die alle Morgen neu ist, undvor mir hinauf die Verheisungen sehen, diedu mir für das Glück dieser und der zukünf-tigen Welt gegeben hast. Ich will die Gröscdeiner Barmherzigkeit abwägen , und meineUnwürdigkeir mir stets vor Augen stellen:das wird denn mein Her; im steten freudigenDank und Lobe des Allgürigen erhalten» Le-ben und Gesundheit, Erhaltung und Für
sorg