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Selbstprüfung und fromme Entschliesungen : ein Selbstgespräch
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für die We!c gemein. 241

das Beste meiner Nebenmenschen gesehen,hätte! Wenn ich da nun erwan einen Men-schen bedenke, der sein Amt allein als ein Mit-tel ansieht, reich zu werden; der sich alleindarin brüstet, weil er unter den Menschen da-durch eine Bedeutung hat, Gewalt gebrau-chen , gemächlich leben, seine Triebe undWünsche aller Arten besser befriedigen kanZder sich dafür besolden laßt, daß er gegen an-dere ungerecht und menschenfeindlich handeln,und desto freyer unter dem Schutze seines An-sehens seine sträflichen Wünsche und Absichtenausführen kan: was ist doch da die gröstePünktlichkeit, der strengste Fleiß noch werth!Wenn dort ein Richter noch so strenge die-Ge-setze befolgt: aber nicht sowol Böses zu ver-hindern, als nur zu strafen wünscht;' durstigblos den Fehlern nachspürt, um Gewinste zuziehen, und klagt, wenn es nicht Fehler undLaster gibt, strafen, und dadurch etwas fürsich gewinnen zu können? dann sein Urtheil indie Länge zieht, um unter dem Schutze ent-heiligter Gesetze Vortheile zu erhalten; unddann bey dem allen nicht auf den Zweck der

Q Gesetze