und das Leben des Nächsten. 21 z
sich zulezr vergriff, und zu Lastern gerieth, dieihn wol gar zu einem gewaltsamen Tode brach«ten? Bin ich schuld am vergossenen Menschrn-blute, schuld an dem Morde eines unschuldi-gen Kindes, an dem Tode eines verlassenenArmen? habe ich irgend einen Anrheil durchmeine Härte, Anschläge oder Unterlassungmeiner Pflicht an Elend und Unglück in deeWelt?
Ueber die Sünde gegen die Ehre undguten Nahmen des Nächsten.
Wie überaus wichtig, und von welchemgrosen Werthe ist doch nicht "der gute Nahmein der Welt, und wie schwer ist daher dieVersündigung, wenn wir die Ehre unsersNächsten kränken! Was ist das Leben ohneEhre? Zwar-das Bewußtseyn wahrer Tu-gend, »«geheuchelter Nechischaffenheit undwirklicher Verdienste kan uns keine Hand desBösewichtS, und keine Gewalt des Grösterrund Mächtigsten rauben , aber bitter bleibedoch der Schmerz, wenn wir vorder Welkdurch hie vergifteten Zungen des Lästerers,O? und