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Dsris. Sie wollen doch nicht, daß ich schniefcheln soll, mein Herr Stadthalter?
-Herr von Polidor. Nein, sage deine Gedan-cken frey heraus.
Doris. Frey heraus?
Herr von polidor. Ja, ja, scheue dich fürnichts.
Doris. Gut, meine Meynung also ist, daß ichdiesen kleinen Herrn sehr heßlich stnde.
Herr von polidor. Was sagst du unver-schämtes Mensch?
Doris. Ey nun, wenn sie böse werden wollen,so kan ich leicht ein bessers Urtheil fallen, ichkan sagen: Er sieht so schön aus, wie ein En-gel, er halt seinen Kopf so gerade, wie einTantzmeister, er istgepuht, wie ein Hof Cava-lier, gehet so gerade, wie eine Puppe, redet soangenehm wie ein Cherubim, riecht wie eineCibct-Kahe und - - -
Herr von polidor. Schweig, ich höre schon
^du bist viel zu närrisch, als daß er dir gefallensollte.
Doris. Ich bitte um Vergebung, warum solteich mich mit ihm nicht lustig machen können?
Herr von polidor. Es ist zwar wahr, daß er
" dem Leibe nach etwas ungestalt ist; Alleinwas liegt daran, ist doch seine Seele vollerSchönheiten. Wolke nur Gott, meine Toch-ter, du töntest die Mittel ausfündig machen,ihm zu gefallen.
Lhar-