daß der Staat, welcher feine Diener in ei-nen höher» Stand binstellt, auch verpflich-tet sey, dafür zu sorgen, daß sie so fortfiandcsmäßtg leben können. Er verleitet siesonst zum Betrug gegen ihn selbst und gegenIhre Mitbürger, ui»d macht sie gerade da-durch unglücklich, und straft sie dadurch,wodurch er sie belohnen, und beglückenwollte. Die Grosmuth eines Fürsten, wieSie sind, läßet mich nun zwar nicht zwei-feln, daß diese Vorstellung ihn dahin be-wegen würde, die Besoldungen seiner Die-ner eben so zu vermehren, wie er den Glanzihrer Titel vermehrt; aber, bester Fürst,erwägen Sie einmal welch eine Summe alsdenn Ihr Vorhaben, ein so starkes Avan-cement geschehen zu laßen, ersodern dürfte,und— was noch mehr ist, wie Sie tausendandere Zwecke als der ist, Leute in denStand zu setzen, -aß sie unnöthigenAufwand machen können, vor sich findenwerden, zu deren Erreichung sie diese Sum-me auf weit edlere Weise verwenden mögen!
Ich rathe Ihnen aus diesen Gründendas große Avancement ab, mein gütigerFürst, welches Sie beschloßen haben. Jeweniger der Titel in einem Lande, je rich-tiger die Ausrheilung derselben, destomchr?u Ehren werden sie gehalten. Sind aber
die