Der Fürst führte ihn , als er sich umMitternacht bcy ihm beurlauben wollte, aufdie Seite au ein Fenster, und redete ihnalso an" Vater Ehrenfelb du bist heute„ achtzig Jahre alt: du weißt wie lieb du„ mir bist, und ich verliere dich mit Kum-„ mer meiner Seele, aber Ich darf auch„ nicht vergessen, wus ich dir schuldig„ bin- Du sollst nun Rühe haben, und„ den Abend deines Lebens dir selbst„ leben ; nachdem du einen so langen„ Tag, mit uneunüdeker Treue, dem Va-„ terlande gelebt hast. Ich dispensire dich„ hiemit, von allen deinen Geschäften. "Ehrcnfeld erschrack heftig. Er fiel sei-nen Fürsten-zu Füßen! —
Nein; dies war an diesem Hofe nichtmehr Sitte. Wir haben oben gesehen, daßKarl schon in seinen Ktuderjahren ein Feindder Hofzeremonien, und des steifen undübertriebenen Etikettes war, es war alsokein Wunder, daß er alles, was nur eini-gen Bezug darauf hatte, bey dem Antrittseiner Regierung aufhob. Auch die Fußfäi-le vor dem Fürsten, waren seitdem im gan"zen Lande verboten- Mit eigener Hand,hatte er gleich am ersten Tage derselben, andie sämmtlichen Kollegien des Landes, einCwkularreskript, des Inhalts ergehen lassen:
"Ihr