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[Dominicale] (1721)
Entstehung
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268
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26s Am Dritten Sonntag nach Pfingsten.

nicht wi? die Weintrauben abgelesen undgepcest werden/ sondern sie werden mitGiaßschieffern/ mit S:einschieffern / odermit brinenea Messrrlem (so rigrns darzugemacht werden) angeritzt und ausgerissen/und? also angeritzt geben dir Träublem 'owohl als die Baumlein selbst den allerlieb-lichsien Balsam-Sasst von sich/ und je mehrman diese Traublein verletzt und verwundet/i esio reichlicher geben sie hervor den lieblichenBassam. Von solchen Balsam-Bäumlemmachet die göttliche Barmhertz'gkeit denen,urack kehrenden reumüthigen Sündern ein>> n rden-- s)ü- ti n/ arinn sie aufgenoimn: wcl^cczcoren s-Lciplc, und mit deMbestenBaljaMder vöttlichen Gnaden erquicket werdenWir sündigen Menschen haben dasHertz umerS Erlösers gleichsam aufgeritzt/da wir ihn mit unsern schweren Sündenverletzet und beleidiget / dannoch theilt erallen reumülhig mit den Balsam der Gü-tigkrik/ der Verzeyhung; in Verwunde-rung dessen schreyet auf der H- klißiusbom.1,.zpuä 3 dl. K>r. 1^0.7. pz^. 247. O Vene-r.rnciz kicrsr Oeil peccsvimus öt pLrcit.clcli-guimus Le i^nokcir , OsteoUimus Ät »ökucp!-c»cu« existil. O Ehrwürdige Eurrg!-kew GDrrcs/ wrr haben gsfündtger/und er verschonet/wir haben verbro-chen/und er verzeihet es uns / wirhaben ihn beleidiget / und er ist be-j anffriger. Diestesolte alle Sünder an«treiben/ sich zu ihrem GOtt und HLrrn zu

bekehren/ dann Or-iiiznus in Oec-ek. p»rr.2>L»us. r. q. 7. Lrn. si guis. §. Kpilcop. sagt:Oku» bonu« est vmnibus, Lr sperr» lünc vi-/cers ejusvmnibomini poenirenri: VVrrisigegen allen gur/ und sein Hertz ist ei-nem jeden busjenden Mkensthen erösftner / da finden wir ein rechtes Gnaden-Hüttlem / häuffigkn Balsam der Gnaden/wie es der H. Lonsv. nicht gnug rühmenkan/ da er aufschreyet isrm. i.a- L. i^grcb.

I'om. z. o summ» Lr inensrrsbili» piecrsOomini Oei noltri ! peccsc snima riec uoo»nrum , nec pluribus pLccsris, secl mo<l>5innumens, cum mun6o, csrns Lr Oisbolo,öc stskim st re<iezr, stscim esm recipir, örownis peccsrs con-lonsr, imb, quoct msjuseli, nolenrem rrüire vocst, uc rescsl. Lr ucreverkstur revocs-L non cellzc. D höchsteund unaussprechliche Güte unsersHErrri GDcres! Die Geel sündigernicdr nur mir einer oder etlichen Sün-den / sondern unzedliger Weiß / mirder Welt/ dem Fleisck? und dem Trüf-fel; so bald sie wider zurück kehrer/so gleich nimmc er sie wrder an undverzechet ihr alle Sünden / ja wasmehr ist/er beruffr si / wann sie auchnicht will/ daß sie solle zurück kehren/und hört auch nie auf/ sie zurück zuruffem O so lasset such belieben/ in seineGnaden-Hütten zu kommen/ und lasset euchnicht abschröcken ihr arme SündM daß ihrdas göttliche Hertz so ojst zerritzet/unbmit

euren Sünden verletzet habt/kommet dan«noch / und wendet euch bereuet zu eurembarmhertzigstsn GOtt ihr werdet erfahren/daß er den Balsam seiner Güte desto reichli-cher mitlheile/rvie es der H.tti-ron. bezeuget

lb. 6. super jerem.c. zL.'I'orn s. gusnko m»-jor culps peccrntium,l»nlö smplior in psco».rorcs clementizOesroris: Wie grösser dieSchuld der Sündern ist/ desto hshecist die Gnad desErfcvaffer» gegen sie.Bezeugen wird solches jener grölst Sünder:Man liefet in 8 p«c. L«emp>. daß adelicheEltern einen so ungeralhenenSohn gehabt/der so weit in der Boßheit kommen ist/daß«r öffters oaS Leben verwülckl/ und dasRad/ wo nicht den Scheider-Hauffm/ Der«dient hatte, dahero weilen alle gute Ermah-nungen und Vestraffungen vergebens wa-ren/ so haben ihn seine liebe Eltern oer ho-hen Obrigkeit selbsten übergeben/ mir Bitt/ihm heimlich hinzu richten ohne krostiruriol»der Adelichen Frrundschassl; Dem Richterwarm seine V-M» ohne das ichon sattsambekannt, d/ßhalbsn hatsr dem Jüngling oh-ne femern krocesshen Tod selbst angeküa-det: Als der Jüngling vernommen/daß ersterben solle/ von seinen selbst eigenen Ebernüoeriiesserl/ finge er an unbeschreiblich zuSacramerstiren/GOttzu lästern/ Va'terund Mutter in Abgrund der Hollen zu ver-maledsyen; der Richter gebraucht sich aller-leyMitttl/ ihm zu einerBeicht und Erkannt-nuß seiner Sünden zu bringen/ damit dieSeel nicht mit dem Leib den ewigen Tob zugewartm hätte/ der Jüngling aber verhar-ret in seiner Boßheit/verachtet die Beicht/verwirsttalleguteErmahnungen/jprechend/erwöge unterdessen die Pforten der Hökkveröffnen/ aber solangnichtschlikssmiassm/biß auch der Richter und seine Eitern lo>Mwürden. In solcher Verrweifflung wirdder Sünder in einen Sack geschoben/undin einen liessen Fluß versenckt: Der Rick^kaber wäre sehr betrübt/ daß ein so edle Sselimmer und ewig solle verlohrn, seyn/und daer mit dergleichen Gedancken Taa undNacht schwanger gienqe'erscheint ihme emS-mahl der verstnckte Jüngling vor dem Bettstehend/ der Befragte antwortete: durch dieGnadGotte» bin ich m einem guten Stand/aber erschröcklichs Pein habe ich in Fegftuerzu leiden wegen meiner schweren begangenenSünden; der Richter spräche abermahlmitgrösser Ve- wunderung/ wie ist diß möglich/daß du ein Kind derFreuden sollest mordest*seyn/ da du doch so übe! und unbußferttg ge-storben? Ist n-chi ohne/ sprach? der Ver-storbene : Du solsi aber wissen/ da das Lebenindem Wasser mrr dem Tod gerungen/hakmich GOtt gnädig angesehen/ sich meinererbarmet/mich erleuchtet' daß ich mein sün-diges Leben erkennet, hertzlich meine Sün-den bereuet/ absonderlich/ baß ich ohne Büßund Beicht sterben solle: In dielen Gedan-cken habe ich mich gewendet zu dem bitternLeyden und Sterben meines Heplands/ und

gebet,