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[Dominicale] (1721)
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248
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248 An dem Heil. pfingst - Montag.

HLrr! wer wird in deinen Taberna-ckel wohnen ^ ist gleich darauf geantwor-tet worden. (i>ui lcxzuiruk veUrakem in cor-ct- luv, der Warhelr redec von Heryen:der mir seiner Zungen mehr berri-ger.

Nach diesen tauben Zungen bring ichdie dritte Tracht/ nemlich ein SchaalenvollScichllyen - Zungen. Die Zungen derStiglitzen ist so heickel und zart nicht/ daßfiesörchtedie stechende Distel/ sondern setztsich mitten unter fie / mit dieser Beyschrifft:ncm rerrer acumen, auch das was sticht/mich scbreckec nicht. Solche Zungenhat der Heil. Geist am Heil.Pfingstrag auchmitgetheilet denen Apostlen; welche zuvorgantz forchtsam waren / und vor der min-desten Gefahr sich entsetzten / die förchtenjetzt weder Marter noch Pein noch Tod.Ich sehe von /Vmittckiz weggehenund frage ihn / wo gehestu hin k-cr- ? aufRom ; was Ursi.ch ? daß ich alldor-ten Christum verkündige / und seine HeiligeCreutz - Fahnen aufstecke auf dem Vaiicano,und ewiglich befestige. l-eue solst du diesesthun ? ja ich! du ? der du auf die Stimm ei-ner Magd gantz erschrocken / mit einemEyd-Schwuhr deinen göttli ben Meisterdreymahl verlaugnet? Förchtest du nichtdie barbarische Grausamkeit Neronis?nein; erzitterst du nicht ob Rom / jenes gros-se Babylon / einen Wald der brüllendenLöwen ? nein ich förchte gar nichts; wie so ?der heilige Pabst I^evin nsr. ?er. Lr ?su>.8rrm. I. antwortet : nec muoä! Ovminamtimerkomam, guiinLaipbreclomo expave-rsk5scek6orlsanci!Iam, vincebac erZomslcn-am formiciinis vis amons.es förchcere der-jenige die Herrscherin der Welr/Rom/mehr mehr / der in dem HausLaiphäerschrocken vor derMagd des Hohen»Priesters / weilen die Forchr über,wunden hac/die Lieb des HeiligenGeist«

Stechende Distel und Dörner warendie Ketten und Band/ darein er solle ge-schlagen werden / die Distel und Dörnerder finstere Kercker / Distel und Dörnerdas Creutz / daran er solle gehefft werden/aber er hat sich erzeigt/ daß er habe ein rechteStichlitz» Zungen / non rerrer acumrn,auch was strebt / erschreckt michnicht ; O liebste Zuhörer! schämem muffenwir uns/ daß wir an jeden Creutzlein denMuth fallen lassen / ungedultig werden!es scheint der heilige Geist habe in unsereHertzen sein Lieb noch nicht ausgegoffen.Veni 8anLie 8pikitu8 ! Romm HeiligerGeist/ erfülle die Heryen der Rinderdein!

ä. ^.Betrachten sie ein wenig den an-deren Apostel / des kern Bruder; der hei»lige ä.när-38, vom hohen Altar gantz ge-schwächt / an allen Leibs - Gliedern gantzentkrafftet / ersiehst von weiden das «hm

zubereidete Creutz / er schauet es mit un-beweglichen Augen an / er grüßet es alsseine liebste Braut / 3alv- crux prekiola >.

iulcip« cblclpulum cjus, ym in te pepenäik,Magister meus Lbristur. Sey gegrüstdu kostbares Lreuy! nehme aus einenJünger dessen/ der an dir gehangenrst/Lhrlstus mein Meister; Er reistetsich aus den Handen der Gerichts - Die-nern/verlangr es mit Sprechen: 0 cmx

«jesicleksbilis, per ke me recipisc,gui per reMariens me restemir. O erwünschlichesLreuy! dieser nehme mich auf durchdich/ der mich mir seinem Tod durchdich erlöser hac. Der heilige stcmarcl.8erm.r.ä«8.^nch fraget hierüber: wohersolche neue unerhörte Freud ? woher inso grosserSchwachheitgroffe Beständigkeit?dem Menschen so geistlicher Sinn / sohitzige Lieb? so siarckeS Gemüth ? er antwor-tet seibsten : plane Spiritus ersr ckleIilsim,,cjui schuvabak insirmicarrm ejus. Der Geistallein wäre es / Geliebte / welckerseine Schwachheit stärckre. Weist duwarum wir also forchtsam / also erschrocken/al o schwach seyn / das Gute zu würcken/das Böse zu übertragen ? Wegen keinerandern Ursach spricht ferner 5. Lernaräuz,

gu^m proprer invpiam 8piricüs, ipieenim siaäellet, schuvgrsr sine clubio insirmiraces na-stras : Al« wegen Abgang des Geists/dann wann dieser da wäre / helfsreer gewiß unseren Schwachheiten.Diesen / weil empfangen hat der beilige-Andreas/ hat er sich nichts lassen abschre-cken von dem stechendenDorn des Creutzes/ja des Tods sechsten / sondern ist mitFreuden sechsten darnach geflogen / alsoein rechter Stichlitz / der die Dörner nicht

scheuet.'nori kerrer scumeo.

Nicht allein aber erschrickt der Stigütznicht unter den Dörnern / sonderen singtnoch darunter / öl inrcr aculeos csncac , auchunter dem was sticht/ inGOrresLobausbrichr. Ein solche D>stel-Fincken-Zun-gen hat gehabt der gedultige Job / es wardihm all sein Viehs/Schaas/ Rinder/Ca-mel in grosser Anzahl entführet seine Kin-der vom Einfall des Haus erschlagen/ er wieein Aussätziger am gantzen Leib verwundet/auf dem Mist - Haussen gemorsten; freylichwaren das stechende Distel und Dörner/jedoch Lr incer aculeos canrak.Oominus ilesir,Oominus sbsiulic, sic uomenOomim beue»tliAum, der HErr hac es gegeben/derHErrhares genommen / der Nahmdes HErrn sey gebenedeycr/ O Christli'che Seelen lasset euch die Zungen auch be-lieben !

Ich trage unterdessen die letzteTragt auf / nehmlich ein Schaalen vollNachtigall - Zungen. Die Jung derNachtigall kan nicht feyeren ^ «st ohneUnterlaßTag und Nacht beschäffriget imLobGottes.Dahero ermähnet derH./^mbroims:

wilst