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[Dominicale] (1721)
Entstehung
Seite
206
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2v6 Am Ersten Sonntag nach Ostern.

Ei) geschichr bei) vielen/ wie bei) jenem ver-dorbenen Züngling/DenSimon derHexen«meister zu erwecken stch bemühet in Gegen,wart des H.Pelr>:da er semcSprüch sagte/schiene cS/als bewegte derTodre dasHaupt/alsdann schrien dre Heyden auf/ er Icbrjchsn/ aber der H. ?err»x hiesse sie stillschweigen und sagte/wann crlcbec/so redeer; wann er ausferweckr ist, so stehe erauf / und wandere forr/aber der Jüng-ling thäte nichts dergleichen/ sondern bliebeundewegiich/ todt liegen/ welchen hernach 8.I^errus erweckt hat/wie k^olippu8 u.z.

Illiero^. c. 2. schreibt.

Eben so geschicht es bev vielen Christen/die kommen in den Beicht Sruhl/durch dasH. Sakrament der Bus' von dem Todt derSünden erweckt zu werden wan derVeicht-Vattcr ihnen sagl/sie müssen das ungerechteGut / und die abgeschnittene Ehr wider zu-stellen/sie sollen diejenige bezahien/bey denensie vielfältig haben arbeiten lassen/ aberbis-hero nichts darfür geben / sie stllen das gelleWeib meiden und die Magd aus demHausjagen / sie sollen Haß und Feindschaft! able-gen/sic sollen die verbotteneBücher verbren-nen/ die unzulaßige Mittel hinweg thun/dabewegen sie zwar das Haupt/ neigen dassel»bigc/ sagen zu allen ja/lhun aber keines/ver-sprechen es in der Beicht/Hallen eS aber her-nach nicht/war solle ick j tzt von diesen sagen?solle ich glauben/daß sie von ihren Sündenwarhafftig ausserstanden seyen/und ein voll-kommeneBusi verrichtet haben?da bleibe ichein unAlaublgtcr Thomas/es se»e dannichsehe. daß sie ausstehen/fortgehen von der Ge-legenheit zu sündigen / thun wqs ihnen ihrDeicht- Vatter befohlen/ die Nage! auszie.den/ mit denen ihre Seelen verwundet wor-den/ widrigen falls t-'oenicerirmnongAlrurkell timularur, stehen sie nur dem Scheinnach auf/ bleiben doch warhafftig todt in de-nen Todt- Sünden.

O so ist es mir noch nicht zu verübten/wann ich ungläubig verharre / und nochnicht glaube/daß alle von ihren Sünden sey-en ausserstanden. Thomas wolte nicht glau-ben/ daß Christus seye ausserstanden / nickrnirram manum mesm in Iaru5 ejus.eöseyedann daß ich meine Hand lege in seineSerren; also werde ich es auch glauben/daßein Mensch warhafftig seye ausserstanden/wan ich sehe/daß erHand anlege/seineSüu-den zu vertilgen/inWarheit abzubüssen/oderwannGott semeRach-nehmendeHand ihmein dieSeiten leget/ihne wegen seinerSündestraffet/ er aber alles mit Gedult annimmst/und saget/seine Sünde hatten noch ein meh-rers verdienet/ von solchen will ich glauben/daß er in Machest ausserstanden seye. Der

Saian wolte nichtglaube/dasZob derSee-len nach beständig lebete/dahero spräche er zuGott: wirre msnum cuam Lc runge 08 üccm-nLm Lju 8 , runc villebi'z, quoll in seciernbenellic.'rrrlbi.sob.c.r.strecke delneHank»aus/ undgrerste sernGebein ».Fleischan / was güro er wird dich ins Ängesstchr stgnen odermaledcyen / Er hat ih-me berühret/ aber lebendig und standhaffligbesimdemeben also wan ein sündiArMenschmir Job zwar seusszet: M 3 NU 8 Domini rori-girme. ^ob. c. 19. die Hand Gsrres hacmich gerührer/aber zugleich reumülhig ja-get:Gorr seye darum grbenedeycr, erhatmich noch nicht gestrafft nach meinen Ver-diensten meineSünden hatten noch ein meh-rers verdient/ein solcher lebet in demHErrn.Mann es einem übel ergehet/vielCreutzundUnglück über ihme kommen/er darüber nichtfluchet/ noch zornig wird / selbe nicht demTcussel/nicht denen bösenLeuten sondern sei-nen Sünden zuschreibet / deshalben al-les gedultig von der Hand Gottes annmiet/ein solcher lebet in dem HErrn! Also hat esgemacht David, wie ihme der Prophet Na--than gestrafter wegen seinenSünden/har ersich nicht entschuldiget/ erhat nicht procolii-ret wider dieSrraff/er hat sich nicht gesötch-tet öffentlich/ vor allem Volck zu schänden zuwerden/ sondern er hat allem reumülhig ge-russen: keccavi Domino, ich hab denHErrn gesimdiger:so/so wann sich einsün-diger Mensch hören lässet in seinen Wider-wärligkeiten/oder eignen Bußwercken: Ichieyde zwar viei/aber koccavi Dommo, me!-neSunden haben noch ein mehrers verdient;Es wäret zwar lang/aber koccaviDommo.weil ichGott so schwerlich brlcidiget/hattt ichwohl ein ewige Pein verdienet/ will um fei-net willen alles gern leydew damit er meinerin derEwigkeit verschone! ein solcher Menschlebet in demHErrn/ und ist von den Sün-den aufferstandemWann aber einer es nicktleyden kan/da ihme die Hand Gottes beruh,ret/ da ihme der Mensch nur ein wenig an-greiffet über alles gleich zörnel und lästert/ja seine/ selbst eigneHand nicht will anlegen/würdige Büß über seine Sünden zu ver-richten/ sondern in seinen Wollüsten rwdFreyheit sofort lebet/ach ein solcher ist nochvon seinen Sünden nicht ausserstanden/ dableibe ich ein miAlaubiger Thomas.

Nun Geliebte, will ich hoffen/dieser meinUnglauben werde ihnen nichts schaden/sondern grossen Nutzen bringen/ dieweil siedaraus erlernet haben / wie sie von denSünden sollen aufferstehen / und in dem

HErrn leben / darzu gebe Gott seinenSeegen / in nominskarris Lcc.