Am Fmissten Sonntag in der Fasten. 16 r
undanckbare Menschen denjenigen von sichwollen treiben/der alles angewendet hat/sie von dem Gewalt des Satans zu be-freyen / und bey dem ewigen Leben zu er-halten/ ^-Znolce nollcsm liulrkism! Rufstuns zu dervortrefflicheSchrifft-AuslegecLslmsron in c. 8. sosn. Erkenne un-sere ThorheiclCum enins nobis vomi-nus selus ts vulc ollenciere , Ispiclibuseum volumus perere : Dann da derHerr Jesus sich uns zeigen will /da wollen wir ihn mir Srernen anfal-len
Nun sagt das heutige Evangelium /daß er sich würcklich recwirc und verbor-gen Habe:stld8 sursm sblconciic le: 'Je-sus aber bar sich verborgen : Weheeuch ihr Sünder/wann ihr ihn mit eurenSunden überwunden / und von euch abin die Flucht getrieben habt; Wehe euch/wann er von euch abgewichen ist/dann aufsolche Weiß hat der Satan den Sieg ü-der eure Seelen schon erhalten/und euchdie Seeligkeit abgewunnen! Nun wird erseine Machten wider euch desto freyer las-sen anrucken mit jenen Worten aus demkti 70. veus äereliguic eum , perle-Huimim Lc comprekenclice eum > guisnon ett.gul eripiar! Gorr hac ihn ver-lassen / jaget nack und ergreiffcr ihn/dann da ist kein Erretter ! Dahero ra-the ich euch ihr Sünder / leget die Sün-den-Waffen nieder/bereuet eure Fehler/rüstet gleich Jesum an um feine Gnadund Beystand / damit der Teuffel euchnicht um das ewige Leben bringe / jetztkönnet ihr noch Hülst erbitten: Dann wiedas Evangelium sagt: Er hac sich ver-borg«» : Da sagt der H. sskom. in k. l.daß Christus sich nicht vcrborgen habe un-ter einen Stein/oder in einen Winckel/sondern durch den Gewaltseiner Gottheithabe er sich unsichtbar gemacht/dardurchdem sündigen Menschen ein heilsame Lehrzu geben / wie er sich auch unsichtbar ma-chen/ und dem Feind sicher entgehen mö-ge/wie ich mit mehrern erklären werde /nachdem ich zuvor werde erwiesen haben/wie der böse Feind die Menschen unsicht-bar zu machen suche / aber zu ihrem gröstenSchaden, ^rreuciirs.
Der Teuffel machet die Menschen nichtänderst unsichtbar / als wann er ihnen dieNebel-Kappen dieser Beredung überzie-het/daß sie glauben / es sahe sie niemand/sie würden von niemand gesehen/und mitdieser Verblendung bringt er die mehre-ste Menschen dahin/daß sie ohne Scheu/ohne Forcht / ohne Schamhasttigkeit dieschwereste Laster begehen / weil sie glau-ben / daß sie unsichtbar seyen / und nie-mand könne sie sehen. Also bezeugt es je-ner Sünder bey Lcclel. c. 2; sprechend:(^uir ms vicier? renebrL circumäsncmc.Lc psrierer cooperiunc ms,8c nemo
circumchicic me, guem vereor ? lVeksiher nuchk Bin ich doch mir Finster-nuß umgeben / die Wand bedeckenmick / wen soll ich dann scheuen ? Al-so redeten auch jene zwey alte verschalck-te Greisen bey van. c rz. da sie die keu-sche Susann« zum Fall bereden wollten:Die Garcen - Lhücen seynd allenchal-ben verschlossen , und niemand maguns sehen : Und dieses ist die Ursach/daßdie Menschen ohne Ehrbarkeit/ ohne Zielund Maaß hinein sündigen / weilsieglau-ben aus Betrug des Teuffels / sie seyenunsichtbar / und würden von niemand ge-sehen.
Solche Sünder kommen mir aberdißfalls vor/wie die kleine Kinder/ wel-chen/ wann die Kinds-Magd nacheilet/ausSchertz/sie zu ertappen/ wickle« sie denKopff in die Hands-Wellen / oder Für-tuch der Mutter/aus kindischer Phanta-sey sich einbildend / wann sie selbsten dieNachjagende nicht mehr sehen/so seyen sieauch unsichtbar. Solche Sünder kom-men mir auch vor / wie die ^luZiles oderUampreren. von welchen läimusl.h. c. 10.schreibt/daß wann sie nur den Kopff un-ter das Wasser stecken / vermeinen sie /sie seyen schon aller Gefahr der Nachstel-lenden entgangen/niemand sehe sie / da siedoch den gantzen Leib sichtbar ausser demWasser halten.
Gleiche närrische Phantasey habenauch von Natur die Reb-Hüner / welchewann sie ihrenKopffallein unter einen Er-den-Schrollen verstecken / vermeinen sie/daß sie auch am übrigen Leib nicht gesehenwürden. Solche Beschaffenheit hat esauch mit vielen Sündern / daß sie so keck /ohne Scheu ins tausend hinein sündigen/Sünd mir Sünden hausten / als wäre keinGotr/kein Gericht/ kein Höll/ dessen ist keinandere Ursach / als weilen sie ihre Kopffverstecken unter die Nebel - Kappen derGewonheit / in einen finstern Winckel /wo sie sich selbst nicht mehr sehen/und we-der erkennen die Nachstellung des Teuf-fels/noch das allsehende Aug Gottes/nochdie Abscheuligkeit der Sünd / so glaubensie/ da seyen sie gantz unsichtbar/ sündigendeßhalben gantz frech darauf: Vecümces-ci tunc peccscores sä culpsmsspricht ^len-äors in h. r. LcZ. c. s. Dre Sünderaber seynd gang blind zur Sünd / sieerkennen die Grösse der Schuld nicht /welche sie machen; t^on emmtci'unc.gukäfsciunc, spricht die ewige Warheitselbst:I^uc. c. rz. Dann sie wessen mehr /was sie rhun ; Dahero vermeinen siegleichwol/weil sie die Finsternuß suchen/und also niemand sehen / würden sie auchvon niemand andern gesehen / so gar mei-nen sie/ auch vor Gottes Angesicht verbor-gen zu seyn/wie Adam und Eva. 6en. e. z.Hierüber aber schreyet auf der H. Lbrv.
A soll.