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[Dominicale] (1721)
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155
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Am Vierdten Sonntag in der Fasten.

cierur foras: Nun wird der Fürstdieser welk auegestosten werden.Die Einfleischung deS göttlichen Wortswäre dem Satan ein Angel / die GeburtChristi fern Untergang/ die Beschnei«düng Christi sein Zaum / der TaustChristi sein Schiffbruch / die FastenChristi sein Beschämung / die StimmChristi seine Erschröckung / das CreutzChristi seine Überwindung.

Vor 8> Tagen hat Christus den Trüf-fel von den Menschen ausgetrieben / heutstreiten sie um den Seegen / und um die8uccelllon , nicht zwar für sich sechsten/sondern sür den Menschen / aber nutgrossem Unterschied: dann der Satan willaus Neyd nicht leyden/ daß der Menschihme in dem Himmel luccecliren / seineStell einnehmen/ und den ewigen himm-lischen Seegen gemessen solte: Christusaber der Sohn Gottes ist deßhalben vondem hohen Himmel herunter gestiegen/hat sich mit dem wilden Fell/ mit der Ge-stalt des Sünders verkleidet / damit erfür den Menschen den väterlichen See-gen erhalten / und ihn zum Mit - Erbenseines Himmelrechs einsetzen möchte.Der Teuffel / damit ihm dre Menschensollen nachfolgen / speiset er sie ab mitvielen Verheiffungen / verspricht / ihreBegierden mit dem Zeitlichen zu erfüllen/und zu ersättigen ; Aber ich will heut er-weisen / daß er nur bekriege / indem erdie Menschen zu ersättigen suchet / daß ersie um das ewige Leben bringe; will dar-ben auch darthun / daß Christus seineNachfolger hier / und dorr in der Ewig-keit/ speise und ersättige. Wolke Gott!Ich konte dardurch alle bewegen / denTrüffel und die Sund zu verlassen / undChristo allem nachzufolgen/ so daß es wieim heutigen Evangelio hiesse: 8eguebsrureum 8cc. DerH. klarcus c. 6. schreibt:sie waren zu Fuß aus allen Städten dort,hin gelösten/ und wären denen Jüngernvorkommen: Woraus Oionys. Larrkus.in sosn. schliesset ihre eyfferige Begierdenzu Christo / und ihre bereitwillige Zunei-gung. Der H. Uieron. c. 14. b/lsttk. zie-het dieses Exempel aus jenen / daß sie ihreStatt verlassen / und Christo bis in dieWüsten nachgefolgt seyen / daß wir dar-aus zu erlernen hatten: wer Gott unsermHErm Christo JEsu nachzufolgen verlan-ge/ müsse der Einsamkeit ergeben seyn/der müsse jedem Ort und Gemeinschafften/worinnen er zuvor gesündiget / nothwen-dig fliehen und verlassen. Gott gebeseine Gnad darzu / daß ich zu diesem alleSünder berede mit meiner heutigen Pre-dig / deren ich den Anfang mache imNabmen des HErrn.

Daß dem bösen Feind viel Mensche nach-

folgen/bezeigen alle die jenige/ die aus seinerAnstiffcung auf dieser Welt böß leben : Esbezeugen solches die vielfältige Sünden/weiche sie aus Teufflischer Anreitzungbege-henzund damit sie desto mehr und desto lieberihme nachfolgen / setzet er ihnen vor lautersüße Wollüsten/ ladet sie ein zu allerhandFreuden / zu allerhand Gastereyen undMahlzeiten/ zu lustigen Gesellschafften/ un-ter diesem verspricht er ihnen/ ihre Hertzenvöllig mit denen irrdischen Schätzen undFreuden zu ersättigen. Aber mercket anfihrsündige Menschen! er bekriegt euch / er la-det euch deßhalben zu den Freuden / zu denMahlzeiten / zu denen Gesellschafften ein/weil er weiß/ daß in dergleichen Gelegen-heiten die mehriste Sünden begangenwerden: bann durch die Sünden suchter euch zu tödten / und um das ewige Le,den zu bringen.

Rede ich recht H. Crezori? Ja sagtdieser m 141. Oum enim läluri kuwL-NT invicien8 perclere i'nnocentem appe-rir, priüs ei sliguiä guocl libesr olienclic,guocl clum apperere incsurur ruurur,occulco peccsri mucrone rr3N8verber»-rur: Dann da der aussätzige Feind desmenschlichenHeyls verlange«: den Un-schuldigen zu verderben zeigt er ihmezuvor erwas Beliebiges / welcheswann der Nnbehursame zu begehrensich erkühner / so wird er mir einemheimlichen Dolchen der Sünd durch-stochen. Diesem stimmt beyderH.I-aur.^ullin. 6e Lonrempru I^uncii c. 18. ubi-gue 36 ciecipienclgs snimss rsriculs ren-6unr, in cliviriis 8c pauperrsre, in lubli-micare bonoris 8/ in muncii concennpru,in voIuprgribus Lsrnis 8c aulkeriwce pos-nirenriX, in CrspuIa 8c lobrierare, in re-rnm MuenciL 8c pgrciwce viüüs. Diehöllische Geister stellen überall Fall,Grrick aufdie Seelen zu bekriegen/ inReichrhumen und in der Armurh / inHöhe der Ehren / und Verächtlich-keir der Welk/ in Wollüsten des Flei-sches undderSrrengheirderBuß/inder Trunckenheir und Mäßigkeit/ inÜberfluß der Sachen / und Abgangder Lebens Mirrlen. Dahero wervomSatan nicht will betrogen werden / dersehe sich Sorgfältig vor / daß er ihm nichttraue / dann er gehet mit dem Menschenum wie ^sbel mit 8,sing.

^uclic-4. V. 19. lesen wir: Nachdemdie ^3kel den 8ilsrgm höfflich und freund-lich zu sich eingeladen hatte / und er zuihr kommen ist / einen Trunck Wasser zuLöschung seines Dursts von ihr begehrend:lpls aperuir urrem Ia6is,8c 6eciir ei bibere,8c operuir - da rhare sie auf ein Milch*Faß / und gäbe ihm zu rnncken/ undU 2 deckte