Druckschrift 
[Dominicale] (1721)
Entstehung
Seite
73
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Am Fest der Gnadenreichen Geburt JEsu Christi. 7z

ges Absehen habest/ wiewohl dich der Heil.t-.p,pk3MU8 term. 6e b.3uci. V. ein wacht-samcs Aug nennet: Oculus 8ergpkin nun-äormiens Lkrilku8 : Christus istein pures Aug / welches gleich einemLerapdin niemal verschlossen / sondernallzeit wacbrsam ist : Indem dieLiebe diruns gar zu köstlich vorgewählt hat: danndcncke du selbst/ob wir arme Menschen/ dieverächtliche Creamren / werth seyen einerso treffen Erniedrigung / so vieler Seuff-tzern/so vielen Schweiffes / so vieler Angst/so vielen Leydens/eineö so grossen GOttes?Ach freylich seynd wir es nicht werth: dochaus lauter Liebe legt sich das unschuldigeJEsulein mit gebundenen Handlein undFüßlein vor unsere Fuß daher / schenckt sichuns gantz und ga.vwir sollen mit ihme anfan-gen / was uns Gut geduncket / alle seineAederlein will er sich lassen eröffnen/ all seinRosenfarbes Blut stehet uns zu diensten:Ja ich führe es mit dem kalkarm in seiner21 . ler-m. also redend ein: o animre buma-ose! O LKlitil3ne! ecce gU3niumvo8 6i-lißo-ll vulcis miiil plscere, peccaca vellra6on3re,ill3 super bumerv8 meo8 ponicerjoIenre8ciscorcle, ego pro vobi'8 t3ri8f3»cism, egc> porrako omnem peLnicenrism:L> menschliche Seelen! L> Christ! siehewie ich euch hebe/ wann ihr mir gefalllen wollet / so schencker eure Sünden /leger selbige aufmeine Schultern mirhcttzllcher Reu und Leyd/ ich will füreuch gnug rhun/ich wrllalle Büß arrs,stehen und übertragen. Ach wem sollediese grosse Liebe und GütigkeN das Hertznicht erweichen / dieses heiligste Kindleinnimmer/nimmcrmehr zu beleydigen.

Dieses schmertzr mich/daß die undanck-bare Welt diesen ihren so liebreichen Hey-land von sich verflösset / in einen stinckendenViehstall / und ihne nicht einen eintziffenWinckel einer bequemen Herberg vergon-net/in dem grösten Elend/ in der scharffstenKalte/in einem offnen Ort schier gar erfrie-ren lasset/ja gar nicht erkennen will/ wie derHeil. sosn. Lv. schreibt c. I. Xlun6u; eumnon cogno vic: Die Welt hat lhn nichteckennr: So seynd dann die sterblicheMenschen so weit in ihrer Treulosigkeitkommen/daß sie deine die Wohnung versa-gen/der ihnen die gantze Weltzu ihrenNu-tzenund Gebrauch so liebreich erbauet hat?soll dann GOtt zu einer solchen Armseelig-keir und Verlassenheit kommen seyn/daß erkeine Einkehr bey denMenschen haben kan/der doch deßwegen für uns ist Mensch wor-den/damit er uns den Himmel zu einer ewi-gen Wohnung einräume? O undanckbareWelt! O harreBethlehemiter!

Was ereyffere ich mich aber über diese?sie seynd noch einiger Massen zu entschuldi-gen/weil sie ibn nicht erkennt / aber daß ihnauch die Christglaubigen/seine vertrautesteFreund / denen er alle seine Geheimnussenvffenbahret/ denen er sich durch das Liecht

deß Glaubens zu erkennen geben hat / alsoverstossen/ihme dieThür vormAngesichtzu-schlieffen / dieses ist höchlich zu betrauren/und mit heißen Zähren zu beweinen. Vielsagen ictztin ihrenHertzen/wanndieschwam-gere Jungfrau mir wäre von demH.Jo-seph zugeführt worden/ samt ihrem gelieb-ten Sohn / mit was für Liebe wolle ich sieempfangen haben: Und sehet! es gehet nochzu dieser H.Weynachts-Zeit die schwange-re Jungfrau mit 8. lolepv herum / jedochthut man ihnen so schlechte Ehr an / undnimmt man ihn dannoch so schlecht zurHer-bergauf: VilZOAruvicla äLÜIio Oei, sagt5. Vincenc. term, 6e blariv. D. etkllotbiaconlecrars,gu3m clucir t3cerclo8 urfotepk:Die nur dem SohnGorres schwangergehend Jungfrau / ist die contecrirrebloüis. welche der Priester als wie 8.solepk herum führt / und sucht gleichsamverkleidet U incognico ein Herberg: Chri-stus will aufs neu in deinem Hertzen/ OMensch gebohren werden: Dann wie rau-

1er. serm. i.cle blar. sagt: Lum amore LcArsüL lliebud üc Kori8 linZulib in guslibecanlmatZnöig veracicer te6 tpiriruglirerna-lcirur: Der Sohn GGrres wird nochalle Tag und Stund in einer jeden ge-rechten Seel warhaffrig Geistlicherweiß durch die Liebe und heiligma-chende Gnad gebohren / wann wir ihnnur hinein lassen.

Dahero O Sünder/da deinHertz/dei-ne Seel mit so vielen schwehren Sündenbeladen / wann dir zuweilen noch ein guterGedanck einfallt / wann duguteEinspre-chungen verspührest/ wann du ein eifferigePredig hörest/ so gedencke / dieses seye dieSrimmGOttes/GOttruffe dir dardurchzu: ^peri mibl toror mea, Iponta ML3:Lanr. s. Mache mir auf die Thür dei-nes Hergens M'ine Schwester / meineBraut/ meine Seel! ^psri mibi torormeg: Mache Mir cmfmeinGcbwester/dann durch dieMenschwerdung bin ich demBrüderlein worden: ^>bi M:r/ deinemgeliebten / Mrr / deinem Sceligmacher/Mit/deinem Erschaffer: äor^ mcu! meinSchwester! ivlea mem bist du / ich habdich erschaffen/ ^lea.mein bist du/ich klopf-fe vor keiner fremden Thür / vor keinemfremden Hauß an / dißHauß ist mein ichhab es aus Nichts erbauet / und von demAbgrund der Nichtigkeit heraus geführt /innen und aussen gezieret: k/les, mem bistdu/O Seel/dann weil du verlohren/ unddem Teuffel verkaufst wärest/ hab ich dichwieder mit meinen eignen Blut erkaufst:tvi es. mein bist du / dann in dem H. Tauffhast du mir zu dienen angelobt und verspro-chen: /^peri mit»',so thuemir dann dieThürdeines Hertzens auf / lasse mich hinein / ichwill es mit meiner Gnad bereichert / lassemich nicht lang warten. DerH.ümbrollcw Ilägc tritt allbier ins Mittel / und sprichteinem solchen Sünder zu : /lperuiüi ry-

K ranno