64 Am Ast der Gnadenreichen Geburt Jesu Lbristi.
von unvernünfftigen verachtllchenThwren.Vor dessen Angesicht die Cherubim undSeraphim erzitteren/ der liegt in der Krip-pe / zltterend wie ein armes verächtlichesklein unmündiges Kindlein. Freylich dann
verbum breviarum fecir Oommus : Hak
aufsolche Weiß der Herr ein abgeküry-res Worr gemache. Über welches WortderCnglische Lehrer seine scharffsinnige Ge-dancken also hat ausgeführt bom. 9. r.eÄ.s.
Lrevisrum.ici eit, incarnacum, gui» kiliusDel exinanivir lemeriplum : Dlestsewi-Ae lvorr ist abgekürtzt / das ist / einge»steisthr / weil der Sohn Gorres stchselbsten geäufferr / oder sihr erniedri,Der har ; Dann es wird genennt abge-küryr / nicht / als wann seiner GöttlichenVollkommenheit oder Grösse etwas entzo-gen seye/ sondern guia noliram exiliraremäc paupercarem lusccpic, weiter unseregeringe Rleinigketr und Armnch hakangenommen. Ein grosse Liebe!
Der H. ?au!u8 tipb. z. sagt/die Grösseder Liebe könne abgenommen werden vonder Höhe und von der Tieffe / also daß jehöher und niederer die liebende Personenseyn/desto grösser ist auch dieLiebe. O wiegroß ist nicht dieHoheit derGöttlichenMa-jestat! Diese zeigt uns 5 . ?aulu8 i.lim. 6.an/sprechend:i^exk.eAum LcOommugVo-minanrium: Er ist ein Aönig der Rön»,gen / und ein Herr der Herrschenden /HUI solU8 badet immorralirstem, welcherallein aus seiner Natur unsterblich ist/ Lclucem mkabirar inr»ccei!ibi!em,und woh»ner in einem Liechr / deme niemand zu-kommen kan : Das ist/wie hyrsnus glos.
6rt / nun pocelt compreken6lsbsliquaerearura proprer e)u8 inknirarem» es be-wohnet die GörrlicheMajestär ein sol-ches Liechr der Glorie / welche vonkeinem Geschöpfswegen seinerUnend,lichkeir kan begriffen werden / dessenHoheit allen menschlichen Verstand über-schreitet. Herentgegen wie tieffist dieNich-tigkeit deß Menschen/ der mit dem Psalmi-stevbekennen muß : inbxu8 lum in limoprokunäi.Lc non elk iubkanria: ks k8- Ichbin verfuncken in ricffem Schleim / dakeinGrund ist:Ein andereDollmetschung1ieset:8e non est liaru8,da keinBestand ist.Der Mensch ist aus lauter Nichts erschaf-fen / ist auch anjetzo nichts änderst / als einHand voll Koth/Staub undAschen/8c nonelk Karos, hat so gar auch in diesem keinenBestand / dann wann er von Gott nicht er-halten würde / stnckte er wieder in den Ab-grund der Nichtigkeit/aus deme er erschaf-fen worden.
Über das ist der nichtige Mensch so un-beständig / daß er immerdar fallet und sin-cket in die Sünd und Laster: Es fallet derarme Mensch von einer Tieffe / von einerSund in die andere / abyko8ab^kum m-vocac.k 5 .41. So gar / daß ich sagen kan/
ein Tieffe ruffer dre andere / ein Sündziehet die andere / und dieses Sinckens istkein End. Und dannoch hat sich der aller-höchste Gott in die Tieffe der Nichtigkeit/der menschlichen Creatur/also verliebt/daßer sich von der Höhe zu ihr in die Niederebegeben/und menschlichesFleisch an sich ge-nommen / mit der Menschheit sich in denStall/aufdas Strohe gelegt Mischendemunvernünfftigen Viehe/und also worden istimu8 kominum,dcr Niederste unr r de-nen Menschen :Ev so müssen wir m bekemnen/daßGOtt die Weil geliebt habe mit ei-ner unermessenenHöhe der Liebe/weil unterbeyden ein unendliche Ferneund Weite ist:()ui enim imrnorraks, spricht 8.
<^ul knö ptincipio, cjuimaAmrukowkni-ta.eoS» c^ui tont ex rerrs Lc citiere,inkiniclspleno8 peccari8 clilexir- Derjenige/sö vonLAatttr allein unsterblich und ewrg /der ohne Anfang / der die unendlicheGrösse ist , har die Mensche» / so ausSraub und Aschen gemacht sepnd /welche mir unendlicbcnGünden erfül-let stynd/ geliebr/ und zwar/ 8rc, also/ ucklium 5uuni uniZenicum ciarer,daß er sel-nen einigen Sohn gäbe > und in dieTieffedes Schleims aufdie Welt herab gesandt/dem armen in der Tieffe der Sünden ver-senckten Menschen heraus zu helffen.
Willst» ihn sehen?so eyle geschwind mitden frommen Hirten zum Krippelein / dortwirstu den Sohn deß Allerhöchsten findenin Gestalt eines armenBettel-Kinds/gewi-ckelt in schlechte Windelein / liegend aufhartem Heu undStrohe/gantz veracht undverstoffen. SihelSo tieft hat sich Gott we-gen deß armen menschlichenGeschlechts er-niedriget und gedemüthiget/ daß er anjetzoist der Unterste unter den MeNschen-Kindertt. Darum/seyd still ihr Historien/seyd still und höret aus zu rühmen jene wun-oerseltzameLiebe:Als einer aufderSpitze ei-nes hohen Bergs stehend von einem seinerFreunden nur Schertz weiß angeredt wor-den/er solle sich herunter stürtzen/ sonst kön-ne er nicht glauben/ daß er ihn liebe/ daraufderunbesonneneMensch ohneVerzug einenSprung gethan/und sich mitVerlust seinesLebens in die abscheuliche Tiefte des Thalsgestürtzt hat. O nur ftill/still von demWun-der dieser närrischen Liebe! Da sehet in dißKripplein/und gebt mirZeugnuß/liebsteZu-hörer/ hat nicht unser Gott aus Liebe gegenuns Menschen einen viel grossem Sprunggethan/viel tieffer sich geworffen?Dann ichhöre wünschen / reden und sagen etliche ausseinen allerliebsten Freunden bey dem Pro-pheten Ila. c. 64. Ucinarn ciirumpere8 cos-los,Lc Mlcenciere8 ! Ach daß du die Him,mel zerrrsicst/und herab stiegest ! Dasifi/wir wünschen oGott/daß du von derHö-he deiner Gottheit dich herunter riessest indasThal dieser elendenWelt.'und sehetlaussolchen Wunsch / auf solches unausseßliche
Begeh-