6 Theologisch moralische Abhandlung/
große Vertraulichkeit errichtet. Gott läßt sich da-her bey Mittheilung seiner Wahrhellen zu unsernSchwachheiten herab, und kleidet sie in irdischeAusdrücke ein, nach der bekannten Bemerkungder Kabdalisten r lumen lüpremum nungugm 6e>1cen6ic üne inclumenro, dasttineund höchste Lichtsteiget nie ohne ein Kleid herab. Im alren Testa-ment wird uns der Ort und Aufenthalt der ver-dammten Seelen durch Metaphern abgebildet,die von den merkwürdigsten Oerrern und von denStrafgerichten über die Sünder in dieser Welt,hergenommen sind. .
r. Zuweilen wird die Hölle Tophet genennetJes. zo, z Z. Dieses Tophet befand sich im ThalHimnon, und war verschiedener Dinge wegen be-rühmt? Die Jtzaeliten opferten ihre Kinder da,selbst dem Moloch, und unterdrückten ihr Win-seln und Geschrey durch das Geräusch der Trom-meln. Hier war es auch, wo achtzehn hunderttausend Assyrer durch einen Enget in einer Nachterschlagen wurden, und wo die Babylonier dasVolk zu Jerusalem, bey Eroberung der Stadt,tödteten, so daß dieser Ort mit allem Recht einWürgetbal genennet werden konnte, weil es mittodten K örpern angefüllet war, und weil kein Ortin der Welt durch die Ermordung so vieler tausendMenschen so berühmt worden ist, als dieser.
2 . Zuweilen wird sie uns auch als ein feurigerPfuhl, der mit Schwefel brennet, vorgestellet,um dadurch die O.uaalen anzuzeigen, die die See-len der Gottlosen auszustehen haben Off. es, 20 .
z. In unsern Teplesworlen aber wird die Höl-le ein Gefängniß genennet, wo die Geister derGottlosen sowohl aufbewahret als auch gestrafttwerden. Der Begriff, den wir von einem Ge-fängniß