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Zweyter Theil (1773)
Entstehung
Seite
403
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-Dom Uebergang in den seligen Gnadenst. 40z

Erlangung derselben gewiß kommen soll. Wenn erBuße thut, und an Jesum glaubet; so erlanget erdie Ausrilgung scinerSünden, und hat die Hofnungder Erquickung vor dem Angesicht des HErrn. Durchgeduldiges Ausharren im Wohlthun, gelanget er zuPreis, Ehre und unvergänglichem Wesen, und werohne Heiligung bleibet, der hat keine gegründete Hof-nung einer Seligkeit, sondern wer diese Hofnung ha»den will, der muß auch gcreiniget werden von allerBefleckung des Fleisches und des Geistes, und er mußfortfahren in der Heiligung, in der Furcht Gottes.Wir verschweigen vieler andern Zeugniß', die unsdahin führen, daß die Menschen, wenn sie der göttli-chen Natur theilhaftig werden wollen, auch fliehenmüssen die vergängliche Lust der Welt a Petr. 1,4.Inzwischen sind die verderbten Herzen dergestalt zu ih-ren Lüsten und deren Vollhringung geneigek, daß sieselbst die Gnade Gottes auf Muthwitlen ziehen, undsie gleichsam zu Hülfe nehmen, um ihnen in ihrer Si»cherheit Beystand zu leisten. Sie vermuthen, daßsie mit wenigerer Furcht und mit mehrerer Freyheitsündigen könnten, weil ihnen durch ihren Erlöser dieGnade Gottes deutlicher geoffenbart worden. Sieleben nicht anders, als ob sie ohne alleHeiligung seligwerden könnten, davon doch das Wort Gottes geradedas Gegentheil saget,daß ncmlich ohne Heiligung nie-mand den Herrn sehen oder ewig glückselig werden soll.Sie leben als solche, die hier dasParadieö des Flei-sches genießen könnten, ohne jemals aus dem Para-diese des Geistes ausgeschlossen zu werden. Alleindie Gnade, wie sie bisher beschrieben worden, be-günstiget ihre Lüste durchaus nicht, und verstattet ih-rem Gehorsam kein träges und nachlaßigcs Betragen,und sie können bey einer angemaßtenZügellssigkeik nichtdie geringste Schuld aufdie göttliche Gnade werfen... Cc s Diese