Die Wenige und die Wartf>e|tädte- £in Beitrag juy Landeskunde der provin? pofen. Von dem rviflenfd)aftlid)en FulfsIeF)rer Dr. Otto Dalchow. Betlage jum 57. Jatyesbertdjt be§ Königlichen ©ymnafiums 3« Frau|ladt -+ (Dftern 1910. 1910. Progr. Nr. 229. Frauftadt. £. S. pucffer's Burf|brucfevei. 1910. *?mo\^' ) <^?er Igattbtteit bcr sßrobiiiä ^ofen liegt groifcfen bem 33attifd)en uub ©cfjlefiyc^en ßaubrücfen in bem ttefftcn Seil be§ norbbcutfcljcit gfad)(anbe§, ber fogeitanutcit Qone bcr großen Sater. ©rei breite Satjiige, bon Sßatjnfcfjaffe nt§ Urftromtöter 6ejet(|net, ftnb in ber ^robinj Sßofen beuttict) erlernt« bar; fie feigen fiel) roefttoärt§ burd) bic ^ßroüinj 53rattbenburg fort unb bereinigen fid) im Säte ber imtereit S(6e. Seit nörbtierjen Seit ber Sßrobiitj ?ßofcn burct^iefjt ba§ Sfjorn=@6er§.röatber Urftromtat, ben mittleren Seit ba§ 2Batfd)au=53erfiner, bcn füböfttidjen Seit baS ©tognu=93arutf)er Sat. Sie Dem btefen Urftromtatern begrenzten, jiemticrj 6reiten Sanbftreifen werben burd) bret in ungefähr uorbfübtietjer 9?id)tung bertaitfenbe Heinere Säter gegfiebert. ©otdie ,93erbinbung3tafer' ftnb in ber ^ßrobinj ^ßofen: 1. ba8 Sat ber Körbfictjen Dura natje ber SBeftgrenje, 2. btö ber norbraärtS gerichteten 23artf)e in ber SOittte, 3. ba§ be§ ©optofceS unb ber ^Srofna an ber Dfigrenje ber ^robw.3. Siefeä eben bejeidjnete Satnetj mirb ju einer (Sinfjeit gufammengefafjt burd) bie ©eWäffer, bie e§ burdjpeljeit: fie getjöreu fämttid) bem gtufjfnftcm ber Sßarttje an. Siefe fetbft tritt bei Stolo (in 9?uffifd)=$öten) in ba§ Sarfd)au=23erfiner Urftromtat ein; bei ÜKofcrjtn berläjjt fie e§ unb getjt in ba§ mittlere 23erbiubitng§tat ü6cr. Unterfjatb bon ©djmerin tritt bie Söarttje in ba§ St)om=(£ber3watber Urftromtat ein unb folgt ifjm bi§ ju itjrer SDcünbung. ?lu§ beut öftticfjcn Seit biefe§ SateS rommt ifjr bcbeutenbfter 9ce6enf(uf3, bie 9?e|e. Ser öfftietje Quettflufj ber SJcege, bie Stfontwi), mad)t and) baS Sat beS ©opIofecS bcr SSarttje ginSbar. Surd) bie Dbra eubtid) mirb fomotjt ber Don bcr äöartfje nidjt ßerütjrte, bom ©ro§en Dbra6rucf) erfußte Seit be§ 3Barfd)au = 93ertiner Sate§, at3 aud) ba% mefttidje 25erbinbung§tat an ba§ ©ebict ber SSarttje angefcfjloffen, unb jmar an §Wei Steffen, burd) bie 95cofdjiner Dbra bei Sftofcfjin, burdj bie 9cörb(id)e Dbra 6ei @d)Werin. Sa§ bierte 33erbinbungSta(, baSjeitige gwifdjen bem 2öarfcf)au=33erliner unb bem ©fogau=93arutfjcr Urftromtat, mirb bon ber ^Jrofita burcfjftoffen, gehört atfo aud) 311111 2Bartf)cft)ftem. 9u7an tarnt bat)er mit einigem 9M)t bie ^ßrobinj Sßofen afe „9Bart()etanb" &e§etdt)neit, meun aud) baZ 9ßart!jegebiet fid) nietjt genau in bie ©renken ber ^3roDtn§ einfügt. Sie SBartfjc mit it)rem erft mefttid), bann nörb(id), enbtid) wieber mefttidj gerichteten Sauf ift ber §auptftuJ3 ber sßrobing $ofen. Siefeu brei Stbfctjnitten be» gtnffe» eittfprecfjen ganj berfd)ieben geftattete Satftredcn. Sßon ber rttffifdjen ©renge bis in bie Sfcifje bon 2Kofd)in, atfo ein gangcS ©ti'tcf über ba§ SSartfjefnie rjinauS, fliegt bie äSartfje in bem großen, bon gtemtict) t)ot)en Ufern eingefaßten 93iarfd)au=93er(iner Urftromtat, ba§ in bcr 9?euftäbter Satmeite faft 15 km breit ift. Sei 9}Jofcr)tn tritt ber gtufe in ba?- fct)inate mittlere 95erbinbung§tat ein, baZ obertjatb bon ^ßofen etma 4 km, untertjatb biefer ©tabt nur etma 2 km breit ift. 9ttet)rere Serraffen ftnb in biefem Sat beuttid) 311 ertennen. 95on Dbornit ab (23etuamütibung) bitbet ba§ 3Sartt)ctat bie g-ortfetmng be§ unteren SBetna= tateS: e§ berbreitert fid) mieber unb f)at feine beuttid) abgefegten ©etjange. 95on beut ifjm baraftet berfaufenben 9cet^etat ift e§ burd) ein großes, bon Mücfernmäfbern bebedte§ ©anbgebiet getrennt, in bem nur bie Sünenjiige giemtid) t)od) aufragen. Sie fotgenbe Unterfud)iiug gitt bcr 9Bartf)e fetbft, befonberS ifjrer a3erfef)r§6ebeutung, unb ben an if)r tiegenben ©tobten. 1 i. §it pm ©egenfatj baju fjat bie äBartrje ben auSgefproeljenen (Srjarafter eines gtacIjfanbfluffeS, beffen 2Safferfiif)rung ganj überWtegenb tion ber ©crjueejcfjmelje im griitjiafjr abfjängt. 5 ) ßwar tommen aucl) bei ifjr juWeiten fommertierje ?(nfcljweuuugen, uerurfacljt burefj reicfjlicrje ^teberfcfjtäge im oberen gtufjgebiet, bor; 6 ) fie beeinftuffen aber bie mittlere unb untere Sßtortfjc faum merfliefj. 7 ) Söirriictje Sommertjocfjwaffer finb eine feftene SluSnafjmc. 8 ) 2öie gering bereu Einfluß auf bie mittlere SBafferfütjrung be§ gtuffeS ift, geigt ein SBticJ auf bie jäfjrlicrj.e SBaffetftanbSbewegung. 9 ) Sie oeturfaetjen nur ein Keines Sttarjmum beS SJJittetfjocfj- waffer§ im Siuguft; e§ bleibt aber unter ber £>öfje be§ 3afjre§=9ftttteiWaffcr§. 10 ) 3m übrigen weifen bie Sommermonate feljr niebrige SSafferftänbe auf, Wätjrenb bie Dber neben bem grürjjarjrä=9J?ajimum ein attcrbingS fcrjroädjeteä Sommer=9)Zapmum rjat. 11 ) Sljren niebrtgfteu SSafferftanb fjat bie ÜÜBarttje im September. 12 ) Scact) einem atlmäfjlicb, erfotgenben Infcrjmelten uom Dftoßer an, ba§ im Februar i) cm 1, s. 2) Dtn 6. ffliiftviit 6. TOillSB. faft 155 cbm|sec, OSBIII, 223 SBavtije ii. Kc|>c „ „ 10G „ „ , „ „ 778. 3) C3S I, 35, III, 775; §eHiromi! 1 mit) 2. 4) „ „ 10, 143. ü) „ III, 774|5. 6) Sgl. baiüöcr D 358 III, 787|8. 7) D SB I, 143. 8) D SB III, 775, 777. 9) SBflt. QSB II r, 784|5, 3166. 45-53. 10) O SB III, 7S7. 11) S3art[tf), I, 189. 12) O SB III, 795. eine ftcbeutcnbe Steigerung erführt, bringt ber SDccirg bie I)öd)ften SBofferftönbe; fie finb berurfad)t burd) ba§ ©djmelgen be§ ScfjneeS, beffen Sluffpeidjerung im oberen glufjgebiet auef) bem 91prit nod) giemlid) rjolje SBafferftänbe fietjert. Sm Mai geigt fid), trotjbcm bie 2Bafferfüf)rnitg burd) ftarfe Sfteberfdjläge üergrögert wirb, 1 ) fcfjon ein ftorfeg ?(bfaHen (im grüfjjaljr 1896 trat jebod) ba$ Jgocfjwaffer erft im Mai ein, D. SB. III, 796), ba$ im Suni nod) beträcfjtlicrjer Wirb, Wätjrenb in ben folgenben ©ommer* monaten bis gunt SJcinimum im September nur nod) ein fd)Wad)c3 Slbfinfen erfolgt. Ser llnterfdjicb gwifdjcu bem ÜDcittelwaffer be§ Sommers? unb bem bes? ÜSSinters? beträgt an ben 28artf)epegeln burd)* fcfmitttid) nur 86 cm. 2 ) 83ead)tens?Wcrter als? biefe entfpredjeub bem Gfjaraftcr ber SSartfje als? eine§ gladjlaubfluffes? giemlid) einfad) bertaufenbe Sfitröe ber ÜDcütelwafferftäitbe roätjrenb eines? 3af)res? finb bie bisweilen gtt gefiitjrtidjcr jQÜrje anfdjwcftcnbeit £)od)ftuten, Sie tonnen autf) ben ©tobten an ben Ufern gefäcjrlictj werben unb tjabeit namentlid) in ber §auptftabt 5ßofen mefyrfad) großen Sdjaben angeridjtet. 3 ) 93on ben erwähnten, fetten borfommenben fommerlidjcn JQodjftutctt mar im 19. Sal)i(junbert nur biejenige bon 1854 Wirflirt) gcfät)rfid), wäfjrenb bie übrigen nur geringen Sdjaben an ber ©rate oerurfadjt Ijaben. 1 ) Sind) in ben früheren Safjrfjunbertcn, aus? benen mir Angaben über §od)Waffcr= erfdjcittuitgeti in ber ©tabt Sßofen tjaben (feit bem 16. Safjrfmnbert), Ijat nur je einmal eine grofje fommerlidje Uebcrfdjwemmuiig ftattgefunben, bcranlafst burd) urtaufrjMicrje Siegen güffe, 5 ) nämlirt) im 3a()re 1550, Oom 6. Sult bis? in ben September Innein, 1663, im Sluguft unb 1736, im Suti Siefcs? §od)Waffer mar bas? größte, bas? bie ©tabt jemals rjeimgefutfjt fjat, Ser SSafferftanb betrug bamals? 9,3 m am <ßcgel $ofcn. 6 ) Ebenfo feiten waren bie 2Biittcr4leberfd)Wenttitungen. Sie brei, bon benen mir SUtnbe fjaben, fielen in bie 3>a()re 1539/40, 1755 (atS Itrfad)e Werben 9tegeugüffe angegeben) unb 1769. 7 ) Sn neuerer 3eit, feit 1848, ift bas? SDcittetfjocfjwaffer nur im Segember, unb gwar bierntaf am ^ßeget ©djrimm, breimal an beu übrigen Regeln überfdjritten worben. Sie eigentlid) gefäfjrlidjen, weit befonbcrS großen unb pufig borlommenben Ueberfdjwemmungen fallen in ba$ grül)ja()r, unb gWar meift in ben ÜDcärg; nad) ber Sabelle im Dbcrftromwerf III, 796 geigt biefer Söconat an beu üßofncr Regeln überall bie größte Qal)l ber Ueberfdjreitungcn bes? SOJittetf)ocr)< waffers?, unb Don ben 39 §>od)ffittctt, über bie wir aus? bem 16.—18. 2»af)i'f)unbert Äitnbe f)aben, finb 33 grüf)jaüjrs?f)od)Waffer geWefen. 5 ) Sie §öl)e unb Sauer ber glitten War fefjr berfdjieben. SRecjrere gaftoren finb bei ifjrer 93e= urtcilung in Utedjnung gu ftellen. 3 Lllu i c f)ft ift mafjgebenb bie SDccnge be§ im Sßinter gefallenen ©djnee§, bie jebod) als ©anges? nur bann in SBetradjt fommt, wenn feine Sauwctterpertoben fie fd)on im Saufe bes? SBintcrs? bebeutenb cingefd)ränft l)abcn. ©obann ()üngt biet babon ab, ob bas? Sauwetter aüiitiitjlid) einfeijt, ober ob plütjtid) eintretenbe l)ol)e Semperatumt binnen wenigen Sagen ben glüffen bebeutenbe ©djmclgwafferincugen gufütjren. ?(m ungünftigften wirft ba§> $ü\ammm\aücn blö|lid)en SauWetterS mit bebeutenben 9tcgcugüffen. Sie JpocfjWafferberb/iltniffe finb infofern nod) güuftig, al§ bie GiuWtrfuitg ber Sccbenflüffe feine fd)öblid)e ©rl)öl)itng be§ SÖafferftanbeS I)erbeifüt)rt, weil bereit §od)WaffcrWeÜen in ber 9tegel bor bem ffiintreffcn ber SßattcjeWcIIe fd)on abgelaufen finb. :i ) Ungünftig bagegen wirfen auf bie §öl)e unb 1) ÖSB III, 175. 2) „ I, 179. 3) SSßl. aSnrfcIjaiiei- 4; über §ocIjli.>afjei' Sei e^ttmm 5)3. 8- 20. W&Vj 1008. 4) 02B III, 800, 5) ia'tn[d)nucr 4, 6. 163. 6) DSB III, 800. 7) SBctrfdjaucv i, @. 163. 8) „ „ „ 161. 0) JOSES III, 776—78, ben Slbfluß bcr ^odjumffcr manitigfadje Jgmibenriffe im SBarttjetäl, ba fte bebcutcnbc Slufftaituugen fjerbcifütjren. 3n älterer geit ronren folcfje Jjjinbermffe bie adeligen 1 ) imb bie ba§ UebcrfdjU)cmmung§= gebiet großenteils erfüKenben Salbungen, aufjerbem bie SDxiifjlenhjcrjre, bie tro| bcr Verbote bcr bolnifdjen DteidjStage beftanben unb erft uadj ber preu^ijcTjen 83efi|nar)me allmäljtidj fämttict) entfernt roorben finb. 2 ) Sn neuerer Qnt finb bafür bie SDcidjc, ©fraßenbämme nnb (Sifenbatjnbrüdcn fjiiijugelommen. 2tm imgünftigften ftefjt e§ mit bem Slbfluß bcS JgodjmafferS in bem Jamalen SurdjbrudjStal ber Sßartlje ätbifdjen 9vogalinel unb Dbornif. JDberljalb ^ofenS mirb ba§ uebcrfdjmemmungSgebiet bei Sctmfa unb SJfttSjjcjtjfutofo auf 500 m, unterfjalb bei Dtabjim auf 300 m unb bei Dbornif fogar auf 250 ra buret) bie beiberfeitigen §ötjcnränber eingefdjnürt. 8 ) Slußerbcm ift baS enge Xat unters unb obcrfjaib bon sßofeit großenteils bemalbet. 4 ) 3n ber Stabt ^ofen felbft takten als Slbftußljiuberniffe bie §u ^erteibigung§ämecfcn angelegten fogenannten ©djleufeit, nodj metjr aber gange ©tabtteile unb geftungSrocrfe, bie im itbcrfdjmeminuugSgeuiete liegen. 3 ) Sin bcr unteren Sartlje finb auf ber ©träfe gtuifcljen Birnbaum unb ©djmerin buretj bie ®eidjan(agen befonberS uugünftige Slbflußbertjältniffc gc= fcfjaffen morben, ba Ijier auf einer ©trerfe bott 26 km ba% £)odjttmfferbett meift nur 200—300 m breit ift, an ber engften Stelle fogar nur 160 m; Ijier finb batjer aixct) mcljrfadj ©eidjbrüdje borgefoiumen. 6 ) 21m beften fteljt eS mit bem ?lbf(uß in bem breiten %cd uon ber vuffifdjen ®renje bis ÜRogalinef, ba tjier außer einzelnen Sßälbern natürlidje Jginberniffe nidjt bortjanbcit finb. 7 ) Sie fjod) tatfädjlicl) unter biefen SSertjaltniffcu baS SBaffer über ben normalen Staub fteigen faun, baS geigen bie Tabellen im Dbcrftromrocrf, bie baS befonberS fdjlimme £)od)Waffer beS grür)jat)r§ 1888 beranfdjaulidjen. 3MefcS §ocljroaffer mar and) beSljalb nodj befonberS gefäljrlidj, meit cS mit bem ©Sgaug bcr Sarrlje gufammenfiel. SMefcr nidjt allgu tjüitfige gall ereignet fiel), 1. menn im Sinter blögtidj STauluettcr unb ftarfe 9cieberfd)(iige eintreten (j. 93. 1850 unb 1876), 2. menn ftarlcr groft bi§ (Sube gebruar ober noctj bis in ben SOJärg Ijiuein antjält, unb bann blötjlidj Saurocttcr eintritt (3. 93. 1855, 1876, 1889), 3. menn nadj 93eginu bcS §odjtuafferS Sältcrüdfälle auftreten (5.93.1881): . ©erDofjnlidj fallt, roeiiigftenS an ber brcufiifdjett SBarttje, ber ©djcitel ber <£)odjflutmcIle nidjt mit bem ©Sgang äufammeu, fonbern trifft erft einige Qe\t uadj bem Slbgunge bcS (SifeS cht. S>er GiSattfbrudj erfolgt gemöljntidj erft im Sftürg. 2)aS erfte ®iS cntftcljt meift im Scjcmber, feiten fdjon Snbe Siobember, s ) bodj bilbet fiel) bcr SiSftanb meift nidjt bor Anfang Sauuar auS. 3m ©urdjfdjnilt ber Satjre 1895 bis 1900 bauertc bie minterlidje llnterbrcdjung ber ©djiffaljrt auf ber ©trede unterljalb ^Sofenä 69 Sage. 9 ) @o finb alfo bie 93ebinguugen für bie ©ctjiffarjrt auf bcr Sartlje, fomeit Die 2Saffcrfüljrung unb GiSüertjältiiiffe in 93etradjt lomrncn, nidjt gerabe günftig. S)cr tjofje SSafferftanb bc§ SßinterS unb grüljjafjrS fann luegen ber ©§berl)ältniffe unb §od)ffutcn nidjt uotl auögenut^t luerben; beim bei einem SSafferftanbe bon über 3 m am 5ßcgcl ^ßofen ncljmen bie 93erfidjcruug§gefeltfdjafteu leine 33erfidjerung für bie 5£alfafjrt meljr an. 10 ) Sm ©ommer gtuingt ber au^erorbentltct) niebrige Söafferftanb meift audj jur Sinfteffung ber ©cljiffafjrt, im Saljre 1900 j. 93. mätjrenb ber SDconate Suli bis Dftober, 11 ) ober 1) D33S III, 775. 2) „ „ 733. 3) „ „ 71ö, 730. i) „ „ 731. 5) „ „ 727, 732|3. (i) „ „ 7öü, 7bö, 770. 7) D 2B III 729. 8) „ „ 802. 0) SeitJt, g. 2G0. 10) „ „ 261, Sllim. 11) „ Slulogc 1, ©. 335. geftattct mir eine teilweife SSctnftung ber ©djiffc. 1 ) (£§ Meiden alfo nur bie gritrjlüigs- unb §erbft= mottatc, Stprit—SOtai unb Dttober—Sioüembcr für bett regetredjtcn ©djiffaljrtSbctricb übrig. SSon nidjt minber großer Bebeutung als bie Sßafferfütjrung imb SiSOerljättniffe ift für bie Beurteilung ber ©djiffbarleit eines gluffeS bie Sefdjaffentjeit beS glufebetteS. S£rot3 ber umfang* reietjen ©trombauten unb 9vegulicrungSarbeiten, bie an ber Sßartrje unter ber preufjifcrjcn £>errfdjaft feit 1793, bann naefj ber llnterbredjung burd) bie g-ranjofenäeit feit 1819 unb plaumäfjtg für ben gangen ©trom feit 1873 mit einem gewaltigen Softenaufwanbe (4304684 ÜTRarf feit 1869) ausgeführt Korben finb, unb gmar mit bem befcljeibcnen Qkk, eine gafjrftrafje tion 60 m Breite unb 2 m Siefe bei Sftittclwaffer, 1 m SLiefe bei TOebrigwaffer gu fdjaffen, 2 ) fonnten bocl) noct) nicljt alle @ct)iffarjrtS^inber= niffc oötlig befeitigt Werben; bie Slrbeiten Werben noclj fortgefetjt, ba am 1. Slpril 1905 ein @cfct3 über ben weiteren SluSbau ber SBartfje erlaffen ift. 3 ) >Der §lbfct)nitt beS SöarttjebetteS Don ber ©renge bis ©crjrimm Wirb burd) bie ©anbmaffen, bie bie ruffiferje Söartlje unb bie $rofna mitführen, ucrjdjüttct. 4 ) Shtf biefer ©trede ift jebod) ber SBert'ebjr äujäerft geringfügig. SStet meljr fällt inS ©emidjt, bnfj gcrabe in bem norbfüblicr) gcricljteten fdmtalen Qnertal ber SSartlje, Wo ber gdtfj in ben unteren ©efdjiebemerget cingefctjnitten ift ober ifjn fognr burcl)fun!cn rjat, aufjer eingelnen ©anbbänfen unb ftarfen Krümmungen befonberS bie grofjen S)iliwial= gefdjiebe unb ©teinfjäger bie ©djiffarjrt noer) immer gefäl)rben, befonberS auf ber ©treefe DminSf'=Dboruif. 5 ) grüljer uerttrfadjten aufjerbem bie tjier fcljr nafje aneinanber tretenben Ufer — fie finb fteltcn= weife weniger als 60 m Don einanber entfernt — eine fo ftarfe (Strömung, bafj belabcne Sdfjiic nur Don 6 ^ßferben ftromaufmärtS gebradjt werben !onnten (1837). Sludj jetst ift Ijicr noclj ein giemlid) ftarlcS ©efälle Oon 0,39%- 6 ) 9Jocl) ungünftiger Waren bie Skrljültniffe bei ©ctjWeriu, wo eine auetj bei gewö(mlicf)em SSafferftanbe uorlmnbene, fel)r Ijeftige ©trümung im SSerein mit ben (Steinen im g-hif?- hüt bie 3)urd)fal)rt fcljr gefätjrlid) madjtc; jetst finb bie 93erf)ültniffe gebeffert Würben. 7 ) ^ebenfalls fann man aus ben angeführten £atfad)en ben ©djlnfj gießen, bajj in früheren Salnlninberten, als für bie 3nfianbl)a(tung ber ©djiffaljrtftrafje Oon ©taatSWcgeu fo gut wie nidjtS gcfdjaf), bie ©djiffafjrt mit nodj üiel größeren ©djWicrigteiten gu fäm^feu fjatte als gegenwärtig. Ein furzet gefd)id)t(id;er 9xüdblid mag äeigett, wie eS mit ber 2öartljefd)iffal)rt tatfädjlid] bcfiellt gewefen ift. Sm ^Mittelalter, b. Ij. etwa bis gum Satjre 1500, fann ein nennenswerter gcrnuerf'etjr auf ber polnifdjen SBartfje faum beftanben fjaben. S)er 33erfud) ÄöntgS SBlabiSlauS SagielloS, im Safjre 1390 bie äBartfjcfcfjiffatjrt in ©ang gu bringen, 8 ) Wnrbe fcitcnS ber ©tabt grauffurt unb beS ©cutfdjcu SvitterorbenS als eine unliebfaine Neuerung empfunben, ba „baS bodj Oon 9(lbirS nlj geweft ift bis Ijcr." 9 ) Sit ber golgegeit biente bie SBartfje, in ^olen weuigftcnS, btel meljr bem 50Ut£)lcn= unb gifdjereibetriebe als ber ©djiffaljrr, beim bie Slnwofjner bauten S)ämme unb 2Beljre fowie 2lulagcn für ben gifd)fang quer burd) ben glu^. 10 ) ©in gu ®unficn ber ©djiffatjrt bagegen gerichteter Befdjlufj 1) Vlai) Scitt, @. 260, ift mir luiitjicuti ciueä Sriüclä Ber ®cOiffiiI)iK'))eriobc bie E^lffojil mit DoKer Subuiig, luiiljrcitb eineä weiteren SiritteK mit Ijalticr Sabuitg imb toiifjrcub je eineä ScctjftelS mit breitnertet unb einuicrtel Uabttng iiiüßttd). 2) csnj III, 703; DejOjicn auf ben Sjnimrafierftnnb Don 1,00 m ct. iß. ißo|'eu, 6er a6er um 0,16 m unter bem Iciiigjärjvigctt 3KSBJ liegt, 08B III, 705, 707. 3) SBgt. !ß. 2. 1908, Sir. 6; in ben 3m)«u 1905 unb 1906 finb je 60000 3)it. jjk SBerCeffernug ber gnlji'- ftrnfic (9fatt)regiiUennig) ciiifgciucubct luotbcn, s ^. 91. 9}. Dom 12. Sctuuar 1908. 4) DSB III, 705. 5) „ „ 706|7, 710|1, 725. 6) „ „ 700, 705. 7) ,, „ 753. 8) G. b. 9Ir. 1901. 9) aUebel I, 23, <5. 129, 9!v. CLXXXI. 10) Sctmibt 2, CS, 85, be§ potnifdjeu 9veid)§tag§ Oom Satjre 1447 mufctc nodj fünfmal neu cingefdjürfl roerben (1497, 1511, 1532, 1540, 1598) *), fdjeint alfo nie gehörig befolgt roorben gu fein. Smmerfjin belucift ba§ 21iifblüb,cn ber Stabt 2anb§bcrg, bie fett 1257 ba% 9?iebcrtagercdjt befafj, in ber ^meden £uüfte bc§ 15. Sab,r= IjuubcrtS, ba[3 bie Sdjiffafjrt auf ber unteren Söarttje nidjt gan^ unbebeutenb gemefen fein fann. 93i§ ^Sofen fdjeint fie fidj jcbodj nidjt erftredt ju Ijaben. 3 ) Sri ben erften Safjrjeljnten be§ 16. Safjrljuubertö mürbe ber beginnenbe potnifdje SBartfjc= Ijanbcl 1 ) burdj mancherlei £mibcrniffe latjm gelegt. ®ic Stabt granffurt bulbete ben freien Jganbel auf ber Söarttje unb nact) Stettin nidjt. 5 ) Untetfiü^t luurbe bie Stabt in ttjrc'n Semüljungen feit 1535 burd) bie Canbcäfjerren ber SUcarf, Soadjim II. unb Soljann Don Küftrin. Canbäberg üerfor fein 9cieber= tagcredjt (1536; nur bie $ofen foHten rjier bei ber Salfafjrt nodj Sfticbcrlage tjatten), unb bie SÖartfje mürbe batb Bei Küftrin burdj tjotje QöUe für potnifdje Sdjiffe fo gut wie bullig gefverrt. 6 ) ?tüfjerbem >nar ja audj ber gefamte Dbcrtjanbcl infolge einer §anbclöfpcrrc gmifdjen granrfurt unb ©tettin jat)rc= lang (1551, 1562 unb 1572 ff.) unterbrochen.') Sit biefer §lueiten Jgätfte be§ 16. Sa()rt)unbcrt§ füfjrten §mar $8crfjonbIungeit ämifdjcn Kurfürft Soadjim II. unb König ©igiSmunb II. ?(uguft, mobei fogar üon einer 3£affcruerbinbuug jjroifcfjen Sßartfje unb 28eict)fel bie Siebe mar, 8 ) jur Gsrmäjjigung ber fjotjen branbenbitrgifdjcn QöUe in eingetuen gäHen unb ermöglichten einigen potnifdjen Stbügcn einen 3Saffertran§port itjrer ©iitcr uadj Ißommcra.'-') Unter bem Kurfürften Sotjamt ©eorg (1571—1598) mürbe aber bie Sßartfje mieber gefperrt. 10 ) ©o mar atfo gerabe gur 3eit ocr Stute ber ©tabt ^ßofert im 16. Scifjt'Ijunbert ein Icbtjafter SdjifföOertetjr auf ber SSartlje gar nidjt mögiidj. Sfadj langmicrigcn Sßevtjanblungen äroifcrjen SSranbcnburg, ^pommeru unb ^oten mürbe ber „Kampf um ben SBartfjetjanbcl" n ) im Satire 1618 burd) ben Vertrag Oon Xrebifdj beenbigt, bcmgufolgc bie SBartfjefdjiffatjrt unter Sjßafjrung be§ ^ßofner unb Sanb§berger StapelrecfjtS bi§ nadj Kolo tjin frei gegeben mürbe. 12 ) 93ei ben bamatg im polnifcljeit 9teidje fjerrfeljenben guftänben märe biefer Vertrag motjt bem ?(bet, nidjt aber ben ©tobten jugute get'ommen; aber ber S(u§brudi be§ 30jätjrtgen Krieges, ferner ber fdjmebifdj=potnifdje Krieg (1655-60) unb eublidj ber 9corbifd)e Krieg tjinberten jeben cr= fotgreidjen Sßarirjefjanbel. Sm Satjre 1643 beHagen fiel) groar bie grantfurtcr, bafj bie $oten Don Stettin nact) ©dimerin fafjren, otjne in granffurt Sftiebcrlage ju fjatteu, 13 ) aber im Safjre 1662 lag bie SSardjcfdjiffatjrt mieber gänglidj barnieber. 14 ) ©er allgemeine SßcrfaE bc§ potnifdjen 9icidjc3 im 17. unb 18. Satjrfjunbert madjte jeben mirtfdjaftiidjcu gortfdjritt unmögtid). ©ic ©täbte tjatten befonberä fctjmer §u leiben. Unter griebrid) bem ©ro^en lebte bie 2Barttjcfdjiffa(jrt Oorübergctjenb mieber auf (1750 ff.) 15 ); ber SluSbructj be§ 7jätjrigen Krieges madjte itjr aber ba(b ein (Snbe. Snfolge ber burd) tjofje ©djuijäöile bcmirt'ten Sperrung ber preu§ifcrjert ©renje gegen ba§ polnifdje betreibe feit 1775 mürbe ber midjtigfte %
tc. a) pofen. ?. 'aS norbtict) gerichtete SurctjBrucfjStal ber Sßarttje Wirb gWifctjen 9togalinef unb 5ßofen bon einem anberen Salftjftem gefragt, beffen binnen in norbweftlictjer 9tict)tung berlaufen. ©ie finb nietjt burct) bie (Srofion ber ©cljmctgWaffer entftanben, luie j. 93. baS ifjnen parallel gerichtete Sal ber SBirinfa, bie bei öcnfctjitjs in bie Sßarttje münbet; 4 ) bie Öagerttng beS ©efcljie6cmcrgels unb ber inter= glacialen ©anbe geigt bie(met)r beutttet) (f. bie Profile Bei Waai), ba$ tjier ältere teftonifdje Säler ber 1) SBflt. bie Xndcffc Get Scl&t, <3. 265. 2) Seiet, S. 331. 3) SeiSt, G. 26C; §nm)jfc, G. 119. 4) Waaü, S. Sl. 10 tertiären Dbcrftäctje buretj bie 9t6tagcriutgen beS Smtanbeife» auSget'leibet, aber nieijt getttg ausgefüllt Werben finb, fobaß fie auclj in ber jetzigen Dberftüdje noct) als flache (Sinfenfitngen erfcfjeinen. @S ge= tjören baju baS Zal beS unteren ^oppelbadjeS unb al§ beffen gortfetjung Weftticf) ber SSarttje bte ©enfe bon Snniforoo, ferner baS untere Grjbinatat äWifdjett Kobrjlepole unb ^ßofen mit bem 33ogbanfa= tat al§ norbweftliccjer gortfetjung jenfeitS ber SBartfje. 1 ) Sie Sßartfje burcl)jiel)t ifjr ßreiteS %al je^t in einer einzigen Stromrinne; mehrere ?lttarme oberhalb ^ßofenS Weifen aber barauf Ijin, baß e§ frütjer anberS mar. ©er gtuß bertegte meljrfad) fein Seit unb teilte fiel) in mehrere 9(rme; 2 ) befonberS bie jäfjrltdjen .^ocfjftuten, bie ben ganzen etroa 1 km breiten ©atgrttub unter Sßaffer feiert, trugen jur SSeränberung beS gdtßbetteS bei. 8 ) 21n ber ^reu§ung beS SBartfjetatcS mit bem S8ogbanla=(Srjbinatale mar bie Sßartfje im Mittelalter in fünf ?(rme gefpalten, 4 ) bon benen bie beiben äußerften jeboct) nicfjt unmittelbar ben STatljang berütjrten, fonbem in einiger (£nt= fernung babori blieben. Sie Snfetbiibung an biefer ©teile erftetrt fiel) mol)t aus ber ©ebiinentjufufjntng burcl) bie beiben ÜMenpffe. SBon biefen äWifcljcn ben SBartfjeannen gelegenen SScrbem toefte ber mabrfcljeiutict) rjodjwaffer* freie 5 ) öft(id)fte bie einmanbernben ©tauen megen feiner ausgezeichneten @d)utjtage an. (SS entftanb fjier gegenüber ber einfügen Enbinamiinbung 6 ) eine ©iebtung, ba§ alte ftabtfdje Poznan, 7 ) in bem rjeutigen ©tabtplan Gegeidcjnet buretj bie fogenannte ©ominfel, bie im Mittelalter ber „Oftrom" (Snfet) l)ieß. 8 ) Söotjl längft et)e bie Satbebratfirctje beS im Sctljre 968 geftifteten SiStumS ^ßofen anf biefem „Summum Poznaniense" ber mittelaltertictjen Urfunben 9 ) erbaut mürbe, ftanb l)ier eine Sarg (castrum Poznaniense ber Urlunbe Don 1250 unb ber Stjrontfen), b. 1). ein SRingWaH ober Surgberg mit einem b^ötjernen Siran. 10 ) Srgenbweldje ©puren biefer alten 93urg fetjetnen nict)t me()r borfjanben p fein. 11 ) ©ie müßten im ©arten beS erjbtfc£)öfücl)en ^SalafteS gefutljt werben, ©ie einzige Erinnerung an ben SBurgberg ift wotjt ber au§ ben tjeuttgen topograpcjifcljen 95ert)äftnifjen nietjt ju erflärenbe Straßenname „Sägorje" b. 1). „tjinter bem Serge", ba biefer S^ame alt ift. 12 ) Stuf biefer Snfel entftanb Woljt auet) not!) ein „suburbium", befteljenb auS ben glitten ber bifcl)öfiict)en unb ber jur 93urg gehörigen ©ienftteute. 13 ) ©iefe ganje ©iebtttng nennt ©Tjiemar um 1000 „urbs Posnani." ©iefeS ättefte ^Sofen War alfo eine richtige Söafferftabt. Sie Sntfadje, ba% tjier ber erfte 93ifct)ofSfit3 errichtet mürbe, unb baß bie erften poluifcl)en Könige SJöecjtjgfauS unb SöoleStauS Stjrobrt) unb in ber golgejeit bie großpotnifetjen £>erjöge tjier ifjre üiefibenj tjatten, 14 ) geigt, Wie wicrjtig ber Ort fetjon bamats mar. @r befaß \a nietjt nur eine borjügtietje ©djutjtage, fonbem mar auet) ein mictjtiger SSerfeüjrsfnotenpunft, Weil Ijier ein bequemer 3Bart()eübergang mügtict) war. 15 ) ©er bielgeteitte gtuß tonnte bermutlicl) Wätjrenb beS SommerS in einer gurt getreust werben. S'cacl) Dften ()iu ermögtictjte ber fdjmale troctene Streifen ber ©i(ubia(ptatte jwifetjeu bem ©tuwna= unb Gnbinatate einen ungetjinberten SSerfetjr uacl) ©nefen, ber alten §auptftabt beS potnifcl)cn 1) t= ftabt bc5 folntfrfjen ©cftimtecirfieS fetjv linlb. Srfjoit iincf) 35oteSlniiS III. lobe (113S) oevfdjob fiel) bei- grfirocvpiiiitt be? 9!eirf)c8 und) ffileiufioleu, unb SSSln- bisiauS Sotietet »erlegte I. g. 1320 feilten §ecrfd)er.fUs bnuernb nadj Sralnu. 16) ffreninier, ®. 25. il ^eicfje», bem fpäteren ©r$ifcl)of#ft.$e. S(ucf) bie £>oc§ffüct)e meftfict) bcr 3ßartt)e bot bem SBerrerjr günftige SBebtngungen läng? ber äßafferfctjeibe. gür ben SSerfucE), ben äRarttbertetjr in ^ßofen 5« beleben, ypvicfjt ba$ Sßribtfeg, baZ bie $)ßrebigermönct)e im Safjre 1137 ermirften. Sitten §ünbtern würbe gottfreteS Steifen jum SJJarft in ber 5Dcarienmoct)e gemätjrt. J ) 5Die rnfprüngfict) befiebette, nictjt altjtt grofje ©oininfel reichte fetjr batb für bie 93eraot)ner tticljt metjr au§, jumal, als beutfcfje Sotoniftett tn§ Cnnb jogen. S^odc) bor 1245 entfianb jenfeitS be§ öfitictjen Sßartt)earme§ (fjeute begetctjuet burct) ben jroeiten SSorffutgraben unb bie norbmärtS gerichtete unterfte (Sljbina) in bem Sohltet an ber alten Grjbinamünbung eine beutfctje Slotonialftabt, 3 ) bie ben fdjmaten 9vaum bt§ an ben SEatranb einnatjin. (§3 ift bie tjeutige ©ctjrobf'a (urfprüngficf) Öroda, b. tj. SRitt* modjSmarft, genannt, bie 93crf(etneutng§form Srodka entftanb nactj ©cfjutteS §t)potfjefe erft, at§ eine jtoeite größere beutfcfje ©tobt am Knien Söartfjeufer im iyatjre 1253 gcgrünbet roorben mar.) 3 ) SBofjt um biefetbe Qext mürbe auct) ber mefttictje Satraub, b. £). ber 9vanb ber ^ 0 ctjtr äff erfreien erftett ^erraffe, befiebett. G>3 entftanben tjief borfarttge Sctebertaffungen in bcr Umgebung breier Sirctjen, ber SJiarttnäfirctje am oberen, ber (jegt nictjt metjr borfjanbeuen) ©otrjarbfircfje am unteren Staube be§ SlbfjangeS (an ber ©teile ber fpäteren £omitttfaner!irct)e) 4 ) unb ber 3lbatbert§fircf)e; biefe liegt mitten im 93ogbauf'atafe auf einer jiemticf) fjotjen Snfet, einem ftefjengebüebenen §orft ber Situbiatptatte. ®e= mtffermafjen ein ©egenftüct ju biefen ürcrjtidjen ©iebelungen bttbete bie oben auf bem öftlicfjen Ufer« raube gelegene, feit bem @nbe beS 12. Safjrfjunbert? beftefjenbe Sotjanniterfointuret nebft §ofpitaf; in fpäterer Qtit (17. Satjrtjunbert) mar tjier eine Strt SSorftabt, villa S. Joannis, bie aber nictjt jur eigentlichen ©tabt Sßofen gerechnet mürbe. 3 ) ©ie ffeine Sof)äunt§!trctje, fjettte jttr Sanbgemeinbe Stonuttenberie getjörtg, erinnert baran. Stjren §ötjepunft unb erftett Slbfcfjfuf; erreichte bie räumtictje (Sittmicfetung <ßofen§ im frütjen Mittelalter burct) bie großartige Stntage einer gmeiten beutfctjen ftoloniatftabt auf bem freien Staunt ^mifctjen bem mefttictjen 2öartt)earm unb bem £alf)ang fübticf) ber ehemaligen 23ogbant'umünbung. Sie burct) ben Cofator Xf)oma§ bon ©üben im Satjre 1253 gcgriiubete unb bon ben grofjpotnifctjen .^erjögen ^tjentiStüUS unb 93ote8lau§ mit SOtagbeburgifctjem 9tect)te bemibmete ©tabt") (bie fjeutige Stfts ftabt um ben Sitten 93carft tjerum) t)atte atfo eine ganj ätjnlicrje Sage mte bie ©cfjrobta an ber Sbbina= müubitng. Sie beutfctjen ©inmotjner biefer älteren Stofoniafftabt (antiqua civitas Poznan) mürben bom §erjog §ßrjemi§la.n§ in bie neue ©tobt übergeführt, 7 ) fobafj bon ba an ber mictjtigfte S£eil ^ßofenS am unten SSarttjeufer tag. Stm Sßeftranbe biefer neuen ©tabt entftanb auct) auf ber ipöfje ein neue? tjer$ogltdje§ ©cfjtofj. 8 ) ©eit ber 93efi|nat)me SßreufjenS burct) ben ©eutfctjen Drben mar bie ^anbetSftrafje att§ 9)ctttet= beutfctjtanb nactj Xtjorn fet)r 6e(ebt unb förberte ba§ Stufbtücjen ber beutfctjen ©tabt ^ßofen. @ie mirb fctjon im Saljre 1238 al§ Qottftätte ermähnt 9 ) unb mar bamalS, mie noctj tjeute, ber einjige SBrücfenort an ber norbwärt§ gerichteten SBarttje. 10 ) 9Säf)reitb ber erftett anbertfjatb Safjrfjunberte tonnte bie ©tabt 1) SDJutttc, «vi. i. 2) SBtivitfjnuec 2, @. 37; ©djulte, S. 267. 3) 3)ie alten potittfcTjen SBiövIte lüiuöcit mit SomtflBettt) (sobota) afißcrjoltcit, ©erlitte S. 257. i) Sffiavft^iiucr 2, S. lö|6: „gu ber ffieoevung ntt beut weftU(6ftcii gtujatme", G. b. 3tv. 243 unb 302. 5) E. b. Str. 30; SKnrfcfjaiter 2, @. 35, 88; ©ttjnlte, m. 238. 8) Sie SDarfteffungm üon Su!a§jetutcä unb Sßuttle üßer fiub je^it üßevtJDlt. ©ic ent(jct(tcu manche ivt'cfitfjvcnbcit G) 35te GSvihtbintgäiU'fiutöc im E. b. 3!r. 321. 7) ©eblttte, @. 246; i. g. 1288 luuvbe bie ©ajvoMa bom $ci'äO() spi'äeitttätnuä II. mt btiä SBiätum bcr= licTjeit unb Bom SBifcfjoF Sorjciittt neu ucfieoclt, gdjutte @. 248, 2o5|6. 9) E. b. 3!r. 207. 10) »gl, ©djmiöt 1, S. 122. bie Sage unb (SntotcHung bei - alten Stctbt ißofen Sfetjter, 5. SB. SttliSjehitcj: „3m Vi. ga^r^unbert 12 bie ©linft ifjrer Sage roegen ber ungünftigen politifctjen SSertjältniffc im politischen D^eirfje ltidjt uit* geftört genießen. Qmetmat, gu SBegimt uub gegen ba% (£nbe beS 14. SaljrljunbcrtS, mürbe fie erobert imb gerfiört, 1 ) außerbem aud) roieberfjolt burdj gettev§6ri'mfte unb ©euctjcn fjcimgefudjt. 2 ) Srft unter ber Regierung 3BIabj§Iau§ SSagiclIoS (1386—1434) beginnt bie lutrtfclj af111cfj e 53£üte ber ©tabt imb baitert roctfjrenb be§ gangen 15. unb.ben größten £et( be§ 16. SafjrfjuubertS an. Sßofen mürbe müfjrcnb biefer Qelt eine ber roidjtigften §anbe(§ftübte be§ DftenS. ©ie §anbel§= ftraßeit bnrcl) ba§ öftltdje ^ßoten tiefen ftraljtenförmig in $ßofen gufammen. 3 ) ®ie Sage ber ©tabt in ber Soffitte ber am lueiteften tueftwärtS in bie üftadjbartünber rjinetnragcnben öanbfdjaft dolens beftimmte fie bagu, ben SSerfetjr au§ biefen tjöfjer fultiuierten Säubern ttue in einem Srennpitut'te gu fammetn unb i()n meiter gu leiten nadj Dften unb ©übofien. ©ie nat)m bamatä alfo eine ätjnlidje ©tellung ein inte fjeute etwa 9Barfct)au, nur ba$ biefer ©tabt bie SBeidjfet metjr gu ftatten fommt ate einft ber ©tobt ^ofen bie ÜÜBartfje. Snt Sabre 1394 ertjiett Sßofen ba§ für bic bamatige Qcit fo außerorbenttict) mistige Sciebertageredjt' 1 ), ba§ 93re§Iau unb granffurt fdjott tängft fjatten. ©ie *ßofner Staitfteute be= faßen feit 1372 3°tIfveiC)ett im gangen polnifdjctt 8^eicf)e. 5 ) 3)en §öfjepunit tfjrer tnittetatterticfjen (Sntmidetung erreichte bie ©tabt unter ben 6eiben letzten Sagcltoncn (1506—1572), 20000 ©ceten foll fie bamate in itjren 9)cauern gefjabt fjaben. 9U§ ©enfmat jeuer 3eit, in ber bie §anbet§6egier)ungen ber Sßofner ^aufteilte, 6egüttftigt burdj bie §anbet3poiitit Söntg @tgi§munb§ I, bi§ nadj ©i'tbbetttfdj= lanb (Nürnberg), Ungarn unb Stauen reichten, ftefjt nod) fjeute auf bem Sitten 5D?artt ba3 efjrroürbige 3rat(;au§, ba3 öon einem itatienifcfjen SSaumeifter in ber erften §ätfte be§ 16. 3aljrr)iinbert§ erbaut' rourbe. 6 ) . 3)iefe fräftig aufftrebenbe, bitrd) ©euetjen unb geüerSbrünftc nidjt mefjt aufgufjattenbe Gsnt* roidtung 5ßofen§ im 3lu§gattge be§ STJcittelalterS ift am beittlidjften gu erlernten aus ber räumücben Vergrößerung, bie gur Qüntfteljung gang neuer ©tabtteite fütjrte unb eine Sßer6inbnng gmifcfjen ber alten ©tabt öftlidj ber SBarttje unb ber neuen am tuefttidjen Ufer fjerftedte.') entftcmb auf bem rechten ä'Sartrjcujer cht neuer Gtabtteit"; er meint bnS SBicrtel um ben Ijeutigen Sflten 3Ror!t, atjo bie jnieite beutfdje Äolonialftabt am linfen Ufer. Shuttle jagt (toa$tfdjeihlidj nad) Alexandri Guagnini Chorograptua totius Poloniac auä bem 16. 3|a{jrljun&ert): „^ojen ift eine atte ?fnficb(uug am ofttidjen Ufer ber Söarttje Bei ber (Sinmiinbung ber Sßrofna" (!) Sie 3otjanniter=58orftabt jptelt in ben Söarftettungcn 58arjdiauer3 wegen ber ®eutung be3 9iamen3 „©djrobfa" a(S „Witte" eine midjtigc Üiotle. Äof)te rje6t im ©egenfajj ju SBarfdjauer („in ber ?OJitte beS 13. gatjrfjunbcrtä Bot bic ©tabt $u(en ben SfnBticf ciue§ Sranjel bar, luetdiev nn[ ben Beiber|eitigcn llfcrf)öt)cn ru^tc") bic Sage ber älteften ©icbdmg in ber g-iufcnieberung Ijeröor. ©d)t geogra^ijcfi ift bie Unterjudjung non Stemmer; er Ijat bie topo= grapljijdjen iSerljäftnifje genau Berüttftdjttgt unb auf bic ?lua(ogic anberer ©tabttagen in ber ^Proüinj ^äofen t^ingeiriiefen; er fammt ju bem (Srge6ni§: „©omit BlciBcn bic SdjrobJa unb bie Somiufcl als bie Beiben älteften Xeifc unferer ^prooinäia{t)au^>tftabt üBrig; mit biefer ©rtemttntä muffen mir un§ aBer and) Befdjeibcn." ®ie gefd|id)ttid)cn ©tubien Bon ©djufte B,a6en nod) einen ©djritt rociter geführt, baburd) bafi ber 9?amc „Scljrobta" anber§ gebeutet unb if;r Efjaratter al§ beutfdjcr ffotonialftabt im SSefi^e bc§ §erjpgä unb nid)t, Wie BiStjer angenommen tuurbc, be§ 23ifd)of8, nadjgeiuiejcu luurbc. ®cmnad) ift bie Sominfet a(S ber ätteftc ©tabtteit ansujetjen. 1) 1310 imb 13S2—86, S6t. 1899, 4. 2) SJJnvftfjraet 3, ®. 8; 2, S. 40, 41; SSiittfc, S. 395. 3) SBflt. a. S(5mit)t 1, @. 246. 4) E. b. m. 1944. 5) SSutrtc, <&. 397; Sc^mibt 1, S. 202; fie Tjatten fie fcQort feit 1283 (enicucvt 1298) fiiv ScDimbt 1, S. 122. 6) Soljtc I, IS. 7) saarfttjattec a, S. io. ®VOfil)OlClI, 13 ___ Stuf ben fcrjmaten (anggcftrcc!teil Sßarttjeinfetn cor bcti 6eiben öftfietjen ©tabttoren ließen fiel; bie ®er6cr nieber; c§ entfinnb ber ©tabtteü gtt beiben Seiten ber (jeutigen ©roßen ©erberftraße.*) S3or bem 93re3tatter Sore im ©üben ber ©tobt entroidelte fiel) bie ©anbuorftabt unb bie gifetjerei-') (bieS ift noct) fjeute ein (Straßenname). 8m Satjre 1444 erhielt bie 23alli}d)ei com Vofncr SSifcfjof SJcagbeburgifdjeS ©tabtredjt; fie lag gu beiben (Seiten be§ fogenannten SCapirelbammeS (Kapitulna grobla), ber bie ©ominfel mit ber beutfdjen ©tobt uerbanb, atfo auet) auf einer Snfet. (Sin gmeiter ©amm (Leiter ©amm, Nowa grobla) imtrbc balb barauf, im 8at)re 1447, in füböftlidjer 3?icf)tung auf ber leisten noctj unbcfiebelteu Snfel angelegt, uub e§ erfjob fict) and) tjier eine Vorftabt, „ber ©raben", (roofjl au§ grobla entftanben), bie tjeutige ©rabenfiraße. 3 ) 8enfeit§ ber in ber Verlängerung be§ neuen ©ammcS liegenben 3Bartl)ebrüde< 1 ) begrünbete ber Vofner ©taroft @tani§Iau§ ©orta gu Beiben ©eiten ber Straße naefj ©djroba im Safjre 1562 eine neue ©tabt ©taniSlarooroo, bie fiel) aber tiictjt entroidetit tonnte nnb 1599 51t einer Vorftabt gemacht imtrbe; e§ ift ba% Ijeutige ©täDtdjen, ber einzige ©tabtteii SßöfettS am öftücfjen ©atljange. Seiber mürbe biefe fjerrtidje 23tüte SßofenS ba(b getnidt unb uödig gebrochen. Sie beiben folgenben Satjtljmiberte, ba§ 17. unb 18., finb eine Qcxt traurigen Verfallet für bie (Stabt gemefen. ©ie Urfacfjen bafür roaren bie religiöfeu ©treitigteiten (yefuiten, 2(tt3fd)(uß ber ©iffibenten) 5 ) bie Über; griffe bc§ 9(bet§, bk ©cljmebenlriege (1657/58 mar ^ßofen ein ©rünimerfjaufen, 0 ) 1704 mürbe e§ brei SBocIjen lang üon ben Muffen befd)offen 7 ), 1716 uont polnifdtjen ?(bel geplünbert) 8 ). ©agu famen geuerSbrünfte, Überfcljmemmungcn, bie $ßeft, bann folgte ber fiebenjätjrige Ärieg unb bie göberation§= friege turg cor ben Settungen Vo(en§. 1732 tjatte bie ©tabt noef) etma 3000 (Shtroofjner. @rft feit etwa 1780 erfjotte fie fiel) mieber, fobaß fic 1793, al§ fie an Preußen fiet, 12500 einmotjner gätjlte. 9 ) Unter ber preußifcljen §errf ctjaft t)at Vofen noctj ungeftörter at» gur Qdt ber legten Sagelionen bie ©unft feiner Sage ausnutzen unb in ber tttrgen Qtit tion 100 Sotjren nicfjt nur ben alten ©lang roiebererlangen, fonbern einen biet großartigeren 2lttffcf)roung neunten tonnen, ©ie gu einer ©emeinbe bereinigten frütjer fel6ftänbigen ©tabtteife bilbeten nun gitfammen eine ©tabt, bie al§ SJcittelpuntt ber neuen Vrobing ©übpreußen ©i| gatjjretctjer Vctjörbeit unb S&rennpuntt be§ gefamten S8erfetjr§ unb §anbelö mürbe, ©elbft ba§ fernere 53ranbitng(üct be§ 8ctt)re§ 1803 gereidjte ber ©tabt gur görbe= rung; 10 ) benn infolge ftaatlicfjer tlntcrftiUmng cntftanb außerhalb ber alten öefcftigungeit, bie bama(§ befeitigt mürben, eine fcljöne Sceuftabt um ben SSSittjetmöpfalj, unb bie Stttftabt tonnte weitläufiger unb ftattlicfjer mieber aufgebaut merben. üftocl) eine graeite förtfiS mirtfctjaftlicfjer 9trt fjat Sßofen im 19. Satjrfjunbert bttrcljgumactjett ge^ fjabt. ©uret) bie Sperrung ber ruffifcfjcn ©renge mürbe iljr, tute ber gangen Sßrotoing, ba§ §iutcrtanb für ifjren Raubet unb ba% Stbfaljgebiet für bie (Srgeugniffe be§ ©emerbf(eiße§ (befonberS Sttcfje) ent= gogeit. ©oetj fanb fief) @rfa| für ba§ im Dften SJerlorene baburd), bafi $ßofen ber ^auptmartt für bie lanbiturtfdjaftlictien (Srgeugniffe ber §ßro»ing mürbe, bie mit Vorteil naty ben roeftttetjen Groningen Vreußeuä au§gefütjrt merben tonnten (igotg, ©etreibe, ©pirituS, 253ollc). St)re Sage in ber ÜDcitte ber ^ßrooing an bem §auptf(uß, ber biefe burctjgietjt, oor allem aber bie leiftitngSfiiljigeren SSerbinbungen mit ben Stactjbargcbieten bnvet) gute Ituuftftraßeit (Vofcn—Berlin 1827 begonnen) unb feit ber Sfcitte 1) 1431 juerft erwähnt, aBarfdjcmer 2, @. 69. 2) Bntirfioiicr 2, @. 71; bie gifdjevet luivti H41 jucrft erroäijnt. 3) iffiar|ct)mier 2, S. 46. 4) 1465 lufniiblid) ctttöfjut, SBiu-fcTjaitcv 2, ©. 47|8; jut Seit ber ffonfäberatttm uoii S3at ä^tTtört unb nidjt luiebev nufgebaiu, 8- VIII i S85 . 5) SBgt. ©cfimibt 1, @. 370—374. 6) SHSarfdjiraet 3, @. 12. 7) ....., 14. 8) 361. 1899, 8. 9) af)re 1900 bemirfte, bak $ofen al§ ©roßftabt (117033 (Stnmofjner) in ba§ 20. 3al)rl)unbert eintrat. Sie erft feit turpem beenbigte ©djieifung ber SBöiie ermögtid)t eine raeitere räum(id)e ?(u§bet)nung unb ein ßufömrocn^aäjfen ber neuen ©tabtteite mit ber Slltftabt. ©egenroartig bürfte bie Sinmofjnerjaljl 150000 fdjon erreicht fein. 2tud) ba§ geiftige Seben f)at infolge ber gürforge beS ©taateS (23ibtiott)e!, äftufeum, Slfabemie) unb ber gebübeten SHaffen (Seutfdie ©efellfcfjaft für Shtnft unb 2Biffenfd)aft) einen erfreulichen 9tuf= feßmung genommen. Sa§ mirtfdjaftliclje Seben erfjält feine Eigenart burd) ben Sfjarafter $ßofen§ al§ jQauütftabt einer borroiegeub tanbmirtfd)aft(id)en 5ßrobin^. Ser §anbel ernährt ben größten 'Seil ber $öemot)ner. Sie Snbuftrie ift roegen äJcaugctä an SM)(en — bie ^ofner 33raunf'ot)ten ftnb ja nod) mdtjt gehoben — nur fdjmad) entmiefett unb fudjt t)aubtfiid)lid) bie lanbmirtfd)aftlid)en Bebürfniffe ju be< friebigen (Sjerftellung lanbmirtfct)aftlid)er 9Dtafd)inen) ober bie Sräeugniffe ber Sanbmirtfcfjaft 51t ber= arbeiten (@biritu§^a6rif'en, große 3)cüt)lenmerfe, Brauereien). 3>n ^SofenS nädjftcr 9cat)e, in Suban, ber erften Station an ber Sifenbatjn nad) Breslau, ftnb nciterbtng§ große inbuftrielte Slnlagen entftanben. 1 ) SSegen feiner Sage bor ber SJcitte ber beutfetjett Oftgren^e unb an bem erften größeren ©e= länbea6fd)nitt (bem nörblict) geridjteten 2Sartl)etal) bc§ SSegeS, ber Don bem am meiteften nad) SSeften borgefefjobenen Seile 9tnßtanb§ gerabe auf Berlin äufüljrt, tjat ^ßofen, ber Sh'eu3ung§tounft 5at)treid)er midjtiger 93erfel)r3limcn, für bie Sanbe§berteibigung große Bebeutung. Sßäf)renb be§ 19. SatjrtjunbertS ift e3 be§t)atb ju einer geftung erften 9vange§ ausgebaut morben. Sie Ummatlung, mit beren Bau im SSafjre 1828 begonnen mürbe 2 ), fdjloß auet) bie auf bem öfUtdjen SBarttjeufer gelegenen ©tabt; teile mit ?lu§nal)tne be§ ©täbtd)en§ ein. Sie GitabeHe ber 3 e ftung bilbete ba§ umfangreidje Stcrnrocrf, („gort SBiniarlj" genannt nad) bem Sorfe, ba§ it)m roeid)en mußte unb meiter norbmeftmärtö berlegt mürbe), in bem SÖinlet §mifd)en 2Bartt)e unb Bogbanf'a auf ber nörblict) ber ©tabt gelegenen l£ocI)fläd)c erbaut, bie t)ier mit etma 15 m f)ot)en fteilen, einft SSeiureben tragenben Böfdjungen in bie Seiler ab-- fallt. 5>l)m gegenüber füljrt eine befeftigte Brüde, bie fogenannte @roße ©djteufe, über bie SBartlje. Sine ütjnlidje Heinere Brüde, bie Somfdjleufe, überfbannt ben norbmefttid) gerichteten Unterlauf ber (Srjbina. 3 ) S'm Satjre 1902 mürbe bie @d)leifung ber 2Sälte auf bem linfen Sarttjeufer berfügt unb bamit 9iaum für bie madjfenbe ©tabt gefdjaffen. Slußer ben ffiefeftigungen am öftlidjcn 2Bartt)eufer ift auch) ba% Sernmerl erljalten geblieben; aber bie Scbeutnng ^ßofen§ al§ geftung berutjt je|t mofjt au§fcb)ließlict) auf ben feit 1876 erbauten 3(ußenfort§ neuefter Äonftruttion, beren Strang, bureb^ bie 5Ring= ftraße angebeutet, in einer Snfernung bon 1—2 km bom jetzigen Slußenranbe ber ©tabt fid) tjinjiebt. Ser ©dju|, ben biefe fünftlid) angelegten Sefeftigungen geiuätjren, mirb nod) erljöl)t burd) bie S3e= fdjaffentjeit bc§ ©elänbe§ in ber nätjeren unb meiteren Umgebung ber geftung. ©ie bietet einer ruffi- fdjen Dffenfibe, aud) menn fie mit überlegenen Straften geführt mirb, große ©djmierigfeiten, ermöglicht bagegen felbft einer Keinen beutfdjen §eere§macb)t eine längere, erfolgreich/ SSerteibigung. 4 ) 1) Sic CSntwicflintg qsofens im 19. galjrtwit&cit i[t auS= TOrlicö barfleftent 6ci Snffü. 2) aSoftenbct wutteti bie geftuttgStoerie ceft 1Ö70, Söav- it^ciuci- 3, S. 16. 3) SB(t§ 3!a^ct II, 4SI Ü6er Mc Sage bei' Scjtimg ?ßo(cu jtiflt, i(t (cTjUjcr »cfftBiibltt^. ■1) SBi31- bie Sefcftifiiiiifl unb 95citctbinuitß bev bcutit^ru[Ji- It^eii ©renje, @, 19, 20 unb 9iugcit(a Don SBic&erftein. 15 Sftörbfict) ber SBartfje 6i(bct baS %al beS ©obfo= imb ©leffincr ©ce§ einen crftcit, ba§ ber oberen 9ce|e (com ©forgenciner bis gum ^afofdj=@ce) fomie bie ©cen an ber ©raige (Dum Dftrorooer bis gum ^omibger ©ec) einen gleiten begra. brüten fcfjroierig gu überfcf)reitenben ©elänbeabfdjnitt, naefj beren Überminbuug ein fcinbfictjeS £>eer in ba$ einem raffen SBormarfdj fefjr rjinbertierje, meit fefjr §er= fdjnittene ©ebiet ber ©nefner ipoctjffädje mit ifjren gatjlreidjen fumbfigeu Tälern nnb ©een gelangen mürbe, ©übticl) ber Sßarttje märe §unäd^ft bie bermifberte ^ßrofna gu freugen; bem SBeitermarfdje mürbe bann baS breite Dbrabrucf) §att gebieten. ©§ 6tiebe atfo nur bie Sude gmifetjen Sßomibger ©ee nnb SBarttje, mo bie Heine ©rabifja lein ernftcS §inberniS barftefft. Sern SSormarfd; be§ feinblidjeu igeereS buret) biefe Sude über ©fubga itnb SSrcfdjen auf $ofen gu tonnte eine befefligte ©teffung beS SSerteibigungStjeereS groifcfjen Stoftfdjin nnb Äurnil leidjt für längere Qtit Jpatt gebieten, ba fie roeber im ©üben nod) im Scorben gu umgefjcn märe, 1 ) atfo mit ©türm genommen roerben mü§te. ©idjt oft* lidj bon ^ßofen bieten bie beiben fübmeftlidj geridjteten Safer ber ©lurona unb ßtjbina nod) eine natür* lidje Sednng beS gortgürtetS. S)en midjtigftcn, mit ie Übergänge ber $ofcn=Sf:reuäburger itnb ber £)(§= ©nefuer 93atjn liegen 5—6 km ober= b§ln. untettjalti ber ©reibt; bie näctjfte 93atjnftation galf'ftäbt ift 4,5 km bon ibr entfernt. Sn biefem toten Söinfet bat bie nur wenig über 1000 (Sinwofjner gäblenbe ©tobt feine glänjenbc gufunft bor fict); fie wirb Wotjt nodj metjr surMgetjen (1861: 1355 (ginmotjuer, 1900: 1136). Unb bodj fdjeint fie im 3J?ittetalter beffere Reiten gefcljen ju haben; fie ift nämtict) eine ber älteren ©tiibte unferer ^ßrobiuj (bor 1312 entftauben). (Sin 9tingWaII nörbtid) ber ©tobt in ber SSarthenicberuug bcäeidjuct Wobt bie Sage ber alten Surg; mir Wiffen jebodj nidjt-3 babon, baf? hier irgenb eine ber mittelalterlichen ^anbelSftrafjen bas breite jEq! freiste, ber SSerfehr foim bietmetjr nur längft be§ S£a(e§ in oftweftlidjer Dichtung gegangen fein. 3m Satire 1458 fteltte „nowemiasto", beutfeh: Stutotuftat 1 ), gehn Slricger, getjörte alfo gu ben gröfjeren ©tiibten be§ Sanbcä. 2 ) ©barer blühte befonberS bie ©erberei in ber ©tabt. 2tber fetjon bie im Skiljre 1665 gegrünbete beutfetje Kcuftabt, SaSfoWfa genannt, tjat fiel) nidjt gut entwidetn tonnen unb ift fböter §u einer SSorftabt herabgcfunteit. ©ine edjte Sßafferftabt im SBartfjetate ähntiefj bem alten ^ßofen ift ©djrimm. 9lucfj hier ftaub einft eine Shtrg auf einer Söarthcinfet 3 ), tjeifj umfambft im 12. Sahrbunbcrt. Dtefte babon fiub nidjt ertjattcu, ba bie Q3urg abgebrannt ift; ber jübifdje SegrübniSblafe wirb afe bie ©tätte be§ 33urg= bergcS begeiefjuet. 4 ) Scadj Sorben hin gewährte ber „Czarny Strumien" 5 ), b. h. ba§ ©chwarswaffer, ein nodj tjeute borhaubener, burdj fumbfige Söicfen jictjenber, febr langer 2lttarm ber SBarthe, nach ©üben ber gtufs fetbft trefflidjcn ©djutj. 3ur fetben Qät wie in Sßofen, nämticr) im Satjre 1253, würbe tjier eine beutfetje St'otouiatftabt erbaut 6 ), bie ben Kamen „ber ©trtjm" ertjielt 7 ). ©ie lag nietjt Wie $ßofen im Säle, fonbern, ba ber glufs tjier unmittelbar an baZ botje Ufer fjcrantrat, oben am 2utranbe, alfo auf ber tinfen ©eite be» Ijcutigcn 2Barthelaufe§; fie erfjielt einen fefjr großen Sanbbefitj füblictj be§ g(uffe§ 8 ). S)octj biefe naclj ©üben unb 2Seften gän^lict) bc§ natürlichen ©c^utjeä entücljrenbe Sage würbe ber ©tabt in ben ba= maligen Iricgerifcljcn 3 e ^ en ä u,n SBcrtjängnig; fie üerfiet wiebertjolter ^(üubcruitg unb 3 a '[törung. S)e§tja(6 erbaten unb erfjielten 140 Safjre fpäter (1393) bie 93ürgcr bon 2Slabi§tau§ Sagiclto bie Sr= Iaubni§, ifjre ©tabt in§ 2Sarttjetat unter ben ©cfjutj ber S3urg gu üerlegen unb jwar auf bie Snfet „Oftrow" gwifcljen bem ©abel^Sce 9 ) unb bem ©djWaräWaffer, bie im $8o(f§munbe at§ ^3ferbcwcibe (^obt(ccg) begeicfjnet Würbe. 10 ) 2(n biefer gut gefdjü^tcn ©tetfe, 11 ) wo bie ©tabt nodj tjeute fteljt, Ijat fie fittj Wäljrenb be§ Mittelalters, wie cS fdjeint, ganj gut entluidelt. 2)ie 83ürger Ijattcu bie gifdjereigcrcdjtigfcit in ber SBarttje eine 9J?ei(e obcr= unb nntcrljalb ber ©tabt. Scbcutfamer aber als bie Sage am 3'luffc Würbe für ifjre (Sntwidelung, bafs tjier eine widjtigc ^aubcläftrafje bie SBarttje Ircujte, nömtict) ber 2Bcg Don 1) E. b. Kr. 962. 2) 3iacätjit§ii 1, Str. 129. 3) 1136 als Zrem, 1234 als „Srom castrum" ur£unbli(§. lief) ettoäljnt, e. b. 3iv. 7 imb lö8; bcit Mtimra (Strzem) beutet ffiiutccti, ©■ 7, als Infetartige (SvrjcOimg. 4) Snntccft, ®. 7; SButtte, 6. 446. 5) G. b. 9er. 236. 6) „ „ 322. 7) ääar[djauer 2, <&. 173, 212. b) @t5raibt 1, S. 122. 9) SSietleidjt ber Heine <3cc, ber I;eiitc iioä) am jiibi[ctjeit a3efjriiliiüs>)(a(j UDiIjaitbcn [ein [oll, ober traenb ein anbvcr aSac|cf)niirtcr Sinn ber SBartlje. 10) E. i. 3lv. 1936. 11) 9?orf) Ijettte bcrtutmbclt jicf) ältlucileu Bei .tetd)3tjeer. ®te 93ürger fjabett offenbar in ber golgegeit, aU bett ^aufteilten aucl) anbre SBege ertaubt mürben (1441), burdj ?(ntage bon ©ämmen unb SSrücfen in bem fumpfigen Don gafj[retcT)en SBafferläufen ourdjgogenen State bafür geforgt, baf3 ber §anbel§berfefr ifjrer ©tabt erfjatten blieb, unb Ijaben bafür große ?(ufmcnbungen nidjt gefdjeut.') Stufjer beurlaubet (1524 mürben ber ©tabt oier jäfjrlidje Ddjfenmärfte bcmitligt) btüfjte im SJZittclattcr and) ba§ §anbmert, befouber§ bie SEudjntadjerct, in ber ©tabt. 2 ) 3m ben midjften Safjrtjunbcrtett f)at ©djrimm ein äfjnlidjcä ©djidfal geljabt mie 'jßofcn. S)a e§ ben ©iffibenten oerjdjloffcn mar, befatn c§ burdj bie gmeite beutfdje @in- manberung feinen ßugug unb üerfiet im 17. unb 18. Safjrtjuubcrt immer meljr, fobafj e§ fcljlie^tiet) nur 1453 Siumoljner güljlte. 3 ) 8m 19. 8a[jrljunbert ift bie ©tabt gmar ^reiSftabt gemorben, aber uoiu mobernen SBerfefjr nidjt gerabe bcgiiuftigt. 2öoljt fjütte burdj bie gütjruttg ber ©ifcnbatjn ^3ofen=33rc3tau in geraber Sinie über ©djrimm unb Stamitfdj bie Sebcutuug bcS alten 2öart[jcübcrgangc§ erneuert merben tonnen; e§ gefdjafj uidjt, toeit militärifdjc 9iüdftdjteu redjt beftimmt geboten, bie ©ifenbatjn auf bem luden SSartfjcufcr nad) 'ißofcit gu fütjren. ©djrimm mürbe nur burdj eine faft 20 km lange ©tidjbafjtt au bie §auptliuic bei Sgcmpin augcfdjtoffcn (1886). (£rft bor einigen 8al)ren ift biefe ©trede oftmärtS bis Sarotfdjin uerläugert morben. Stufjer biefer SMienbaljtt ücrbtnbcn 5 Stjauffeen bie ©tabt mit ben Sftadjbarortcu. Stuf ber Äöarttje faljrt nur gang fetten einmal au§ befouberem Slntafj ein ©djiff über $ofctt fjinauS bi§ ©djrimm. Unb bodj ift bie ©tabt üertjältniSmäfsig fdjneE gemadjfcn (1837: 3131 einmoljner, 1861: 5307 (£., 1885: 6333 ©'., 1905: 6625 ©.) unb gäfjtt jefct gu ben größeren ©täbten ber 'iJSi-obittg. S)a bie (£ifeuba(jn jeufeit» ber Söarttje oorbcigicljt, fo fann bie faft gang berfdjmuubeue SUtftabt auf beut tjotjen ©übufer toofjl gu einer mobernen üßcuftabt anmadjfen; ber Anfang bagu ift fdjott gemadjt. c) Die tüarttieftä&te unterhalb pofens. SBiet gatjlretdjer at§ obertjatb fiub bie ©täbte uuterljatb Don ^ofen au ber rocftlidj gerichteten Sßarttje oon ber 2Sc(na= bi§ gut Dbramünbung. Scörblidj ber SBartljc in bem ^mifdjcnftromlanb gmifdjen iljr unb ber parallel taufeuben öcetje beljitt ftdj ein großes SutanbSbün'ertgebiet auS, beffen ©anb= boben mit Stiefcrnmatb beftanben ift. 1 ) Seit 3}erfef)r burd) biefe§ SSatbgcbict tjiuberte baS breite 9?ei^e= brudj au feinem Scorbraube. SDie ätteften ©trafen auS Sommern und) s ^otcn fjaben biefeS ©umpf- unb SSntbgcbiet motjt im Dftcu unb 2Seften umgangen. SaubSberg erbtüfjte atS midjtigc ^afjftabt be§ lucfttidjen 3Bege§ am fefte.it Ufer gmifdjcn bem 9?c^e= unb beut SÖartfjcbrudj; bie öfttidje ©trafje fütjrte bei Ufd) über bie SZetje. Sie 933art[jcübcrgaugc biefer beiben Svanbftrafjctt tagen atfo bei ©djmerin unb Dbomif. Sin ber SBelnamünbuug bei Dbornit ftaub cinft äljntidi roie im SBartljetnic bei ©djrimm eine potuifdje ©taroftenburg. ©ic mürbe im erften ©djmcbcnlriege gerftört (1656) 5 ); nur ber efjematige 1) SRac!) einer UvIuilDe »out 1539, SRncjtjii-Sti 1, OJr. 152, Söuttjc, m. 103; oßl. a. SJ5aTf(5autr 1, S. 241; cä »»erben je Drei SSrücten in ber Midjtuug imffj ^Jofcit unb Soläiii erwitljiit. 2) SButtle, Itrt. GD (1456) Hl» 115 (1562). 3) XBiittre ©. 415; ScTjinibt 1, G. 374. 4) SSflt. bariiöcr SBcfjrciiä, % S. 1908. (Bn3 arope Su- tanöäblineitgeStet im gwlf^enftromtcintie). 5) SButttc, S. 387. 18 Burgberg, am (Silbe be§ 18. 8afjrf)imbert§ im Bolfömunbe ber Königsberg genannt, 1 ) geigt nodj je|t itjren ©tanbort an. (Stma 1 km unterhalb bei* Sßetuamüubung tag an ber SBartfje eine flaoifdje 21ns ficbtung, fpüter stara wies (baS alte ©orf) genannt. 2 ) SBoljt nodj im 13. 3al;rt)unbert (üor 1299) Würbe im ©cf)u|e ber Burg am öftlidjen Söetnaufer bie beutfdje Jtotoniatftabt erbaut. ©er jeluge Stabtptan ftammt au§ ber 91eugeit, ba bie im Saljre 1814 abgebrannte ©tabt nacfj einem neuen ^ßlane mieber aufgebaut Würbe, ©ie liegt bidjt an ber SBartlje, ift aber bis auf einen fdjmaten Streifen tjocb/ wafferfrei. ?tm jenseitigen fübtictjen SSartljcufer ift eine SSorftabt entftanben. (Sine Brüde füljrte fdjou im Mittelalter über ben $(uß, alterbingg nictjt an berfetben ©teile Wie feilte; im ©djwebenfricge würbe fie ebenfalls gerftört, unb bie ©tabt befanb ftc^ in einer fo traurigen Sage, baß an eine SBiebertjerftellung nictjt 31t beuten mar. (Srft unter preu^ifctjei; igerrfdjaft Würbe eine neue Brüde erbaut (1843/44). 3m 3afjre 1879 tarn eine (Sifenbafjnbrüde fjingit. ©a bie Sinie ^ofen=©djneibemüljl aber als Dcebenbalju feine grüße BerfefjrSbebeutung tjat — ber Baljnfjof liegt übrigens in beträdjtlidjer Entfernung faft 2 km oon ber ©tabt an ber Gtjauffee uadj Dlogafen — unb aucf) bie Sßartljefdjiffaljrt ber ©tabt Wenig Satten bringt, fo ift Dbornif nocfj immer eine fleine ©tabt (4007 (StnWoljner); aber bie (5iu= Wotjnergatjt Wäcfjft. ©ie im Bau befinbüctje ©fenbafjn uacl) ©amter (?lnfd)tuß an bie §aittotlinte $ofen= ©tettin) Wirb tjoffenttidj aud) baZ 2Bad)§tum ber ©tabt förbern. ©ie fjatte eine Slütegeit im SDcittet= alter. Sind) fjier Würbe befonberS bie ©udjmadjcrei betrieben; im 3aljre 1458 geljörte Dboruif 31t ben größten ©tobten in ©roßpoten. 3 ) SBenn e§ gelange, bie ©aljfdjä^e 31t fjeben, bie nacfj alten lieber« lieferungen ber Boben in ber Umgegenb ber ©tabt birgt, 1 ) fo tonnte Dbornit Wofjl einen äljntidjen SluffdjWuug wie im Mittelalter nehmen. ©djwerin (6768 (SinWoljner), bie ©tabt am SBartfjeübergang ber Wefttidjcn ©traße au§ ^ommern, tjat etmaS größere Bebeutung als Dbornif. ©ie Sftacljbarfdjaft ber burclj iljre Sage meljr begüuftigten neumärt'ifdjen ©tabt SaubSberg an ber SBartfje (berufjrt bon ber Dftbafjn) tut iljr 9lbbrudj unb tjat Woljt aud) fcfjon in früheren 3 e i ien ü) r ©ebeitjen getjiubert; benn SanbSberg befaß feit 1257 ba§ ©tapetredjt. Bon ber ätteften ©efdjidjte ©djwerinS ift feljr Wenig berannt. Sine Burg tjat fjier Wofjl nicfjt geftanben, ba bie ©tabt §ur ©taroftei Meferitj geljörte. llrfunblidj fteljt feft, baß ber Drt üor 1312 ©tabtreetjt fjatte. ©eine Sage an ber ©renge ©roßpoleuS unb ber Üfteumarf bebingte mefjr= fadjen SBedjfet ber SanbeSjugefjörigfeit, fobaß ber ©tabt eine rufjige Gntmidiung faum befcfjiebeu War. ©ie im 3afjre 1398 urtitnblid) guerft erWätjnte iganbetSftraße au§ ^ommern trug Wofjl am meiften bagu bei, bie ©tabt gu fjeben; fie folt fogar jeitweilig audj baS ©tapelredjt befeffen fjaben. 5 ) 3m 3aljre 1458 ftellte fie nur 6 Strieger; (Serberei unb ©udjmacfjerei Waren bie Igauptgewerbe in ber ©tabt. ©er große Branb oon 1590, ber faft bie gange ©tabt uernicfjtete, war nur ba$ erfte ©lieb einer langen Äette Don llnglüdSfallen in ben folgenben Saljrtjuuberteu (©djWebenlriege, ^Seft, UeberfdjWemmungcn, ©raube). ©a§ 19. Safjrfjunbert oernidjtete aud) bie ©ucfjinbuftrie, bie buret) ©inWanberer im 17. Ssatjrs [junbert neu belebt Worben War. @rft ber Sau ber Sljauffee Oon $ofen nad) Berlin (1833) bradjte ber ©tabt Wieber mefjr Serlefjr. 3m ©tfenbatjnne^ ift fie ebenfo wenig wie Dbornif ein widjtiger 5ßunft, benn bie ©trede 93entfd)en=Sanb§bcrg ift feine Jpauptlinie, nod) biet weniger bie 33a(jn nadj öirnbaum. Birnbaum, ba§ fjeute buref) eine ßtjauffee mit ©riefen üerbunben ift, fdjeint im Mittelalter al§ SBartfjeübergang feine Sebeutung gefjabt 31t fjaben. 6 ) ©ie Sage ber Slltftabt gwifdjen ber SBartlje 1) SM. 1S97, 25. 2) 333ar(cf)cuter 1, @. 166. 3) StacjljttSH 1, 9lr. 129. i) SfincäljnSti 2. 5) Sdjmibt 1, S. 302. Döovuif ftcfltc DnumB iiluf-- 6) 3m Sit)« lüöü tjtit ffiöniq ©tflläimnib SUifliift nntfl einem ifjm Bov(ieIcgten alten ajijjloiii bev ©tobt bnä 9!ect)t jur Qvrjetmiig be-3 SBrürfciiäoIIciö Befölilgt, Süäat- Irfjnuci' 1, ©. 12. ES luiuc luevt»ol( ju wiffcii, lumm bie ©tfibt biefeä Sßri&iteg. jum elften Wal erfjalteu f)nt. 19 unb bem Sü'tdjenfee, fomie bie Süilage jw Selben Seiten einer oftroefifict) gerichteten jQautotfttafje, enblict) ber üolmfdje SRame Mi^dzychod = ©urdjgang beuten barauf rjin, baf) eine lättgS ber SBarttje jiefjenbe ©trage bie ©tabt berührte. ©iefe fdjcint aucl) uicfjt fe£)r alt 31t fein (1378 juerft erroätjnt, 1400 fietjer abS ©tabt bejeugt) 1 ) unb im Mittelalter feine große SBebeutuitg getjabt ju tjaben (1458 [teilte fie nur oier Mann), ©rft bie glueite beutfdje (Sinmanbcrung 6racf)te ber ©tabt fobict ßugug, baf? eine rjoüftänbig neue ©tabt neben ber alten eutftanb (um 1671) 2 ) 3m Satjre 1731 erfolgte noclmial eine 3Sergrö§e= rung burd) bie Slulage ber Sinbenftabt fübloeftlid) oon ber ?lltftabr. :i ) ©ie am ©nbe be§ 18. unb p 93egiun be§ 19. Safjrtjunbertä in großer S3(üte ftetjeube Suctjinbuftrte ging fjier cbenfo roie in ben anberen pofntfcrjcit ©tobte» nad) 1818 ei». ©rotsbem fjat bie ©mtoorjnergarjl beftänbig, toenn auetj tangfam zugenommen, ba SBirnbaum StreiSftabt mürbe; am Sßerfctjr tjatte fie nur befdjeibenen Slnteil; 1887 erft rourbe fie au baZ ©fenbarjnnet; augefcljloffen. (Sine jlueite Safjnlinie gefjt feit titrier Seit oon tjier nad) ©amter. ©a aucl; inbuftrieHe ©ütigfeit beginnt, fo roirb bie ©tabt bei icjr'er Sage an ber SBarttje fiel) leictjt entmicfeln fönnen. Slufjer ben beibeu ertoafjntcn 9?anbftraßen führten offenbar fetjon giemlid) früfj aud) £)anbel§= ftraßen quer burd) ba§ große SBalbgebiet p>ifd)eii SSorttje unb Scefje Ijinburd). ©en ©tobten an ben Sßäffen be§ ScetjebrucljeS,' ©riefen, g-ileljne unb ©äarnifau cntfpredjen bie SBarttjeftäbte 3^ r ^ e ' SStonfe unb D&erfitsfo. ©ie beften 9(u§fid)tcn auf. eine gebeifjüdje ©ntmicflung tjat oon ben SBartfjeftiibten unterljalb ^SofenS SBronfe; beim bie fdjon im Mittelalter fo roicfjtige ©trage, bie fjier, roo fefte Ufer nafje auciuanber treten, bie Sßarttje freute, au§ ^Sommern (Stettin) nad) Sßofen unb Srafatt — in beiben ©tabten gibt e§ eine SBronfersStraße, im mittelalterlichen Sßofen fjief) ba§ nörblicfje ©tabttor Söronfer ©or 4 ) — ift im 19. Saljrljunbert (1848) burd) bie midjtige ©ifenbatjn 5ßofen- Ureuj—©targarb, jefjt 93re§lau—©tettin, al§ 3$erfe(jr§meg erneuert morben, fobafj SBronfe eine ber erfreu ©täbte in ber ^roüinj mar, bie 93aljnoerbinbung erljielten; nad) ©üboften pm Satjutjof tjin ift ein rüumlicf)e§ 2Bact)3= tum ber ©tabt beutlid) p erfennen. ©a fie attcr) mit ben Scacljbarfiübtcu burd) Sfjauffecn oerbunben mürbe, fo blüfjte fie rafetj auf unb ertjielt aud) 3>nbuftrie. ©iefe cjätte ftcf) nod) beffer entroicleln fönnen, meun ber 1852 eröffnete 23raunfol)Icnbergbau nidjt nad) furjer Qtit Ijiitte mieber cingeftcllt Werben muffen, ©eif 1894 befinbet fiel) tjier etnS ber größten 3entratgefängniffe ©cutfctjtanbS. ©a bie ©tabt im Satjre 1458 gel)n Strieger fteKte, fo muß fie fd)on im Mittelalter pmlicfj groß gemefen fein; fie mar im 16. Satjrljunbert eine ber ©rcnjpllftiitten. 2lm redjteu SBartfjcufer liegt bie fogenauute S3or= ftabt, früfjer eine fclbftänbige Sanbgemeinbe (fjamofdjt)^ fie ftellt maljrfdjeinlicf) bie alte flaüifdje @ieb= lung bar, neben ber fd)on im 13. Sctcjtcjunbert (cor 1279) bie beutfdje Äoloniatftabt erbaut mürbe. 33on ben beiben öftliclj unb mefttiel) oon Söronfe gelegenen ©tobten Dberfipo unb ßirfe ift bie erfte Ijeute eine unbebeutenbe Slderftabt oon 1521 ©nmoljnern; fie tjat eine Slrt ©ctjuijlage an ber 3amamflnbung. Sm Mittelalter ftanb tjier eine 5tafteHan§burg; ein fetjr Heiner 33urgberg ift nod) fjeute Oorfjanbeu. Slbcr bie ©tabt, bie baneben c»tfta»b, fdjeint nicejt reetjt in bie ^)ölje gefommen gu fein r fobag im Safjre 1638 mit £>ilfe ber eiuloaubernbeu ^ßroteftanten oon bem ©runbtjerrn eine 9?eugrünbung borgenommen rourbe. ©ie ^cuftabt ift im ©tabtylan beutlid) ju erfennen. ßtrfe (3024 Sinmofjner) gcljört ebenfalls 51t ben jüngeren ©tobten (1388 guerft erroäTjut), mar aber im Mittelalter nietjt ganj unbebeutenb (1458 fteKte e§ 6 Mann). Metjr Sebeutung al§ baZ feit 1832 beftefjenbe Sanbg'eftüt tjat Ijeute für bie ©tabt ber §anbel mit ^otj, Kartoffeln unb ©f)iritu§, äumal bie SBarttje einen bc= 1) SSavfdjaucr 1, S. 1U. 2) 3m @tnbt|)lou bciitlict) ju evEcuncii, fii&üjtUdj uo« ber SUtfinbt nm iiöibUt^oi Ufet beä SiifTjcnfecS. 3) 9inrij iiüinbli(f)ct SKittcititltg beä .Jcrvit Strd&ibrotä SBot- fcfjaitcr. 4) «SntfcSttvec 2, @, 62, 64; fJ6T. 1697, 16, 20 qitemen SErauSport bcr ©iitcr ermöglicht. 2)n§ §013, ba§ bic benachbarten grofjen gorftcn liefern, toirb §um Seit feijon in' ber ©tabt bitrct) ^luei ®ampfftf)itetbcnut[)(en tierarbeitet. Sie Sraunfotjtcngemimuuig in ber nädjfien Umge6nng ift leibet fcljr gurücfgegcmgen. Sie erft nenerbingS fycrgcftcüte @ifenbal)n= üeröinbung (23irnbaum—©amter) toirb ber ©tabt hjoljl roieber ctmaS aufhelfen, ©er ©tabtplan geigt außer beut regelmäßigen Sotonialfcljema (fefjr großer SJfartt) im ©üboften jenfeit§ eines @raben§ eine langgefirecfte Sßorftabt längs ber Gljanffee nad) SBronfc; jenfeiiS bcr Söartfje liegt bie fogenannte ©anbtiorftabt. 3n beut fretmbticfjen ©tabt6i(b tritt bie große ehemalige Silofterftrctje bcfonberS fjerbor. Slußer ben genannten Ijabeit geitincife noerj jtoci ©tübte an ber SÖarttje gmifcEjen Dbornif unb ©djroerin gelegen, nämlict) im ÜDiittelafter ©tobnitsa 1 ), ctma 7 km öftlicf) Don Dbcrftljt'o, unb im 18. Sat)rt)iinbert Sceubrüct, ^otnifcT) 3ßarto§Iatt>, 2 ) etma ebenfo weit roeftlictj toon SBvonfe. 93eibe Orte jinb je|t gtüclticrjerlueife roieber ©örfer. 33eriefjtignng. ©. 18, Q. 15 lie§: SBrottfe ftatt ©amter. 1) 1458 unter ben arofj|>oInifajcu ©tasten Benannt; fonft ift ber 2) 1781 Jegrünbet, SBarfdjauer 1, @. 160, Irt mir ata 2>orf bctaitnt, 3icu'jtjitMt 1, S. 181; edjmibt 1, S. 233. gtt£ratttttt£*f£idfttt0* 1. ®ie 93efeftiguug unb SBcrtcibigung ber beutfc§=ruffifcrjen (Srciije. 83on einem beutfdjen Dfföier, Berlin 1901. 2. C. d. = Codex diplomaticus Majoris Poloniae ed. cura Societatis Literariae Poznaniensis. tom. I—IV 1877—81, tom. V 1908 Poznaniae. 3. |56I. = gamitieubteitter, Sonntagsbeilage gur sßofener 3 e ^ im 9- 4. (£minpfc), SßofenS Jpanbel itnb Snbuftrie unb bie Sßofeitcr Jganbetäfcmimer 1851—1901. geftfdjrift ber §anbet§fammer ju Sßofen 1901. 5. §eHmann, ©uftau, 1, 9tegenfcirte ber ^roüingen SBeftpreufjen unb sßofen. SOZit erUiuternbem S£ej;t unb Säbelten. 93ertin 1900. 6. §eltmann 2, ©ie 91icbcrfd)täge in ben norbbeiirfdjen (Stromgebieten. 3 93be., Stertin 1906. 7. Saffe, 5Dftmg, ©ie Stabt «ßofen unter breujüifdter Jperrfdjaft. Sdjriftcn bc§ SSerehtS für, ©ogialpoiitif, 119. 93b., 2. Seit. Seidig 1909. 8. ®antecrt, SJcajimitian, ©djrimm im SDcittetatter. Programm, Sd)riinm 1886. 9. stöben, St. %., Seiträge gut ©efdjicrjte be§ OberfjanbelS, 1—7. Stüd, granffurt a. D. 8. ©tüd, Stettin. Programme ber ©ertierbefctjule gu 93ertin 1845—51. 10. (®o|te, 3.) 33ergeid)ni§ ber Shmftbenfmäter ber sßrootng ißofen. 3m auftrage be§ $rotttngiaiüer6anbe§ bearbeitet oon 3. Sfofjte, 83b. 1—4, Berlin 1896—98. 11. ßremmer, SDcavtin, 93om SBerbegauge unfercr Sßrobingiattjauptftabt Sßofen. 2(u§ bem «ßofener Sanbe II, 1907. 12. SufaSgetoicg, Sofeof), §i[torifd)=[tatiftifdje§ 93üb ber ©tabt $ofen (968—1793). 2tu§ bem ^ßolnifdtjen ü&crfeijt oon S. König!. Oleoibtert unb beridjtigt Don ^ßrofeffor S)r. Siebter. 2 93be., Sßofert 1878. 13. 9J?aa§, ©., Über Satbitbungen in ber ©egenb oon Sßofen. Satjrbudj ber %t. Sßreufj. ©eot. ÖanbeSanftatt unb JBergaf abernte gu 93ertin f. b. 3ajjt 1898, «Berlin 1899. 14. D2B. = Dberftromroerf: Ser Dberftrom, fein Stromgebiet unb feine nridjtigften 9?ebcnftiiffe. 3 93be. r 1. 93b. Nabelten, 1 2ttta§, ©erlitt 1896. 15. ^artfd), Sofept), Sctjlefien. Sine SanbeSfunbe für ba§ beutfdje 9Mt auf miffeufdjaftlidjer ©runbtage, 93b. 1, 93re§tau 1896. 16. 5ßrümer§, 9fobgero, SDcr grofje 93ranb bon Sßofen am 15. 2Ipri( 1803. Qettfdjrtft ber §iftor. @ef. f. b. «ßroto. Sßofen, 93b. 19, 1904. 17. Iß. S. = Slu§ bem ^ßofener Sanbe, 93(ätter für Jgetmatfttnbe fjr§gg. Don 9ßaut 93eer. 18. Sß. 91 9t = «ßofener 9?cuefte 9?adjridiicu, «ß. Q. = «ßofener geitung. 19. 9iacgt)ti§l'i, ©buotb, 1, Codex diplomaticus Majoris Poloniae (1136—1597), Sßofen 1840. 20. 9iacgt]U§ft 2, Wspomnienia Wielkopolski. 2 93be., *ßo[en 1842, 22 21. Stattet, $ricbrid), 2Intf)rityogeogra$)ie, 2 93be., Seidig. 1890/91. 22. Giebel, Codex diplomaticus Brandenburgensis I, 23; III, 3. Sevfitt ,1861, 62. 23. 9?oq)cI(, SRtdjarb, ®cfdjid)te 'jßofenS, 1. Seil, Hamburg 1840. 24. SRogaQa uon SBiebetftein, 21., Sie ftratcgifdjcn SSerpftniffe SeittfdjfaubS Svufstanb gegeu= über, 9?orb unb ©üb, 48. >8b. 1899. 25. ©ctjmibt, ©riet), 1, ©cfd)icf)te be§ ScntfcfjtumS im Sanbe Sßofen unter potnifdjer §cnfd)aft öromberg 1904. 26. ©cfjinibt, 2, Qm ©efctjicrjte be§ 2BartI)euerfef)r§ in polnifdjcr geit. Jpiftorifdje SDconatS* blattet 1, 1900. 27. ©cfjmoüer ©iifiati, 1. Sie §aubet§fyerre jinifcljcn 53ranbcnburg unb ^ommern im Scitjve 1562. 3citfdjrift für §ßreü|eftS @efd)ic£)te unb SanbeSlun.be, 19. 3g., Berlin 1882. 28. ©djmotler 2, ©tubien über bie nnrtfdjaftiidjc Sßolitif griebridj§ be§ ©rofeenS unb ^ßmifjcnä überljau^t toon 1680—1786. 3at)rbucüj für ©efcijgebung, Skrroattung unb aSollSroirtfdjaft im Seutfdjen 9reid), 8. 3g., Saftig 1884. 29. ©djottmütTer, Surr, §anbet unb ©eroerbe im iRegierunglbejirl 5ßofen bis ginn Safjre 1851. geftfcfjrift ber §anbetefammer gu Sßofen 1901. 30. ©et)litte, SSittjetm, Sie ©ctjrobfa. (Sin Seitrag jur ätteften ©cfdjidjtc ber ©tabt Sßofen 8eitfd)rift ber £>iftor. ©ef. für bie Sßti&inj Sßofen, 53b. 22, 1907. 31. ©eibt, ©uftaü, Sie Sartf)efcf;iffat)rt. ©djriften ber SSer. f. ©ojtatyofiii? C, I, Seipgig 1903. 32. Söarfdjauer. Stbotf, 1, Sie ftäbtifetjen Slrdjibe in ber Sßroöing Sßofen. SJJitteitungen ber Sömgf. Sßreufj. Strdjiüöerwattung, §eft 5, Seidig 1901. 33. SSarfctjaucr 2, ©tabtbuet) Htm ^ßofen, 33b. 1, ©onberucröffentlidjungcn ber Jgift. ©ef. f. b. «ßroto. Sßofert I, Sßofen 1892. 34. 2i3arfdjauer 3, Überblict über bie ©efdjidjte ber ©tabt «ßojen. gütjrer bittet) 5ßofen, «ßofen 1888, SfteubrucE 1896. 35. SSarfdjaiter 4, Sie Überfdjroeninutngcn in ber ©tabt Sßofen in ben früheren 3atjrtjitnbcrten Qeitfdjrift ber §ift. ©ef., 93b. 5, 1890. 36. Söitttfe, §einrid), ©täbtebud) bcS SanbeS 5ßofen, Seidig 1864. 2. (Sitet=)?Iuf(. 1877. 37- 3- = SeHf^rift ber gnftorifcfjen ©efetlfdjaft für bie 5ßröbin§ ^ofen, feit 1885, üortjer; Qeitfctjrift für ©efctjicrjte unb öanbegfunbe ber sßtobing $ofen, feit 1882. 3nf)aR Einleitung. I. Sie SBarflje. 1) SBafferfiiljnmg, 2) 2öedj|e( bev SBafjevftönbe, 3) .Ciodjffuten, 4) Snjflu&tjtnberniffe, 5) großfcljlüß, 6) SBefcfjaffenljeit bc§ S(upette§, 7) ©efdjidjte ber Startfjeidjtffaljrt. II. Sie SßJart^efiäbte. a) Sßofen. 1) 3)ci§ Xcilfratj bei ^ßofen, 2) bie ](nt>i[dje ©iebhing, 3) bie beiben bcutjdjen Sofoniaiftübte, 4) bie SBlülejeit im 9Jfiltela(tev, 5) räumttdjeS SSad}3tum, 6) Sfiebergcmg im 17. itnb 18. ^a^r^miberl, 7) Sßo[en unter ^reuJ3ijdjei' §errfd)aft, 8) bie Sntimcfetung äur ©rojjftabt, 9) Sßojen a(§ gefiung. b) ®ie SSctvtfjeftnbte oberhalb ojen?. 1) 9?euftabt n/3B. r 2) ®d)vimm. c) ®ic aSnrtfjeftiibte unterhalb SßojcnS. 1) öbornif, 2) Sdjmerin, 3) SBmtBoum, 4) SBwnfe, 5) Dberfifcfo, 6) 3irfe, 7) Stob= nitia unb 9!eubvücf. StteraturUeräetdjmä. 3nf)ctlt. Einleitung. I. ®ie Sßartlje. 1) SSaffevfüfjnmg, 2) $3ect)(e[ ber SScj 4) Sffifhj^fnberniffe, 5) grroftfdjlufj, 3-(upette§, 7) ©efdjidjte ber SßJavt^ef II. Sie Söarttjcfiäbte. a) ißojert. 1) ®a§ Xolfratj bei Spojen, 3) bie Beiben beutidjen Äolontalßfibi SMtttefoÜer, 5) räumltcljeS SBadjStum, unb 18. go^unbert, 7) Sßofen untt 8) bie Gmtotcfelung jur ©rojjftabt, 9' b) Sie SSartfjeftnbte oßerljalB $ojen< 2) ©c()rinrm. c) ®ie 3Bart§eftäbte unterhalb «ßofen§. 3) SBirubmim, 4) SBronfe, 5) OBerfi nijja unb -fteufirütf. SiteratuvDeväeidiniS.