ÜBER DIE BEDEUTUNG VON MEIPAKION v *o ANTIUAII säe- j» ÍÜ Mm VON Dr. ANDREAS AMEND, K. GYMNASIALLEHRER. m PROGRAMM DES K. HUMANISTISCHEN GYMNASIUMS ZU DILLINGEN FÜR DAS SCHULJAHR 1892193. m ■.ß"-~ ü mm JSÊË ! I ! ' ■ ! - : ; -<#»§► s 1 DILLINGEN. PRUCK VON J. KELLER, 1893, Qd \ \A 1 - - ' ■;■■ '■ SfLOO^ 1/ li ■ Von der benützten Literatur führe ich der Einfachheit halber schon jetzt die mehrfach citierten Werke an: Drum an n, Geschichte Roms in seinem Ueber- gange von der republikanischen zur monarchischen Verfassung. Königsberg 1834—1844. Droysen, Geschichte des Hellenismus. 2. Aufl., Gotha 1877. Peter, Zeittafeln der griechischen Geschichte. 6. Aufl., Halle a. S. 1886. Peter, Zeittafeln der römischen Geschichte. 6. Aufl., Halle a. S. 1882. Fischer, Griechische und römische Zeittafeln. Altona 1840—1846. Clinton, Fasti Hellenici. Oxford 1834. Clinton, Fasti Romani Oxford 1845. Krüger, Henrici Clintonis fasti Hellenici. Leipzig 1830. Grasberger, Erziehung und Unterricht im klassischen Altertum. Würzburg 1864 — 1881. Christ, Geschichte der griechischen Literatur, in Jw. v.Müller, Handbuch der klassischen Altertumswissenschaft, VII. JMördlingin 1889. Eusebi chronicorum libri duo. Edidit Alfred Hehoene. Vol. I. Berolini apud Weidmannos 1875. Vol. II. 1866. Andere benutzte Bücher werden gelegentlich angegeben werden. I Schon im allgemeinen ist es interessant und wichtig, die genaue Bedeutung eines Wortes zu ermitteln, in ungleich höherem Grade jedoch ist dies der Fall bei Altersbegriffen und zwar in ersLer Linie für die Geschichte. Sucht man ja doch häufig mit Hilfe derartiger Wörter in Ermangelung anderer Anhaltspunkte historische Ereignisse wenigstens annähernd zu fixieren. Wenn nun [xetpaxtov, wie wir später sehen werden, besonders bei den Koinisten sowohl einen izalc, als auch einen veav^axo? bezeichnen kann, so ist es klar, dass solche Stellen eben von diesem Gesichtspunkte aus beurteilt werden müssen. Schicken wir nun unserem eigentlichen Thema einige einleitende Worte über [xapax'.ov voraus! Da [leipaiuov das Deminutiv von jjierpa^ ist, so handelt es sich zunächst um die Bedeutung dieses Wortes; hierüber lesen wir in dem Thesaurus linguae Graecae des Henricus Stephanus: „Meipaij, axo?, 6, t), qui iam ea est aetate, ut fari possit, quasi eipaiE, ab eipw. Reddi tarnen solet adulescens, puella." Man sollte also glauben, ueipaxcov, das Deminutiv von fiefpai;, bedeute ■ __ 4 - „Knabe".') Wir müssen uns nun wundern, wenn wir in demselben Thesaurus unter dem Worte |j.sipaxcov finden: „Meipaouov, xo, passim pro adulescens, lamquam deminutionis significationem non habens."-) Was die neuere Wissenschaft anbelangt, so finden wir über Etymologie und Grundbedeutung von |isrpa£ und [ieipcbuov bei Brugmann (Griechische Grammatik, in Jw. v. Müller, Handbuch d. klass Alt.-W., II. Bd., 2. Aufl., München 1890, p. 90): Meipal; aus *|jieptax(o)-s: ai. marya-k;i-s „Männchen", dazu |i£tpäx-:o-v, substantiviertes denominatives Adjektiv mit Deminutivbedeutung; vgl. ibid. p. 92. Vergleicht man nun die bei Henricus Stephanus unter [isipaxtov angeführten Stellen, so sieht man sofort, dass dieses Wort nicht immer dieselbe, sondern eine ganz verschiedene Bedeutung hat. Ebenso sagt auch Grasberg er a. a. 0. HI p. 5, wo er von den verschiedenen Benennungen des Knaben- und Jünglingsalters handelt, dass die Ausdrücke zur Bestimmung des Alters, also auch [xeipaxtov, keineswegs immer in derselben Bedeutung von den verschiedenen Autoren gebraucht wurden. Auch aus anderen Werken ergibt sich die verschiedene Bedeutung und Anwendung des Wortes [xeipcbaov. Greifen wir zunächst in das Altertum zurück! So lesen wir in dem Onomastikon des Pollux II, 4: 1 ) Wie man aus Lob eck (Phrynichi eelogae nominum et verborum Atticorum, Leipzig 1820, p. 212) ersieht, gebrauchten wenigstens die klassischen Autoren fieipaxtOV für das männliche und [XELpa^ für das weibliche Geschlecht. 2 ) Auch andere Wörter haben zwar die Form der Deminutive £o-V oder LO-V, aber nicht die Bedeutung (vgl. Kühne r , Ausführliche Grammatik der griechischen Sprache, 3. Aufl., bes. von Blass, Hannover 1890—1892, I, 2 p. 279 Anin. 4). Auch in anderen Sprachen haben wir solche Ausdrücke, z. B. im Lateinischen „oculus, periculum". 0 — 'Etixd. eiaiv vjXcxtai xaiK 'iTiizoxpivqv, ') — Ssuxepa dock snxaEXoü; swg XEaasspsaxatSsxaxoo — fj oeuxEpa uai?, xptxrj diuo xsaaapsaxottSsy.axoij sw; eixo.crEoö upwxou — yj xpt'x7j [lEipdxwv, xexapxr; goto Etxoaxoü Tipwxou ewj sixo- axoö byoöou — i) xexapxr) vsavtaxo;.^) Nach Pollux erstreckt, sich also das Alter des fjiscpobuov vom 14. bis zum 21. Lebensjahre. Ferner hat Galen os das Alter des [istpaxiov bestimmt und zwar teilt er demselben die Zeit vom 18. bis zum 25. Lebensjahre zu; er sagt nämlich (Kühn, Claudii Galeni opera omnia, Leipzig 1821 —1833, vol. XVII, 2 p. 794 sq.) zu einer Stelle des Hippokrates in den Aphorismen über epftfotg: OuSe yap eoxc \iioc oy.o- TOUjjivoig dxpißsaxEpov, aXX' V] |jiev aui xöv dxxojxatcsxa [JisXpt xwv tcevxe xal EtxoOT Exöv [x£cpaxtwv eaxiv. f; 6' cotö xoüöe xwv VEavtaxwv (isypt tcevxe xsa xpcäxovxa. Phavorinus lässt in seinem Lexikon (Basel 1538) die Zeit des [iscpsbuov vom 15. bis zum 22. Lebensjahre reichen; vgl. a. a. 0. p. 1225: Mstpaxwv 5e xat fieipaxtaxog etu äppevog - Xlyeiac Se cot 1 sxöv tcevte- xatöexa e'wj xojv eixoat Suo. Das Alter des |i£tp&uov lässt sich auch aus einem Scholion zu Aischines gegen Timarchos § 7 bestimmen; dort finden wir nämlich (Müller, Oratores Attici, II, Parisiis, Firmin Didot, 1858, p. 491): Msipaxtcov] ■Koädaq xous avrjßoug, [xEtpaxae xoüg aptja|i£Vous Vjßäv, ew? *) Die Angabe xa&'lTCTtOXpdxrjV beruht auf P h i 1 o n; vgl. Hippocratis Coi opera omnia ed. Job. Ant. van der Linden, Lugduni Batavorum 1G65, vol. I p. 314 sq., wo wir lesen : 'Itoto- xpaxous Ttspt aitövoc; io\y.ov, ix xoö Ofttovoc; repc xoojio- ■Koä'ccq. '0 6' taxpöe; c l7iixoxpaxrj? yjXcxtag ETtxa efvai eprjar matSfou, rastSoc;, (lEtpaxtou, vsavcaxou, avSpog, TtpEaßüxou, yspovxos. 2 ) Die Altersgrenzen Ton Ttcäg und VEÄVtaxog wurden hier auch angegeben, weil diese Auedrücke ebenfalls leicht berührt werden müssen. — 6 äv ex xwv £cpYjßwv kE,s\&övzec, iyypa^wacv de, ävSpa?. Nun setzte man die Entwickelung der Pubertät (t^tj) in die Zeit zwischen dem 14. und 16. Jahre. 1 ) Dass aber bei den Athenern der Austritt aus den Epheben und die Aufnahme unter die Männer im Alter von 20 Jahren erfolgte, ergibt sich aus dem Scholion zu Aischincs gegen Ktesiphon § 122 (Müller a. a. 0. II p. 514): "E^rjßot Se raup' 'Afr^vato^ öxxtDxa'.SExaexsfc; y'vovxat, v.a.1 uivouaev ev xotj I^/jßoi? e'xrj 060. Nach diesem Sclio- liasten beginnt also das Alter des u.£tpebuov ungefähr mit dem 15. und endigt mit dem 20. Lebensjahre. Endlich dürfen wir nicht unerwähnt lassen Lobeck, Phryniehi eclogae, p. 213: Quae autem sit \lei- pxy.oq s. \ieipxxio\) aetas, ex Piatonis*) loco: (xecpccxcov a[xcpc xä xsxxapa -/.od osxa exrja/sSöv, ostendit Hoeschelius. Gehen wir nunmehr zu dem Thema selbst über, so ergeben sich bezüglich der Anordnung der Abhandlung vier gesonderte Teile; in dem ers'en derselben werden die älteren und klassischen Schriftsteller (Prosaiker nebst deti Tragikern und Komikern mit den dazu gehörigen Fragmenten) behandelt werden; der zweite Teil wird sich mit den späteren Autoren, den sogenannten Koi nisten, der dritte mit dem Attikisten Lukian befassen; im vierten Teile endlich wird eine kurze Untersuchung der Bedeutung des Wortes avxt'uatg folgen, 1 ) Vgl. Grasberger a. n. 0. III p. 18. 2 ) Die angeführte Stelle findet sich nicht bei Piaton, sondern bei Lukian Philops. 11. Diese Unrichtigkeit ist wohl durch ein Vorsehen Lobecks entstanden. In Höschels Ausgabe des Pliry- nichos p. 109 (Augustae Vindelicorum 1G01) findet sich nämlich: ,,Meipax(oxog äizccköq, Plato. u.£ipaxiov veov lu, idem. [isipa- xtov ajicpt xa xexxapa xaE oixx £xr] axeSov, Lucian". Es liegt nun nahe, dass Lobeck das Wort „Lucian" übersah und durch das oben stehende „idem" veranlasst wurde, diese Stelle dem Piaton zuzuschreiben. Dieses Versehen Lobecks fand auch Aufnahme in der 3, Ausg. des Thesaurus des Henricus Stephanus. 4> - 7 I. Nach der oben angegebenen Disposition sind in diesem Abschnitte Hippokrates, Herodot,Thuky- dides,Xenophon, die 10 Redner, Piaton, Aristoteles nebst den Fragmenten der gleichzeitigen Historiker, ferner die Tragiker und Komiker samt den Fragmenten derselben zu besprechen. Es muss jedoch bemerkt werden, dass sich bei Herodot, Thukydides, Aristoteles und bei den Tragikern das Wort jj.£tpccxcov nicht findet, ein Umstand, der besonders bezüglich des Herodot und des Thukydides sehr zu bedauern ist. Zeigt sich ja doch gerade der Historiker als die erste und auch dankbarste Fundstätte für unser Thema Denn derselbe bietet uns die meisten Anhaltspunkte für die Lösung unserer Aufgabe, hier zunächst zur Bestimmung der Bedeutung des Wortes [iEcpsbtcov, d. h. zur Fixierung des Alters der mit \xeipdxiov bezeichneten Person. Wenn uns nämlich dieses Alter nicht von dem betreffenden Schriftsteller selbst oder von einem andern, der von derselben Persönlichkeit handelt, mitgeteilt wird, so ist die Bestimmung desselben, was sich ja von selbst versteht, auch noch unter der Bedingung möglich, dass uns sowohl die Zeit der Geburt des uscpobtiGV als auch die des fraglichen Ereignisses bekannt ist. Diese Möglichkeit bietet uns aber in erster Linie die Geschichte. Dazu kommt noch ein anderer Punkt, Der Historiker, der - 8 sich, wie es natürlich ist, oftmals mit seinen Persönlichkeiten länger befasst, greift im Verlaufe der Erzählung besonders gerne, wohl absichtlich, zum Wechsel in der Benennung derselben. Wenn wir nun ein \izi- paxtov in derselben Zeit oder in demselben Alter bald uats, bald wieder veaviaxos oder auch vsavta? genannt finden, so ersehen wir doch wenigstens aus dem für fjieipaxiov gesetzten Ausdrucke, ob dasselbe dem Knaben- oder dem Jünglingsalter angehört, so dass auch derartige Stellen nicht ganz belanglos sind. Es ergibt sich unschwer aus dem Gesagten, dass nicht alle Stellen von [xscpaxiov sich für unsere Abhandlung verwerten lassen; solche nun, die für dieselbe ohne Bedeutung sind, werden natürlich nicht angeführt. Beginnen wir nunmehr mit der Besprechung der hieher gehörigen Stellen, so ersehen wir nur bei zwei derselben das Alter des fiecpaxtov aus den Worten des Schriftstellers selbst; wir lesen nämlich bei Hippokrates De morb. vulg. III (ed. Kühn III p. 477]: Tö fieipa- xwv — iljXixJay rcepi exe« x', ferner ibid. De morb. vulg. IV) (Kühn III p. 518): c O npSixoq rozpevexfrei's, [xetpaxtov, — öXtya Exea aöxü, etxoat eyyüg. An beiden Stellen ist also das [leipaxtov ungefähr 20 Jahre alt. An zwei Stellen gibt der Autor ein Alter an, welches das [leipaxtov noch nicht erreicht hat; Xen. Mein. 1, 2, 40: Aeyexai yäp 'AXxtßcacTjv, TxpJv etxoaiv exöv slyai, llsptxXst, eraTporap (iev oyxi sauxoö, TtpoaxaxTfl es xf ( $ tt6- Aem?, xotaSs StaXsX'S'fjvai rcepl vojxwv. Ferner ibid. unten I, 2, 42 : Tdyafl'a vy] Ata, cpavat, w [istpaxwv, xä 2e xaxa oö. Die andere Stelle finden wir bei Plat. Alk. I.i) p. 123 E: Ti o5v tcox' eaxtv öxw moreiiec xo jjtecpaxtov; Ferner ibid. p. 123 D: 'EttsE et ye tcüügiio öxi 6 'AXxt- J ) Bekanntlich gilt Buch IV De morb. vulg. als unecht (vgl. Christ a. a. O. p. 627). 8 ) Dieser Dialog gilt übrigens bekanntlich für unecht (vgl. Christ a. a. 0. p. 350). * 9 — f ßcaSrjg oöxog vOv eii'.x&pzi npöxov [xiv ex?] otökmi) yeyovcbg acpoSja eTxogiv, xxA. Wie man sieht, ist an den zwei Stellen das pvec- paxtp'v Alkibiades noch nicht 20 Jahre alt. An mehreren Stellen lässt sieh das Alter des fiecp'ffcudv wenigstens annähernd bestimmen; ich führe an: Lys XXXII, 9: 'Oy26w 8' exet SoxcpvaafrEVxoc; \lzioc xaöxa xoO Ttpeaßuxspo'j xofv fiecpaxk^v, xaAiaag aöxoüg sf7X£ AwyEtxwv Sxt xxA. Da die Zeit der Dokimasie das 18. Lebensjahr war (vgl. Grasberger a. a. 0. III p. 16 sqq.), so muu das ältere (letpcbuov ungefähr 18 Jahre alt gewesen sein. Ferner ist zu erwähnen Dem. XXI, 78: 'Hvfxa xag Scxag eAa^ov xöv TCZxptpwy xoft; IrtcxpOTCotg, [xetpaxüX/liov 1 ) cov xofuS-7; xxA. Demosthenes war damals 18 Jahre alt. 2 ) Eine weitere Stelle bietet uns Lys. fragm. 226 (Müller a. a. 0. II p. 293): TEdtt? ö5v HuS-lag Ipaaxrj? jxsv xoö fisopaxiou (Ttavxa yäp eJp^asxa'. xä\y}&fi ixpög 6jJiäs), sm'xpoTtoc; 2e Otto xoö Txaxpoc; xaxaXsAetjJifitevög. Da das ixetpaxcov (Tisis mit Namen), wie wir aus dem Texte ersehen, damals noch unter Vormundschaft stand, so war dasselbe noch nicht 18 Jahre alt 3) Ferner lesen wir Plat. Prot p. 315 D: Ilapexa- xl'r-yvxo 2e aiixS ml xxic, nXrjobv xÄiyacs üauaaviag xe 6 ex Kepa|j.etov xost [isxa Ilauaavtou yiav xt exe 4 ) (ietpaxtov, ') Wenn Demosthenes sich liier |J,£tpax6AXtOV und nicht [J.EI- pd'/.'.ov nannte, so tliat er es offenbar, wie uns der Sclioliast mitteilt-, um zu sagen, ein ganz junger Mensch gebe älteren Leuten durch sein Benehmen gewiss keinen Grund zur Feindschaft (vgl Müller a. a. 0. II p. 6731. z ) Christ a. a. 0. p. 301. Vgl. auch des Demosthenes Vita von Zosimos aus A.skalou (Müller a. a. 0. II p. 523) : 'EraxpOTt£oö'£ig 2e olxa exr; %od Eyypacpsjg öxxwxacSexaEXTjg eig ävSpag (oöxcog y&p svsypacpovxo ?xap' 'Afl-Tjvaioig) xpc'vag XOUg ETOXpÖTXOUg eIXe X?]V SfopJV, xxA. 3 ) Vgl. Grasberger a. a. 0. III p. 16 sqq. 4 ) NeoV Ixi ist wohl pleonastisch. 2 10 T d)g (ilv eycjijjtat, xaXov xe xaya&iv xr)V cpöacv, x*jv 5' ouv tSeav 7tavu xaXog. eSo^a: axoöaac övofia «öxtp ecvat 'Aya- fl-wva, xac oöx av {rauixa^oiixc, ei 7ca:o'.x |xstpaxt'(p bit ejxoü ircacyeS'fjvea. Auch hier ist das fAsipobuov Agathon; da es sich aber um das Jahr 41 o handelt (vgl. Christ a. a. 0. p. 3441 und Agathon, wie schon oben gesagt, im Jahre 448 oder 44G geboren war, so zählte er damals ungefähr 30 Jahre, war also nicht mehr ein fxeipaxiov. Möglicherweise ist ihm dieser Name scherzhaft wegen seiner zarten und feinen äusseren Erscheinung gegeben worden. Eine ähnliche Stelle finden wir Xen. Kyrup. II, 2, 28: r Q HajxßauXa, s'-pv], aAX' yj xa: aü xaxa xöv c EAXtj- vtxöv xporcov, 5xi xaXöv eaxt, ixepictysi xoüxo xö |i«pofouov xö 7tapaxaxaxef|ievov erat; Da wir nun sowohl vorher als auch nachher für fxetpcfoüov avv'jp gesetzt finden, so besteht kein Zweifel, dass wir es mit einem Manne zu thun haben, der von Kyros scherzhaft jxstpaxtov genannt wurde, was die vorausgehenden Worte ex os xouxou uäXov ocuxolq axwjijxaxo; : qpx £z0 ° Köp°€ bestätigen. Nunmehr folgen einige Stellen, aus welchen her- _1 J Vgl. Wilh. Teuffel in Paulys Ecaloncykl. I, 1 p, 524. z ) Über dio Gebr.rfszeit dos Agathon vgl. Ritscbl, Opusc. I p. 428 sq., von dem Ol. 83,t als Geburtsjahr des Agathon stammt, ein Jahr, auf welches er dadurch geführt wurde, dass er den Dialog Protagoras in Ol. 87,2 = 431 setzte und als Alter eines VEOV XI ZXl (XEtpeouov ungefähr 16 Jahre annahm. 4 — 11 — 4 vorgeht, dass fiEtpax'ov ein anderes und zwar höheres Alter als nctic, 'bezeichnet; ich führe an: Xen. Kyrup. VIII, 3, 37:'E|i yap xot 6 TiaxYjp xtjv jiev xwv rcac- 5wv uatSst'av yAt'axpoj; .;üxös Epya^cjjiEVO!; xat xpscptov E7tat- oeuev ETtd es |j.Etpaxtov eysvojxr/V, xxA. Xen. Symp. 4,17: 'Erat woTrep ys 7car<; yt'yvExat xaXoz, oüxw xat |i£tpaxtov xat avrjp xat 7Epsaj36x7];. Aischin. I, 7 : üpöxov jjlev yap £VO|i.oiMx7]aav 7tept xfjc; awcppoauvr;^ xwv Ttat'owv xöv t^jjle- xeptov, — IiTEtxa ceuxspov TxspL xöv |j.£tpaxtü)v, xpt'xov 6' ecp£^Y|5 Txspt xwv äXAiov iljXwuöv, xxX. Aischin. I, 121: Tsi)-pa[i|!ai [jl£v Ix rattcög xat [JiEtpaxtou uap' ujjuv, xxA. Aischin. I, ISO: Tot? 7tatat xat xotg |j.£tpaxtots xxA. Plat. Apol. p. 18 C: 'Ev -q av [laÄtaxa etuoxeu- aaxs, itatcEg ovxej, ivtot 5' öueöv xat |ji£tpaxta, xxX. Plat. Apol. p. 34 D (dem Worte |i£tpaxtov ist rawStov entgegengesetzt): "Qaxs xat otxstot \ioi eun xat oEEtj, cb avSpE? 'Axt-rjvatot, xpsfg, elc, jjlev [istpaxtov yjSt;, 2uo £e Ttat- SEa. Plat. Cliarm. p. 151 13: Ou yap xt cpaöAo; oüSe xox£ f;V ev. Träte; öv, vöv S 1 ol\iad tcoo eö |JiaX« av tjSyj [istpaxtov eerj. Plat. Reip. V p. 4(18 13: Trcö xöv auaxpa- x£uo|j.£Vwv [istpaxtwv x£ xat ixatowv. Plat. Reip. VI p. 498 A u. R: Növ |i£V, f/v 6* syw, oE xat a7tx6[i£Vot [iEtpdxta ovxa apxt ex Tcatcuv xö |i£xa£ü oi%ovo\iia.q xat xpr)jiaxta|ioö izXrj- atdaavxsc; auxoö xw yaXETcwxaxw cOTaAAaxxovxat, ol tptXoao- cpwxaxot 7ioto6|jt£Vot- Xsytü 8k yaXznüixctiov xö rapt xouc; X6yoo; - ev Ss xö srcEtxa, eav xat aXXwv xoOxo Ttpaxxovxwv TtapaxaXou|a.£vot EftsAcoatv axpoaxal yt'yvsafrat, (JtEydXa rjyoüv- xat, udpspyov ot6|isvot aüxö Ssfv updxxEtv upöe; Se xö yrjpac; Exxög Srj xtvwv öXtywv dTOaßsvvuvxat TtoXü [xäXXov xoü c Hpa- x^EtxEtou yjAt'ou, oaov aöö't? o5x s^aTixovxat. Ast 8s tuö; ; Ecpyj. Iläv xo5vavxt'ov [iEtpaxta (xev övxa xat TratSag |i.Etpa- xtwovj uatOEt'av xat tptXoaocpt'av [i.Exaxst-pt'^ofl-at, xwv xe aw- |j.axuv, Iv & ßXaaxavst x£ xat ävSpoöxat, e5 fiaXa £7ct|jiE- XstaS-at, önrjpEatav q;tXoaocpt'a xxwfiEVouj- 7i;potouar)g 8e x^g ■^jXixiccg, ev f; ^ ^"X^l TE/Uiouafrat äpx£xat, EraxstVEtv xä Exstvrjs yujivdata- xxA. Plat. Symp. p. 192 A: Kai efotv 12 oötoc ßeAxiaxoi xwv itai'Swv xac [istpautov. Theop. fragm. 76 (Müller, Fragments historicorum Graecorum, I, Parisiis, Firmin Didot, 1841, p. 291): T6 |xev y«p yvjpas cbcoppt<];as, ira ttjV dv.jjiYjV uTEOcrcpecpet, eixa im x)jv xwv l-ieipaxtiov vjXr/a'av dva)( — 13 "> finden das Alter des (ietpaxiov nirgends angegeben, andrerseits sind die Stellen in der Regel so allgemein, dass selbst eine nur annähernde Altersbestimmung unmöglich ist. So müssen wir uns denn hier auf einige kurze Bemerkungen beschränken. Zunächst ist zu erwähnen, dass iiEcpaxiov mehrmals einen Jüngling in der Zeit der wissenschaftlichen Ausbildung oder auch im b 1 üh enden Alter bezeichnet; solche Stellen finden sich allenthalben und dürften uns nicht weiter interessieren. Ferner bedeutet [letpcextov nicht selten einen jungen Menschen, der ein ausschweifendes und verschwenderisches Leben führt. Nur eine Stelle verdient unsere besondere Beachtung, nämlich Eupolis Afjixoi fragm. 13 (Meineke, Fragmenta comicorum Graecorum, Berolini, 1839-1857, II, 1 p 404): Kai ixtjxsY, wva£ MiXxido-q %od IlEpbcAses, k&aa.x' ap)(£W |i£:pdxca xwj|j.£va, ev idiq, acpupotj s'Axovxa *ri)v axpaTYjycav, wo die |jL£tpäxta wahrscheinlich die schlechten Feldherrn zur Zeit des Dichters sind, das Wort also wohl eine verächtliche Bedeutung hat. Doch so viel hierüber! Überblicken wir nun unser bisheriges Resultat, so haben wir gefunden: Das Alter des u.£tpdxiov reicht bei den älteren und klassischen Autoren von ungefähr 14 bis zu ungefähr 20 Jahren; ausgenommen sind die schon oben (p. 10 u. 13 dieser Abh.) angeführten Stellen, wo das Wort u.£tpdxtöv auf eine ungefähr 30 Jahre alte Person, dann auf einen Mann und auf schlechte Feldherrn angewendet ist. Beginnen wir nunmehr mit den späteren Schriftstellern! — 14 — IL In diesem Teile unserer Schrift haben wir uns mit Polybios, Diodor, Dionysios Halik., Jo- sephos, Plutareh, Arrian, Appian, Dio Cas- sius und Herodian zu befassen. Während ich nun das Wort [xetpaxwv bei Arrian nur an einer Stelle gelesen habe, iindet sich dasselbe bei den übrigen Autoren sehr häufig; doch werden diejenigen Beispiele, die für unser Thema wertlos sind, übergangen. Führen wir zunächst diejenigen Stellen an, an welchen wir das Alter des fieipaxiov sei es aus dem Schriftsteller selbst oder aus einem andern sicher bestimmen können, so finden wir: 1. Pol. VII, 2 : 'Avvtßag Se tobe, rape IToXüxAeixov xae V C 0 ^ T^P £ ^X £ rcXeov excöv öxxw- xai'Sexa xöxe) ,,[ir] 7rpög {reöv, Sxircbov", ecprj, ,jfirjxe Xeye xaüxa |xi'jx' ev vq) Xdpßave xö rcxpa7iav". Demnach war das [istpaxtov P. Cornelius Seipio Aemilianus 18 Jahre alt.' 2 ) 3. Diod XX, 20: "A[xx 6e xouxocg Ttpaxxo|iivois IloXuauepxwv rcepl IleXoTOVVTjGOV Scaxpt'ßwv, xeu Kaadvcptp |ji£V eyxaXöv, xfjg 2e MaxeSovwv rjysjxoviac; rcdXat öpey6jj.s- vog, ex Ilepyxjiou jisxeTOji^axo xov ex Bapar/rjg 'HpaxXea, og Vjv 'AXe^avcpou pev ulöq, xpe^ojxevog 5' ev llepyd|ju;>, xtjV 5' r)Xix£av Tcepl ercxaxaiSexa Ixtj yeyovtbg. 6 8' guv Uo- Xuarcep^wv 6taTi£[i7:(üy 7ioXXa)(oö upoc; xoug JSto^evoug xat xoug aXXoxpitug ?taxel(Jievqus Trpög KdaavSpov, fj^fou xax- dyetv xö jietpdxiov era xtjv Traxpwav ßaaiXstav. Das |aecpd- xfov Herakles, der Sohn Alexanders von Barsine, war also damals nach Diodor ungefähr 17 Jahre alt. 3 ) 4. Diod. Ex XXVI, 24: "Ott KXwvog xat 'Kpuvos xöv ßaatXiwv xaxä xtjv StxeXiav xexeXeoxyjxöxcov ev Supaxouaatg, f Iepwvü|xou 5e xtjv «px r j v StaSeSeypevou xa: xtjv yjXixiav övxog dvxfca:Soc, oüx efysv t) ßaacXsc'a xöv rcpoaxrjaopevov ä^ioypeov. Scö xal xo (istpdxcov xalg xwv xoXdxcov upög xdptv 6[JnXtaig e^expaTiT] Ttpög xpucprjV xac axoXaatav xac xupavvtxrjv tb|Ji6- ') Auch sonst wird Hieronymos in demselben Alter von Polybios [xeipdxtOV genannt; vgl. VII, 3 u. A. 2 ) In dpms. Kap. unten wird unser Seipio zur nämlichen Zoit noch öfter mit (letpdxtOV bezeichnet. ■") Vgl. Droysen a. a. O. II p. 7 Anm. 1, wo nachgewiesen ist, dass hier eine Unrichtigkeit vorliegt; nach Droysen (a a. 0. t. I, 8) ist nämlich Herakles im Jahre 332 geboren ; hier handelt es sieh um das Jahr 310 (vgl. Droysen a. a. O. II, 2 p. 79 sq.); folglich war das jxecpdxtOV damals 22 Jahre alt. Herakles ist übrigens ebendort im nämlichen Alter noch einmal lietpccxiOV genannt. 16 — xrjxx. Dass das jmpcmov Hieronymos in jener Zeit ungefähr 15 Jahre alt war, ersehen wir aus Liv. XXIV, 4.') 5. Diod ExXXX,30: "Ott 6 Al\dho<; {jlstoc xrjv cpuy$]V Ilepaswg eTTEu/jXci xöv vewxepov xöv uEfliv IIotcXcov 'Acpptxa- vov, 8? yjy AJfuXtoü xaxd ipöatv o£6g, Sxirocovos ge xoö xaxa7toXe|ji/jaavxog 'Avvt'ßav xaxd fliatv uftSoÖg, xpjitS^ veog (I)? av rapi xo STtxaxaiSexaxov yeyovtbg sxog- og ex veou xrjXtxouxotg dyöai aufiTtaptiiv xal xpcßrjv Xsqjißdvtöv xfflv xaxd TroXefJtov epywv, oü^ ^txtöV eysvexo xoö Tidmxou. oü [xtjV dXXd xoöxou eupefrsvTos . . . Eig tijV 7iapenßoX/jV, coteXü^t) xfjg dywvtas 6 Ü7taxog, e^cov ou ratxpöc; Ttpog uEöv dXXd xatrarep Ep(ufAav7| xiva Stafl-eatv rrpog xö (iEipdxtov. Das fietpaxwv Publius Afrieanus war also ungefähr 17 Jahre alt. Dieses damalige Alter desselben ersehen wir übrigens auch aus Liv. XLIV, 44: Consulem, cum se in castra victor recepisset, ne sincero gaudio frueretur, cura de minore filio stimulabat. P. Seipio is erat, Afrieanus et ipse postea deleta Carthagine appellatus, naturalis consulis Pauli fdius, aduptione Africani nepos. is septi- mum decim'.im tunc annum agens, quod ipsum curam augebat, dum effuse sequitur hostes, in partem aliam turba ablatus erat. 6. Dionys. A. R. I, 79: Tpaöjiaxa ot raXXd npbq xwv |i.£tpaxL(i)v Xaßövxsg ol xoö Ns|iixopo£ xal xtvag anoki- aavxsg xöv acpsxepwv xa! xöv xtopiwv xaxd xpaxo; rfirj ef;Eipy6|j.Evoi Tcapeaxeua^ovxo 5öXov xivd eV aöxoyg^j Das damalige Alter der |i£cpaxca Romulus und Remus (^ungefähr 18 Jahre) wissen wir aus den vorausgehenden Worten dess. Kap.: 'Etts! es dfxcpE xd öxxwxatosxa sxtj yeyovoxeg -/jaav xxX. 3 ) * t !) Vgl. auch p. 14 dieser Abh. d ) Unser Autor hat liier die Worte des Q. Fabius Pietor angeführt, 3) Romulus und Remus werden in demselben Alter noch öfter |i£lpdxta genannt; vgl. ibid. unten I, 80, 81 u. 85. - 17 7. Joseph. A. J. IT, 2,4: 'AyeXstv xs (Jbpjnfjxsaav xo [istpaxiov. Dass das [ieipdxiov Joseph, Jakobs Sohn damals 17 Jahre alt war, ersehen wir aus Joseph. II, 3,3 : Äö^av oöv toöto, toi? e\m£poi<; ano5i5ovxai xöv 'IobarjTCOV dveXxuaavxE? ex xoö Xdxxou [ivwv eixoaiv, snxaxafösxa excöv yeyovoxa.') 8. Joseph. A. J. XV, 2, 6: 'Avxeypa^ev ouv (5)?, et [jiovov e^eXfrot xf ( ; ytupag xo jieipdxiov, aTtavxa 7toXe[iOU xat xapaxfjj ÖTcorcArjaft/jaexat, xxX. Das (ieipdxiov ist Ari- stobulos, der Sohn des Alexander, des Sohnes des Königs Aristobulos, und der Alexandra, der Tochter des Hyrkanos.-) Dieses [xeipdxtov war damals 16 Jahre alt; vgl. Joseph. XV, 2, 6: Touxojv xtisvexitevxüov izpbq c Hp(u- 2tjv, oux dacpaXs; exptvev - vag xupavvoövxog, ev olg TcoXXd xaxä X7]V ttoXcv epyaad[i£- vog SxivSöveusv UTio AüxojXmv ETußouXsuouivrjv aüxrjv a^o- ßaXeiv, y)Srj fiecpdxcov 6 "Apaxog wv dijicoiia XafiTtpöv stye 6c euylvetav xac cppovrju.a, 8 Scecpacvev oü [iixpöv ouSe dpyov, EjjLßpt-O-ec; Ss xat rcap' ^Xixtav datpaXsaxepa yva)|jtr; xsxpa- (jievov. Hier handelt es sieh um die Zeit der Befreiung von Sikyon durch Aratos; das damalige Alter des fiec- pdxtov (20 Jahre) ersehen wir aus Pol. II, 43: Texdpxw 6' öaxepov exst xoö TipOEtpTjuivou axpaxYjyoövxog "Apaxog 6 Sixuwviog, exT] [xev e^wv slxoai, xupavvoujievyjv 6' eXsu3-e- pwaag xy]V TcaxptSa Std rfjg dpsxTjg xfjg eauxoö xai xoXpjg, 7rpoalvet|J.£ Töpög xrjv xtöv 'A^aiwv 7üoXcxscav, dp)(rji)'sv eO-Süg spaaxrjg yevofjisvog xfjg TCpoaiplaewg auxüv. 1 ) 15. App. Syr. 54: Xtopwv 5' buep xdg KcXtxfoog rcuXag, Arj^xpcov xöv uEöv, djicpE Suo xocl elxoacv 1x7] yeyo- voxa, ev Td^ [i,sxd xoö axpaxoö xaxaXsfosc Ttpög xdg 6pu.dg IIxoXsu.acou xdg du' AfyÖTixou. xoöxov 6 IlxoXsfiatog evt'xa Tcspl xt]V Tdc^av iidyT; Xa[mpä)g, xac xö jiecpdxtov eg xöv *) Aratos befreite Sikyon im Jahre 251; vgl. Droysen a. a. 0. III, 1 p. 341 Anm. 1. Übrigens -wird Aratos von PlutarcU cap, 6 in demselben Alter noch einmal fiEtpdxcov genannt, — 20 — rortspa e/wpst. Wie aus dem Texte hervorgeht, war das iiEtpdxtov Demetrios, der Sohn des Antigonos, damals ungefähr 22 Jahre alt.i) 16. App. B. C. III, 12: CK 5e xö> Kataapt axpaxEu- ad|i£Vot xe xat kc, xXrjpouxEag öVßprjfiivot auvs-cpe^ov ex xöv duocxcmv £7ic yjdptxt xoö LiEtpaxt'ou, xat xöv Kataapa wXo- '-pupovxo, xat xöv 'Avxwvtov eßXaacp/jjiouv oüx eueijcovxa xrjXtxoüxw iiöaei, xat acpä; IXeyov, et v.c, ^yotxo, aLiuvelv. Das [Jietpdxtov ist Octavianus (vgl. oben); es handelt sich hier um jene Zeit, als Octavian nach dem Tode Caesars von Apollonia nach Rom zurückkehrte; das [istpdxtov war damals 18 Jahre alt; vgl. Dio XLV, 4: Kai ixEtvoc; (Octavianus) acpaXepög [iLv xat ETUxtvSuvwg etcoEtjoev 8ti xyjV x£ yjX'.xEav xrjV dpxt ex TtaiSuv dywv, öxxw- xatSexExvjg ydp rjv, xat xtjv otaooxV xat xoö xX/jpou xat xoö ysvoug xat EracpS-ovov xat ETiaExtov opöv ooaav. lueix' £Ttt xocaöxa öppjaev scp' olg 8 x£ Kataap eracpoveuTo xat xtfiwpta oüSefiia aüxoö Eyt'yvsxo, xal oüxe xouc; a'-paysag OÜXE XÖV Ae7U§OV XOV X£ 'AvXtoVtOV SGEtOEV. 17. Dio fragm. 89, 3: "Oxt xov MexeXXov xat St IxEfvo päov StaßaXstv 6 Mdpto? rjSuv/^Yj, 8xt 6 [xsv sv x£ xotg EÜTiaxpt'Satg ei^xa^exo xat xd xoö ttoXeliou dptaxa 5t£X£t'ptC£V, aöxöc; 0£ s£ dcpavsaxdxou xat • doyjXoxdxou sc; xö [i.£aov 7iapt£vat ^p^exo, of ydp uoXXoE exot'fxtog xöv tiiv utcö xoü cpftövou xa{rYJpouv, xöv Se Ttpög xdg ETtayyEXtag 7)öcjov, xat iidXtaar' 8xt eXoyoTOtTjfty] xöv MlxeXXov Tcapt£[X£Vw xoxs Trpöj xdg dpxatpEaEag xw Mapt'w stustv 8xt dyauäv öcpsEXetc; dv [XExd xoö uEsog [jlou, fi£tpdxtov Ss exeivog Vjv, umxxEÖaf/c;. Das [XEtpdxtov, der Sohn des Metellus, war damals ungefähr 20 Jahre alt, wie man aus Sali. Jug. 64 ersieht.*) 18. Herod. I, 3: Ttiwtcxeuev oöv (xtj xtjs VjXcxtag xoü [istpaxiou xaxacppovrjaavxEg iut'9'tövxat auxw. Das [XEtpdxtov ist Commodus, der Sohn des Marcus Aurelius; die Zeit, um welche es sich hier handelt, ist die des x ) Vergl. auch p. 18 dieser Abh. a ) Vgl. p. 17 sq. dieser Abh. — 21 — Todes des Mark Aurel; Commodus war damals 19 Jahre alt; vgl. Dio LXXII, 1: "Hv 8e (Commodus) svvsaxai- Sexafruirjg 8xe |i.£xr'jXXa£sv 6 Ttax^p aüxoü, tcoXXoüc; aoxw xal xoü? xpaxiaxou? xwv ßouXeuxwv emTporau? xaxaXtTtojv. 1 ) 19. Herod. V, 3: 'E? xö auxö 2$) auvtovxwv xdXXou; aü)|Jiaxo;, YjXixtac; dxjiTjc;, «ßpoü a)(i'|U.axoc;, dmetxaasv av xcs xo [xstpaxiov Aicvöaou xaXaig eJxoatv. Das damalige Alter des [isipdxtov Bassianus, des Sohnes der Soaemis, ungefähr 14 Jahre, wissen wir aus den ebendas. vorausgehenden Worten: Tto Se xafg urjxpdai xal üjj nd|ifr/j dvExpscpovxo, 6 [i&v Baaacavoc; rcspt sxtj ysyov&g xeaaapea- xafSexa, 6 Se 'AXe^iavog OExdxoo exous eraßeßTjxcas.s) 19 Stellen sind es also, an denen sich das Alter des [leipaxcov sicher bestimmen lässt; wie wir gesehen haben, beginnt dasselbe ungefähr mit dem 14. und erstreckt sich bis zum 22. Lebensjahre. Nunmehr sind diejenigen Stellen zu betrachten, an denen wir das Alter des fiEipdxiov berechnen können; ich führe an : 1. Pol. II, 68: "O^ev xal xöv 'Avxcyovov tpaat [asxa xaüxa xaxauEipd^ovxa TtuvS'dvEafl'at xoü xay^'EVxog eto xöv Etcuewv 'AXe^dvopou §ia xl Ttpö xoö TOxpaGofrrjvat xo aiiv-8-rj|Jia xoö xtvSüvou xaxdp^atxo, xoü §' dpvoujjivou, cpaaxovxog 5e uEipdxcov ii MeyaXoraXi'nxöv •rcpo£yx£tp'/jaai ixapä xtjv sau- xoö yv 8e dceX'-pcp rfjg Atßurj? x$)v apx^jv eyxeipi£st, xa < t x ° vo ? apX£t exYj Sexaoxxu). Da Philometor im Jahre 181 auf den Thron kam, 1 ) so war das 17. Jahr nachher das Jahr 164; Philometor war also damals ungefähr 23 Jahre alt; da aber Physkon, wie wir oben p. 23 gesehen haben, höchstens 6 oder 7 Jahre jünger war als sein Bruder Philometor, so war er damals wenigstens 16 oder 17 Jahre alt. 5. Joseph. A. J. XIII, 5, 3: TTCoaxpet}»«? yäp Sx xfjS 'ApaßEa? eSg x^v Soptav |Jtexa xoü Tzaiobc, 'Avxioxou (|ieopaxLov 5' yjv oüxo; sxt xtjv TjXtxiav) TcepreHHfjaW ato(p xö StaSin[ia, xxX. Über das |i£tpax'.ov Antiochos ©eög (vgl. ebendas. XIII, 7, 1), den Sohn des Alexander Balas, finden wir bei Liv. epit. 52: Demetrius ob crudelitatem, quam per tormenta in suos exercebat, a Diodoto quo- dam, uno ex subiectis, qui Alexandra filio puero ad- modum regnurn adserebat, bello superatus Seleuceam confugit. Ebendas. epit. 55 extr. lesen wir: Alexandri iilius, rex Syriae, decem annos admodum habens, a Diodoto, qui Tryphon cognominabatur, tutore suo, per fraudem occisus est corruptis medicis, qui eum calculi dolore consumi ad populum mentiti, dum secant, occi- derunt. Nach Livius war also Antiochos bei seinem *) Vgl. Clinton, F. Hell. III p. 399. - 25 Tode im ganzen 10 Jahre alt; derselbe hatte aber i Jahre regiert; vgl. Joseph, ibid. XIII, 7, 1: Met' ob TzoXb ce xfj? afyixaXwaEas xoö Ay]\if]xpiou, xöv 'AXe^avSpou ofiv 'Avxtoyov, 8? xac -8-sbg eTOxXfjirr], Tpu'-fwv Siecpfl-etpev ETUxpoTceuwv a5xoü, xsaaapa ßaaiXeüaavxa Sxyj. Das |X£ipd- xiov war daher im ganzen 6 Jahre alt.i) 6. Plut. Aem. Paul. 8: Mexä xoöxov ßaaiXeuaag 6 OiX'.toto? 7]v9-7ja£V sv toZc, [JiaXtaxa xcov ßaa'.Xswv ixt (xeipdc- xiov cov xal S6£av ecp/ev w? dvaax/joei MfcxeÖovtav eEg xo uaXai&v d^w|ia xal [igvo? lid Ttdvxag yjotj xrjv Ta)|xaEwv S6va(jitv aipo|i£VY)v xaaHg'cov. Das [lEtpdxiov ist Philippos V., König von Makedonien, der im Jahre 237 geboren wurde und im Jahre 220 zur Regierung gelangte -) sein damaliges Alter beträgt also 17 Jahre. 7. Plut. Cat. mai. 2: aߣou SeMa^jiou xtjV Tapav- xt'vwv raXtv iXcvxoc, ixu)(£ |j.£v 6 Kdxtov axpax£u6|i£Vo? 67l' aüxtö xo|xtcfj [iapdxiov öv, Nsdpxtj) 8e xivt xwv flu&a- yopixiöv £ev(p )(prjad|j,£vos EOTOucaas xwv Xöywv |i,sxaXaßsIv. Das jxetpdxiov M. Porcius Cato maior (Censorius) ist im Jahre 234 geboren; 1 ) Tarent wurde im Jahre 209 von Fabius Maximus erobert;'') Cato war also xojttS^j |j.£:pd- xwv wv 25 Jahre alt. 8. Plut. Philop. 6: Töv £s d7coXoyou|X£Vwv, wg uapd yvw|jl7)V ßiaafrsfEV e?g X £ ^P a S eX&etv xotg 7toXs|JU.) da die Schlacht bei Ipsos im Jahre 301 stattfand,') so war das |istpa- xtov 18 Jahre alt. 10. Plut. Pomp. 3: "Exe 2e ^etpäxtov wv uavxanaat xat xcp ixaxpt auaxpax£u6u.evog avxtxsxayu£V(p npoq Kt'vvav Aeuxtov xtva Tepevxtov et"X £V Exatpov xat a6axT)vov. Das UEtpaxtov Gn. Pompeius Magnus wurde bekanntlich im Jahre 106 geboren; hier handelt es sieh um das Jahr 87 ; J ) das [teipdbuov war also 19 Jahre alt. 11. Plut. Caes. 1: c Qs 2e uto rcMjfl-ous cpövtov ev »pX"fl xat 2t' aa^oAta? uto SuXXa Tcapopdäfievog oöx r;ya- Ttrjaev, aAAa |i.sxtwv tepwoövyjv Et? xöv S^jiov TCpofjAfrsv oötecö tüävu [leipaxtov wv, xxÄ. Das [ietpaxcov C. Julius Caesar ist bekanntlich im Jahre 100 geboren: nach Plutarch handelt es sich hier um das Jahr 82; denn in jenem Jahre begann die Schreckensherrschaft des L. Cornelius ') Vgl. über die Zeit des Ereignisses Droysuu a. a. 0. III, 2 128 sqq. *) Vgl. Droyscu n. a. 0. III t. III, 7. 3) Vgl. Krüger a. a. O. p. 183 s. a. 301. J ) Vgl. Drumann a. a. 0. IV p. 325; Fischer, Rom. Ztfl. 179 s. a. 87. 27 — Sulla ;0 Caesar war also oünw rcdvu u.Etpdxcov öv 18 Jahre alM) 12. Plut. Kleom. 16: 'Avt'fyovov im -tfjv c EXXd8a xaXefv xal MaxeSövwv s|-ira7tXdvac xrjv IleXöTCOVVTjaov, oüj aöx*5{ ex üfeXoTtow/jodu [letpcfouov wv |£/|Xaaev sXeufrspwaac; xöv 'Axpox6piv#ov xai ixaac |isv xofc ßaaiXsöacv öteoixxos xac Statpopos yevojisvog, xxX. Das [ietpccxiov ist Aratos; hier handelt es sich um jene Zeit, als von ihm die Make- doner aus dem Peloponnes vertrieben wurden. Sein damaliges Alter ersehen wir aus Pol. II, 43: Tetdp-np 8' üaiEpov exsc xoü 7tpo£tpryU£Vou axpaxTjyoüvxog "Apaxoj 6 icxocuwoc, £T7j Jiev S)pi>v sixoai, xupavvoü[i£V7jV 8' IXeu- fteptbaag t^jv Ttatptca Siä xvfi dpExfjg xf;$ Eauxoö xac x6X[xvjj, 7tpoa£V£t|j,£ Tcpoj xtjv xwv 'Axatöv TioXlXEWCV, ap^fj-ö-EV EÜ-9-Jg Epaaxrjs yevojievog xfj^ 7rpoa:p£a£w$ aOxwv. öySow Se toXcv £X£[ axpaxrjyö? cdpe&eiQ zb 8e6x£pov, xai Tipa^ixoTc/joag xov 'Axpoxopivä'ov 'Avxcyovou xup'.eöovxo;, xat ysv6u.£Voc; syxpa- X7j5 [i£ydXou |iev «ueXuoe cpoßou xoug xrjV IlEXoTcovvrjaov xaxocxoövxag, iX'eufrEJp&aag Se Koptv^Koos TtpoarjydyExo Tipöj xrjv xwv 'Ayatöv ttoX'.xeuxv. Wenn nun Aratos, als er seine Vaterstadt befreite, 20 Jahre alt war, so war er 8 Jahre später, zur Zeit des von Plutarch erwähnten Ereignisses, 28 Jahre alt.' 5 ) 13. Plut. C. Graceh. 1: T Hv ok xal |iap<&uov toxv- x«7raaw Ivvsa ydp Evcaoxofg eXeltiexo xdcsXcpoö xa{F vjXcxiav, sxsfvoc; Ss o'jtiw xpidxovxa ysyovü); dTte&avey. Das u-ei- pdxiov ist G. Sempronius Gracchus; es handelt sich hier um die Zeit nach dem Tode seines Bruders; folglich war das u.£tpdxtov noch nicht 21 Jahre alt. i) Vgl. Drumann a. a. 0. II p. 469 sqq.; Fischer, Keim. Ztfl. p. 187 s. a. 82. 2) Es ist zu bemerken, dass es sich hier in Wirklichkeit um das Jahr 87 handelt; vgl. Drumann a. n. 0. III p. 130. C. Julius Caesar war also damals 13 Jahre alt. 8) Vgl. über die Zeit Droysen a. a. 0. III, 1 p. 416 Anm. 1, — 28 — 14. Plut. Cic. 44: "Her; yap oux öXtyoug xüiv u?to Katoapt axpaxeüaa|i4vii)V lizpl auxov ei)(£ xo [ietpaoitqv. Hier handelt es sich um jene Zeit, als das jietpccxiov Oetavian nach der Ermordung des Caesar von Apollonia nach Rom zurückgekehrt war. Oetavian halte damals das 18. Lebensjahr zurückgelegt. 1 ) 15. Plut. Cic. 45: Oüxwj 6 Kalaap tppßr/'ö'Sig on£- TCu.7ts tw Ktxepwv: xoüg Sso[j,evoug xai jreiarövxas ÜTtaxsfoy uiv djjicpoxspots öfi.oö Tipaxxav, Jfpfjgfrat " X0 ^S Trpäyiiaaov, ötzws aüxöc; eyvw/e, Ttappdajxßavpvxa xrjv apxV " /Ca - x ^ jiEcpaxrov StotJtEiv övojiaxös xat Sö^yjg yXlxö[ifvo,v. Das |i£cpcbuov ist Oetavian; es handelt sich hier um die Zeit zwischen dem mutinensischen Bürgerkriege und Octa- vians Wahl zum Konsul (vgl. ebendas. cap. 45 u. 40). Jene Zeit fällt zwischen Mai und August des Jahres 43 ^) Das u.apobuov hatte damals 19 Jahre vollendet;!) Dass Oetavian bei seiner Wahl zum Konsul 19 Jahre alt war, überliefert auch Liv. epit. 119: Ob quae C.Caesar, reconciliata per M. Lepidum cum M. Antonio gra- tia, Romam cum exercitu venit, et perculsis adventu eius iis, qui in enm iniqui erant, cum annos novem- deeim haberet, consul creatus est.') 16. Plut. Ant. 16: 'Avxwvto? Se xb [jiev Ttpöxov wj (i£tpax£ou xaxacppov&v i/Uy£v oux uy^atveiv auxov, «XXa xae Yp£vwv dyairüjv xae cpEAwv £p7ju.ov 5vxa :popx£ov aßa- axaxxov al'peafl'at xy)v Kalaapoc, uacoyj^. Es handelt sich um jene Zeit, in welcher das \izipdy.iov Oetavian nach Caesars Ermordung von Apollonia nach Rom gekommen war; das u.£tpaxiov hatte damals das 18. Lebensjahr zurückgelegt/') i) Vgl. Drumann a. a. 0. IV p. 240. Auch an einer anderen Stelle -wird Oetavian in demselben Alter \iSipdcy.lOV gegenannt; vgl. ebenda?, cap. 45. *) Vgl. Fischer, Rom. Ztfl. s. a. 43 p. 322 sqq. 3 ) Vgl. Drumann a, a, 0. I p. 336. 4) Vgl, auch oben num. 13 p, ib fo. r 'iescr Abh, *) Vgl, Drumann a, a, 0, IV p. 246. — 29 — 17. Plut. Brut. 3: "Ex: es |ie;pcSxipV 3>v Kaxwvt xcp 3stq) auva7teS/j(iT)qev et? Körcpov im IIxoXEjJiafov «Troaxa- Xsvxt. Das |i£tp&a'ov M. Jnniiis Brutus war im Jahre 85 geboren;') das Ereignis fällt in das Jahr 58 ; ; ) also war das jjjgtpetxwv 27 Jahre alt. 18. Plut. Arat. 4G: 'Avxöyovo; 5e uävxa xa St'xata xa! cpiXavö-püma xä> 'Apxxw Tteupttjx&s aye^eojjev ei? Maxs- Sov'av xaxel voeftv tjct) xgv oiäZoyov xfjs ßaatXst'as $iXij> ttov o'jtüw uavu [xetpaxiov cvxa Tcejinwv so? IleXoTOVvyjcjoy 'Apaxw [laX'.axa TtpoasXEtv ex£Xeucjs xa! 2t' ixefvou xaig toXeoiv Evxuxetv xa! yvwptafl-7,va'. xolc; 'AxatoEg. Das Ereignis fällt in die Zeit nach der Schlacht bei Sellasia; vgl. ibid. init.: 'Ex xouxou EXeojxivrjs [isv tjxxtjite!; (J-^XT/ |ji£ydX'(j Tisp; EsXXagtav EJjeXtrcE xyjv S7tapxr/V xa! «tiStiXsu- asv ei? AiyuTtxov, 'Avxtyovpg 2s xxX. Es handelt sich also um das Jahr 221. ;! ) Dieser Philippos nun, von dem es oben heisst, dass er damals oüiua tozvu [letpoxiov war, ist Philippos V., der Sohn des Demetrios ; vgl. Pol. IV, 2: iXmcito$ |i£.v yäp 6 Ä7j|i.r ; xptou xaxa cpuatv uEcg, ext tüoc;; öv, apxi 7tapeXa|jißave xyjv MaxeSovwv äpX'/ v - Philippos war schon König, als er 17 Jahre alt war; vgl. Pol. IV, 5: TixoGEtxvucuv [iev xy ( v äto MaxeSoyuv aa^aXetav 2cä x^v VjXtxtav xd'5 7T:posaxü)xo; (ou yäp £tx £ txXeiov sxöv xoxe $iXt7C7co.g ercxaxaiSexa) xxX. 1 ) Nehmen wir als Geburtsjahr des Philippos das Jahr 237 an, so war er im Jahre 221 16 Jahre alt. 19. Plut. Apophth/') G. Caesaris 1 : TaXoc, Kat- aap 8x£ SüXXav scpsuyev Ixt (leiposxiov öv, TtsptsTösaE «tstpa- ') Vgl. Drumann n. a. 0. IV p. 18. 2 ) Vgl. Drumann a. a. 0. IV p. 19. 3 ) Vgl. oben p. 22 dieser Abli.; Droysen a. a. 0. III, 2 p. 155. *) Vgl. über Philipps Geburtszeif Droysen a. a. 0. III, 1 p. 400 Anm. 1 u. ebendas. r. V, 6. r ') Die Apophthegmata sind wohl unecht; vgl. Christa, a. 0. p, 489. — 30 — x«?s. Das Ereignis fiel in das Jahr 76.•) Da Caesar im Jahre 100 geboren war, so war er damals 24 Jahre alt. Plutarch jedoch setzte das Ereignis, wie aus den Worten 8xe SüXXav icpeuyev hervorgeht, in die Zeit des Beginnes der Diktatur des Sulla, also in das Jahr 82.*) Nach Plutarch wäre also das \ieipzxiov 18 Jahre alt gewesen. 20. Plut. Apophth. Caesaris Augusti 1: Kaloap 6 Tip&ioq Iray.Xrji)'£i; Hspzaiöc,, ext fieipaxiov wv, 'Avxamov äizffizi Siäyiklaq uEvxaxoaiac; iioptacag xoö Tipanou Kat- oapbc Ävaipefl-evxög, ex xfjg oixia? ag rcpog auxöv 6 'Avxdj- viog |j.£x/jveyx£v. Das Ereignis fiel in das Jahr 44, als das [istpaxiov Octavianus von Apollonia nach Rom gekommen war; :i ) Octavian hatte damals das 18. Jahr zurückgelegt/') 21. Plut. De Alex. Mag. fort, aut virt. I, 3: 'Ev xoaauxY] 7E£v£a xac rcpaypiaat xapax&S £X oua - (tetpixiov dpxi x)jv 7ta:ScxTjV roxpaXXaxxov VjXcxiav efl-appr/asv IXufdac Baßu- Xöva xai Zoöaa, [läXXov ck xrjV Ttavxwv avarpdimwv apxV sie, voöv £{ißaXsafl'at, xotg xp:o|iuptois, ol'sa-ite, rce^öts xai x£xpaxtoxtXt'otg OTTTEöai 7uax£Öaag. Das p-'etpaxtov Alexander der Grosse war im Jahre 356 geboren; es handelt sich hier um die Zeit vor Alexanders Feldzug nach Asien; vgl. ebendas. init.: Ta ££ Txpö xfjg axpaxeuzg, xxX. Da jener Feldzug im Jahre 334 begonnen wurde, so war das [leipaxtov ungefähr 22 Jahre alt. 22. Plut. de vit. pud. 4: 'HpaxXla dz xov 'AXe- Sävopw ysv6|i£vov ex BapatVTjc; (I)|ioX6y7]a£ [xsv KaaavSpw üoXuaTOpxwv dvaiprpziv inl xaXävxotj sxaxov, efx' em 5ei- Tivov exaXer xoö Zk fieipaxtou xy)V xXvjatv Ocpopa)[i£vou xai SeSocxoxos, aXXu? Se Ttpocpaa^ofiivoo fxaXaxwxEpov £x av j EX^tbv 6 IIöXuOTTEpXWV TtptoXOV EOTEV „W TECH, [iX|i.OÜ xoö 1) Vgl. Drumann a. a. 0. III p. 135. 8 ) Vgl. p. 2G sq. dieser Abh. 8) Vgl. Diuirann a. a. 0. IV p. 256. *) Vgl. Drumann a. a. 0. IV p. 246. - 81 Ttaxpic; zb zw.oloy xac yiXirot'.pov, d [it] vyj Mcc Sicoixccq r\\xötq w? E7t'.ßouX£uovxac;"• aüoeaikEc; oöv TjxoXouS-rjasv 6 veavt'axos' oE 5e SetTiv/jaavxe; aüxöv EaxpayyäXiaav. Das [izipdxiov Herakles, der Sohn des Alexander und der Barsine, war geboren im Jahre 332 ;0 da das Ereignis in das Jahr 309 fiel, 1 ) so war das (jieipa'xiöv 23 Jahre alt, 23. Plut. Pr. ger. reip. 10: Kai Sxyjmtüva Se Kop- v/)Xiov, oox acp' % Zvjyev apyfjc; 6 e P(ö[iafa)v SfJiiGS äyopavo- fi(av |ieTspx6|X£Vov, e^afcpvrjg örcaxov änicti^e uapa xöv vo- |-iov, dXXx fräufiGtaag auxoü |iapaxfcu |jlev ovtoj "ri]V ev 'Ißrjpta |iovo[ia}(tav xac vixrjv, ur/pöv §e öaxepov xa Ttpo? Kap)(T]c6vt x^apxoövxog epfa, Txepc cov xal Kaxuv 6 Ttpe- aßuxepog ävecpwvr/asv, xxX. Das [iscpaxcov ist P. Cornelius Scipio Afrieanus minor. Vgl. Liv. epit. 48: Ibi P. Cornelius Scipio Afrieanus Aemilianus, L. Pauli filius, Afri- cani nepos, sed adoptivus, provocatorem barbarum tribunus militum oeeidit. Scipio war, als er jenen Zweikampf bestand, Legat des Konsuls Licinius Lucullus ; :i ) L. Licinius Lucullus war Konsul im Jahre 151 ;') das Ereignis fiel also in das Jahr 151; P. Cornelius Scipio war. im Jahre 185 geboren; : ') das |i£tpaxtov war also 34 Jahre alt. 24. Plut. Ex vitis. 9. Tiberii vita: 'AXU xal Tc- ßepfcp ovoc,, (.05 nXoüxapxoj 6 Xatpwveug cprjaiv, sv. [xsepa- xuo övü, xal ev Tocm etü loyale, pV/Topixofs ctaxpt'ßovxt, xtjv ßaatXsLav ctä xoö auxoü 7ia{b'jp.axoc; 7xpo£nirjvua£V. H J D;'S |iet- paxwv Tiberius ist geboren im Jahre 42 v. Chr. ; T J nach J ) Vgl. Droysen a. a. 0. 1TI t. I, 8. 2 ) Vgl. Droysen a. a. 0. IT, 2 p. 83. 9) Vgl. App. Tiisp. 49. s ) Vgl. Fischer, Rom. Ztfl. p. 123 s. a. 151. r ') Vgl. Fischer, Rom. Zlfl. p. 143 s. a. 120. h ) Hiezu bemerkt der Herausgeber: Sic Damascius apurt Phot. in vita Isidori: Cod. CCXLII. p. 1040. Quao quin ex vita Tiberii sunipta sint, non est quod dubitenms. Eiusdom est men- tio in calal. Lampr. 27. T ) Vgl. Suet. Tib. 5; Fischer, Rom. Ztfl. p. 33i sq. s. a. 42, - 32 Rhodos begab sich Tiberius im Jahre 6 v. Chr.;i) das netpdbuov war also mindestens 36 Jahre alt. 25. App. Hisp. 6: Kai xfjg xe 'Ißrjpta? xä rcoXXa rcscS'or Tcpoa/jYETO, %1%-owbc, S»v ojuXfjcjai, eg xe xa ßiag Seo- jxeva x(ö [xetpazüo ypü)|xevo; TtpofjX'&ev gcto xi,c. eaTxepiou ä-aXaaoTjg e? xö ueaöyEcov ero "Ißrjpa rcoxa|i6v, 3? [xear^v txou |i.aXcaxa xl|J.vci)v x^jv 'Ißyjpiav, xal xyj; nupfjVTjs acpe- axwg ocöv 7J|xepGiv uevxe, e^yjaiv ev xov ßopecov (bxeavov.?) Das ftetpäxtov Hannibal war geboren im Jahre 247 ;•') hier handelt es sich um die Zeit, als Hasdrubal, der Schwiegersohn des Barkas, den Oberbefehl über das in Spanien befindliche Heer erhalten hatte;' 1 ) dies geschah im Jahre 229.') Das \ieipdi-/j.ov war also 18 Jahre alt. 26. App. Pun. 10: c O 6' a?afl*6(i.eyog ßapewg |J.ev etpepev öixep xou [xetpaxt'ou xal xvjc; ■9'uyaxp6j, ußpia|iivoiv cfyxcpofv, ^yetro S' o|iwg xy) Tcaxptci aujicpepew exmowv MaooÄVaddrjv TOx/jaaairai, xxX. Das jietpax'.ov Masinissa war im Jahre 239 geboren;') es handelt sich hier um die Zeit, als Syphax Husdrubals Tochter Sophonisbe, welche mit Masinissa verlobt gewesen, bekommen und Masinissa ein Bündnis mit Scipio geschlossen hatte (vgl ebendas. weiter oben); es ist nicht leicht, beider verwickelten, unsicheren Chronologie über diese Verhältnisse zu einer festen Ansicht zu kommen; wir wissen nämlich, dass Masinissa schon im Jahre 206 sich den Römern näherte; vgl. Liv. XXVIU, 16; diese Zeit, das Jahr 206, ergibt sich aus dem Ende desselben Kap., J ) Vgl. Fischer, Rom. '/JA. p. 419 s. a. 6. z ) Für ej XCV ßopecov (bxsaVOV sollte man doch wohl vielleicht eg XY]V evxog S-aXacroav erwarten. ;i ) Vgl. Fischer, Rom. Ztfl. p. 77 s. a. 247. '') Vgl. cap. 6 init. n ) Vgl. Fischer, Ri"m. Ztfl. p. S3 s. a. 229. 6 ) Vgl. Fischer, Rom. Ztfl. p. 125 s. a. 14y ; ferner App. Pun. 71, wo es heisst, 7:oXe|jt(p xw Ttpoc; e P(i){iaiöu.g «xps[r?j. Das |ieipaxtov ist Ptolemaios, der Sohn des Ptolemaios Philopator (vgl. ebendas. cap. 1). Der Sohn und Nachfolger des Ptolemaios Philopator war Ptolemaios V. Epiphanes;') derselbe war bei dem Tode seines Vaters 5 Jahre alt; vgl. Justin. XXX, 2: Agathocles regia lateri iunctus civitatem regebat, tribunatns et praefecturas et ducatus rauheres ordinabant, nee quisquam in regno suo minus poterat quam rex ipse, cum interim relicto quinquenni ex Eurydice sorore filio moritur. Das Jahr aber, in welchem Ptolemaios IV. Philopator starb und Epiphanes König wurde, ist 205;') Ptolemaios V. war also 210 geboren. Unsere Stelle handelt nun von der Zeit, als Ptotemaios V. Epiphanes Kleopatra, die Tochter des Antiochos des Grossen, heiratete; diese Heirat fiel in das Jahr 193; vgl. Liv. XXXV, 13: Antiochus rex ea hieme Raphiae in Phoenice Plolerrmeo regi Aegypti filia in matrimonium data, cum Antiochiam se recepisset, per Ciliciam Tauro monte superato extremo iam hiemis Ephesum pervenit. a ) Das fieipcbuov war also 17 Jahre alt. 29. App. B. C. 11 T, 9: Tx jisv oyj ytyvojieva ev Tcü|jltj xoiäcs f/V, 'Oxiaouto? 2e 6 xvjg aceX^fjg xoö Kcdox- poq ■8 , uyaxp:2oüs 'iniiapyoq fi.sv aoxoö ~Ka.iaa.poc, eysyevryTO icpös ev Exog, iE, ou x/jv5e xyjV xqxrjv 6 KaXacxp es xoug cpi'Xouc; TiEptcpspwv extjotov eo$-' Sie etoceIxo efvai, \ieipdxiov ce Ext wv £? 'ÄTtoXXtovtav XTjV im xoö Tovt'ou, TtaaceuECarai xe xai aaxefoxrcw xa jtoXE|i,ia, iniiiE\mxo uto xoö Kaiaapo? u")£ iq xobg noXe\iiouQ e(Jjp|fevos auxco. Das |iecpaxtov Octavian wurde im Jahre 45 und zwar im Oktober nach Apol- lonia geschickt;'«) Octavian war am 23. Sept. des Jah- ') Vgl. Euseb. a. a. 0. I p. 162 u. 170. 2) Vgl. Clinton, F. Hell. III p, 309. : <) > T ach Clinlon fiel die Heirat in das Jahr 192; vgl. P. Hell. III p. 399; vgl. auch ebenda?, p. 385. ') Vgl. Fischer, Köm. Ztfl. p. 303 s, a. 45; App. dass. Kap. weiter unten, 35 res 63 geboren ;0 das (istpaxwv hatte also das 18 Lebensjahr zurückgelegt. 30. App. B. C. 111,43: 'Ep,^fe'fo Se öx< xac napa |iEipaxiou 7ipo7ietoög, u>8e xov Kaiaapx xaAöv, dcvSpa? Ira- U£|Ji7LO|ji£Vouc; acpi'acv e; Scacpfropäv ovx aöxoE upoodyGuatv a'jxq). Wie schon früher bemerkt, war das [xeipcbaov Octa- vian im September des Jahres 63 geboren; es handelt sich hier um die Zeit, als Antonius in Brundisium verweilte (vgl. dass. Kap. init.); jener Aufenthalt fiel in den Oktober des Jahres 44;*3 demnach hatte das \iei- pdxiov das 19. Lebensjahr vollendet. 31. App. B. C. 111,51: "Avxwvwu Ss r\ |i/jxr;p xaX V) yuvy] v.od Tcals exe jxstpixwv, 6i x£ äXXo: olxzlo: xal cpt'Xcx, So' öX-qc, xfjv Suvaxcöv oüxi'as §ts{r£ov Ixs- XEUOVXEJ, XOU. jJ-Efl'' VjfJlEpaV ££ XO ßotjAEUXTjpiOV WVXag YjVü)- yXouv, pinioü\iEvoi x£ Ttpö tooöv aüv oüfuoyYj xac öXoAu- yacc; xal [isXaivQ axoXyj 7tapa xafg ■ö'Upacg ExßowvxEg. Das |ji£tpaxwv ist der Sohn des Antonius, M.Antonius; derselbe kann nicht vor dem Jahre 45 geboren sein, weil Antonius die Fulvia, von welcher er geboren wurde, im Jahre 46 heiratete; 1 ) das Ereignis, von dem hier die Bede ist, fällt in das Jahr 43 und zwar in die Nacht vom 2. zum 3. Januar.') Das jjtapaxcov war also ca. 2 Jahre alt. 5 ) 32. App. B. C. III, 64: 'EvefrofiEcxo 5s xod zf,q ic, aöxov wg [LEipdxiov xi^vr^g, dxöva [jlev aüxw xac izpozbplocv Ttapaaxövxwv xcd chraaxpaxr;yov dniocp^vavxwv, Ipyto Se iocov aöxoü xöv axpaxöv övxa a^a'.po'jfiivwv. Das |X£'.pxx'.ov ist Octavian (vgl. dass. Kap.init.); es ist hier die Bede von den 0 Vgl. Drumann a. a. 0. IV p. 245 ; Fischer, Rom. Ztfl. p. 223 f. n. 63. 2 ) Vgl. Fischer, Rom. Ztfl. p. 314 s. a. 44. 3 ) Vgl. Drumann a. a, 0. IT p. 372. ■') Vgl. Drumann a. a. O. I p. 240 u. p. 551. •') Vgl. ebendas. III, 58, wo M. Antonius in demselben Alter (Jtsipcbuov genannt ist. — 36 — ersten Tagen des Januar des Jahres 43. 1 ) Da das jxet- paxtov, wie schon früher bemerkt, am 23. September des Jahres 63 geboren war, so beträgt sein damaliges Alter 19 Jahre. 2 ) 33. App. B. C. V, 143: Oüxto [iev eccXw I\o\m!;ioc, Eecxo? 6 Xowtög ext TtaZc, IIojMtTjfou Mcqvou vscixspog \xkv bnb xoü Tuxzpbq dbroX.eicp'frefc, xod uto xgü dSsAcpoö [letpos- xtov ^Stj, Aaftwv 6' erc? execvocc; £<; toAu, xat xpücpa Xr r axsuoov ev 'Ißyjpia, fiixpt uoXAöv auvSpajiovxwv ig aikcv irayvwaö-evxa eivai Ilo^rjfou uaica, £Xf ( ax£us xe cpavspwxs- pov xxX. Das [istpaxiov S. Pompeius, der jüngere Sohn des Pompeius Magnus, wurde im Jahre 35 getötet;') S. Pompeius stand damals in seinem 40. Lebensjahre; vgl. App. ibid. V, 144: Kai Uo\nti[(oQ [iev xowgSe yevo- [jievos eaXwxsc, Tixio? Se xov [j.ev axpaxov aöxoü [xsxeaxpa- xeooev 'Avxwvcco, auxöv §e Ho[m!]iov xeaaapaxoaxöv Ixo? ßtoüvxa, ev McÄfjXW xaxexavev, ei'xs oC auxoO, [lYjvfaw apa xrjg toxe ößp£(j)$ xa£ a^aptaxos ig xyjV etclxo: eöepyeatav yev6[i£vos, eixe xat emaxet'Xavxog 'Avxcovtou. S. Pompeius war also im Jahre 75 geboren; er war demnach im Jahre 48, als sein Vater starb, ca. 27 Jahre alt; sein Bruder Gn. Pompeius starb im Jahre 45;') S. Pompeius war also damals als u.£tpaxtov ca. 30 Jahre alt. 34. Dio XLIII, 51 : Kat ejxsXXs xat auxö? Stxxaxwp ev a[icpox£pois aüxolg ap^Etv, xoug xe tTtraxpx/jaovxac; aXXov xe xtva xat 'Oxxaoutov, xamep [lEtpaxtov ixt xat xixs ovxa, 7tpoexeiptaaxo. Es handelt sich hier um das Ende des Jahres 45, als das (xstpaxtov Octavian nach Apollo- nia ging; sein damaliges Alter beträgt 18 Jahre/') *) Vgl. Drumann a. a. 0. IV p. 258 u. ibid. I p. 238 sq. a ) Vgl. auch ibid. III, 75, wo Octavian im nämlichen Alter •wieder mit [XEtpdxtOV bezeichnet ist. 3 Vgl. Fischer, Rom. Ztfl. p. SCO s. a. 35. 0) Vgl. Fischer, Rom. Ztfl. p. 301 s. a. 45. >') Vgl. oben p. 34 sq. num. 29; ferner Drumann a. a. 0. III p. 684 sq. 37 35. Dio XLIV, 53: 'AXX 1 ouxe xi xouxwv Etppovxcae, xac xb a'JjiTiav xoö 'Oxxaoufou äxs xac |i.£:paxL'ou xac 7tpay[id- tü)V drcei'pou, x/jv xs xÄrjpovo^u'av w; yaXeu^v xal Suafie- xaxstptaxov oöaav draö&ouiiEvou, "/axecppovrjaev, aüxös 8e 5 xXv)pov6;j.Ci; ou fwvov xyjs ouai'as aXXa xal xy]s Suva- axet'ag xrjs xoö Kalaapos wv Tcavxa ctE^ecpit^e. Die Zeit, in der hier Octavian [xscpdxiov heisst, ist die nach dem Tode Caesars, also das Jahr 44. Das [xstpaxcov, bekanntlieh im September des Jahres 03 geboren, war also damals 18 Jahre alt. Hier dürfte auch anzuführen sein Dio XLV, 2: JfepaxuoaMvxos . Octavius) es [i£xa xobxo aöxou xoei ic, xoü; scp/jßoug iatovxos, x/jv xs Eafrfjxa xyjv avSptx^v evoüv- xog, 6 )«xü)v Tispteppay»] xs Exaxspcüil'sv aro xöv ETtwjjitStov xai [iEXP^ TWV tcogwv xaxeppü?]. Die männliche Toga legte Oclavian im IG. Lebensjahre an;') 15 Jahre a't wurde er also |j.£tpdxcov. 36. DioXLVI, 30: "AajJisvosTäpxwvE'jjyjcptafiEVWV Xaßo- [levos auxc'xa xe xots TtpsapEacv ESüiVEtScasv wg oöx'' öpfl-fi>s oux law; oE Ttpös xb uecpäxiov, xöv Kalaapa Xsywv, £XP'i aavxo 5 xal dvx:us[i,^as exspous, öixws es ixdvouq xtjv araav xoö tcoXe[xou TTEpcaxfja'ifj, avxtTtposxslvaxo xeva, ä auxto jisv suupe- 7t£tav IcpepEV, dSövaxa 5" yjv xal utiö xoö Kalaapos xal utcö xwv dXXcov xöv auvatpo[i£VMv ol 7tpa)({)fjvat. Die Zeit, in welcher hier Octavian [ieipdxwv genannt wird, fällt, wie sich aus dem Zusammenhange ergibt, in den Anfang des Jahres 43; das [xetpdxtov stand also im 20. Lebensjahre. 37. Dio XL VI, 41: Kai ol uiv cöxw x6v Kalaapa, öarcEp ü)$ dXrj-ö'WS |i,£tpdxc6v xi xt xal Ttafca, öbtep tiou Ste- ■ö'puXouv, 5vxa, aoepös [isxaxexstplafrac eSo^av. Hier wird Octavian [mpoxiov genannt in der Zeit nach dem proe- lium Mutinense, also ungefähr im Mai des Jahres 43;') das jiEcpaxcov stand also im 20. Lebensjahre. l ) Vgl. Drumann a. a. 0. IV p. 246 u. 249. *) Vgl. Fischer, Rom. Ztfl. p. 324 sq. s. a. 43. 38 - 38. Dio LI, 6: Kai td xe äXka. &>c, knl xoi.yzX tcoX£[xw TiapEaxsuä^ovxo, xal zobc, ucst;, KAsondxpa ulv Kacaaptwva, 'Avxwvto; 5e "AvxuXAov, 8v ex xfjs c, eotxev, ouSstiü) xt) xoü [xstpaxtou yvd)[i7] s-9'dpaEi, dXX' H\xoi xöv Sfjfjiov xtjv eXeu- ■fl'sptav xojixaaafrai y) xal x6v 'AypwCTcav xtjv yjye|i,oVta'v Trap' execvou Xaßefv Tj^eXrjasv. Das [istpdxtov ist Marcellus (vgl. dass. Kap. weiter oben); wie aus cap. 30 init. hervorgeht, fiel das Ereignis in das Jahr, in welchem Augustus zum elftenmal Konsul war, also in das Jahr 23.i) Das jiEtpdxtov war damals 20 Jahre alt. 4 ) 40. Herod. 1, 8: Aöxtj jjiev St) Ttpwxrj xal (xey:ax*j aüxla xw jjLEtpaxiw [iiaoug £ysv£xo rcpöc; xtjv aüyxXTjxov ßou- X/)V, sxpwas xs auxoö xtjv 'iuX'1 v xa Xsx^'EVxa, xal xoivobc, iyd'pobc, 7tdvxa; yjyElxo, |j,£fjtVTj;isvo<; «el xyjg xoö emSpa(Ji6v- xos cpcovfj?. Das [isipaxiov Commodus war im Jahre 161 geboren; denn im Jahre 180 bei dem Tode seines Va- x ) Vgl. Drumann a. a. O. T p. 519. 2 ) Vgl. Drumann a. n. 0. III p. 764. 8) Vgl, Fischer, Rom. Ztfl. p. 387 s. a 23. ') Vgl. Drumann a. a. 0. II p. 402 sq.; Fischer, Rom. Zifl. p. 388 sq. s. a. 23. - 39 ters betrug sein Alter 19 Jahre (vgl obenp. 20 sq. num. 18); hier handelt es sich um die Zeit nach der Verschwörung der Lucilla (vgl. dass. Kap. weiter oben); diese Verschwörung fand im Jahre 183 statt. i) Das neipixiov. war also 22 Jahre alt. 41. Herod. III, 10: OE Se (fjS»j \w.p&%w. Yjaxrjv) unö zfjQ ev Td)|JLTr; xpu'-pyjs xat ScaoxTjc; xfjg xs mpl xa öiaxpa unspßaXXouarjg oteouStjs Vjvcox £t ' a S t £ *.$ op^lpzax; xa Yjfrr; ctecpö-eipovio. Wie sich aus dem Zusammenhange ergibt, sind die \xsipdxix Antoninus Caracalla und Geta, die Söhne des Septimius Severus. Es handelt sich hier um die Zeit, als Severus nach Besiegung der Partner nach Rom zurückkehrte; vgl. ebendas. cap. 10 init.: Kaxop- fl'waag Se xa xocto. x)jv avaxoXrjV 6 Seoyfjp.og ig xrjv Tw- |xr]V yjTCiyExo, aycov xa! xoüc; TCalcag ej rjAcxi'av scp/jßtüv yjot] xsAoövxag. (Vgl. auch cap. 9 extr.J. Diese \is:pivda standen also bereits an der Grenze des Alters der Epheben. Severus kehrte nun nach Rom zurück im Jahre 202;-) Caracalla war bei seinem Tode 29 Jahre alt (vgl. Dio LXXVIII, 6). Er starb aber im Jahre 217 ;'<) Caracalla war also im Jahre 188 geboren und im Jahre 202 14 Jahre alt;' 1 ) Geta war bei seinem Tode fast 23 Jahre alt (vgl. Dio LXXV11, 2); derselbe starb aber im Jahre 212;"') er war also im Jahre 189 geboren und im Jahre 202 13 Jahre alt. 42. Herod. VI. 9: 'Qc, £e xoö Ma^jxt'vou 6 axpxzb^ ■JjSyj xs ev ö'^eatv tjv, xat ßoJüvtsg oc Vcavjas TtpoüxxÄoövxo xoüg auaxpaxtwxaj xaxaA'.Ttsfv |j,ev yövaiov \xixpoX6jov y.od (xecpsbuGV SscAöv [J.vjtpt oouAeüov, rcpoaiiy«'. es ävopt yevva«;) xai adbcppovi auaxpaxctbx'ft xe ev ojxAots äst xac 7toAE|xtxofc; Epyotg Sq]T7]{üsV(g, TC£ta-9'EVX£s oc axpaxtwxaa x.öv |iev 'AAe- ') Vgl. Clinton, P. Rom. I p. 180 s. a. 1S3. a ) Vgl. Clinton, F. Rom. I p. 208 s. a. 202. ;) ) Vgl. Clinton, F. Rom. I. p. 226 u. 228 s. a. 217. j) Vgl. auch Clinton, F. Rom. I p. 184 s. a. 188. 5 ) Vgl. Clinton, F. Rom. I p. 220 s. a. 212. - 40 — £av§pov xaxaX'.[i7cävouaty, auxo: Se rcpoaiaac xö Ma£i|ju'vM, auxoxpdxwp xe imö TtavxoJV exelvo? dvayopeuexa'.. Das Hetpcextov ist Alexander Severus zur Zeit des Endes seiner Regierung; als er dieselbe übernahm, war er 14 Jahre alt; denn Bassianus Elagabalus starb 18 Jahre alt (vgl. Dio LXXIX, 20: Kai efieXXev (Bassianus) eg xuXXov EjxßXyj-9-els ex8pävd( tcoi, cpcupafrelj Se aueacpayr;, öxxwxatSexa exrj yeyovu)?)} und wir wissen aus Herodian V,3, dass Bassianus um 4 Jahre älter war als sein Nachfolger Alexander Severus; wir lesen ferner bei Herodian selbst, dass Alexander Severus 14 Jahre regierte; vgl dass. Kap. weiter oben: BidXiv TtpoeXfriov sc, xb TteSfov 6 'AXe£av6po<;, auyxaXeaag xe xoug axpaxtwxac;, eSelxo npo- lia.ye.iv xal acb^etv ov dvefrpetjJaVTO xal ucp' u ßaatXeüovxc xeaaapeaxalcexa exeacv d|jL£|j,7ixco$ ßeß'.öxeaav, xxX.; ferner ibid. extr.: TeXo? [xev oyj xotoüxo xaxeXaßs xöv 'AXe^av- cpov xal xrjv (JLrjxepa, ßaacXeuaavxa exeac xeaaapeaxaEoexa, Saov ixpö? xoug dp)(0(ievoug, d|i£|jt,Tcxtj)? xal avacjiwxi. Das (xecpdxtov war also ca. 28 Jahre alt.i) An den folgenden Stellen lässt sich das Alter des |Asipdbuov wenn auch nicht sicher, so doch wenigstens annähernd berechnen; ich führe an: 1. Dionys. A. R. III, 15: C H ydp 'Opaxt'wv |irjxyjp xöv y;jxex£pwv dSsX-fT) xfjs Kopaxlccv [xrjxpög saxt xöv "AXßavwv, y.a.1 xefrpaixxai xd (letpdxta ev xolg a^xcpoxeptov xwv yuva-.xwv xo'Xroig darac£ovxat x' dXXrjXous xal cptXoöatv o'jy vjxxov >) xoü? eauxiöv dSeXcpoug. Die |j.£tpdxca sind die Horatier und die Curiatier; dieselben waren mindestens 17 Jahre oder älter; denn mit dem 17. Lebensjahre begann bei den Römern das wehrhafte Alter.-) 2. Dionys. A. R. V, 7 : c O 5' ? £[iafrev oube\iiav dvaßoXrjV notTjadji£vog hd xt]V olvlav xwv 'AxuXXlwv auv X£tpl 7toXX^ TtEXaxöv xe xod cplXwv TtapaylvExat uepi xöv J ) Vgl. auch Clinton, F. Rom. I p. 248 s. a. 235. z ) Vgl. Gi'asbcrgcr n. n. 0. TU p. 67 sqq. In deros. Kap. unten werden die nämlichen Personen wieder [xetpdxta genannt. - 41 — op&pov, xal TCXpeX-fribv ecao) xwv ftupcöv ü>j Ire' dXXrjV xcva Xpet'av raspäw dxwXoxog xax' ofxov ext xöv [ieipaxuov 5v- xcüv eyxpaxris yivexai xtöv sraaxoXöv xac xoug veavbxoug auXXaßwv xa-8'taxrjaiv ekI zobq utocxouc;. Die fieip<£xia sind die jungen Leute, die sieh verschworen hatten, die Rückkehr der Despoten zu bewirken, nämlich die cap. 6 erwähnten zwei Junier, Titus und Tiberius, Söhne des Konsuls Brutus; bezüglich ihres Alters heisst es dp- xccö? dpx6|Jt£Vot yevstäv. Ferner gehören dazu zwei Vitellier, Marcus und Manius, Brüder der Gemahlin des Brutus, von denen wir cap. 6 lesen, dass sie Exavoc xa xoivä Ttpdxxeiv waren; sie standen also jedenfalls schon in höherem Alter; endlich gehören dazu zwei Söhne der Schwester des Collatinus, des andern Konsuls, Lucius und Marcus Aquillius, wie es ebenfalls cap. 6 heisst, xtjv auxijv exovxeg xot? Bpoöxou Tcoaaiv VjXtxc'av, also ebenfalls dcpxi'wg dpx°|J.£Voi y.evecccv. 3. Dionys. A. R. X, 5: c Qs §e TcapeScoxav xöv X6- yov, aüxö jjIv xö [Jietpaxtov otty uu/jxoue xaXo6|Ji£Vov stxJ xy)v fltotoXoyi'av, xxX. Wie man aus dem Anfange dieses Kap. ersieht, ist das [istpdxtov Caeso Quinctius, ein Sohn des L. Quinctius Cincinnatus. Derselbe hatte sieh schon im Kriege und im Frieden hervorgethan; vgl. dass. Kap.; ferner Liv. 111,11: Caeso erat Quinctius, ferox iuvenis qua nobilitate gentis qua corporis magnitudine et viribus, ad ea munera data a diis et ipse addiderat multa belli decora facundiamque in foro, ut nemo, non lin- gua. non manu promptior in civilate haberetur. Das [xeipcbuov stand also jedenfalls schon in höherem Alter.i) 4. Dionys. A. R. X, 49: Taüxa xoö jxeipaxiou u-ap- xoprjaavxoc;, ouoetg ^v 8? oöx ena.ayi xi Ttpög xtjv xu)(7]v xwv dvfl-p(i)7«i)v. Das [iscpdxtov ist Spurius Virginius, der im Heere diente; er war also mindestens 17 Jahre l ) Auch cbendas. unten und cap. 6, 7 u. 8 wird Caeso Quinctius im nämlichen Alter (Jiecpdxwv genannt. 6 — 42 — alt.i) In dems. Kap. unten wird auch M. Ieilius, ein Altersgenosse und Freund des Sp. Virginius, der ebenfalls Kriegsdienste leistete, [iscpautov genannt. 5. Joseph. A. J, II, 6, 7: Toi)? [i£V aXXouc, sxnXrfeic, eAocße xac npbq xö izd&oc, acpwvia, 'loöSac; b~k 6 xai xöv Tca- xepa ueiaag Ix7te|uj)ac xö |J-£tp«xcov, xal zäXXa Spaaxrjpios öv av/)p, uTtep xrjs xaSeAcpoö awxrjptas expive TCapaßaXeafl'ai, xxA. Das [leipctxiov ist Benjamin, Jakobs jüngster Sohn, zu jener Zeit, als er mit seinen Brüdern nach Ägypten gekommen war, wo Getreide gekauft werden sollte; bezüglich des damaligen Alters des Benjamin ist zu bemerken: Jakob erhielt die Rachel zur Ehe, als er 14 Jahre bei Laban gedient hatte (vgl. Arch. I, 19,7). Der Aufenthalt Jakobs bei Laban dauerte 20 Jahre (vgl. I, 19, 9); also war Jakob mit Rachel bis damals 6 Jahre verheiratet gewesen und während dieser Zeit war Joseph geboren worden (vgl. I, 19, 8). Wir dürfen annehmen, dass Joseph in der 2. Hälfte dieser 6 Jahre geboren wurde, weil Rachel vorher dem Jakob durch ihre Dienerin Balla 2 Söhne hatte gebären lassen, nämlich den Dan und den Nephtali (vgl. 1, 19,8). Nach Verlauf von 20 Jahren also, wie oben erwähnt, kehrte Jakob in seine Heimat zurück; auf dieser Reise nach Kanaan wurde nun Benjamin geboren (vgl. I, 21, 3). Joseph war also zur Zeit der Geburt des Benjamin ca. 3 Jahre alt; zu der Zeit aber, in welcher Benjamin |j,eipflfottc/V genannt wird, war Joseph 30 Jahre alt (vgl. II, 6, 1). Das [iecpaxiov war also ca. 27 Jahre alt. 6. Joseph. A, J. VIII, 2,2: 'Era xouxtp tzüc, |jlev 6 Xocbc, Xav-8'dvwv eyleöax^sv w? fjiecpaxiov xöv ßaatAea, xxA. Das |.iEcpcbuov ist Salomon, der Sohn des David; es handelt sich um die erste Zeit seiner Regierung; über sein damaliges Alter vgl. VIII, 7, 8: 'ATio^v/jaxet 5e 6 ZoXojxwv fjOT) yrjpaiog wv, ßaatXeüaas |J.ev öyoor'jxovxa exrj ') Ygl. oben p. 40 num. 1. 43 — t^rjaag §s evsvrjxovca xsaaapa, xxA. Das jiEcpdxcov war also bei der Übernahme der Regierung 14, zu der Zeit aber, um die es sich hier handelt, etwas über 14 Jahre alt. 7. Plut. Publ. 4: C Q? S' oöv ouvETtda^rj xa [iEcpdxca xa! xo!g 'AxuAXc'ok; eJg Xöyoug ^XiI-ev, öpxov ö(xoaat [iiyav sSo£e Txäai xai ostvöv dvö'pd)7rou acpaylvxos Euca/ietaavxag aljaa xa! xöv auXayxvwv xhyovxas. Die [XEipdxca sind 2 Söhne des Konsuls L. Junius Brutus, die sich an die Verschwörung angeschlossen hatten; vgl. ebendas. cap. 3: T Qv 5üo zobq ev r[k%laxo XTjv Ssrjatv xa! xö [lEipdxiov aöftcc; fjvayxaasv eti! xöv I'txtxov avaßrjvac Saxpöov, xxX. Das |j,£tpdxcov ist Cornelius Lentulus in der Schlacht bei Cannae im Jahre 216. Derselbe war damals Kriegstribun; vgl. Liv. XXII, 49: Cn. Lentulus tribunus militum cum praetervehens equo sedentem in saxo cruore oppletum consulem vidisset, etc. Aus Liv. wissen wir, in welchen Jahren das fj.ec- pdxcov die einzelnen Ämter bekleidete. 2 ) Wir wissen !) Vgl. Peter, Ztfl. d. griech. Gesch. p. 70 Anm. 74; Krüger a. a. 0. p. 66 s. a. 429. 2 ) Vgl. darüber Drumann a. a. 0. II p. 527, 11. 44 — ferner, dass schon vor der lex Villia Annalis Bestim - mungen über das für die Bewerbung um Staatsämter erforderliche Lebensalter vorhanden waren; vgl. Liv. XXV, 2 Huic petenti aedilitatem cum obsisterent tri- buni plebis, negantes rationem eius habendam esse' quod nondum ad petendum legitima aetas esset, etc. Da wir aber nicht das für jedes Amt vorgeschriebene Alter kennen, so können wir diese Angabe nicht verwerten; nehmen wir aber an, das (mpcmov sei als Konsul im Jahre 201 (vgl. Drumann a. a. 0.) ca. 40 Jahre alt gewesen, so war dasselbe im Jahre 2Iß, in welches das oben erwähnte Ereignis fiel, ca. 25 Jahre alt. Vgl. übrigens Pol. VI, 19, wo er sagt, dass die Kriegstribunen aus der Zahl solcher Leute ausgewählt wurden, die mindestens schon 5 Jahre gedient hatten, also, da das wehrhafte Alter mit 17 Jahren begann (vgl. Grasberger a. a. 0. III p. 67), wenigstens 22 Jahre alt waren. 1 ) 10. Plut. Alk. 7: "Ext 2e [xstpaxtov 3>y Ecxpaxeuaaxo xyjv sie, IloxtSacav axpaxst'av y.a.1 SwxpäxT] auaxYjvov dys y.a.1 TcapaaxaxrjV ev iolc, aywaiv. Der Feldzug der Athener gegen Potidaea fand statt gegen Ende des Jahres 432 ; J ) über das Geburtsjahr des Alkibiades, der hier mit jjiec- pcbuov bezeichnet ist, wissen wir nichts Zuverlässiges; nehmen wir aber an, derselbe sei im Jahre 451 geboren, was man gewöhnlich annimmt, so war er damals nahezu 20 Jahre alt. 3 ) 11. Plut. Alk. 13: 'Erat 8' acpvjxev auxöv de, xtjv TxoXtxetav ext [izt.pdiy.iov öv, xouj fisv äXkouc, sb&bc, examei- vwas Srjiiaywyous, xxX. Das jiEipcbuov Alkibiades beteiligte sich zuerst an den öffentlichen Angelegenheiten *) Vgl. auch Mommsen, Ildbch. d. röm. Altert. II, 1 p. 562. 2 ) Tgl. Krüger a. a. 0. p. 64 s. a. 432. 3 ) "Vgl. über das Alter des Alkibiades Krüger a. a. 0. p. 72 s. a. 423. - 45 - Athens im Jahre 420.i) Nehmen wir 451 als Geburtsjahr, so war das |i£ipaxiov 31 Jahre alt. 12. Plut. Coriol. 3: 'EaxpaxEÖaaxo 8s TcpwxyjV axpa- xstav exi [ietpaxtov, 8xs Tapxuvtw xö ßaatXsuaavxt xfjg Tcl)- pjg, etxa extxectovxc, |o.exo: ■koXXo.!; |i.ax a S xc " ^jxxa? öaTiep eoyjzxov xußov dcptsvxt Tt^EiCxoc |iev Aaxc'vwv, TioXXol 2s xal xöv cOAcov 'IxaXiwxwv cuvsX«|iß«vov xac auyxaxfjyov etcI xrjv Tw|i7jv xxA. Das \iapd%iov, dessen Geburtsjahr wir nicht kennen, war wenigstens 17 Jahre alt, da, wie schon früher erwähnt, das wehrhafte Alter mit 17 Jahren begann. Eine ähnliche Stelle haben wir 13. Plut. Cat. mai. 1 : IIoXu Se [xäXXov ev laiq jxa- yats xalg Ttpös xoug 7toXe[itous xac xalg axpaxst'acg ßouAo- jiSVos eö6oxt,(xerv exi |i£ipaxiov öv xpau^iaxwv xö atöjjia |xe- axöv ivavxcwv ei^e- ^T)ai yap auxög ETrcaxai'Ssxa y£yovö)c; exvj xtjv 7tpu)xrjV axpaxeöaaafrai axpaxEi'av Tcspl öv 'Avvißag Xpovov euxuxwv EUEcpXsyE x)]v 'IxaXt'av. Hier kennen wir die Zeit nicht, um welche es sich handelt. 14. Plut. Cat. mai. 20: 'Ecp' w xa: IlaöAoc; 6 axpa- xyjyöc; Tjyaa&r] xö [xstpcbuov, xat Kaxwvoj auxoö cpspsxat xtg £Tt:axoX7j ■repös xöv uEöv önep^utög ETtacvoövxog xyjv TtspE xö ^tcpog cptXoxijiiav aöxoö xac arauoTjV. Das [i,scpocxtov ist Catos Sohn M. Porcius Cato Licinianus. Es handelt sich um die Schlacht bei Pydna. Das fietpdcxtov leistete die ersten Kriegsdienste im Jahre 173. 2 ) Da nun die jungen Römer, wie schon oben erwähnt, sich dem Kriegsdienste gewöhnlich im Alter von 17 Jahren widmeten, so war unser |j.scpaxtov, wenn wir dies auch von ihm annehmen, im Jahre 190 geboren. Im Jahre 168, in welchem die Sehlacht bei Pydna stattfand, war das [isipdxwv also 22 Jahre alt. 15. Plut. Comp. Arist. c. Cat. mai. 6: T Q[ö'auxös EXprjaaxo Xoyw xax£ipü)V£u6[xsvoc; xö jj.£cpaxwv, oüx YjV äXt]~ ■9-%. Das [leipcbuov ist der junge Cato zu der Zeit, als !) Vgl. Peter, Ztfl. d. griech. Gesch. p. 85 Arnii. 69. *) Vgl. Dnimann a. a. 0. Y p. 150. — 46 — sein Vater seine zweite Heirat schliessen wollte. Vorher in dems. Kap. heisst Cato zur nämlichen Zeit „erwachsen". Vgl. ebendas.: lTpsaßuxrjv yap y]orj xoooüxov £V7jXt'xw to»5i xxA. Cato heiratete die Salonia wahrscheinlich im Jahre 155. 1 ) Nehmen wir als Geburtsjahr des [xeipdxiov das Jahr 190 (vgl. oben p. 45 num. 14), so betrug sein Alter im Jahre 155 35 Jahre. 16. Plut. Pyrrh. 7: Kaipw Se ^pyjadfievog xal cpö'd- aas draxxivvuaiv 6 ÄTjfnfjxpiog xö [xetpdxcov xal ßaaiXsüg av7jYop£Ü9'>] MaxeSoviag. Das fiecpdxiov ist Alexander, der Sohn des Kassandros. Das Ereignis fällt in das Jahr 295;') jedoch ist die Geburtszeit des [xecpdxcov nicht bekannt; Droysen erzählt (a. a. 0. II, 1 p. 249 sq.) die Vermählung des Kassandros nach Diodor unter dem Jahre 316 ; 3 ) Alexander war der jüngste der 3 Söhne des Kassandros;*) das fxecpdxtov konnte also frühestens ca. 313 geboren sein, folglich war es im Jahre 295 ca. 18 Jahre alt. 17. Plut. Lys. 4: "Ex xe 5)) xoöxwv xal xyjs äXXrjc, auvStatxrja£ü)s 6 Aöaavopog dyaTojirsEs xal x<ö {repaTcsuxtxcö [xaA'.axa xfj? 6[uA£ag eXfbv xö |j.e:pdxcov ensppwae npbc, xöv 7i6Xe[i.ov. Das fietpoxiov ist Kyros der Jüngere. Der Besuch des Lysandros bei Kyros fand im Jahre 407 statt; denn in jenem Jahre war Lysandros Feldherr geworden; nach Krüger (a. a. 0. p. 86 s. a. 407) jedoch ist dieses Ereignis in das Jahr 408 zu setzen; der Vater des Kyros, Dareios Nothos, war im Jahre 424 König geworden;"') Kyros war nicht vor der Thronbesteigung des Vaters geboren.") Das [letpixiov war also im Jahre 407 ca. 17 Jahre alt. 1) "Vgl. Drumann a. a. 0. V p. 149. 2) Vgl. Droysen c. a. 0. III r. VI, 4. 3) Vgl. auch Droysen a. a. 0. II, 2 p. 249 Anm. 1. s ) Vgl. Droysen a. a. 0. U, 2 p. 263. 5 ) Vgl. Krüger a. a. 0. p. 324 u. 327. 6) Vgl. Droysen a. n. 0. I, 1 p. 53 ; Plut. Artax. 2 : Köpov S£ ßaatXeuovx: Aapet'm xexetv. — 47 18. Plut. Pomp. 46: 'Exmirxwv ok v.od nepui>%-o6- (xevog 6 IIo[X7c/jVog Yjvayxd^exo S7]|iapxoöai upoatpeöyeiv xai 7r.poaapxäa9 , ai |i£'.pax(cc$ - &v ö ßceXoptoxaxog xai D-paaöxa- xog KXujSoog dvaXaßcbv aöxöv ÖTieppnJjs x

iXc7r7xog iv Sa[io- ■frpax-ft x-?j 'OXu|«ud£o aujj.fjLurj-9'etig aüzöq xe fieipdxiov wv ext xdxetVYjg tojciSos öpcpavfjc; yovewv epaaiHjvai xal xov ycqiov oüxtog dpfioaac, Txetaac; xöv dSeXcpov auxrjc; 'Ap6|jißav. Das |j.£ipdxcov Philipp war geboren im Jahre 382.») Weshalb Droysen (a. a. 0. I, 1 p. 78 Anm. 1) sagt, Philipp sei, als sein Vater im Jahre 369 starb, vielleicht 10 Jahre alt gewesen, also ca. 379 geboren worden, ist nicht ersichtlich. Ferner lesen wir ebendas. (a. a. 0. 1, 1 p. 89 Anm. 1), Olympias sei Philipps Gemahlin im Jahre 357 geworden; ob die Zeit geschichtlich belegt ist oder ob Droysen dieses Jahr angibt, weil im Jahre 356 Alexander geboren wurde, weiss ich nicht. Nehmen wir also 382 als Philipps Geburtsjahr und das Jahr 357 1) Vgl. Mommsen, Hdbcli. d. röm. Altert. I p. 533. a ) Vgl. Mommsen ebendas. I p. 493 u. 551 sqq. 3) Mommsen ebendas. I p. 515 sq. '') Unter gewissen Voraussetzungen, namentlich wegen bewiesener Tapferkeit vor dem Feinde, hat es wohl Ausnahmen gegeben (vgl. Mommsen ebendas. I p. 489). Übrigens wurde unter Augustus, als die Ordnung der republikanischen Zeit in mancher Beziehung abgeändert wurde, für die Quästur ein Minimal alter von 25 Jahren festgesetzt (vgl. Mommsen ebendas. I p. 553 sqq.). •') Vgl. Peter, Ztfl. d. griech. Gesch. p. 119 Anm. 232; Krüger a. a. 0. p. 243 sq. — 48 — als das seiner Vermählung, so war er damals ca. 25 Jahre alt. 20. Plut. Alex. 11 : T Hye Sca IIuXwv xt]V 56vafuv £Uiü)v, 6xi ÄTjfioaS'evet iza.lox |iev auxcv, l'wg yjv h 'lWvpiolq xac TptßaXXorg, fitotoxaXouvxi, |i£ipdx[ov 2e Ttepl ©exxaXiav yev6|jL£Vov ßooXsxat upoc; xofg 'Axryivac'wv xefyeacv avrjp cpa- vfjvac. Das |Ji£tpdxtov Alexander wurde bekanntlich im Jahre 356 geboren; hier handelt es sich um die Zeit, als Alexander in Thessalien war; dort war er aber das erste Mal im Jahre 336.') Aber von dieser Zeit kann hier nicht die Rede sein; denn aus dem Texte ersehen wir, dass dieser Aufenthalt in Thessalien der Besiegung der Triballer folgt; nun wurde der Feldzug gegen die Triballer und überhaupt gegen die nordischen Völker im Jahre 335 unternommen;*) es handelt sich also hier um Alexanders zweiten Zug nach Griechenland, der im Jahre 335 stattfand/') Das \xeipdxiov war also 21 Jahre alt. 21. Plut. Alex. 48: 'AXs^avopov 5s [xetpdxwv «to- xdXei tC auxoüg xo xfjg apxfjc; övojaa xaprcoö[ievov. Die Zeit dieses Ereignisses gibt uns Plutarch ebendas. weiter oben an: "Oxe yapxocTispt Aajxaaxöv eaAw y_pfj\xxztx Aapsiou vixrjfl-evxog ev KiXixfcc, xxA. Jedenfalls kann also das Ereignis nicht vor diese Zeit gesetzt werden; der Zug durch Phoinikien nebst dem erwähnten Vorgange von Damaskos fiel aber in das Jahr 333J2.') Das \xzipd%iov Alexander war im Jahre 356 geboren, war also damals mindestens 23 Jahre alt. 22. Plut. Gaes. 35: „Kcri xotixo" scprj „jieipdxtov, 1 ) Vgl. Droysen a. a. 0. T, 1 p. 107 sq. 2 ) Vgl. Droysen a. a. 0. T, 1 p. 114 sqq.; Krüger a. a. 0. p. 162 s. a. 335. 3 ) Vgl. Droysen a. a. O. I, 1 p. 137 sqq. J ) Vgl. Krüger a. a. O. p. 162 u. 164 s. a. 333 u. 332; Arr. Alex. Anab. II, 11 u. 15; Droysen a. a. O. I, 1 p. 276 sq. — 49 — oöx dyvoec?, 8xc [iot SuaxoXtixepov ^v eatefv rj Tzpöc&i". Das fietpaxiov, der Volkstribuu Metellus, war mindestens ca. 33 Jahre alt (vgl. oben p. 47 num. 18). 23. Plut. Phok. 23: „Ol X6yöc aou" sotsv „& [xec- pdxtov, eotxaat xuTraptxxo;;". Das |i,ecpxxtov ist Leosthenes, der Oberanführer im lamischen Kriege, Das Ereignis fiel in die Zeit zwischen Alexanders Tod und dem Beginne das lamischen Krieges (vgl, ibid. cap. 22 u, 23), also in das Jahr 323. Wir wissen nun, dass mit dem 20. Lebensjahre die Verpflichtung zur Teilnahme an auswärtigen Kriegen begann.1) Wer also zur Teilnahme an einem auswärtigen Kriege herangezogen wurde, war mindestens 20 Jahre alt. Eine ähnliche Stelle haben wir 24. Plut. Phok. 25: 'Etcec Se Ttapaxa^avxos auxoü xoüc; omXixas sie, raXü Ttpb xöv aXXwv TtpoYjXS'ev, etxa Setaas .svxtaxdvxoc; av5pog tioXejalou %dliv Et? xrjv xäcjtv ave- XwpYjasv „(5) [istpdxtov" eotev „oöx ai5-?j Suo xä^etg gotoXs- Xootcöcj, xxX.", wo das |j.sipdxcov ein Hoplit ist. 25. Plut Agid. 7: C H 8s dxoüaaaa xö [jiev ■rcpüxov ecjETtXdyr] xal xaxsuaus xö [lEipcbtiov (5)? oüxs Suvaxwv oüxs XuatxeXwv scpd|i£vov. Das \ieipdv.iov ist der König Agis IV. zu der Zeit, als er seine Reformen begann; wir wissen nur, dass er bei Übernahme der Regierung noch nicht 20 Jahre alt war; vgl. ebendas. cap. 4: "Qoxe [jltjSetcw yeyov&cj etxoaxöv exoj, xxX. 26. Plut. Agid, 14: "Otlou npö? (AEcpäxiov öXiyou geiv vstüxaxov dOTavxwv aictb? xoaauxr) xal epoßoe, saxl xwv axpaxeuojxsvwv. Das u.eipaxwv ist Agis; der Feldzug, von dem hier die Rede ist, fand statt etwa im Jahre 241. ä ) x ) Vgl. Grasberger a. a. 0. III p. 83; ferner Schol. zu Aischin. l3e fals. leg. § 168 (Müller, Oratores Attiei II p. 509): DpobxYjv 6"] enetSyj gotö ir{ exwv sw; x' eyt'vovxo ol axpa- xcwxat d)g Tizpi-Koloi cpuXaxeg, cotö 3e x' Xootöv e^eaav eüg xo5g uuepoptoug no\i\iouq. z ) Vgl. Peter, Ztfl. d. griech. Gesch. p. 158 Anm. 79 ; Krüger a. a. 0. p. 232 s. num. 26. 7 - 50 - Nehmen wir an, dass Agis den Thron nicht nach Ol. 134,1, also 244, bestieg 1 ) und bei der Übernahme der Regierung noch nicht 20 Jahre alt war (vgl. oben num. 25), so war er damals ca. 22 Jahre alt. 27. Plut. Cic. 24: 'EroaxoXai oe Ttapa xoö Kixepwvos etat npbc, c Hp(oorjv, e'xepac oe upög xöv uEov, lyxeAeuo|iivou au[icptXoaocpecv Kpaxwcrcq). Topytav Ss xöv prpopa aZttäfievog stg i^Sovag xaE toxouj rcpoäyeiv xö [xeipaxcov aTteXaövet xfjs auvouaiag auxoö. Das fistp&uov ist der Sohn des Cicero, M. Tullius Cicero, der im Jahre 65 geboren war.a) Es ist von der Zeit die Rede, als der junge Cicero sich in Athen aufhielt; dorthin ging derselbe nach dem Tode seiner Schwester Tullia im Jahre 45. ;| ) Das [leipcfouov war also sicher etwas über 20 Jahre alt. 28. Plut. Cic. 28: 'AXXä [Astpaxtov wv ext xocc u^ra) yevecöv 6 KXwotog tjAtuCs X'/jaeofrai StaSug Ttpog xy;V üojjl- 7tr/t'av (jiexa xwv yuvaixöv. Das Ereignis fiel in das Jahr 62.*) Zwar ist das Geburtsjahr des Clodius nicht bekannt, doch wissen wir, dass derselbe damals zum Quästor gewählt war/ 1 ) In jener Zeit konnte die Quästur vom vollendeten 30. Lebensjahre ab geführt werden.") Das jAEipctxcov musste also trotz der Bedenken erregenden Worte des Textes xat [nfjixiü yeyeiöv mindestens 30 Jahre alt sein. Übrigens haben wir für die Bestimmung des Alters des [jiecpaxcov noch folgende Anhaltspunkte: Clodius begann seine öffentliche Laufbahn im 3. mithridatischen Kriege in der prätorischen Kohorte des Prokonsuls L. Lucullus, 7 ) also im Jahre 74. s ) In die cohors prae- J ) Vgl. Krüger a. a. O. p. 232 8. num. 26. :: ) Vgl. Drumann h. a. 0. VI p. 711. :l ) Vgl. Drumann a. a. 0. VI p. 713 sq. 4 ) Vgl. Drumann a. a., 0. II p. 203 sqq. 5 ) Vgl. Drumann a. a. 0. II p. 206 u. 217. ß ) Vgl. Mommsen, Hdbch. d. röm. Altert. I p. 551. 7 ) Vgl. Drumann a. a, O. II p. 200; Plut. Luc. 34. 8) Vgl. Drumann a. a. 0. IV p. 127. — 51 — toria trat der junge Römer gewöhnlich nach vollendetem 17. Jahre. 1 ) Wir kommen demnach auch so nahezu auf das oben angegebene Alter. 29. Plut. Demetr. 37: Ei 8i xiq eu (iv/j|xrj %r\c, 'Avxt- Ttoxpou xoö TtaXawö [i£xptoxrjxoc; ütoAecttexo, xal xa6xrjv Arjjj.-/;Tpiog exapraöxo v, TcapfjX-ö'ev dvxepöv xolc, rc£pl 'AXe^avSpou YP ac P 0 l JL ^ vot S <\)y]yio\±aoiv eütovxo? 5e xtvo? „au vso? a>v xoX|iäs XiyEiv Tzepl ir\) cxoöxwv"; „xa£ fjtfjv 'AXeljavSpoc;" ectiev „Sv thy^t- ^£a-9'£ ■öeöv, efioö V£(i)x£p6s egxc". Das Jahr, in welches das Ereignis fällt, ist 324;') Alexander war 356 geboren, war also damals ca. 32 Jahre alt; war nun, wie es oben heisst, Alexander jünger als Pytheas, so war das \i£tpdxiov älter als 32 Jahre. 34. Pseudoplut. De vit. dec. orat. 3. Lysias: Kai oütw? &%EktXo- xXeouj ap^ovxo;. Demosthenes war geboren im Jahre 383 ; 2 ) von Lysias können wir weder das Geburts-noch das Todesjahr mit Bestimmtheit angeben; abgesehen von anderen Angaben ist derselbe (nach Christ a. a. 0. p. 288) um 445 geboren; halten wir uns aber bei der Behandlung unserer Stelle an den vorliegenden Text, so ist angegeben, dass derselbe unter dem Archon Philokles geboren sei, also im Jahre 459. 3 ) Ferner erfahren wir aus dem Texte, dass Lysias 83 oder 76 oder über 80 Jahre alt gestorben sei; nehmen wir nun für unsere Berechnung die höchste Alterszahl, die ihm gegeben wird, also 83 Jahre, so starb er im Jahre 376. War aber das [xeipaxtov, wie oben bemerkt, im Jahre 383 geboren, so war dasselbe beim Tode des Lysias im Jahre 376 höchstens 7 Jahre alt. 4 ) *) Vgl. Droysen a. a. 0. I, 2 p. 273 sq. 3 ) Vgl. Christ a. a. 0. p. 301, dem ich bei den verschiedenen Angaben des Geburtsjahres folge. 3 ) Vgl. Krüger a. a. 0. p. 46 s. a. 459. s ) Da [iEipcouoV bei Plutarch nirgends ein so geringes — 54 — 35. Pseudoplut. De vit. dec. orat. 6. Aischines : Kai ^Ecpdxtov öv £axpax£U£xo sv xotg izoXkolQ. Das |iei- pdxcov Aischines war über 20 Jahre alt (vgl. oben p. 49 num. 23). Obgleich uns Aischin. (De fals. leg. § 168 sq.) selbst die Kriegszüge, an denen er teilnahm, mitteilt, so lässt sich sein damaliges Alter doch nicht genau bestimmen, da wir nicht wissen, welchen Kriegszug der Autor oben meint. 30. App. Pun. 10: 'Qc, 8' rjyyurjaEV, Itz'i^zio ig 'Ißyjptav VrpaiTjyüv xö [leipaxiov. Das jj,etpdxiov Masinissa war im Jahre 239 geboren (vgl. oben p. 32 num. 26). Wenn wir auch nicht nachweisen können, wann Masinissa nach Spanien kam, so wissen wir doch, dass er damals, als die beiden Scipionen ihren Untergang fanden, schon an den Kämpfen teilnahm (vgl. Liv. XXV, 34 sq.). Dies war der Fall im Jahre 212. l ) Nehmen wir an, das jiecpaxiov sei kurz vorher nach Spanien gekommen, so war dasselbe ca. 26 Jahre alt. 37. Herod. I, 8: Xpovou [i£v oöv xivog dXtywv ixöv TijxTjV roxaav dicevejie xofg rorrpwocc; cptXoig, udvxa xe Eixpax- xev exei'voic; au[j.ßoüXoLg ^pwiiEVog 1 £7isi 8e xyjv rcpovoiav evs)(efpta£ xfjg dpX^S Eaoxw, Eraaxrjaag xotg axpaxoTtsooic; Ilepevvtov, dvSpa xo |isv y£Vog 'IxaXitoxrjv, axpaxcaraxcv 8' ecvao Soxoüvxa (Stö xa! ^idXiaxa aoxöv erocpxov eitotrjas xä>v axpaxonsSiüv), x-7j xoü [lEtpaxiou dTtoxpcbfievog yjXixc'a exEfvog £taa£V auxöv xpucpaic; axoXd^ovxa xai xpaiJxdXacg, ttjs x£ cppovxtSog xal xwv ßaatXEtwv xajidxwv drcfjyEV auxov, Ttaaav 8e x)]V Siobajaiv xyjg «PX^S auxög dvsSEgaxo uXoutou x£ «xpaxrjxw E7U'9'U[Ju'a xai xöv [i£V ixpoaxxw|JiEV(i>v dsl xaxa- cppovrja£L, xwv 8' outcw Tiapovxwv anX^axw dvxi7r.onfja£i. Alter bezeichnet, 80 dürfen wir in dieser Bedeutung dos "Wortes einen neuen Beleg für die Unechtheit dieser Schrift erblicken; freilich kann man demselben nicht zu viel Gewicht beilegen; denn an einer andern Stelle derselben Schrift (vgl. num. 35) bezeichnet dieses Wort ein viel höheres Alter. !) Vgl. Fischer, Köm. Zeitfl. p. 91 s. a. 212. 55 - Das jxecpaxtov Commodns war bei dem Tode seines Vaters 19 Jahre alt (vgl, oben p. 20 sq. niim. 18). In der fraglichen Zeit hatte Comraodus den Thron schon einige Jahre bestiegen; vgl. oben cap. 8 init.: Xp6vcu jxev ouv xtvo? öXtywv exwv xxX. Das jXEtpäxtov war also mindestens 21 Jahre alt. 1 ) 38. Herod. VI, I: v Hor) xe öpwaa ev dpxft xöv utöv vsavtav ysvofxsvov, xaE oEGotxma |xrj apa rjXtxta cbqxa- £ouaa uTtrjpsxouarjc; aosta^ xe xat s!;ouatac; s; xt xwv yEvt- xwv a|xapxr)|xäxwv E^oxEtXiß, 7tavxa)(6{r£v ecppoüpet xtjv auXr^v, oüge xtva eta TtpoatEvat xw |X£tpaxt(p xwv etiE cpaüXw ßtw otaߣßXr;|xsvwv, [jl/j tcwc; xö fjö'o; Stacpfrapetrj, 7tpoxaXEaa|x£- vwv auxoü xwv xoXdxwv xag öpe^etg dx|xa^oüaac; e$ atcr/päc; era9'uji,öas. Das [xEtpäxtov Alexander Severus war bei der Übernahme der Regierung 14 Jahre alt (vgl. oben pag. 39 sq. num. 42). In der fraglichen Zeit hatte aber derselbe schon länger regiert; vgl. oben cap. 1 : 'Era r.oXb 6" oüxw xfjc; äpyjjQ ototxou|X£V7)c;, rj jxev Mataa TtpeaßQxcg yjSrj oöaa dv£7tauaaxo xoö ßt'ou, xxX. Das |XEtpä- xtov war also älter als 14 Jahre. Wir haben jetzt einige Stellen zu erwähnen, aus denen wir ersehen, dass [i£tpdxtov ein anderes und zwar höheres Alter als nalc, bezeichnet; ich führe an: Plut. Alk. 1: IlspE jxev ouv xoö xdXXouj 'AXxtßtäoou oüosv law; Sei Xeyetv, TtXrjv öxt xaE ixaloa xaE [XEtpäxtov xaE avopa Trda-fy auvavD'fjaav x?) yjXtxta xaE wpa xoö aw|xaxog Epdajxtov xat rjSüv Ttapea^ev. Plut. Eum. 1: "Ext Se TtatSos ovxo; auxoü [xyjSeuoxs XfjyEiv, |i7j6' taxaafrai xtjv ysvs- acv, dXX' (xto an£p|iaxog del [lExaßdXXouaav, Ejxßpoov uoiefv, efxa ßpecpog, etxa uaiSa, (letpdxcoVj ecpESfjs veaviaxov, eZxa dvSpa, TtpeaßOxTjv, yspovxa, xd? upwxa? cpfreipouaav yevs- ascc; xai ^Xr/ia? xai? erayiyvo[j.svaic;. Plut. Amat. Hb. 9 : Ei Se S.pX £l ßp£T ou S t 1 ^ ^ zn&'q xai uacSög 6 StSdaxaXoc;, ecpfjßou §e yujivaatapxos, spaaxYjS §s jieipaxiou, ysvofjivou 8e ev vjXixia vop-og xai axpaxYjyöc;, oüSsij Se dvapxxo? oüSe auxoxeX'/]?, xi Ss'.vöv el xxX. Plut. Amat. lib. 15 : Msipa- xiiüv S' dpa xai uaiSwv ev wpa xai avfrei TtXaxxojievwv xai pu9-|i,t^o[i£Vü)v xpocpai xai a&^/jaei? ouSevi ftsöv y) Sat|j,6vwv upoarjxoua'.v; Arr. De Epietet. dissert. III, 9: "Oxe -aale, rjc;, ISj/jxa^sg xd aauxoö ooyjxaxa - , oüyl 5' 6? udvxa Ttoiels, ETiotEt? a euoieic; - , 8x£ Ss fieipdxiov t]St], xai xwv pTjxopwv vixoues, xai aüxö? sfisXsxac;, zi aoi Xecrceiv ecpavxd^ou; Dio LH, 26: Ilspi |xev oöv xöv ßouXeuxöv xöv xe Etltiewv xaöxd aoi au|j,ßooXsöeiv sx«, xai vi] Aia xai sxstva, Eva ewj xe ext rados? eJciv, e? xd SiSaaxaXela aujicpotxöat, xai erce'.cdv sc; |ji£tpdxta ExßdXtoatv, im xe xou; I'txtxous xai sm xd ouXa xpETiwvxat, Si8aaxdXous Exaxipwv SrjixoaiEu^vxa? Eiifjita^oug exovxeg. Dio LXXV, 14: 'E^exe^e 5e qu uatoa? [xovov oöSe (XEtpdxta, äXka, xai dvSpaj, xxX. Wie bei den klassischen Autoren, so bezeichnet auch bei den Koinisten (istpdxtov häufig einen Menschen, der im Alter der Wissenschaft- - 57 liehen Ausbildung oder in dem der Jugendblüte steht; derartige Stellen sind so zahlreich, dass es nicht notwendig erseheint, einzelne anzuführen. Was nun das Ergebnis dieses Teiles der Abhandlung anbelangt, so ist zu bemerken: Bei den Schriftstellern der %oiv/) hat das Wort [istpaxtov eine doppelte Bedeutung; aus denjenigen Stellen nämlich, an denen wir das Alter des |iecpa- xtov aus dem Autor selbst oder aus einem andern ersehen, ergibt sich, dass sich dasselbe von 14—22 Jahren erstreckt; aus den andern Stellen dagegen, wo wir auf die Berechnung dieses Alters angewiesen sind, geht hervor, dass dasselbe vom 2.—36. Jahre reicht. 58 III. Es ist nunmehr die Bedeutung des Wortes [ieipd- xcov bei Luid an os zu untersuchen. Zwar lesen wir bei diesem Schriftsteller den fraglichen Ausdruck ziemlieh häufig, aber nur an folgenden Stellen ist eine Altersbestimmung möglich: 1. Philops. 11 : ,,"Ea toötov" Eep7] 6 "Iwv „eyd) ck ujitv '9 , au|ji.dai6v xc o{.-f]-{ipo\L |i.etpaxcü) (dxaaß'dXa) ydp yjaxrjv) 5txa? extadxrjv, wo also die Söhne des Aloeus TiatSeg und (xstpaxtw genannt werden. Ferner Nav. 2: c Otoxe, ol\icci, xö wpatov ExeCvo (i£ipdxtov ex xtjs ■ö'a^djjirjs TtporjXfrE, xö xrjv xa&apdv ö-9-övrjv evgeSuxo?, dva§£GE|ievov e? xouutaw xtjv xojxyjv, eu 1 ducpoxepa xoü [jiexwtou dTCYjyfxe- vrjv. Dieses jieipdxtov war noch nicht ins Ephebenalter getreten; denn Lykinos sagt hier, aus der Art, wie das Haar des [xetpdxcov geschlungen sei, gehe hervor, dass dasselbe nicht freigeboren sei; vgl. ebendas.: 'H x6[nj Se xa! e$ xotiraau 6 TcXöxajxo? auvea7tetpa[iEV0£ olix eXe6- ■9-epov auxov cprjaiv stvac. Hierauf entgegnet ihm Timo- laos, das sei vielmehr das Zeichen der freien Geburt bei den Ägyptern, weil dort die freien Knaben bis ins Jünglingsalter das Haar aufgebunden tragen; vgl. ibid. eap. 3: Toüxo [jisv EuyevEias & Aoxlvs orjfietov saxtv Atyuuxta;, Vj xopj* aTtavxsg ydp aöxrjv ol EXsuftspot TcatSs? dvarcXexovxai eaxe npög xö scpyjßtxöv, xxX. Wenn also, wie oben angegeben, auch dieses p.Etpdxtov sein Haar so trug, so war es noch ein rau?, und wirklich finden wir ibid. eap. 18 extr. dasselbe auch nxZq genannt, während eap. 19 wieder |istpdxiov steht. ~ 61 Nur an 3 Stellen begegnet uns bei Lukian für [lecpofottov im gleichen Alter veavfoxog, nämlich Tox. 14: TautTjV oüv tote of Aecvtou x6Xax£g uapaXa|j,ßävouatv era xö |i£tpaxtov (Deinias), xat xa TxoXXa urcexu)fX(f)8ouv auvto- ■9'Oövtes aöxov eEg xöv tpwxa xfjq XaptxXEt'ag, und ibid.: C H Ss toXXoüc; V]Stj vsouj exxpaxrjXujaaa xat juiptouc; epwxag uTwxptvauivT) xaE otxoug uoXuxaXavxous dvaxps'-Laaa, izoi- xt'Xov xi xaE 7xoXuyu|i.vaaxov xaxov, TcapaAaßoüaa etg xäg )(£rpag dTxXotxöv xaE amecpov xöv xotoüxwv [i.ry^avvjfiaxoiv VEavt'axov oux dvfjxev ex xöv ävu^wv, xxX. Ferner Asin. 9 : ,,'ß fieipaxtov, excuaat, xat dX£t<|du.EVO£ e'v-9'Ev ex xoö fxu- pou aupxXExou xö) dvxaywvtax^". Vgl. ebendas. cap. 6: C H Ss (a^oSpa yap Yjv txajiöv xat x a P' TÜ,v (Jiecrxöv xö xopd- ctov) „tpEuyots av" ewcsy „w veavcaxe, e" y£ voüv s'xots xat £?jv £\)'sXot£, d)g teoXXgö rcupös xat xvt'arjj fisaxa". Ibid. cap. 8: c ß? Se xtj) toxw uapEaxsudaafiEv ixuxobi; eu Trpög X7]v vöxxa, XsyEt upog jjle yj BiaXataxpa „xoüxo fisv Syj rozv- xa)$ est as (ivrjjxovE^Etv w vsavtaxe, Sxt et? 7taXat'axpav £|jt7i£Tcxwxac, xat XP*J es vöv £7ttcsf£at el ysyovag |v xotg Ecp/jßotj yopyös xat 7xaXat'a|iaxa ;wXXa Efia^ES txoxe". Aus der eben angeführten Stelle geht auch hervor, dass das mit vEavtaxog bezeichnete |i£tpdxtov Lukios die Epheben- jahre schon überschritten hatte. Wenn wir nun bedenken, dass sich diese 3 Stellen in 2 Schriften finden, deren Echtheit mindestens fraglich ist (vgl. Christ a. a. 0. p. 548), so dürfen wir wohl gerade hierin einen neuen Beleg für die Unechtheit dieser Schriften erblicken. Noch ein anderer Punkt ist hier zu besprechen. Bei Grasberger (a. a. 0. III p. 6) lesen wir, die (i£t- paxta seien nicht mehr unter der^Aufsicht von Pädagogen gestanden. Diese Behauptung stützt sich auf Pseudoplut. De lib. educ. 16 (cap. 15 bei Grasberger ist in 16 zu verbessern; vgl. diese Stelle oben p. 56 dieser Abb..). Nun lesen wir Luk. Conv. 26: 'RSbq ydp saxt xq) jjiEtpaxtw, xat npcc, x«pw auxqi auvEaxtv. Dieses fjistpaxtov, Zenon, der Sohn des Aristainetos, hatte aber 62 — noch einen Pädagogen; vgl. ebendas.: Et Se |atj odayjpbv Yjv £[jl£ liyeiv xa xotaüxa, xac av xi ■Kpoaiü-qxoc, öuep aü, £'! ^eXetg, uapa Zw7i6pou xoü TLa^aytoyoiJ av i-idfroig aXvj- ■9-ec; ov. Ferner cap. 29: Mex' öXtyov 8e xal 6 Z/jVwv ÜTce^aveaxrj dcpavwg, xoö Tia'.Saywyoö vsüaavxog auaXXctxxe- a&at d)g xeXeöaavxo? xoö vtaxpö?. Dieser Widerspruch ist leicht zu erklären; [iecpdxwv hat eben bei Plutarch und überhaupt bei den Schriftstellern der xcuvr'j eine andere Bedeutung wie bei dein Attikisten Lukian. Ein Vergleich der oben angeführten Stellen rechtfertigt diese Behauptung. Da.s Alter des |j.£tpdxtov lässt sich also, wie wir gesehen haben, bei Lukian nur an 2 Stellen bestimmen und beträgt ca. 14 und ca. 15 Jahre; an einer dritten Stelle ergibt sich aus dem Zusammenhange, dass dasselbe ungefähr 20 Jahre beträgt. — 63 — IV. In dem letzfen Teile unserer Abhandlung folgt einekurze Untersuchung über die Bedeutung des Wortes ävx i- %aiq. Dieser Ausdruck ist der Dichtersprache entlehnt und findet sich in der Prosa erst seit Polybios ') Wir gehen aus von Aisehyl. Eum. 38: Äst'aaaa yip TP«ö; odSsv, «vxtTXatc; fiev oüiv = „einem Kinde gleich". Ferner ist zu erwähnen Sophokl. fragm. aus den 26v8ei7cvoi bei Athen. XV p.679 A = fragm. 139 Nauek : Oüxoc yevetov öSe yyq Bi-qXiqkq cpopoövxa xdvxtTta'.Sa %od yevec |ieyav [X7)xp6g xaXefafrat ixaroa, xoö Txaxpög uapov. Endlich finden wir Eur. Andr. 326: "Oaxc? -9'uyaxpös «vxcTtatoog ex A6yiXd|i,u.tova xüTixouaat xoig Xtfrotg xal xotg ijüXoi? duExxEtvav, xov ce uiöv dTcefcvi^av dvxmaiSa xtjv rjXixlav övxa, auv es xo6xoig xtjv yuvatxa xoü t5tXä|JL|icovos yufiVTjv ei? xtjv TcXaxsIav E^sXxouaa;. coscpfrs'.pxv. 2. Pol. XXVII, 15: Toüxov dvxLTtaiSa xaxd xtjv t)X'.- xlav övxa xoü rcaxpös [xsxaXXd^avxo? 6 Xdpo^ UExd xtj? xai)-TjXoüar ( s Ttpoaxaaiac; el? xt ; v c Pü)[itjv ätcsoxs'-Xs X 0 '? 17 xoü xal xtjV ocdXsxxov Y.od xa ypdu.|xaxa xd Twjial'xd |ia- frelv. Der dvxtTcatg Charops stand also in dem Alter der wissenschaftlichen Ausbildung. Einige Zeit nachher, als er nach Hause zurückkehrte, nennt ihn Polybios — 67 — p,£tpdxtov. Vgl. ebendas.: Toöxo xo [XEtpdxtov roXXots aüvrftec, yeyovös euavfjXfre |J.£xd xtva ypovov sJg x*)V otxstav. 3. Diod. XVI, 38: Auto? oe rapiTteaibv voaco cpflxvaSt xat tioXuv ypovov dppcoax/jaag, iranovcog xat xfj? äoeßefag- oixetco? xaxEaxpet}>£ xöv ßt'ov, xaxaXtuojv xöv Owxecdv axpa- xYjyöv cfrdXatxov xöv 'Ovo^ap^cu uEöv xoö xöv tepbv ttoXe- [jlov Exxaöaavxoc;, dvxhtaiSa xy]V yjXtxtav ovxa - uapaxaxs- axTjae 8' auxö eraxporcov a|ia xat axpaxrjyöv Mvaalav, Iva xöv sauxoü cptXwv. 4. Diod. Appendix fragm. Seorial. 22: OE ok uEot xoö acpayevxog ävxcTijaiSes Ext xijv VjXtxt'av oyxeg öto xtvog auyyevoOs cOTi'jX&i'icrav sis xvjv Teppjaaöv Xaftpat'ioc. 5. Joseph. B. J. V, 11, 3: 'Ev 5e xouxw xaE 6 etu- cpavYjg 'Avxt'ox°€ rcapfjv, aXXoyg xe ÖTiXtxac; aw/yobq exwv xat 7X£p: aüxöv axtcpoj MaxEocvwv xaXouu.evov, TjXtxag udv- xag, udirjXoüg, öXt'yov imsp dvxmatSag, xöv MaxsSovtxov xpo- 7COV (5)TtXta|J.£VOUg X£ XaJ TtETüaiSeUulvoUg, Ö&EV Xal XTjV E7U- xXrjatv £tx°v, uaxspoövxss oE tcoXXoc xoö yevo'jg. Es handelt sich hier um die Leibwache des Antioehos Epi- phanes. Diese Soldaten, von denen der Autor öXt'yov uTiEp dvxtixatSag -sagt, werden von demselben u.£tpdxta genannt; vgl. ebendas.: Ta |j.Etpäxta 8' aüxö auvExptßrj Ttävxa tcXttv öXtywv. 6. Plut. Philop. 1: "Horj Se xoö OtXoTtot'u-svos dvxt- uatSoj övxog "Ex5rj[io; xat MeyaXocpavr/g oE MeyaXöTCoXfxac SteSe^avxo xrjv era(ieX£tav 'ApxEatXdw aov/jfreig ev 'AxaSrj- |j.Ea yeyovoxeg xal tpiXcascptav [idXtaxa xöv xaB'' Eauxoug eto TioXixetav xat Txpa^etg upoayayövxEg. 7. Plut. Cic. 7: T Hv 5e xcj> BEpp-fl dvxtTtat; ulbq otix eXEufl'eptws coxöv -potaxaa^at %f>q wpas. Dieser dvxtTtatc, der Sohn des Verres, wird zur Zeit des Aufenthaltes in der Provinz mehrmals „praetextatus" genannt (vgl. Cic. Verr. III, 9 u. 68); er trug also noch die toga praetexta, welche am Ausgange des Knabenalters mit der toga virilis vertauscht wurde; im allgemeinen geschah dies, obgleich der Zeitpunkt nicht so feststehend — 68 — war, im Iß. Lebensjahre. 1 ) Der dvxtes war also wohl jünger als 10 Jahre. 8. Plut. Dion. 55: Mefl-' r^epa; o öXtyag 6 uiö? auxoö axeSöv dvxtTcai? 3>v ex. xivo's Xütctjs xal öpyfj; uixpav x<*l 7b»5hc*]V apxr,v XaßoöaT]? sppt^ev eauxöv dm xoö xe- yoi>s sni -rfjv xecpaX^v xal cte'-fö'dpr). 9. Plut. Mul. virt. 20: 'EtiexX,'^ ydp oto xöv ßapßdpwv fiaXax6 ? , örcep ear.lv dvxtixat?, öxt Jiapdxiov öv TiavxaTtaat piexd xöv $fctov ext xojicbvxwv, oö; xopwvtaxd?, v 6 §e rcax*)p laxoTcetxo uexd xöv cptXwv 5 xt xat ct5d- £atxö ue. Ferner Bis acc. 27: 'Eyö ydp, ö ävopeq Stxaaxat, xooxovl xo|tt^j [ictpdxtov övxa, ßdpßapov £> -ri)V cpwvrjv xat |a6vov oöx* *av5uv evSeguxoxa k xöv 'Aaauptov xponov, uepi xyjv 'Iwvtav eupoüaa TtXa^evpv Sxt xat 5 xt Xprjaatxo eauxö oux etSoxa, napaXaßoöaa ercatSeuaa. 11. Luk'. Am. 2:'') SyeSöv ydp ex xfjs dvxtrtatSo? VjXtxta? et? xoüs ecpfjßoo? ypiftelc «XXat? dit' dXXtov foafru- [itat S ßouxoXoüuat. Der dvxmat? ist Theomnestos; aus den angeführten Worten ersehen wir, dass das Alter des dvxtrcat? dem der Epheben vorhergeht; jedoch können wir daraus nicht auf ein bestimmtes Alter schliessen, weil der Ausdruck ecprißo? nicht nur auf die eigentlichen Ephebenjahre vom 18. bis zum 20. i) Vgl. Grasberger a. a. O. III p. 66 sqq. t) Die Amores gelten für unecht (-vgl. Christ a. a. O. p. 548). 69 beschränkt ist, sondern bisweilen auch junge Burschen zwischen 10 und 18 Jahren bezeichnet und beide Zeitabschnitte wiederholt mit einander verwechselt wurden; 1 ) ferner ist es fraglich, ob wir auf diese Stelle die Verhältnisse in Athen anwenden dürfen; endlich hatte die Ephebie zu den Zeiten Lukians gewiss von ihren früheren Einrichtungen viel verloren.*) Wie wir nun gesehen haben, findet sich das Wort avTt'-ca^ bei Polybios, Diodor, Dionysios Halik., Josephos, Plutarch und Lukian; aus den angeführten Stellen ergibt sich, dass sich das Alter des ävxf-ai; von 13 bis zu 18 Jahren erstreckt. *) Vgl. Ornsbpignr a. n. 0. III p. 17 sq. z ) Vgl. Grasberger a. a. O. III p. 48n sqq. 70 Zusammenfassung. Vergegenwärtigen wir uns nunmehr die Ergebnisse der ganzen Untersuchung, so haben wir gefunden: Das Wort [xeipaxiov bezeichnet bei den älteren und klassischen Autoren ein Alter von ungefähr 14 bis zu ungefähr 20 Jahren; ausgenommen sind die schon früher (p. 10 u, 13 dieser Abh.) angeführten Stellen, wo [ieipaxwv auf eine ungefähr 30 Jahre alte Person, ferner auf einen Mann und schlechte Feldherrn angewendet ist. Bei den Schriftsteller n der y.ov)'t\ muss man unterscheiden zwischen denjenigen Stellen, wo wir das Alter des [xetpäxtov aus dem Autor selbst oder aus einem andern ersehen, und denjenigen, an welchen wir dieses Alter berechnen müssen; nach den Stellen der ersten Art erstreckt sich dasselbe von 14 bis zu 22 Jahren; nach denjenigen aber, an denen wir auf die Berechnung des Alters angewiesen sind, umfasst dasselbe die Zeit vom 2. bis zum 36. Jahre. Bei dem Attikisten Lukian beträgt das Alter des [xetpcbuov an einer Stelle ca. 14, an einer andern ca. 15 Jahre, während man an einer dritten aus dem Zusammenhange erkennt, dass dasselbe ungefähr 20 Jahre beträgt. Das Wort dvcircais findet sich, wie p. 69 erwähnt, bei P olybios, Diodor, Dionysios Halik,, — 71 - I Joseph os, Plutarch und Lukian, und bezeichnet ein Alter von 13 bis zu 18 Jahren. Vergleichen wir nun diese Angaben, so ergibt sich sofort, dass das Wort fietp&uov ursprünglich ein Alter von 14 bis zu 20 (oder 22) Jahren bezeichnete; HEcpaxic/üa&ac beginnt also ungefähr mit dem 14. Lebensjahre, während dieses Wort nach Grasberger (a. a. 0. 111 p. 6) in einem allgemeineren Sinne etwa die Zeit vom 17. bis zum 20. Jahre umfasst. Wie nun nichtnurPolybios, sondern die Schriftsteller der xoiv'q überhaupt nicht selten die frühere Bedeutung der Wörter erweiterten, 1 ) so wurde auch der Begriff des Wortes fjieipaxtöv von diesen Autoren erweitert und. verallgemeinert; die Richtigkeit dieser Behauptung ergibt sich zunächst aus der Tliat- sache, dass bei den Koinisten, wie schon früher nachgewiesen, ixecpcbucv auf die Zeit vom 2. bis zum 3 0. Jahre angewendet vorkommt; einen weiteren Beweis dafür haben wir in dem Umstände, dass, wenn wir auch oben (p. 55 sq.) eine Reihe von Stellen angeführt haben, aus denen hervorgeht, dass [xeipcbuov ein höheres Alter als ■Kcciq bezeichnet, nicht selten für [ieipixiöv in der nämlichen Zeit isalq, z, B. Pol. VIT, 3, 4 u. 7; Dionys. A. R. I, 81 u 82; Joseph. A. J. XII, 4, 7; 4, 8 u. 4, 9; Plut. Ages 13; Herod. V, 3, oder veavfootos oder veavca;, z. B. Pol. XXIII, 3; Diod. XVII, 5; Dionys. A. R. V, 8; ibid. X, 49; Joseph. A. J. II, (i, 5 u. 7; Plut. Arat. 15; App. B. C. III, 77 u. IV, 58; Herod. I, 8, gesetzt ist, lauter Stellen, aus denen wir ersehen, dass usipäxiov sowohl einen Knaben als auch einenJüngling bezeichnet, während, wie schon früher angegeben, bei den klassischen Autoren für [x e t p dt x t o v in der Regel v eav c'axo;, bei Lukian (Ingegen gewöhnlich izoclq steht. J ) Vgl. Götzeier, p. 5 sqq. Do Polybi eloeutjone, Würzbttrg 1887, — 72 — Das Wort ustp&uov war also bei den Schriftstellern der xv.v,'j nicht mehr reine Alters- b e s t i m m irn g, nicht mehr Altersbezeichnung allein, sondern es hatte noch eine zweite, a 11- ge meine Bedeutung; es war zugleich ethischer Begriff, bedeutete unser „nur ein iietpoJxiov", hatte also häufig verächtlichen Sinn; Beispiele hiefür finden sich Pol 11,68; XII, 2ö*; XII, 26; Dionye. De Thucyd. histor. iud. 48; De admir. vi die. in Dem. 25; Joseph. A. J. VIII, 2, 2; XVII, 4, 3; Plut Philop. 6; Suli. 35; Pomp. 29; Alex. 48; Agtf. 14; Denietr. 5; Ant 16; Ant. 28; Arat. 6: Galb. 13; De Alex. Mag. fort, aut virt I, 3; Amat. lib. 7; App B. C I, 104; III, 43; III, 64; III, 75; V, 61; Dio XLIV, 53; XLVJ, 30; XLVI, 41 ; Herod. VI, 9. Dass fiecpcntwv eine verächtliche Bedeutung') haben kann, ersieht man auch aus dem verächtlichen Sinne anderer Wörter desselben Stammes; so wird z. B. \isi- Pocy.'.eüo\l!i: verächtlich gebraucht Plut. Ant. 10; Luk. D. mort XXVII, 9; ferner fmpaxidflSYjc; Plat. Reip. V p. 466 B (dvÖTjxög te xcä [ietpaxttbcyjg 56£a); Arist. rhet. 11.1,11; Pol. X, 33 Da nun ueipcbuoy, wie früher erwähnt, in der xotv/j zugleich ethischer Begriff war, so nahm man als reine Altersbezeichnung für die Jahre, welche bei den klassischen Autoren [isipobuov bezeichnete, wohl durch Vermittlung der neuen Komödie, d. h. der Volkssprache, einen neuen Ausdruck, nämlich avdrcacg, und so ist dieses Wort seit Polybios in die Prosa gekommen Für die Richtigkeit dieser Behauptung spricht auch der Umstand, dass sich an 8 von den 16 angeführten Stellen von avxirca!? der Zusatz tt ( v VjAixtav ') Vgl. Schwabe, De deminutivis Graecis et Latinis Tiber, Gissae 1859, p. 17 sqq., wo Deminutiva mit verächtlicher Bedeutung abgeführt werden, z. B. aVirpWTUaxoc;, ypuaoSt.OV, TTOJ'.- 5apiov. - U - findet, nämlich zweimal bei Polybios, viermal bei Diodor, zweimal beiPlutarch, während ein derartiger Zusatz bei fisipobciov nur an 2 Stellen vorkommt, nämlich Joseph. A. J. XIII, 5, 3 und Plut. Ages. 20 Eine für diesen Punkt der Untersuchung sehr wichtige Stelle haben wir Diod, Ex XXVI, 24 (p. 15 dieser Abh.), wo wir lesen: T^v fj\iY.iav övxos ctvTinaiSos (es ist die Rede von dem Könige Hieronymos\ ferner gleich nachher: Ati xac xö [iecpaxtov xxA., womit Hieronymos im nämlichen Alter bezeichnet wird. Vgl. auch Joseph. B. J., V, 11, 3 (oben p. 67 num. 5), wo mit öXt'yov urcsp avxc'TCaiSas das Alter jener Soldaten des Antiochos Epiphanes bezeichnet wird, währen d dieselben zu gleicher Zeit auch fiecpdcxia genannt werden. Schon früher (p. 69) wurde bemerkt, dass sich das Wort ivzimxiz nur bei den Koinisten Polybios, Diodor, DionysiosHalik., Josephos, Plutarch und dem Attikisten Lukian findet; der Grund nun weshalb dieses Wort bei Arrian, Appian, Dio C a s s i u s und H e r o d i a n nicht vorkommt, beruht darin, dass diese Schriftsteller unter dem Einflüsse standen, den Hadrian auf die Wiederbelebung der attischen Sprache ausübte. Denn seit diesem Kaiser forderte man vom Stilisten attische Formen, Strukturen und Wendungen aus dem feinsten Wortschätze.') Das Wort ctvxwrc«? musste also, da es in der attischen Prosa nicht gebräuchlich war, vermieden werden; dass wir aber dennoch bei Lukian, der doch die attische Sprache vollkommen beherrschte, avv.Tzcaq, wiederfinden, darf uns nicht befremden, da ja bekanntlich dieser Schriftsteller, wie aus seinen Werken hervorgeht, die Dichter genau kannte und auch *) Vgl. Bernhardy, Grundriss der griechischen Literatur, i. Aufl., Halle 1876, I p. 618. Gissno I hing .inj Sapiov. Schrift- Alters- dchnung e i t e, a 11- it h i s c h e r tpotxto v", ; Beispiele |6; Dionys. ic. in Dem. jlut Philop. Denietr. 5; Alex. Mag. IC I, 104; 53; XL VI, Ing') haben phen Sinne ■/.. B. [jle:- 10; Luk. Reip. V Arist. rhet. n der otoiv'] n als reine \ den klas- durch Ver- tlkssprache, und so ist frosa ge- tung spricht 16 ange- v 7) \ i y, i a v Latinis über, ichor Bedou- JlStOV, TC«'.- - 74 nachahmte. 1 ) Von den Dichtern also hat Lukian das Wort ävxmat? wohl herübergenommen. . Das Ergebnis der ganzen Abhandlung ist nun kurz folgendes: Msipaxtov bezeichnete ursprünglich e i n A 11 e r v o n 14 bis zu 20 (oder 22) Jahren; bei den Schriftstellern der ■/. otv/j war das Wort nicht mehr reine Altersbestimmung, sondern hatte noch einen allge- meinenSinn; es war zugleich ethischerße- griff; (lecpaxcov kann also sowohl einen fcais als einen veaviaxo; bedeuten; als reine A1- tersbezeiehnung trat der Ausdruck Sc v % £ tc oc i ' g ein, welcher sich auf ein Alter von 13 bis zu 18 Jahren erstreckt; die Autoren seit Hadrian vermieden