-
Nutzen welchen sie aus den Romanen, Robinsons, Gespulchen.im Reich der Tobten, odersonsi 1erdichteten Geschichten, schöpfen. Andere betrachten mit besonderer Aufmercksamkeit die &ben de» 1frommen, thcilS um von der Wahrheit der Geschicht üdericuget;u werden, theils daraus die' >Beschaffenheit und den inneren Zustand der Kirchen zui entdecken, ib ils auch ihre Erkänlniß in derKirchen Geschicht und also ihre Gelahrtbeit zu erweitern. Diese wenden oft ungemein viel >Fleiß beym lesen an. Sie prüfen alles, das Wahre suchen sie vom Falschen und Erdichteten,das Licht von der Finsterniß, Vas Lobenswürdige und Tugendsame, vom Strafbaren und Sund-sichen ju unterscheiden. Endlich so lesen noch andere gute und redliche Christen die Lebens Ge»schichte der Heiligen, in der untadelhaften und löblichen Absicht, um dadurch zur Nachahmunggereitzet und erwecket zu werden. Diese bewundern die besonder« und heilige Weege und Full*rung ÄOtteS mit seinen Kindern: Sie lieben, und ergötzest sich über die Wercke der Gottsee»sigkeit, sie lassen ihre Aufmercksamkeit haben stehen und bemühen sich, womöglich aus allen diebesten Lebens. Regeln zu ihrem Bortheii sorgfältig heraus »u ziehen;
§. ii. Diesen letzten Lesern zum besten sind auch wohl die gltesten Lebens»BeschreibungenLer Heiligen entwvrffen worden, und werden auch darum von Frommen, und das Beste ihr»Zuhörer suchenden Lehrern zum durchlesen angepriesen. Die muffigen Pfaffen des achten o»oneunten Jahrhunderts haben sich zwar auch mit dieser Arbeit beschäftiget und einige neue ver»fertigt, andere aber mit bishero unbekaut gewesenen, und erdichteten llinständen verinelMund ausqeschmücket. Ihrer Absicht aber ist nicht so wohl um dadurch zu erbauen als vielmevrde» Heiligen, deren Göttliche Verehrung durch die zweite Kirchen-Versammlung vonöffentlich ist eingeführet worden, ein desto grösseres Ansehen zu geben , und sie als würdig»Dorwürffe des zuversichtlichen Vertrauens der Einfalt oorzusteUen. Aus diesen Leschreidun»gen ist hernach die güldene Legende oder vcffer die güldene Lügen r>c», den Leben derheiligende« Jakobi de voragme, welcher im 13 Jahrhundert Ertztuschof in Genua warentstanden (f). E« ist meine Mevnung nicht, von diesen Legenden z» reden , sonder» vo»Venen Beschreibungen der Heiligen, welche von Protestantischen Lehrern aus den Schriften vekKirchen-Vater zusammen getragen sind» und zwar will ich untersuchen; ob der Nutze» denman sich von der Durcklesung derselben verspricht, so groß sei) als man insgemein glaubet, bot'fetund wünschet, nemlich daß dadurch der Wachsthum in der Gottseeligkeit vorjüglichst befo»dert werde.
ten
fei)N f M.ll. .vi.ll.v HIH*. *»W I-. > V«*|VIVVll W.tfv» l. (MW. !JhMt.ai- tlatf
rühmen. Ich besorge aber sehr, daß, mann man eine genaue Prüffung darüber anste.M :wird, man entweder gar seine oder nur gar sehr wenige Beschreibungen des heiligen Lebens die ^ 'oder jener Personen finden werde, und daß man eben das Urtheil werde fallen müssen < welwe»der geschickte D. hcuntann von den Lebens - Beschreibungen berühmter Gelehrten fallet: p"pauc» vit* etuditorum ita funt conftd«, uri quidem conöci debcbant, (ff) NkNillw wann •sie Nutzen sHaffen sollen. Alle Lebens - Deschreiblingen der Heiligen lauffen auf diese äuge»/meine Umstände aus: Traugoer ward von Jüdischen, Heidnischen, Christlichen ftEM"'roder bösen Eltern gcdohren, und von ihnen oder nach ihrem Tode von guten oder bösen Freun iden, Verwandten ober ilnbekannten erzogen. Frühzeitig erblickte man an ihm eine Liede i».GOttund seinWort, zum Gebet, er war seinen Eltern mit kindlicher Furcht zugethan,betrübtest» ^
kallet von diesem Wercke eiir sehr hartes Urtheik: (Zusm inälgo» s
eit divu 8c homimbus Chiilhanls illa fan&orum hiltotia, ou-e Ltgenda aurta nominatuf, 'quam nefcio cur flurtam appcllant, cum fctipta fit ,1,Komme ferreiom, plumbel cur- >f . Q “f“ ts lUci J?oteft lllo libro. De cauf. corruPt. an. üb. r p. 98. Nicht viel Vvessek vkthettkk dükVAN : in rebus hiftoncU, pratfertim qux de vitis fanAoruifl *cengeflit nimium credulus , 8c in fahulis undique convafandis ad ludihrium ineptu** ?Dubius K»ret in feqq. an hoc opus hillotiis Chriitlanis fit accenfendura , an potiui "