ULB Düsseldorf +3022 880 01 H.u.G. 2653 Welt-Ausstellung in Philadelphia 1876 . GHissstaJalfaJorik 3PM# Iliriippf} Essen, T>exit:sclies lloioli. Fabrikzeichen der Firma Fried. Krupp. ESSEN. Buchdruckerei der (dussstahlfabrik. ts, Z&Sl Repräsentanten des Etablissements. Amsterdam, Herren Merrem & La Porte. Berlin, Regentenstrasse 10, Herr Carl Meyer. Breslau, Plurstrasse 7, Herr M W. Gelira. Brüssel, 56 Eue du Marteau, Herren Morel & Co. Cairo, Herr S. Katzen stein. Constantiuopel, Herr 0. Dingler. Dresden, Holiestrasse 5, Herr H W. Gelira. Ilalmna, Calle San Ignaeio 66, Herren P. C. Schmidt & Co. Hannover, Herr 0. Ehlers. Hongkong u. Shanghai, Herr F. Peil, Comptoir in Cöln: Mauritiusstein- Königsberg i./Pr., Herren Steinfurt & Gr otlie. Kopenhagen, Herr J. Bernburg. London, 2 Crown Buildings Queen Victoria Street EC, Pried. Krupp, Herr Mainz, Herr Adolph Vogel. München, Hessstrasse 14/11, Herr A. W. Paulj^ Xe w-York, 15 Gold Street, Herren Thomas Prosser & Son. Paris, 65 Eue de Provence, Herr Henry Haass. St. Petersburg, Herren C. Wächter & Co. Santiago (Chili), Herr Gust. Heyermann. Stettin, Herr Eod. Grunow. Stockholm, Herren And. Berg & Co. Strassburg, Herr C. Wassmuth. Warschau, Herr II. Somya. Wien, I. Getreidemarkt 14, Herr M. Müller. Yedo, Yokohama u. Iliogo, Herren H. Ahrens & Co., Comptoir in London: 17 Leadenliall Street. Zürich, Oberdorfgasse 17, Herr P. Lamarche. weg 2 a. Alfred Lougsdon. [ LANDES- I !UND STADT-1 ÄiQSSELDOPf/ k.. .. b; Statistische Daten über die Gussstahlfabrik von Fried. Krupp bei Essen, nebst (len sonstigen dazu gehörenden Berg- und Hüttenwerken. Die Gussstahlfabrik bei Esse« bestellt seit dem Jahre 1810. Sie wurde von dem zeitigen Inhaber Alfred Krupp seit dem Jahre 182(3 betrieben mul im Jahre 1848 für alleinige Rechnung übernommen. Die Zahl der gegenwärtig auf der Gussstahlfabrik beschäftigten Arbeiter beträgt 10500. Ausserdem beschäftigt die Firma auf den ihr gehörenden Borg- und Hüttenwerken ca. 5000 Arbeiter. Die Fabrikation umfasst folgende Gegenstände: Achsen, ltadrcife, Räder, Herzstücke für Eisenbahnen, Schienen und Eedern für Eisenbahnen und Gruben, Achsen für Dampfschiffe, diverse Maschinentheile, Kesselbleche, Walzen, Federstahl, Werkzeugstahl, Kanonen, Laifeten, Geschosse u. s. w. Vorhanden sind: 250 Schmelzöfen, 390 Glühöfen, 161 Wärmöfen, 115 Schweiss- und Puddelöfen, 33 Cupol- und Flammöfen, 160 diverse Oefen, 275 Coaksöfen, 264 Schmiedeessen, 298 Dampfkessel; 77 Dampfhämmer, nämlich: Stück 2 1 2 5_ 2 7 2 ^ 1_ _8_ 14 3_ 1 7 3 ä C W- ~ 2 , ~3~ ~ 4 ~ 0, ”7,' 8, 10, 12, 15, 20, 30, GO, 05, 7üi 10Ö” Stück 4 1111 1 ä (>«■. TTÖj TiÖj 15(4 20(4 40(4 TOÖO; 18 Walzentrains; 294 Dampfmaschinen, nämlich: Stück 3 57 46 18 19 G £ 38 4_ 21_ DG _3_ 23 7 aPferdekr. "% T "57 "8, 1Ö~ 12, 13, 14, 16, 18, 20, 23, 25, 30.' 35i Stück 4_ 4_ _2_ _3_ _1_5_1_1._3_ 2_ aPferdekr. 40, 45, 60, 80, 100, 120, 150, 200, 500, 800, 1000, zusammen nahezu 11000 Pferdekräfte repräsentirend; 1063 'Werkzeugmaschinen, nämlich: 365 Drehbänke, 82 Fraisbänke, 199 Bohrmaschinen, 107 Hobelmaschinen, 42 Loch- und Stossmaschinen, 32 Prossen, 63 Schleifmaschinen, 31 Schmirgelmaschinen, 142 diverse Maschinen. Im Jahre 1875 erreichte der Bedarf an: Kohlen u. Coaks 612000 Tonnen, Wasser, welches aus verschiedenen Leitungen zugefiihrt wurde, 4 1 / 2 Millionen Cubikmeter, die Wasserleitungen sind mit 288 Hydranten und 438 Schiebern versehen. Leuchtgas aus eigener Anstalt zur Versorgung von 20432 Brennern, 7 x / 4 Millionen Cubikmeter. Das Etablissement hat Schienen-Anschluss an die Cöln- Mindener, Bergisch-Märkisclie und Rheinische Eisenbahn. Zur Vermittelung des Verkehrs im Etablissement dienen: a. 38, 9 2 Kilometer normalspurige Eisenbahnen mit 201 Weichen und 35 Drehscheiben, welche mit 14 Tender- Locomotiven von 380 Millimeter Cyliuder - Durchmesser und 537 Wagen betrieben werden; 1). 18 Kilometer schmalspurige Eisenbahnen von 785 Millimeter Spurweite mit 2G3 Weichen lind -IG Drehscheiben. Der Betrieb geschieht mittelst 3 Locomotiven von 157 Millimeter Cylinder-Durclmiesser, 4 Locomotiven von 170 Millimeter Cylinder-Durclmiesser, 3 Locomotiven von 200 Millimeter Cylinder-Durclmiesser und 210 Wagen. Das Fuhrwesen umfasst ausserdem 214 Wagon und im Ganzen 80 Pferde. Zur Erleichterung des Verkehrs der einzelnen Werkstätten unter einander besteht eine Telegraphcn-Leitung mit 31 Stationen mit 45 Morse-Apparateu und 13 Stationen mit hiductoren für den Eisenbahnbetrieb. Das Telegraplieimetz hat 60 Kilometer Leitungen. Es besteht eine ständige Feuerwehr von G3 Mann mit 8 Spritzen. Die Mannschaften versehen — liehen dem Wächter- Personal — zugleich den Ordnungsdienst und wohnen zum grösseren Theil iu der Feuerwelir-Caserne. Ferner sind für das Etablissement ein eigenes Chemisches Laboratorium, ein Photographisches und ein Lithographisches Atelier, eine Buchdruekerei und Buchbinderei eingerichtet; in der Druckerei sind 2 Schnell- und 4 Handpressen in Tlnitigkeit. Die unter der Leitung der Firma bestehende Consum-Austalt liefert dem freiwilligen Käufer (Angehörigen des Etablissements) gegen Baarzahlung Lebensbedürfnisse, Kleidungsstücke, Maimfactur- waaron, Schuhwerk etc. zu Selbstkostenpreisen. Die Einnahme der Verkaufsstellen beträgt augenblicklich ca. 270000 Mark pro Monat. Hierher gehören noch: 1 Hotel, 3 Bierhallen, 1 Selterswasserfabrik, 1 Dampfmühle, 1 Bäckerei mit 2 Dampfmaschinen und 1 Schlächterei. Die Bäckerei producirt im Durchschnitt monatlich 195,000 Kilogramm Schwarz- und Weissbrod. An Beamten- und Arbeiter-Wohnungen sind bezogen 3277. Augenblicklich leben in diesen Wohnungen 16200 Seelen. In den der Firma gehörenden Wohnungen auf den verschiedenen Berg- und Hüttenwerken leben ausserdem 3200 Seelen. Die bestehenden Menagen gewähren ferner Logis und Verpflegung für 2500 unverheirathete Arbeiter. An Lazaretli-Anlagen unter Leitung eigens hierzu ange- stellter Aerzte sind vorhanden: 1 Krankenhaus mit 100 Betten, 1 Epidemien-Lazareth mit 120 Betten. 6 Zu erwähnen ist ferner 1 Bade-Anstalt mit Wasser- und Dampfbädern und 1 Desinfector. Letzterer dient dazu, die Betten und Kleider der Kranken mittelst Dampf zu desinficiren. Auch besteht eine Kranken-, Sterbe- und Pensions-Gusse für Arbeiter und überhaupt alle Diejenigen, welche aus der Lohn- casse bezahlt werden. Die Firma gibt zu dieser Casse die Hälfte der Beiträge sämmtlicher Mitglieder und bestreitet ausserdem die Pensions- und Unterstützungskosten für die im Dienste arbeitsunfähig gewordenen Mitglieder und deren Wittwen. Die Gesammt- Eimiahme betrug im Jahre 1875 Mark 371,692, die Ausgabe Mark 319,226, der Capital-Bestand am 1. Januar dieses Jahres Mark 694,016. Durch eine andere Casse erhalten deren Mitglieder für ihre Familien gegen einen Jahresbeitrag von 4 Mark freie ärztliche Behandlung. Ferner besteht ein Lebeusversicherungs-Verein. Endlich sind von der Firma eingerichtet und werden von derselben subventionirt: 4 Volksschulen mit 21 Klassen, während 4 von der Firma errichtete Industrieschulen für Mädchen und Frauen von derselben vollständig unterhalten werden. Ausserdem wendet die Firma mehreren Fortbildungsschulen ihr besonderes Interesse zu. Ausser der Gussstahlfabrik bei Essen gehören der Firma Fried. Krupp bedeutende Borg- und Hüttenwerke, welche sie von den Schwankungen der Conjuncturen unabhängig machen und ihr den regelmässigen Bezug gleichartigen besten Kolmiaterials sichern. Es umfasst: 1. die Krupp’sche Bergwerks-Verwaltung: a. an Kohlenzechen: 1. Zeche „Graf Beust“, 2. „ „Ernestine“, 3. „ „Friedrich Ernestine“, 4. „ „Hannover“, sowie 1 / s Betheiligung an den Concessionen „Humboldt & Diergardt“ auf der linken Kheinseite; b. an Eisenstein-Gruben: 1. in den Bergrevieren Kirchen, Daaden, Siegburg, Hamm, Neuwied, zusammen 64 Gruben (Nr. 1—64), 7 2. in den Bergrevieren Wetzlar, Weilburg, Diez, 01hm- hesseu, Rheinhessen und Dillenburg, zusanunen 294 Gruben (Nr. 65—358), 3. in den Bergrevieren Hamm a. d. Sieg, Wied, Unkel, Coblcnz, Ründeroth, zusammen 56 Gruben (Nr. 359—414). Im Ganzen 414 Gruben mit einem Grubenfehle von mehr als 200 Millionen Quadrat-Meter (20000 Hektaren). Endlich besitzt die Firma Fried. Krupp bedeutende Con- cessionen vorzüglicher Eisenerzlager in Nord-Spanien. Für deu Transport der Erze aus diesen Gruben nach den Hohofenanlageu der Firma dienen 4 eigene Dampfer von je 1700 Tonnen Gesammtlast. 2. Die Krupp’sehe Hütten-Verwaltung umfasst: a. die Sayncr Hütte nebst Oberbammer mit 2 Holnifen, wovon der eine mit Holzkohlen-Betrieb. Beide Oefen produciren Spiegel- und Holzkoblen-Spiegeleisen. Mit der Sayner Hütte ist eine Eisengiesserei und eine Maschinenfabrik verbunden; b. die Mülhofer Hütte am Rhein, mit der Rheinischen Eisenbahn, vom Bahnhof Engers aus, in Geleisverbindung, 4 Holiöfeu (wovon 3 neuester schottischer Construction) mit pneumatischen Aufzügen. Dieselben produciren Spiegel-, Bessemer- und Qualitäts-Eisen; c. die Hermanns-Hütte am Rhein bei Neuwied, ebenfalls durch Zweigbahn mit der Rheinischen Eisenbahn in Verbindung, mit 3 Hohöfen, welche Spiegel-, Bessemer- und Qualitäts-Eisen produciren; d. die Bendorfer Hütte, mit 1 Hohofen älterer Construction; e. die Jolianiics-Hütte bei Duisburg am Rhein hat 4 Hohöfen, welche Spiegel-, Bessemer- und Qualitäts - Eisen produciren. Schienen-Verbindung mit Rheinischer und Bergisch-Märkisclier Bahn ist vorhanden. Die Hütte besitzt eine Cokerei mit 140 Oefen. Die zur Vercokung gelangenden Kohlen werden auf besonderen Kohlen-Wäschen gewaschen. 8 YeneicMss und BsscWtaj äer ausgestellten Gegenstände. 1. 1 Sehiffswelle mit 3 Kurbeln und Kuppelscheibe im geschmiedeten Zustande, bestimmt für eine 2500 Pferde- kraft-Mascbiue eines im Bau begriffenen Schiffes der kaiserlich deutschen Admiralität. Gewicht 13500 Kilogr. * Diese Welle ist hergestellt aus einem massiven cylindrischon Block von Tiegelguss stahl im Gewichte von 30000 Kilogr. mit einem Durchmesser von 1425 Millimeter und vermittelst Ausschmieden unter einem 1000 Centuor - Hammer in die jetzige Form gebracht. 2. 1 Schiffswelle mit 2 Kurbeln und Kuppelscheibc aus Tiegelgussstahl, ebenfalls aus einem massiven Block ausgeschmiedet und fertig bearbeitet für einen transatlantischen Dampfer. Gewicht 9000 Kilogr. 3. 1 geschmiedete gerade Locomotiv-Achse aus Ticgelguss- stalil. (Modell der Schweizerischen Nord-Ost-Balni.) 4. 1 geschmiedete Tender-Aclisc aus Tiegclgussstahl (Modell derselben Bahn). Die mittlere Partie dieser Achse ist unter dem Hammer fertig geschmiedet und bedarf keiner weiteren Bearbeitung. 5. 1 Wagen-Achse nach den vereinbarten deutschen Normal- Dimensionen aus T i e g e 1 g u s s s t ali 1 im geschmiedeten Zustande. Die mittlere Partie ist ebenfalls unter dem Hammer fertig geschmiedet. G. 2 Kolbenstangen aus Tiegelgussstahl geschmiedet. 7. 1 Kuppelstangc aus Tiegelgussstahl geschmiedet. 8. 2 Lineale aus Tiegelgussstahl geschmiedet. 9. 1 Kolbenkörper aus Tiegelgussstahl geschmiedet. (Modell der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn.) 10. 1 Achsbiiclise für Locomotiven. 1 Cyliiulerflantsche für Laffeten. 9 1 Kurbelstück mit 2 Speichen für Locomotiven. 1 lvurbelstiick mit 3 Speichen fiir Locomotiven. Diese Tlieile sind vermittelst einer Haswell'schen Presse, welche einen Druck von 800000 Kilogr. auszuüben im Stande ist, ans Schmiedeeisen hergestellt. 11. 5 Eisenbahn-Radreifen ans Tiegelgussstahl, nämlich: 1 Radreif von 1430 Millimeter innerem Durchmesser, 1 Radreif ,, 472 „ „ „ 2 Radreifen ,, 665 „ „ „ letztere 2 für Papierräder bestimmt, im fertig gewalzten, bis zum Abdrehen vollendeten Zustande, 1 Radreif von 2395 Millimeter innerem Durchmesser mit innerem Flansch, im fertig gedrehten Zustande. Zur Herstellung der Radreifen dienen massive Blöcke aus Tiegelgussstahl. Alis diesen werden durch Aufsehlitzen und Austreiben unterm Hammer Ringe ohne Schweissung gebildet, welche durch Auswalzen auf die verschiedenen Dimensionen und Profilformen gebracht werden. Bis zum Jahre 1853 wurden überhaupt nur geschweisste Eisen- und Feinkorn - Badreifo angefertigt. Das Etablissement Krupp war das Erste, welches die ungcschwcissten Gussstahl-Badrcife für den Eisenbahnbetrieb einführte und dieselben allmälig zur allgemeinen Aufnahme brachte. 12. 1 Eckving ohne Schweissung aus Tiegelgussstahl für Dampfkessel, auf gleiche Weise wie die Radreife hergostellt. 13. 1 Wagen-Achse aus Tiegelgussstahl, fertig bearbeitet (Normal-Profil der preussischen Staatsbahneu). 14. 1 Locoinotiv-Laufachse aus Tiegelgussstahl fertig bearbeitet (Modell der Schweizerischen Nord-Ost-Balm). 15. 1 Locomotiv-Kurbelachsc ausTiegelgussstahl mit Doppellagern, fertig bearbeitet. IG. 1 Loeomotiv-Excentricknrbel und eine Triebradkurbel, beide aus Tiegelgussstahl fertig bearbeitet. 17. 1 Triebachse aus Tiegelgussstahl, fertig moutirt mit dergleichen Radreifen, Kurbeln und Gegenkurbeln, Speichenrädern mit eingescliweissten Gegengewichten inclusive Nabe ganz aus Schmiedeeisen. Gewicht der Satzaclise 2329 Kilogr, 10 IS. 1 Tenderachso aus Tiegelgussstali 1 (mittlere Partie glatt und rein geschmiedet), fertig montirt mit dergleichen Radreifen, und Speichenriidern inclusiveNabe ganz aus Schmiedeeisen. Gewicht 1160 Kilogr. 11). 1 IVagciiaclise aus Tiegelgussstahl (die mittlere Partie glatt und rein geschmiedet), fertig montirt mit dergleichen Radreifen und Speichenräderu inclusive Nabe ganz aus Schmiedeeisen. Gewicht 945 Kilogr. (Achsen und Radreife nach den vereinbarten deutschen Normal-Dimensionen.) 20. 1 IVag'onachse aus Tiegelgussstahl, fertig montirt mit in Faqon gegossenen Scheibenrädern aus demselben Material. Gewicht 1000 Kilogr. Der beiliegende Ausschnitt eines Scheibenrades zeigt den dichten und gesunden Guss. 21. 1 IVagenachse aus Tiegelgussstahl mit Kadern aus gepressten Tiegelgussstahl-Blech-Scheiben und Tiegel- gussstahl-Bandagen. Die Naben, Ringe und Schrauben sind aus Schmiedeeisen. Gewicht 1035 Kilogr. Neben grosser Elasticität haben diese Kader noch den Vorth eil, dass die Bandage auf dem ganzen Umfange festgehalton wird, so dass ein Loslösen selbst im Pall eines Bruches nicht stattfinden kann. Angestellte Versuche haben sehr günstige Kesultate ergeben. Die Herstellung dieser Räder ist auch für die Vereinigten Staaten und Canada patentirt und hat die Pinna Fried. Krupp allein das Recht, solche zn fabriciren. 22. 2 Räder aus Schmiedeeisen, das eine im fertig geschmiedeten, das andere im fertig bearbeiteten Zustande. Diese Köder werden durch spiralförmiges Aufwickehi eines schmiedeeisernen Bandes von verschiedenen Breiten, wovon die eine Breite die Nabe, die andere die Scheibe und die letzte den Kranz bildet, und durch naclilieriges Zusammen - schweissen hergestellt. Das Verfahren ist der Firma Fried. Krupp auch für die Vereinigten Staaten und Canada patentirt. 23. Eine Serie von Federstahlbrüchen und Querschnitten von Federstahlstangen. Der Federstahl wird in Stangen jeden 11 Querschnitts, nicht unter 10 Millimeter Dicke und GH Millimeter Breite geliefert. 3-1. E ine Serie Gussstahlfedern für Locomotive, Tender und Wagen: a. 2 Locomotivfedern mit je 10 flachen Lagen, mit ge- schweissteu Nocken und ausgebohrten Bolzenlöchern, 2 dergleichen mit je 14 flachen Lagen, mit geschwcissten, gebolu'ten und eingefraisten Oesen; b. 2 Stossfedern mit 9 flachen Lagen, 1 dergleichen mit 13 gerippten Lagen; c. 1 Teuderfeder mit 9 flachen Lagen; d. 1 Personenwagenfeder mit 5 gerippten Lagen und gerollten Oesen, 1 dergleichen mit 6 flachen Lagen und gerollten Oesen, 1 do. mit 7 flachen Lagen und geschweissteii Oesen; e. 1 Güterwagenfeder mit 5 flachen Lagen u. gerollten Oesen, 1 do. m. 6 gerippten Lagen u. gerollten Oesen, 4 Güterwagenfedern mit 7 gerippten Lagen u. gerollten Oesen, 4 Güterwageufedem mit 8 flachen Lagen u. gerollten Oesen; f. 3 Bufferfedern. 25. 1 unnvendbares Poppelherzstiick aus Tiegelgussstahl in Fa. Eine Serie von Brüchen gehärteten Werkzeug- und Feilenstahls, sowie Brüche von verschiedenen anderen Fabrikaten, als: Achsen, Radreifen, Herzstücken, Scheibenrädern, Kolbenstangen, Scheermessern und Eckringen. Ferner Münzstempel mit polirter Oberfläche. 37. Eine Serie verschiedener Sorten Erze, Roheisen und Rohstahleisen aus den eigenen Berg- und Hüttenwerken der Firma, welche bei der Stahlfabrikation Verwendung finden. Artillerie-Material. Die Kanonen sind aus einer besonders für diesen Zweck geeigneten Gattung Tiegelgussstahl gefertigt. 38. 35 J /a cm. Kanone in Iviisteil-Lallete. Kaliber 355 mm. Kohrlänge 8 m. 13 Seelenlänge 6,86 m. Kolii'gewiclit 57500 k. (m. Verschluss). Hiutergewicht 0. Das Eolir liat 80 Parallelzüge mit 4,5 mm. Felderbreite, und gleichförmigem Drall von 16 m. Länge. Gewicht der geladenen Stahlgranate.510 k. Gewicht der geladenen Hartgussgranate. 525 k. Gewicht der geladenen gusseisernen Zündergranate . . 410 k. Gewicht der Geschützladung für Stahl- und Hartguss- granaten 125 k. prismatischen Pulvers. Gewicht der Geschützladung für Zündergranaten 110 k. prismatischen Pulvers. Anfangsgeschwindigkeit der Stahlgranate. 485 m. do. „ Hartgussgranate .... 478 m. do. „ Zündergranate. 495 m. Die Laffete ist eine zum Feuern über Erdbrustwehren von 2 m. Höhe eingerichtete Rahmen! affete mit 2,670 m. Lagerhöhe. Zur Hemmung des Rücklaufs dient eine aus 2 nebeneinander liegenden Cylindern bestehende hydraulische Bremse; das Ausrennen nach dem Schlisse erfolgt selbstthätig. Die Geschosse werden mittelst eines an der rechten Seite des Rahmens befindlichen drehbaren Krahns gehoben. Die Höhenrichtung (—]— 18 s / 4 und —7 Grad) wird mittelst einer Zahnbogen-Richtmaschine an der Oberlaffete, die Seitenrichtuug mittelst einer Kettenwinde am hinteren Rahmenende genommen. Beide Richtmaschinen sind mit Zeigerapparaten versehen. Zum Eiuholen des Geschützes, welches indessen beim Gebrauch niemals erforderlich' ist, dienen Flaschenzüge aus starken Tauen, die mittelst eines hinten am Rahmen angebrachten Tauwiuden- paares angezogen werden können. Alle diese Einrichtungen gestatten noch mit verhältnissmässig geringer Mannschaft eine leichte und schnelle Bedienung. Die Laifete ist vorzugsweise aus Schmiedeeisen hergestellt. Die Achsen, hydraulischen Cylinder und Rahmenrollen sind aus Gussstahl. Gusseisen ist nur zu ganz untergeordneten Theilen verwendet. — 14 — Gewicht der Oberlaffete. 9650 k. Gewicht des Rahmens. 24350 k. Gesammtgewiclit der Laffete. 34000 k. 39. Lange 24 cm. Kanone in Kiisten-Laffete. Kaliber 240 mm. Rohrlänge 5,23 m. Seelenlänge 4,511 m. Rohrgewicht 15750 k. (mit Verschluss). Hintergewicht 0. Das Rohr hat 54 Parallelzüge mit 4 mm. Felderbreite und gleichförmigem Drall von 10,8 m. Gewicht der geladenen Stahlgranate.155 k. Gewicht der geladenen Hartgussgranate.161 k. Gewicht der geladenen gusseisernen Zündergranate . . 125 k. Goschützladung für die Stahl- und Hartgussgranaten 38 k. prismatischen Pulvers. Geschützladung für die Zündergranate 33 k. prismatischen Pulvers. Anfangsgeschwindigkeit der Stahlgranate. 470 m. do. „ Hartgussgranate ... . 465 m. do. „ Zündergranate. 470 m. Das Rohr liegt in einer zum Feuern über Erdbrustwehren von 1,9 m. Höhe eingerichteten Kahmeulaftete. Dieselbe hat 2,250 m. Lagerhöhe. Ihre Konstruktion ist analog derjenigen der 35 1 / 2 cm. Laffete, nur ist sie in allen Theilen leichter und einfacher ausgeführt. Die zulässigen Elevationsgrenzen sind -f- 20 und — 6 Grad. Das Geschütz war Ende 1875 einem Schiessversuche auf dem Krupp’schen Schiessplatz bei Dülmen in Gegenwart einer Kommission von holländischen Artillerie-Offizieren unterworfen. Es geschahen aus demselben 253 Schuss, nämlich 1 Schuss mit 30 k. 4 113 1 1 1 32 38 34 35 38- 11 15 Ladung prismatischen Pulvers und Langgranaten von 125 k. Gewicht, und 1 Schuss mit 25 k. 1 1 1 3 4 1 118 2 28 30 32 33 35 36 38 40 prismatischen Pulvers und Hartgussgranaten von 153 bis 101 k. Gewicht. 40. S,7 cm. Feld-Geschütz. Kaliber 87 mm. Rohrlänge 2,100 m. Seelenlänge 1,875 m. Rohrgewicht 485 k. (mit Verschluss). Hintergewicht an der Bodeniläche 46 k. Das Rohr hat 24 Parallelzüge. Breite der Züge 8,1 mm. Breite der Felder 3 mm. Der Drall ist gleichförmig und hat eine Länge von 45 Kalibern = 3,915 m. Die Länge der Visirlinie ist 1000 mm. Gewicht der geladenen Granate.6,21 k. Gewicht der Sprengladung .. 0,225 k. Gewicht des fertigen Shrapnels.7,15 k. Gewicht der Sprengladung.0,017 k. Gewicht der Kartätsche.6,18 k. Geschützladung 1,5 k. grobkörnigen Pulvers. Anfangsgeschwindigkeit der Granate 475 m. Die Laffete hat gepresste Wände und Querverbindungen aus Gussstahlblech, eine Achse aus Gussstahl, hölzerne Räder mit eisernen Reifen iiud broncenen Naben. Das Gewicht der nicht ausgerüsteten Laffete ist . . . 510 k. Der Schwanzdruck auf den Erdboden beträgt bei eingelegtem Rohr und kompleter Ausrüstung . . . 105 k. 16 Die Richtmaschine gestattet eine Elevation von ... 24 0 und eine Inklination von.• . . 8 H Die Lagerhöhe ist . ..1110 mm. Die Protze ist, mit Ausnahme der Räder und Deichsel, gauz aus Eisen gefertigt und zur Aufnahme von 20 Granaten, 10 Shrapnells und 2 Kartätschen, in Summa 32 Schuss eingerichtet. Gewicht der leeren Protze. 500 k. Gewicht des Zubehörs der Protze.70 k. Gewicht der Munition. 260 k. Gewicht der ausgerüsteten Protze. 830 k. Das 8,7 cm. Geschütz wiegt leer. 1475 k. Die gesammte Ausrüstung mit Zubehör und Munition wiegt 350 k. Das ausgerüstete Geschütz wiegt. 1825 k. Lenkungswinkel.175 0 Belastung der Vorderachse. 895 k. Belastung der Hinterachse.930 k. Zuglast pro Pferd . ..304 k. 41. 7,5 cm. Feld-Geschütz. Kaliber 75 mm. Rohrlänge 2,00 m. Seelenlänge 1,795 m. Rohrgewicht 300 k. (mit Verschluss'). Hintergewicht an der Bodenfläche 43,5. Das Rohr hat 24 Parallelzüge. Breite der Züge 7,0 mm. * Breite der Felder 2,8 mm. Der Drall ist gleichförmig und hat eine Länge von 45 Kalibern = 3,375 m. Die Länge der Visirlinie ist 900 mm. Gewicht der geladenen Granate.4,2 k. Gewicht der Sprengladung.0,135 k. Gewicht des fertigen Shrapnels.4,28 k. Gewicht der Sprengladung.0,014 k. 17 Gewicht der Kartätsche.3,95 k. Geschützladung 1,0 k. grobkörnigen Pulvers. Anfangsgeschwindigkeit der Granate 456 in. Hie Pallete hat ebenfalls gepresste Wände und Querverbindungen aus Gussstahlblech, eine Achse von Gussstahl und Kader wie die 8,7 cm. Feld-Laffete. Das Gewicht der unausgerüsteten Pallete ist 460 lr. Der Schwanzdruck auf den Boden ist bei eingelegtem Rohre und kompleter Ausrüstung.102 k. Die Richtmaschine gestattet eine Elevation von ... 25 0 und eine Inklination von. 8°. Die Pagerhölie ist. 1092 mm. Die Protze ist, wie die 8,7 cm. Protze, mit Ausnahme der Räder und Deichsel, ganz aus Eisen gefertigt und zur Aufnahme von 24 Granaten, 12 Shrapnels, 2 Kartätschen, in Summa 38 Schuss, eingerichtet. Gewicht der leeren Protze. Gewicht des Zubehörs der Protze. Gewicht der Munition. Gewicht der ausgerüsteten Protze.. . Das 7,5 cm. Geschütz wiegt leer. Die gesammte Ausrüstung mit Zubehör und Munition wiegt Das ausgerüstete Geschütz wiegt. Penkungswiukel . Belastung der Vorderachse .. Belastung der Hinterachse. Zuglast pro Pferd... 460 k. 65 k. 205 k. 730 k. 1207 k. 283 k. 1490 k. 178° 792 k. 698 k. 248 k 42. Sem. Gebirgs-Gescliütz. Kaliber 80 mm. Kohrlänge 0,975 m. Seelenlänge 0,845 m. Rohrgewicht 103 k. (mit Verschluss). Hintergewicht an der Bodenfläche 27,5 k. — 18 Das Rohr hat 18 Parallelzüge mit 3 mm. Felderbreite und 3 m. Dralllänge. Gewicht der geladenen Granate.3,9 k Sprengladung.0,135 k. Geschützladung.0,4 k. Anfangsgeschwindigkeit. 290 m. Die Laffete hat gepresste Wände und Querverbindungen aus Gussstahlblech, eine Achse aus Gussstahl und Räder derselben Konstruktion wie die Feldlaffete. Gewicht der Laffete mit Rädern.146 k. Die Richtmaschine gestattet eine Elevation von. ... 18° und eine Inklination von. 10 °. Die Lagerhöhe ist. 660 mm. Die zugehörige Gabeldeichsel wiegt. 11k. Die Munitionskasteu sind aus Holz mit Eisen beschlagen. Jeder Kasten enthält 8 Geschosse (6 Granaten, 2 Kartätschen) mit den zugehörigen Kartuschen in 2 Kartuschtornistern, die Zündungen und das nothwendigste Zubehör. Gewicht eines leeren Kastens.9,5 k. Gewicht eines ausgerüsteten Kastens.47 k. 43. 6 cm. Gfebirgs-Gtesclnitz. Kaliber 60 mm. Rohrlänge 1,0 m. Seelenlänge 0,880 m. Rohrgewicht 90 k. (mit Verschluss). Hintergewicht an der Bodenfläche 16 k. Das Rohr hat 18 Parallelzüge mit 3 mm. Felderbreite und 2,10 m. Dralllänge. Gewicht der geladenen Granate.2 k. Sprengladung.0,09 k. Geschützladung.0,2 k. Anfangsgeschwindigkeit. 280 m. Die Laffete hat gepresste Wände und Querverbindungen aus Gussstahlblech, eine Achse aus Gussstahl und Räder von derselben Konstruktion wie die Feldlaffeten. 19 Gewicht der Laffete (incl. Kader') unausgerüstet .... 81 k. Die Kichtmaschiue gestattet eine Elevation von .... 20 0 und eine Inklination von..10°. Die Lagerliöhe ist.*.615 mm. .Zur Laffete gehört eine Gabeldeichsel von.11 k. Die Muuitionskasten sind gleicher Konstruktion wie die; der 8 cm. Gebirgsgeschiitze. Jeder Kasten enthält 16 Geschosse (14 Granaten, 2 Kartätschen') mit den zugehörigen Kartuschen in 2 Kartuschtornisteru, die Zündungen und das nothwendigste Zubehör. Gewicht des leeren Kastens.10 k. Gewicht des ausgerüsteten Kastens.48 k. 44. Tragsättel mit Geschirren für Ccm. Gebirgsgeschiitze. Der Kanonentragsattel dient zum Fortschaffen des IIobres, welches querliegend darauf befestigt wird. Gewicht des Sattels mit kompletem Geschirr . . . . 21 k. Der Laffetentragsattel dient zum Fortschaffen der Laffete mit •den Kadern, dem Zubehör und der Gabeldeichsel. Die Laffete ist längsliegend auf dem Sattel befestigt. ■Gewicht des Sattels mit kompletem Geschirr • , . . 22 k. Kanonen- und Laffetentragsattelgescliirre sind so eingerichtet, dass das Tragethier in die Gabeldeichsel eingespaunt werden kann. Der Munitionstragsattel dient zum Fortschaffen von 2 Munitionskasten mit zusammen 32 Schuss. Gewicht des Sattels mit kompletem Geschirr.17 k. 45. 1 polirtes 8,7 cm. Rohr in einer polirten 8,7 cm. Feldlaffcte, ::in der Konstruktion wie oben angegeben. 40. Eine Serie von Geschossen. 20 Nachtrag zu den statistischen Daten. Ausser dem im Etablissement bei Essen befindlichen Schiessstande, auf -welchem sämmtliche Rohre und Laffeten angeschossen werden, besitzt die Firma Fried. Krupp zu ballistischen Versuchen u. s. \v. noch einen grossen Scliiessplatz in der Nähe von Dülmen in 'Westfalen. Derselbe hat eine Länge von 7Y2 Kilometer und gestattet daher Versuche für alle erforderlichen Entfernungen. Der Transport des Versuchs-Materials vom Etablissement bis zum Scliiessplatz geschieht per Eisenbahn. j* 0 & -C •1CH- Ans/ ': . . r> Tb-;' f © c £3* J Og