Ä u 1 aus dem Gebiete <> 4 Dr. M. O h m, !\T i t ^tio<1 rneli rer gelehrten Gesellschaften. i Berlin, 1825. G c ;1 ruckt u n <1 verlegt, bei G. Reimer. 1 M ’i V o r w o r t. Der Verfasser hat die hier aufgenommenen Gegenstände mit mehreren andern zugleich bereits im vorigen Jahre bearbeitet, um sie späterhin an ihrem Orte den folgenden Theilen seines: Versuches eines vollkommen consequenten Systems der Mathematik (wovon die beiden ersten Bände, niedere, und einen Theil der hohem Analysis enthaltend, bereits zu Ostern 1822 erschienen sind) einzuverleiben. Er glaubte indessen dem Wunsche treugesinnter Freunde und seinem eigenen nachgeben, und einen kleinen Theil dieser Arbeiten schon jetzt bekannt machen zu dürfen. * IV Vorwort. Die Summation in der dritten Abtheilung dieser Bogen hat der Verfasser bereits einigen der Riesigen Mathematiker gelegentlich miige- theilt, noch ehe die, denselben Gegenstand betreffende Abhandlung des Herrn Tralles (unter denen der König]. Akademie d. W. zu Berlin für die Jahre 1820 — 21.) erschienen war. Er nimmt daher um so weniger Anstand seine Arbeit hier einzurücken, da sie vor der des Herrn Tralles nicht blofs wegen der weit gröfsern Einfachheit der angewandten Methode, sondern vorzüglich wegen der gröfsern Allgemeinheit der Resultate, nicht unwesentliche Vorzüge zu haben scheint. Herr Tralles gelangt nehmlich von einer dem Anschein nach zufällig sich ergebenden besondern Form, durch eine nfaclie Differentiation, und dann durch 7?faches Integriren zu einer etwas allgemeinem Form, die jedoch nur durch unvollkommene Induktion gefunden, und vermöge der für solche Fälle unschicklichen Methode, nur für ein ganzes n gültig ist, wie Herr Tralles die- Vorwort. ses letztere selbst bemerkt. Die hier einfach summirte allgemeine Reihe umfafst die allgemeinste Form des Herrn Tralles und ist gültig für jedes« (ganz, gebrochen, reel oder imaginär). Die Entwickelungen und Bemerkungen in der i ten und 2 len Abtheilung dienen vielleicht nebenbei auch dazu, die Würdigung einiger andern der zuweilen sehr dunkel gehaltenen Arbeiten des Herrn Tralles (in den Abhandlungen der genannten Akademie, besonders für die Jahre 1804 — 1811* und 1812 — 13.) zu erleichtern; ■weil wenigstens festzustehen scheint, dafs ein grofser Theil der dort gelieferten Resultate als allgemein ungültig verworfen werden mufs. Nach der Ueberzeugung des Verfassers ist das Inconsequente und Unwissenschaftliche, wenn es in der Mathematik gefunden wird, (nicht blofs zugleich das Verworrene und Dunkle, sondern) auch allemal das Unpraktische, Es ist daher ein folgerechtes Denken, eine genauere Kenntnifs yonoort. \ i der Mittel, deren man sich im Kalkül bedienen darf, und einige Sicherheit in ihrer Anwendung wichtiger, als ein mechanisches und gesetzloses Wühlen im Kalkül, welches nur eine vermeintliche Allgemeinheit, häufig aber Unrichtigkeit der Resultate geben kann. — Alles dieses scheint sich abermals zu bestätigen, wenn man aus der 4 ten Abtheilung, welche die Summation von numerischen unendlichen Reihen enthält, diejenigen Reihen heraushebt, welche auch Herr Tr alles in den genannten Abhandlungen im Allgemeinen betrachtet hat, und seine Resultate mit den hier aufgestellten vergleicht. Weil aber ein Streben verfehlt zu nennen ist, welches dem Wissenschafts - Forscher blofs Beispiele eines inconsequenten Denkens,*) und dem *) Wir wollen nur ein einziges anführen. Es ist bekannt, dafs man die Duplicität der Zeichen z.B. in + f(n), wenn solche von den Werthen von n abhängt von der Form 4 /i oder 4/^ + 2 , darstellcn kann, sowohl durch (V"—i) u • f(n), a ' s auch durch Cos. — n. f(n). Wenn aber Herr Tr alles daher Gelegen- 2 heil nimmt zu der in den genannten Abhandlungen mehrmal Vorwort. vn praktischen Rechner, der sich auf solche vermeintlich allgemeingültige Resultate verlassen will, eine unendliche Quelle von Irrthümern aufschliefst; so mag man es verzeihlich finden, wenn der Verf. es fiir seine Pflicht hält, einer zwar bequemen aber verderblichen mystischen Will- kühr auch dadurch entgegen zu würken, dafs er hier durch Hinweisung auf solche Arbeiten eine Vergleichung sowohl der Resultate, als insbesondere auch der Methoden möglich macht. Wenn aber manche der hier aufgestellten Resultate von denen eines Euler und La gränge abweichen, und der Verf. sich deshalb genöthigt gesehen hat, aufser den Gründen für die Richtigkeit seiner Entwickelungen auch noch ä posteriori oder ä priori nachzuweisen, dafs oder wo jene Männer sich geirrt haben dürften (dies wiederholten Behauptung, (S. diejenigen für die Jahre 1820 — ai.) dafs imAUgemeinen (V^) 11 als einerlei genommen werden könne mit Cos. n. —, so kann 2 solches nur gerechtes Staunen erregen. VIII Vorwort. mufste z. B. in Bezug auf die ganze n lfi Vorlesung der Le^ons sur le Calcul des fonctions, geschehen, in so ferne alle daselbst aufgestellten Resultate dem Verf. als allgemein ungültig erscheinen), so glaubt er dies doch mit derjenigen Bescheidenheit gethan zu haben, welche die Achtung gegen so ausgezeichnete Männer, deren Ruhm ohnedies unantastbar ist, ihm einflöfsen mufste. Ferner glaubt der Verf. noch bemerken zu müssen, dafs er die Principien des hier angewandten etwas genauem Kalküls aus den bereits erschienenen Theilen seines im Eingänge schon erwähnten Lehrbuchs der Analysis entnommen hat; dafs mithin, hinsichtlich der Begründung dieser Principien, daselbst nachzusehen seyn dürfte. Auch in der Mathematik sind Form und Materie innigst mit einander verbunden, und die Förderung dieser Wissenschaft von ihrer materiellen Seite ist von einer gründlichen Behänd- Vorwort. ix lang ihres formellen Theils (die für einen glücklichen Erfolg des Unterrichts ohnediefs unentbehrlich ist) nicht wenig abhängig. Der Verf. würde sich freuen, wenn die in der 4 ten Abtheilung hingestellten neuen Resultate beitragen könnten, diese, wie es scheint noch zu wenig beherzigte Wahrheit, mehr an das Licht treten zu lassen. Berlin an der König!. Universität im August 1825. Dr. M, Ohm. NB. Weil eckige Klammern nicht in hinlänglicher Menge vorräthig waren, so mufsten von S. 8 1 - ah die allgemeinen Glieder der Reihen, der angenommenen Bezeichnung entgegen, in runde Klammern eingeschlossen werden. In so ferne das jedesmal vorstehende S die Reihe anzeigt, wird jedoch dieses, hier bemerkt, dem Leser keine Unbequemlichkeit verursachen. Erklärung der gebrauchten Zeichen, \ I. JLfas Produkt a ( a + r ) ( a +2r) (a+gr).... [a + (m — x) r ] ist durchgehends durch das Kramp'sehe Fakultätenzeichen a mIr vorgestellt, und unter den Lehrsätzen der Fakultäten sind hier vorzüglich diese vier gebraucht: 0 a mir = [ a -f- (m— i)r] mI - 2 ) a m 4 nlr = a mIr .(a + mr) nIr a mlr 5) a m—nIr = -- 4) h m . a mIr = [a + (m- ( k ha)nilhr n) r] nIr und noch der binomische Lehrsatz für Fakultäten ; alle jedoch nur unter der Voraussetzung, dafs die Exponenten ganze positive Zahlen oder Null sind. II. Das Produkt 1.2.3.4 • • • • m, oder richtiger die Fakultät i ml1 oder m mI— -wird hier immer bezeichnet durch die Kramp’schen Zeichen m' oder m! so dafs o' = 1' = 1; 2 ! — 2; 3' = 6; 4' = 24 > u. s. w. f. A HrUäruDg ITJ. Die Einomial - Koeffirienten der m ,,n Potenz (z. B. von a -{- b) werden bezeichnet durch m Q , ni;, m 2 , m 3 , m 4 m n , u. s. w. f., m nJ — 1 ™ f m-i) (m-2l... fm-(n-r)] so dafs m n =-=- 1 ——-- n 1.2.5 ... n IV. Die Reihen (endliche und unendliche) sind hier meist nur' durch ihr allgemeines Glied vorgestellt, so dafs dem'allgemeinen Gliede noch das Sunnnenzeichen S vorgesetzt wird. Der gro- fsern Deutlichkeit und der leichtern Uehersicht wegen, ist der Zeiger im allgemeinen Gliede immer durch einen Buchstaben des deutschen Alphabets ausgedrückt, so dafs man ihn daran sogleich erkennen kann.— Auf diese Weise drücken wir z. B. den binomischen Lehrsatz so aus: i) (a -j-b) ,n = S. [m a .a ni ~ rt .b rt ], wo m will- kührlich, oder auch so: o) (a -j- b) m — S. [ni[, . a ft . bh] f wenn m eine m ui ■ ‘ ? + 1 ’ = m ganze Zahl, wo die untergesetzte Gleichung, da die deutschen Buchstaben veränderliche Werthe vorstellen, aber nie andere als Null oder absolute ganze Zahlen, nichts weiter ausdrückt, als dafs, während C\ nach und nach die Werthe o, i, 2, 5, ... bis m erhält, b zu jedem Werth von « denjenigen erhalten soll, der den von a zu der (ganzen) Zahl m ergänzt. Andere Formen des binomischen Lehrsatzes sind noch: 5 der gebrauchten Zeichen. L_a' ■ b' ■] , wenn m eine ganze Zahl, a 4- b — m 4) 0 + b) m = S . I ——. a™-& , wenn m allgemein, u. der gl. mehr. Der binomifche Lehrsatz für Fakultäten er- giebt sich aber aus dem für Potenzen, wenn man in dem letzteren überall Fakultäten mit einer und derselben Differenz r, statt der Potenzen setzt. — So hat man also auch: 'wo aber in den (nn. 5. 6. u. 7.) m immer eine absolute ganze Zahl vorausgesetzt wird. *) V. Von den hohem trigonometrischen Relationen gebrauchen wir hier vorzüglich nachstehende: *) Eine Theorie dieser Summenzeichen findet man in der treJT liehen Schrift: Theorie der comb. Integrale, von II. . S . [m ft .a m -* Ir b« Ir ] imir am—«Ir _ foftlr oder auch 6) (a -J- b) mIr = S . j~ « + f> = m a' . b' « + f> = m « 4- b = m Hot he, Professor zu Erlangen. Nürnberg 1820.' Erkläruni j(Cos. x -f- yf—x • Sin. x) m ^ = Cos. mx-f /"-! • Sii J(Cos. x -f- • Sin. x ) m e— e^V-j _|_ e -xV: 0 ((Cos.: _ ' | =Cosm(+2n7r|x)-)./'II7. Sinm(+2nzr.px) wo das n rechts, die Null und alle ganzen Zahlen repräsentirt; 5) Cos.x+ v^ZTT. Sin.x —- p+xV"—1 4) 2 . Cos. x 5) 2 . Sin. x = e A ' —1 —e“ VI. Statt endlich, wenn dies wünschens werth erscheinen sollte, uns in unnütze Weitläufigkeiten hinsichtlich der Aufzählung aller Werthe einer Potenz, z. B. (2Cos.x) m für jeden Werth von m, einzulassen, entlehnen wir hier lieber ein für allemal die allgemeine Formel dieser Werthbestimmung, und setzen sie her, welche dann für jeden gegebenen besondern Fall augenblicklich das gewünschte liefert. Diese ist aber: (P-j-Qyd7)Pd* = j°j ist, je nachdem P positiv oder negativ; wo endlich statt eP LR der reele Werth von RP gesetzt werden kann. Die Entwicklung dieser und ähnlicher allgemeinen Resultate kann auch noch in dem zweiten Theile des: Lehrbuchs der Analysis, Berlin 1822 (von demselben Verfasser) nachgesehen werden; so wie wir uns hinsichtlich der hier angewandten Theorie des Kalküls ein für allemal auf dieses Lehrbuch berufen müssen. Erste Abtheilung. Ueber die Entwicklung der Potenzen von Sinus und Cosinus in Reihen, die nach Sinns und Cosinus der vielfachen Bogen . Fortgehen, $• »■ J 3 er von Euler*) betretene Weg, diese Entwicklung zu erhalten, ist im wesentlichen folgender: Man setzt Cos. x -J- • Sin. x = y und Cos.x — . Sin.x = z, und man hat y-]-z = 2.Cos.x, so wie yz == 1. Nun ist aber nach dem binomischen Lehrsatz (y+ z) m = einer Reihe, deren n tcs Glied ausgedrückt wird, durch m n • y m ~ n z n , oder durch m n • y m_ 2n (yz) n , oder, weil yz = i, durch m n . y 1 »— 2n , so dafs man hat I. (y -j- z)m = S . [m„ . y®~ 2 *], *) Novi Comnientarii Acad. Petrop. t. V. 1755. p. i64; 9 I. Abtheilung. §. x. wenn wir liier, und von min an immer, durch das dem allgemeinen Gliede Vorgesetzte S die Reihe selbst, so wie durch die deutschen Buchstaben diejenigen vorstellen lassen, welche nach und nach die Werthe ö, i, 2, 5, 4, etc. erhalten müssen. Ferner ist bekanntlich (Cos. x -j— \f ZTj . Sin x)P = Cos. px -f- /"~ x . Sin. px, oder, wenn man m —2(5 statt p, und y statt Cos. x -j- \/~~\ • Sin. x setzt, yin-aa —; Cos.(m—£4)x-{- \f~ . Sin.(m—sa)x, und wenn dies in (I) substituirt, und statt y -j- z sein Werth 2 Cos. x gesetzt wird: (2 . Cos. x) m = S. [m a . (Cos.(m—-2ß)x-[-/'iI7-Sin.(m—£,t)x)] oder ((2 .Cos.x) m = S . [m a .Cos.(m — 2(v)x] -{- l -f- . S . [m ft . Sin. (m — art). x]. Bezeichnet man hier die erste Reihe S . [m ft . Cos. (m — 2 D 1 y = B . Y, folglich auch durch >• y = A.X + B.Y genügt werde, dafs aber dann der merkwürdige Umstand eintrete, dafs, obgleich die Differentialgleichung nur von der ersten Ordnung wäre, doch ein Integral mit zwei willkührlichen Con- stanten ihr genüge; den Brincipien des Integral- kalkuls entgegen. — Doch läfst sich annehmen, dafs eine in der Natur der Sache gegründete Abhängigkeit der beiden Constanten A und B sLatt finde, so dafs nur noch eine von beiden als will- kührliche Constante angesehen werden könne. Dies scheint sich auch zu bestätigen, wenn man bemerkt, dafs sowohl y = X, als auch yz=Y der Differentialgleichung (§. 5 . II.) genügen, dafs man daher zu gleicher Zeit habe dX --1- mX.tg.x = o d x dY und --[~ m Y.tg. x = o, d x woraus dann folgt, wenn tg. x eliminirt wird, X.dY—Y.dX = o oder —- = -, X Y welches integrirt, giebt: Y=CX oder X = D.Y, so dafs dadurch das Integral y = A . X -f- B . Y übergeht in i6 1. jfi/tlieihnig. 6. y=(A + BC).X, oder in y = (AD + B). Y, d. h. in y = E . X, oder in y = F . Y, wo die Constanten E und F noch bestimmt werden müssen. — 'Für x = o, also y = i,. erhält man aber: E — — und F = — ; weshalb das 2 m o 7 ,weite Integral, als hier unbrauchbar, verworfen, das erste aber beibehalten werden mufs. Dieses liefert aber wieder, und zwar für jeden Werth von m, (üCos.x) m = X und o = Y, was auch Euler und La grange gefunden haben. 5. 6. Deflers *) stellt über diesen Gegenstand folgende Betrachtungen an: Man hat, was auch x seyn mag, C *V ^ ■y -y G TTl l—-7+— = i -f Ax a -f Bx 4 + Cx ff -|- ...., . wo A, B, C, etc. constant, u. h. von x unabhängig und reel sind. Hieraus glaubt nun Deflers folgern zu müssen, dafs der von Poifson aufgestellte Ausdruck (2 Cos.x)™ = X + \ r ^~i • Y nur dann richtig seyn könne, wenn Y~o ist, also wenn er in den andern \ (2 Cos.x) m = X übergehe, weil nur dann in der Entwicklung ’J La croix Traile du Calcul diff. et int. T.III. p. O16. sc;q. n J • 17 I. Abtlieilimg. von (aCos.x)™ nach ganzen und steigenden Potenzen von x, blofs die geraden Potenzen von x verkommen, und die Entwicklung selber die Eigenschaft erhalte, durch die Substitution von — x statt x, nicht verändert zu werden, wie solches dem Ausdruck (a»Cos.x) m zukommt. Dafs aber Y = o seyn müsse, sucht Deflers noch durch folgenden direkten Beweis aufser Zweifel zu setzen. Da nehmlich Y die Reihe bedeutet Sin.mx-f m r .Sin.(m-2)x|m 2 .Sin.(m-4)x.j... so findet man sogleich, wenn man statt der Si- ' nus, die nach den Potenzen von x fortlaufenden Reihen setzt und ordnet: Y = An + ffij. (m-2) + m 2 -(m-4) + m..(m-6) 4. \ so dafs das allgemeine Glied zum Koeflicienten hat, die Reihe: mP-j-m t .(m-2> + m 2 .(m- 4 )P+m 3 .(m-6)P +..., wo p eine ungerade Zahl bedeutet. Um diese Reihe zu summiren, betrachte man die Funktion T p = mP. t m |m I ,(m-2)P. t m - 2 prn 2 .(m- 4 )P.t m - 4 |... x 3 f — I m 3 +m I .(m-2) 3 \ , x 5 / i —7 ( m 5 +m x .(m-2) 5 -fm 2 .(m*4) 5 +m 3 . (m-6 ) s + 5 x + etc. etc. B 1 . Abtheilung. §. 7. 1 8 aus welcher sie für t ■= 1 hervorgeht. Man findet dann leicht d.T A. T r Ip lp+1 , rr — =-, oder T p + ! = t. dt t dt Setzt man hier nach und nach p = o, 1, 2, 3, etc., so erhält man: d.T 0 d. T t =t.—77-» T^t.-^, T 3 dt d t d.T, : t. - ~t etc. d t wo T 0 = t m +m I .t m - 2 +rn 4 .t m - 4 4rn 3 .t m - r >4.. = (ttt- 1 )" 1 ist; und man erleichtert sich die Bestimmung von T x , Tj, etc., wenn man t-|-t —1 = z dz und t. — = t.(i —1~ 2 ) = t — t * = v setzt, d t so dafs T 0 = z m , und für t=i, noch z = 2 und v,= o wird. Es ergiebt sich dann augenblicklich: dz m .z ra ~ l . t — = m. z m—1 - t. d. (z m ) T x = —nW t. d t dT, d t dt l .v m(m—i).z m - 8 .v 2 -j-m. d v ( d v 'S weil = z I dt y T 3 = t . = m(m — 1) (m — 2). . v 3 -j- + [2 m. (m— 1) + m 2 ].z™- 1 . v ; u. s. w. f.; in welchen Ausdrücken die Summe der Exponenten von z und v, = m ist, während der höchste Exponent von v dem Zeiger an T gleich kommt, I. Abtlieilung. § 8 . ' und diese Exponenten von Glied zu Glied um zwei Einheiten sich verändern, so dafs alle ihre Glieder für t = i (weil dann v = o ist) verschwinden müssen, wenn p ungerade, dagegen * nur bis auf das letzte verschwinden, wenn p gerade ist; welches Gesetz leicht bis ins Unendliche nachgewiesen werden kann. Es ist also immer “Zahl; folglich ist immer, wenn p eine ungerade ; Zahl 1 mP| m 1 .(m-2)P-|- m 2 . (m-4.)P-f m s . (m- 6 )P|... =- o, für jeden Werth von m; also auch immer Y = o, dahero auch (2 Cos.x) m = X. 1 Plana *) (Professor der Astronomie zu Tu- • rin) behauptet auch, Y wäre immer =0, den einzigen Fall ausgenommen, wenn x = it, den aber sein Beweis selbst angebe. Es ist nehmlich: e mxW->^m j .e( ra ‘ 2 ) x W—1 j, j*. Z*’ ‘ , — e'i M W—i- m , ,e‘( m - 2 ) x V : “ 1 - ■ Y = ——— (i + e- 2 x W-«) m -- o*/ _ rt «/ ' » *) Annales de Mathematlques p. Gprgonne. 1820. 31. T p = o für t=i und p eine ungerade §. 8 - e xy"-i — e— x V"—i Sin. x = also Y = 1 X 2 /■_ e msY-i e-nixy'-i B 2 1, AOt'heilung. §. 9 .' iO wie sich sogleich einsehen läfst, wenn man auf die- sen letztem Ausdruck den binomischen Lehrsatz anwendet. Es ist aber — Cos. 2x + \f~i • Sin. ax = 2 (Cos. x) 2 — 1 + 2/117.Sin.sx; also auch: (QCOS.X _ Y = --—-(Cos.x — /_ I .Sxn. x/ 2 /—1 (2 Cos. x) m , e —mx V"-* /■— (Cos. x-f- /_!. Sin.x ) 11 Und weil e± mx V' r ‘ = Cos. ni x + /ITT- Sin. mx, so wie (Cos.x + Sin.x) m == Cos.mx + /I 7 - Sin.mx auch /2 q 0Q> y (C).Y =-— (Cos. mx + /HI. Sin. mx) X 2 yf~ 1 ___ (Cos. mx—/_,. Sin. mx) (2 Cos. x) ra _ . -,- =z — (Cos.mx — /_. x .Sin.mx) X 2 / — 1 _ (Cos. mx -f- /—1 ■ Sin. mx) d. h. Y = o, es mag m eine ganze oder gebrochene Zahl seyn. — Plana meint nun aber ferner, dafs diese letztere Folgerung aufhöre, wenn x = ir, und glaubt, dafs diese Ausnahme in seinem Beweise bereits liege. §■ 9 - Wir überheben uns, Weiteres aus der Abhandlung des Herrn Plana zu berichten, da es uns scheint, als wenn alles, was er in der Abhandlung als Endresultat herausbringt, weder auf Neuheit noch auf Gründlichkeit Anspruch ma- 1 . Abbheilung. §. 9. 2 i chen könne. Dafs die Ausnahme für x=tt aus der Formal (c) nicht hervorgehe, fällt in die Augen; dafs sie nicht die einzige Ausnahme sey, wie Plana nach Poifson meinte, ersieht man ebenfalls sogleich, weil, was x = tt liefert, auch eben so für x = + (2n-}- \). 7 [ hervorgeht. Beweise ähnlicher Art, dafs Y = o sey, lie- fsen sich noch mehre darlegen. Am einfachsten und zugleich der direkteste, scheint folgender zu seyn: Es bezeichnet nehmlich Y die Reihe S. [m a . Sin. (m — 2ft) x], so dafs 2 . Y = S. [m ft . 2 . Sin. (m—2ft) x]. Nun ist aber 2 y^ZT. Sin.(m—2(t)x=e( m " 2ft ) x W—« — e —(m-sAjxy-^ folglich wenn man dies substituirt: (©) Y=S[m Ä .e( m ' 2a ) K "V^-‘]—S.[m ft .e'( m ' 2ß )V~- 1 ]. Nach dem binomischen Lehrsätze hat man dagegen: (e x V~-i-|- e- x V^)m = S. [m Ä .(e x V^)ro—«. ( e — = S. [m a . e( m—ft ) x V "— 1 . e ßxyzij = S. [m Ä . e(w— x V^ 1 ]. Eben so findet man nach demselben Lehrsätze: (e-xy^i _|_ e x-/-zr_)m = s. Tm a . e— (m— sa) x Y'-x'j. Substituirt man nun diese Werthe in die Gleichung (0), so erhält man: a/’Z 7 .Y = o oder Y ~ o, wie es scheint, für jeden Werth von x und Von m. 22 1 . Abtheilung. §. 10. u. §• 10. Ganz auf dieselbe Weise läfst sich auch noch zeigen, dafs X oder S . [in a . Cos. (m — 2 (i) x] = (2 Cos.x) m seyn müsse.— Denn man hat fi Cos. (m —■ 2 Ci) x = e( m—2rt )W-|- e — ( m__2rt ) x W— folglich 2. X = S. [m a . e ( m - 2 «) x -V"G] -|_ s. [m a . = (exV"^ -f- e - * V^) 1 “ -f- (e- s W; -f- e x V -~) 111 = 2 . -}- e~~ —2.(2 Cos. x) m , also X = (2 Cos. x) m ; welches auch wieder für jeden Werth von m und von x zu gelten scheint, §• A1 - Selbst aus Poifsons Meinung, dafs X -f- • Y und X — \T —T . Y im allgemeinen als zwei von einander verschiedene Werthe von (2 Cos. x) m anzusehen wären, scheint sich ableiten zu lassen, dafs z. B. für m = ~ (wo p eine positive ganze Zahl seyn mag), Y doch immer der Null gleich seyn müsse. Denn es ist aus den Lehrbüchern der Algebra bekannt, dafs man alle £ P Werthe von a p oder \T a erhalte, wenn man ei- jt nen dieser Werthe mit allen Werthen von i p P . 2 n 7 r _ . 2n^* oder y” 1, oder mit Cos.-+ V "—1 • Sin.-oder P P . „ 2 VTC _ 2 V7T , . mit Cos,-+ /_ x . Sin.-multiplicirt, wo n P P und v alle Werthe 0, 1,2, 5, ... bis p — 1 haben I. Abtheilung. §. n, 25 sollen. Es sind also alle p Werthe von (a Cos.x) 1 ’ enthalten in der Formel 1) (X + . Y) . (Cos. -- + \T~, . Sin. --J, aber auch in der Formel 2) (X — v^-i • Y ) • ^ Cos< + vT-» • Sm. ——y Dann mufs jedoch einer der p Werthe in (i.) einem der p Werthe in (2.) gleich seyn; also mufs es immer zu jedem Werth von n einen zugehörigen Werth von v geben, so dafs dann C ÜXV7T . ZVX \ Cos.- \- ]/~~i . Sin.- J ( < Cos.- P P 2 V7T __ S.V7T --j- — x . Sm. — P P > wo die Abhängigkeit des v von n noch zu bestimmen bleibt. Multiplicirt man aber links und rechts, und setzt die reelen und die imaginären Theile einzeln einander gleich, wie man dies immer zu thun pflegt, so erhält man hieraus; 5) X. Cos. ZWC Y. Sin. 2nzr = X. Cos. P Q.V7C und . 2V5Z 4 -}- Y , Sm»- P P „ . 2nw ütilt A) X.Sm.- \- Y.Cos.- P P zv7T — X . Sin.- • Y. Cos. 2V7T 24 i. Abtheilung. §. xa. welche beide Gleichungen identisch seyn müssen, wenn man nur zu jedem Werth von n, den zugehörigen Werth von v nimmt. Weil aber diese Gleichungen (5.) und (4.) für jeden Werth von x, also auch für x == o, wo dann auch Y = o ist, gelten müssen, so mufs nothwendig seyn sn 7T 2VS“ Cos. - z= Cos.- P P 2 n 7T . Q.V7C und Sin.- = Sm. -; P P und diese Werthe in (3.) und (4,) gesetzt, geben 2 n 7t 2 Y , Sxn. - = o P , , 2 n 7 f und auch 2Y . Cos. - =^= o; P also wenn man beide letztem Gleichungen qua- drirt und addirt, auch 4Y 2 = 0 und Y = o, 1 . wenn m = — ist. P §• 12. Aus allen diesen Entwicklungen scheint also hervorzugehen, dafs im allgemeinen (2 Cos. x) m = X und o = Y ist, wie Euler und La grange gefunden haben, und man könnte sich vielleicht berechtigt glauben, die offenbaren Ausnahmen nicht blofs für x = t, sondern für x =+ (2n-}-i)?r, aus demselben Gesichtspunkt zu betrachten, aus wel- 25 I. Abtheilung. ' §. 13. chem man die allgemeine Gültigkeit mehrerer anderer Sätze, z.B. des Tay lor'sehen Lehrsatzes, zuläfst, wenn er auch in besondern Fällen Ausnahmen zu erleiden scheint. Auf der andern Seite dagegen liefern diese letzterwähnten Sätze, z.B. der Taylor’sche, in diesen besondern Fällen doch eigentlich nicht unrichtige Resultate, sondern, wie es scheint, mehr unbrauchbare, oder es zeigt vielmehr die unbrauchbare Form, unter der sie nun erscheinen, an, dafs dieser Fall eine Ausnahme bilde, wie sich auch wohl strenge beweisen läfst; während die hiesigen Ausnahmen geradezu, nicht eine unbrauchbare oder einen Widerspruch anzeigende Form, sondern wirklich ein unrichtiges Resultat liefern. §. i5. Was aber vor uns nicht erwiesen zu seyn scheint, dafs nehmlich die Gleichungen Y — o, also auch X = (2 Cos, x) m nicht blofs unendlich viele Ausnahmen erleiden, für besondere Wer- the von x; sondern dafs diese Gleichungen wirklich im Allgemeinen unrichtig sind, und keineswegs allgemein zugelassen werden dürfen, sondern im Gegentheil nur in Ausnahmsfällen gelten, scheint uns unwiderstehlich zu zwingen, die vorige Ansicht zu verlassen, und anzunehmen, dafs in allen den vorhergehenden Beweisen und Entwicklungen an irgend einer Stelle ein unrich- 26 1 . Abtheilung. §>. 14. tiger Schlnfs gezogen sey, der dann auch das unrichtige Resultat zu Wege gebracht habe. Nehmen wir nehmlich an, dafs fm allgemeinen Y = o oder S . [m rt . Sin. (m — 2ft)x] = o, also dann auch X = (2 Cos. x) m sey, so müfste dies auch noch der Fall seyn, wenn 7 t -{- x statt x gesetzt würde. Es ist aber Sin. [(m—2«) (tt+x)] = Sin. [imr-}-(m—fi<*)x] = Sin. 1113". Cos.(m-2a)x -f- Cos.mzr.Sin.(m-2Ct)x; und es würde also dann Y übergehen in S. [m ft . Cos. (m — 2«)x] . Sin. m 7 t -f- - -f- S. [tn ß . Sin.(m — 2ft)x]. Cos. mir. d. h. in X.Sin.m^-j- Y. Cos.nur, und weil nach der Annahme Y = o und X=(2Cos.x) m ist, in Sin.mar. X, oder in Sin.nur . (2C0S. x) m ; so dafs dann auch seyn müfste, für jeden Werth von x und m, Sin. 1113' . (2 Cos.x) m = o ; welche Gleichung jedoch offenbar nur dann für jeden Werth von x gilt, wenn m eine (positive oder negative) ganze Zahl ist, weil nur dann Sin. m 7 t = o ist. §■ .14- Es mag daher jetzt von allem bisher mit- getheilten abstrahirt und versucht werden, anzugeben, wie und durch welche Mittel es möglich seyn dürfte, sowohl in der vorliegenden Aufgabe, als auch in allen ähnlichen Fällen noth- wendig richtige und solche Resultate zu erhalten, 1 . Jbtheilung. §. 14. 27 bei welchen zugleich alle etwaigen Ausnahmen, die sie erleiden, durch die Entwicklung selbst auf das bestimmteste ausgesprochen werden, wie dies dem Gange einer strengen Wissenschaft angemessen ist. Diese, gröfstentlieils öder vielleicht durchaus bekannten, aber, wie es scheint, nicht immer mit der gehörigen Sorgfalt beobachteten Principien, deren wir 11ns bei unsern Arbeiten bedienen, und die wir auch hier in Anwendung bringen werden, mögen deshalb hier in der Kürze blofs historisch zusammengestellt, und zum Theil auch nur angedeutet werden. I. Es scheint aber vor allem bemerkt werden zu müssen der Unterschied zwischen einem allgemeinen Ausdruck und einen besondern (Zahlenwerth). So lange der Ausdruck allgemein ist, ist er weder reel noch imaginär, sondern der allgemeine Ausdruck kann noch beides werden, das Eine so gut wie das Andere. Aus a-j-by^ZT 7 = c-j-di/'ZT scheint also z. B. nicht geschlossen werden zu dürfen, dafs a = c und b = d seyn müsse, so lange a, b, c, d, noch allgemein sind. Dagegen ist der Schlufs strenge erwiesen, a) wenn man weifs, dafs a, b, c, d, bestimmte re eie Ausdrücke sind, oder auch ß) wenn a, b, c, d, ganz allgemein sind, aber aufser der gegebenen Gleichung noch diese zweite a — b = c — d /Z 7 { 28 I. Abtheilung. <§. 1 <£• mitgegeben ist, also auch wenn man bestimmt überzeugt ist, dafs die Gleichung a *-}- b _i c -|— d _! für beide Werthe von \f~A1 zugleich Statt findet. — Z. B. bei (- 5)-+ 2 V^=7 = (2 ^=7) + (3 • ^=1 findet diese zweite (— 3) — 2 \T~i = (a v^I) “ (5 /~~i) • nicht statt; daher natürlich auch obige Folgerung nicht. II. Jede Relation zwischen Ausdrücken ist eine Gleichung, und jede Gleichung nothwendig eine identische; so dafs die sogenannten algebraischen.und transcendenten Gleichungen (die man besser Bestimmungsgleichungen nennen könnte), so wie auch die Differentialgleichungen, nur der Form nach und nur dadurch von den vorzugsweise so genannten identischen Gleichungen verschieden sind, defs einer oder mehrere der darin vorkommenden Buchstaben oder sonstigen Zeichen, bestimmte Werthe repräsentiren, welche Werthe man sich dafür wirklich gesetzt denken mufs, wenn man die eigentliche Gleichung (die ihrer Definition entsprechende) haben will. III. Man scheint besondere Sorgfalt auf die vieldeutigen Ausdrücke wenden zu müssen, und bemerken, dafs ein vieldeutiger Ausdruck jedesmal nur einen seiner mehreren Werthe vorstellt, 2 9 I. Abtlicilung, §. 14. obgleich er dann in besondern Fällen einen völlig bestimmten, oder auch einen beliebigen, oder endlich einen von andern Werthen abhängigen repräsentiren kann. Schreibt man z. B. yO} — — 3 oder + so stellt in der ersten Gleichung das zweideutige Zeichen 9 den bestimmten seiner Wertbe —5 vor, so dafs die Gleichung \f $ — — 5 nicht anders gedacht werden kann , als — 5 = — 3; in der andern Gleichung yTg = -f- 3, stellt dagegen /"9 den Werth + 3 vor, so dafs’ die Gleichung selbst wesentlich zusammenfällt mit 3 = -J- 3. In der Gleichung dagegen 4 • V~9 = sind die Werthe, welche jedesmal durch die Wurzeln vorgestellt werden, von einander abhängig, so dafs zwei dieser 3 Wurzeln jeden beliebigen ihrer Werthe (obgleich jedesmal nur einen einzigen) vorstellen, während dann aber die 5te Wurzel einen bestimmten, von denen der übrigen Wurzeln abhängigen, hier durch die Gleichung selbst bedingten Werth repräser.tirt. IV. Ist also A ein vieldeutiger Ausdruck, und kommt solcher in einer Untersuchung mehrere male vor, so darf man ihn, obgleich er der Form nach derselbe ist, doch im Kalkül nicht eher * als einen und denselben betrachten, bevor man sich nicht überzeugt hat, dafs er jedesmal auch wirklich dieselbeBedeutung habe, d.h. dafs er auch jedesmal wirklich immer einen und den- 50 I- jfbtheilung. §. 14. selben seiner W.erthe repräsentirt. Man darf also z. B. nur dann A + A = 2A, A . A = A 2 pA + qA = (p+q).A u. s. w. sstzen, wenn man überzeugt ist, dafs dieses A jedesmal dieselbe Bedeutung hat. — Man kann daher z. B. nicht unbedingt ^+^-2^, irzi. ■/-■=! = or ~,) 2 =— 1 Y’— 5 .V~o=(y r '~ 3 ¥ = — 3 , u. s. w. setzen. Y. Die vieldeutigen Ausdrücke, die am häufigsten Vorkommen, sind: die Wurzeln, die Logarithmen, und die zu irgend einer trigonometrischen I.inie gehörigen Bogen (im allgemeinsten, analytischen Sinne genommen), und, was mau.vorzüglich zu bemerken hat, diesämmt- lichen Potenzen im allgemeinen. Jede zu einem Bogen gehörige trigonometrische Linie ist dagegen nur eindeutig, für sie also keine weitere Vorsicht nöthig. Für die übrigen der so eben erwähnten Ausdrücke scheint aber die Regel (IV.) bei dem allgemeinen Arbeiten immer gehörig berücksichtigt werden zu müssen. Und besonders wird dies Noth thun bei den Potenzen, weil man gerade bei diesen am geneigtesten zu seyn scheint, solche zu übertreten. VI. Eine Potenz a x hat aber nur einen einzigen Werth, wenn x eine (positive oder negative) ganze Zahl ist; sie hat v verschiedene Wer- the, wenn x = + — und dabei der Bruch — in V V I. Abtheilung. §. 14. 51. seinen kleinsten Zahlen ausgedrückt ist; sie hat unendlich viele verschiedene Werthe, wenn x reel aber irrational, oder wenn x imaginär ist. Ist daher x allgemein, so mufs, da x noch jeden besondern Werth erhalten kann, a x im Allgemeinen als unendlich vieldeutig angesehen und behandelt werden. Die Formeln der Potenzen a x .ay = a x +y ; a x :ay=a x ~ y a x . b x = (ab)* ; a x j b x = (a : b) x (a x )y = a*y = (a>') x nebst dem binomischen Lehrsätze gelten also nur in so ferne, als jede Potenz einen ihrer Werthe repräsentirt, während diese Werthe nicht durch« gehends willkührlich genommen werden können, sondern in einer durch die Gleichung selbst bedingten Abhängigkeit zu einander stehen. — Immer aber erhält man alle Werthe einer allgemeinen Potenz a x , wenn man einen derselben mit allen Werthen von i x oder mit Cos. (2nxff)+ • Sin. (anxjr), wo n die Null und alle absoluten ganzen Zahlen, bis ins Unendliche, vorstellt, multiplicirt. — Will man daher bei dem allgemeinen Umformen der Ausdrücke mit Potenzen, nicht blofs solche andere Ausdrücke haben, welche einigen (unbestimmten) Werthen, sondern solche, welche all en Werthen der gegebenen Ausdrücke entsprechen, so mufs man mit Sorgfalt auf das so eben bemerkte Rücksicht nehmen, tim nicht um- 3 ® 1 . Abtheilung. §. 14. geformte Ausdrücke zu erhalten, welche jene gegebenen nicht ganz und vollständig darstellen, sondern nur einzelne in ihnen enthalteneElemente. VII. Bei tjnendlichen Reihen scheint man wieder unterscheiden zu müssen, die allgemeinen von den als numerisch gedachten. — So lange die Reihen ganz allgemein sind, sind sie weder convergent noch divergent. Diese Allgemeinheit kann aber durch die Bedingung der Convergeng oder der Divergenz vermindert werden, und dann mufs man sich schön die einzelnen Glieder (nicht mehr als allgemeine, sondern bereits) als reele oder als imaginäre, und die Reihe selbst als eine numerische denken. — Umgekehrt, so oft davon die Rede ist, ob der Werth einer Reihe ein reeler oder ein imaginärer sey, kann die Reihe selbst nicht mehr als eine ganz allgemeine angesehen werden, weil eben die Eigenschaft des reelen und des imaginären, nicht an die ganz allgemeinen, sondern blofs an die be- sondern Ausdrücke geknüpft ist. VIII. Entwickelung eines Ausdrucks f ; (schlechthin, oder in eine Reihe) ist nichts wei- i t ', teres als Umformung, und giebt jedesmal eine , identische Gleichung, mit denen allein sich der y ganze Kalkül beschäftigt. — Eine solche Um- j formung könnte man vollständig oder unvollständig nennen, je nachdem sie allen oder nur einigen Werthen (oder nur einem d emzi- 33 I. Abtheilung. §. 14. einzigen) des gegebenen Ausdrucks entspricht. In beiden Fällen kann aber die Entwicklung richtig seyn. — Eine richtige Entwicklung mufs den Ausdruck, dem sie entspricht, in jedem Augenblick wieder reproduciren können, worin sich eben der Charakter der Identität oder der Umformung ausspricht. — Eine unendliche Reihe ist zwar nur in der Idee vorhanden, aber als Vernunftbegriff vollkommen ausgesprochen durch das Fortschreitungsgesetz. — Eben E deshalb ist eine unendliche Reihe auch im Allgemeinen (wo von ihrer Convergenz oder Divergenz noch nicht die Rede seyn kann) vollkommen geeignet einen gegebenen Ausdruck vollständig zu repräsentiren, wenn man nur, das richtige Fortschreitungsgesetz zu haben, überzeugt seyn kann. Durch dieses Fortschreitungsgesetz reproducirt sich nachher immer wieder der gegebene Ausdruck, und kein dem Wesen nach von ihm verschiedener, wenn man nur bey ' den weitern Umwandlungen, welche eine solche unendliche Reihe erleiden kann, die nöthige ("Sorgfalt verwendet, damit nicht wesentliche Be- '.standtheile des Fortschreitungsgesetzes, oder andere von der Theorie als wesentlich anerkannte Elemente während der Arbeit selbst verlohren gehen. IX. Von dem Wert he einer unendlichen ■Reihe kann nur dann die Rede seyn, wenn sie C i. Abtheilung . §. 14. 34 einen Werth hat, d. h. wenn sie convergirt (wenn die Summe von noch so vielen ihrer Glie- der nie unendlich grofs, sondern zwischen bestimmten endlichen Grenzen eingeschlossen werden kann). — Hieraus folgt, was für die Behandlung der Reihen nicht unwichtig zu seyn scheint: 1) Alle Schlüsse, welche sich auf WerthbeStim- mung einer unendlichen Reihe gründen, gelten nur unter der Voraussetzung, einmal dafs die Reihe nicht mehr allgemein ist, sondern bereits als eine numerische anerkannt wird, dann auch, dafs die Reihe selbst convergirt. Sind diese Voraussetzungen nicht gerechtfertigt, so werden alle solche Schlüsse in der Regel zu Wiedersprüchen führen. a) Ist ein endlicher Ausdruck, einer unendlichen Reihe im Allgemei nen gleich (identisch), so hat für jeden Werth der unendlichen Reihe, der endliche Ausdruck nothwendig denselben Werth. Aber umge. kehrt, von dem Werth des 'endlichen Ausgucks auf den gleichen Werth der unendlichen Reihe zu schliefsen, geht nur in so ferne an, als die Reihe wirklich einen Werth hat; dieser Schlufs gilt also in allen den Fällen nicht mehr, in welchen die unend- I. Abtheilung . §. 14. 35 liehe Reihe divergirt d. h. gar keinen Werth mehr hat. 3) Ist daher eine unendliche Reihe von der Art, dafs sie in gar keinem Falle convergirt, dafs sie also nie einen Werth hat, so hört jeder Schlufs, der sich auf ihren Werth bezieht, in allen Fällen auf, und alles in Bezug auf den Werth dieser Reihe Erschlossene, oder auf den Werth einer solchen Reihe oder auf das Daseyn desselben Gegründete hört in allen Fällen auf nothwendig wahr zu seyn, eben weil die Voraussetzung, unter welcher diese Schlüsse allein Gültigkeit haben können, hier nie statt findet. (Wir , meinen, dafs die so erschlossene Resultate, eben so gut unrichtige als auch richtige seyn können). /j.) Da eine unendliche Reihe, im Falle sie divergirt, gar keinen Werth hat, so kann man in diesem Falle, aus ihren re eien Gliedern, nicht auf ihren re eien Werth, und also auch nicht auf den re eien Werth des mit ihr im Allgemeinen identischen endlichen Ausdruks schliefsen; so dafs also alle Glieder einer unendlichen Reihe reel seyn können, während, wenn die Reihe zugleicher Zeit divergirt, der ihr im Allgemeinen gleiche endliohe Ausdruck, eben so gut ei- C 2 6 I. jäbtheilung. §. 14. nen imaginären als auch einen reelen Werth haben kann. *) Als Beyspiele mögen die Entwikklungen und von _ p z in, nach ganzen von i-p Potenzen von p fortlaufenden Reihen, dienen. Eben so wenig kann man ausdenimagi- nären Gliedern einer divergenten unendlichen Reihe auf den imaginären Werth des ihr im allgemeinen gleichen endlichen Ausdrucks schliefsen. 5) Umgekehrt aber: hat der endliche Ausdruck in einem besondern Fall einen imaginären Werth; und sind zu gleicher Zeit die Glieder der Entwikkelung (der unendl. Reihe) alle reel, so mufs die Reihe noth- wendig in diesem Falle divergiren; so wie, wenn sie convergirt und alle ihre Glieder reel sind, der ihr im Allgemeinen gleiche endliche Ausdruck dann nothwendig auch ) Sind also, um ein Beyspiel der Anwendung zu geben, a,b; c, d, alle oder zum Theil unendliche Reiben, so kann man aus a-fb = c + d \AII7 nur dann schliefsen, dafs a =: c und b — d seyn müsse, entweder wenn alle unendliche Reihen convergiren und reele Werthe haben, (also nicht unbedingt schon wenn die einzelnen - Glieder der Reihen reel sind), oder wenn sie noch allgemein sind, aber aufser a -j- b —1 == C d im Allgemeinen auch noch diese andere Gleichung a—b yo Umwandlungen in Reihen gewünscht werden, um nachher die Werllie der Ausdrücke durch diese Reihen bestimmen zu können, oder auch in denen, wo man auf eine bestimmte Convergenz weitere Schlüsse gründen will, es wesentlichen Nutzen gewähren dürfte, den Reihen, (endliche oder unendliche aber) schon bestimmte Elemente beyzugeben, die zugleich die Natur der zu -verwandelnden Ausdrücke in sich aufgenommen haben. Indem nehmlich dann mehr Ursachen der Divergenz wegfallen, ist auch die Wahrscheinlichkeit gröfser, eine umfassende Convergenz zu erhalten. — So convergiren z. B. (wie es scheint, aus diesem Grunde) die Reihen für die Logarithmen schneller und umfassender, wenn man selbst wieder Logarithmen in die Entwickelung einführt. — Vorzüglichen Nutzen scheint diese Bemerkung auch in einer Theorie der allgemeinen Fakultäten zu haben, wo sich die ferneren Schlüsse blofs auf die Convergenz der gebrauchten Reihen gründen können, und nur dann noth- wendig allgemein gültig sind. — 33 I, Abtheilung. §. 14. allgemeingültige annehmen, obgleich sie nothwendig richtig sind für die Fälle, welche der Voraussetzung entsprechen. Aber um selbst für diese Fälle nothwendig richtige Resultate zu erhalten, mufs man jedes- mal sorgfältig untersuchen, ob auch wirklich der Theorie überäll genügt sey. Es darf also namentlich keine Koeflicienten-Bestimmung statt finden, bei welcher die im Unendlichen vernachlässigten Glieder selbst unendlich grofs werden müssen; und im Falle solche unendlich grofs werden können, so würde die Umformung nur für > die Fälle nothwendig richtig verbleiben, für welche dieses nicht mehr statt findet. Hat man sich dagegen von der allgemeinen Gültigkeit der Form auf direktem Wege überzeugt, und ist man sicher, dafs das Fortschrei- tungsgesetz das Wesen des umzuformenden end-! liehen Ausdrucks im allgemeinen in sich schliefse,, so dafs die Koeflicienten als die Constanten an-! gesehen werden können, so ist eine solche Ent-j wikkelung auch allgemein gültig (d. h. sie pafst dann für alle möglichen besondern Fälle zugleich). Untersucht man genau die in (§. 3.) angegebene Entwickelung des La grange, so ist es leicht zu finden, dafs diese Bedingungen daselbst nicht berücksichtigt zu seyn scheinen; denn es werden bei der Entwickelung im Unendlichen Glieder vernachläfsigt, deren Koeflicienten nn- I. Abtheilung. §. 14 * 39 endlich grofs sind, so dafs man nicht mit Sicherheit auf das Verschwinden dieser vernachläfsigten Glieder, auch nicht in einem einzigen Falle,'schlie- fsen dürfte. — Dieser Umstand scheint zugleich die in den folgenden Paragraphen angezeigten, den Principien des Integralkalkuls entgegenlaufenden Resultate, oder vielmehr ihre Unzuläfsig- keit zu erklären. XI. Mit dieser Bemerkung steht nachstehende in genauer Verbindung: Bei allen vorzunehmenden Umformungen mittelst der Methode der unbestimmten Koefficienten, mufs man sich vorher von der allgemeinen Zulässigkeit der angenommenen Form der Entwicklung vergewissern. Es ist zwar sehr leicht einzusehen, dafs jede Unzuläfsigkeit der angenommenen Form der Entwicklung, eben weil ihre Annahme einen Widerspruch involvirt, diesen Widerspruch auch in den Endresultaten aussprechen werde; allein es scheint irrig zu seyn anzunehmen, dafs sich dieser Widerspruch sogleich bei der Bestimmung der Koefficienten zeigen müsse. Im Gegentheil ist nicht nur dazu kein hinreichender Grund vorhanden, sondern die angenommene Form mufs sogar zu nothwendig richtigen, keinen Widerspruch anzeigenden Koefficientenbestimmungen führen, sobald diese angenommene Form der Entwicklung auch nur in einem einzigen besondern Fall gerechtfertigt seyn sollte; wenn sie auch in allen übrigen Fällen unzuläfsig ist. —- Dies 4o /. Abtheilung. §. 14.. findet namentlich in der (§. 5.) angegebenen Entwicklung des La g ran ge statt. Die von ihm für (Cos. x) m angenommene Form der Entwicklung ist die wahre, wenn m eine ganze Zahl; folglich müssen sich die unbestimmten Koeffi- cienten finden lassen (wenigstens für diese Wer- the von m); und. die Entwicklung selbst findet also statt, aber nur für den Fall, dafs m eine ganze Zahl. Der Widerspruch, der in der Un- zuläfsigkeit der von La grange für den allgemeinen Fall angenommenen Form der Entwicklung liegt, bleibt deshalb noch immer vorhanden, und zeigt sich, wie wir (§.13.) gezeigt haben, wenn man t-J-x statt x setzt; oder zeigt sich vielmehr eben in der allgemeinen Ungültigkeit der Entwicklung. Die direkten Umformungsmethoden scheinen deshalb vor allen indirekten den Vorzug zu haben. Wenigstens mag es gut seyn, sich ihrer immer zur vorläufigen Bestimmung der Form zu bedienen, wenn man es auch nachher bequemer und zweckmäfsiger finden sollte, indirekt zu verfahren. Vorstehende Bemerkungen kann man übrigens durch viele leicht zu findende Beispiele bestätigen lassen, welches hier der Kürze wegen j unterblieben ist. Ohne gehörigen Beweis blei- j ben manche dieser Bestimmungen jedoch noch immer problematisch, weshalb diese Beweise und überhaupt eine Theorie des Kalküls in dem schon I. slbtheilung. §.15. 16. 4 l angeführten Lehrbuche des Verfassers versucht worden ist. §. 15 - Betrachten wir nun die Euler’sehe Entwicklung (§. 1.), so sieht man sogleich, dafs im allgemeinen X + vTZ^.Y und X — /ZI-Y zwei verschiedene Werthe von (2 Cos. x) m seyn können. Aus den Gleichungen 1) (2 Cos.x) m = X -j- ]f— x . Y und 2) (2Cos.x) m = X—\AZZ. Y kann man also durch Addition blofs schliefsen nach (§. 14. IV u. VI.): (2Cos.x) ra + (2 Cos. x) m = 2X, aber nicht 2 .(2 Cos.x) m = 2 X, weil in den Gleichungen (1) und (a) (die, wie alle Gleichungen, nur als identische Gleichungen angesehen werden können) der Ausdruck (2 Cos.x) m jedesmal einen andern seiner Werthe repräsenti- ren kann. Wenn m eine positive ganze Zahl, bleibt der Euler’sehe Schlufs gültig, wie bekannt ist, und wie auch schon Poifson bemerkt hat. — Er bliebe auch noch gültig, wenn m eine negative ganze Zahl ist, wenn nur die Reihen X und Y zugleich einen Werth hätten. §. 16. Was Deflers (§.7.) schliefst, dürfte, wie es scheint, nur dann gelten, wenn nachgewiesen 4'2 I. Abtheilung. 16. werden könnte, dafs, wenn man (Cos. x) m oder vielmehr allgemein nach dem polynomischen Lehrsätze entwickelt, die Koefficienten der entstehenden Reihe nicht unendlich werden. Umgekehrt sieht man ein, dafs, wenn (Cos. x) m sich nicht allgemein nach den geraden Potenzen von x entwickeln läfst, die Form der Entwicklung selbst solches anzeigen müsse. Was aber den andern Beweis des Deflers betrifft, dafs Y=o sey, wie solches (§. 8-) beigebracht wurde, so scheint aus den vorstehenden Principien hervor zu gehen: i) Dafs die Summation der Reihe mP.t n ’+m,(m-2)P.t m - 2 jm 2 .(m-4)P.t in - 4 +m 3 .(m-6)Pt in - 6 4... wie sie dort gefunden wurde, sehr strenge ist, und dafs also z. B. sehr strenge (C) m 3 .t m +m I .(m-2) 3 t®-2|m 2 .(m-4) 3 .t m - 4 4 jm 3 .(ra-6) 3 .t m - 6 |... im allgemeinen identisch mit dem dortigen m(m-i)(m-2).z m ' 3 v 3 -j- [2m(m-i)-j-m 2 ].z m - I v oder mit (©) m(m- 1 ) (m- 2 ).^t + * 0 ” 0 + [fim(m-i) + m a ].^t+1^ . ^ angenommen werden müsse. 43 1. Abtheilung. §. 16. a) Dafs dagegen die unendliche Reihe (C) nur dann einen Werth habe, wenn sie convergirt, also z. B. wenn t sehr grofs ist. In jedem andern Falle dagegen, und auch für t=i, bestimmt sich zwar der Werth des Ausdrucks (0)» welcher aber nur dann mit dem Werthe der Reihe ((£) zusammenfallen kann, wenn letztere wirklich einen Werth hat. Da nun aber die Reihe (C) für t=i nur dann einen Werth zu haben scheint, wenn m eine (positive) ganze Zahl ist, so scheint sie auch nur in diesem Fallmitdem Werthe des Ausdrucks (©), also mit Null, zusammenzufallen. *). — 3) Wäre dagegen in dem Ausdruck Y, der in (§. 8.) verwandelt werden sollte, nicht mP -fmj.(m — s)P -j- m 2 • (m —4) p "K— sondern vielmehr diese andere Reihe mP.t m -f* m r (in— 2)p. t m -2-f-m 2 (m—4)P. t™- 4 -}*•••• vorgekommen, so konnte man sogleich im Allgemeinen den mit ihr identischen endlichen Ausdruck für sie selbst setzen, und das Resultat war dann noch immer mit Y identisch; und im Falle Y selbst convergirte, mufste dann jeder Werth dieses mit Y identischen Ausdrucks, dem von Y gleich seyn, *) Dafs dann die Reihe mP-f m, .(m — 2)P-}~ m 4*( m —4) p “{"•••• für jedes ungerade p der Null gleich sey, erhellet übrigen* unmittelbar, weil in ihr jedes Glied doppelt, aber mit entgegengesetzten Zeichen vorkommt. /j^ Z. Jbtlieiluug. §. 17. 18. $. 17. Betrachten wir den (§, g.) gegebenen Beweis, so finden wir ihn ganz streng, bis zu Ende, wo 2 /H;. Y = (e* - /^ + e — (e~ x + e x W=I)m gefunden, wo aber rechts dafür nicht o gesetzt werden darf. — Da e 3 ^- 1 -f- = 2 Cos. x ist, so kann man dies auch so schreiben: 2 /■“. y = (2 Cos. x) m — (2 Cos. x) m , oder 2^^T.Y = (2Cos.x) m [i“— !»], oder ay r ZT7.Y= (sCos.x)™ [Cos.(hanm^) — Cos. (+ 2vm 7 i) -f- \f— 7 (Sin.(+2nirar) — Sin. (+ 2vm^r))], wo (2Cos.x) m einen beliebigen ihrer Werthe re- präsentirt. Mit Nothwendigkeit kann man also auf diesem Wege sich nicht überzeugen, dafs Y=o seyn müsse, den Fall ausgenommen, in welchem m eine ganze Zahl wird, und Y zugleich einen endlichen Werth haben mufs. §• 18. Eben so finden wir die Entwicklung in (§. 10.) ganz strenge, bis dahin, wo üX = (e x V"~ -{- e —-f (e— x V rr i + e x V"-i)«» gefunden ist, wofür man aber rechts nicht unbedingt setzen darf, wie dort geschehen (S. §. 14. IY.YI.). Die Gleichung wird vielmehr, wenn man 2C0S.X statt e x Y"-i-f- setzt, aX=(2Cos.x) m (i m -j- i m ) 45 I. Abtheilung. §. 19. oder 2X=(2 Cos.x) m [Cos.(isnnw) 4 Cos.(+avm?r) -J- /ZT (Sin. (+ 2mn5T) + Sin. (+2vnwr))], wo (2 Cos.x) 1 » einen beliebigen ihrer Werthe vorstellt. Es ist demnach auf diesem Wege nur dann mit Sicherheit X = (2 Cos. x) m , wenn m eine ganze Zahl ist und X wirklich einen Werth hat. §. 19. , Was endlich den Beweis (§. 11.) betrifft, so ist leicht einzusehen, wenn man die vorstehenden Principien in Anwendung bringen will, dafs, weil sich die dortigen Schlüsse auf "Werthe gründen, sie nur so lange gelten, als die dortigen Reihen wirklich Werthe haben, also nur in so ferne sie convergent sind. Unter diesen Voraussetzungen bleiben die dortigen Gleichungen (3. und 4.) noch streng richtig, nur mit der Einschränkung, dafs sie nicht als allgemeine iden- [ tische Gleichungen, sondern nur als Werth- Identitäten statt finden. Dies ändert die dann folgenden Schlüsse dahin ab, dafs zwischen den Werthen von X und Y (für verschiedene Werthe f von x) und zwischen den Werthen von n und v eine durch die Gleichungen (3. und 4.) selbst be- : dingte Abhängigkeit statt linden mufs; dafs aber die Abhängigkeit von n und v nicht nothwendig von dem Werthe von x unabhängig ist, sondern ; im Gegentheil für andere Werthe von x auch alle- I mal eine andere werden kann. Der übrige Theil 46 I. Abtheilung. §. <20. ai. des dortigen Beweises (§. n.) gilt also nicht mehr, und daher hat das dortige Endresultat keine grö- fsere Gültigkeit, als vorher auch. *) §. 20. Es gelten also die Entwicklungen von (2 Cos. x) m des Euler, Lagrange, und die übrigen, unsre eigenen (§. §. 8. g. 10. und 11.) mit eingeschlossen, nur für den Fall nothwendig, dafs m eine ganze positive Zahl ist; und wenn m eine ganze negative Zahl wäre, nur dann, wenn zugleich XundY wirklich einen Werth haben sollten. Eine allgemein gültige Entwicklung mag nun versucht werden. §. 21. Die einfachste und direkteste scheint folgende zu seyn. Man hat nehmlich 2 Cos.x = e*V~~ l -J- e —x V-i; folglich, nach dem binomischen Lehrsatz (2 Cos. x) m = S. [m ft . (e x V”—‘) m—Ä (e— X V"—, oder (2 Cos. x) m = S. [m a . (e x V” ; ^) m '- 2 <»]. Nun ist aber e x V“i = Cos.x-j- • Sin. x, und daher (e x V"^I)m- 2 «_ Cos.(m—2«)x + /"ZT. Sin.(m-2«)x, oder, wenn man rechts alle Werthe haben will, *) Wenn man z. B. aus den Gleichungen (J. 11 . n. 3 u. 4.) fiir x =.o v = n gefunden hat, so ergieht sich im Gegentheil für x~jT, die Abhängigkeit v = n+i, aus denselben Gleichungen. — Darüber gielit besonders der letzte Theil dieser Bogen noch mehr Aul'schlufs. 47 j. I. Abtheilung. §.23. (gxy^Ijm—2a __ c OSi ( m — 2 Ci) (+ 2 n it -f- x) -f-V^Z^.Sin^m— ad) (+2n7r-f-x) = Cos. [+ 2 m n T -j- (m — 2a)x] , -f-/'ZI7.Sin.[j:2mnÄ'4.(m-2«)x]. : Dies oben substituirt, giebt: | (c?)... (2 Cos. x) m =S. [m«. Cos. (+2mn7r|(m-2Ä)x)] t -f- \TZTi .S. [m ft . Sin. (+2mn3‘|(m-2a)x)] > | welches die gesuchte Entwicklung ist, und in welcher der Ausdruck rechts eben so vollständig ist, als der Ausdruck links, in so ferne n, alle Werthe o, 1, 2, 3, bis ins Unendliche vorstellen soll, §. 22. Weil Cos. [+2mn7r+(m-2«)x] = Cos.(+2mn;r).Cos.(m-2a)x — Sin. (+2mn7r). Sin.(m-2ß)x und Sin. [+2mn7r|(m-2(t)x] = Sin.(+2tnn;r). Cos.(m-2ft)x -f* Cos.(+2mn7r). Sin.(m-2ß)x, so geht obige Entwicklung (d’'>§*2i.,) auch noch f in folgende über: (2Cos.x) m = Cos.(+2mn7r).S.[m Ä .Cos.(m-a&)x] —Sin. (+2mn^). S .[m Ä . Sin.(m*2Ä)x] + VUl. (Sin.(+2mn tv ). S. [m Ä .Cos. (m-|2«)x] Cos. (+2mn^r). S. [m ft . Sin.(m-2ü)x]^ oder wenn man die Bezeichnungen von (§. 1.) beibehält: (2j-) t ,. (2Cos.x) rn =X.Cos.(+2mnÄ‘)-Y. Sim(+2mnzr) + WZ7. [X. Sin. (+2mnzr) + Y. Cos t (+2mn^)] 48 1 . Altheilung. §. 25. wo n sowohl o, als auch alle ganzen Zahlen vorstellt. Man sieht zu gleicher Zeit, wie diese (für jedes m) allgemein gültige Entwicklung in das frühere Resultat (2Cos.x) m = X übergeht, so bald m eine positive ganze Zahl wird, weil dann Y = o erkannt werden mufs (§. a.). §• 25. Setzt man in (2j.) n = o, so erhält man (2 Cos. x) m = X -J“ / —1. Y wo /ZT zweideutig ist, so dafs man eben so (2 Cos. x) m = X -j- ^ZT • Y, als auch (2 Cos. x) m = X — VZ 7 . Y hat; und man sieht also, wie X-j-V^_ x .Y und X— VZZI.Y (dieselben Resultate, die auch Euler schon erhalten hat) als zwei im Allgemeinen verschiedene Werthe von (2Cos.x) ra angesehen werden müssen. Hätte man daher das erste der Euler’sehen Resultate genommen (2 Cos. x) m = X -j- V"ZT. Y und solches rechts dadurch vervollständigt, dafs man diesen Werth X -f- VZZ[.Y mit allen Wer- then von i m oder mit Cos. (+2mn^) -j- VZZ'Sin. (+2mn7T), wo n, Null und alle ganzen Zahlen vorstellt, multiplizirte, so hätte man erhalten (2C0S.X) 111 = (X -f- V~ZT. Y) . [Cos. (+2mnff) -}- V’ZI.Sin. (+2mn »■)], I. Abtheilung . §. 04. 05. welche Formel genau mit der ( 4 ) Formel zusammenfällt. §• 24. Auch bei der Entwicklung in (§. at.) kann inan, und es scheint dies jedesmal bequemer zu ' seyn, die dort genommene Rücksicht, alle Wer- ; tlie der Entwicklung zu erhalten, vernachläfsigen, und nur einen Werth zu erhalten trachten. : Die Entwicklung sieht dann so aus: Es ist ( 3 Cos. x) m = (e x Y'~ «-f- e ~ x V n ~* f also nach dem binomischen Lehrsätze (2 Cos.x) m = S. [ra Ä .e( m “ : Aber e (m—2 ä)x = Cos. ( m —2 ä) x -f- V^Z^.Sin (m—26) x, folglich, wenn man dies substituirt: (2 Cos,x) m = S. [m ß .Cos. (m—fl(t) x] + ^~-S- [m Ä .Sin. (m—2a)x] oder (2Cos.x) m = X-{-VZIY; und vollständig (2 Cos. x) m =s 1“ . (X -f- KZI. Y), welches wieder mit der Formel ( 4 ) zusammenfällt. §• 25. Wollte man eine indirekte Entwicklung verziehen, so könnte man auch auf folgende Art verfahren: ' Man setze y = (Cos. x) m und entwickle, indem man diese Gleichung dif- ferentiirt und (Cos,x) m eliminirt, die Differentialgleichung D go I. Abtheilung. §. 25. dy my. Sin. x -J- -— . Cos. x = o , dx woraus wieder, wenn man für Sin.x und Cos.x die Werthe 1_g-xV-i c xV"-i _|_ e —xV—1 aV'-i setzt, hervorgeht, und m y . (1 — e ^. (i +e- 2xVr - l )=o l dx oder dy (5!)...my(i-z)|/_ 1 .-.(i+z) = o, wenn z = e 2 *V r — 1. Nun nehme man an y = e nix ^" —1 («-f-ß.z-f-7.z 2 -f-^.z 3 -j- e.z 4 -j-,..) und differentiire, so erhält man — = m e mx V~— 1 («-j.ß.z + 7 .z 2 j< 5 '.z 3 -f-s.z 4 .f...) dx _ ( l T 4 - e mx V— 1 . ■— (ß+ü 7 .z+ 3 ^- z 2 + 4 e.z 3 ...) dx oder, weil — = — 2 . z ist, dx dy dx = vAZT 7 . e mx ^"— 1 [ma -f* (m-2) ß.z-f-(m-4) 7.Z 2 -f- (tp*6)^.z 3 dy Substituirt man diese Werthe für y und — in dx die obige Differentialgleichung ($), ordnet man nach Potenzen von z, dividirt durch e mx1 , 1 . Abheilung. §.25. 51 und setzt die einzelnen Koefficienten der Null gleich, so erhält man zuletzt a = Cf. ß=.m I a y = m z a $ = m 3 a u. s, w. f.; also (Cos x) m = a,e mx ^'~ 1 .(i+m I .z+m 2 .z 2 4-m 3 .z 3 |...) f wo noch die Constante a zu bestimmen bleibt. Weil aber für x = o, e mx ^ —1 == 1, Cos. x = i, z = 1 wird, so erhält man zur Bestimmung der Constante im = a. (14. m j 4-m 2 4-m 3 4....) = a «. am. Also (a Cos.x) m =i m x e mx ^ r_1 (i-fm z .z-fm 2 .z 2 4.01 3 .z 3 4....), oder, wenn man für z seinen Werth setzt und wirklich multiplizirt, (2 Cos.x) m = i m x (e mx ^ —1 -f-mj . e (m—2)xV”— 1 + m 2 . e( m - 4 ) X V"-» + m 3 . -f....) oder auch (aCos.x) m = i m . S . [m rt . e( m 2a)xV^—ij ^ aus welcher Gleichung endlich, wenn man e(m—2 a)*V”—* = Cos.(m—2d)x -f- y^ZT.Sin.(m—£6)x zu Hülfe nimmt, das bekannte Resultat (2 Cos. x)™ = (X+ /Z 7 .Y) hervorgeht. D 2 52 'v f- I. Abthcilun". §. 26. §. 26. Wir brauchen wohl nicht zu bemerken, dafs eine solche Entwicklung nichts empfehlenswer- thes hat, einmal weil man nicht wissen kann, ob die angenommene Form der Entwicklung auch wirklich allgemein zuläfsig ist (§. 14. XI.), bevor man das nicht erst untersucht hat; weil man also, wenn die Form geradezu angenommen worden, auch wenn sich die Koefficienten bestimmen lassen, ohne jene vorgängige Untersuchung über die Form, nicht überzeugt seyn kann, dafs die gefundene Entwicklung wirklich allgemein gültig ist, sondern fürchten mufs, dafs sie nur für die Fälle gilt, für welche die angenommene Form gerechtfertigt ist} dann aber auch weil in der Regel jede solche indirekte Methode nur auf grofsen Umwegen zum Ziele führt, und im wesentlichen doch wieder mit dem direkten Gange zusammenfallen mufs. Uebrigens ist in vielen Fällen der Nutzen der indirekten Methoden nicht zu verkennen; nur glauben wir, dafs so lange, als es möglich ist auf einem direkten Wege zum Ziele zu gelangen, dieser dann jedem indirekten immer vorzuziehen seyn dürfte, und dafs indirekte Wege nur mit grofser Vorsicht anzuwenden seyn dürften. *) *) Wenn es blofs darauf antcommt Resultate zu erzielen, erlaubt sich der Verf. alle Wege, auch solche denen er nicht traut. Hat er aber die Resultate gefunden, so betritt er, um sich von den Grenzen ihrer Gültigkeit zu überzeugen, nur 55 I. Abtheilung. §. 27. 28. §• 27.. Man hat also allgemein für jeden Werth von m, I. (eCos.x) ra ==[X.Cos.{+!2mmr)—Y. Sin. (+imn;r)] -f- • [X. Sin. (+2mnT) -f- Y. Cos.( + 2mmr )]» wo n sowohl Null als auch jede ganze Zahl vorstellt , und wo X und Y die Reihen S. [m Ä . Cos. (m—o«)x] und S. [m ft .Sin,(m—sa)x] oder die Reihen Cos.mx+ m,. Cos. (m-a)x 4. m 2 . Cos. (m-4)x|,.. in inf. und Sin. inx+m,. Sin.(m-2)x|m 2 . Sin.(m-4) x4...ininf. bedeuten. Und dies nur ist die allgemeingültige Entwicklung von (2 Cos.x) m nach Cosinus und Sinus der vielfachen Bogen. Ist aber m eine positive ganze Zahl, so erhält man aus dieser allgemeinen Entwicklung II. (2 Cos.x) m = X, weil dann o = Y ist. §■ 28. Untersuchen wir nun, in welchen Fällen die hier mit X und mit Y bezeichneten Reihen S.[m a . Cos.(m—aß)x]undS. [m a .Sin.(m—2«)x] convergent seyn müssen. Wir wissen aber, dals die Summe der Glieder einer unendlichen Reihe nicht immer ein endliches Resultat giebt, wenn auch die Glieder der Reihe beständig abnehmen. So erhalten wir z. B. aus — log. (1— x) = x-f^x‘ ! -t-^x 3 + 4 ; x 4 -J-... diejenigen, auf die er sich verlassen zu können glaubt. Irren ist dann noch immer menschlich. I, Abtheilung. §. 29. 54 für x = 1 — log. 0=03 =1 +f + i + $ + f + »“' wo die Glieder beständig abnehmen, während ihre Summe unendlich grofs ist. Wenn man daher unter einer convergenten Reihe nicht blofs diejenige versteht, deren Glieder beständig abnehmen, sondern eine solche in welcher die Summe von beliebig und noch so vielen ihrer Glieder jedesmal einen endlichen Ausdruck liefert, der nicht in’s unendliche wächst, sondern mittelst dessen, je weiter man fortgeht, immer bestimmtere Grenzen gebildet werden können, welche der Werth der Reihe nicht übersteigen kann, oder zwischen denen er liegen mufs, so wird die jedesmalige Untersuchung über die Convergenz der Reihen in den meisten Fällen eine sehr delikate werden; und es scheint daher jeder Beitrag, der zur Erleichterung derselben dienen kann, beachtungswerth zu seyn. *) Es sei zuerst die Reihe 1 — nij +m 2 — m 3 -J-m 4 .... + m n die aus n -j-1 Gliedern besteht, und die auch dargestellt werden kann durch zu summiren. *) Wenn auch der, einer unendlichen Reihe im allgemeinen gleiche Ausdruck einen bestimmten Werth hat, so kann die Reihe selbst doch divergent seyn, wie bekannt ist, und wie wtr (jj. l4. IX.) noch besonders erwähnt haben. §• 29. S . [(—oder durch S. '(—i) ft .m a + b = n I. Abtheilung. §. 50, 55 Nach dem binomischen Lehrsätze für Fakul Laien hat inan (a -j- b) nIr f-b) nIr _ [~a« Ir . b l,Ir_ J - s L _ ?rb~J’ « + b=n folglich, wenn man setzt statt a, b, r^ beziehlich m,—1,—1 (m—i) nI ~ 1 „ fm« 1 —*.(—r) br—x ' auch n o br- n = S -L T7b' J «+l) = n oder, tveil (—i)W—1 — (—i) b . i bl1 ==■ (—i) b *b' ist, wenn man zu gleicher Zeit mit (— i) a mul- tiplizirt, (0 ^ I ' )n ‘ ( m_I ) nI ' 1 _ e l - W -« 1 * 1 - 1 ‘ n a+ b = n Es ist also die Summe der Reihe l-mj +m a -m 3 +m 4 - ..» + m n = L & J «+b=n (-i) n .(m- i)“ 11 oder auch = (-i) n . (m- i) n . §• 30 - Die Gleichung (§. 29. C.) läfst sich auch so schreiben: (1—m) ni * _ 0 r(- m ) rtTl i —2- s • lrir~ J a + b=n oder wenn man —m statt m setzt, (i-^-m) nl1 |~m aIl- | —= s. J. \ I. Abtheilung. §.31 56 das heifst m m (m -}- 1) i)(m-{-a) 1 H-h 1 + + • •• £1 2 . 3 , i)(m-f- 2) •. • (m + n—1) T - - 2 • 5 . . . . n — ( m + i)( m + a )(m + 5) - (m-f-n) fl » 3 . . . . n §• 5*. Schreibt man aber den Binotaial-Koefficienten (m— i)n so * nehmlich xn-i m-fl m-3 m-4 m -5 m-n Ci )#•*• ~ r * ,n_ • " • ' • "■ J * mim — 12345 n so erhellet augenblicklich: 1) Für m — o ist solcher = + 1. j oder (m—i) u = + 1. s) So lange m positiv ist, grofs oder klein, so ■wird man doch immer n so grofs nehmen können, dafs m—n negativ ist. Bei irgend 'feinem, der Faktoren von (P) wird der Ueber- gang vom positiven zum negativen Statt finden ; und wäre n nicht gröfser, so hätte offenbar (m—i) n für diesen Werth von n einen bestimmten endlichen Werth Q. Für jedes folgende n sind aber alle in (P) folgenden negativen Faktoren (absolut genommen) offenbar kleiner als 1 (obgleich 6ie sich der Einheit desto mehr nähern, je gröfser n wird); folglich ist für jedes gröfsere n der Binomial-Koefficient (m—i) n <^Q (vom Zei- 57 I. Abtheilung. §. 32. 33. chen überall abgesehen); also wird der Werth von (m—i) n nie unendlich, sondern es wird solcher immer kleiner noch, je grösser man n nimmt, so lange nur m positiv ist. Also convergirt die Reihe 1 — m, -f- m 3 — m 3 -f- m 4 — m 5 -}"•••• inf- ganz gewifs, so lange m positiv ist; während sie für m = o, der Einheit gleich wird. (§. 29.) §• 52 * Es ist aber 1 — nij ,z-{-m 2 .z a —m 3 .z 3 + ....ininf=(i—z) m und deshalb der Werth der Reihe links, so lange sie convergirt, dem Werthe von (r—z) m noth- wendig gleich (§. 14. IX.) Da sie nun convergirt für z = i, so lange m positiv bleibt, so ist ihr Werth dann auch allemal = (1—i) m d. h. = o. Es ist also die Summe von unendlich vielen Gliedern der Reihe 1 — m t -f-ni 3 — m 3 -f- m 4 ...., so lange m positiv ist, nothwendig =0. Aber dieselbe Summe ist =(—i) n (m—i)„, wenn man n unendlich grofs nimmt (§. 29.); folglich allemal (m—i) n = o, wenn m positiv und ns=®. $• 55 ' Für z = 1 und m negativ mufs dagegen die Reihe 1 — m,.z-(-ni r z 2 —m 3 . z 3 -J-.... in inf. nothwendig divergiren; denn convergirte sie, d.h. hätte sie einen Werth, so müfste ihr Werth zu 58 1 . Abtheilung. §. 34. 35. gleicher Zeit der von (1—z) m seyn, für z=i und m negativ. Da aber in diesem Falle (1 — z) m in (1— i) in oder o ra oder co übergeht, so kann demnach die •Reihe l — m j -f- m 2 —m 3 -f- m 4 — ... in inf. nicht convergiren, sondern sie mufs divergiren, so lange m negativ ist. —- Die Summe von unendlich vielen ihrer Glieder ist also dann unendlich grofs, also auch dann nach (§. 29.) der Bino- mial-Koefficient (m—i) n allemal unendlich grofs, wenn m negativ und n = co ist. §. 34 - Für den Binomial-Koefflcienten (m—i) n oder p n , wenn man m— 1 =p, also m = p -f-1 setzt, haben wir also folgende Resultate erhalten: 1) Er ist allemal = + 1, wenn in — o oder p = — 1; s) Je gröfser n wird, desto mehr nähert er sich der Null, wenn m positiv oder wenn p zwischen —1 und + co liegt; er nähert sich aber desto mehr dem Unendlichen, wenn m negativ oder p zwischen — 1 und — 00 liegt, je gröfser n wird. §■ 35 * Für die Convergenz der Reihe 1 — ni! -j- m 2 — m 3 -J- m 4 — ... in inf. haben wir dagegen erhalten: 1) Sie convergirt allemal, wenn m positiv; 59 I. Abtheilung. §. 56. 2) Sie divergirt allemal, wenn m negativ. 5) Für m =0, ist die Reihe selbst = 1. §• 3 6 * Da nun aus 1 — m, -f- m 3 — m 3 -f- m 3 — ... in inf. diese andere hervorgeht, wenn man m statt m setzt, so ist klar, dafs diese letztere divergirt, wenn jene convergirt, so wie sie convergirt, wenn jene divergirt. Es convergirt also die Reihe R nothwendig, wenn nur m negativ, übrigens von der Null noch so wenig verschieden ist. — Setzt man ihre Summe = S, so hat man und es convergirt also auch diese Reihe rechts, die durch (T) bezeichnet seyn mag, allemal, wenn m negativ, übrigens von der Null so wenig verschieden ist, als man nur immer will. Für m = o, geht die Reihe (T) über in die bekannte m(m -|-1) 1 -f- m -j- m(m+ i)(m-f-ß)(m + 5) m (m 1) (mjj- 2) 2 • 5 -J-* .., in inf. (m-f i)(m-f-2) (m+i)(m-f 2)(m-|-3) a. 3. 4* 1 +a + T + ? + f + • welche bekanntlich divergirt. 6o Z. Abtheilung. $. 57. Dividirt man in der Reihe (T) das n-}"-i lc .. , (m-fi)” 11 fm-f-O"** 11 Glied --——, durch das n lc Glied ---, 0+0 n so erhält man zum Quotienten m -f- n n -j- 1 Dividirt man in der Reihe (U) ebenfalls das n+i te Glied durch das n te , so erhält man n n -j- 1 Und da die Reihe (T) immer convergirt, solange m negativ, übrigens von der Null noch so wenig verschieden ist, so scheint jede Reihe nothwen- dig convergiren zu müssen, in welcher von irgend einem Gliede ab, der Quotient des n-J-i ten Gliedes durch das n te Glied < n n+ 1 ist, wenn die Reihe auch.lauter positive Glieder hat.*) $• 57 - Wendet man dies auf die andere Reihe (V.) i-}-ni 1 + m a -f* m 3+ m 4 + • • • i“ an, so erhält man zum Quotienten des n -f- i ten nin+1 - n —m Gliedes durch das n* e , oder m n n + * 1 ’ und man sieht also dem (§. 36.) zu folge, dafs *) Es scheint sonach die .Reihe 1 + i + I + * + T + • • • • in inf. gleichsam eine Grenze der Convergenz zu bilden, wenigstens l'dr die Reihen, die lauter jiositive Glieder haben. I. Abtheilung. §. 38 * 61 diese Reihe (V.) gewifs allemal convergirt, so lange m positiv ist; und zwar nicht blofs diese Reihe an sich, die zuletzt (wenn m positiv) immer Glieder mit abwechselnden Zeichen haben wird, sondern es convergirt auch diese Reihe noch, wenn man alle ihre Glieder positiv nimmt, so lange nur m positiv bleibt. §. 58- Ist m negativ und •= — p (wo also p positiv angenommen wird), so geht die Reihe (V) oder S. [m rt ] über in s.K—p)«] = s.[(— Sondert man hier alle ungeraden Glieder, und alle geraden von einander ab (dadurch dafs man 2 /Z 7 .Sin.[+( 2 n-f-i)m;r], und wollte man dann von dem Werthe dieses n auf den zugehörigen Werth des n in der Formel ($.27.), unabhängig von den Werthen von x schliefsen, so müfsten die darauf gegründeten Resultate keineswegs nothwendig richtig seyn, sondern sie werden in der Regel leicht zu bemerkende Widersprüche enthalten. (Vergl. *4, und §. 19.). §. 4 2 - Nimmt man die Gleichung 2 yf~~ 1. Sin. x = exV^ —e — , so hat man (2y^^I • Sin. x) ra =S. [m ft . (— i) Ä . e( IB '“' sß ) x Y" ;r r] oder (2. Sin. x) m = S. [(—1)&. m Ä . Cos. (m—2 ä) x] +yfZTx • S. [(— Sin. (m—2a) . Bezeichnet man diesen Ausdruck rechts durch t X+/ZI. x T E 66 i, Abtheilung. §. 45. 44. so hat man dann auch (2 yCIT. Sin.x) m = .X.Cos. (+2tnn3‘)- 1 Y. Sin.(+2tnn;r) + /=T[.X .Sin.(+2mn3")-{- .Y.Sin^+amnTr)], welche Entwicklung ebenfalls ganz allgemein für jedes m gilt. §• 43 - Ist dagegen m eine ganze positive Zahl, so geht diese allgemeine Formel des (§. 4.2.) über in in ni ( a Sin.x) m = (- 1 ) 2 . S. [(-1)«. m ft .Cos.(m- 2 a)x]=(-1) 2 ,X wenn m eine gerade Zahl ist; dagegen in m-i m-i (2 Sin.x) m = (-iJ 2 . S.[(-0 4 m«Sin.(m-2a)x] = (-iJ^T.Y wenn m eine ungerade Zahl ist. §. 44. Eine andere allgemein gültige Entwicklung von (sSin.x)" 1 würde man auch noch aus (§ 27.) erhalten, wenn man daselbst \ 7 V — x statt x setzte, weil dann Cos. x in Cos.(£;r— x), d. h. in Sin.x übergeht. Die Reihen X und Y, oder S.[m ft .Cos.(m—2«)x] und S.[m ft .Sin.(m—a«)x] gehen dann über in S.[m Ä Cos.(m-2ft)(4 , 7r-x)] und S.[m< ? .Sin.(m-2 Sin. (+2mvff)) X Q + [(Sin.(+2mn7r) -j- Sin. (+smvTZ")) XP -J- (Cos. (+2mn!T) — Cos. (+2mv5r)) XQ] 13) 2 Sin.mx=(Cos.(+2iunT) -j- Cos.(+2mn , 7r)) X Q + (Sin. (+2mnjr) -{- Sin. (+2mw)) X P + 'f~i [(Sin. (+2mn^) -f- Sin.(+2mv;r)) XQ — (Cos.(+2mn7r) — Cos.(+2tnvw)) XP]- 73 II. Abtheilung. §.51. Dies nun sind die allgemein gültigen Entwicklungen, welche, wie man sieht, für m eine ganze Zahl in 2Cos.mx=P und 2Sin.mx=Q übergehen, wie solche (§. 47.) gefunden worden sind. Die Entwicklungen des (§. 47.) gelten also nur, wenn m eine ganze Zahl ist; und für einen negativen ganzen Werth von m , wiederum nipht mehr als allgemeine Identitäten, sondern nur als Werth-Identitäten, und also nur unter der Voraussetzung dafs die vorkommenden Reihen convergent sind. (§. 14.). §• 5i- In den Entwicklungen (12. u. 13. §. 50.) bedeuten n und v Null oder irgend eine absolute ganze Zahl, welche für jeden besondern Fall, in welchem die R.eihen convergiren, so dafs nach ihren Werthen gefragt werden kann, noch besonders bestimmt werden müssen. Wir haben aber bereits früher gesehen, dafs man die Abhängigkeit der n und v von einander im Allgemeinen, unabhängig von den Werthen von x, nicht bestimmen könne, weil, so wie von besondern Werthbestimmungen die Rede ist, die allgemeine Identität aufhört, und dann alles das in seine Rechte treten mufs, was über die besondern Wer th-Identitäten aus den Principien des Kalküls hervorgeht. Diese lehren aber, dafs P, Q, n, und v, also auch x, n und v in einer * 74 II. j 4 btheilung< 52. gegenseitigen, durch die Gleichungen (12. und 13. §• 50.) selbst bedingten Abhängigkeit stehen. Von diesem letztem kann man sich für den gegenwärtigen Fall auch noch ä posteriori überzeugen. Setzt man nehmlich in den Formeln (12. und 15. §. 50.) 2f/.5T-f-x statt x, so bleiben T und Q und überhaupt die Ausdrücke rechts unverändert, während 2Cos.mx und 2Sin.mx zur Linken in 2 Cos. (2//.7T -f- x)m un ^ 2 Sin. (2| U.7T + x) m oder in a Cos. 2pn7r. Cos.mx — 2 Sin. z[i mir. Sin.mx und 2 Sin. spmr . Cos. mx -f- 2 Cos. 2 ftms'. Sin. mx übergehen. Multiplizirt man nun die so entstehenden neuen Gleichungen beziehlich mit Cos. z{JXa 7 l und mit Sin. 2[/m'7r, und addirt oder subtrahirt man hernach die Resultate, so erhält man links abermals 2 Cos. mx und 2 Sin. mx, rechts aber, nach gehöriger Reduction-, dieselben Ausdrücke wie (§. 50. 12. u. 13.) nur mit dem Unterschiede, dafs n in n+(i, der Buchstabe v dagegen in v + n übergegangen ist, so dafs also die Abhängigkeit des n von dem v, durch dieses fx selbst geändert, und der Unterschied n — v um gjtx gröfser oder kleiner geworden ist; woraus zugleich das Gesetz dieser veränderlichen Abhängigkeit leicht abzuleiten seyn dürfte. §. 5 2 - Statt der Gleichungen (3. u. 4.. §.47-) kann man auch diese setzen 14) 2Cos.mx = (/7HI.Sin.x-f- Cos.x) m 75 II. Abtheilung. §. 52. 15) 2/ZT-Sin.mx = (/Zi.Sin.x -f- Cos.x)™ — (— /ZT. Sin. x-f- Cos.x) 111 . Man hat aber nach dem binomischen Lehrsätze 16) (/ZT. Sin.x-f Cos.x)™ = (/ZT. Sin.x) m . S. [m a . (—/ZT ) a • (Cotg.x)«] und 17) (—/ZT.Sin.x-f- Cos.x) 111 = (—/ZT • Sin.x) m . S. [m«.(/ZT) a .(Cotg.x)«]. und wenn man in (16. u. 17.) die ungeraden und die geraden Glieder absondert (dadurch, dafs man erst 2«, dann 2 -j- 1 statt & schreibt), so erhält man: 18) (/ZT-Sin.x-{-Cos.x) m = (/ZT. Sin. x)™. (S. [m 2Ä (— i) Ä . (Cotg. x) 2 «] — /ZT. S. [m 2a |!. (—i) a . (Cotg. x) 2 «!- 1 ]) 19) (—/ZT.Sin.x-f-Cos.x) m — (—/ZT. Sin.x) m .(S. [m 2n .(-i) a . (Cotg.x) 2 »] + V • S • [ma«41- (— O 4 • (Cotg.x) 2 «! 1 ]) ■ Dies in (14. u. 15.) substituirt: 20) 2Cos.mx=(Sin.x)™. [((/ZT)™+( — /^) m )-iP -/ZT.((/ZT)®-(-/zrr). 1 Q] 21) 2 /Z 7 .Sin.mx = (Sin.x) m . [((/IT)™ - (-VZ) m )-,P - /ZT. ((/ZI)“ + (-/ZT)™).?], wenn durch t P und r Q bezeichnet sind die Reihen S . [m 2ft (-— i) ft . (Cotg. x) 2 «] und S.[m 3 «4i (—i) a . (Cotg.x) 3 «! 1 ], wo ferner (Sin.x) m einen beliebigen ihrer Wer- the bedeutet, wenn man endlich in jedem beson- 76 II. Abtheilung. §. 55. dem Falle für die beiden Potenzen (y^HT)" 1 und (— ^H 7 ) m die jedesmal gehörigen ihrer Werthe setzt; die jedoch von den Werthen von x selbst nach einem bestimmten Gesetze abhängig seyn werden. Nimmt man statt m eine positive ganze Zahl, so gehen aus diesen allgemeinen Entwickelungen bekannte trigonometrische Relationen hervor. $• 53* La g ränge*) stellt aufser den Entwicklungen (§. 47. 8- u. 9.) auch noch folgende auf: I. 2Cos.mx=(2 Cos.x) m — m. (aCos.x)" 1 - 2 m(m—3) + (2Cos.x) m ' 4 — etc. etc. -j-(2 Cos. x)- m -f- m (2 Cos. x)- m_3 m(m+3) + (2 Cos.x)-“ 1 - 4 — etc. etc. II. 2Sin.mx=[(2Cos.x) m - 1 -(m-2) (2Cos.x) m ' 3 (111-3) (m-A) -j-(2 Cos. x ) m '5 -etc.]. Sin. x £ — [(2Cos.x)- 1 “- 1 -f- (m-f- 2) (2 Cos. 3)- m_ 5 (m+s) (mH) + a (2 Cos.x)-“ 1 - 5 -etc.].. Sin.x. r m2 /^ m 4 (m 2 -4) III. Cos.mx=[i-(Cosx)*p- 2 2.3.4 (Cos.x) 4 iutT m 2 (m 2 -4)(m 2 -i6) ■-(Cos.x) 0 + etc.l.Cos.— 2.3 • 4 • 5 • 6 2 ! ) Legous sur le Calcul des fonctions. Le$on XI. II. Abtheilung. §. 53 . m(m 2 —i) -f- [m. Cos.x m(m 2 —i)(m 2 —9) 2-3 77 (Cos.x) 3 m Tt -j---—-— (Cos.x) 5 -etc.]. Sin 2.3.4.5 2 m(m 2 — 4) IV. Sin.nix =—[m.Cos.x —-X 2 . 3 + [1 m 2 -1 (Cos.x) 3 Sin.x.Cos ( cos.x)» + ^ !: . 1 ü m -- - 9) 2 . 3-4 (Cos.x) 4 —...] Sinx.Sin, niTr 2 X rmr V. Sin.mx= Cos.x [m.Sin.x— ■— -— (Sin.x) 3 2 • 3 m(m a -4)(m a -i6) N< , , 4 -(Sin.x) 5 -}-.. .1 2 • 3 - 4 • 5 m 2 — 1 VI. Cos.mx = Cos.x [1-(Sin.x) 3 2 . (m 2 — i)(m 3 — q) + ----— (Sin.x) 4 + ...] 2.5.4 VII. Cos. mx — x — — (Sin. x) 3 2 , m 2 (m 2 — 4) 4 -1—-—;— (Sm. x) 4 — .... VIII. Sin. mx = m. Sin. x 8 - 3-4 m(m 2 — 1) » • 3 (Sin. x) ! m(m 2 — i)(m‘ — 9) 4 " —-—-—- (Sin.x) 4 - 2 - 3 - 4 • 5 78 iZ. Abtheilung. §. 5/).. Obgleich aber La grange diese n te Vorlesung blofs dem Bestreben gewidmet hat, die allgemeine Gültigkeit der hier stehenden Entwickelungen aufser Zweifel zu setzen, so scheint er doch seinen Zweck verfehlt zu haben. Denn setzt man in allen diesen Entwickelungen + x statt x, so bleiben die Ausdrücke rechts unverändert, und es müfste dann auch allgemein Cos. mx= Cos. (+ 2 (J.7T ~f- x)m und Sin.mx = Sin.(+ x)m seyn, welches offenbar nicht der Fall ist, obgleich solches immer gilt, wenn m eine ganze Zahl. §• 54 . Eefolgt man die (§. 14 ) angedeuteten Princi- pien des Kalküls mit der gehörigen Konsequenz, so wird man auch leicht, den Gang der Entwickelungen des La grange verfolgend, überall die Stelle nachweisen können, wo seine Schlüsse aufhören, allgemeine Gültigkeit zu haben. — Nach denselben Principien kann man nachher auch die wirklich allgemein-gültigen Entwickelungen durchzuführen versuchen. — Ferner lassen sich in Bezug auf diese Entwickelungen, wenn man in das Besondere eingeht, sehr interessante Untersuchungen anstellen, welche auf Summationen unendlich vieler numerischer B.eihen hinauslaufen, für welche man, diesen Beweisen des La grange zu Folge, ganz andere Werthe bekommen würde, als sie in der That haben. Da wir jedoch in der 4 len Abtheilung dieser Bogen, wie 79 II. Abtheilung. 54. diese Untersuchungen angestellt werden dürften, an einem Falle nachzuweisen bemüht sind, so versparen wir, mehr Details über die vorliegenden Entwickelungen noch mitzutheilen, zu einer andern Gelegenheit. ! '.i Dritte Abtheilung. Summation einiger allgemeinen Reihen. W ir legen uns die Aufgabe vor, die Reihen 7.u summiren, welche Reihen man auch aus- drücken kann durch und wo n, p, «, z und m beliebige reele oder imaginäre, also ganz allgemeine Ausdrücke bedeuten. §. 56. Wir bemerken zunächst, dafs diese anderen Reihen in obige allgemeine übergehen, wenn man na statt n, pcs statt a und z m statt z setzt. Wir §• 55» O+ßp) (n-fp)a + c- ( n +3P>— + •••■ in inf - Sin. 3 5 S. J^Cos.(n-)-ßp undS. I Sin.(n+(tp)«.—- j £cos.(n-{-aa).^J undS. j~Sin.(n-{-aa).—J wol- III. Abtheilung. §.57. 81 wollen daher lieber diese letzten einfachem Reihen sunimiren. $ 57 - Weil aber 2 Cos. x = e x V^ -j- e^V^i und 2 yfZ ~!. Sin. x — e*"/"-^— e ~ x V^ ist, und man diese beiden Formeln vereint auch so schreiben kann 2. Cos. , __ x = e !1 V"- I + e-xV^ t 2.y _,.Sin. ; so erhält man, dies anwendend, sogleich: / 2 Cos. z«\ S * (a^.Sin. (n+aa) v) =S. + S. ^e-(n+ao)V^T. =e n V’^S, ^(e«V^.z)<*^+ e -nV-, Q = e n V"^. eCe“^. z ) + e-ny-^r. e ( e -«V^. z ) f ;weil bekanntlich S.^^- ) = e x ist. Es ist aber e±«y^ = Cos. a+ /"“.Sima, folglich, wenn man dies substituirt, S -C^°Sin. ( " + ,,Ct) -?) z-Cos.a £ e (n -f zSin. a)Y ~~i + q —(n+z Sin.a) r 2 COS. , , —- e * Cos. a x (n -fzSin.ee). s y ~i .Sm. &*ASu*. 8a 1 . Abtheilung. §. 58. Oder 1) S. ^Co's.(n+aa).—^ s)S. ^Sin.(n-f-ßa).—^ = e* , C° , -“.Cos.(n-f- z.Sin.ct) = e*- C° s - “. Sin.(n-}-z. Sin.a), ■welches die verlangten Summen sind. §. 58. Setzt man hier statt n, a, z beziehlich na f pa, z ni *0 erhält man / z ftm \ 5) S. f Cos.(n+«p)a. — r J „ e im Cos.pa x Cos. (na -f- z m . Sin.pa) ( z« m \ Sin. Cn-f-Äp)o6. “^7 -j —. e *®. Cos. pa x sin. (na -f- z m . Sin. pa). Und für p = —- 1 und m = 1, 5) S. ^Cos.(n-6)a.-^ 6) S. ^Sin.(n-«)a.^ _ e z.Cos.« x Cos. (na-z.Sin. a) = e . 1 ' Cos - “ x Sin. (na-z. Sin. a). Diese letztem beiden Formeln hat Herr Tr alles (Abhandl. d. Berl. Akad. 1820.21.) mit Hülfe einer nfachen Differentiation aus einer be- sondern Form, für ein ganzes positives n, und hernach durch eine nfache Integration auch für ein ganzes negatives ra erwiesen; hier sind sie nur besondere Fälle weit allgemeinerer Reihen und für jedes (reele oder imaginäre) n gültig. III. Abtheilung. $.59,60. 35 §■ 59* Für n = o ergiebt sich aus ($, 57. 1. u. 2.) 7) S. ^Cos.faa).^-^ = e t.Co 3 . a xCos. (z. Sin. a) 8 ) S. ^Sin. (rt a). ^ = e z - Cos. * x Sin. (z. Sin. a ). Und wenn man hier — z statt z setzt; z Ä \ Cos.( Cos.B x c 0 g < sin. &), 9 ) S*^(-0«.( 10) S. —1 )<*+*.Sin.( äc&). — e — iz- C°s. 0 x si n , ^ z . Sin. a), wodurch dieselben Reihen mit abwechselnden Zeichen summirt sind. §. 60. Addirt und subtrahirt man aber die Gleichungen (7. und 9.), weil im ersten Falle die ungeraden, im andern dagegen die geraden Po« tenzen von z wegfallen, so findet sich: li)S. (cos.(2«a). -—/) v* (2a) s (2a) Cos. (z. Sin. a ). 2«+l e z.Cos.« _|_ e —z.Cos.« / z aa+i N 12) S. ( C.cs.(2rt-f })a. -—-—-7 ) (2(t-{-l) Cos. (z. Sin. a). ßZ.CoS. a ^ e -zCos.o Geschieht dasselbe mit den Gleichungen (8-und ic\), so hat man noch: F 2 A \ 1 J r ( 1 N VI 4 84 III, Abtheilung. §. Gi, i 5 )S.(Sin .(a«a). ---rj gz. Cos. a . g—z.Cos. « (a«y = Sin. (z. Sin. | Sin. a = Sin. (z. Cos. a ). ■ . /" z 2 « 'S l 7) s • Q(— 0* • Sin. (a«a). —,J Sin. (z. Cos. a). g—z.Sin.a __ gZ. Sin.ce 85 III. Abtheilung. §.62.63, S Z,2«+l V >8)S.Q(-i)«.Sin.(2«+0a. — gz.Sin.a g—z.Sin.et = Cos. (z. Cos. a ).-. a Addirt oder subtrahirt man hier wieder die Gleichungen (15. und 18.), desgleichen (16. und 17.), so erhält man neue Reihen, die wiederum alle Potenzen von z enthalten, deren Koefficien- ten aber abwechselnd Sinus und Cosinus sind, , | und für welche sich beziehlich die Summen ergeben 19) (I5) + (18) = e z ■ sin ‘ “ x Cos. (z. Cos. a) 20) (»5) — (18) — e —z.Sin.a x COS. (z. COS. o) 21) (iG)_ (17) ~ e z. Sin. a x Sin. (Z. CoS. Ct) S2) (i6)-j- (17) — e — z.Sin.ß x Sin. (z.Cos. a) $. 62. Multiplizirt man die Gleichungen (7. und 8-) beziehlich mit Cos. n und Sin. n, und addirt man die Resultate, so erhält man wiederum die allgemeine Formel (1.). — Desgleichen erhält man die allgemeine Formel (2.), wenn die Gleichungen (7. und 8.) beziehlich mit Sin. n, und Cos. n multiplizirt und die Resultate dann addirt werden. Man konnte also auch biofs die Reihen (7. und 8-) unmittelbar summiren, und dann auf dem so eben bezeichneten Wege erst die allgemeinen Resultate (i — 4.) ableiten. §• 63. Für a — o erhält man aus den Gleichungen (15 — 16.) auch noch Ub HI, Abikeilung, §. 64, (—i)«,z 3 «+ •^=; Sin, z. Wird in der Gleichung (7.) a = o gesetzt, eo erhält man die bekannte Gleichung wieder, die wir oben bei der Summation angewandt haben, nehmlich Wir enthalten uns übrigens der Aufzählung fernerer besonderer Zusammensetzungen, die sich leicht noch bilden, da es uns hier vorzüglich um die Aufstellung der Methode zu thun war, durch welche man zu den allgemeinen Resultaten (1. und 2.) und zu noch weit allgemeinem gelangen kann, die wir in der 4 ten Abtheilung andeuten wollen. summirt werden, so erhielte man auf demselben hier betretenen Wege, weil [2 Cos.'(«a)] n = (e«“V r= » -{- e —aaY^iya und dieses wieder, nach dem binomischen Lehrsätze §. 64. Sollte die Reihe ^[Cos.(«a)] n . ^nb. , (e— 87 III. Ab$heilung, §. 65. j“.S. ^[Cos.(«a)]n.-^) 'nt,. ( e f n ~—. %)*' :s 0 «■ S. ) in so ferne man S . Da aber ( x« * e* hat. e (n-2b)«v''—i — Cos. (n-2b) « -f* ■}/—, • Sin. (n-sb)«, so erhält man, wenn man dies suhstituirt: 2 *.S.([Co,(««)?*-) _ S , [nt,. e z ■ Cos.C n - 2 l')° e 1 ■ • ®’ n - (n-sb)oj und weil e z V^-Sin-(n-2b)a = Cos.[z.Sin.(n- 2 b)a] -{- y'ZII.Sin.[z.Sin.(n-2b)a], wiederum 25) 2 n .S.^[Cos,()“ X C08. (z. Sin. (n-ab)a)] + yZTj .. S. [nt,. e z • Cos - (n-ab)« x Sin. (z. Sin.(n-ab)a)] für jeden Werth von n. §• 65* Dasselbe Resultat erhielte man auch, wenn man die Entwickelung (§. 24.) zu Hülfe nimmt, nach welcher man hat 2 n . [Cos. (fl«)] n — S. [n b . Cos. (n- 2 b)Aoj -f yzr ,. S. [n b . Sin. (n-2b)rta]. 88 111 . Abtheilung . §. 66. Gebraucht man dies, so hat man [Cos. («ß)] n . — S^i n(,.Cos.«(n' + ]/—j.S. ^nt,.Sin.«(n-2b)a.^-J, folglich, nach den Gleichungen (§.7.11.8 ), wenn man statt a, setzt (n — cb)ß, dasselbe Resultat wie (§. 64. n. 25.). Für n eine positive ganze Zahl, folgt sogleich aus (§. 64. u. §. 65.): = S. [nj,. e z ■ Cos - ^ Cos.(z. Sin. (n-2bß))] 27) o = S. [nt,.e z -Ct)s.(n-2b)« ^ Sin.(z.Sin.(n-2b)ß)j wo die Ausdrücke rechts endliche Reihen sind, deren Gliederzahl n -f-1 ist. Wir enthalten uns für jetzt der weitern Ausführung, die leicht ist, und eilen zur folgenden 4ten Abtheilung. so erhält man leicht, durch Differentiation: §. 66 . ^[Cos. («a)] n . A n me r k 11 n g. Setzt man ) -|- e— * • «* V*— * B ^Sin. (da ). ^7-^ - gZ . Cos.« gZ.Sin.nV“—i — e—^ .Sin. «V 1 -' Vierte Abtheilung. Noch eine Summation sowohl allgemeiner als auch numerischer Reihen» Wir haben in der vorhergehenden Abtheilurig Reihen summirt, von der Form deren einzelne Glieder noch mit den Potenzen von z multiplizirt seyn konnten. — Nehmen wir nun statt der Potenzen, die Fakultäten von z mit der Differenz — 1. Es seyen also zu summiren die Reihen die wir der Kürze wegen auch durch P und bezeichnen wollen. §. 67. x -J- Cos.a ^- f- ---b •••■ in inf. 2 3 Cos. 2C6 Cos. 3a 1 Sin.ce + —+ —;-h •••• in inf. Sin.2(X Sin. 5a MM X Cos. ad und S. I Sin. «a . Abtheilung, §. 6ß. 1 t §. 68 - Man erhält 60gleich nach der in der vorhergehenden AbLheilung gebrauchten Methode, weil 2Cos. . x = ist, r 2 Coa. , % Z« 1 -» 1 r __ S L^.S in . M—J = ±S . Nun ist aber nach dem binomischen Lehrsätze (1 + e±«V^)* = S.[z rt .(e±«V-)«] e±vt«y- folglich t z« 1 —n Cos, (na) . — | (1 -j- e a Y^~l) z -f- (1 -f- e~ u V~iy und r a« 1 - 2) S. I Sin.(aa).'—- 2 ol-i- n' (1 -{- e “V"’-*») z — (1 -f- e-“/’-'] 1 = ßV'ZT Weil aber auch e± “ V~i = Cos. a, + /"Hi. Sin. a ist, so giebt dies noch r z « 1 - 1 t 3) s. I^Cos. (na), ~ J [(i4Cos.a)i/'~.Sin.a]^[(i|Cos.a)-/T7.Sin.a] z ' r z« 1 -* 1 4) S. |j$in.(Aci). —^7-J IV '. Abtheilung . §■ 6g. <ü—•» 95 _ [(i+Cos.a)+/'-i-Sin.a] z -[(i-(.Cos.K,)-y^_,.3in.a] z welche Gleichungen für jedes z gelten müssen. ’ §• 69* Es ist aber 1 -f Cos. a = 2 Cos. | ct . Cos.4 v, S.in. a = 2 Cos. | a . Sin. f a und zu gleicher Zeit (Cos. |«, + V\_i. Sin. 4 a) z = Cos.(+2n i 7r-{-iß.)z +v^^-Sin^+an^-]- |a)z Mithin gehen die Gleichungen (3. und 4.) über in r 7ß i— 1 "i 5) S. I Cos. ( weil S «r —1 2* und Cos. §■ a — 1 ist, 2 Z = 2 z . C 0 S.(+ 2 n+ 5(x).7T.Z o — 2 Z . Sin. (+2n + 2 J a).?r.E ; woraus + n = +ft folgt. Da nun für diesen Werth von £a= + 2 /J. 7 T, der zwischen den Grenzen + (2 ft— |)5T und + (2fA + 4)jr liegt, + a=+f* ist, so gilt dies für alle Werthe von a zwischen denselben Grenzen. Man hat also aus (7. und 8.)» unter der Voraussetzung dafs z eine beliebige positive (rationale oder irrationale) Zahl bedeutet, für alle Werthe von , die zwischen den Grenzen + (2 ft— |jsr) und ±(2^ + !)^ Hegen, nach welchen Ausdrücken rechts der Werth der Reihen links für jeden Werth von a. sehr bequem berechnet werden kann, wenn man nur nicht ver- gifst, dafs hier die Potenz (2 Cos.-Ja)* ihren absoluten Werth vorstellt, und wenn man ft dem Werthe von a gemäfs nimmt, während z eine beliebige positive Zahl bleibt. z«*—1 = (2 Cos.f ct) z . Cos.(+ 2|U7r -f- |a).z *) S. [ Ssn.(aa). = (2 Cos. Jct) s . Sin. (+ 2 {A 7 r-\- |a).'z §• 74 - 97 IF. Abtheilung. $. 74. 75. §. 74 . Setzt man in den Gleichungen (g. und 10.) za statt a, so erhält man für alle Werthe von a zwischen den Grenzen + (2 fl — ■§) 7 r und + (2/üt + f)^, und wenn z eine beliebige (rationale oder irrationale) positive Zahl bedeutet: / z« 1 —1 11) S. ( Cos. (aßet).-— = (ßCos.a)*. Cos.(+e|(4zr-{-«).* / Z,«f—I 12) S. ( Sin,(26a). - --- ■ ■ = (2 Cos. a) z . Sin. (+ 2 7 T -f- ct ). z, wo f 1. einen bestimmten, jedesmal dafür zu setzen» den Werth hat. ö §■ 75 - Multiplizirt man die Gleichungen (11. u. 12.) beziehlich mit Cos. «z und Sin.az, und addirt oder subtrahirt man nachgehens die Resultate, so erhält man: / z« 1 — 1 \ 15) S. f Cos. (z — 2ß)a .———\ = ( 2 Cos.a)*. Cos.(2ftTz) / z« 1 — 1 \ 14) S. f Cos.(z-j- aft'a. - ,—j = (aCos ,a) z . Cos.(+zfiir 2a)z Multiplizirt man dagegen dieselben Gleichungen (11. und 12.) beziehlich mit Sin. az und Cos. az, und subtrahirt oder addirt nachgehens die Resultate, so ergiebt sich noch: G 98 If r . Abthcilung. §. 75. 76. / z « 1 - 1 \ 15) S . ( Sin.(z — 2 ft) a. —— J = (2 Cos. a) 7 ‘ . Sin. (+ 2 fj, 7 Tz) / Z rtl-i \ 16) S. ( Sin.(z -f- 2ß)cc.—— ] = (2 Cos. a) z . Sin. (+ 2 (t/. 1 » -f- 2 a) z , welche Summationen (15.— 16.) gelten, wenn ci zwischen den Grenzen + (2f/,—■§)#■ und liegt, und z eine beliebige positive Zahl ist. ^ Ohne uns in nähere Details einzulassen, betrachten wir sogleich den (§. 70.) erwähnten Uten Fall, wo Cos. 2 a negativ ist, wo also-Ja zwischen den Grenzen +(2|U -f- \) 7 T und ±( 2 M + i )K Hegt. §. 76- In diesem Falle soll (2 Cos. \ u\ z den absoluten Werth der Potenz von aCos.-fa bedeuten, wenn nicht der negative Werth, sondern der absolute statt 2 Cos. \ ct genommen wird. Die Gleichungen (5. und 6.) (§. 69.) gehen für diesen Fall aus den (§. 71.) angegebenen Gründen über, weil (Cos.fa) z = |Cos.fa[ z .(—i) z = j Cos. f aj z . [Cos. Sin. (+5Tz)] genommen werden mufs, in' x Cos.(a a). z ftI—1 a! ) = |2Cos.|al I! .Cos.[+(2n+ a)z 99 Il r . Abtheilung, §.77. z «l—x \ 18) S. ( Sin. (