Kriegsberichte des Rönigl. Dänischen General-Heldinarschalls Ernst Albrecht von Eberstein ans dein zweiten schwedisch dänischen Kriege. Herausgegeben nach Briefen und urkundlichen Aufzeichnungen im Aönigl. Reichsarchive zu Aopeuhageu und in? Aönigl. Geheimen Staats-Archive zu Berlin von Foms Ferdinand Freiherr,» von Oberstem, Aönigl. r'rcusj. Ingoiiieur-Hanz'tmami n. T>. des Henneiiergischen Ältertliumssorschendcn Vereins in Meiningen, des'Historischen Vereins von Oiiersranken in Vambera, des Historilchen Vereins von vntrrfranken nnd Äschassenlinry in würzbnrg, des Historischen Vereins von Odersranken in Hayreutl,, des Vereins siir Hessische Geschichte und Landeskunde in Kassel, des Hnnanischen Se^irksuereins sllr Hessische Geschichte ;n Hnnan, des Historischen Vereins siir das Wiirttemliergischc Eranken in S ch w n b i sch - H a l I, des Vereins siir Hcnneliergische Geschichte nnd Landeskunde ;n Schmalkalden, des Vereins siir Geschichte nnd Ällerthiimer der Grnsschasl Mansfeld )n Eisleben nnd des Vereins „Herold" zu Verl in Ehrenmitglied, wie anch des Thiiringisch-Sächsischen Vereins siir Erforschung des Vater- lnndischen Ällerthums in Halle a. S., des Historischen Vereins zu Ersnrt, des Mgisch-llvmmerschen Geschichtsucreins in Greifs- w nld nnd Stralsund, des Historischen Vereins siir das Grosiherzogthum Hessen in varmstndt und der Gesellschaft siir Pom,nersche Geschichte und Älterthumsknnde ;n Stettin k o rr e sp o nd i re nd em Mitglied. ^Zerliih Druck von Wilhelm Baensch. 188U. ach Beendigung des 30jährigen Krieges erhielt der kaiserliche Feldmarschall- Lieutenant Grltst Albrerht von Eberstei» voin Kaiser mit dein Ausdrucke gnädigen Dankes den erbetenen Abschied. Die nächsten acht Jahre verlebte er ruhig auf seinen Besitzungen (bis August 1055 in Gchofen und darauf in Groß-Leinungen), ohne jedoch die weiteren Weltbegebenheiten aus dem Auge zu verlieren. Unter dein Namen „Den ^V«Mvei-ckisnl,e" wurde er 1650 in den „Palmcnorden und fruchtbringende Gesellschaft" aufgenommen. Da traf diesen kriegs- und welterfahrcnen, aus eigenem Dienstverhältnisse als schwedischer Oberst auch die schwedische Armee und deren Kriegswcise gründlich kennenden Feldherrn ein Ruf aus dem Norden, der ihn von Neuem mitten in das Kriegsgetümmel hineinzog. Der Däncnkönig Drieckrielr III., damals in einen großen Krieg mit Karl Gustav von Schweden verwickelt, stellte ihn als General-Feldmavschall im Reiche und Landen an die Spitze seiner Streitkräfte. Als hiervon Friedrich Ascha von Hardenberg ans Ober-Wiederstedt Kenntnis erhielt, schrieb er an Ernst Albrecht: Nr. 1. HochEdelgcbohrner, Gestrenger vnndt MannVcstcr, JnnsonderS HochgeEhrter Herr Knill. FeldtMahrschalck Leüttenant, Vornehmer sehr wchrter freündt zc. Desselben schreiben habe Ich wohl erhalten vndt daraus sein vndt der Liebsten seinigen gute gesundtheit vndt beliebiges Wohlergehen erfrewlich verstanden, wie auch dessen begehren, wegen Überlassung eines Pferdes; Wie nun meinem HochgeEhrten Herrn Ich in allen oeeasionibn« von herzen gerne diene, also berichte demselben Ich hierbey, das Ich allster einen Polnischen Klöpper, init welchen Ich noch vor wenig Tagen im schritte täglich 7. bis 8. Meilweges geritten, welcher sonstcn gutes Mauls vndt ohne Mangel, außer das im starcken reiten etwas ahnstöst, auch ein wenig schew. Dofern Er nun meinem HochgeEhrten Herrn beliebet, vndt mir solches morgen geliebts gott verständigen wirdt, will Ich selbst hinnüber kommen vndt dem Herrn (lurll: FeldtMahrschalck Leütt: aufwarttcn. Ich habe vor weniger Zeit selbst 55 thlr. davor geben, will Ihn aber meinem HochgeEhrten Herrn vor 50. wieder vbcrlassen; Wolte Ihme auch wohl mitt mehren dienen, wann Ich Sie bißhcro nicht hin: vndt wieder verhandeltt Ich habe aber Vertröstung kommenden NeuJahrs Markt ein stück oder etliche zubekommen, welche aufn fall zu meines HochgeEhrten Herrn Diensten gleichfals stehen sollen. Sonst bin Ich berichtet worden, ob hette mein HochgeEhrter Herr wiederumb eonlition ahugenommen, do nun dem also, so wünsche demselben Ich hierzu glücklichen sneesss, vnndt bitte, dofern sich einige «leeasion er- eügnen möchte seines dieners dabei) eingedenck zusein, vndt mir solches förderlichst zuackvertiren, maaßen Ich dann deß dienstlichen vertrawens derselbe seiner, mir vor diesem gethanen promsssö annoch sich erinnern werde, vndt Ich erkenne mich schnldigk, dem Herrn Gnrll. FeldtMahrschalck Leütt. alle mügliche ollertsn zuerweisen; Nechst cmpfehlung gütliches schuzes vnndt Ehrendienstlicher begrüßung derer liebsten seinigen verbleibende Meines HochgeEhrten Herrn (Inrll: FeldtMahrschalck Leütt: Stets bereitwilligster Diener vndt Knechtt krieckiivli von Hiu'üenbenxk. Asomisieur Ilcmnsieur tÄ'Nick ^Idreelit te Dderstein denei'iä ?elckt.1sa>>i'»clurleü lüenteiuuN. mon trek! lwiwre a»>i prae»entame»t it ttelxiten. Die Schweden und die Brandenburger hatten die polnische Übermacht in der Schlacht bei Praga (18. bis 20. Juli 165») zertrümmert*). Die russische Feindschaft hielt den König Karl Gustav von Schweden noch in Polen fest, als eine neue Koalition ihm drohte, und Dänemark in Folge davon am 1. Juni 1057 den Krieg an Schweden erklärte. König Karl Gustav verließ Polen mit einem Theile seines Heeres und ging in Eilmärschen über Stettin nach der jütischen Halbinsel; in nur 17 Tagen hatte er ganze 55 Meilen zurückgelegt, schon zu Ende Juli stand er in Holstein. Schleswig und Jntland wurden von da aus erobert und den Dänen auch alles genommen, was sie im Bremischen besetzt hatten, sodaß denselben nur wenige feste Plätze blieben. Endlich, am 3. Nov. 1657, fiel auch Fridericia. Ilm diese Zeit begab sich nun Ernst Albrecht von Eberstein auf Begehren des Königs von Dänemark und mit Erlaubnis des Kurfürsten von Sachsen nach Kopenhagen, wo nach erfolgten ausgedehnten Anwerbungen für das dänische Heer vier Kriegs-Dircktorcn ernannt wurden, als: der Gencral-Feldmarschall E. A. v. Eberstein, General-Lieutenant Güldcnlöw, General-Major Johann Schuck**) und Oberst Fuchsch). Nr. 2. Kapitulation Wik dem Keldtmarschatck Ernst Albrecht von Everltein auffgerichtet wegen wervungy Eines Wegiments zue Aueß. Kopenhagen den . . . ?iovemi>: 1637. Wir Friedrich der Dritte :c. Thue uAuudt hiermit, daß demnach Wir den Ghrenvesten vnsern lieben getrewen Ernst Albrccht von Eliersteitt für vnsern FetdtttMrschotltr allorgnädigst bestellet vndt angenommen, Ihme vnter andern vor sprachen zue Werbung eines Regiments zue Fueß gutter rvehrhaffter Teütscher (Meiers vndt Soldaten die gewöhnliche werbgelder zu reichen, Wir daraufs folgender gestaldt mit Ihme Eapitnliren vndt schließen laßen. j. Grstlich soll Gr dieses Regiment alß Oberster zue Fueß Eommeuckiren, dazu seinen belieben nach einen qualilieirten Gbristen Leutenandt vndt andere vnter (Meiers bestellen. 2. Soll dieses Regiment in 8 EompaA'iiisii Teütscher Anechte, iede Tompagnie in hundert Aöpffen ohne die (Meiers bestehen. Z. Gr vnser Feldtmarschalck dieselbe, nach gerahde als Sie geworben werden, nacher Glückstadt vndt die daherumb belegene Rcarschläuder, woselbst Sie ihren Sammelplatz haben sollen, überbringen laßen. Solle aber über verhoffen vom Feinde vnterweges in der lieferung einige Trouppen an (Meirer vndt Soldaten vfgefangen, atckaqniret oder nieder geschoßen werden, sindt selbige an lieserung des Regiments ab zu kürtzen, Jedoch daß dabey zu erweisen, daß solches nicht durch des (Meirers veranlaßung vndt vnachtsambkeit geschehen ist. P Sollen ihme auff Jeden tauglichen Anecht dreyzehen Reichsthaler werbgelder gereichet vndt gegeben werden, die Gr dann dafür liefern wirdt, Jedoch ohne gewehr, Spiel vndt Fähnlein, so wir denselben selbst verschaffen wollen. 5. Wan die Völcker an vorgedachtem orthc in vnser Deste Glückstadt vndt die benachbarte Riarschen nrriviret, Sollen Sie von vnsern in vnsern Fürsten- thümbern verordneten (icuwrul Eommissurijs angenommen, Ihnen daraufs quartier verschaffet vndt dieselbe alda auß vnsern Rkarsch vndt Geest ambtern vndt andern benachbarten örthern, wie mit andern gebräuchlich verpfleget werden. 6. So baldt daß Regiment von Acht Eompa»'inkn wie oben vollkomentlich geliefert, Solle allen (Meiers, Jedem nach seiner EIiaiKö, vndt den Anechten beuor Sie zue Felde gehen, Ihr RAmster Wonach gereichet werden. 5) Vgl. meine „Korrespondenz zwischen Landgraf Georg II. nnd seinem General-Lieutenant Ernst Albrecht von Eberstein", S. 212. 55) Johann Schack, der vorher Oberst und Kommandant der Stadt Hamburg gewesen, entstammte dem seit den ältesten geschichtlichen Zeiten im Bardengau und Niedersachscn angesesseneu Geschlechte Estorss. Vgl. HanS v. Schack, Beitrag zur Geschichte der Grafen und Herren von Schack, I. Dreihundert Schack-Estorfstsche Urkunden aus der Zeit von 1262 bis 1663, Berlin 1881. ck) ?dealr. Lurox. VIII. 223st 7. Wegen Verwaltung der justice soll es bey diesem Regiment, gleich wie mit andern Teütschen Regimentern gebräuchlich, gehalten werden. 8. Wie es dann auch mit den Staad rmdt Vber (Morrcrn derogestaldt bey diesem Regiment wie mit Andern in vnsern Hürstenthümbern gerichteten Regimentern zu halten rmdt zu obsövviven ist. 9. So baldt auch ein Jeder Haubtrnan die helffte seiner IloiupaZ-nis geliefert, soll alßdann aufs denr Sarnnrcl rmdt Aumster platz der Vltroircr tvaetament angehen. (0. Vndt wollen Wir ihine zue Werbung dieses Regiments die veraooovclivte Werbgelder in unser Stadt Hamburg reichen vndt außzahlen laßen vndt zue deren empsangung schrifftlich ertheilen. l s. Nach empfangenen werbgeldern aber soll Lr innerhalb . . . Alonath dieses Regiment Evmplot zu verschaffen vndt an obmsntionirte örthcr zucliesfern schuldig vndt gehalten sein. Zue mehrer vhrkundt haben Wir gegenwertige E'apitnlation mit vnserm königlichen Handtzeichen befestiget auch vnser Leovst Insiegel darunter trucken laßein Dahingegen Lr der Heldtmarschalck seinen Revers diesem an seiner feiten also nachzukommen vnterthänigst von sich gegeben. So geschehen aufs vnser Aönigb Reui- ckeirt^ zue (Lopenhagerr. ?cs k. dän. Reichsarchivs „Patenten" L.nuo ;SS7. Die Eroberung der jütischen Halbinsel genügte indcß incht, um Dänemark zu beugen; der König K. G. mußte seinen Feind auf dessen Jnselbesitzc fassen*). In den letzten Januartagen 1658 hatte die Eisdecke über den kleinen Belt, zwischen Fühlten und der jütischen Halbinsel sich geschlossen. Der König, welcher ain 5. Januar von Wismar nach Hadersleben gereist war, führte seine Armee am 29. Januar über den Belt, zunächst nach der Insel Brandsöc über. Der folgende Tag (30. Januar) entschied über Fühncn. Der Übergang auf dem Eise glückte auch hier, die Besitznahme von ganz Fühnen folgte, nachdem der GcncrabL. Güldenlöw mit seinen Truppen zu Gefangenen gemacht worden. Nr. 3. 13. Keör. 1658. Daß der König in Schweden die Insel Kühnen eingenommen; wegen von Sr. Kurfnrstl. Durchs, (zu Berlin) verlangten Silveiiise« ck 60M der Ütkeiisivallianne. Dchl. Aurfürst. Nachdem ich am vergangenen Autwochen allhie gottlob glücklich wieder angelanget, So habe iL. Ast. Dchl. hiemit unterthst. vsk'srivsn wollen, wasgcstalt zwart die Insul Hünen von dem Heinde eingenommen und unsere druf stehende Regimenter vuiniret worden; alleine so ist es dennoch, wie die Schweden selber bekennen, ohne sonderbaren Schaden und Verlust vieler Völker an Ihrer Seiten nicht abgegangen, indcme nicht alleinzig bei 700 Reuter, wie mir noch gestern ihr (?en«ziÄl-Tuartiermeister berichtet, ins Lis gefallen und ersoffen, besondern die wenigen Regimenter, so von den unsrigen uf Hünen gestanden, sich gar wohl gehalten und sowohl mit Stücken, als wie es nachmals zum Handgemenge gekommen, viele vorn Heinde erleget und niedergemacht. Und ob man gleich allhie vor gewiß LMi-xii'st, ob sollte der Icksntenant-densral Wrangel selbst geblieben oder tödlich verwundet sein rc., so kann ich doch . Dic Reiter in Iütland wurden von den Schweden zuerst angenommen; wegen der übrigen in Holstein ober hoben die zur Annahme derselben kommondirten schwed. Offiziere, namentlich der Generalmajor Böttichcr, eine Schwierigkeit nach der andern, welche in den Fricdcnspaktcn nicht gegründet waren, hervorgesncht, bald den Empfang auf einige Zeit hinausgeschoben, bald vorgegeben, es sollten keine Dänen darunter sei», dic Reiter hätten keine Mäntel, die Pferde wären auch nicht von einer Größe, es müßten über die Zahl noch 60—65 Reiter sein u. f. w. Deshalb beschwerte sich Ernst Albrccht v. Eberstein bei dem G.-M. Böttichcr mit nachfolgenden Worten: Nr. 6. Desselbigen abermaliges vom gestrigen Dato, darin er jetzo wegen <560 Gin- spändiger Anforderung thut und desfalls ans die beigefügte, zu Gottorf datirte Ginlage sich beziehet, ist mir vom Wiederbringer znrecht geliefert. Und verwundert mich fast sehr, wie doch jetzo auf 560 Pferde mag Forderung angestellct werden; da er doch in seinem vorigen drei unterschiedenen Schreiben angefüget, daß er auf Abschlag der Ihro König!. Blasest. von Schweden restirenden ein Tausend Pferden nur «s00 abzunehmen beordert wäre. Und das um so viel mehr, weil gleich Ihre Königliche Blasest. :c., mein allergnädigster König und Herr, an mich allergnädigst rescribiret, daß Ihre Königliche Blajestät von Schweden sich gefallen lassen, die Ihro restirenden s000 Pferde in 2 Regimentern, doch unterm Kommando des Herrn Vbristen Güldenlöwen, und zwar 500 in Iütland, nämlich das Brocken- husische Regiment, und die übrige 500 in Holstein annehmen zu lassen und der Herr G.-L. Horn die in Iütland, der Herr G.-Bl. aber selbst dic in Holstein zu empfangen und darüber zu quittiren beordert worden: Worbei es dann ja billig sein Verbleiben haben wird. Aus angezogener Beilage Hab ich sonst auch ersehen, daß darin an den Herrn General-Blajor begehret wird Erklärung wegen der Leute, so an Seiten der Glückstädter wollen überliefert werden, einzuholen, und daß deutsche Leute, aber keine Dänen, wie man sie auch unterzuflicken suchen möchte, anzunehmen: Imgleichen daß selbige gut und wohl montiret sein und keinen Abgang an etwas haben sollten. Nun werden ja von keinen Glückstädtern, sondern von meinein allergnädigsten Könige und Herrn selbige 500 Pferde geliefert. And muß dannenhcro des Konci- pientcn Gifer beimessen, daß meines allergnädigsten Königs und Herrn so gar nicht erwähnet, sondern an Seiten der Glückstädter gemeldet wird. Für meine Person bin ich kein Glückstädter, die dennoch auch gleichwohl ehrliche Leute sein: And ist mein Name so gar unbekannt nicht. Anreichend die Lieferung, daß keine Dänen, bcsondern nur Deutsche, und in allem wohl montirte anzunehmen: Darauf füge ich antwortlich wieder an, daß ich gänzlich verhoffe, Ihre Königl. Blajestät in Schweden, als welche von besonderer Kriegs-Grfahrenheit sein und deswegen höchst berühmt, Ihrer hocherleuchteten Diskretion nach mit Lieferung 500 Pferde, welche mit gehörigem Gewehr versehe», wie sie unter den Armeen passiren können, allergnädigst friedlich sein werden. Wie dann meines allergnädigsten Königs und Herrn Befehl zu., gehorsamster Folge ich dergleichen 500 zu liesern gemeinet. Vermeine auch im Adrigen nicht, daß man Arsach habe, die ganze dänische Nation, in welcher ebensowohl dann unter andern Nationen ehrliche Leute gesunden werden und deren Könige ich anjetzo mit Gid und Pflicht verwandt, mit solchen schimpflichen Worten zu traktiren, gleich als wann man solche unterzufljcken und dieselben nicht offenbar angeben dörftc. Auch ersehe ich im Ädrigen nicht aus vorhöchstgedachter Ihrer Königl. Blas, in Schweden w. dero General-Auditeurn wegen Annehmung beregter Reuter er- theilten Instruktion, daß dieselbe darin dergleichen harter Formalien sich gebrauchen, weniger von einer Anterflickung melden. Weilen dann der Herr Vbristen Gülden- löw an zweien (Arten nicht sein kann: So werde denselben wieder zurückfordern und dein Herrn G.-Bl sordersamst durch einen Expressen einen gewissen Tag zu der Überlieferung mehrbesagter 500 Pferde benennen. Welches demselbigcn ant- — 10 — wortlich unverhaltcn wollen. Nächst getreuer Göttlicher Wohle,npfehlung verbleibende :e. Glückstadt, den 7. ^sulii Anno s658. L. Wann es dem Herrn G.-A1. gefället, so kann am zukünftigen Montag die Lieferung des Regiments ohnfehlbar wohl geschehen. Diesem Schreiben war noch ein kleines beigefügt (VlieiNr. ülurop. VIII. 763^). 0,'r. 7. Schreiben Karl Gustav Wranjzel's an Ernst Äl'vrecht v. Everstein, die Lieferung der noch restirenden Heerde betreffend, vom 21. Juli 1K58. Wohlgeborner, hochgeehrter Herr feldtmarschall. Gwer sxeöll: iilag jch negst freuildlicher subita!,icm hierbey nicht verhalten, waß maßen jhr königl. nlaytt: zu Schweden, nreilt allergtiädigster könig vnnd Herr, mir anheilt gnädigst zugeschrieben, das sie auß einer an des h. Hftaltzgraffen fürstl: gnadeil von chultzbachen von dem h. Aönovul inajeur Bäddeckern eingeschickten relution mit nicht geringer Verwunderung vernehmeil mäßen, wie das zu liefferung der 500 reüter, deren vcrmüge des frieden- schlußes höchstged: jhr königl: maytt: ailiioch tausent resürten, zwar zeit vnnd orth von ewer sxesU: benahmet worden, dahin sich auch der h. mujönr nebenst anderen darzu bcordneten dem obristen Huttkammer vilnd ^önsrul uuclücw Zlusoulo eingefunden. Alß sie aber dieselbe zum empfangen vermeinet, vnnd die vorgestellete tronppkn dürchgenlunstert, wehren nicht nur allein 500 mann an der zahl würcklich vorhanden, vnnd die andern 200 rückständig, besondern auch der mehrentheil der 300 mit kleidern, pferdten, mänteln vnnd gcwehr dergestalt übel nuuläiret vlllld versehen geweßen, das sie bey beuohrstehendenr auch nur geringem inarelw es schwerlich etzliche tage wurden haben außtauren, also jhr königl: maytt: gar keiile oder doch geringe dicnste prost,iren können, gestalten jhnen alich vnter andereil ein troup nrußquetierer, so ihre mußqueten vnnd luildten aiinoch in Händen gehabt von vngefehr 50 oder mehr mann, so doch nackend vnnd bloß geweßen, benebenst einem anzahl lediger marschpferde ohne sattel vnnd zeüg, darvff die reüter gcsetzct vilild auß Glückstadt erst immäiret werden sollen, dieselbe anzunehmen vorgezeiget worden, so gar das er ZmiornI inajenr bey so gestalten sacheil vilnd zustande, vnnd da an stadt 300 nur 300 überlicffert werdeil wollen, dieselbe also anzunehmeil be- dencken tragen vnnd sie bey ew: sxesll: in vorigen Martieren, biß er sich zu forders jhr königl: maytt: allergnädigsten oräre hierunter erholet, verbleiben laßen müßen. Wan aber mehr höchstged: jhr königl: maytt: hieraus andere gedancken fast nicht schöpften können, alß das man dänischer seite der vorerwehnten rssüsrenden ail die tausent pferdteil halber deroselbcn vngleich zu begegilen bedacht sein mäße, jn de»le an stadt der 500, so ietzt erfolgen sollen, kaum 300 vnnd zwarn so arm- sehliger knechte, darvnter die meisten eingebohrne, sehr übell gekleidet, gantz nicht muuÄiret, gutes theils auch zu fließ geweßen, vorgcstellet worden, jhre königl: maytt: aber jhro gute wollmimäirte deutsche leütc beduugeil vnd vorbehaltesn), auch keines geineinen fucß knechtes einige anreguilg jrgents gethan, so haben offt- hochstged: jhr königl: maytt: mir allcrgnädigst anbefohlen, das ewer sxosll: so wohl alß dem h: Aönöval lisütnan! Güldenlowen jch dieses alles der gebühr hinterbringen, vnnd danebenst, mit waß vmbschweiff man deroselben zubegegnen vor- nehnle, dienstsahmbst rsinonstrireil auch ferner dabey urglrels solte, das sie sich rundt auß vnnd eatsKvrieö erklehren vnnd einen gewißen orth viiild tag ansetzen wolten, da sothaile dem vergleich gemäße 500 wohl nnmäirte teütsche reüter, oder aber im fall dieselbige nicht aufzubringen, an stadt derer, obschon keiner fueßknechte ieiilahls erwehnung geschehen, wie mannierlich ist, zwey für etilen, vnd also für 500 reüter tauseilt gute teütsche fußknechte, ohnfehlbar gebessert werden, vnd man also dieseits mit fernern vergeblichen vmbführung verschöllet bleiben könte. All welchem behufs dan vnnd jhr königl: maytt: allergnädigsten Meinung zu gehor- sahmbster folge jch überreichern eapüuinsn voll meinen ärnAunern h: Vitxlllmnbvn exprssss an ewer exosll: hiermit abschickeil wollen, der gewißen Zuversicht, daß dieselbe bedeüteten eupituin lilit eiltlicher guter erklährung so balt nlüglich wieder- — 11 — vinb zu rück färtig (sie) werden, jn welcher erwartuug ewer exeell: dein sichern schirm des allerhöchsten empfehle vnnd verbleibe Ewer exoelb dienstwilliger diener Nlittelfarth d. 2s. ckulij amm s653. itnnl Gustav Wrangcl. D. 8. Ewer exeellu habe auch zu dero Nachricht vnangefüget nicht laßen mügen, daß die jenige Irvupsn, so der h: guueral lieutuanl (lülllenlorv von dem Brockenhusischen dem h: sssn: likülnant Horn gelieffert, zimblich mnuäirct vnnd gute lcüte geweßen sein. .1 sou sxeellsiies :::o::sei»'i:eur Lrust .-vtlireelit äs IZKsrsteiii, inliresduü Ksusr^t äs SÄM» pour s-: mg.lsste Is rox äs Oeui:e:::arvMor:vegu „Omisks kouKers lüstoris". ?a,8o. 131 Nr. 25. Nr. 8. „llopia antwort schreiöens an den lj: reichs-alliniral ^Vian^ell". lvohlgeborner :c. Auß ewer hochgräsl: exeell: schreiben von wiederbringen: h: eusjituin Bitzthumb sud clato INittelsarth von: 2 s dieses habe jch nicht sonder höchsten Verwunderung ersehen, was wegen der überliefferung der ZOO pferdc, so jch Hieselbsten wegen meines allergnädigsten königs vnnd Herrn zu lieffern beordert den: h: General majeuv Bottichen: an jhr königl: maytt: von Schweden vntcr- thänigst gelangen laßen, das nemblich newlich in den: zu der licffcr- vnd annehn:::ng bcsti:nbten lerminu vnnd ohrte nicht nur allein 200 man an der zahl gemangelt, besonder:: auch der mchrentheil der JOD mit kleiden:, pfcrdcn, mäntel vnnd gewehr dergestalt übel munäiret vnnd versehen geweßen, das sie auch nur eine geringe marolls vff etzliche tage schwerlich hatten außdawren, also jhr königs n:aytt: von Schweden gar keine oder doch geringe dienste prostären können; vnnd was sonstcn dabey init mehren:: angeführet. Nun magh ew. hochgräfl: exeell: in warheits gründe nicht bergen, das erwehnten h i A'mmral majenrn von n:ir solche lcüte pro- sentiret worden, davon keiner verwerff oder zun: reüter untauglich geweßen, maßen jch unparteiliche oavallisr gerne darüber hette wollen vhrteilen laßen, ob die reuter, so in den trouppkii prosontirot, alß welche von 9 geworbene eompag'nien vnnd des h. general major Elauß von Ahlefeldten dragunern gerichtet worden, nicht solcher gestalt geweßen, daß sie vnter einer armes thatelhafft passiren können; ewer hochgräfl: exesll: aber werden hoch vcrnünfftig für sich selbsten erineßen, das vnter einer oompaAnis zugezweigen vnter einen: gantzen regiinente allenrahl gleich geübte reüther schwerlich befunden werden. Daß aber von dem h. Mimral majeure nur 300 für a::nen:blich, so vnter der zahl zu passiren geacht worden, hat bey der hier über von ihme gantz unverhofft genmcheten AMenIteten vnnd Schwierigkeiten nicht anders sein können, dieweiln er alle okllejrsr, deren knechte auch die corporate:: vund freyrcüter vnter der zahl nicht pasmren laßen, besondern ohne denselben 300 ein- spenniger gelieffert haben wollen, da doch in Iüdtlandt bey derselben 300 pferde überliefferung alle diese in der zahl mit angenommen, vnnd nicht solchergestalt die munsterung angestellet, besondern nur bloß gezehlet worden. Wan nun Ihr exosll: nachzurechnen belieben, werden dieselbe befinden, daß nur dardürch ohne die srey reüter an der zahl abgehen, vnnd jch sonsten zu H63 ann der zahl hette gelangen können, daran es doch auch nicht würde mainzmret haben, wan nicht so viele von den 9 oompaKmien geworbenen reütern deß wegen, das sie in jhr königl: :::. von Schweden dienste nicht gehen wollen, ausgerißen, inaßen von einer vnnd anderen evmpa^nie 20 in 30 reütern dürch gegangen sein, darzu jch noch die ermangelnde vbrig wenige auß den dabey gestandenen muW 000 mitt gehöriger mundirungh ver- sehne knechte zu fueß erfodert, wie deßelben copeyl: beygefuegtes schreiben uo. f mitt mehrem besaget: ^ — vberflüßig romoustriret, daß vermüege ew: königl: maytt: allergnedigsten befehligh vnd verschiedenen mitt mehrem angeführten vmbständen ich weither nicht dan zu liefferungh 500 pferde mich verstehen könte, die ich übermorgen Donnerstages mitt der erfoderten mundirungh außerhalb der Willster marsch vnd der Solisten graben schantze zue prosontirn vnd zu vberlieffern mich erpotten. Ob nun der Z'kmoral maffnr dieselbe in dem benandtem tormino allso in empfang nehmen oder seinen unbilligen postniatia ferner inboriren wirtt, werde jch müßen erwarten vnd ew: königl: maytt: deßwegcn bey negst folgender post ferner» allervnterthänigsten bericht einsenden. Einige Schwedische oMoier mußen selber gestehen, daß der »onorul inuMir Bötticher wegen dieser 500 pferde liefferungh miß ungebührlich begegne, vnd laßen sich vernehinen, daß er der« ends der vbrigen 6^ halber so einstendige foderung thue, daß solche zn seinein regin?endt zuziehen vor- habenß vnd dazu von jhr inaytt: von Schweden ettiva erlaubnuß erhalten habe. )n deßen jch deß Hern graff ^VranAsln schreiben in allein gebühreiiderinaßen, wie die snb no: 1 nachgesetzte eontontg. dargeben, beanttwortet, viid daß Zonoral majour Bötticher wegen der erst bestimbt- viid vorgewehsenen liefferungh zu ungleichen bericht erstatet, der behöer nach rsmonsbriret. Dieseiniiegst ew: königl: inaytt: auch allergnedigst zu vernehmen geruhen wollen, daß ohnerachtet der in meinem ^ an Kknorul inufour ^rsnässon auff seine erste nc»t,iüout>ion, daß er in der Willster iiiarsch quartier zunehmen beordret — ab- gelaßenen anttworttschreiben vnd darin angeführten erheblichen rntionen, vnd obwohl der Aknöval näsubunt 'V/ultk ckueob von Koorin^li dem Hern Psaltzgraeffen deii viifuegh, worvmb die Willster nrarsch mitt der aiigedröheten einquartierungh nicht zubeschwehren zu veinonKbriren abgefertiget vnd wegen verhütungh derselben einbruch in besagter marsch alle dienl: anordnungh von mir gemachet worden, vnd sch, so viel aii mir gewehsen, zu deßen abwendungh nichtes erwinden laßen, gleichwohl! erwehnter Könorul mufour ^rsnäson niitt seineiii vnd obristen Geffeners regiiiieiidt in besagter Willster niarsch eingedrungen vnd darein alß auch in die stadt Willster quartier genomnien, dan die eingeseßene obschon für Tagen jch angeordnet, daß die wcge vnd passe in der marsch mitt brustwehren abschnitten vnd schlagbaumen gehöiig versichert werden solten, demselben fast weenig nach- gekominen, vnd jhnen den Schwedischen dannenhero, weilln die oktieior selbsten von den pferden gestiegen, sie auch die zue Itzehoe gelegene ärnssounsr zu eröffnungh der päßc mittgebracht, der einmuroll nicht lange llisputärst werden können, da jch kein befehlig gehabt einigen gewaltt dawieder zugebrauchen. Bnd gehet vnter den Schwedischen die rede, daß ebenfalß einige regimendter in der Aremper marsch solchergestaldten eindringen werden. Weilln dan dadurch sie zwischen ew: königl: maytt: vestungen sich zusetzen, dieselbe allso zu ssMimon vnd gahr den unterhalt zubenehmen suchen, alß gelanget derowcgen an ew: königl: maytt: meine noch- inahlig allervnterthänigstes suchen, wie auch in meiner jüngsten gepethen, dieselbe geruhen in königl: gnd: mir dieserwegen allergnedigsten befehligh, welchegestaldten jch bey solcher begebenheit mich zu verhalte» vnd dergleichen beginnen zu begegnen, beyzumeßen. ^fin vbrigen ew: königl.- inaytt: jch zugleich allergehorsahinbst hinterbringen mußen, welchermaeßen oberwehnter obrister leutenandt ob jch schon befohlen, daß er in ew: königl: maytt: hiesigen hauß vougts Hause mitt vier gefreyeten vnd einem vnter oktioisr bewachet vnd in acht genommen werden sollen, derselbe dennoch am verwichenen Sonnabend abends zwischen 9 vnd s0 vhren durch die wache gedrungen, zur hauß thüere außgesprungen vnd sich davon gemachet, vnwißend wor er geplieben vnd itzi» sein möge, weilln gewohnliche haußsuchungh vnd fleißige nachforschungh seiner persohn halber angestellet; er aber doch nicht zu finden gewehsen. Welches ew: königl: inaytt: abcrmahlig gehorsahmbst zu rskeiiren jch meine allervnterthänigste schuldigkeit befunden. Gw: königl: maytt: sainpt dero hochgebohrnen Hertzhochgeliebten königl: gemahlin, jhro königl: Hoheit den crwehlten jungen princen, dero Hern brüdere vnd königl: pi-moossinnen — hierauff — zu fernere bestendigen gesundtheit, langem gluckl: friedfertigen rcgierungh vnd übrigem selbst erwehlenden königl: hochergehen der schutzreichen befristungh deß allerhöchsten vnd dero beharrlichen königl: Huld vnd gnd: mich allervnterthänigst wohll empfelend, verpleibende Tw: königl: maytt: Glückstadt, den 27W. allervnterthänigst pflichtschuldigster vnd gehorsambster Diener ^ EruDt AlbrerUt von Eberstcin. Griginal ohne Siegel und Adresse im k. Reichsarch. z» Aoyenh. „Iiidkomne sager" ög. Dcr Geucrul-M. Bötticher nahm die ihm von dem Feldiucirschull v. Ebcrstcin präseutirteu Reiter nicht an. Erst kurz vor dem unten erwähnten Überfalle wurden dieselben ohne Widerspruch angenommen Sllmatr. lllurop. 817°. 818'). König K. G. hatte Gelegenheit gehabt, Dänemarks Schwäche genauer kennen zu lernen. Dies ermuthigte ihn, den kaum geschlossenen Frieden wieder zu brechen und seinen vormals gefaßten Vorsatz, ganz Dänemark zu überwältigen, ins Werk zu richten. Er segelte deshalb am 29. Juli von Wismar nach Kiel, ließ daselbst einen großen Thcil seiner Truppen einschiffen und lief mit ihnen am 5. Aug. in See. Niemand wußte sich diesen so schleimigen Aufbruch zu erklären, zumal da auch noch wenige Tage zuvor dcr G.-M. Bötticher die ihm von dem G.-Feldm. E. A. v. Eberstein nicht weit von Glückstadt präsentirten Reiter angenommen hatte, was er jedoch nur gethan, um die Dänen zu schwächen (Nlieutr. IRirop. VIII. 768'. 795S, bis gleich darauf dieser heimliche Anschlag zur öffentlichen Feindseligkeit ausbrach. Am 10. Aug. blokirte nämlich unvermuthet dcr Pfalzgraf von Sulzbach die Stadt Rendsburg in Holstein. Damit nun weder von Glückstadt noch sonst andere Truppen hineingeworfen werden möchten, ließ der Pfalzgraf durch den G.-M. Arendson das Leibreg im cnt des G.-Feldmarschalls v. Eberstein, welches um Glückstadt in den Wilstermarschen gelegen und von keinem Unfrieden gewußt, vielmehr als Freunde mit den ebenfalls dort einquartirten Schweden gelebt und gehandelt hatten, unversehens überfallen; die Offiziere wurden dabei thcils verwundet, theils gefangen genommen*), die Gemeinen sich unterzustellen gezwungen und diejenigen, welche sich widersetzten, niedergemacht"*). Nr. 10. ll. 1658. Wegen des Königs in Schweden Äberschissung in Seeland, Älierfallung der dänemarliischen Völker in Kolltein, Versuchs ans die Kleinbürger Schanz nnd daß S. K. Dchl. schleimig mieeuiwiren wollen. Durchleuchtigster Shurfürst! Lw. Lhurfürstl. Durchl. seind meine vuterthäuigste Dienste in schuldigster gehorsahmb jederzeit bevor, Gnedigster Herr rc.! Gw. Ghurfürstl. Durchl. habe ich unterthänigst nicht bergen sollen, IDußmaßen der Völlig von Schweden am verwichenen DonnersTage allhie in Solstein zum Aiehl zu Schiffe gegangen, zuneben dem Reichs-^ckmiraln Herrn Grafs >VranA-sln und 2000 Reuther, Auch ^000 zu Fueß, So dan 50 Stück Geschütz groß vnd klein, vnd Gilt gute Theill von ^.mmnnition, auch karrn, Schauffelen, Sacken, vitd Spaden mitt Sich genontnren, uitd selbigen Tages biß Thristianprieß nvnnemet, folgenden Freytages aber zu Alittage weither zu Siegell gegangen, zwey vnd Siebenzig Siegell slarck, worvitter s7 GrlogsSchiffe Groeß vnd klein Sich befunden. IVeilln nun etzliche Tage vorherö hiervon Gilt Gerücht außgebrochen, daß eß mitt selbiger Flotte vff Seeland angesehen, So habe zwarn solches lneiner obliegenden allervnter- thänigsten Schuldigkeit zufolge meineilt allergnädigsten Vönige vnd Serrlt Aller- vltterthänigst rslsriret, Allso dz allerhöchst Ihr Vönigl. Dlaytt., Da die Flotte Sich dahili gewendet, wie nunmehr wohl zu glauben stehet, eß etzliche Tage für- hero alß mein Schreiben zur Stelle gelanget, wißen können, IDeiß aber nicht ob solch Schreiben ettwa auch intsroipiret, und wie Ihnen daselbsten fallß Sie dahin gegangen mag begegnet sein worden. Unterdessen weilln die DIarschen lititt harter Ginquartierung beleget gewehsen vitd Ich Dlich keines andern alß Freundtschafft D Zu Gefangenen wurden gemacht: der Oberst Seestätt, als Kön. Commissarius Von dcr Lcib-Compagnie: der Capitain-Lientenant Marqnard von Eszdorff, 5 Corporate und 42 Gemeine.— Von des Oberst-Lieutenants Compngnie: der Oberst-Lieut Adam Weese selbst, dcr Fähndrich Neunte Helmke, 2 Sergeanten, 1 Corporal, 4 rcformirte Offiziere und 43 Gemeine. — Von deS Majors Compagnic: der Regiments-Adjutant Bernhard Freitag, 2 Sergeanten, 1 Corporal und 17 Gemeine. — Von des Hauptmanns Kutzleben Compagnie: 1 Lieut, I. Sergeant, 2 Corporate und 28 Gemeine. — Von des Hauptmanns Knuten Comp.: der Hauptmann selbst, 3 Sergeanten, 4 Corporate, und 40 Gemeine. — Von des Hauptmanns Ritter Comp.: er selbst, 1 Sergeant, 2 Corporate und 13 Gemeine. — Von des Hauptmanns Mizefals Comp.: er selbst, 1 Sergeant und 1 Gemeiner. — Von des Hauptmanns Gerstorffs Comp.: der Lieut. Johann Schöning, Fähndrich Elasten, I Sergeant, 1 Corporal u. 13 Gemeine. — Zusammen 42 Offiziere u. 198 Gemeine (Vlwatr. Lnrop. VIII. 768). »*) Ideatr. Lurop. VIII. 601^, 768', 769°-, 770', u. 820'. versehen Ich an Ihr fürstl, Gn. den perrn pfalzgraffcn von Sulzbach gewiße äe- putiortc nacher kiehll vinb der Völker Vffbruch zu befodern abgefertigct, der auch selbige mitt guter rs8olutic»n ani verwichenen SonnAbend wieder anhero sxpöäiret, ^ltaeßen darvff vorgestern NIontages des Fürsten von Weymar, Gbristen Güldenlöwen vnd Gbristen Geffeners Regimenter auß der WilsterNIarsch vffgebrochen. Noch Selbigen Abends aber Gbristen Stolzenbergerß Regiment So dan auch Tinige OraKonsr wieder in Selbiger RIarsch eingerucket Vnd deß Nachtes mitt An- brechung deß Tages ineinen Regiment zu Fueß So allda an unterschiedenen Grthen äölossiret gewehsen in den Quartieren vnvernmthlich vberfallen, anfänglich Tinem prastext gebrauchet daß Sie daselbst Quartier inachen wolten, da- mitt Sie die Ottieivr zu sprechen erlanget darvff aber sosorth ohne Tinige gegebene Vrsach sowohl Ottieisv alß Anechte gantz feindsehlig traetiret, Tinige niedergeiiiachet vnd gequetzschet, vnd die vbrige So nicht entrunneu gefänglich genoinmen, daß mehr nicht alß der Gbrister WachtRleister vnd Tinige Viiterötüeisr iintt etwa 60 oder 70 Anecht von gantzen Regimendt Sich salviret vnd allhicr angelangct. l)eute verwichenen Nachts seind verschiedene ckronpön Via^ounev für der Steinburg er Schantze gewehsen, So von den Pferden abgestiegen, mitt ?a.8einen hin angegangen, dieselbe auch zum Theill bereits in den Graben gebracht vnd Selbige Schantze vberrumpelen wollen, paben aber mitt Verlust etzlicher Rcanschafft Sich wieder zurückziehen mäßen Werde erwarten waß Sie ferner vornehmen wollen, Habe sonsten aber sichere Nachricht, daß Ihre Absehen vff hiesige Jh. Aönigl. Rlayt. Vestungen insonderheit gerichtet, dagegen Ich allen Tuserst möglichen Anstalt inachen laßen Vnd Ihrem Beginnen auß den Vestungen solchergestaldten begegnen werde, gleich eß meine vnterthänigste schuldigkeit erfodert, Immittelst lebe zu Tw. Thurfürstl. Durchl. Ich der vnterthänigsten vnd zuversichtlichen poffuungk, Dieselbe Sich der nahen Anverwandtnuß vnd sonderbahren guten vertrawlichen freundt- schafft nach die Oonsm'vntäon Ihr königl. Wayt. meines allcrgnedigsten Aönigß vnd perrii Lande vnd Leuthe, Insonderheit dieß fürsteiithumb pollstein alß Tin msmbrum Impöi'ü vermöge der keyserl. tüs-pitulution vnd Niedersächsischen Treyß- Schlusses rseommsnäiret vnd angelegen sein laßen, vnd durch Ihro poch Trleuchtete Thurfürstl. Oonsilia eß dahin «lirigiren helffen werden, Wie Ihr Aönigl. Rlayt. kegen dieser vntern Vorwandt aller freundschafft auffs new ab Schwedischer seithen vorgenommenen blostilitäcken vffs chiste seeunäiret werden möge, Tw. Thurfürstl. Durchl. sampt Dero Hochgebohren Gemahlin Thurfürstl. Jungen pcrrschafft vnd frewleiii hiemitt der mächtigen Beschirmung deß Allerhöchsten zu ferneren selbst äösiclsrii'enden wolMovirenden Thurfürstl. pochergehen vnd vbrigen ersprießlichkei ge- ttrewlich, Dero Thurfürstl. hohen puld vnd Gnd. aber mich vnterthänigst wohlTmpfeh- lend verpleibende Tw. Thurfürstl. Durchl. vnterthänigster vnd gehorsahiiibster Diener Glückstadt, den ff. Aug-. Aa. s653. Grn.st Albrerkl von Gberstei». Rex. XI. Dänemark. -i. 0. Vol. i- Bl. 2. Nr. II. (lopin der Königs, dänemärkische» zu der holsteinischen Regierung bestalter Kandräthe, Kanzlers und HtättZe Schreibens «I« ä-ito Glüclistadt, den 12. ^nxiisti, daraus zu ersehe», wie so gar ohn einige gegebene Mrsach Se. Königs. Waich. zu Schweden den mit Sr. Königs! Waich. zu Däne- mark auf Interpvsition der Königs. Waich, zu Krankreich und des Kerrn kiotee.toris in England am 2K. t'etmimm dieses Jahres aufgerichteten ewigen Krieden auf einer fast unerhörten grausamen Weise gebrochen: Und das; dannenhero die Köm. Kaisers. Waich, nicht unbillig ümv Küche und Rettung allerunterthänigst angestehet worden. Im Jahr Iii. v. (!. Allerdnrchläuchtigfter Großmächtigster, Unüberwindlichster Römischer Kaiser, auch zu lfungarn und Böhaim König, :c. Zlllergnädigster kferr, :c. Twer Aaiserl. Rlayt. solleii wir Tide und Pflicht halber, wormit Dero zu Dänemark, Norwegen Aönigl. Blayt., unserm giiädigsten Aönige und perrn, als Sr. Königl. ükayt. in diesen Fürstenthümern bestallte Land- und Regierungs-Räthe wir zugethan, allerunterthänigst nicht verhalten, ist Dcroselbcn auch vorhin gnug- sain bekannt, welchergestalt zwischen den nordischen Kronen Dänemark und Schweden der jüngst entstandene Krieg auf Intsrposiüun der Kön. Kit. in Frankreich und des H. Orotsotoris in England Hoheit zu Rothschild in Seeland den 26. Osbvnurii itztlaufenden Jahres in Güte aufgehabeu und ein ewiger Friede geschlossen, darin auch der Ncxlus Oxsenüonis, wie eines gegen das andere ausgeliefert, auch wann und wie die Abführung sofort aus Seeland und überall aus Fühnen, Iütland und ganz Dänemark, auch diesen Fürstenthümern Schleswig-Holstein den 2. Zliii ohnfehlbar und gänzlich geschehen sollte, abgeredet, pustirst und beliebet, maßen dann königl. dänemärkischer Seiten alles fast unüeiMnclo für Erfüllung schwedischer Seiten versprochenen b'ouäit.imisu mnovs pneis werkstellig gemachet, auch das feste Haus Bremervörde, so doch puvi pussu zugleich mit Friedrichsöde kxtraäivkb werden sollen, vor länger denn H Wochen svuenirst und in schwedische Hände gebracht, aber hingegen gedachtes Friedrichsöde bis auf diese Stunde von ihnen nicht quittiret, die überaus hochschädliche Einquartirung, wodurch die armen Knterthanen in diesen Fürstenthümern 8ms inoüo ck msn8nrü der LolclutsMik Belieben nach viel härter und schwerer gcdrücket und mitgenommen, als bei währendem offenen Kriege und mit äußerster Ruin der Länder vom 2. Null bis hieher in 4 Neonat eouti'g. pust-u «mvoutu eontinulret und allerhand neue unbefügte Dostnlata, und Orustönsiouss herführ gesuchet, die ihnen versprochene Lieferung der Reuter von einer Zeit zur andern anzunehmen t-vuismrkt, und aus gar liederlichen fürgegebenen Osksot.su rskusirst, bloß dahin angesehen, daß sie der (Quartier unter einigem Schein da länger genießen und zu ersehender besserer ihrer klommsäitüt den Frieden brechen möchten, doch endlich vor 3 Tagen die letzten 500 Wann erst usosptirst, das Regiment, so in s000 guten Reutern bestanden, angenommen und solchem nach die Landsassen, Bediente und Leute sicher zu machen und bei dem Ihrigen zu behalten, auch uns desto besser mit unfern eignen, ihnen überlieferten Soldaten zu bekriegen fürgegeben, daß der Onivsrsnl-Aufbruch erfolgen sollte, auch ein OknsrAl-Ksn(1svou8 zum Kiel angestellet, daselbst 3 Grlogs- und eine große Anzahl kleiner Schiffe und Schuten zusammengeführct, viel Regimenter siubunjuii'st mit Fürgeben, nacher Greußen zu gehen. Aber wie sie in die See kommen, ihrem eigenen Berichte nach, den geraden Weg auf Seeland in Dänemark zu genommen. Worauf die in diesem des Heiligen Röin. Reichs Fürstenthum Holstein gelegene und in den Nearschländern einquartirte Regimenter sdie doch in dem Friedensschluß diese Festungen daraus zu unterhalten sximivst) sich auch vernehmen lassen, daß sie Grdre bekommen, aufzubrechen, auch Oruspuratoris. dem äußerlichen Ansehen nach darzu gemachet, mit unsers gnädigsten Königs und Herrn zu Abführung der Völker verordneten Land-klmnmissurisn und andern Oküsirsvn auf das freundlichste ümbgangen, gastiret, gegessen und getrunken, auch bei dem Aufbruch gute Wachten neben ihnen zu bestellen begehret, damit bei demselben allerhand OOsrärss verhütet würden, aber in einem Nnmsnt und Augenblick urplötzlich und unversehens aus Freunden Feinde, und aus Freundschaft Fehde geworden, ..und der so theuer erworbene und königl. dänemärkischer Seiten mit gutwilliger Überlieferung der ganzen Orovinx Schonen und uunsstirtsu Landen und Festungen, wie auch der stattlichen Orsviux Trondheim in Norwegen samt der inprsnublsn., Festung Bahuß, der Festung Bremervörde, im Herzogthum Bremen, auch Überlieferung der versprochenen Reuter, allerdings vollenzogener Friede wider alle rechte, gesunde Vernunft und Billigkeit ohne einigen vorhergehenden Wink gebrochen, des Feld- Marschall»! Ederstein's Regiment, so neben ihnen bei gemachtem Frieden in der Wilstermarsche in ihren Quartieren gelegen, als Freunde mit einander gelebet und gehandelt, ohnversehens feindlich überfallen, die Oktisirsr theils verwundet, gefangen genommen, die gemeinen Soldaten sich unterzustellen gezwungen, gleichwie folgende Nacht eine besetzte Schanze, die Steinburger Schanze genannt, ohnver- — 18 — sehens, ehe die drinnen den Friedenbruch erfahren, bei Nacht überfallen, Faßinen nnd Bretter in- und über die Graben geworfen, aber mit Gottes Hülfe davon mit Hinterlassung etlicher Toten und Gequetschten, auch sonsten in die 80 verloren, abgeschlagen und fortgewiesen worden. In gleicher Eile die Festung Rendsburg, ehe die Ouruison von der neuen Feindschaft das Geringste erfahren, durch einen Anschlag überrumpeln wollen; und wie derselbe nicht gelungen, mit Stücken dafür gerücket und itzo stark bioequirst, halten. Borgestern haben sie 2 hiesige Schisse, so mit Gütern und Leuten nach Hainburg gewollt, worauf auch ein königl. däne- märkischcr Vbrister gewesen, feindlich angegriffen, dieselbe nach Stade gcführet und die Leute mit den Schiffen angehalten; und eontinuirvn die Kostilitütsn noch, gefüllt sie denn auch das feste Haus Haselo feindlich angefallen und die Besatzung gezwungen, dasselbe per Feeoill zu übergeben. In Summa sie haben dieses Spiel so kläglich gekartet, daß sie vorhero obbemeldete Sr. Königl. Alayt., unsers gnädigsten Königs und Herrn allhier vorhandene Reuter zu Bollziehung des gefährlichen Friedens erlangt, wie obgemeldt in der Nacht des Tbersteinischen Regiments^) sich bemächtiget und sofort auf unterschiedliche Plätze und Festungen Anschläge gemacht und dieselbe sub spseie pueis kt umioitias übereilen, und also diese des Heil. Reichs broillisr-Drvvines wider den gemeinen IVestphälischen Nlünster- Gsnabrückischen, auch den Bartioulur-Rotschild'schcn Frieden mit großer Geschwindigkeit mit Hintansetzung so theuer versprochenen Treue und Glaubens, auch aller vernünftiger Völkerrechte in ihre Gewalt bringen, dieselbe Tw. Kaiserl. Nlayt. und dem Reiche entziehen und der Krön Schweden eigen machen wollen. Sie haben auch sogar wider Ariegesgebrauch die in guter deutscher Treu und Glauben zu ihnen zu Abführung der Völker abgeschickte Landes-ümmmWurien, auch andere von dem Feldmarschall ümb Gewerbe abgefertigte Oktieirkr, wie auch die (Zivil- Bediente und adelige Landsassen, welche Sr. Aönigl. Rlayt. in Schweden, Königlicher Buroln, Hand und Siegeln und puiilicm'tsm Frieden getrauet und sich bei den Ihrigen aus dem Lande befunden, ohnverwarneter Dinge gefangen genommen und noch bei sich behalten. Wann dann, allergnädigster Kaiser und Herr, dieses Fürstenthum Holstein ein Stand des Reichs und vornehmes Glied des Niedersächs. Kreises und daran als einem Krvnlivr-Vrte dem Reiche und Kreise bevorab wegen des Hauptstroms der Elbe, welcher hiedurch von beiden Seiten Bremen und Holstein von Schweden dergestalt beschlossen würde, daß ohne deren Willen nichts hinab oder hinauf in das Reich gehen könnte, das unentbehrliche große (Zvinmöieium auf der Elbe gehindert und mit gewöhnlichen unerträglichen schwedischen Impvsten dergestalt Ava- virel würde, daß dabei kein Auskommen zu sehen, und dann serner dieses Fürstenthum nach dem Rotschildischen Friedensschluß wieder in Ruhe und friedlichen Stand gesetzet, dawider das Geringste nicht gehandelt oder sürgenommen, sie auch ganz keine Dostuintn oder DiÄklönsimms auf Holstein haben können und mögen, sondern ohnerachtet aller wider den theuren Frieden zugefügten ohnaushörlichen Drangsalen sich bloß in pi-g.eäieainsnt.0 xnssionis behalten und in dein allgemeinen Nlünster- und Gsnabrückischen Frieden eingeschlossen, in des Heil. Reichs (Zonslilntion vom Landfrieden begriffen, dessen und deren ZZxseution sähig, Ew. Kaiserl. Nlayt. auch in Dero kais. Wahl-Vupiwlution samt allen des Heil. Reichs Kurfürsten sich aller- gnädigst verbunden, einem jeden in Ruhe und Friede, darin man nunmehro dieses Grts wieder gesetzet, stehenden Stand wider alle auswärtige Gewalt, so dieselbe feindselig ntlluqnirsn, mit eigenmächtiger Einquartierung und Durchzügen beschweren, kraft des Heil. Reichs Üllnäsmöntul-Gesetzen, Kreis- und Kxöeutions-Bersassung zu schützen und benebenst allen des Heil. Reichs Ständen für einen NIann zu stehen ch In einem Schreiben ü. ä. Lrempe 18. Aug. It!58 heißt es: „In Holstein wurde selbigen Tag das Reg. deS königl. Feldmarschalls Herrn von Xderstein's, dessen Person selbst Herbalten sollte, in der Wilster-Marsche snd speeie deS Vergleichs wegen der Quartier, so auch en portale bezogen, -c. überfallen (Rex. XI. Diinem. 4. 0. Vol. 1. B. 11). — 19 — und Gewalt mit Gewalt zu steuren; als auch durch diese ohnversehene und von keinem Menschen vermuthete Fehde und Landsriedbruch hiesiger Sr. Königl. M., unsers gnädigsten Königs und Herrn, in Holstein bestallter Regierung die Eorrespon- ckon? mit Deroselben zu Wasser und zu Lande wieder abgeschnitten, unsicher gemacht und die Posten angehaltene So haben krast tragender unserer Gide und Pflichten, wormit unserm itzo von uns abgeschnittenen gnädigsten Könige und Herrn, auch Gw. Kaiserl. Mayt. und dem Reiche wir als getreue Knterthanen verwandt, nicht unterlassen sollen noch wollen, solches an Gw. Kaiserl. Mayt. als das wachende von Gott fürgesetzte Oberhaupt allerunterthänigst zu noMorrsn, dieselbe auch bei so gestalten Sachen gehorsamst zu implorirsn, die eilende kaiserl. allergnädigste Verordnung zu verfügen, daß diesem Reichs-Fürstenthuin, darin annoch ^ zur Noth besetzte Festungen, mit eilender Hülfe und Rath suocmrirsk und des Ober- und Niedersächs. Kreises Obristen und zuvorders der kurfürstl. Durch!. zu Brandenburg, als einem vornehmen Glied des Obersächs. Kreises, so itzo in starker .Vrnneknr begriffen und die erste erkleckliche Hülse leisten könnte, maßen Deroselben, wie auch beiden Ober- und Niedersächsischen Kreises Obristen, durch eigene Eourisrs, wie es auch noMairt, und dieselbe auf die Reichs-Nxkenkions-Berordnung rögnirirssi an- gefüget und ausgetragen werde, bester Möglichkeit diese Nrontier-Nrovinee des Reichs von fremdem, schwedischen Nominal zu retten und das Reich bei seinem Gigenthum und Integrität ohne serner Zergliederung zu schützen und zu handfesten. Welches, wie es zu Gw. Kaiserl. Mayt. Regierung höchstem Ksspeet und Kaiserl. Vnwritüt,, auch gemeiner des ganzen Reichs Wohlfahrt, Aufnehmen und Nutzen gereichet; also wird es unser gnädigster König und Herr zu aller Begebenheit mit Freundschaft und aller möglichen Gegenerzeigung, auch als ein getreuer Fürst des Reichs mit Treu und Beständigkeit ümb G. Kaiserl. Mayt. und das Röm. Reich wieder zu llmüöi'ji'on sich höchst angelegen sein lassen. Dieselbe rc. Datum Glückstadt, den (2. ^ng'nstl Vnno (653. Gwer Kaiserl. Maytt. allerunterthänigste gehorsamste König!, dänemärkiHhe z« der holsteinischen Kegiernng hestoUte Knndröthe, Kanzler nnd Käthe. Rex. XI. Dänemark, q. <1. Vol. Bl. 7. Den 7. Aug. landete der König von Schweden bei Korsör auf Seeland und langte am 9. Aug. in Ringstedt an, woselbst sich zwei dänische Ncichsräthe als Gesandte einfanden, denen der König von Schweden nicht undeutlich zu verstehen gab, daß er es diesmal auf nichts Geringeres abgesehen habe, als dem dänischen Reiche für immer ein Ende zu machen. Um sich zum Herrn vom Sunde zu machen, nahm er zuerst Kronenburg (auf Seeland unweit Helsingör) und schritt am 13. Aug. zur Belagerung von Kopenhagen (Gouverneur v. K. war der zum Gencral-Lieut. beförderte Johann Schack), welches den Schweden so tapfer widerstand (bei dem 5. Ausfalle der Danen am 11. Sept. wurde der Major Bremer von dem Ebersteinischen Reg. zu Pferde erschossen sil'Iuzulr. Nurop. VIII. 836'j), daß die Holländer Zeit gewannen, eine Flotte auszuschicken, die am 26. Okt. bei Kronenburg anlangte, sich durch ein blutiges Gefecht durch die schwedische im Sunde durchschlug und sowohl Truppen als Lebensmittel in Kopenhagen einbrachte, wodurch Karl Gustav gcnöthigt wurde, die Belagerung am 9. Nov. aufzuheben und in eine bloße Sperrung zu Lande zu verwandeln. Die Schweden in Holstein hatten auch das Haus Wandsbcck, die Schanze Hornstein, das Haus Pinncberg und das feste Haus Haseloh überrumpelt und 2 dän. Schiffe, die von Glückstadt nach Hamburg segeln wollten, genommen. Der G.-M. Arcndson hatte die Wilstermarsch behalten, und der Pfalzgraf von Sulzbach setzte in der Zeit mit seinen Truppen, welche an Zahl den wenigen auf dein Lande zerstreuten dänischen Völkern bedeutend überlegen waren, die Blokade von Rendsburg fort. Als aber der Psalzgraf erfuhr, daß den Dänen eine aus Österreichern, Brandenburgern und Polen 2* — so — bestehende Armee zu Hülfe eilte und schon im Anmärsche auf Holstein wäre, hob er die Blokade auf, ging mit einem Theilc der dazu gebrauchten Truppen, die der G.-M, Bötticher kommandirte, in das Südcr-Ditmarschen, während er den andern Theil unter dem Obersten Stolzenberg in das Bremische gehn ließ, um dasselbe auf alle Fälle zu vertheidigcn. Vor ihrem Abzug steckten die Schweden am 10. Sept. die Krempcr-, Wilster-, Neudorfer- und Haseloher-Marsch in Brand. Nr. 12. 5. Sept. 1K58. Per König von Dänemark kittet den Kurfürsten Kriedrich Wit'liel'm von Arandenvurg, er möge darauf vedacht sein, daß itjm als einem Mitgliede und Stande des Köm. Weichs die Kreisljülte aufs Schleunigste zugesandt werde. Wir Friedrich der Dritte von G. G. zu Dänemark, Norw. :c. König, w. Gntbieten dein w. Friedrich Wilhelm w. Kurfürsten :c. Unsere :c. Freundschaft. Freundlicher lieber Detter: Tw. Ld. ist vorhin bekannt, rvelchergestalt Wir in abgewichenen: Monat Köbruario, wie domaln durch den heftigen und ungewöhnlichen Frost alle Ströme und Seen gleichsam zum festen Lande geworden und dem Könige in Schweden und seinem Kriegsheere Thür und Thor in Unfern Insulen Seeland und Fühnen :e. mit seiner größesten ?orc6 und ^.rtiAlsris zu rücken geöffnet, Wir inmittelst von Unseren ^.Ilnrtsu keine Hülfe bekommen; unter Uns und Demselben ein beständiger, unwiderruflicher Friede getroffen, welchen U?ir auch Unsers Theils aufrichtig und ehrlich gehalten, nach Inhalt desselben Unsere. Uro- vm?sn Schonen, Blenkingen samt allen darin belegenen Festungen, Unsere Ämter Bahueß und Trundheim in Norwegen Ihrer Ld. in verueemxlirlör Frist abgetreten, ganz Iempterland und die Feste Bremervörde, so die Unsrige bei währendein Vrlog voeupirst, Deroselben eingerämnt, auch die versprochene 2000 Reuter überantwortet und also an Unscrm Orte dem Uothschildischcn Friedensschluß ein völliges Genügen geschehen. Nichtsdestoweniger hat jetztgcdachter König in Schweden die dagegen versprochene Züvuonulion Unserer Feste Friedrichs- ödde und Insul Fühnen und die auf den f. nächstabgewichenen Nufi im Instvu- ment.0 Dueis beliebte Abführung Dero Kölker aus Unserem Reiche und Landen, insonderheit aus Unserm Herzogthum Holstein, so ein Dneutns und Komiun des heil. Kölnischen Reichs ist von einer Zeit zur andern unter ganz nichtigen und ungegründeten l'r3.st,kxKn verweigert, Unsere Unterthanen mit seiner ganzen hart belegt und aus den äußersten (K'g-ch dem Friedensschluß zuwider, «Zimrvirnt.. Im Anfangs des Ulonats ^.UKUsU aber mit einem ganzen Antheil Kölker von Kiel zu Siegel gangen und ohne vorgangene Kenuneiution auch einzige gegebene Ursache in Unser Insul Seeland dieselbe ans Land gesetzet, Unsere darauf hin und wieder zerstreut gelegene Reuterei aufgehoben, hiesiger Unser Kssiäkn? sich genähert und derselben anitzo mit ^.pproellsn gar nahe gekommen, auch den Hafen zu Wasser mit einem großen Antheil Orlogsschiffe bereits in die vierte Woche beleget und evnlimnrlich beschossen, zugleich auch Unsere Feste Kronenburg feindlich angegriffen und in Unserm Fürstenthum Holstein allerhand Uostllilübkn verübet, Unsere Festungen Glückstadt und Rendsburg durch Lut-rkprissn wegzunehmen einen Kersuch gethan, wie aber dieselbe mißlungen, solche Orter jetzo blalMi'A hält, über das Unsere vornehmste Mnisti-os, Landräthe, 6knsrnI-töa»mn88M'ian, (Iknsral-UuMU'u, Obristen und andere Unsere Tivil- und äliiituir-Bediente, die sich gar sicher auf ihren Ämtern und Gütern aufgehalten, theils auf ihren Reisen begriffen gewesen, gefangen genommen und theils deroselben außer Landes geführet, auch Unser Keiü-Keximeut, so in den Marschen in die Quartier vertheilet gewesen, sich unterzustellen genöthiget, daß es also das Ansehen gewinnet, ob wollte mehrbesagter König in Schweden sich der Zeit bedienen und Uns wider aller Kölkerrecht, da Wir dem Friede getrauet und Unsere Kölker größesten Theils lioentii'A, gar aus Unseren Reichen, Fürstenthümern und Landen vertreiben. Wie Uns nun wohl bekannt, daß diese Uns von dem Könige in Schweden ganz unverantwort- licher Weise wider den pnbiieü tick« durch Int,«rpv8itic)n des Königs in Frankreich und H. Urots«tvri8 in England mühsam erhandelten und von beiderseits H. Reichs- räthen mit unterschriebenen und oontirmirtkn Frieden gewaltsame Befehdung und unverschuldete Kuplur bei Ew. Ld. ein großes Nachdenken verursachen wird; So haben wir eine Nothdurst zu sein ermessen, von hier am 3. jüngst abgewichenen Mo- nats ^.NANsti, wie die feindliche Kvonpen erstlich für diese Unsere Ksmcksrm gerücket, einen R!xpr«88ön mit Lreckibiv und In8bi-n«tion abzufertigen und nachgehends noch einen Unserer Bedienten aus Unseren Fürstenthümern zu E. Ld. abzuschicken, E. Ld. diese feindselige Thätlichkeiten und Unsere äußerste Gefahr für Augen zu stellen, Dero Einrath, würkliche Hülfe und L.88i8lsn«s aufs fleißigste zu rwA'irön; müssen jedoch in Sorgen stehen, ob dieselbe sicher durchgelanget oder nicht. Darüm wir dann an Ew. Ld. dieses Brieflein ablassen wollen und zweifeln im Geringsten nicht, tragen auch zu Ew. Ld. das freundvetterl. Vertrauen, Sie werden dero hocherlcuchteten Verstände nach hierbei nicht allein Dero hohes Interesse für sich selbst zu beob- achten wissen, sondern auch Unserer Reiche, Fürstenthümcr und Länder (louservntinu sich äußerst angelegen sein lassen und vornehmlich darauf bedacht sein, daß des Heil. Römischen Reichs- und Areis-Lonstitntinn gemäß Uns als einem Mitglied und Stande des Römischen Reichs rntionn Unsers darin gelegenen Fürstenthums Holstein die Kreishülfe fürderlichst und aufs allerschleunigste als müglich zugesandt und geleistet, Unser Feind von dem Reichsboden aus Unserm Fürstenthum Holstein getrieben und die darin belegenen Festungen aus Mangel Lneenrses zum höchsten I'rnkjncki? und Nachtheil des Reichs, vornehmlich des löblichen Niedersächsischen Kreises, deinselbe nicht zu Theil werden, maßen Wir dann auf die zwischen Uns und Ew. Ld. ausgerichtete ^Kinnes und die darin versprochene Hülfe einen festen Grund legen. Und weil Uns dieser feindlicher Ubersall so unvermuthlich und eben zu der Zeit, da Wir unsere Nili«« 1io«nUr«1, dem Feinde und der unter Uns und dem Könige von Scheden gemachten und mit vielen Handbriesen bestätigten Brüderschaft feste getrauet und zum neuen Kriege ganz impmml gewesen, zugestoßen; will Unser jetziger Zustand keinen langen Verzug leiden, sondern die ck«8ick«i'irtö ^.ssi- stöues sobald immer müglich erwarten. Wir wollen immittelst Gott und Unser gerechten Sache trauen, haben auch des Allerhöchsten kräftige Hülfe und Beistand in verschiedenen Ausfällen allhier und zu Kronenburg zu Lande und Wasser obsieglich verspüret. Welches Wir E. Ld. zur freundvetterlichen Nachricht anfügen wollen, und thun Dieselbe des Allerhöchsten Schutz treulich befehlen. Geben aus Unser UksiäsnZ zu Kopenhagen, den 5 8«p1«ml»r. ^o. 1658. E. L. getrewer Vetter l^iickeiieli. Auch Hochgeborner Fürst, freundlicher, lieber Vetter, empfangen Wir nach Schließung dieses Nachricht, daß Ew. Ld. ein Theil Dero ^erm«« nacher Unfern: Fürstenthum Holstein zum Lueenvs »mr«llir«n lassen. Wir seind darab nicht wenig erfreuet und werden nicht unterlassen, Ew. Ld. hinwiederüm auf alle Begebenheit mit aller Unser Macht und Vergnügen zu g-ssisUrsu, und werden Unsere (ck«u«rsl'(i0mmj88s.i'ii allda, wie die Völker zu unterhalten und der Feind anzugreifen gute Anleitung geben. Wir vernehmen immittelst, daß der Feind theils seiner Vor«« aus Zütland und Holstein, nacher Fühnen und Seeland übersetzet, außer Zweifel, sein Äußerstes gegen Uns allhier zu versuchen. Der holländische 8neem'8 wird verhofsentlich bald allhier zu Wasser nrrivirsn, seind auch ohne das r«8vlvir«1, Unserm Feinde mit tapferer Resolution. zu rspou88irsi>. Ew. Ld. hiemit anderweit des Allerhöchsten Schutz empfehlend, Ew. L. getrewer Vetter Rex. XI. väusm. I. L. Vol. 1 Bl. s. u. ö. r'l'ickei'ivll. Der Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg rückte Anfang Oktober mit seiner Armee (16 000 M. und 12 Geschützen) in Verbindung mit kaiserl. (10—11 000 M. u. 20 Geschützen unter dem Kommando des Gencral-Feldmarschalls Grafen Reymund —-22 — v. Nonteououii) und polnischen (4—5000 M. unter dein General Exuruvt^Ie^) Hülfs- Völkern in Holstein ein und trieb die Schweden unter Sulzbach immer vor sich her, bis dieselben in der Festung Fridericia eine Zuflucht gefunden hatten. Der Kurfürst Friedrich Wilhelm war 7. Sept. früh um 8 Uhr von Berlin aufgebrochen und hatte seinen Lauf über Oranienburg, Beetz, Ruppin, Wittstock, Kloster Stepnitz, Parchim, Neustadt, Witteuborg, Dorf Manhagen, Trittau, Tramsbüttcl, Totfclde, Neumünster, Bordcsholm, Rendsburg, Fricdrichsberg (Vorstadt von Gottorf), Dorf Langstedt, Ahreuviol nach Husum genommen, wo er am 2. Oktober anlangte. Gleich nach seiner Ankunft erschienen bei ihm zwei Gesandte des Herzogs von Holstein: Levin Klaus Moltke auf Knop und Ludwig von der Asseburg auf Schcrmcke, Hofmeister der Herzogin. Diese trugen vor, daß sich ihr Herr während dieses ganzen Krieges stets neutral erwiesen habe und deshalb um Verschonung seines Fürstcnthums bitte. Die Verhandlungen wegen der beanspruchten Neutralitnt währten etwa 6 Wochen. Als am Nachmittage des 6. Oktober „Bericht cingekommcn, daß der Königlich dänemärkische Feld Marschall Herr Eb erst ein angelanget, so ist die Resolution bis dahin verschoben" (s. unten). Am 8. Okt. ließ der Kurfürst dem Feldmarschall v. Eberstein berichten, der König von Dänemark verlange zur Besetzung von Seeland noch 600 Mann Fußvolk; Ebcrstcin ließ dem Kurfürsten am 9. Okt. sagen, er könne nicht soviel Volks entrathcn. Am 12. Okt. schickte letzterer den k. dän. General-Kommissar Alefeld zu Eberstein, um mit diesem nochmals zu überlegen, wie der König von Dänemark mit Fußvolk unterstützt werden könne. Am 14. Okt. kehrte Alcfeld zurück und berichtete, daß der Feldmarschall Ebcrstein bei seiner vorigen Meinung verblieben, daß er nämlich kein Volk aus den Festungen entrathen und nach Dänemark schicken könne. Nr. 13. 1<». Hlit. Schreiben Krnst Akvrecht's v. Kverstein :c. an den Knr- fürlten Friedrich Wilchekm von Wrandenvnrg. Durchleuchtigstcr Anrfiirst, gnädigster Herr! Ew. Aurfürstl. Durchl. können wir unterthänigst nicht verhalten, daß, nach der von mir, dem Feldmarschallen, auf E. Aurfl. Dchl. an mich den (2. dieses aus Husun abgelassenen gnädigsten Schreiben und darauf von dem königl. deine- märkischen Landrath und (Zeusrul-Ariegs-Eommissurio Herrn Detlef von Ahlefeld beschehenen weiteren mündlichen Vortrag, betreffend die gnädigst begehrte 300 Alann zum Entsatz der königl. Rssicksuxstadt Kopenhagen, und was ich mich der Sachen Nothwendigkeit nach sowohl darauf schrift- und mündlich als auch auf crmeldtes Herrn Sknorul-Ariegs-Eommissurii den folgenden Tage deswegen anderweit gethanes Schreiben in Schriften mich hinwieder erkläret, beschehener ausführlicher Rotation wir allerseits diese Sache ihrer großen Importal^ und Wichtigkeit halber nochmalen in reife Volibsrutiou gezogen, bestes Fleißes überleget und erwogen und die in obberührter Erklärunge angeführte wahrhafte und erhebliche Notivsu und Rationss also gethan befunden, daß wir in Anterthänigkeit wohl verhoffet hätten, es würden E. Rurs. Bichl. dadurch und vornehmlich in gnädigster Eonsi- cksrution, daß Ihre Aönigl. Alt., unser allergnädigstcx König und Herr, nach dem mit dein Aönig in Schweden im verwichenen Alonat iRbrnurio geschlossenen unglücklichen und ab schwedischer Seiten ohne einige Fug und Ursache sobald und urplötzlich wieder gebrochenen Frieden ansehnliche schöne Völker hingeben und Ihro Suurnisouou gar entblößen müssen, daß die Festungen nicht überflüssig besetzet, auch in so gar kurzer Zeit nach beschehener Ruptur und der freundlichen Belegung aller H>ässe keine Roeruitsu geschehen können, sich gnädigst haben gefallen lassen, von dieser Festungen so gar geringe Besatzungen, woran kündlich die ganze Wohlfahrt dieser Fürstenthümer hänget, keine Völker weiter zu begehren, bevorab weiln aus den Zeitungen und gewissen sicheren aus Kopenhagen von vornehmen hohen Ariegsbedienten, ja Ihrer Aönigl. Alt. selbsten, wie die Beilage mit mehren: ausweiset, eingelangten Schreiben zu ersehen, daß es mit der Belagerung gottlob so gefährlich noch nicht ist, gefüllt dann auch Ihre Königl. Bkayt. bis llako keinen Luecmrs von Volk ans diesen Festungen begehret, besondern vielmehr noch 8 Evmpag'illen von dänischen Völkern zur Besatzung un- abgefordert allhier gelassen haben, über das die holländische ansehnliche Vlotcka, nunmehr nicht allein ausgelaufen, sondern vcrmuthlich schon imSund ankommen sein und den Lntsatz mitbringen, also die Bclägcrung vor Kopenhagen unzweifentlich aufheben wird, über das, so lang die Schweden vor Amaek, dahin sie ihre Schiffe dem Berichte nach itzo gebracht, liegen bleiben, ohnmüglich einiger 8neeurs, auch fast kein einiger Blensch in AopenHagen zu bringen ist. Da wir aber dennoch vernehmen sollten, daß G. Kurfl. Dchl. solches nichtsdoweniger so hochnöthig ermessen und uns dann als getreuen Muistris unsers allergnädigsten Königs und Herrn was zu Eonssrvirunx Ihrer Königl. Rkayt. Königl. Person und b'amiliö gereichen kann, auch mit Darsetzunge Guts und Bluts zu eonkribuiren obliegen will. So wollen wir uns auch nach Rküglichkeit befleißigen, wann uns zuvordrist gewisse Nachricht, zu welchem Ende wir dann einen lZxprssssn allsofort schleunigst abgefertigt, eingebracht wird, ob die Fahrt zur See nach Kopenhagen für den schwedischen zu Sündcrburgk und Korsör stehenden Völkern und bei sich habenden Schiffen auch aus Wismar und andern selbigen Vrten auslaufenden schwedischen Kapern noch so sicher, auch die See bei Amack derogestalt noch nicht belegt sein, wie doch die jüngst gewisse Briefe mitbringen, daß wir, wo nicht ZOO Blann, dannoch soviel müglich aus den (larnisousu zusammenbringen und E. Kurfl. Dchl., wann die Schiffe samt I'rn- vianb und andern darzu gehörigen Ausrüstungen zur Hand gebracht, zu vorbenanntem Ende unterthänigst überlassen und zuführen können. Versichern uns dagegen auf solchen Fall unterthänigst, daß G. Kurfürstl. Dchl. Dero durch Herrn Detlefs von Ahlefcld gnädigem Versprechen nach uns so viel Völker von Dero Int'ankvriv hinwieder gnädigst überlassen werden, G. Kurf. Dchl. gehorsamst ersuchend, Dieselbe diese unsere unterthänigste R,smon8kra,1ion und Grklärunge ungnädigst nicht vermerken, sondern den jetzigen Beschwerlichkeiten zuschreiben und unser gnädigster Kurfürst und Herr allzeit verbleiben wollen, Dieselbe der göttlichen sicheren Gb- hut des Allerhöchsten zu beständiger Leibesgesundheit, glücklicher, friedfertiger Regierunge und allem höchstgesegneten selbst crwünschenden kurfürstl. Wohlergehen, Dero aber uns zu beharrlichen Gnaden gehorsamlich empfehlend. Glückstadt, den f6. vetobris ^.o. s658. Gw. Kurfürstl. Durch!, unterthänigste gehorsamster Diener Ernst Albrecht van Oberster», Kay v. Alefeldt. Friedrich von Alefcld. Dietrich Rcichingk. Gonrad Heße. Hei'. XI. Dänemark. I. 0. Vol. 1. Bl. zs. Am 26. Okt. verließ der Kurfürst Husum und begab sich über Wandrup nach Flensburg. Am 30. Okt. machten die Generäle, „worzu auch der Feldmarschall Ebcrstcin gekommen", nebst den beiden General-Kricgskomnllssaricn Alefeld und Platcn eine Jnterims-Austheilung der Quartiere. Am 15. Nov. erlangte der Herzog von Holstein die Neutralität, mußte sich jedoch verpflichten, das Schloß Woltorf an die alliirten Armeen zur Besatzung zu übergeben, was auch am 16. Nov. bewerkstelligt wurde. Nachdem am 4. Dez. die Alliirten sich der Insel Alfen bemächtigt hatten, nahm der Kurfürst sein Hauptquartier auf dem Schlosse Sondcrburg. Nr. 14. Diarium bei dem Zug nach Kolstein 16. Aug. 1658 all 22. Aov. Als Seine Churfürsll. Durchl. den 16. ^.nKUski erfahren, daß der König von Schweden das meiste seiner .Vriuäs zu Kiel einbargniret. und aller Menschen Urtheil nach damit nachcr Preußen gehen wollen, haben S. Churf. Dchl. Sich auch rs8olvirst>, mit Ihrer dahin Sich zu wenden und Ihre Lande dasclbstcn vor allen feind lichem Einfall zu schützen, zu dem Ende auch Ihre ^rmes allbcrcit über die Oder gehen lassen und über das dem kaiserl. Feldmarschalk Ncmkeeueuli, wie auch dein polnischen Lsnsral Lsiarnöt^llv, so an der Netz gestanden, glcichcrgestalt zllgcschriebcn, daß sie sich ebenfalls nachcr Polen und Preußen begeben möchten. Und ist auch Sr. Churfürstl. Durchl. Aufbruch nebst Dero Gemahlin, Chnrprinzen und ganzen Hofstadt allbcrcit bestimmt gewesen. Als aber über alles Vermnthcn von dem Könige von Dänemark nicht allein ganz bewegliche Schreiben eingekommen, sondern auch Ihre Myt. einen Lavalisr nach dem andern gcschickct, als einen Nggor, Prnßing, den Herrn Seestedt, den Obristcn Bnchwald, den Hrn. Lsuoral-Lommissarium Detlef von ^lokoiä und den Hrn. Juel und gar inständig um Hülfe gegen den unverhofften feindlichen Einfall und Fricdensbruch des Königes von Schweden angehalten und S. Churf. Dchl. bei gehaltenem Rath wohl erwogen, daß nicht allein Ihr hohes Intsrssss erfordert, zu verhindern, damit der König von Schweden nicht Meister vom Sonde und derer Festungen am Elbstrom würde, besonder» Sie auch schuldig wären, dem König von Dänemark, als einem Rcichsstande, welcher in terms impsrii ohne einzig gegebene Ursache angegriffen, zu assistirou- So haben Sic darauf im Namen Gottes resolviret, besagtem Könige von Dänemark zu Hülfe zu kommen, und darauf sofort nicht allein Dero ^.rmee eontrnmunäiret, besonder» auch dein Feldmarschall Nonteenerrli und dem polnischen venera! L/arnet^ll^ zugeschrieben, daß sie glcichcrgestalt sich zurück begeben und mit Sr. Churf. Dchl. nacher Holstein gehen möchten, zu welchem Ende der Hr. Hofrath ^Vrsell dahin gcschickct gewesen. Ferner haben S. Churf. Dchl. den Herren Llsusrai-Ltaatsn diese Ihre Resolution notitioiret, von welchen aber, ehe solche Rotiticatiou an sie gekommen, an Seine Churf. Dchl. durch Dero Gesandten Hrn. Issdrautsu, welcher bei S. Churf. Dchl. resickirete, wie auch S. Churf. Dchl. Rssicksntsu im Haage Hrn. Lopes nicht allein notilleiret worden, daß sie mit ihrer Flotte dem Könige von Dänemark zu Hülfe kommen wollten, besonder» auch an S. Chnrf. Dchl. begehret worden. Sich des Werks gegen die Schweden glcichcrgestalt mit allein Eifer anzunehmen. So ist auch der Gchcimdc Rath Hr. von cksna an I. Kaiserl. Myt. mit gewisser lustruetion dieser Sachen halben abgeschickt worden. An die Chur- und Fürsten des Reichs ist ein ausführlich Schreiben dieses Zuges halber abgegangen. S. Churf. Dchl. seind darauf den 7. Lsptsmdr. früh um 8 Uhr von Berlin aufgebrochen, selbigen Tages aber nicht weiter als bis nach Oranienburg gegangen. Was S. Churf. Dchl. vor eine Hofstadt und Luits bei sich gehabt, ist aus dein zu Ende angehängten Rourisr-Zettel zu ersehen. Es ist auch der holländische Gesandte Hr. Issbrant mit S. Churf. Dchl. gezogen. Bei der ^rmös seind gewesen der Feldmarschall Freiherr von Sparr, der Herr Lsneral-Feldzeugmeister Dörfling, I. Fürst!. Gnd. Fürst ckolmuu Lsorgö von ^.nlialt, als Lonoral von der Lavallsris. blsusral-UuM' 6 oltx bei der Infanterie und ClsusruI-NuM- Huust bei der Lavallorio, und dann die Obristcn. Der Hr. Graf von voua ist in Abwesenheit des Fürsten von Anhalt so lange zum Statthalter der Chur und Mark Brandenburg cksolarirst. Die luk'uutsris, sowohl kaiserliche als brandenbnrgische, hat Orckrs bekommen, nur langsam nachzumarelrirsu, und ist die kaiserliche und brandcnburgischc Lavallsris vorausgegangen. Den 8. 8ept. seind S. Churfürst. Dchl. fortgangcn, haben Mittagmahl zu Becz gehalten und des Abends zu Ruppiu angekommen. Den i>. 8ept. seind S. Churf. Dchl. früh von Ruppin abgangcn und Mittag zu ^Vittstoole gehalten, woselbst eine Post von Warschau angekommen, und ist S. Churf. Dchl. des Hrn. Höverbecks Relation vom 9. 8spt. nov. nebst denen Beilagen von Wort zu Wort vorgelesen worden, welche die Friedcns-RsFution mit der Krön Schweden betroffen. Dicwcilcn aber der Hr. Hövcrbcck versprochen, aufs förderlichste des Königes von Polen und der kaiserlichen Gesandten daselbst habende Gedanken von solchem Werke zu überschreiben, so ist vor dieses Mal nichts darauf rssolvirst worden. Den Ist. 8ept. haben S. Churf. Dchl. zu Wittstock Stilllagcr gehalten, und ist eine Post von Berlin gekommen, mit welcher berichtet worden, daß Ihre Churf. Dchl. die Chnrfürstin abortipot und Sich sehr unpaß befinden, worauf S. Chnrf. Dchl. gdgst. — 25 — i-68vlviiöt., den Hrn. Grafen vvil Dona, so sonstcn bis auf das ksuckWvvim mitgehen wollen, sofort wieder zurück zu schicken. Allhicr scind auch mecklenburgische Gesandte, als der Obriste Plcß und Hauptmann Leist vom Herzogen von Liiörin, und dann von der Lüche vom Herzogen von Güstran, wie auch der Hr. Capsll von der vcr- wittibteu Herzogin zu Grabau angckoinmen, deren Anbringen die bevorstehenden lllaralisii betroffen, worzu sie sich dann alle gar willig erboten. Den II. 8vpt. scind S. Churf. Dchl. abcrinal still gelegen, und ist der Hr. lllur- iviG, welcher zu I. F. G. den Herzogen von Mecklcnburg-Güstrau wegen der Vlaroliv gcschicket gewesen, zurück gekommen. Den 12. 8ept. haben S. Churf. Dchl. des Morgens früh nach 6 Uhren durch den Hrn. Conaiiim, welcher den 27. ?8alm zum Text gehabt, predigen lassen, und scind darmit von Wittstock aufgebrochen und zu Mittage zu Stepnitz, einem Kloster, dein Hrn. von Unt-Mi- zuständig, Mahlzeiten gehalten, alldar Schreiben von Hrn. ^Vi'veli, welcher zu dem Herzogen von Mecklenburg-Sneiin abgeschickt gewesen, eingckommcn, worinncn er berichtet, daß bcmeldter Herzog sclbsten zu S. Churf. Dchl. kommen und er, Hr. ^Vreeli, so lange bei ihm bleiben würde, weil er Unsicherheit halber allein zurück zu gehen sich nicht trauen dürfte. Selbigen Abend ist auch ein Edelmann von I. F. G. dem Herzogen von Güstrau geschickt worden, welcher S. Churf. Dchl. l>Liiavöiit,irk und S. F. G. entschuldigt, daß Sie nicht selbst zu S. Churf. Dchl. kommen können. Den 13. 8ept. seiud S. Churf. Dchl. von ZtspiiiG nach I'urelniu gegangen und daselbst Mittag- und Abendmahlzeit gehalten. Gegen Abend ist I. F. G. der Herzog CIiri8kia.ii von Simrin daselbst angekommen, welchen S. Churf. Dchl. mit Dero Kutschen zur Abendmahlzeit holen lassen. Selbigen Tages seind unterschiedliche Posten angekommen, in welchen unter andern berichtet worden, daß die Schweden Kopenhagen und Croncnburg verlassen und sich mit aller Macht nachcr Jütland begeben. Den 14. 8ept. haben S. Churf. Dchl. Frühstück im Felde nahe bei Uarrliim gehalten und nachmals die ^.rinüsii, als kaiserliche und brandcnburgischc, welche ihr Usii«ls/.vmi8 daselbst gehalten, besehen, womit es sich dergestalt verspätet, daß Sie des Abends gar spate zu Neustadt angekommen. Und ist bei solchem kkiickWvoim zugleich der Fürst vou ^iilialt, als Censinl über die Cnvullsri«, Hr. Dörfling als Cenaiul Feldzeugmeistcr und der Hr. Obriste Ukiikl als 6kiiörnI-Z1a.jor bei der Cnvallörie vorgestellt worden. So scind auch zu Unreliiiii kurz vor dem Aufbruch abermal zivccn Gesandte von dem Herzogen von Güstrau ankommen, als der vorige Hr. von der Lühe und der Obriste NvltRe, welche über die große Dk80rcki'ö8, so von der .-Vrinüs geschehen, geklagct, und scind dieselbe bis Neustadt mitgegangen. Den 15. 8ept. haben S. Churf. Dchl. Stilllagcr zu Neustadt gehalten, da Sie dann des Morgens mit denen Hrn. ClkiisiÄlsii im Kriegsrath gewesen. Selben Tages ist eine Post durch Hrn. Uippaln bis Lenzen, von dar ferner auf Berlin und Hamburg zu schicken, gebracht. Allhier wurden auch die Güstrauische Gesandten wieder abgcfcrtiget. Unterdes; ist die kaiserliche und brandenburgische ^.rmüs vom Morgen an bis auf den Abend durch den Paß bei Neustadt iiinreliirak. Den 16. 8ept. scind S. Churf. Dchl. gar früh von Neustadt aufgebrochen, und hat Herzog Ci'i8tiaii F. G. Dieselbe eine halbe Meile begleitet. Untcrwegens haben S. Churf. Dchl. kalte Küche gehalten und des Abends zu Wittenborg angelanget, alldar eine Post aus Holland angekommen, welche den Tod des ?i'otsetori8 Cr0nnvsll8 und die Lnkstitiition seines Sohnes umständlich berichtet. Allhier ist auch der Edelmann Buchwald, welchen S. Chf. Dchl. von Berlin aus an I. Kön. Mist, von Dänemark abgeschickt gehabt, wieder angekommen und hat ein Schreiben von I. K. Mist, cks cknk. ö. Lspk. mitgebracht, daß es damals mit Copenhagen und Croncnburg annoch in gutem Zustande wäre. Den 17. 8ept. scind S. Chf. Dchl. zu Wittenberg stille gelegen, von dannen abermal eine Post abgcfcrtiget worden, worbci zugleich an I. Kaiserl. Mist, und an sämtliche Chur- und Fürsten des Reichs, dem Könige in Dänemark zu g,88i8tirsn, geschrieben worden. So seind auch allhier Lübcckschc und Hamburgische Gesandten, als — 26 — Hr. I). Nartin Rüelivl, Hr. Henrich Kerckring und dann Hr. v. Rrockerns Rnnli und Hr. Ratsr Rover angekonnncn und bei S. Chf. Dchl. Audienz gehabt, denen Sic ihre gute Intention dieses Zuges vorgestellt, und seind sie dabei ersuchet worden, guten Vorschub zu (lonssrvntion der .-Vrines zu thun, worüber auch durch den Freiherr» von Lnsrin und Herrn von soinnitis Ltonterenes mit ihnen gehalten worden, da sie dann sich erboten, ihren Rrinoipnien alles wohl zu reeoininenäirsn, zweifelten auch nicht, dieselben würden ihr MüglichstcS thun. Diesen Tag ist eine Partei von 2060 Pferden unter dem Feldmarschall Lieutenant Kporek und dsnorni-lllnsor Pfuelen nachcr Holstein vorangeschickt, um den Schweden das Brennen zu verwehren. Den 18. 8ept. seind S. Churf. Dchl. frühe von Wittenborg aufgebrochen und untcrwegens kalte Küche gehalten; alldar der Hr. Hippel von Lenzen mit der Post wieder angekommen. Des Abends haben S. Chf. Dchl. das Hauptquartier in einem schlechten Dorfe, Nunlmgon genannt, genommen. Und ist allhicr der Hr. ^eeckalius von Lübek zu S. Chf. Dchl. gekommen und berichtet, daß abermal ein Expresser aus Copcnhagcn von I. Kön. Myt. von Dänemark geschickt worden, welcher versichert, daß daselbst noch alles in gutem Zustande sei. Den 19. 8ept. haben S. Churf. Dchl. predigen lassen und seind denselben Tag zu Manhagen stille gelegen, alldar Herzog Franz Karl von Sachsen-Lauenburg zu S. Chf. Dchl. gekommen. Von hier haben S. Chf. Dchl. auch eine Orclrs in cknplo an den Fcldmarschalk Nontsonooli und Sparren abgehn lassen, daß sie Sr. Chf. Dchl. ehestens folgen sollten. Den 29. 8ept. seind Sie bis I'rittnn gerückt, alldar der junge Graf von ^Vittgsn- stein von dem denernl Spork angekommen mit Bericht, daß die Schweden sich ganz in das Eiderstedtische zurückgezogen und er keine Gefangene bekommen können. Diesen Abend haben S. Chf. Dchl. den Hrn. Hcydckampt nacher Hamburg geschickt, welchem zugleich eine Post von dar wegzuschicken mitgegeben worden. Den 21. 8ept. seind S. Chf. Dchl. zu Drittnn stillgelegen, und hat gedachter Feldmarschall-Lieutcnant Sporck an S. Chf. Dchl. geschrieben, daß eine Partei von 100 Pferden, so er zu rseoAiwseirsn ausgeschickt gehabt, eine schwedische Partei von 170 Pferden geschlagen, wie er dann desfalls über 70 Gefangene gemachct. Diesen Morgen haben S. Chf. Dchl. auch Kricgsrath mit den (Zkn«rglöu gehalten. Und weiln darauf nochmals eine Orckrk ausgefertigt worden) worinnen dem Feldmarschall Nont«- cmaoli und Sparren die vorige Orclr« wieder eontrnumuclirst, so wird vermuthlich solches in demselben Kriegsrath geschlossen sein. Allhicr ist auch der Obriste Rnntimu. so in schwedischen Diensten gewesen, zu S. Chf. Dchl. gekommen. Den 22. 8ept. seind S. Chf. Dchl. von I'rittnu des Morgens früh aufgebrochen und gegen Mittag auf das Amthaus Tramsbüttel angelanget uno selbigen Tages alldar verblieben. Den 23. 8ept. seind Sie von TramSbüttcl auf Totfelde gangen und daselbst die Nacht verblieben. Von dar ist eine Post an den Fcldmarschalllieutenant Sporck geschickt worden, daß er Sr. Chf. Dchl. auf Neumünster entgegen kommen möchte, weil Sie daselbst Kriegsrath halten wollten. Den 24. 8ept. sind Sie auf Neumünster gegangen und daselbst Mittagmahl gehalten, vorhcro aber mit den dknaralsn im Kriegsrath gewesen, woselbst rssolvirkt, worden, weil man noch keine eigentliche Kundschaft hätte, ob der Feind im Ditmarschcn wäre oder nicht, zusammen zu bleiben und nicht, wie vorhero geschlossen worden, die önMM zurücke zu lassen, und dem Feinde schleunigst über den Hals zu gehen. Des Abends sind S. Chf. Dchl. zu Bordesholm angelangct, alldar Hr. Heydenkampt von Hamburg auch wiederum zu uns gekommen. Den 25. 8ept. seind S. Churf. Dchl. zu Bordesholm stille gelegen und ist Kricgsrath gehalten, aber nichts anders darinnen geschlossen worden, als daß man des folgenden Tages stille liegen wollte. Es ist auch von hier aus dem Herzog von Gottorf Sr. Chf. Dchl. Ankunft in diese Lande abcrmal notitieired worden. Angleichen ist der königl. däncmarkische LommisMrius Detlef v. Alcfeld allhier angekommen, und — 27 — haben S. Chf. Dchl, Verordnung gcthan, daß nüt demselben wegen Unterhaltung der ^rmäs richtige Abrede genommen werden sollte. Von hier ist auch eine Post durch Nirjor Ratefeld auf Hamburg geschickt worden. Den 2K. 8vpt. ist allhicr die Post über Hamburg früh angekommen, mit welcher berichtet worden, daß die holländische Flotte noch nicht ausgelaufen gewesen. Um 0 Uhr haben S. Chf. Dchl. predigen lassen und ist nach der Mittagsmahlzeit abermals KricgS- rath gehalten und geschloffen worden, den Schweden auf den Hals zu gehen. Hiernach um 3 Uhr seind S. Chf. Dchl. in die lutherische Kirche gegangen und den Propst predigen hören. Gegen Abend ist von dem Hrn. Güldenlcue ein Trompeter aus Jütland gekommen, welcher berichtet, daß Croneu bürg gewiß über wäre und daß er den Eommsnünntön aus selbigem Platz, den Obristcn Benfe ld, in Kölbingen gesehen, berichtet darbet, daß der versprochene ^.eeorck ihm von den Schweden nicht wäre gehalten worden. Den 27. 8ept. seind S. Churf. Dchl. ganz frühe mit der Euvallsriö von Bordes - holm aufgebrochen und sich nacher Rendesburg gewendet, allda Sr. Churf. Dchl. Hofstadt durch die Stadt gelassen, die ^rmäe aber über eine gemachte Schiffbrücke murelriren müssen, welches dann so lange gewähret, daß die letzten des Abends um 10 Uhr erst hinüber gekommen. S. Churf. Dchl. haben zu Mittage auf dem Schlosse bei dem Gouverneur gegessen, und ist die Hofstadt in die Vorstadt cinquartirct worden, die ^rines aber hat vor selbige Vorstadt eumpired. Selbigen Abend haben S. Churf. Dchl. noch Kriegsrath gehalten; dicwcil Sic aber keine Kundschaft vom Feinde bekommen können und die ausgeschickte Partei ohne Gefangene wieder zurück gekommen, so ist nichts re8o1viret worden. Den 28. 8ept. seind S. Churf. Dchl. in der bemcldten Vorstadt vor Rendcs- burg stille gelegen, und ist ein Trompeter von dein Herzogen von Gottorf mit einem Bcantwortungsschrciben an S. Churf. ^chl. gekommen. Allhicr haben S. Churf. Dchl. abermals Kriegsrath gehalten, aus Mangel der Kundschaft aber ist nichts rs8olvired worden. Des Nachmittags seind drei ausgeschickte Baurcn wieder gekommen und berichtet, daß der Pfalzgraf mit seinen Völkern schon zurück gangen, wie dann auch einer von Ripen gekommen und berichtet, daß der Gsuerul-Nujor Bötcher glcichergcstalt in LoutuÄou nach Friederichsöde gangen. Es ist auch heute von hier eine Post auf Hamburg nacher Berlin gcschicket worden. Den 29. 8ept. haben S. Churf. Dchl. Kundschaft erlanget, daß der Pfalzgraf aus den Eiderstcdtischen Weggängen, worauf sie auch aufgebrochen und von Rendsburg weggezogen. Und hat der (Zeusral-lllugor Huu8t die Gefangenen von der geschlagenen Partei, als einen Major, Feige, einen Rittmeister lR N. und zwei Iüeuteuuut.8 von des Pfalzgrafen Regiment mit 60 Reutern, Sr. Churf. Dchl. zugeschickt. Zu Mittage ist in einem wüsten Dorfe kalte Küche gehalten worden; zu Abends haben S. Churf. Dchl. das Hauptquartier zu Friedrichsbcrg, eine Vorstadt von der ReMsun Gottorf, genommen. Von hier ist auch der Trompeter vom Herzoge von Gottorf wieder abgefcrtiget, glcichergcstalt auch eine Orckre in Dnplo an die Feldmarschallcn Nouöeeueoli und Sparren abgangcn, daß sie mit der ^.rinee nachfolgen sollten. Den 39. 8ept. seind S. Churf. Dchl. von Friedrichsberg früh aufgebrochen, zu Mittage in einem wüsten Dorfe kalte Küche gehalten, wo des Abends in einem Dorf, Lang sie die, das Hauptquartier genommen, woselbst Sie psrnoetüret. Den 1. Oetobr. seind S. Churf. Dchl. von Langstcdte aufgebrochen, als Sic zuvor daselbst gefrühstückt und des Abends zu ^.lirsnviol angelanget. Allhier seind abermal 27 Gefangene eingebracht, und weil auch die Kundschaft eingekommen, daß der Obriste Osten mit seinem Regiment in dein Eiderstedtischcn stünde, so seind allsofort 2 Parteien nachgeschicket, welche an zween Orten die Pässe besetzt, damit er nicht entkommen sollte. Als aber S. Churf. Dchl. Nachricht erhalten, daß er sich zurück nach Tönningen zöge, haben sie etliche ausooiniusuckirt,e Völker unter Gsusrul-Nujor Pfulen nachgeschickt mit Gräre, ihn bis unter die Stücke zu verfolgen, welches auch geschehen. Und ist darauf Feuer auf unsere Truppen aus der Festung gegeben worden. — 28 — Den 2. Uetobi'. haben sich früh morgens zwecn holsteinische Gesandten, als Hr. NoltRs und Hr. ^ssouburg-, verinittcls einem Crsckitiv angegeben, welchen aber angedeutet worden, daß sie sich zu Russin einfinden möchten, alldar S. Churf. Dchl. ihnen ^.nckisn^ crtheilen wollten. Jnmittcls ist ein Schreiben an den Herzog von Holstein durch einen Trompeter auf Bönnin^on zugeschickt, worinnen S. Chnrf. Dchl. dem Herzoge ersuchet, daß er des Obristen Osten Regiment keine Rstwuits unter die Stücke verstatttcn, sondern abweisen, auch andere des Feindes Bagage aus Tönningcn abfolgcn lassen wolle. Nach genommenem Frühstück seind S. Churf. Dchl. von Ahrcnviol aufgebrochen und zeitig zu Russin angelanget, woselbst vorgedachten holsteinischen Rüthen alsbald ^.uckisux erthcilet worden. S. Chnrf. Dchl. haben darauf die Räthc zu sich erfordert und ihnen befohlen, mit den holsteinischen Gesandten in Conlsrons: zu treten. Als nun gedachte Gesandte sich darauf bei den Chnrf. Rüthen, dem Freiherrn von Lusrin und Herrn von LoinniG, in ihrem Roo-iuinsnl eingefunden, haben sie hauptsächlich Folgendes vorgetragen: daß ihr Herr sich bei diesem ganzen Werke und Kriege ganz nsutrul erwiesen, sich nur allemal bemühet, wie der Friede zwischen den nordischen Kronen rsstubilirst werden möchte; absonderlich hätten Sic Sich gegen S. Churf. Dchl. nie anders als in aller Freundschaft bezeiget, daher es ihrem Herrn sehr schmerzlich vorkäme, daß sie uniGo mit solcher großen Macht überzogen würden, und darauf die Verschonung gebeten. Die Churf. Räthc haben ihnen darauf weitlänftig vorgcstellet, daß I. Kaiserl. Myt. und Sr. Chnrf. Dchl. bei diesem Werke führende IntsuRon dergestalt beschaffen wäre, daß Ihrer Fürstl. Dchl. solche vielmehr lieb als zuwider sein sollte; dann nachdem I. K. M. von Schweden bei dieser neuen Ruptur gegen Dänemark der ganzen Welt genugsam gezeigct, wohin sie zieletcn, wie sie den Roiuinut, überall sucheten, auch durch die Belagerung der holsteinischen Festungen genugsam zu verstehen gegeben, wie sie auch dieses Land, worzu sie schon lange guten ^.ppsRt gehabt, an sich bringen und das uralte fürstl. Hans Holstein ihres Herzogthums berauben möchten, so wäre kein ander Mittel gewesen, dann solcher Gewalt mit dergleichen Macht zu steueren, und einen jeden bei den Scinigcn zu schützen. Dannenhcro S. Churf. Dchl. das Vertrauen zu I. Fürstl. Dchl. setzten, Sie würden vielmehr solche rühmliche und ihnen selbst ersprießliche Intention mit Rath und That befördern helfen, als sich widrig darbei bezeugen. Worauf die Gesandten hinwieder weitlänftig geantwortet und bei ihrer vorigen Meinung verblieben, insonderheit aber vorgcstcllct, daß dieser Zug nicht das Mittel wäre, die Schweden von dieser ihrer Intention abzubringen, noch den Frieden zu erlangen, sondern daß vielmehr ihnen hierdurch würde Anlaß gegeben werden, ihre Intention zu vollstrecken. Ferner haben sie angcfüget, daß wannglcich I. Kaiserl. Myt. und S. Churf. Dchl. befuget wären, in Holstein als Reichslanden, dem Könige von Dänemark zu ussislirsn, so hätten sie doch keine Befugnis, in das Fürstenthnm Schleswig zu rücken, weil sie solches von niemandem als von Gott allein rseogmoseirst, und hierbei ihr voriges rspstirst,, daß S. Churf. Dchl. des Herzogen Anthcil mit Einquartierungen und Durchzügen verschonen möchte. Die Chnrf. Räthc haben solches uck rsksrsnckuin angenommen und seind darauf von einander gangen; weil es aber schon spat, haben sie selben Abends Sr. Churf. Dchl. hiervon keine Rslution thun können. Diesen Abend ist auch eine Post von Berlin über Hamburg angekommen. Den 3. Oetbr. haben die holsteinische Gesandten zu den Churf. Rüthen geschickt und begehren lassen, che sie zu Sr. Churf. Dchl. gingen, noch etwas mit ihnen zu reden; seind auch darauf zu ihnen gekommen und haben ihnen ein Schreiben von dem Herzogen an S. Churf. Dchl. gebracht und darbei berichtet, wie es daher gangen, als Sr. Churf. Dchl. Brouppsn das Osten'sche Regiment bis unter die Stücke verfolget und daß der Herzog nur zum Schrecken die Kanonen lösen lassen, dann das Osten'sche Regiment wäre nicht mehr schwedisch, sondern bereits vor 5 Tagen dem Herzogen gegen das Regiment zu Fuß, so zuvor die Schweden von Ihm bekommen, überlassen. Und haben also dieses Rusluni aufs Beste entschuldigen wollen. Die Churf. Räthe sind darauf zu Sr. Churf. Dchl. gangen und von der gestrigen Tages Conlörsu? RsluRon gcthan, gleichergestalt auch des Herzogen Schreiben nebst der gesamten eingewandten Entschuldigung instruii-sd. — 29 — Es hatten aber auch S. Churf, Dchl. uuterdcß Nachricht von ihren Rronppon bekommen, daß unterschiedliche der Ihrigen theils geblieben, theils sehr gequetscht; zogen Sie darauf die Sache mit Ihren Rathen und 6sukralkn in Oelidarabion und wurde den Rathen aufgetragen, wiederum zu den holsteinischen Gesandten zu gehen und ihnen Sr. Chnrf. Dchl. Resolution zu hinterbringen. Zuvorderst aber, weil eben Zeit zur Predigt gewesen, haben sie den Gottesdienst abgewartet und seind darauf zu den Gesandten ans ihr Ro^iumont gangen, erstlich mit ihnen zu Mittag gegessen und folgendes darauf ihnen weitläuftig ferner vorgestellct: 1. Die Nothwendigkeit dieses Zuges und I. Kaisl. Myt. und Sr. Churf. Dchl. rühmliche Intention, diejenigen von des Reichs Boden abzubringen, welche bisher» solches dergestalt beunruhigt, daß niemand bei dem Scinigen sicher sein können. 2. Ist ihm widerleget worden, daß sie sich bishcro neutral sollten erwiesen haben, dann 1) hätten Ihre Fürstl. Dchl. in währendem ganzen dänischen und schwedischen Kriege den Schweden allen Vorschub gcthan, ihre ganz abgekommene ^.rinee montiret, ihnen durch das ganze Land große (lontrilmtiones geben lassen; 2) hätten sie von dein Hause Gottorf ^.nnnunition und Gewehr den Schweden abfolgcn lassen; 3) hätten sie die königlichen Festungen in Holstein aufgefordert und die Elouvornours von ihren Pflichten abwendig machen wollen; 4) hätten sie zu DöuuinMn der Rendsburger Bürger Schiffe angehalten und selbige den Schweden eine Schiffbrücke bei Friedrichsstadt zu verfertigen hingegeben, auch die dänischen Untcrthanen aus Holstein gezwungen, solche Brücke verfertigen zu Helsen; 5) hätten die schwedischen Parteien sich auf dem Hause Gottorf allzeit gesetzt und daraus die Parteien auf Sr. Churf. Dchl. Rrouppsn gethan, gestalt noch neulich der gefangene Obristewachtmcistcr Feige von daraus gcthau hätte; 6) salvirtkn sie anitzo das schwedische Ostcn'schc Regiment in ihre Festung; 7) hätten sie sich gegen S. Churf. Dchl. auch darin feindlich erwiesen, daß sie den abgeschickten Trompeter, als wann er vom Feinde geschickt wäre, die Augen geblendet, zu- geschweigen, daß sie die Chursürstlichcn mit den Stücken verletzet, auch sechs Stücke, den Schweden zugehörig, in RöuniuMn hätten und nicht herausgeben wollten. Wegen der schleswigischcn Louvoränodät ist ihnen geantwortet worden, daß S. Churf. Dchl. ihnen dazu Awabuliickkn, auch nicht zweifelten, I. Kön. Myt. und die Krön Dänemark würden die desfalls aufgerichtete Raabs, beständig halten. Nachdem aber die Schweden sich solches Landes gebrauchten, wie dann neulichcr Tage der Pfalzgrnf mit seinen Regimentern hier gestanden, so könnte S. Churf. Dchl. par raison ck« gnwrrn sich dessen auch nicht entbrcchen; weil aber dennoch S. Churf. Dchl. nichts mehr wünschten, als daß aufs eheste ein sicherer und beständiger Friede erhalten werden möchte, so möchten sie zeigen, ob außerhalb dieser Rxpöckibiou dergleichen Mittel an die Hand zu geben wären, so wollten S. Churf. Dchl. dieselbe gerne mit ainpleebirsn, als welche nichts anders dann Frieden suchten; wann aber dieselbigen nicht vorhanden wären und daß mau bei den Waffen eonbinuiran müßte, so wollten dennoch S. Churf. Dchl. mit I. Fürstl. Dchl. gerne guter Verständnis leben, begehrten nur zu dein Ende, daß (1) Fürstl. desfalls an S. Churf. Dchl. genügsame Versicherung geben möchten (worbei die Gesandten intsruinpirob und gefraget, ob man darunter DönniuMu oder Gottorf verstünde); (2) daß sie das schwedische Regiment nebst denen vorhandenen Stücken also- fort herausgeben möchten; (3) Sr. Churf. Dchl. allemal Rass und Rapass ganz ungehindert überall zu versteckten; (4) daß sie jemanden ckepubirsu möchten, so mit Sr. Churf. Dchl. Leute wegen Verpflegung der Richtigtigkeit treffe. Hierauf haben die Gesandten nach genommenen Abtritt röplie.irab, sie müßten die Ursachen, so I. Kais. Myt. und S. Churf. Dchl. zu diesem Zuge veroblissiröb, an seinen Ort gestellet sein lassen, daß aber ihre Herre sich hierüber beschweret, könnte Dcro- selben so wenig verdacht werden, als I. Churf. Dchl. hiebevor vermeinet, gut Recht zu haben, über der Schweden Durchmarellsn in Ihren Landen zu klagen. Wegen der Xaut-ralitüt, seind sie beständig darbei geblieben, daß sie sich allemal in deren Schranken gehalten. 1) haben sie eon8tanti88ima geleugnet, cö wäre zwar von etlichen Orten im Namen der Schweden (weil sie auf diese Art dieselbe am besten herausbekommen könnten) Couta-ibution eingefordert, allein I. Dchl. hätten dieselbe vor sich behalten und den Schweden niemalen etwas darvon gegeben. 2) Das Gewehr und ^.mmuuition, so sie von Gottorf abfolgcn lassen, hätte den Schweden zugehöret, welche es in Gewahrsam dahin gethan; wann S. Chrf. Dchl. das Ihrige bei Ihnen in Verwahrung geben wollten, würden sie es gar gerne und willig annehmen und in gute Sicherheit halten. ^.cl Z) Die Aufforderung der Königlichen Festungen wäre aus guter Intsntion geschehen, damit I. K. M. in Schweden, welche es also beliebet, als dann keineRras- tsnsion daran machen können. 4) Die Schiffe, so sie von Rendsburg angehalten, vermeineten sie, gehörete» ihren eigenen Unterthanen, dann die eine Reihe der Vorstadt ihnen zustände. Als ihnen aber alsofort berichtet worden, daß Königl. Unterthanen sich sehr beklaget, wie ihnen ihre Schiffe abgenommen und noch diese Stunde vorenthalten würden, haben sie selbst bekannt, daß der Commamlaiit, in RönninA-an etwas zu weit gegangen wäre. .-Ol 5) Glcichergestalt hätte auch der Commanclant, aus Clottork die schwedische Parteien wider oxpi'S88o Orär« aufgenommen. 6) haben sie abermal beständig vorgegeben, welchergcstalt ihr Herr mit dem Könige von Schweden einen Wechsel getroffen und ihnen ein Regiment zu Fuß vor dieses überlassen, hätten solches auch längst haben sollen, wann nicht der Pfalzgraf darin so viel VMaultirons gemacht hätte, und wäre ja besser vor S. Churf. Dchl., daß der Herzog dasselbe Regiment hätte, weil es Ihr ja nun keinen Schaden thun könnte. 7) Von Verblendung des Trompeters würde Ihr Herr nichts wissen und der Commönckaut, solches vor sich gethan haben. Von den Stücken wüßten sie ganz nichts. Von der Verletzung der Brandenburger wäre ihnen auch uichts bewußt, der Befehl wäre gewesen, die Kanonen in die Luft zu lösen. Wegen der Mittel zum Frieden haben sie geantwortet, daß nach itzgesuchten Gewaltsamkeiten daran nicht würde zu gedenken sein; sie Hütten sonst wohl gehoffet, dieses Herzogthum vor dem dänischen Krieg zu befreien. Wegen der gcbetenen Versicherung haben sie geantwortet, daß solches unbillig gefordert würde, weil I. Durchl. mit diesem Werke nichts zu thun hätten, sich dessen auch nicht anmaßen wollten. Das Regiment belangend, hätten sie gnugsam dargethan, daß solches ihr eigenes wäre. ?a,88 und kspa,88 könnten S. Churf. Dchl. ferner nehmen, wie Sie bishero gethan, sollte Ihr nicht gewehret werden und hätten sie auch keine Mittel darzu. Unterhalt vor die ^.rmas, wann S. Churf. Dchl. aufbrechen, wollten sie auf den Nareb so viel möglich anzuschaffen sich befleißigen, das Land aber wäre schon verdorben und nicht viel mehr vorhanden, wollten sonst bei Sr. Churf. Dchl. thun, was sie bei dein König von Schweden gethan hätten. Die Churfürstl. Räthe seind hierauf wiederum zur Sr. Churf. Dchl. gangen und haben Relation abgelegct; Worauf S. Churf. Dchl. die Sache mit den Cleneralen in Oeliberation gezogen, und ist von dencnselben geschlossen, S. Churf. Dchl. könnten ohne Ihre genügsame Sicherheit sich Gottorf nicht begeben. Die Räthe aber haben eines oder anderes eingewendet, warum man mit Beibehaltung guten Glimpss im Reiche solches nicht begehren könnte, und ist endlich von Sr. Churf. Dchl. den Nöthen anbefohlen worden, sich iviedcr zu den Gesandten zu verfügen und von ihnen Folgendes zu begehren: 1. daß nachdem der Herzog sich in sehr viel Wege ganz schwedisch erwiesen, auch bei der gestrigen Nation vor Rönnin^an eine rechte ilo8tilität verübet, über das S. Churf. Dchl. auf I. Kaiserl. Mist, und ihrer eigenen ^.rmöo Sicherheit nothwendig — ZI — sehen müßten, so begehrten Sie, die Hrn. Gesandten wollten zn I. Fürstl. Dchl. reisen und von Derosclbcn begehren, daß Sie Sr. Churf. Dchl. desfalls genügsame Sicherheit geben sollte; 2. daß sie das schwedische Regiment und die Stücke heraus geben sollten; 3. daß wegen Verpflegung der ^.rmös Richtigkeit getroffen werde. Die Gesandten haben darauf eines und anderes eingewendet und ihre Abfertigung begehret, worauf ihnen das Usereckttiv zngestellet, sie des Abends zur Churfl. Tafel genöthigct und ihnen damit Abschied gegeben worden. Selbigen Tages seind von Glückstadt zwcen ^.lktelcke, beide Gsnm-al-Eommissarü, wegen Verpflegung der .4i-mäk angekommen. Diesen Tag ist auch eine Post ans Hamburg abgeschickt worden. Den 4. Vvtodr. ist eine Post aus dem Reiche über Hainburg eingekommen. S. Churf. Dchl. haben auch heute einen von Adel, Buchwald, zu I. Kön. Myt. von Dänemark abgeschickt, Deroselben den hiesigen Zustand zn berichten. Den F. Ovtodi'. hat der Herzog von Holstein die vorige Gesandte nbermal an S. Churf. Dchl. abgeschickt, weiln sie aber späte angekommen, ist die ^nckimm bis ans den folgenden Tag verschoben, und seind sie in ihren Quartieren braotirst worden. Den ti. Oetobr. haben S. Churf. Dchl. die Gesandten zur .4nckimm um U Uhr kommen lassen, welches geschehen in Gegenwart des Fürsten von Anhalt, des Herrn Ober-UrauMautöu Freiherrn von Schwerin und Hrn. Kanzler Somnit^en. Ihre Uroposition hat allein in eurialidus bestanden, und daß sie gebeten, S. Churf. Dchl. möchten Ihre Näthe zur Ecuckervn/. «lkputirsu. Worauf S. Churf. Dchl. ihnen Selbst geantwortet und die Eonfsrsnn beliebet, gestalt dann der Freiherr von Lusrin und Hr. Lomnitz darauf mit ihnen nach ihren UuZäamaut gefahren, woselbst die Gesandten post, eurialia vorgebracht, I. Fürstl. Dchl. wollten nicht hoffen, daß S. Churf. Dchl. auf den harten Uostmlatäs beruhen würden; weilen Sie Sich auch allezeit gegen das Haus Österreich ganz ckevot erwiesen, so könnten Sie gleichcrgestalt nicht glauben, daß I. Kais. Myt. dergleichen von Ihnen gesinnen würden, müßten vielmehr davor halten, daß S. Churf. Dchl. Sich von böse atkeebionirwu Leuten zu dergleichen Dingen parsua- ckiren ließen, Sie bezeugten nochmals sehr hoch, daß wie Sie Sich nimmer anders als unparteiisch bei diesem Kriege betragen, also auch nochmals sich neutral darbci erzeigen wollten. Ersuchten dcrowegen die Räthe, S. Churf. Dchl. zu milderen Gedanken zu ckisponirsn mit Versicherung, daß I. Dchl. solches mit wirklicher Dankbarkeit um Sie erkennen würden. Wegen des Osten'schen Regiments berichteten sie in Speele, daß I. Dchl. es sehr bereucten, daß Sie dasselbe angenommen hätten, und wünschten, daß nimmer auf die Gedanken möchte gekommen sein; anitzo aber könnten Sie ohne großen vespeet und Gefahr nicht von Sich geben. Gleiche Beschaffenheit hätte es mit den Kanonen, wann Sie dieselben herausgäben, würde es der König von Schweden vor eine Lost-ilität halten, auch alle die dänischen Güter, so bei Ihnen in Verwahrung wären, heraus begehren; bäten deshalbcn, S. Churf. Dchl. wollten Sie in dergleichen Ungclegenheit nicht bringen. Die Sicherheit betreffend, könnten Sie Sr. Churf Dchl. keine andere geben, als daß Sie Sr. Churf. Dchl. dasjenige vergönnen wollten, was Sie dem Könige von Schweden vergönnet, nämlich des Landes sich zu gebrauchen, so gut sie könnten, Tönningen und Gottorf wären keine Uassaxa, hofften auch nicht, daß S. Churf. Dchl. dergleichen von Ihnen begehren würden. Wegen Verpflegung der trinke könnte keine Anstalt gemacht werden, so lange dieselbe dergestalt auf einem Haufen stünde, I. Dchl. wären sonstcn zufrieden, daß Ihre Amter thäten, was sie vermöchten, bäten nur allein, Eidelstedt zu verschonen, woraus Sie Ihre Hofstadt führen müßten. Die Churf. Näthe haben hierauf die Enrialia beantwortet, sich wegen der angebotenen Dankbarkeit entschuldiget und sich erboten, ohne das zu thun, was in ihrem Vermögen wäre, das Übrige ack i-eköi'kncknm angenommen. Und weil es eben Essenszeit gewesen, seind die Hrn. Gesandten zur Tafel gefordert worden. Nachmittage haben die Räthe Sr. Churf. Dchl. Uvlabtou gethan, und weil eben Bericht eingekommen, daß der Königlich dänemärkische Feldmarschall Herr Eber- — 32 — stein angclanget, so ist die Resolution bis dahin verschoben. Als nun S. Churf. Dchl. auch mit demselben, dem Fürsten von Anhalt und Feldzeugmeister Dörflingen aus der Sachen geredet, haben S. Churf. Dchl. den Rüthen abcrmal anbefohlen, mit den holsteinischen Gesandten in Couiei-en? zu treten und ihnen Folgendes vorzutragen. Die holsteinische Gesandten seind darauf in des Freiherrn von snsi'in Gemach gekommen und ist ihnen darauf angczeiget, daß sie leicht dafür halten könnten, weil I. Kais. Myt. Dero ^.rinöo Sr. Churf. Dchl. anvertrauet, daß Sie auch von dieser Sachen wissen, und alles, was allhier geschähe, NMi-obii-sn würden. So wäre auch nicht zu praasumiren, daß S. Chf. Dchl. eine Sache von so großer Gefahr und Wichtigkeit, wie diese wäre, ohne höchste Roth und auf Einratheu übel ntkootionirton Leute anfangen würden, sie beklagten sehr, daß I. Dchl. dadurch müßten ineonnnoäinot werden. Nachdem nun auch immer mehr und mehr Nachricht cinkäme, daß es des Osten'scheu Regiments halber nicht klar ivüre, indem von demselben bei der letzt geschlagenen Partei auseommanäirko Reiter gewesen, dasselbe auch allererst vor 3 Tage geschworen, und I. Dchl. über das annitzo ihr Landvolk aufbieten lassen, im Kriege es aber sich nicht scherzen ließe; so blieben S. Churf. Dchl. beständig darbci, daß solches neben den Stücken müßte herausgegeben werden, bäten sich bei dem Runet, nicht länger aufzuhalten. Wegen der Contwi- bution (dann soviel den Rnnok der Sicherheit anlanget, hätten S. Churf. Dchl. ferner darauf noch nichts vosolvirok) vermeinten S. Churf. Dchl., daß desfalls eine richtige Austhcilung im ganzen Lande sein müßte, und ob zwar Eidelstedt nicht ganz übersehen werden könnte, so wollten doch S. Churf. Dchl. darbei alle Oisorokion erweisen und solche Anstellung machen, daß I. Dchl. auch Ihre Lnbsiston? daraus haben könnten. Tie holsteinischen Gesandten haben nach genommenem Abtritt darauf roMoirot,, daß dergleichen Rosolutionos ihren alten Herrn zu ckssporabis Consilüs bringen würden. Sie könnten und vermöchten das Regiment und die Stücke nicht heraus zu geben, wollten es dem Kaiser lind allen Chur- und Fürsten im Reiche klagen, daß dergestalt mit ihnen verfahren würde, und von aller Ungclegenheit, die hieraus entstehen würde, feierlich protestirab haben. Die Churfürstl. Räthe haben ihnen hierauf zu Gemüthe geführet, daß sie sich hierdurch noch vielmehr suspseter »lachten, wann sie zu klagen dräueten, da sie doch über des Königs von Schweden höchstunverantwortliche ^etüonss nie gcklaget, und haben sie sehr ermahnet, I. Durchl. zu andern Gedanken zu bringen. Sie seind aber auf ihrer Meinung bestanden und seind damit von einander geschieden. Die Churfürstl. Räthe haben dieses Sr. Churf. Dchl. alsofort rakizriröt; S. Churf. Dchl. aber seind auf ihrer Meinung geblieben lind begehret, daß man ihnen allsofort wieder sagen sollte, sie müßten sich votuncks erklären. Worauf die Räthe erinnert, weil es eine Sache von großer Wichtigkeit und Consagnöu?, so möchten S. Churf. Dchl. des folgenden Tages darüber ckkliberii-sn lind die dänischen Bedienten darzu ziehen, worbei es auch verblieben. Diesen Tag ist auch eine Post nach Berlin abgefcrtiget. Den 7. Uet, seind die Räthe zu Sr. Churf. Dchl. gegangen und haben sie I. F. G. den Fürsten von Anhalt, den Feldmarschall Eberstein, den Feldzeugmeister Dorfling und Ganki-ul-Gommissurins ^.lskölck bei Derselben gefunden, und ist von ihnen insgesamt dahin geschlossen worden, daß man bei den vorigen Rostnlutüs beruhen sollte. Worauf man zu der Predigt gangen. Und als die Räthe gespüret, daß die holsteinischen Gesandten nicht weichen, sondern es vielmehr auf Rximamitüttm ankommen lassen würden, sie auch befürchtet, daß es Sr. Churf. Dchl. im Reiche große Widerwärtigkeit verursachen würde, wann Sie Sich an des Herzogen Erbieten, sich nsnt.ra.1 zu verhalten, nicht eontantürksu lind ein inehrcrs von Deroselben bcgehretcn; so haben sie S. Chf. Dchl. nach der Predigt nochmals untcrthänigst vspiÄSsantirst und gcrathen, daß man es noch zur Zeit bei dem Glimpf lassen sollte, worinnen sich auch vorgedachte Generalis endlich onnkormirst. Worauf die Räthe zu den Gesandten gangen und ihnen im Namen Sr. Churf. Dchl. angedeutet, daß obzwar Dieselbe wohl Ursach Hütten, von ihren vorigen Uastulabis nicht zu weichen, so wollten Sie dennoch zu Bezeugung, wie gerne Sie mit Ihrer Fürstl. Dchl. in beständiger Freundschaft leben möchten, vor dieses Mal es beruhen lassen, bis Sie sähen, wie I. Fürstl. Dchl. gegen I. Kais. Myt. und Dero alliiiteu Armsen bezeugen würden. Der Verpflegung halber aber müßte nolhwendig Anstalt gemacht werden. Es ist auch auf Begehren der dänischen Bedienten an sie gesonnen worden, die Stapelholmische Schanze zu rasiren, weil es hiebevor zwischen dem König von Dänemark und dem Herzogen also verglichen. Die Gesandten haben nach genommenem Abtritt vor diese Resolution sehr gedanket und Versicherung gegeben, daß von I. Frstl. D. Seiten Sr. Churf. Drchl. der geringste Widerwille nicht widerfahren sollte. Wegen Unterhaltung der ^.rmee sollte jemand geschicket werden. Wegen der Stapelholmischen Schanze haben sie ausführlich berichtet, wie es damit hergegangen und wie dieselbe nur zu dein Ende gesetzt, daß keine Parteien ins Land gehen sollten, sich aber auch erboten, solches zu rsleriren. Die Räthe seind darauf bei ihnen zum Essen geblieben. Des Abends um 5 Uhr haben sie von Sr. Chfl. Dchl. Abschied genommen. Kurz darauf seind etliche polnische (Meiner vom polnischen (venera! C'/aruet/kv aus Gottorf an S. Chf. Dchl. geschickt worden, üm Ordre zu haben, ivie er sich weiter verhalten solle. So ist auch selbigen Abend der aus Kolberg abgeschickte Oapitain Juel von Kopenhagen mit unterschiedenen Schreiben vom Könige von Dänemark vom 23. Lspt. wiedergekommen mit Bericht, daß es daselbst noch wohl stehe. Den 8. Ovt. haben S. Chfl. Dchl. den Hrn. ^Vreoli nach dem Feldmarschall Eberstein geschickt und deinselbigen berichten lassen, daß I. Kön. Myt. in Dänemark etwas an Fußvolk desiderirts, nacher Seeland zu schicken, und begehret, daß er aus den Festungen 600 Mann zusammenziehen und selbige überschicken möchte. Auch haben S. Chfl. Dchl. diesen Tag nacher Sonderburg wärts etliche Offi- zirer und einen Ingenieur geschickt, zu reeognoseiren, ob möglich wäre, daselbst Volk aufzubringen, weiln die Schweden etliche Regimenter daselbst stehen haben sollten. Den 9. 9ot. ist Hr. ^Vreell wiedergekommen und berichtet, daß der Hr. Feld- marschall Eberstein so viel Volks nicht entrathen könnte und daß er sich desfalls zum höchsten entschuldiget hätte. Diesen Tag ist auch eine Post von Berlin über Hamburg angekommen. Den 19. 9et. haben S. Chfl. Dchl. ans dein Saal predigen lasten, Nachmittage seind Sie in die Stadtkirchen gefahren, woselbst der Luperiutsntsus von Flensburg geprediget. Auch ist diesen Tag eine Post nacher Berlin und andere Orte abgefertigt. Den 11. 9vt. ist ein Gesandter von Herzogen zu Mecklenburg-Güstrau, Caspar von Buchwald, angekommen und des Morgens üm 9 Uhr bei Sr. Chfl. Dchl. ^.u- dien? gehabt und darauf sofort bei der Tafel geblieben. Nachmittage seind S. Chfl. Dchl. ausgeritten. Den 12. 9vt. haben S. Chfl. Dchl. den königl. dänischen Cleneral-Oommissarium Kiefeld zu dem Feldmarschall Eberstein abgeschickt, nochmals mit ihm zu überlegen, wie dem Könige von Dänemark Leeours mit etwas Fußvolk könne zugebracht werden. Zu Mittag hat der holländische Gesandte ein Ranguet gehalten und darzu die an wesenden Fürsten und Claimraispersonen iuvitiret. Nachmittage seind S. Churf. Dchl. hinausgewesen und haben das neue Werk, so am Diecke gemacht wird, besehen. Den 13. Ort. ist der Herr Claimrai C?aruet?k^ mit 2 Compagnien zu Husum angekommen und ist ihm von Sr. Churf. Dchl. eine Oarstte hinunter geschickct, ivorauf er allsofort heraufgekommen, und ist ihm eine große Luits von polnischen Edelleute» vorgeritten, wie auch eine Fahne, dem polnischen Gebrauch nach, vorgeführet worden. S. Churf. Dchl. haben ihn in der Kammer empfangen, dar zugleich auch alle polnische Oavalier mit hineingegangen und S. Churf. Dchl. die Hand gegeben. Was sie mit einander geredet, ist in bloßen Oompliinenten bestanden, und ist der polnische Resident, Hr. Durskz- der Dolmetscher gewesen. Er hat auch ein Schreiben von I. Königl. Myt. in Polen, worinnen er an S. Churf. Dchl. verwiesen worden, überantwortet. Folgends hat er mit Sr. Churf. Dchl. Tafel gehalten und ist er nach derselben auf selbige Nanier wieder hinuntergefahren. Diesen Tag sind zwei Posten angekommen, bei deren einer auch die holländische Briefe gewesen. Und ist auch wiederum eine Post abgefertiget worden. Den 14. Oet. ist der Geuorul-Oommissurius ^Istelä wiedergekommen und berichtet, daß der Feldmarschall Eberstein bei seiner vorigen Meinung verblieben, daß er nämlich kein Volk aus den Festungen entrathen und nacher Dänemark schicken könnte. Den 15. Oet. haben die Unsrigen abermals eine schwedische Partei von 10 Pferden nebst einem Rieuteimut, so sie bei Riepen gefangen, eingebracht. S. Churf. Dchl. haben auch durch den Hofrath Hrn. lilumvit? dem Mecklenburg-Güstrauischen Gesandten seine vopsselm geben und darbei anzeigen lassen, daß, obschon sein Herr begehrte, daß er eine Zeit lang bei Sr. Churf. Dchl. verbleiben sollte, sich doch solches nicht schicken würde, wciln andere mehr sich auf dieses Rxompol beziehen und der ^rmös würden nachfolgen wollen, da, doch solches so wenig das Vorhaben als auch die Enge der Huurtiers zugäbe. Überdies auch so wäre nunmehr die kaiserl. und brandenburgische aus Mecklenburg weg, worum damals I. F. Dchl. ohne Zweifel begehret, daß er allhier rosickirsu sollte. Selbigen Abend seind auch die vorigen Gesandten vom Herzogen von Gottorf wieder angekommen und ihr (lrockitiv eingeschickt. Den 16. Oet. seind S. Churf. Dchl. nach Friedrichsstadt geritten und selbigen Ort besehen, auch zu Mittage daselbst gespeiset. Als sie gegen Abend wiedergekommen, haben Sie den holsteinischen Gesandten Audienz gegeben, deren Rroposition nochmals darin bestanden, daß S. Churf. Dchl. das Eiderstedtische verschonen möchte. Sie seind darauf bei Sr. Churf. Dchl. zur Tafel geblieben. Es ist auch heute eine Post abgefertiget worden. Den 17. Oet. des Morgens früh vor der Predigt seind die holsteinische Gesandte zu die Räthc gekommen und angehalten, S. Churf. Dchl. dahin zu ckispouii'on, daß ihrem Herrn das Eiderstedtische frei bleiben möchte. Die Räthe haben darauf vor und nach der Predigt mit Sr. Churf. Dchl. aus der Sache geredet und nochmals remonstrirot, daß es besser wäre, dem Herzogen in etwas zu fugen, als demselben ganz und gar zu clisA-oustiron, allein es ist bei voriger Resolution verblieben und dann Hrn. Hofmarschall Roelmuou anbefohlen worden, die Rxeeutiou werkstellig zu machen, im Fall die Leute die Coutridutiou nicht allsofort einwilligen würden. Hierüber seind die Räthe mit den holländischen Gesandten in Contorsn? gekommen und diese Sr. Churf. Dchl. Resolution ihnen angedeutet und darbei gebeten, weil es eine Sache wäre, die doch nicht zu ändern stünde, sie möchten nur das Werk befördern, damit es seine Richtigkeit erhielte und die Rxoeutiou nebst andern Ineonvoniontion verhütet werden möchten. Sie haben darauf geantwortet, daß sie es Gott und der Zeit befehlen müßten, bäten nur, auf allen Fall es so zu machen, damit die Leute nicht gar verjaget und das kleine Ländlein üosolut gemacht würde. Rsmonstrirtou darbei weit- läuftig, wie viel jährlich die vi^usu zu unterhalten kämen und wie leicht durch diese itzo verursachte Armuth dieselbe zu unwiederbringlichen Schaden durch den geringsten Sturmwind eingehen könnten, und haben darauf ihre Ropsselm und Abschied begehret. Selbigen Tages ist der Schiffer, welchen S. Churf. Dchl. nach dem Vlie wegen der holländischen Flotte sich zu erkundigen abgeschickt, wiederkommen und nicht allein Schreiben von den Reputirtou der Gsuei-ulitüt mitgebracht, sondern auch berichtet, daß er selbst gesehen, welchergestalt die Flotte den 1. Oet. mit gutem Winde ausgelaufen. Diesen Tag ist auch viel Huerulirsus von vielen Leuten, insonderheit denen von Husum, gewesen, daß der tlsuoral-iilujor Pfuel nach dein Nordstrand eommsuckirst wäre, das dahin geflüchtete Gut von danncn zu holen. Als nun die Räthe desfalls sehr angelaufen worden, haben dieselbe S. Churf. Dchl. unterthänigst ersuchet, solches zu ändern, welches Dieselbe auch darauf limitirst. Den 18. Oet. Vormittag um 9 Uhr seind die Räthe wiederum zu den holsteinischen Gesandten gangen und im Namen Sr. Churf. Dchl. ihnen nochmals angezeiget, daß die gemachte Anstalt in dem Eiderstedtischen nicht geändert werden könnte, sonsten aber darbei Sr. Churf. Dchl. guten ^.tkeetion gegen den Herzog versichert, auch daß S. Churs. Dchl. ein <^tück ohngefähr von etlichen 60 Pflügen und vor die Herzogin von etlichen 30 Pflügen von den Oneribus befreiet, ihnen auch das Rsersckitiv überreichet und darbei angezeiget, daß S, Churf. Dchl. die Hrn. Gesandten jedwedem mit einer güldenen Ketten und ContwaluR verehren wollten. Darauf scind sie um 11 Uhr zu Sr. Churf. Dchl. gefordert worden, auch zur Tafel geblieben und nochmals wieder nach Dönning'mr gefahren. Des Abends ist eine Post angekommen, worbei das Auslaufen der Flotte eonkrmirkt, ivie auch aus Preußen anhero geschrieben worden, daß vugluss nach eontirmii'töi' Neutwulitüt mit dem Herzogen von Churland und abermals empfangener großen Kumms Geldes Nita-n in der Nacht unversehener Weise überstiegen. Den 19. Ovt. seind die Räthe des Morgens uin 8 Uhr zu Sr. Churf. Dchl. gangen und Derosclben die vorigen Tages eingekommene doppelte Post vorgelesen und Dero Resolution darüber vernommen. Um 10 Uhr hat der holländische Gesandte heraufgeschicket und bei Sr. Churf. Dchl. Rnrt,ieuliar-.4mlisnx begehret, welche ihm auch allsofort verwilliget worden. Nachmittags ist die Post äepselürst worden, welche aber folgenden Tages erst abgangen. Den 29. Oot. nachdem die Post abgefcrtiget gewesen, haben S. Churf. Dchl. den Freiherrn von 8uorin und Hrn. LoinnitWn zu dem holländischen Gesandten geschickt und demselben solgends vortragen lassen, daß S. Churf. Dchl. ihn ersuchten, Ihre Hochmögcnd. in Ihrem Namen hohen fleißigen Dank zu sagen, daß Sie solch eine tapfere Resolution ergriffen und ihre Flotte zu Rettung des Königs von Dänemark und glücklicher Ausführung der allgemeinen Sache ausgeschickt, auch dem ^.äinirul darbei befohlen, mit Sr. Churf. Dchl. fleißig zu eoinmuuioiren, auch Dero Rssseiu, soviel er können würde, zu kuoilitireu, wie auch, daß Sie Sich erboten hätten, eine Quantität Pulver und ^.mmunition anhero zu schicken, mit Versicherung, daß S. Churf. Dchl. hinwiederum nichts erwinden und keine Oeousion vorbeigehen lassen wollten, wodurch dein Feinde Abbruch geschehn und der vorgesetzte Zweck des Friedeiis desto eher erreichet werden könnte. Worauf der Gesandter geantwortet, daß er mit ehester Post an I. Hochmögend, schreiben und dieses alles berichten wollte. Als nun hierauf weiter gefraget worden, was I. Hochmögend. Meinung wäre, das man dieses Orts bei dem Werke thun könnte, hat er roplioirst, daß Dieselbe dafür hielten, man könnte hiesiges Ortes so viel Volkes zu Schiffe setzen, wormit man die auf den Jnsuln hin und wieder vertheilte schwedische Regimenter angreifen und aufschlagen könnte, und daß der ^.ckiuiral Befehl hätte, sobald man nur ihm wissen lassen würde, an welchem Ort es sein sollte, Schiffe zur Überfahrt zu überschicken. Worauf allsofort rasvlvirst worden, daß ein Schiff an den ^.ckmirnl geschickt und ihm hiervon Nachricht gegeben werden sollte, gestalt dann nicht allein ein Schiffer allhier bedungen, besonder» auch der CupRuiu Jule nach Lübeck geschickt worden, von dar ab gleichergestalt zu versuchen, zu der Flotte und zu dem Könige in Dänemark zu kommen. Den 21. 9ot. ist der holländische Gesandte um halb 9 Uhr herauf zu S. Churf. Dchl. gekommen, woselbst die Coimsxts an den König in Dänemark und den ^.ckmiral in seiner Gegenwart abgelesen worden, damit er auf gleiche Weise dahin schreiben könnte, worauf S. Churf. Dchl. in die Predigt gangen und hernach der CapRuin Jule und der obgenannte Schiffer abgefcrtiget worden. Selben Abend ist abermal ein Gesandter, 1). Crumer, an S. Churf. Dchl. von dem Herzog von Gottorf geschickt worden; sein (b-kckitiv hat er allsofort eingeschickt. Den 22. det. Morgens um 8 Uhr seind S. Churf. Dchl. mit dein Fürsten von Anhalt und andern (!g.vuliöi' ausgcritten und haben Sie Sich exerairefl mit der Pistolen nach dem Hut zu schießen. Wie Sie wieder herein gekommen, haben S. Churf. Dchl. obgemeldtem holsteinischen Gesandten ^.nclisu? gegeben und ihn bei Sich zur Tafel behalten. Nach gehaltener Tafel haben S. Churf. Dchl. den Frhrn. von Srmriu und Hrn. SomuitMir gesagt, daß der Gesandter posb Curis-lis, dieses vorgebracht, daß der Herzog endlich geschehen ließe, daß die Eiderstedtischcn Deroselbcu die bcivilligte Kumme der 40 000 Thlr. entrichteten, allein sie hofften, S. Churf. Dchl. würden von ihnen ein Mehrers nicht begehren und die angesonncnc monatliche Coutwilmtion fahren lasten. Sollten derowegen itzgedacht Churf. Räthe dem holsteinischen Gesandten die un 3» — 36 — umgängliche Roth, welche S. Churf. Dchl. bewegte, auch einen monatlichen Unterhalt zu begehren, i smonstrirsu. Der Gesandte ist darauf zu den Rathen gekommen und haben sie diese Sr. Churf. Dchl. Meinung ihm beigebracht, worauf er rsplieirst, daß er über dieses auch noch Nachfolgendes begehret: 1) daß die 30 Pflüge, so S. Churf. D. der Herzogin gewilliget, von dieser ein- gewilligten Summe abgekürzet werden möchte; daß S. Churf. Dchl. drei Monat Vita- tiou verstatten möchten; 3) daß die andere Elsusralität, als dänische, österreichische oder polnische, nicht auch etwas von diesen Orten fodern möchten. Weil nun die Räthe hierüber keinen Befehl gehabt, haben sie sich erboten, dieses unterthänigst zu rstbrirsu und dem Hrn. Gesandten Sr. Churf. Dchl. Rssolutiun wieder wissen zu lassen. Diesen Tag ist auch der Geheime Rath und Gsnaral-Eoiuiuissarius von Platen, wie auch Herr Kittelman angekommen. Gleichfalls seind unterschiedliche schwedische Gefangene, unter denen ein Eommissarius Barenreuht, eingebracht worden. Den 2Z. l>vt. ist um 8 Uhr Rath gehalten und zuvoderst S. Churf. Dchl. des holsteinischen Gesandten Oksickuria rsksrirkt, worauf gut gefunden worden, daß der Fürst von Anhalt zu dem Herzoge nacher NöuniuAsu reisen und aus einem und andern mit demselben reden möchte. Nachmals hat Hr. ?latsu des Grafen Noutueueoli Ns- morial vorgetragen, worauf aber nichts resolvirst, sondern alles bis zu desselben Ankunft äitksrirut und ihm danebst zugeschrieben worden, sich neben dem Feldmarschall Sparr in Person bald einzustellen. Es ist auch heute ein Schreiben von Hrn. von ,Iaua vom 6. Ort,, aus Wien nebst einem vxamplar des kaiserlichen ^ävoeatorü und Notiüoati0U8-?atöuts an den Ober- und Niedersächsischen Kreis eingekommen. Diesen Tag ist auch eine Post abgefertiget worden. Den 24. Ovt. seind I. F. G. von Anhalt nacher Nönning'on gereiset und des Abends wiedergekommen. Dasjenige betreffend, was I. F. G. mit dein Fürsten von Anhalt geredet, ist eben dasjenige gewesen, was Dero Gesandter zu unterschiedlichen Malen zu ltusuiu vorgebracht. Es hat auch der Fürst von Anhalt von dem Herzog und der Herzogin Schreiben an S. Churf. Dchl. mitgebracht. Den 25. Oet. ist der von Buchwald aus Kopenhagen vom Könige wieder zurück kommen und berichtet, daß es noch alles daselbst in gutem Zustande wäre. Sie hätten aber daselbst noch nicht eigentlich wissen können, Ivo die holländische Flotte gewesen. Er hätte auch Schreiben vom Könige an S. Churf. Dchl. äs üato den 16. bj. mitgebracht. Selbigen Abend ist eine Post nach Berlin abgefertigt worden. Den 26. Ovt. seind S. Churf. Dchl. von Husum aufgebrochen und das Nachtquartier zu ^auckrup genommen. Den 27. Dat. seind sie zu Flensburg gegen Mittag angelanget, woselbst zugleich ein schwedischer Nroiupstsr von etlichen schwedischen Gsnuralsu und Obristen init Briefen angekominen und eine Liste mitgebracht derjenigen Gefangenen, so ihnen abgenommen worden und dieselbe zu rauxonirsu begehret, wie auch noch eine Liste derjenigen, so sie von den Unsrigen bekommen. Den 28. Oot. ist eine Post angekommen, auch wiederum des Abends abgefertiget worden. Selbigen Abend seind auch die dänischen Gesandten, als der Herr Reichsrath Henrich Rantzau und Guusral-Eoiuiuissarius Friedrich von ^.lktalck angelanget und ihr Ereäitiv eingeschickt. Gleichfalls ist auch Graf ^.utoius von ^.ltsubsrss, des Grafen von Oldenburg Mus naturalis, angekommen. Den 29. l)et. haben die Räthe Sr. Churf. Dchl. die des vorigen Tages angekommenen Sachen rskerirst; nachmals ist vorgedachter Graf von ^.ltsuberg-, welcher zuvor seines Hrn. Vätern Eruckitiv eingeschickt, zur ^.uüisn? verstattet worden, worbei er ein Atsinorial übergeben und die lllxseutiou der Grafschaft Oldenburg begehret. Bald darauf haben S. Churf. Dchl. die vorgedachte dänische Gesandten mit 2 Karossen und etlichen Edelleuten zur ^uckisux holen lassen, da dann der Hr. von ^.lktslck die ?ropositiou gethan, welche in einer bloßen Danksagung bestanden, daß S. Churf. Dchl. seinem Könige zum Besten diese lZxpackition auf sich genommen mit großer Versicherung, solches alles dankbarlich zu vergelten, und darbet eine Eonkursns mit Sr. Churf. Dchl. — 37 — Rathen begehret. Vorher ist ihm angedeutet worden, daß S. Churf. Dchl. keinem Königlichen Gesandten die Oberstelle mehr gäben, also würden sie es ihnen auch nicht fremde vorkommen lassen. Worauf sie antworten lassen, sie verhofften, S. Chnrf. Dchl. würden sie also truclircu lassen, wie anderer Könige Gesandten und stcllctcn das Übrige alles Sr. Churf. Dchl. anHeim. Darauf sind sie bei S. Churf. Dchl. zur Tafel geblieben, da dann S. Churf. Dchl. auf dem höchste» Platz gesessen, die Gesandten aber jedweder an Dero Seiten. Nachmittage seind die beiden Feldmar- schallen Graf Ncmlscucoli und Freiherr Lpurr angekommen, worauf S. Churf. Dchl. alsobald mit den sämtl. Generalen Kriegsrath gehalten und nach Endignng desselben zu dem Freiherrn von Luerin geschickt und ihm angedeutet, daß Sie höchstnöthig bcfündcu, Gottorf zu besetzen, als ohne deine die Armeen in diesen Landen ihre Sicherheit nicht haben könnten. Sollte er also eine Instruction und Creäiliv vor den Fürsten von Anhalt hierüber aufsetzen, welches er auch, nachdem er zuvor dem Hrn. Kanzler Lomnitz: hiervon ?urt gegeben, alsobald verrichtet. Den 39. l)et. ist vorgedachte Instruction Sr. Churf. Dchl. vorgelesen worden, ivorauf der Fürst von Anhalt mit derselben abgereiset. Die Generalen, worzu auch der Feldmarschall Eberstein gekommen, haben nebst den beiden General-Kricgs- Commissuriis, Hrn. ^lekelck und Hrn. Winten, eine Interims-Austhcilung der Quartiere gemacht. S. Churf. Dchl. haben auch Dero Rüthen anbefohlen, eine Conlersim mit den dänischen Abgesandten zu halten, weiln aber der Frhr. von Luerin unpäßlich geworden, ist derselbe nicht bei der Monieren? gewesen, sondern es haben die Hrn. Illutsn und Lomnitz allein verrichtet. Die dänischen Gesandten haben nebst den Cnrulien folgende beide Illmctc propcmiretu 1) die Vollziehung der hiebevor projcctirtcu -Gii- nnce; 2) daß S. Churf. Dchl. möchten gute Anstellung zur militärischen Discipiin und Grckrs in diesen Landen machen lassen. Diesen Tag ist auch der Gpalinsll^, >Voz^vocic in Podlachin, mit einer ^.rmee von 3000 polnischen Reitern angekommen und sich bei Sr. Churf. Dchl. angegeben. So seind die beiden Feldmarschallc Graf Noutscucoli und Baron Lpurr wieder nach ihren Quartieren geritten. Den 31. Uot. ist eine Post früh angekommen, und haben darauf S. Churf. Dchl. um 9 Uhr in. ihrem Tafelgemach predigen lassen. Den 1. Nov. um 8 Uhr ist bei Sr. Churf. Dchl. Rath gehalten und Derosclbcn, was bei der Conlerenx mit den dänischen Gesandten vorgelaufen, untcrthgst. rei'eriret, worden, worauf Dieselbe den Hrn. Rathen Kommission gegeben, wiederum zu den Gesandten zu gehen und Sr. Churf. Dchl. Meinung über die?roposition zu hinterbringen. Diesen Tag ist eine Post abgefcrtiget. Den 2. Nov. früh um 8 Uhr ist Rath bei Sr. Churf. Dchl. gehalten nnd insonderheit das Ill'vject der dänischen ^liinnce exnminiret worden. Nachmittage haben die Räthe zu den dänischen Gesandten geschickt und sich zur Ccmkersuz: erbieten lassen. Ob nun zwar dieselbe sich dargegen erboten, zu den Rüthen zu kommen, so seind dennoch zu den Gesandten in ihr IwAinment gefahren und vermöge Sr. Churf. Dchl. gdgst. Befehl die Conleren? mit ihnen contünniret. Was aber allemal bei solchen (.'oiilcrcuxcn vor gelaufen, solches ist in ein absonderlich ?rolocoii verfaßt. Nach der (loniererm haben die Hrn. Räthe Sr. Churf. Dchl. Ueintion darvon gethan. Diesen Abend ist der Fürst von Anhalt wiederum von DönninZen zurückkommen, wie dann auch drei holsteinische Gesandte, als Hr. ÄloiUes, Hr. ^.sseninn-A und v. Crnmsr mit Creäiliven an S. Churf. Dchl. angelangt. Den 3. Mv. hat der Fürst von Anhalt im Rathe Ueiackion gethan von seiner Verrichtung bei dem Herzogen zu Nünningen, daß nämlich derselbige sich zur Übergabe des Schlosses Gottorf nicht verstehen wollte und sich im Übrigen auf dasjenige bezogen, was die Gesandten an S. Churf. Dchl. bringen würden. Dieweil aber dieses Werk S. Churf. Dchl. nicht vor sich allein angefangen, sondern es mcistenthcils von der kaiscrl. Genernlitül hergekommen, so haben Sie den Gesandten, ehe der Feldmarschall Nonlecncoii darbet sein können, keine ^.uckisn? geben wollen, welches dann den Gesandten also angedeutet worden. Diesen Tag ist eine Post angekommen. Dcn 4. ?»>nv> ist der Obristc RsnGsu vonUlöus anhcro gekommen und berichtet, daß er dann selbst ein Schreiben gelesen, welches des Königs in Dänemark Kammer- junkcr an den Herzog daselbst abgehen lassen, darinnen er meldete, daß die holländische Flotte den Sund glücklich psssirst, sich durch die schwcd. durchgeschlagen, die Schiffe in dcn Grund geschossen und zu Kopenhagen srrivirot wäre. Diesen Tag ist auch eine Post verfertiget, aber folgenden Morgens erst abgefertiget worden. Den 5. Hov. ist eine Post angekommen, mit welcher die Coutirmstiou von der holländischen Flotte mit allen Usi tieulsritstsu überschrieben worden, gestalt I. K. M. von Dänemark solches selbst an S. Churf. Dchl. geschrieben. Darauf ist Graf Äloutseueoli angekommen, da dann die holsteinischen Gesandten zur ^uäisim bei Sr. Churf. Dchl. gcholct worden, welche in Gegenwart des Fürsten von ^.ubsit, des Feldmarschalls Äouteouooli, des Frhrn. von Suoriu und Feldmarschallen Sparren die Uropositiou gethan, worinnen sie kürzlich der Ursache, worüm Ihr Herr, der Herzog von Holstein, das Haus Gottorf nicht abtreten könnte, angeführet und darbet ein schriftlich Älsmorisi übergeben, auch eine Coutorsim mit dcn Rüthen begehret. Es ist ihnen darauf geantwortet und das Übrige auf die Uoutsrsim verwiesen worden Als sie nun weg gewesen, haben S. Churf. Dchl. nochmals mit der Clouerslitst überleget und ist von allen geschlossen worden, daß sie den Ort haben müßten, und wann sie es in der Güte nicht willig thun würden, man es alsdann pur tores emportirsu müßte, worzu auch allsofort Oräro gegeben worden. Dcn dänischen Gesandten Hrn. Usut«susu und .äls- toiäsu ist hiervon alsbald Usrt gegeben, auch der holsteinischen eingegebenes schriftliches Zlemorisi eommunieiret worden. Den k. Xvv. hat der Freiherr von Lusriu und Hr. Lomuit? des Morgens um 8 Uhr Uoutsrmm mit dcn holsteinischen Gesandten gehalten, da dann von den Gesandten anfänglich otksriret worden, daß der Commsuäsut in Sr. Churf. Dchl. Pflicht sollte genommen werden, und wann das nicht genug wäre, daß auch die ganze Clsruisou I. Kais. M. und S. Churf. Dchl. eingcräumct werden sollte, wie auch die Stapcl- holmcr Schanze Sr. Churf. Dchl. eingeräumt werden sollte. Auch haben sie sich erboten, daß I. Fürstl. Dchl. gerne eine Summe Geldes geben würden, wann sie es damit abhandeln könnten, damit sie das Haus behielten. Die Churf. Hrn. Räthe seind hierüber unterschiedliche Mal zu Sr. Churf. Dchl. gefahren und ist endlich nach dreimaliger U>o- iiberstiou mit dcn kaiserl. und kurbrandcnb. (Ismzrsisu dahin rssolvirst, daß der Ort nothwendig besetzt werden müßte und man keine längere Frist als bis den 10. Aov. geben könnte, wann sie sich indessen nicht erkläreten, würde der Ort sttsguirst werden, welches die Gesandten sä rstsreuäum angenommen. Dcn 7. Hov. seind die holsteinischen Gesandten des Morgens früh wcggcfahrcn. Dcn 8. Xvv. ist der junge Graf von .-Vltondur»' wieder abgerciset. Den 9. Kov. haben die Churf. Räthe mit den Dänischen Hrn. Gesandten wegen der ^Ilisues Cemkäreusi gehalten, da dann von brandenburgischer Seiten unterschiedliche Ulmets, erinnert worden, die besser erläutert werden müßten, wie das UrotoeoÜ weitläufiger meldet; bei welcher Couisrsusi die dänischen Gesandten auch 3 Ulmets vorgebracht, so gleichmäßig im Urotoooll enthalten. Roäsm äis seind auch die Jütländischen Uommisssriu Äojsus Urisss, Clmistisu Schel Jürgenscn, Sisvert Uroekeulmss, Franz Uroeksnlmss, Jens Xssss, Hans ^.rsuislä, allhier angelanget und ihr Crsäitiv eingeschickt. Den Ist. Xvv. haben die Räthe Sr. Churf. Dchl. Rslstion von der gestrigen Uontsrou? mit den dänischen Gesandten abgcleget. Und weiln die dän. Gesandten die .4IIislm-Uunots an ihren König zu rstsrirsu nöthig erachtet, so ist es dabei geblieben. Alis die Ummts aber, so die Gesandten vorgebracht, haben S. Churf. Dchl. auf die 2 ersten sich dahin erkläret, daß sie des Königs Resolution erwarteten, ivas für Sseours und wohin er denselben begehrte, ivie auch daß die Schiffe zum Überfahren angeschafft würden. Ehe und bevor auch die Insel Sonderburg von dem Feinde befreiet, man in Jütland nicht weiter svsueirsu könnte. Den 3. Uuuet wegen des Ländlein Oldenburg haben S. Churf. Dchl. Sich entschuldigt, daß Sie desselben Sich nicht begeben könnten. Gegen den Abend haben die holsteinischen Gesandten geschrieben, daß es ihnen unmöglich gewesen, zn bestimmter Zeit zu kommen, welches dem Feldmarschalln Graf Noutooneoli zugeschickt und ihm darbci anhcim gegeben worden, entweder mit der ^.ttaguo fortzufahren, oder dieselbe noch ferner zu ckitlorirou. Den II. A»v. seind die holsteinischen Gesandten angekommen und haben dieselbe um 2 Uhr ^.uckimm bei Sr. Churf. Dchl. gehabt und worbei eine Konferenz mit den Hrn. Rathen begehret. Sr. Churf. Dchl. haben darauf sofort den Frhrn. von Luorin und Hrn. von Lomuiti? darzu eommittirst, worauf sie bei dem Frhrn. von Lusriu zusammen gekommen, da dann die Holsteinischen zwar die Itssolution gebracht, daß der Herzog das Schloß Gattorf Sr. Churf. Dchl. übergeben wollte, jedoch hätten sie die Grckre noch nicht bei sich, sondern müßten erst dcsfalls zurückschicken, und haben die Eoirckitiouss, mittels deren sie das Schloß übergeben wollen, proponirst, welche in ein absonderlich Instrument verfasset und hierbei zu befinden. S. Churf. Dchl. aber haben sehr darauf bestanden, daß sofort aufs wenigste von ihnen an den Eommanckantsn möchte Grclrs gestehet werden, ein ?osto auf dem Schlosse einzuräumen. Sie haben sich aber excusirst, daß sie davon keinen Befehl hätten und sich erboten, in der Nacht einen Expressen deswegen an den Herzog zu schicken. Es ist darauf an den Graf Nonteoneoli geschrieben, ihme die Eonckitiones mitgeschickt und abermal freigestellt worden, ob er mit der ^ttague verfahren oder bis zu Einlangung der Orckre wegen des Abzugs verziehen wolle. Den 12. V«v. hat der Feldmarschall ülontecmeoli sein Bedenken über die Punkte eingeschickt, worauf ein ?rojsot aufgesetzt und den holsteinischen Gesandten communicüret worden. Dieselben aber haben darauf ein ander Eonoept übergeben, welches Sr. Chnrf. Dchl. vorgelesen und nachmals dein Fcldmarschall Nontecmooli. um sein Bedenken darüber zu haben, zugeschickt worden. Post abgegangen. Den 13. l^ov. seind die holsteinischen Gesandten bei dein Frhrn. von Laarin ins ImZ'iument gekommen, das vorgcdachte Üunet durchgegangen und bis auf wenig Hunecke ackjustiret. Den 14. Hov. haben S. Chrf. Dchl. in Dero Gemach predigen lassen, darauf ciue Post ankommen. Nachmittag sein Sic in der lutherischen Kirche gewesen und I). Kothen angehöret; so seind auch des Graf Nontseueoli Erinnerungen über die .4.ceorck8pllneta eingekommcn und darauf mit den holsteinischen Gesandten alles abgcthan und ins Reine gebracht worden. Den 15. Xov. seind die holsteinischen Gesandten und Sr. Churf. Dchl. Hrn. Räthc bei dem Kanzler Lomnitz zusammenkommen und den ^.eoorck wegen der Übergabe Gottork zusammen unterschrieben. Die holsteinischen Gesandten haben darauf bei Sr. Churf. Dchl. ^.uckimm gehabt und ihren Abschied genommen. Zu Mittage seind 2 Posten zugleich ankommen. Den 16. Xov. ist der Kanuncrjuuker von der Deischc (Vische?) von der Königl. M. zu Dänemark mit Schreiben an S. Churf. Dchl. und ferner« Bericht wegen der Seeschlacht angekommen. Es hat auch der Graf von Oldenburg Sr. Chnrf. Dchl. etliche schöne Pferde zugeschickt und verehret. Diesen Tag ist auch das Schloß Gottork an die alli'i'M.aii ^rmäsn zur Besatzung übergeben worden und der Eommsnclant Plettenberg daraus mit seinen Völkern abgezogen. Den 17. Avv. haben S. Churf. Dchl. in Dero Gemach predigen und ein Dank- fest vor erhaltene holländische Victoria zur See halten lassen, und hat Hr. Eontietzius pro Londons den 48. ?8alm erkläret, worauf S. Chf. Dchl. die dänischen und holländischen Gesandten, wie auch den polnischen Hesickenten zur Tafel behalten und traotirst. Es ist auch der Ltardste von Iloinlm in die 400 Pferde stark von der polnischen Grinse von hier wieder zurück gangen, den S. Churf. Dchl. den Hofrath Hrn. Vredmn zugegeben, ihn durchs Land zu bringen. Ovclom üie ist der Kseretarins Ltnrm uachcr (Zottort geschickt worden, um die Erixinalia von den -Vcmorcls- pnnetsn wegen Übergabe des Hauses (Zottort mit den holsteinischen Gesandten auszuwechseln. — 10 — Den 18. >vv. ist die Post angekommen und haben S. Churf. Dchl, Rath gehalten. So ist auch der Kturosts von Boinks noch einsten zurückkommen und mit Sr. Chnrf. Dchl. Tafel gehalten. Locksm ckis ist der Leerstarin« Sturm von blvllnrl wieder zurück kommen und des Herzogs Vrissinnl wegen der 6vt,1vrtlischen ^.eoorck- punecksir mitgebracht. Den 19. ist eine Post abgangen. Den 20. ist der Feldmarschall Sparr allhier angekommen. Den 21. >ov. haben S. Churf. Dchl. in Dero Gemach früh predigen lassen, Nachmittage aber nach der lutherischen Kirche gefahren 1). (llolmnm angehöret. Den 22 ist der Feldmarschall Nonlaencoli und der Markgraf von Baden allhier angekommen, der Fcldmarschall Sparr ist wegen der Kntwspi'Mö auf Sonder- burg vorangegangen. Rex. XI. 121. X. 1. Bl. 18 ff. Nr. 15. 21. Wov. 1658. König Friedrich III. ersucht den Kurfürsten Friedrich Wilhelm, die Insel Fehmern, das Land Hkdenburg, das Stift Lübeck und die Hrte, welche seinem Keldmarschall v. Kberstein angewiesen und zum Unterhalt der Garnisonen in seinen Festungen verordnet worden, von allen Kriegsveschwernngen verschont zu lassen. Wir Friedrich der Dritte v. G. G. zu Dänemark zc. König w. Entbieten dem :c. Friedrich Wilhelmen Ularkgrasen zu Brandenburg :c. Unsere Freundschaft w. zuvor. Hochgeborner Fürst, freundlicher lieber Vetter! Gb Wir zwar Ew. Ld. zu verschiedenen Walen nicht allein selbst schriftlich, sondern auch durch die Unsrige mündlich ersuchen lassen, Sie geruheten, den Ihrigen solche Orckrs zu ertheilcn, daß die theils Unserer hohen OKieirern zu Werbung ctzlicher Völker in den Fürstenthümern Schleswig?-Ho Ist ein von Uns nssigarirtö Quartiere und Sammelplätze von Ew. Ld. und den nlliirtsn Armeen mächten verschonet und den Unsrigen ruhigk gelassen werden; So müssen Wir doch itzo mit Befremdung erfahren, daß nicht allein die Insul Fehmern, so Wir Unserm dsneiÄl-IckknIöimnt, Schacken angewiesen, sondern auch das Land Oldenburg, das Stift Lübeck und andere Örter den Unsrigen wollen äisputiret, ja gar mit Gewalt entzogen werden. Nun versehen Wir Uns zu Ew. Ld. freundvetterlich, Sie werden solches keinesweges zugeben, sondern vielmehr von sich selbst vernünftig erwägen, wie wir bei gestalten Sachen, da Unser ganzes Reich außer hiesiger Unser Rksicksiiöstadt und die allhier in der Nähe gelegene kleine Insuln in des Feindes Gewalt verbleibet, mit einigen Werbungen zu Befoderung des gemeinen Intöi'WSö aufkommen können, wann Uns nicht in Unfern Erblanden zum wenigsten gewisse Örter zu Sammelplätzen ruhigk sollten gelassen werden. Ersuchen demnach Ew. Ld. noch- maln hiermit freundvetterlich, Sic wollen solche Anstalt ergehen lassen, daß obbe- rührte Grter, wie auch die, so Unserem Feldmarfchalk Eversten» angewiesen und zum Unterhalt der dummLOnsn in Unseren Festungen verordnet, den Unsrigen unturbirct gelassen und von andern Kxaelionen und Kriegsbeschwerungen gänzlich entfreiet werden und hinsüro bleiben mügen :c. Geben auf Unser KsMen? zu Kopenhagen, den 2s. Novembris ^.nnc» j633. E. Ld. Getrewer Vetter IPickerivIi. Lex. XI. Okuemin'b. 1. L. Vol. 1. Bl. i;. Nr. 16. Hrdre Ernst Atbrecht's v. Oberstem an den Hberstkieut. K. v. Ästen vom 27. Nov. 1658. Eß wirbt dem h. oberst lianwnanl Henrich von Jßcn hicmit vickrs erthcilct, baß er mit guter orckrs vnnd seiner vnterhabcndcn new geworbenen fcür röhre auß der Steinburger schantze mit sack und pack aufbrechen, nachcr Itzehoe marelürin, daselbst in die newstadt sich IvAirsu, fleißige wacht halten vnd an der brücke an beydcn septten mit bnllisacköir vnd brustwchr selbigen orth verschen vnndt versichern, damit er so wohl für feindl: Überfall alß andere strcuffcndc parteycn sich ckskouckiion könne, maßen er krafft dieses selbigen orth aufs beste für feindlichen Überfall, strcüffendc parteycn, cigcn- thätigcr cinquartierung und dergleichen insolonlisu zu ckotsnäireu vnndt zu muinte- uirsu nochmalß beordert wirdt. Wornach er sich zu richten. 8ixuut. Glückstadt den 27ten Mvkmb: uuilo 1658. König!: Denneinarckischcr bestaltcr sssnerg.1 feld mareschall Ernst Albrerkt von Eberstein. D. 8. Dem leuwimick vndt knechten, so aus hiesiger xunruison dahin comnurn- ckirt, wolle er anfügen, daß er seinen m-rrelie mit bcyhabendcn evinmuuckirtcn völckcr wider anhero nehmen soll. Eigenhändig: Der h. obristl. wolle mir eine richtige rolle, wie starck er sich befindet, ohnvcr- züglich einsenden. Dem H. obcrstl. Henrich von Jßen dieses. Stcinburger schantzc. Siegel mit dein Ebcrstcinischen Wappen in rothcm Lack. „Jndkomnc sager" 16S7—60, Iso. 42. Nr. 17. 9. Dez. 16Z8. Ernst Arbrecht v. Eberstein, der stch zu dieser Zeit der neuen Werbungen wegen von Gkückstadt aus nach Lunden begeben hatte, bittet den Kurfürsten Ariedrich Wilhelm, ihm nicht nur etliche Walker zu überlasten, um mit denselben stch zu eonziiiixiren und nach dem Erzstitt Wremen überzugehen, sondern auch zur Befreiung des Königs von Dänemark etwa Kllvll Weiter und 40W zu Aich nach Seeland übersehen zu lasten. Durchleüchtigster «Lhurfiirst, gncdigster l^err! Lüwer (Lhursürstl. Durchl. wollen Mir gnedigst vergebell, daß Deroselben hiemit abermahlig vuterthänigst zubehelligen Mich unterfange zunlahln Eüwer (Lhursürstl. Durchl. vntcrthänigst zu Hinterbrillgen Ich keinen Bmbgang nehincn können, welcherniaßen Ihro Königl. Mayt., »lein allergnedigster Köllig und Scrr, vom s7. verwichcnen Blonaths Kovmbr. all Mich allergncdigst vösoribiret vnd neben ailderil zugleich gnedigst angcfüget, daß Sie der gentzlichen Zuversicht lebeten, weiln nunmehr die Hollendische Flotte daselbsten siegreich angelanget vnd dieselbe nebst Ihren ausgerüsteten Schiffen die schwedische Schiffsmacht in der VstSee zerstrewet vnd der 8uoeurss zu Kopenhagen glücklich uriüvirst. (Lüwer (Lhursürstl. Durchl. dannenhero nunmehro desto weniger Bedeilken tragen würden, die vermöge Ihro Köiligl. Mayt. allergnedigsten Befehlig? von Ewr. (Lhursürstl. Durch!, hiebeliohr von Mir unterthänigst Dssicksrirtö überlaßullg einiger Bölckcril, vmb damit im Stifft Brehmen deiil Feinde eine Diversion zu machen, einzuwilligen, auch weiln Eüwer (Lhursürstl. Durch!, auß freündvetterl. sonderbahrem Wohlwollen Deroselben gegen Ihr zunötigende Feinden mit einer so (lonsickerubln Trinen zu Ihrer nssistenG in diesen Fürstenthümmen anzulangen bewogen worden, vnd mit der resolvirien Überschickung der s000 Mann zu Fuß nacher (Kopenhagen Ihro wenig gediehnet sein würde, in erwegung daß Ihro rssickont^Stadt (Lopenhagen zwar gottlob mit der holländischen in 2000 Mann starck Sich befindenden 8neeurs nunmehr mit Duilrnison gnugsahm versehen, der Feindt aber dennoch ciile kleine Meile voll dannen ein 1)auptr«trouvliouloui verfertiget vnnd dadurch die Stadt gleichsamb bloegniick hielt, auch alle lebenßmittel entziehet vnnd ,nit bloscn Fueßvölckern ohne Keütterey derselbe nicht auß dem Lande zubringen, daß derowegen Eüwer (Lhurfürstl. Durchl. geruhen wollen, mit einer erklecklichen 8neourss als etwa 6000 Reüther init ^000 zu Fueß Deroselben in Seelandt zu statten zu konililen, Vnnd dieselbe uss ehiste zu überschicken, Bnd weiln Sie Dero endts ein theil Ihrer Vrlochschiffe vnnd allerhandt Fahrzeügk nachher Flenßburg gehen laßen bey (Lüwer (Lhursürstl. Durchl. die Überschickung sothaneu benötigten Lnoonrssos Ich thünlichstennaßen unterthänigst ponsiron und befodern solle. Wan Ich Dun Bleiner allerunterthänigsten Schuldigkeit befunden, angezogenem König!, allergnedigsten Keseripto gehorfinubst nachzukommen, unnd zwar Blir dannenhero vnterthanigst gebühren wollen, Dero Ends bey Eüwer Ehurfürstl. Durchl. Blich in H>ersohn gehorsambst einzufinden, So werde Ich dennoch weil» der Feindt, der an der Elbe liegendte, Ihre König!. Blayt. Blarschörthern verschiedene Brandtbrieffe zugefertiget vnnd eines fodersahmcn übcrfalß die Dxoeutioi: vermittels Brandt undt Schwerdt ins Werck zusetzen ganß ernstlich angetrohet, dannenhero da itzo die Elbe an theilß Ortten sich setzet vnd dergestalt fast albcreit sich befindet, daß von der Harburg nachher Altena man bereits, wie Dur berichtet wirtt, überlauffcn kan, ein wachendes Auge wegen besahrenden feindtlichcn Ein- brechenß zuhaben höchst nötig, Vnnd zu deine Ich itzo mich nicht zun: besten aufbefinde, ahn Kleiner persönlichen überkunfft wider willen verhindert. Alß habe derowegen Eüwer Ehurfürstl. Durchl. von angezogenem erhaltenem König!, allergnedigsten Dosoriplo schriftliche unterthänigste eröffnung thun sollen, Dieselbe gehorsambst ersuchende, in gnedigster erwegung der in berührtem Königl. Kssoripto angeführten Vinbstenden nunmehr auß sreuudtvctterlicher gegen Ihro Königl. Blayt. führende,: bißhero übrig erspürten hohen inoiiuution die vnterthänigste llosillorironäo Überlassung ctzlicher Völcker vmb Blich damit zu oonstmA'irkn, vnd mit denselben nach dem Ertzstiefft Brehinen zuübergchcn, wciln dem Feindt alda dadurch eine merckliche Diversion kan gemachet werden, auch bey diesen: anhaltenden hartten Wetter die Völker gar füglich übergehen können, nunmehr gnedigst einzuwilligen, gleichfalß auch nach Dero Ehurfürstl. gnedigsten: Belieben in Ihro Königl. Blayt. vorangcführten: Desillorio zu Ihro verlangenden endtlichcn Befreyung vnd deinpfung des Feindes s) alß daran sowohl der Römischen Kayserl. Blayt. alß Eüwer Ehurfürstl. Durchl. vnd Dero hohen ^llürton meiner unterthänigste:: ohn- fürgreiflichen ermeßen nach, nnt sehr hoch gelegen :) daß etwa 6000 Rcüter vndt 4000 zu Fueß nacher Seelandt übcrgesetzet we:den mögen, gnedigst zu Ltonäos- oonlliron. Jedoch Eüwer Ehurfürstl. Durchl. hocherleuchteten: gnedigsten: ferner:: Nachsinnungk es ohne einige Blaßgebung gehorsambst anheiinb gegeben wirt, Getröste Blich hirüber gewähriger gnedigsten rosoiutiou. In: übrigen verhoffe Eüwer Ehurfürstl. Durchl. Ihro iegen die Insul Alse:: vnd des darauf belegenen f. Hauses vorgehabter Dossoin nunmehro fruchtbarlich außgerichtet und glücklich ausgeschlagen sein werde, deßwegen Ich die Lpooiaiiu zu verneh:nen sonders begihrig. Dieselbe hirauf der kräftigen Beschirmung des allerhöchsten zu ohnverendeter lang bestendiger Gesundheit, glücklichen LueeoäirnnA aller derer führenden hocherleuchteten (lonsiliis vnd übrigen selbst erwehlenden Ehurfürstl. hochergehen gctrewlich, Dero beharlichen Ehurfürstl. Hulden vnd gnaden aber mich gehorsambst wohl empfehlend! Verbleibende Eüwer Ehurfürstl. Durchl. vnterthänigster gehorsambster Dreier Diener Ern?t Attircrltt ro>: Eder-ttm». In: Quartier Kunden den st. Dsosiub. ^.nno 1658. llsp. XI. Däuem-u'l, 4. 0. Vol. 1. Bl. Z8. Nr. 18. 15. Dez. 1K58. Antwortschreiben des Anrfürstcn Ariedrich Wirbelm an Krnst Arbrecht v. Kberstein. Friedrich Wilhelm :c. Was Ihr wegen Schickung einigen Lnoonrsos, sowohl in Seeland zu Dienst Ihrer Königl. Würde und Ld. zu Dänemark, als dorthin, um dem Feind einige Diversion im Brenn scheu zu inachen, an Bus gelangen lassen wollen, solches ist Bus aus Ewren: unterthstn. Schreiben von: cin-to Kunden, den st. I:ns, nnt mehrein rstoriret worden. Ob wir nun zwar zu beiden Dingen Ans ganz geneigt finden und sonderlich auch hochged. Jh. K. W. und Ld. zu Diensten bereits anerboten, den closillorirtou Lneenrs, sobalden derselbe nnt gnug- samer Sicherheit übergebracht werden könnte, abfolgen zu lassen; So geben Wir mich doch Helbem zu bedenken, ob es rathsam und nicht vielmehr ein unwiederbringlicher schade daraus lcichtlich entstehen könnte, wenn Wir anitzo bei sothanen < 'ouMwtni'Ln Unsere Grinse sspariröii würden, allermaßen Wir denn im Namen Gottes entschlossen, anitzo nach glücklicher Dcenpirunx dieser Insul sAlsen) in Iüt- land zu g.clvuneirkn und was zu des Heindes Abbruch allda wird geschehen können, an Hand zu nehmen, zu welchem Tnd Wir dann Unsere .Vrmee nothwendig beisammen halten müssen. Was dann hiernächst ferner durch Diversion«« im Bremischen oder sonstcn zu des gemeinen Wesens Wohlfahrt wird gcthan werden können, solches soll von Uns aller Wüglichkeit nach beobachtet werden, welches Wir Euch in gnstr. Antwort :c. Geben Zonderburg, den f5. Dee. 1658. Rsz>. XI. Dänemark. 4. d. Vol. 1. Bl. w. Vkeutr. Luroz'. VIII. 8621 Den 11. Febr. 1659 rückten die Schweden wieder vor Kopenhagen, welches sie nach abgeschlagenem Sturme von jetzt ab ununterbrochen bis zum Friedensschlüsse blo- kirten; und im April bemächtigten sie sich der Inseln Langeland, Falstcr, Laaland und Moeu, von denen die Stadt Kopenhagen Lebensmittel erhielt. Die Insel Fühnen verwahrten die Schweden gegen einen Anfall zu Wasser aufs stärkste. Die Alliirten lagen immer noch in ihren alten Quartieren in dem Südern Jütland, und zwar die Polen unter E?u,ruet?kz- bei Kolding, die Kaiserlichen bei Hadcrslebcn und die Kurbrandcnburgischcn unfern Ribe. Da man den Herzog Friedrich zu Schleswig- Holstein auf Gottorf, der erst Mitte November 1658 die Neutralität von den Alliirten erhalten, in Verdacht hatte, als lebte er mit seinem Schwiegersohne, dem Könige von Schweden, in heimlichem Einverständnisse, so veränderten die Alliirten im April 1659 ihre Quartiere dergestalt, daß den Kaiserlichen das ihre zu Schleswig, dem Kurfürsten das Hauptquartier zu Dondern, den Polen das ihrige zu Kiel, dem Feldmarschall v. Ebcrstcin das seine zu Gottorf angewiesen wurde (Dlisalr. Durop. VIll. 1159). Nr. 19. Schreiben Kruft Akvrecht 's v. Kverftein an den Kurfürsten Iriedrich Wilhelm von Wrandenvnrg vom 21. Kebr. 1659. Durchleuchtigster Lhurfürst, gnedigster kserr! Vi'ues. zu ZVitwrß' den 2. Nur. 1659. Tw. Thurfürstl. Durchl. gnedigstes Heseriptnm vom ff. dicßes snb cluto Wieburg, darin Dieselbe wegen erhaltener Nachricht von des Feindes vorhaben gnedigste uvevtisssmsul geben, Alst auch wie mich vff ein oder ander fall gegen des Feindes beginnen zu Eomportiren gnedigsten befehl crthcilen wollen, habe ich vorgestriges Tages, alß den sst. dießes mit gebührendem vnterthänigsten respset, zu Händen erhalten, Lebe auch der vnterthänigsten Zuversicht, Tw. Thurfürstl. Durchl. werde mein Jüngstes sub ckulo Heide, Worin wegen des Feindes beginnen vndt vorhaben gehorsambsten bericht von Wir erstattet, hingegen vnterthänigst insiuniret worden sein, Waß nuhn Tw. Thurfürstl. Durchl. wegen Zusammenziehung der dießer Tndts vorhandenen Aönigl. dänischen Nölcker vndt Faßung gewißer posto an bequemen ohrt, zum fall des Feindes Tinbrechung halber in den Holsteinischen Landten fernere gewisheit einkommen soldte, gnedigst befehlen, soll gleich von Wir nie ichts was darin verabseumet, noch ferner der gebühr nachgelebet vndt vnterthänigst beobachtet, auch wegen erreichung benötigter gewissen cklundtschafft von des Feindes intvntion keine Wittel aus Händen gclaßen vndt verabsäumet, vndt waß ich ferner hiervon, alß auch sonsten in erfahrung bringen, Tw. Thurfürstl. Durchl. anbefohlener maeßen ohnverzüglich in aller vnterthänigkcit verständiget werden, Daß aber bey Trreugcnden Feindl. invkision vndt da der Feindt nnch zu stark vff den Halß kommen würde vff Tw. Thurfürstl. Durchl. Ich meine rstirucke nehmen solle, wirt anbefohlener maeßen nachgesetzter vhrsach halber schwerlich geschehen, Dieweilcn ich die Warschen, deren Eonservulion Ihr Aönigl. Waytt., mein aller- gnedigster Aönig vndt Herr, mich insonderheit höchst anbefohlen, nicht werde entblößt laßen können, zumahlcn der Feind vff vorberührten Fall, daß derselbe so gahr — 44 — Starek herein dringen vndt ich mich vff Ew. Thurfürstl. Durchl. beyhabenden ^.rmös rotiriron vnd die barschen nicht gnugsahinb gegen deßen Einbrechen vorsehen sein würden, nicht allein zu lande wegen Schwacher besatzung der Päße in die Marschlender eindringen, bcsondern auch von der Waßerseiten auß dem Ertzstifft Brehn:en daran setzen, dieselbe rninirou vndt den Aönigl. Vcstungen sowohl alß der inilies dadurch allen vnterhalt berauben vndt entblösen könte, Welchen: aber vorzubeugen die hohe vnvmbgängliche noturfft vndt zufolge mehr allerhöchstgeda: Ihr Aönigl. Maytt. gnedigsten befehlig meine vnterthänigfte Pflichtschuldigkeit erfodcrt, in betracht daß in meint,snirung der llltarschen die Eousorvation der Vestungen vndt Eonsogusulkv vbrigen hiesigen Aönigl. denninarckschen Ariegs Lstut fast alleinig bestehet, Werde aber sonsteu an gebührender Sorchfaldt vndt gehörigen an- staldt des Heindes intoution halber zeitig Aundschafft zuerlangen vndt deßen beginnen Euserst müglich vorzubeugen vndt Tapfer zu rssistiren nichts ermangeln laßen vndt vff ein oder ander Begebenheit meine ^.etionos solchergestaldt clirissiren vndt anstellen, daß verhoffendtl. Ew. Thurfürstl. Durchl. daran ein gnediges Eon- tentumont haben werden, wie ich dan auch verhoffe durch Beystandt des Allerhöchsten dieselbe so lange vffzuhalten vndt zu schaffen zu machen, bis daß von Ew. Thurfürstl. Durchl. soeuuclirct werden könne, dan der Heindt vcrmuthlich doch nicht weiter uvuneiren, alß daß er nuhr die Marschen zu ruiniren vndt etwa nach der Eider zu gehen, Vbristen Gsten vndt die auß Tönning an sich zu ziehen, auch die Besatzung zum Aiehl zu uttucMren vndt alda pvsto zu saßen suchen wirdt. Dieselbe ich hierauf der mächtigen Beschirmung deß Allerhöchsten zu fernerer ohnverEnderten LeibesBefristung Glückl. LuoesÄirung Dehro hochErleuchteten Eon- mlif8 vndt vbrigen höchst ersprießlichen selbst verlangenden ThurHürstl. pochErgehen getrewlich, Ihro Thurfürstl. Durchl. pohen pulden vndt Gnadt aber Mich vnter- thänigst wohlEnrpfelendt, Verbleibende Ew. Thurfürstl. Durch!, vnterthänigst Gehorsamer dreier Diener Ernst Albrcrstt von Glirrstein. 6Iuek8tg,Ät, den 21. Vebr. 1659. Dein Durchleuchtigsteu Fürsten vndt Herrn Herrn Friedrich Wilhelm, Margraffcn zu Brandenburg, des h. Romischen Reichs Crtz-Cam- mcrcr vndt Lhurfürsten, zu Magdeburg und Preußen, zu Gnlig, Cleve undt Bergen, Stettin, Pommern, Croßeu Hertzogeu, Burchgrafcn zu Nürnberg, Fürsten zu Halberstadt vnd Minden, Grass zu der Marek und Ravensberg, Herrn zu Rabenstein, Meinem gnedigsten Chur- Fürsten vndt Herrn, :c. Wicborg. ?«st 8eristt»m. Auch Gnedigster Thurfürst vnd perr, Geruhen Ew. Thurfürstl. Durchl. gnedigst zu vernehmen, daß ich Dero gnediges Schreiben vom sch gleichfals ain sß. dieses mit gebührender Vnterthänigsten rovoront^ ztineben Einem Schreiben von Ew. Thurfürstl. Durchl. Tämmerer vndt Ritnreister Dero LeibElunrllio err Innlervi^ von Weesen zu Ifanden Empfangen Vnd waß Ew. Thurfürstl. urchl. wegen Ihr Thurfürstl. Durchl. Dehro Hertzhöchstgeliebten Genrahlin foder- sambsten Ankunfft in Hamburg darin gnedigst zu noMoiren vndt dabey anzubefehlen beliebig gewehsen ablesend vnterthänigst verstanden, Selbigem auch zu ge- horsähmber folge meinen lilufourn init etzliche WO Pferde zu abhol- vndt Eon- vog'rung pochged. Ew. Thurfürstl. Durchl. Gemahlin auß dem Quartier vffzubrechen vndt geraden weges zu obberührtem Ende seine murolio nacher pamburg zu nehnien beoräret, Würde für meine Persohn obliegender meiner Schuldigkeit nach mehr höchstermeldt Ihr Thurfürstl. Durchl. bey solcher begebenheit selbst in Persohn gerne vnterthänigst vffgewartet vndt Eonvoiret haben, Weiln ich niich aber sehr vbel aufbefinde, daß ich auch der Älectieoruin nnch gebrauchen mues, werde ich wieder ineinen willen abgehalten, in angezogenen: meine schuldigste vnterthänigste schuldigkeit abzulegen, Lebe derwegen der vnterthänigsten Zuversicht, Ew. Thurfürstl. Durchl. solches nicht vngnedig Empfinden werden, hätte auch vbrige vnter meiner — 45 — Eomuncko stehende Nroupkii Vollends zu oberwehnter p (lmnmunckiren wollen, Dieweilen ober der Guldenlewschen Vronpen Quartier sehr weit abgelegen, haben dieselbe so schleunig darzu nicht können bcovckrob werden, zu dehnie ich auch wegen bevahrenden feindl. Vberfalß auß dein Stifft Lrehnien mit etzliche E'ompuKni an der Elbe Eonbinuirlich !Vache halten laße, welche ich auch nicht von dannen erfordern können, zumahlen gewiße Aundtschafft eingelanget, daß der Feind in die 60 Bothe beysammen bringen laßen vndt Völcker damit hervberzusetzen Vorhabens sein soll, dannenhero vff die Elbe ein Wachtsahmbes auge zu haben höchst von Nöthen sein will, welches Ew. Ehurfnrstl. Durch!, vnterthänigst ohn- verhalten soll. Dutum ut in Uteri«. Ew. Ehurfürstl. Durchl. vnterthänigst vndt Gehorsambster dreiehr Diener Ernst Albrerltt von Eliersteiu. Xets. des k. Geh. Staatsarchivs zu Berlin, betreffend Verlmml Innren mit den dänischen Regierungs- rathen und Bbersten in Schleswig-Holstein. I!ex, XI. Dänemark 4. 0. Vol. 2. Bt ,7 "nd Bl. t?. Nr. 20. Schreiben Detkef's v. Alfeld an den Kurfürsten Ariedrich Witljelm von Brandenburg v. 2K. Aebr. 1659. Dl. Ks.! Im Übrigen weil bei Anstalt der (Limitieren und der Stabsgelder eines und anders vorgefallen zc., worüber ich zivart nebst Herr Hilger ze. eine Interims Perordnung gemacht, dennoch aber mit Herrn Feldmarschall Ebersteinen und meinen Eolle^sn Rücksprache halten müssen, also werden wir übermorgen darüber zusammen kommen und in allem zu verhoffentlichen gnädigsten Vergnügen E. Ks. Dchl. einen endlichen Schluß und gute Richtigkeit machen. Detlef! von Allel,lt. Itzehoe 26. Dobr. 1659. Rex. XI. Dänem. 4. 0. Vol. 2. Nr. 21. Schreiben Dettef's v. Alfeld an den Kurfürsten Ariedrich Wilhelm von Brandenburg v. 14. April 1659. Dchl. Chf., gn. H. Und werden E. Chf. Durchl. aus meinem vorgestrigen, welchergestalt der Feind zu Lande gesetzt und sich der Stadt und Lands Sunderburgk bemächtiget, gnädigst ersehen haben, gestalt er dann nunmehr die Stücke zu Lande gebracht, das Schloß beschossen und gester Nachts einen Sturm an den Ort, wo das große Stück, die Nachtigall genannt, darauf gethan; Ist aber durch tapfere Gegenwehr der Belägerten abgeschlagen. Und wie nun der Onnnnnnlnnt. durch einen Domler- schützen wissen lassen, mit Hinterlassung 20 Toten, die sie nur bekommen und ausgeplündert, wie auch 2 Emmtmdöl, wieder weichen müssen, mehr Tote und Gequetschte, die davon geschleppt und deren nicht wenig sein sollen, ungerechnet. Ich habe alsofort dem Hrn. Feldmarschall Eberstein geschrieben, demselben alles nvlilieivst und um ein paar hundert musguatioiov zum Entsatz angehalten, die ich auch fast stündlich erwarte und hinein zu werfen verhoffe zc. Detlefs von Allelä. Flensburg, 14. April 1659. Hex. XI. Dänemark. 4. 0. Vol. 2. Bl. 29. Am 14. Mai lagerte sich die ganze Armee der Alliirten mit 60 Geschützen vor Fridericia, dessen 3000 Mann starke schwedische Besatzung am 16. Mai nach Fühnen übersetzte. Fridericia wurde mit 16 Comp. Dänen, welche bis dahin auf Femern gelegen hatten, besetzt. Aber hiermit war dem in Kopenhagen belagerten Könige von Dänemark noch lange nicht geholfen. Obwohl nun die Schweden Jütland geräumt hatten, so behielten sie doch die Inseln Fühnen, Seeland, Langeland, Laaland, Falster und Moen desto fester, und wer ihnen diese nehmen wollte, der mußte ihnen etwas näher unter die Augen treten, da sie die Ufer mit Volk und Geschütz aufs beste verwahrt hatten. — 4« — Nr. 22. Schreiben Krnst Atvrecht's v. Köerstein an den Kurfürsten Ariedrich Wittjelm von Brandenburg v. 24. Mai 1K5!>. „Beantwortung wegen der Hiisi'tiöi' und dänischen Werbung." Durchleuchtigster LhurFürst, gnedigster lserr! Güwer ThurFürstl. Durchl. im Feldlager bey Friedrichs Gdde den 20. dieses Dnlirtcs gnedigstes antwortSchreiben sampt dem sub coclsm Dato eingelegtem Dostscripto habe ich wohl erhalten, mit geziehmender Vnterthänigstem äovotion erbrochen und Inhalts ablesendt mit mehrem verstanden, Waß Eüwer ThurFürstl. Durchl. wegen reüntung einiger von Dero zn Denneinarck-Norwegen Aönigl. Nlaytt. in diesen Fürstenthuinben uff den Beinen stehenden vnd der nothwendigkeit nach annoch täglich zu werbenden Völckern zu Ihrer ohncntbehrlichen Verpflegunge einhabenden vnnd bezogenen quartieren vbereins gnedigst begehret tind detnnegst ferner in ThurFürstl. gnaden anfügen und erinnern laßen. Nun wollen Tüwre Thur- Fürstl. Durchl. Dero höchstbegabtem Verstände nach gnedigst erineßen, daß mir alß einem unter (tommanclo Ihrer Aönigl. Nlayt. begriffenen LavuIIisr, nicht weniger alß Tüwer (LhurFürstl. Durchl. Vntergebenen gcpühren will, solchem in alle wege zu pariron; und waß an Dieselbe Ich dieser quartier Beibehaltung halber für Ihren Aönigl. Nlayt., Nleineß allergnedigsten Aönigß vnnd Serrn, hiraußer stehenden trouppen unterthänigst geschrieben vnnd gcsuchet, (Lrafft habender Aönigl. oräre, in deine Ntir die (toussrvation dieser quartier vnnd ntüglichste Verstärkung ietzberührter trouppcu so hoch anbesohlen, von mir nicht anders; geschehen können, habe aber niemahln dabey die Intention oder gedancken gcführet, gestalt dan nieine bißhero geführte actione«, wie auch an Tüwer (LhurFürstl. Durchl. Selbsten ge- thane nnterthänigste Schreiben ein anderß Bezeügen, daß dadurch dem gemeinen Wesen einiger abbruch od Sinderunge begegnen, sondern daßelbe vielmehr so viel thun- vnnd müglich befodert, dem feindt aller Tnds iucoiumoclirst und mehr- höchstged. Ihre Aönigl. Nlayt. auß allem Betruck fürderlichst wider iibsriret, Dieselbe vnnd daß bonnin publicum in bestendige sicherheit gesetzet vnnd darinn durch Gottes gnade erhalten werden möchten, Welches dan durch kein ander mittel zuhoffen oder zuerlangen, alß wan Ihro Aönigl. Nlayt. Sich mit mehren Völckern gegen ihren unruhigen vnnd friedtbrüchigen Nachtbahren, deii Aönig in Schweden, dessen Aönigl. Nlayt., wan Sie gleich durch Göttlichen Beystandt einmahl gedämpfet, daiinoch bei jedweder ereügenden bequemen gelegenheit newe mockns wider zumachen, iiicht unterlaßen werden; verstärcken vnnd stetigs in den Waffen stehen, gestalt dan dieses auch mein als eines beTydigten ministerß sürnemsster 8copu« und Zweck ist, dahin Ich in meinen führenden actioueu in und alle wege collimirs, Vnnd weiln daß geineine Wesen dadurch sonderlich mit befodert wirdt, wan der feindt in Seinen (Frentzen eingeschloßen behalten werden kann, alß lebe Ich der zuversichtlichen Soffnung, es werde mich diese iiieine uffrichtige vnnd meiner oräre Ilonloi'inc, auch auf daß gemeine Beste mit Sindansetzungen aller Drivat respecter gerichtete Intention so wohl bey Ihre Aönigl. Nlayt., Nleinem allergnedigsten Aönig vnnd Herrn, als bei Tüwer (LhurFürstl. Durchl. aller widrigen Verantwortung gnugsamb entschuldigen können. Wie Ich mich auch sonsten in und alle wege nach müglichkeit befließen, Tüwer (LhurFürstl. hohe gnade zuverdiehnen vniid n,ich dar- inneil vnterthänigst zu (tonssrviren, Also versichere Dieselbe hiemit gehorsaiiibst, daß ich von solchem unterthänigstenn Vorsatz gar nicht abweichen, sondern in der that iedesmahl sothanes erweisen, folgig auch an Nleinem geringfügigen Grte nicht Dilti- cultiren werde, daß die Serrn DeueralAriegßÜommiL^arii allerseits Sich wegen der quartiere zusammen thun, bereden vnnd vergleichen, wiewohl Ich von Serben noch- mahls wünschen mögen, daß Ihr Aönigl. Nlayt., NIeinem allergnedigsten Aönig und Serrn, zuvohr darauß allerunterthänigst solte rekerirt vnd Dero erklehrung drauf erwartet werden können, alß welche Ich inner wenigen Tagen bey Nleinem dieser Ends abgefertigten expre«8en erwarte, damit Ich so vielmehr außer Verant- — 47 — Wartung bleiben möchte, Welches) Tüwer ThurFürstl. Durchl. Ich also unterthänigst ohnverhalten sollen, Dieselbe zunebst Dero Hertzhochgeliebten Gemahlin zu ferner» hochThurFürstl. ufnahmb, lang bestendigen leibeßWohlsein und übrigen selbst verlangenden ThurFürstl. Hochergehen in die allgewaltige gnadenreiche Beschirmung des allerhöchsten getrewlich, mich aber Dero ThurFürstl. Hülben vnnd Gnaden unterthänigst wohl empfehlendt, Derbleibende Tüwer ThurFürstl. Durchl. Heyde, den 2^. lVIny vnterthänigster vnnd gehorsambster Diener ^.nno jKSg. Ernst Albreebt ron Gbcrstein. Dep. XI. Dänemark. 4. 6. Vol. 2. Bl. 5D Nr. 23. Schreiben Krnst Atvrecht's v. Kverstein an den Aurfürsten Ariedrich Witöelm von Wrandenöurg v. 40. Mai Durchleuchtigster LhurFürst, guedigster lserr! Tw. ThurFürstl. Durchl. gnedigstes Uaseriptnm äntiert im Feldlager bey Friedrichs Gdde vom 2^j. dieses habe Ich allhie nnt gebührender vnterthänigsten vanarntion zu Händen wohlTmpfangen vnd Dero führende gncdigste intkiltioi» wegen attuegnirungk der Insul fühlten, Alß auch ferneren gnedigsten Bevehligk, welchergestalden der Strand bey ins; Werck richtungk Dero vorhabenden itzberührten äksskins, damit der Feind Sich nicht unterstehen möge, wan Tw. ThurFürstl. Durchl. mit Dero vnd vbrigen Xllist'ten Armsen in den Insul» sn^NA-iret, dieser Tnds einen Ginbruch zu thun, dießeiths in 2lcht zunehmen vnd durch die unter meinem l'ommtmäa stehende Dölker zu Metier» mit schuldigster vnderthänigsten »bservunev mehren einhalts daraus; vernonunen. Trwünsche zufoderst Tw. ThurFürstl. Durchl. zil Dero führenden vorberegten wohlgeineinten vnd löblichen Intention glücklichen Kueeess vnd selbst elsmelerirenden prc>o-ra88 Dero gerechten Waffen, Dnd werde im Dbrigen Tw. ThurFürstl. Durchl. gnedigsten Befehlig schuldigsten Folge zu leisten So viell an Blir nichts erwinden laßen. Tw. ThurFürstl. Durchl. habe daneben unterthänigst ohnangefücgt nicht laßen sollen, daß der Feind in; Stifst Brehme» (DDD Braun beysaminen gezogen vnd nunmehr 8 in W Tagen an der Tlbe herüber dainitt zu setzen in Bereittschafst stehen gehabt, dieselbe auch annoch beysaminen stehen hatt, Dnd ist vermuhtlich durch unsere vff und nieder vfs der Tlbe kreützende Schiffe in ktkeetnirungk vorgehabten üsssnin nur verhindert worden. Gb nun selbige (DDD Blann hervber zu setzen versuchen, muß erwartet, verhoffe aber, daß Sie vff solchen fall gepührend sollen begegnet werden, zumahln auch alle unsere Schiffe darauff fleißige Achtung haben, besondern auch die ^.vknüen dießeiths zimb lichermaßen besetzet vnd in allem anerfoderten bestmüglichsten GegenAnstaldten nichtes ermangelt. Tw. ThurFürstl. Durchl. hierauff der krefftigen Gbschirmung des; allerhöchsten zu sernern glückl. Lneesäirungk der gerechten Waffen vnd vbrigen selbsterwehlenden ThurFürstl. HochTrgehen getrewlich, Buch aber Dero beharrlichen ThurFürstl. Huldt vnd Gnd. vnterthänigst wohlTmpfelend verpleibende Ew. ThurFürstl. Durchl. Flensburg den vnterthänigst gehorsahmbster dreier Diener 30. Nuy (659. Ernst Albreckt von Ebcrstrin. De». XI. Dänemark. 4. D. Vol. 2. Bl. SZ. Am 1. Juni nahinen die Alliirten mit S000 Mailn zu Roß und 4000 Mann zu Fuß die zwischen Jütland und Fühncn gelegene Insel Fenoe. Von hier wollten der Kurfürst und ÄlemtLencmli nach Fühncn übersetzen, mußten jedoch ihr Vorhaben aufgebeil, iveil das Ufer von den Schweden zu stark besetzt war. Nun schifften die Alliirten ihre Truppen (in 0 Kriegsschiffen) ein und versuchten am 20. Juni bei Middelfart einen Sturm, der aber so kräftig abgeschlagen wurde, daß die Stürmenden großen Schaden litten. Und da wegen eines am 9. August zwischen der schwedischen und holländischen Flotte gemachten Stillstandes die Alliirten aus Holstein und Jütland vorläufig nicht — 48 — übergcschifft werden konnten, so beschlossen sie, nur 8 Regtr., als 4 kaiserl. und 4 brandend., bei denen auch über 1000 Polen blieben, in Jütland stehen zu lassen, damit dieselben verhindern sollten, daß etwa die Schweden wieder aus Fühnen nach Jütland übersetzen möchten, und mit dem anderen größten Theile ihrer Armee nach Pommern zu gehen und die Schweden dort anzugreifen. Am 8. August hatten sie das Lager zu Hardrup bei Hadersleben und gingen von da über Flensburg, Schleswig, Hamburg durch Mecklenburg nach Pommern. Über die in Jütland verbliebenen Alliirten hatte das Ober-Kommando der Graf von Nontaeuauli, unter welchem der General-Major (Kmst die brandenburg. Völker und der Oberst Casimir Drximslez' die noch übrigen Polen kommandirte. Nr. 24. „Kennöh, den 14. Junij 1659. ZZor Lorenz Weterßen wegen kestitntion der ihn» abgenommenen Kramwaren." Durchlauchtiger König zc.! E. K. M. u. Ld. erinnern sich annoch außer Zweifel, welchergestalt bei Derosclbcn sich ein Bürger- und Handelsmann aus Lübeck Namens Lorentz Dstörsen für einigen Monaten über Dero Obrist Ickeutsmmt, Christian Paulsen sich dieser Ursachen halber beschweret, daß ihm von demselben einige freie Kaufmannsgüter an einem neutralen freien Ort ckelaete ganz unverantwortlicher und gewaltthätiger Weise weggenommen. Ob nun zwar E. K. M. u. Ld. darauf einen ernsten Befehl cke restituenckis oblatis aut relunüencko preeic» eoruin an bemeldten Dero ObLieut. ergehen lassen, wie auch an Dero de.-Feldmarsch. Eberstein deswegen auf der Stadt Lübeck unterthstcs. Ansuchen geschrieben; So ist doch wider Verhofften bishero besagtem Lübeckischen Bürger die geringste Latiskaetiou nicht widerfahren, sondern der- seble wird noch einen Weg wie den andern Hülflos gelassen und kann zu dem Seinigen nicht wieder gelangen zc. Weilen aber dabei zu besorgen, daß er (ObLt. Chr. Danlssn) abermalen, wie schon einmal geschehen, auf bloße schriftliche orärs nicht parirmi uta. werde. So wird Unsers unmaßgeblichen Ermessens von Nöthen sein, eine solche ernste und nachdrückliche Verordnung an Dero d.Feldm. Eberstein ergehen zu lassen, daß im Fall der ObLieut. Ew. K. W. u. Ld. Befehl seiner Schuldigkeit gemäß kein Genügen und Gehorsam paritim» leisten würde, er denselben vermittelst behöriger Zwangsmittel dahin halten solle zc. 14. Junij 1659. An den König in Dänemark. Rex. XI. Dänemark. 4. L. Vol. 2. Bl. 37 n. 38. Nr. 25. Schreiben Krnst Klbrecht's v. Obersten» an den Kurfürsten Ariedrich Wilhelm von Brandenburg v. 17. Juni 1659, „einige ?,xee««en und dänischen verübten Totschlag betr." Durchleuchtigster Dhurfürst, gnädigster Ijerr! Ew. Ehurfürstl. Dchl. gnedigstes Hkseriptum vom ss. dießes habe Ich mit gebührender unterthänigster venaration zu Handel» Empfangen Bndt auß den Ein- geschloßenen dabey erhaltenen Bcylagen breitern einhalts ersehen, »vas Dero Cleneral- ^.ckjutaut (lorsslei, So wohl auch RittBleister s)udewelß wegen einiger vorgegangenen jnsolkiitisn undt Todtschläge, So von königl. Deiinen»arcksch. Bölckern verübet vndt ins werck gerichtet sein sollen, klagendt »nit mehren» angeführet Bnd E»v. Ehurfürstl. Dchl. wegen exemplarischer Bestraffung sothaner höchst straffbahrer lilxeesssu B»ir g»»edigst anbefehlen wollen. Wie nun Ew. Ehurfstl. Dchl. Ich »mterthänigst vergewißeren kau, daß ich die angeführte Inselentien gantz oh»»gern und n»it höchster ämplieeut,!? verneh,»»e, gestalt Ich meines Grths dergleichen blxesssen vndt ckisorcki-ei» niemahls ongestraffet hingehen laße, besonder»» solcher gestaldt allemahl zur straffe gezogen, Das Ich verhoffentlich mit fueg nicht kau deswegen beschuldiget werden, Alß »verde auch nicht unterlaßei», alle mueglichste verfuegung zu thun, das die Urhebern und Thätern außgeforschet, vndt angeführte schädtliche blxekssan zu Ew. Ehurfrstl. Dinchl. vndt der Elagenden vorged. Ültiaiai' — 49 — gnädigstem dontsntemknt undt vergnüglichkeit zur gebührenden Straf gezogen werden mögen, Gestalt Ich zu all solchem ende so forth an den H. (iemsra1-Dsutug.uk Glauß von Alefeldt, welcher sich der Grthen befindet undt das Lvimuaucko hat, geschrieben, höchsten fleißes daran zu sein, das die Uhrheber undt Thäter beigebracht und nicht allein zur rsstitutiou angehalten, besondern auch Dxsmplarisch vndt ganz ernstlich bestraffet, damit Gw. Ghurfstl. Dchl. gnedigstem befehlig, wie es an Sich auch der höchsten Billigkeit schuldige folge geleistet werden möge. Dieselbe hierauff zu lang bestendigem Leibeswollsein undt übrigen höchst ersprießlichen Ghurfrstl. Hochergehen undt selbst verlangenden glückl. Lueesckiruug' Dero IDaffen undt führenden hocherleuchteten Eousiliss der mächtigen gnadenreichen Gbschirmungk des Allerhöchsten getrewl. vndt Ihro beharrl. Ghurfrstl. Huldeu undt Gnd. aber Blich unterthänigst woll Gmpfehlendt, verbleibende Gw. Ghursürstl. Durch!. Hey de, den (7. unterthänigst und gehorsambster Diener ckunij .Vuno ltiöh. Ernst Aldrerkt von Eberstei». Rex. XI. Dänsmark. 4. D. Vol. 2. Bl. 5S. Nr. 26. Schreiben Al'efel'd's an den Kurfürsten Isriedrich Willietin von Wranden- bürg v. 10. Juli 1K30. Durchlauchtigster, Hochgeborner Kurfürst, gnädigster Herr! Ewrcr Kurfürstl. Durchl. an inich gnädigst abgelassenes Schreiben anlangende habe ich mit untcrthänigstem Rsspsot den 8. lmsus zurecht erhalten. Worauf zu Eivcrer Kurfürstl. Durchl. Nachricht Dero- selben ich unterthänigst nicht verhalte, daß zwart ein Antheil Bauer Soldaten hicselbst zrisanunen gebracht, welche gleichwohl zu nichts anders von Ihrer Königl. Majt., meinem allergnädigsten Herrn, cksstiuirst, als die RsKmsutsr, so in ILopsulia^sn stehen, zu rserutirsu, worzu sie dann, wann sie unter andere alte Soldaten gestcckct, gut genug sein werden. Aber ihnen eine so nahe an den Feind gelegene Dlass allein anzuvertrauen, darf ich ohne sxprssssu Befehl meines allergnädigsten Königes oder Ewerer Kurfürstl. Durchl. mich nicht unterstehen. Stelle es also Ewerer Kurfürstl. Durchl. unterthänigst anHeim, ob Derosclben gnädigst gefallen möchte, ein 200 guter alter Knechte benebenst den schon eoussclirtsu Stückbedienten, ^.rtiAlsris und Buuitiou so lange darinnen zu lassen, bis daß vom Herrn Feldmarschalch Eberstein andere an dcro DIaes könnten gesandt werden zc. Uhlborig, am 10. Julij 1659. 01. (?) van LlsksIItt. Rex. XI. Dänemark. 4. 0. Vol. 2. Bl. gg. Nr. 27. Schreiben des Königs Friedrich ill. von Dänemark an den Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg v. 18. Juli 1K50. Drass. im Feldlager bei Reppen den 9. ^SZg. Hochgebohrner Fürst, freundlicher lieber Better! Gw. Ld. ist annoch erinnerlich, was maßen ich Deroselben hiebevor sowohl schriftlich, als durch die Bieinige zu verschiedenen Blalen rsmoustriren lassen, wie daß der Feind schwerlich aus den Insuln und zu einigen Friedensgedanken würde zu bringen und Ich und meine Reiche aus der gegenwärtigen opprsssiou zu erretten sein, wann es nicht durch eine Diversion geschähge und man denselben zugleich in den zu Deutschland eouqusstirten Landen angriffe. Alß nun die kaiserliche ^.riuss in der Schlesien parat stehet und ich berichtet, daß dieselbe des kaiserlichen Feldmarschalks Herrn Gras Noutseusuli Ecuumauckv zu folgen befehliget, So würde, das gemeine lutsrssss zu befodern und das vorgesetzte Ziel eines Universal sichern und rsputir- lichen Friedens zu erhalten, sehr vorträglich sein, wan diese ^.rmss in Pommern rückte, Gw. Ld. auch theils Dero troupsu damit sousuugürten und dann ferner so bald keine Ruhe ließen, zumaln in diesen beiden Herzogthümern der Feind immerfort neue Regimenter richtet, aus diese Insuln herüberführet und zu meiner, Gw. Ld. und unserer allijrten hohem Nachtheil gebrauchet und sich daraus merklich verstärket. Darum ich dann Gw. Ld. freundvetterlich ersuche, Sie wollen jetztged. 4 kaiserlichen Herrn Feldmarschalk dahin disponiren und lenken, daß er dieser in Schlesien stehenden ^.rmüo ordro ertheile, aufs schleunigste nacher H>om>nern ihren mareli zu richten, auch so bald möglich theils Dero t,raupen ins Bremische gehen zu lassen. Ich wollte gerne ein Antheil meiner Regiinenter und hohen Ollleiers dazu hergeben, Es wird aber Ew. Ld. Gesandter, der von Lomnitz, ausführlich berichten, was für eine merkliche sickrsprise Ich itzo auf eine der Insuln vorzunehmen gesinnet; Wie dieselbe bereits rssolvivet gewesen, bevor derselbe allhier ankoimnen, und daß ich meine eigene Völker mit dazu gebrauchen, auch mich der Zeit bei anwesenheit der holländischen Schiffsflotte zu rsaupurirung der Insuln bedienen müsse. Nichts do weniger habe ich meinem Fcldmarschalk Lkerstiu» solche ordre ertheilet, daß Ew. Ld. Er in allen möglichen hierin an die Hand gehen und theils meiner Völker so viel ich deren nur entrathen kann, mit nacher Gommern eommaudiro, zumaln zu Ew. Ld. ich mich versehe, Sie an der Stelle mir andere zu obberührtem dossoin zu überlassen geneigt, lebe auch der Hoffnung, Ew. Ld. werden, bevor die holländische Flotte zurückgehen oder andere ordrs bekommen möchte, abgedachtes mein propos zu Wiedereroberung der Insuln seonndiren und dem zu Ihro gesetzten freundvetterlichen Vertrauen nach Dero vielfältigen Anerbieten zufolge sich zugleich meiner und dieser Flotte und des dabei überkommenden Fahrzeugs nützlich bedienen, und die verheißene »udermeite »ttügn« auf die Insul Fuhne» oder Leeland, wie man es nach den oonjunelnron von Zeiten, auch Wind und Wetter am rathsamsten ermessen wird, ohne einzige fernere Zeit- verlierung wegen herannahenden Herbstes förderlichst vornehmen. Lo bald beides durch göttliche Verleihung glücklich von Statten gangen, will ich aus vorgepflogenen Rath und Ew. Ld. selbsteigenes Gutbesinden an was Grtern den: Feind anderswo Abbruch zu thun und dessen Wacht zu dist-rnliiren meine Völker, so viele ich deren entrathen kann, gerne weiter mit hergeben... Beziehe mich im Übrigen auf meine vorhin abgelassene, und werden Ew. Ld. bei Uberkunft der Flotte und meines Reichsraths Otto XrasZ'Sn und Feldmarschalks Lchacken von meiner Inwnsion mit mehrern Bericht erlangen, die ich hiermit des allerhöchsten Schutz zu allen gesegneten Wohlstande ergebe. Eopenhagen, den 18. .Inlij ^.nno fSöst. Ew. Ld. Getrewer Vetter 1>ideii(;li. Rex. XI. OAuewark. 4. L. Vol. 2. Bl. s-z. Nr. 28. 13. Aug. 1659. „Wie S. Kl). de» muivli nach Wremen ies«Ivii>l besetzen, au ff ktlxpresss Aönigl. Befehlig dem H. tlkukral-AsutöNimt Hanß von Alefelden Hab vbergeben vnd nach Hehmern gehen laßen mäßen. Nun hatt man dieser Vrthen außer den duarnismmen vnd Schwitzen, So doch nur nähr lich besetzet, keine Völcker vbrig, Insonderheit da bey dieser Zeitt vnd Beschaffenheit, weilln die Schwedische Schiffe annoch aufs der Tlbe liegen vinb verhüetung Tin vnd ander besorglichen Vberfalß, auch langst der Tlbe zu Versicherung der Kvkmiöu Völker bestendig liegen pleiben mäßen So viel! immer auß den (Znuruisounen nurt können entrahten werden. Die Sonderburgische duurnisonn von dannen wegzunehmen vnd nacher HriederichsVdde zu trunssizortiren will ohne meines allergnedigsten Aönigs vnd Herrn Axprssss orärs zu wercke zu richten Mir nicht gebühren, zumahln Ihr Aönigl. Mayt. Mir selbigen Vrth zum höchsten anbefohlen, vnd daß die tlunrnisnun alda ohnverTndert verpleiben soll, allergnedigst verordnet. Vnd damitt nun gleichwohll durch Tw. ThurHürstl. Durchl. vorhabende Außmnrolik diese Vrther, bevorab HriederichsVdde, zue höchstschädtlichen nach- theill Ihr Aönigl. Mayt. Land vnd Leuths auffs newe in deß Heindes Hände nicht 4* gerathen mögen, Gestaldteu Ew. ThurFürstl. Durchl. Dero hochErleuchteteu verstände nach gnedigst zuermeßen, waß solches für vnheill nach sich ziehen dürffte: Eo ersuche und bitte Deroselben Ich hiemitt vnterthänigstes fleißes, Dieselbe geruhen gnedigst zu Eou8ervg.t,l0n Ihr Aönigl, Alayt. Fürstenthumbeu und Landen diese Grther, insonderheit FriedcrichsGddc, nicht so gahr <>uist.isren noch so schleunig äsinoliren zulaßen, in gnedigster erwegung, daß vff Dero gnedigsten Befehlig die zu solcher Grther Besatzung hinterpleibende völcker Dero trinke in kurtzen wird folgen vnd nachkonlinen können. Ich habe aber an beederseitz Herrn dsimrul-dsutsnunl (Llauß vnd Hanß von Alefeld en geschrieben, nnt Einige Dero unterhabenden völckern diese Grther ohnverweilet zu besetzen, vnd werde die Besatzung derselben ferner nach Möglichkeit poussiren. Wie ich dem auch den H. dsnsrgl-Asulugutlsu Hanß von Alefelden zu demehrer Befoderung dieses nsZsIis in Pcrsohn nacher Bendsburg bey Wir beschieden vnd zufolge Ew. ThurF. Durchl. gnedigst. Befehlig mich fodersahmb vff den Weg machen, Bey Deroselben zur gehorsahmbsten Vffwartung Wich einzufinden vnd Dero Anbesehlnuß in Einem vnd andern vnterthänigst zuvernehmen. Dieselben in deßcn zuneben Dehro hohen Angehörigen zu langem gesunden Leben vnd allem gesegneten Thürs. Hoch- Ergehen Gottes väterl. Vorsorge getrewlich, zu Dehro beharrlichen Gnade vnd Hülben aber Wich vnterthänigst Empfehlende in verpleibung Ew. Ehurfürstl. Durchl. dlüell^tuckt, den vnterthänigst vnd gehorsahmster dreier Diener 19. AUA. As. 1659. Ernst Albrerbt ro» Ebersteiit. D. 8. E. ThurF. Dchl. thue vnterthänigst berichten, daß Wir von Ihr Aönigl. Wayt., Weinen? allergnädigsten Aönig vnnd Herr,?, gnädigst anbesohlen, dem dsnsru.1Ng.skur Tramp mit deßen unterhabenden Regiment mit zu schicken, welchen Ich deßwegen zum Auffbruch sich fertig zu halten bssräsrt, vnd wirt Er Ihr ThurF. Dchl. Ehestes Tages in aller unterthänigkeit auffwarten. vut. ut. in 11t. den 19. AUA. Anns 1659. Ernst Albrerkt ro» Eberstein. Rex. v-iuemark. 4. 0. Vol. 2. Bl. sz und Bl. ??. Nr. 30. liopia der königt. fiisnsrnl - Kriegs doi»»u«sgrieii vrärs wegen der ?r»viaut-Lieferung v. 6. Sept. 1659. Demnach der Herr (Zsnsrul Feldmarschall Eberstein mit einigen k. dnnein. Truppen nacher Jütland gehen wird, zu dein Ende aus den Marschen einiges Droviunt geliefert werden muß, zumaln auf der Geest durch den neulichen Ansinurobs der ullürtsn Armes» alles ruinirst, als wollen die Landesgevollinächtigte und Rathsleute der Landschaft Eydelstedt darüber sein, daß am künftigen Sonnabend 3000 lb. Brod, 100 Tonnen Bier, 50 St. Vieh, 200 Tonnen Haber und 40 Artillsrispferde mit nöthigen Knechten zur Friedrichsstadt beisammen gebracht werden mügen, damit dasselbe auf weitere Anforderung allsofort an Ort und Ende, wohin es begehret wird, geliefert werden könne, inaßen sie denn zu dem Ende die dazu nöthigen Wagens und Säcke zum Habern allda gleichfalls in Bereitschaft haben werden, im Widrigen wird der Hr. dsusrul-Feld marsch all verursachet werden, in Mangel des Droviunts sich des Orts zu nähern, so ihnen dann zu mehrem Schaden geschehen würde, versehen Uns derowegen der unfehlbaren Lieferung. Glückstadt, den 6. 7 du. Auno 1659. Dern K. Mt. Dänem.-Norw. verordnete holsteinische Landräthe und dsusrul-Eoiuiuissurü Ueg von Wickelt. Frieürick ron Wickelt. Den Hrn. Lnndes-Gevollmächtigten und Rathleuten der Landschaft Eydelstedt. Rex. XI. Holstein. 121°. Bellum Bolsntieum 1658—1660. Demnach der Herr deusrul-Feldmarschall Eberstein mit einigen königl. däne- markischen Truppen nacher Jütland gehen wird und zu dem Ende aus den Marschen einiges Droviunt geliefert werden muß, zumaln die Geest durch den neulichen Aus- — 53 — ins-relm dcr Herrn XÜIiirton Armsen gar ruiniret; als wollen die Beamten des Amts Husum darüber sein, daß am künftigen Sonnabend 8000 lb. Brod, 20 Tonnen Bier, 10 Stück Vieh und 160 Tonnen Habern, auch 10 ^.rtiAlmüspferde mit nöthigcn Knechten zu Husum beisammen gebracht werden mügen, damit dasselbe auf weiter Anforden allso- fort an Ort und Ende, wohin es begehret wird, geliefert werden könne, maßen sie dann zu dem Ende die dazu nöthigcn Wagens und Säcke zum Habern allda gleichfalls in Bereitschaft haben werden. Im Widrigen wird der Herr Dmim'ui-FeldMarschall verursachet werden, sich des Orts zu nähern, so ihnen dann zu mehrem Schaden gereichen würde, versehen Uns derowcgen der ohnfehlbaren Lieferung. Glückstadt, den 6. 7bris Kuno 1659. Dero Königl. Mt. zu Däncmarken-Norwegcn verordnete holsteinische Landräthc und Ksusrnl-Oommissirrü N. r. AMMt. Lrmlrick von Alkelüt. An die Beamten des Amts Husum samt und sondcrS. procl. Husum d. g. 7 kr. 165g. XI. Holstein. 121°. Nr. 31. Schreibett Krnst Arbrecht's v. Köerstein an den Kurfürst!. Hey. Kammer- Math UtHiarus Kittelmans v. 11. Sept. 1K59. HochLdler, vest und hochgelahrter, sonders hochgeehrter Herr Aaminerrath! Was derselbe in seinen: von: 9. dieses Alir bei Aleiner gestrigen Einkunft Hierselbsten einbehändigtes Schreiben wegen Ihr Ehurfrstl. Durchl. der Quartieren, so Sie annoch iinmockis-lk für Sich zu vinckieiren, Als auch der Plettenbergischen Werbung und Eorresponckön^ mit dem H. DsusruI-NuMw Quasten hinterlasscner Anstalt halber an Alich gelangen lassen und dannenhero wegen Verschonung des Amts Husum, Stapelholm und Schwabstedte, Als auch Eyderstedt und Londerharde inr Amt Tondern der Längde nach anführen wollen, habe daraus ablesend mit mehrem ersehen. Nun ist meinem hochgeehrten Herrn vorhin gnter- maßen wissend, welchergestalt sowohl I. A. AI. als auch Ihr Thurfl. Dchl. Alich gnedigst beorckrsH nrit Ihro hohen ^Uijrtvu denen allhie Hinterbliebenen Dronppsn AI ich zu oonjnnZlron, darüber auch das LommitNtl« aufzutragen, weiln dann höchstged. Ihr Ehurfrstl. Dchl. in solcher Alir ertheilten gnädigsten Orärs so wenig als gegenwärtig, da Ich Dieselbe unterthänigst usgewartet, solcher von denrselben angeführter Disposition oder der Plettenbergischen Werbung und dazu ernannte Laufplätze halber einige Erwähnung gethan, weniger deswegen anbefohlen, besondern sowohl mehr höchstgeehrte Ihr Aönigl. Alayt. als Sr. Ehurfürstl. Durchl. vorhöchst ged. gnädigste orckr« dahin gehet, wie vor angeführet, nrit meinen unterhabenden 1'ronppsn zu Dero hohen EllijrtLN und Hieselbsten hinterlassenen Trouppsn zu stoßen tlnd der I rouppon tiousorvutioii, dainit dieselbe nicht rninirst werden, Alich zun: höchsten anbefohlen und derowegen uf den vorgehenden mureb denselben der unentbehrliche Unterhalt beschaffet, Also demnach solcher Anstalt gemachet werden muß, daß wegen Wangel Lebensmittel keine Disorckrmr und Insoisution vorgehen und die übrige Drter und arme Unterthanen nicht ferner vollends zu Grunde gerichtet, besondern die Quartiere noch einigermaßen eonservirst werden mögein Als wird zu Verhütung aller besorgenden äisorckron und insolentimi unumgänglich erfordert werden, daß die uf den vorgehenden inurolren benöthigtc Lebensrnittel von den H. Dknorui-Ooininissurüs ausgeschrieben und von den Eingesessenen jeglichen Orts beschaffet werden, zumaln beim widrigen in Ermangelung des Drovikmls die Nronppon unmüglich anbefohlencrmaßen in itzigem guten Stande zu eonservirsu, weniger beisammen oder gute orckre darüber zu halten. In mehrem Betracht, daß auch sowohl wegen berührter Anstalt, als von H. Obersten Plettenbergs Werbung und der von solchen werbenden Völkern veranstalteten Besetzung des Hauses Tündern, wie angeführet werden wollen, von Sr. Ehurfrstl. Dchl. so wenig in Dero orckre als gegenwärtig zu Rendesburg und Hohenwestedte gegen Dur ichts was erwähnet worden, zu Acllinghusen aber, wie von Herrn Gbristen Plettenberg angezogen, habe Ich die Ehre nicht gehabt, Ihr Thurfrstl. Dchl. uf- zuwarten, und haben Dur Ihr Aönigl. Blayt. wegen Besetzung des Hauses Tündern, Apcnradc und der Grten gar ein anders beorckrst und ufgetragen. Indessen werde Ich nebst den H. Ksusrui-Eommi883,rii8 fodersamst dieserwegen an Ihr Thurfrstl, Dchl. ausführlich schreiben und Derselben unterthänigst rsmvU8trirkn, daß zu Unser, als auch Ihro und übrigen hohen Xllijrlcm hinterlassene Dronppsu un- entbehrl. Unterhalt solche benannte Grtcr wir höchst benöthiget und deren unmüglich cntrathen können, weil dieselbe fast die einige, so bei dieser Ausmarcbe nicht vollends i'nimi'et und totnlitsv cksva8tiret sein, So meinem hochgeehrten H. Aammer- rath Ich hinwieder vhnverhalten wollen. Denselben hiemit der göttl, Abschirmung getreu!, wohlcmpfchlende, Berbleibende Uleines hochgeehrten Herrn Aammcr-Raths dienstwilliger jederzeit Emst Mbrerbt rou Gbcr^tein. ?int?isr 11. 7bri8 Inna 1659. Dem 1>Ä2ai-o Kittelmanns, Ihr dhurf. Dchl. zu Brandenburg :c. Geheimen n. Kammer-Rath. — ls. Feldmarsch. Gberstcin am 7kr.. psevt. d. 16. äato. Kszi. XI. Hotteln. 121°- Nr. 32. 17. 7öris 1K59. Per Dänen I'inetviisionen in Kokstein und Kider- stcdtischen betreffend. Durchlauchtigster Kurfürst, gnädigster Herr! Der Herren Dänen pi'0eö88, welchen sie gegen hiesige Ew. Kfl. Dchl. salvassug-rclirle Hnurtisre anzustellen gemeinet, wird von Tag zu Tage ärger; denn anstatt sie anfänglich nur eine starke Hrmutitüt an ?ro- viund und ^rliilcris-Pfcrden gefordert, deswegen auch einige Mannschaft an Reiterei nach Co ldcnb üttel ins Eiderstcdtische zur blxöenticm geschickt, vernehme ich sogleich von Obrist-Ickknienani Holweden, so vom Herrn Elvnkral-Najvr Hua^t, von Lömb- Clostcr hierdurch nach Friedrichstadt passirnt, daß der denaral-EoinmiWavius Detlef von Alefeld alldort gewesen und alle diese (^uariiars kurz und rund ins gesamt und ohne einziges Bedingen für sie pruktönckirsn dürfen; und obwohl Ew. Kurfl. Dchl. gegebene chlxsinMonW, worunter Dero Uesxaot, und luisrsssö vsi'8irst, vorgcschützet worden, inmaßen ich dieses dein Herrn Feldmarschall Oberstem und sämtlichen Eleiwral-Eoinmissarikn nach Glückstadt ramansirirst, mag doch alles nichts helfen, sondern wird, wie des Fcldmarschalln Schreiben Iii. hierbei mit Mehrerin besaget, geantwortet: „die Roth habe keine Gesetze, die dänisch und allürts Dronppsu könnten anders nicht als mit Zuziehung dieser Huartisrs unterhalten werden, Ew. Kurfürstl. Dchl. hätten ihnen, Dänen, von solchen blxcmptio- uibn8 und der Plcttcnbergischen Werbung nichts intimirkt, würden mehr ans das publicum als privatum sehen und dergleichen." Habe dem Herrn Feldmarschall Ebcrstein copia8 Ew. Kurfl. Dchl. crtheilten Schutzbriefe, wiedessen, so Sie an Herrn (Zmmral Hna8l deshalb rsMribirct, desgleichen einen buuc pa88um concsruireucksu blxtraet meiner Iimtruetion zugeschickt und will sogleich selbst nacher Flensburg reisen, woselbst die dänische Eluukraiität wegen Ertheilung der (Quartiers beisannnen sein wird. lutsrim habe schon gestern dem Herrn Elmmral Hua8wu zugeschrieben, daß Ew. Kurfl. Dchl. dieser Orten meines Erachtens sonderbarer Dienst geschähe, wann er Derosclben Quartier« cxmservirle, als woraus Sie die Lubsiclicm an Geld erwarteten, und darauf in Hamburg zu .Xmunitian und andern Ausgaben gewiß täeit gemacht, begehrte derowcgen 150 Dragoner, den Da88 zu Friedrichstadt und diese Schanze zu besetzen, und ohne Gewalt niemanden ins Land p3,88irsu zu lassen. Ob er s belieben wird, muß ich erwarten :c. Ew. Kurfl. Dchl. untcrthänigster zc. Husum d. 17. 8spt. 1859. A UittelMiMK. Kep. XI. Holstein. 121°- ^ Der am 9. August zwischen Schivedcn und Holland gemachte Stillstand ging Ende September zu Ende. Der König von Schweden wollte sich zu nichts bequemen, sondern — vo — nur durch die Friedensunterhandlungen Zeit gewinnen. Deshalb erhielt der Vice- Admiral de Ruyter Ordre, daß er nun wieder mit seiner Flotte Dänemark Beistand leisten könnte. Hierauf wurde der im Juli zum Feldmarschall beförderte Johann Schack am 27. Sept. von der holländischen Flotte von Kopenhagen nach Jütland abgefertigt, wo er die daselbst befindlichen Truppen zusammenzog und dann über sein ferneres Verhalten von dem General-Feldmarschall v. Eberstein weitere Befehle erwartete (Mmnlr. lüurop. VIII. 1152). Dieser hielt zu Kiel mit der Generalität der Alliirtcn etliche Tage Kriegsrath über seinen wichtigen Anschlag auf Fühncn. Es wurde beschlossen, daß Schack mit 9300 Mann zu Roß und Fuß zu Kiel unter Segel gehen, nach Nyborg fahren und diese Festung zu Lande und zur See angreifen sollte. Gleichzeitig wollte Eberstein mit den übrigen Truppen bei Middelfart nach Fühncn übersetzen. Nachdem nun alles verabredet worden, wurde die in Kiel einzuschiffenden Mannschaften in dortiger Gegend zusammen gezogen. Am 12. Oktober kam die holländische (Vice-Admiral äs liuz'tsr) und die dänische Flotte (Admiral Bielcke) daselbst an. Am 22. Oktober wurde mit der Einschiffung der Anfang gemacht, und am 27. Oktober stach die ganze Flotte in See. Die eingeschifften Mannschaften kamen zwar den 29. Oktober bei Nyborg glücklich an, wurden aber von den Schweden an der Landung verhindert, weshalb sie noch weiter nach Norden bis Kiertcmünde fuhren, wo sie 31. Oktober ans Land gingen und den sie daselbst erwartenden Feind nach Noyborg jagten. Hier verweilte Schack, um erst Nachricht von Eberstein abzuwarten (Vlrsnlr. läurop. VIII. 1153, 1106 u. 1167). Nr. 33. Schreiben des Kurfürsten Ariedrich Wilhelm von Brandenburg an Ernst Kkbrecht v. Eberstein und die dün. Keii.-l!«i »mi88 !liieii v. 16. Hkt. 1659, „daß die zu Sr. Kurfnrstk. Kofstadt angewiesene Hrte bei der ertbeikten Uxsmtivu zu lasten und die Stapelholmer Schanze nicht zu ispniivs»." Friedrich Wilhelm Kurfürst. M. g. G. z. Edle, veste, liebe Besondere. Ob Wir zwar außer allem Zweifel setzen, es werde Euch annoch in frischem Andenken sein, aus was erheblichen Ursachen Wir denen zu Unserer Hofstadt nssiAnirst gewesenen Orten in Holstein eine LpseisI-IÄsmption erthcilet und solche von allen fernem Kriegsonsribus befreiet haben, gestalt mir Euch dann solches anderweit zu verschiedenen Malen seiter Unserm Abzug von dortcn nstilisirst,. so haben wir dennoch bishero vielfältige Klagten und Beschwerde vernehmen müssen, welche von den Eidcrstedtern und Fridrichsstädtern, wie auch Amt und Stadt Husum deswegen geführet werden, daß von ihnen vorangezogener Unserer IZxsmpUou zuwider allerhand Eont-ribulionss gefordert und zum Theil mit der militärischen lüxsention erpresset worden. Weiln Euch aber samt lind sonders bekannt, aus was wichtigen Notivsu Wir bewogen worden, diese Lxsmpticmss zu crtheilen. Also leben Wir auch nochmalen der, Zuversicht, Ihr werdet denselben in keine Wege ocmtrg.vsuiirsu, sondern die eximirts Örter mit allen onsridns und beschwerlichen Zumuthungen hinführo verschonen. Sonsten beschweren sich auch des Herzogen zu Schleswig-Holstein Ld., daß denen Usutrniitäts-I'Äetis zuwider die Stapelholmer Schanz aufs neue rspa,rirst und besetzet werden wollte, ungleichen, daß man unnöthiger lind gleichsam fürsetzlicher Weise Dero Ämter und Unterthanen zu ruinirsu suchte. Nun können Wir zwar nicht absehen, aus was Ursachen Ihr die Uspni'g.t,ioil der Schanze angefangen. So halten Wir auch nöthig und dem gemeinen Wesen hochcrsprießlich, Ihr Ldn. mit keinen allzuhartcn LxIrsmitÄtsn ctwan Anlaß zu geben, daß sich Dieselbe zur widrigeil Partei schlagen möchte, sondern Dieselbe vielmehr mit solchem Glimpf zu twg.ot.ii'sn, damit sie jemehr und mehr bei Dero angehenden Rcgierungc auf gute Eonsilin gebracht werden „möge, weswegen man dann auch billig, so viel es immer thunlich, Dero Lande und Ämter verschollen und für andern Orten nicht allzu übermäßig und hart prusgruvirsil sollte, welches Wir Euch hiedurch für- zustellen eine Nothdurft ermessen und das gnädigste Vertrauen zu Euch tragen, Ihr werdet diesen Unfern wohlgemeinten Erinnerungen Raum lind Statt geben. In welcher — 56 — Zuversicht zc. Geben in Unscrin Hauptquartier Prön bei Stralsund, den 16. Oed. Xw. 1659. An «ZeiiernI-Feld marsch. Ebcrstcin und die dänischen den.-tüoinmissarieii. Rex. XI. Holstein 121°. Nr. 34. Schreiben Sietrich's v. der Marwitz an den Kurfürsten Isriedrich Mikbekln von Brandenburg v. 29. Wt. 1659. Durchlcuchtigster Kurfhrst zc.! Heute ist eine (taiints vain Xclmirul Liklelev ankommen, mit welcher Uisleles berichtet, daß sie vorgestern von Kiel zu Segel gangen; schreibet aber nicht wohin, und sei der H. Feld mar schall Ebcrstcin gegen Friedrichsöde nmrediröt, alldo auch etwas von Fahrzeug vorhanden, daß sie also zu beiden Seiten Fühnen werden ulliMÜrsn wollen zc. zc. Copenhagen, den 29. Oet. X. 1659. Dietricl» von «1er Marwits. Rex. XI. Oiinein. 5. X. Bl. 269. Nr. 35. Relation aus Ichnen. Kernt Keneial-Rieiitenant Klaus v. Aljlefetd's Schreiben an den Kr. bleneiml-^nckitenr Bank Kscherning, datirt im Kanpt- quartier zu Kartemünde, den 2. Xovembei' 1659. Demselben füge ich genommener Abrede nach hiermit erfreulich zu wissen, daß nach dem mal wir den 27. Oktober vom Kiel bei gar stillem Wetter mit der Flotte angcsiegelt, scind wir denselben Abend nicht gar weit in See zu Anker gegangen. Den 28. seind wir mit gar gistem, doch sanftem Winde bis unter XkUuuckisch XldoZ-en fort- gcsicgclt und die Nacht gcsetzet, da dann der Feind sowohl auf Imlauck als ImuAslumi unterschiedliche Feuerzeichen gemacht. Den 26. Oetobris haben wir, weil der Wind Loutwair, tief unter Schliebshafen setzen müssen, da ich dann noch üm 10 Uhr in der Nacht mit 2000 Musketieren ausgestiegen in Mcinungc, Ncuburg zu attaguirkn und zu smpm'tii'ku, aber wegen hartem Sturm und finsterer Nacht ist solches krebsgängig geworden. Den 30. öetobrm ist Kriegsrath gehalten, unter welchem der Feintß unterschiedene Eunoimckan aus Slicps Hafen nach uns abgelassen, welche man aber nicht zu beantworten gcwürdiget. Gleichwohl ward selbigen Tages vollkommen geschlossen, daß man das Städtlcin Kartcmüude ü vivo lores a,1t,aguirou sollte, welches auch den 31. OetwbriL auf folgende Weise seinen Fortgang gehabt. Es hat der Herr Feldmarschalk gut befunden, in der Nacht zwischen dem 30. u. 31. Oetobris den EuMain Peter Petersen voran zu schicken, damit er den Hafen und dessen Tiefe vollnkömlich abmessen möchte. Worauf wir am obenbenaunten 31. Oetolwis frühe Morgens gefolget, haben gleichwohl wegen Eontruir-Windes und daß wir allezeit lavircn müssen, den Tag bis um 2 Uhr zugebracht, zu welcher Zeit, nachdeme sich acht schwedische Regimenter zu Pferde sehen lassen, theils unsere kleine Schiffe dieselbe also zu euuonirsu angefangen, daß sie mit gleicher Geschwindigkeit, wie sie angekommen, auch in gleichmäßiger Eil sich in tiefe Thäler und weit abgelegene Berge haben roliriron müssen. Worauf man dann erstlich recht angefangen, die Stadt aufs heftigste zu euuomrsu. Und indem man gesehen, daß durch solches die vornehmste volsimkn dem Feinde genommen, so ist der Herr Feldmarschalk, von beiden Herrn 6kukrg.I-Xi6ntmig.u1su begleitet, welchen die holländische Herrn Obristen Xillegv-rv, is Nnislrk und Xvlvs. gcfolget, mit 3000 Musketieren in Böte gesessen und in Gottes Namen mit fliegenden Fähnlein und guter Ordre ungeachtet der schwedischen pfalzgräflichen Dragoner Gegenwehr gleich auf die Stadt zu gefahren. Indem man aber gar nahe hinzu gekommen, hat man gefunden, daß die Schcer- böte, so mit kleinen Enuvusu und vielen Leuten überladen gewesen, nicht so nahe, wie man wohl verhoffet, haben hinan kommen können, woraus nicht geringe Xssorckrs unsers Scits und dem Feinde große Xelvg.ntg.Kk angewachsen wäre, wann nicht der Allerhöchste solches allgewaltig verhütet und Unserer gesamten Soldateska, hohes und niedrigen Standes, mit solchem unerschrockenen Heldemuuth begäbet, daß sie, ungeachtet das Wasser ziemlich tief und gar kalt, mit guter Xssuiutiou, das Gewehr cmportragend, ins Wasser zu springen sich resulvirvl. Und obzwar etliche schwedische Reiterei uns im Wasser zu -Mir- gnirsu sich unterstanden, so ist doch solches nurt zu ihrem eigenen Spott abgelaufen, und haben sich, gleich ihren Eumsrucksn, aufs eiligste verstecken müssen. Worauf wir dann durch Gottes Gnade vollends in die Stadt gedrungen und uns derselbigcn gänzlich imMrouirel solchergestalt, daß durch augenscheinliche Gottes Gnade meines Wissens außerhalb den Herren Na-Mir Lireles von dem königlichen Leibregimcnt zu Fuß, welcher sobald auf der Stelle geblieben, kein einziger mehr tot geblieben. Wie dann auch der Verwundeten gottlob gar wenig. Von: Feinde seind auch nicht viel geblieben, zumalcn sie sich beizeiten davon gcmachet und über eine lange Brücke »alvirst., dadurch wir dann so weit gekommen, daß wir in einem vortheilhaftige Uoslo, von welchem wir mit chisten, ob Gott will, unsere kWoArsssus ferner fortsetzen wollen, mit dein Feinde numchr auf fnßfestem Lande stehen, welches uns sonsten ohne sonderbare göttliche Schickung viel Blut würde gekostet haben. Es hat sich dem cinkommenden Bericht nach der Feind sobald herauf nach Nieburg retirirkt, und will verlauten, daß er alle seine Vronppsn dahin zu ziehen gcmeinet seie. Wir nnscrs Ortes sein mit veburguirunA unser Rcuteret geschäftig, welcher wohl zu passe köinmet, daß der Feind uns diese Ukuiusulam, welche sich auf vier Kaspel erstrecket, und noch an Fonrage kein Mangel erscheinet?, gänzlich quittiret. Sobald nur unsere Eava-llsris vollends aus den Schiffen, werden höhere I)s88öiu8 vor die Hand genommen werden, worvon ich bei allen müglichsten Begebenheiten fleißige Nachricht meinem hochgeehrten Herreu geben werde, kep. XI. vimsm. 5. X. Bl. 271. Nr. 36. Schreiben des General-Majors Alvrecht Khristoph v. Huast an den Kurfürsten Kriedrich Wilhelm von HZrandenvurg v. K. Mov. 1K59. Durchlcuchtigstcr Kurfürst, guädigstcr Herr! Ew. Kurfürstlichen Durchleuchtigkeit muß unterthänigst hinterbringen, wie daß von des Obristcnlentenant Boßen seiner unterhabenden Lsguuckruu bei die hundert Reuter reböllirel und sonsten allerhand LxesWSir und Zlxorbiluiikisn begehen zc. zc. Anderweit bringe zuin unterthänigsten vor, daß von Ihrer Königl. Mayt. zu Dänenrark nicht mehr als des Herrn (leuörul-Feld- marschall Ebersteins sein Regiment zu Pferde, so sich etwa uf 400 Reuter erstrecket, und dann mit 500 Fußknechten bei den uUiirtöu Regimentern hier seind. Und haben den 4., 5. und 6. dieses Wir mit der Überfahrt der Völker eoutiuuiröl und nun- mchro ein 1200 zu Pferde und die Dragoner mit so gar geringen Boten überbracht und stehen hierüben an solchem Ort, daß Uns der Feind nicht hinausbringen kann; es wäre denn, daß Uns der Hunger heraußcrtricbe. Sobald die Regimenter alle herüber sein werden, wollen Wir im Namen Gottes uf den Feind, so bei Eurlkmuncks sich gegen die, welche von der dänischen und holländischen Flotte ans Land gesetzet, vor- gelegct, s-vaueireu und mit göttlicher Verleihung was Fruchtbares ausrichten. Es werden immer Gefangene vom Feinde bei Uns einbracht, und soll derselbe 3000 zu Pferde und 4 Regimenter zu Fuß als 1000 stark sich befinden. Der Feind hat eine große Anzahl an mstullsukir und eisernen Stücken uf b'osnalmlb, 4'oöinz und dann zwischen dem Rothen Hause, Mittclfahrt und Vrisdsork in den Werken im Stich gelassen :c. Ewr. Kurfürstl. Durchl. unterthänigst gehorsamster Knecht Gegeben in Mittelfahrt aus Albreckt Äkristok Füncn den 6. 9 bris 1659. von Gunst. Rex. XI. 121. X. 1. Bl. 17l. Nr. 37. Schreiben Kietrich's v. der Warwitz an den Kurfürsten Iriedrich Wilhelm von ZZrandenbnrg v. IK. Wov. 1659. Durchlauchtigster Kurfürst, gnädigster Herr! Die Eroberung der Stadt Enrke- mnucka auf Fühnen werden E. K. D. sonder Zweifel anderwärts bereit weitläuftig vernommen haben, dcssenwegcn ich es auch dabei bewenden lasse und nur dieses hinzufüge: daß Hr. Gen. Lbsrstsiu an I. K. M. geschrieben, der bei Friedrichsöde gleichfalls mit seinen Völkern übergangen, und weil der Feind nach Nicbnrg sich rsliriret und unsere bereit davor sein sollen, als erwartet man mit Verlangen, wie es allda abgehen, wiewohl bereit von Lübeck Bericht cinkommt, als daß Nicburg bereit in dänischen Händen. EvpsuckÄZsn, 16. iVov. 1659. Rvp. XI. v-weiu. 5. X. Bl. 981. Metrie!» von ?daesn8i8, nmisso psckits, cum nulla. vietorias 8pö8 8upsrs88st, 8srvati8 orckinilma acl sppi- cknm 8« rsc.spit. Noets inArnsnts INmcksrati propnm oppiclnm 8n^rs88i, ae 8umms maus in aeism ckmpsaiti, masl>ini8 eollocatm, asanitnm sx omni pari« miniabantnr, Ksüber» gnogus s navilui8 aesrrims in sppicknm fulminant«. (Ann itagns impsr- tseta opsra, ackvsv8U8 ta.nt.ain vim a 80Ü8 sgnitilnm ckstsncki non p088snt, mitti- tnr ack cknes8 Im8tinm tubiesn, gui cksckitiemsm a.sgui8 eonckitionilnm otksrrst, aimul ksntsrna monstnr, nt st navidna jasnlari cksaiatat. 8sck enm smnsnr eonckitis- nnnr insntisnsin in8slsn8 vietsr a.ck8psrna.retnr, sitra. sxosptionsm cksckitis ta- eisncka. tüit. kxsscksbat oppicko Usnrieu8 Usrniua enm trilnm sguitnm millibna, gns8 nna enm eaptivm st »ignis. guas in proslis I)s,ni8 srspta tnsrant. cknoibu8 Im8tibn8 tiacksbat, gni Frs^arioa 8ni8 ls^ionilum ackmiaosbant prastsetia in eap- tivitatsm i sckaeti8, gnibn8 gnackraAinta 8iAna sgns8tria, viginti oets pscksatria. ac- es88srs, enm in8i^ui prascka. Der schwedische Gen.-Licut. Heinr. Horn mußte die 11 «ach Nyborg geflohenen Regimenter zu Pferde und der Gen. Maj. Weyher 4 Regimenter Dragoner heraus ins Feld fuhren. Außer den oben gcuaunten Offiziere» fielen dem Sieger der Gen.-Lieut. Horn, die Gen.-Majore Weyher und Graf Waldeck, die Obersten Engel, Peter, Schönlebcn, Schmidt, Taube, Weydenbach, Hübencr, Tawer, Ricsengrün und Zimmermann, auch der junge Wrangel, 7 Oberst-Lieutenants, 9 Majore n. a. samt noch 3000 Pferden und 2000 Mann alter erfahrener schwedischer Soldaten in die — 60 — Hände, welche sogleich schivadrouenwcisc unter die Kaiserlichen, Polen, Kurfürstlichen, Holländer und Dänen vcrtheilt wurden. Die Beute, welche die Dänen und deren Alliirte bcy Nyborg erhielten, war an guten und schönen Pferden die Menge, dann über 100 Standarten, 28 Fahnen, 21 Stück Geschütz (ohne die, welche der Feldmarschall v. Eberstein schon bekommen), 110 Centner Pulver, 2269 allerhand Stückkugeln, 80 Handgranaten, » Paar Herr- pauke»»*), des schwedischen Reichs-Admirals Wrangel, des Pfalzgrafen v. Sulzbach und aller Generale und Obersten Bagage und schönste Pferde. Aus obiger Darstellung erhellt, daß alle an dieser Entscheidungsschlacht Betheiligten, Freund und Feind, mit gleichem Heldenmut!) gefachten und sich mit Ruhm bedeckt haben. Bei der ersten Nachricht, welche Karl Gustav, als er auf der Insel Falster eben mit dem französischen und holländischen Gesandten fröhlich bei Tafel saß, von der plötzlichen Landung Schucks und Eberstein's und von dem Verluste der Insel Fühnen erhielt, sprang er von der Tafel auf und sprach zu seinen Gästen: „Der Feind ist mir ins Land gefallen, Ihr Herren, ich kann nicht länger um Euch sein", und begab sich schleunigst nach Seeland in sein Lager (DIisg.tr. lllnrop. VIII. 1169). „Mit dem Verluste dieser Schlacht sah Karl Gustav nicht allein seine militärischen Operationen durchkreuzt, sondern auch seine weitgehenden Pläne der Gründung eines skandinavischen Reiches für immer vereitelt. Daß solche Enttäuschung bei einem so ehrgeizigen, feurigen Manne, wie Karl Gustav war, zu lebensgefährlicher Erkrankung und frühem Tode führen mußte, war eine pathologische Nothwendigkeit**). Und auf diesem Ausgange beruhen in negativer und positiver Beziehung die Hauptfolgcn des Sieges von Nyborg für Dänemark, Preußen, Polen, und Deutschland." Der in Kopenhagen eingeschlossene König Friedrich III. von Dänemark hatte zwei Tage nach der Schlacht noch keine Kunde von dem herrlichen Siege und war um sein Reich noch sehr besorgt; er schreibt (am 16. Nov.) an seinen Feldmarschall Ernst Albrecht v. Eberstein: Nr. 38. Friedrich der Dritte, von Gottes Gnaden zu Dänemark, Norwegen, der wenden und Gothen König, Hertzog zu Schlcßwig, Holstein rc. Ghrenvester, lieber Getreuer, Wir haben aus Gureni jüngsthin abgelassenen schreiben gantz erfreulich vernommen, daß ihr mit tapferer Resolution aus Iütland bey Ulittelsarth über den Strohm gesetzet und nunmehro in Finnen einen festen Fuß gefasset, wollen nicht zrveiffeln, ihr werdet euch anitzo mit unserm Feld-Utarschall Schackau, so sich auch alda mit dem von liiel abgesegelten Eorpors befindet, bereits eouchmg'jret, und was zu Dämpfung des Feindes Illacht, so sich nacher Nicburg retiriret haben soll, nöthig, mit gleichmäßiger EouruZ-s vorgenommen haben; weilen wir Uns derer Holländischen Grlog-Schiffe annoch bedienen können, die See auch noch nuvissubsl ist, als würde Uns sonderlich lieb seyn, wenn des Feindes Ulacht durch göttliche Vssislsnes alda gcdämpffet, daß ihr nebst Unfern Fcld-UIarschall Schackau auf vorgepflogenen Rath bey diesem dazu bequemen Wetter und habenden Gommodität berührter Vrlog-Schiffa noch eine der benachbarten Znsuln förderlichst attaquiren möchtet, zumahlen des Feindes Ulacht zertheilet und unter dessen Völker bereits ein Schrecken entstanden, wie die täglich allster ankommende Uberläuffer und eingebrachte Gefangene bezeugen. Gleichwie mm solches zu Rettung Unserer Reiche und Lande, auch Unserer Basrcyung von des Feindes Gppression gereichet; So setzen Wir zu euch das feste Vertrauen, ihr werdet hieran keine Ulühe und Fleiß spahren, zumahlen an der Zeit so mercklich und hoch gelegen und besorglich gegen das Vor-Zahr andere Veränderungen vorgehen möchten; ch Über dieselben hat der Feldm. v. Eberstein in seinem Testamente Verfügung getroffen (s. meine „Historische Nachrichten rc." Seite 42). Ein Paar ist in Gchofen noch vorhanden. -(*) vm^vers (Männi nou ex iuimicis solnm, seil et amicis Rechs, Zlorbum istum contractu»! ex animi moerore od cluüein in Ikionia acesxtam (pukeuäort, Laiuuelis Inder! Laronis üe, „De rebus a Oarolo Oustavo Lvecias Kexe gestis" tndri sextern, ?uZ'. 602). — 61 — Wir wollen es umb euch und die eurigen Hinwiederuin zu verschulden wissen, und verbleiben euch mit Aönigl. Gnaden wohl gewogen. Gegeben auf Unserer Residenz zu Kopenhagen, den s6. Nov. sSSfl. Ickilloiioli. Dem Lhreiwesteil Iluseru Geueral-Feld-Marschall, General-Gouverneur über Unsere vestungen und Miliz, Vbristen zn Roß und Fuß, auch Drosten zu Pinneburg und lieben getreuen, Ernst Albrccht von Ebcrstein auf GeHoven und Passenbruch . XIV. Xovsinb. 1659. Nach der Schlacht bei Nyborg wollte Ebcrstein auch in Seeland einbrechen, um seinen König zu entsetzen; allein Ruyter schlug ihm sein Verlangen, die Marten über den großen Bell zu setzen, unter dem Vorwande ab, daß der Winter zu nahe sei, worauf sich Eberstein von Schuck, der auf Fühnen blieb, trennte und sich wieder nach Jütland begab (vgl. Nlreutw. Xnrop. VIII. 1171). Der Sieg bei Nyborg hatte die Wirkung, daß der König von Schweden sich geneigter, als jemals, zum Frieden erwies. „Denn schon am 1. Dez. wurde zu Kopenhagen Bericht eingebracht, daß der König von Schweden nicht allein das Haagische Project absolut« angenommen, sondern auch den Elbingischen Tractat, worüber so lang controversirt ivorden, ratificirt und unterschrieben hätte. Wenige Tage hernach kam die Zeitung, daß er sich aus Seeland nach Schweden erhoben und das Ober-Commando auf dieser Insel dem Pfalzgrafcn von Sulzbach aufgetragen habe" (NIrsutr. Xnrvp.VIII. 1153). Am 27. Mai 1660 wurde zu Kopenhagen zwischen Dänemark und Schweden Frieden geschlossen (Nlreutn. Xnrop. VIII. 1268). Dem Friedensschlüsse gemäß wurden die Lager vor Kopenhagen den 1. Juni aufgehoben, ebenso auch die Schweden, welche bisher in den Dänischen Festungen und kleinen Inseln gestanden, abgeführt. Der Herr General-Fetdnmrfchast Obersten» ließ auf eingelangte Nachricht, daß zwischen Dänemark und Schweden Frieden geschlossen, nicht allein die Zufuhr nach Tönningen wieder eröffnen, sondern auch, als ihm Königl. Ordre zukam, die Dänischen Völker aus den Fürstl. Holstein-Gottorfschen Ämtern Ellerstadt, Husen u. dgl. Plätze gar abführen, und sobald die Publication und Ankündigung dieses Friedens zu Glückstadt vorging, wurden auch alle auf der Insel Fühnen gefangenen Schwed. hohen und Niedern Kriegs-Offizicre ohne Abforderung einiger Ranzion frei entlassen (Mrsutw. lÄU'Op. VIII. 1275). Nr. 41. Kel'dtMarschal'ck Oberstem aus Mittellarth vom K. 7. Xaveinb: 1659, ketorirt weittäuftig, wie er auf Isühnen festen Aues gesetzet. Auch 2 Schwed. Hrlogsschiff v. 2 Kapers erobert. Durchleuchtigster, Großmächtigster Muig. Allergnedigster tqerr. Sw: Aönigl: Alaytt: wirbt auß meinem vorgestrigen Aurtzen allervnderthe- nigsten bericht vor einlangung dießes zweifsels ohne gehorsambst rkkkviret seyn, daß durch des allerhöchsten gnedige hüclffe vndt beystandt ich mit meinen vnderhabenden Völckern vff der Insul! Füehnen einen Fueß gesetzett vndt mich alsobalden des Schloßes Sintzgabel vndt der Stadt Alittelsart, die beide von dem Feindt ver- lauffen worden, glücklich bemechtiget. IVie aber wegen eirge der zeitt nicht alles auß füerhrlich vndt mit gehörigen vmbstenden derozeitt ratkilrl werden können, Alß habe ich solches anietzo meinem damahligen versprechen zue schuldigster folge aller vnderthenigst ersetzen sollen. Vndt ist nuhn an dehme wie ich nach vorhero genonnnener bestendiger abrede mit dem Herrn FeldtRIarschallen Schaaken, daß mihr von ihine Funff Grlorgsschieffe, davon daß geringste 30 Stücke führte, auch mit Volck wohl besetzt vndt sonsten mit nöhtigem proviunä vndt andern zuebehöe- rnngen versehen wehren, zue stkeetuirung dießes ässskin^ aufs gesagte Insul! Fühnenen (sie) ohnfehlbahr gewieß solten zue geschicket werden, Worauff ich mich dan auch fest verlaßen, solches dein Thurbrandenb: perrn tZensrul Nujsnv Quasten vmb sich mit seinen, wie auch den beyhabenden Aeyserl: vndt Aönigl: polnischen trouMkn zur mavelio nach Toldingen gefast vndt fertig zue halten, so fort nokiti- eivet, vndt bin daraufs in Gottes nahmen den 26. oetobvis mit meinem twouppen zue roß vndt Fueß sambt der Feldt IrtiKlorik auß meinem quartier Stedtsande vnderin Ambt Tündern belegen auffgebrochen, die inarelw allezeitt morgens fast für tage angetreten undt ohnerwogen der gar tieften böeßen wege auch eingefallenen regen wetters biß in die Finstere nacht ohne einigen gestatteten Rast- oder ruhe tage teglich eontinniret, biß ich verschienen RIontag wahr der 3P oetobris, vndt also in 5 tagen zue Toldingen ankommen. i mit seinen gantzen trouppen auch gegen Gttensee inurelnret vndt beordret außen auff den nächsten dörffern zue subsiMren vndt sich zuebemühen, daß er gefangene bekommen möge, verhoffe sie werden noch etzliche ertappen vndt einschicken. Dem Allerhöchsten hat man billich gar hohen danck zuesagen, das er diesen vor menschlichen äugen so gar schweren vndt fast vnmüglichen anschlag so glücklich hinausgebracht auch meine übergroße mühe, sorgsalt vndt arbeitt, so mihr durch außpleibung der hochbenöhtigten gewieß versprochenen, aber nicht angekommenen orloA'S Schießen vndt fahrzeuges viehl schwerer vndt gleichsamb verdoppelt worden. Wie nun aber gestern zeitung eingekommen, daß die beide orlo^s Schieße vndt lLapers vnder dem von Rohtstein vndt mit denselben der iVIchchnr Lütken mit seinen WO Wann zue Aröe arriviret, habe ich ihnen abermahl orclro ertheilett, daß Rottstein mit seinen orlog-s schießen auff daß Schwedische orlo^s schieße (sie) vndt die eine 6g,I1iot,s bey Essens ein wachendes auge haben vndt zuesehen solle, daß er sich deren bemechtige, Nussur Lütkens aber mit dem andern fahrzeug vndt seinen WO Alaunen anhero kommen solle, Wehre Rotenstein, rvie ich ihn erstmahl beordert, so zeitig arriviret, hette daß Schwedische orlog'sschieff vndt (lnlliot nicht kKelmMiren können. r ^0 Akuß- quetirer gegeben, glücklich befochten vndt neben noch 2 Schwedischen daselbst gelegenen (Lapern erobert, ,ilnin auß Gdensee vnd solisten noch viel gemeine schwedische schiffe gefangen bekommen. Den selben tag Hab jch ihro königl: mayst: cammer iuitcherit vndt rittmeister Buchwalt nach Gdensee geschicket vmb die von adel zu salvaguardiren, bin auch von den eoinunmäsur Rodtstein vndt nteinen mnjeur Lüdtchen benachrichtiget worden, daß sie die Schwedische stotte, so 28 st! geführet, nebenst 2 capper, der eine der Schwartze Hund genandt mit 6 st:, daß ander mit H stück:, sambt 2 schüten, erobert hetten, auch daß meine knechte auff einen Schwedischen rittmeister, so mit eine parthey pferden von feinde in otkens gestanden, loß gangen, selbige repousiret, f stuck er- öbert vnd sich der stadt bemächtiget. Den fften mit anbrechenden tage Hab jch die letzten von meiner nrinse nebst den einen stück Völlens her über vbers wasser bracht, da ich dan mit warheit den den rühm den h. Ann: innjenr Quasten, graffen von der Natt vnd andern obristen vnd «Meirern wie auch den gemeinen geben muß, daß sie sich allerseits gar eiferich vnd fleißig bey den vbersetzen erzeiget. Wie sie nun also alle sambt über gewesen, Hab jch so forth krieges rath mit den allijrten hohen oküeirern in beysein des K6n: eoimnissurij Detleff von Alefeldt gehalten, da ich ihnen den allerseits xroponirsl, waß jhr königl: inayst: an dieser insel gelegen, vnd jhr sentkmsnl weiter zu vernehnien begehret, ob sie mit nur einig auff den feindt loß gehen, wo er anzutreffen were, vndt zu suchen vnß mit den feldmarschalle Schacken zu oon- jnnojren, da wir dan in Gottes nahmen einmütig geschloffen nnsern marell nach Gdensee zu nehmen, vndt wan der feind vnß vnter äugen gehen, oder wir jhm, wo es were, antreffen würden, denselben nicht allein zu attaciviren, bcsondern auch mit fhm zu schlagen, vnß rssolviret. Darauff ich also zu den mareli geschritten, mich fuhr Wittelfahrt gesetzet, die bataiZ-ls getormiret vndt den mareli selbigen abendt biß Airchharde fortgesetzet. Deßelben tages Hab jch ein schreiben von h: seldtmar: Schacken von Wedel auß bekommen, darin er notitieiret, daß er zu Gartemunde angelanget were, vnd ich ihm die 2000 reutter vnd dragouner vnser abrede nach nicht nach Wedel sondern nach den Hasen ksorßen überschicken wolte, welche er alßden alda durch das fahrzeug abholen laßen wolte. Gegen abendt kam sein MN: aäjntant Wichel! Schaw zu inir auff den mareli, grüßirte inich von seinen h: feldt in:, vndt daß sie auß Vdensee vernommen, daß ich imoviamlt daselbst bestellet hctte, auch meine vortronMSn; hette er, der h: feldtm: Schuck, jhn also abgefertiget mich zu berichten, daß er sich zu (Lartemunde fest gesetzet hette vnd zugleich von mir zu vernehmen, wie etwa vnsere eonjunetion irgendes am süg- lichsten geschehen konte. Darauff Hab ich ihn alsebaldt wieder abgefertiget, den h: feldtm: Schacken zu berichten, daß ich wie er für äugen sehe, im vollen mureli begriffen were vnd morgen sambt den anbrechenden tage meinen mareli furters vfs Gdensehe nehmen würde, auch daß meine vndt der h: allijrten Kenkialls vndt obersten allerseits rksolviret wehren, wofern der feind irgens rniter wegens wehre, daß wir vnß mit denselben schlagen vndt eine batallis bessern, in verbleibung deßen vns mit den h: seldtin: zu eonjunZiren suchen wolten. Den sOten bin jch vor tages wieder vfs gebrochen vnd zum mareli geschritten. Alß nun der h: feldtm: Schuck vernommen, daß meine vortronWen umb (!) den sehe albereit herumb stunden, ist er vnrb seinen verschantzeten lager zu Garte munde, darinnen jhn der feind sonstcn eingeschloßen hielte, wie sein xen: aäjutant Dlichell Schaw selbsten berichtet, auffgebrochen, nach Gdensehe mareliiret undt die gantze stadt also mit livurtiren eingenommen, daß sie die besten vor sich behaldten, daß für vnß nichts übergelaßen, obschon die stadt bereits von mir salvaAnaräiret vndt von feinde befreiet war. Darauf hatt er nur einen brieff geschrieben, wie folget. In den ersten brieff war enthalten, daß ich die 2000 reutter vndt 200 dragouner nicht nach Wedell sondern nach den Hafen k)orßen, welcher beßer zue emliarZrrintzen undt königl: P>rincefli>l hiemit der Zlllgewaltigen Gnadenreichen beschirmung des Allerhöchsten zu ferneren bestendigen leibes woll sein undt übrigen höchstersprieslichen königl: hochergehen dero beharlichen königl: Dulden undt Gnaden aber Ulich gehorsahmbst wol Enrpfehle, Verbleibende Ew: königl: maytt: Eignatmn Nieburg AllerNnterthänig-Gchorsahmbst den (3ten No- vndt pflichtschuldigster vembris 2lnno dreier Diener sSSZ. Ernst Albrcrlll von Gderstcin. Dem durchlauchtigsten ac. ic. Herrn Fricdcrichen dem dritten z»c DenneMarck :c. :c. könig rc. :c. Meinem Allcrgnedigsten könige undt Herrn Kopenhagen. Drosentatum llutilio d. 21. 17ovemdr. 1659. Original mit Eberstein's Siegel in rothcin Lack. „Danskc kongers Historie" No. 132>'. Nr. 44. Eigentliche undt Warhaffte kelntion Desjenigen, so öey kevociipiiuiix der Insul Kühnen auff den 14. Xoveind: Welcher nach dem Dünischen (Alemlei' PMeriMag gewesen, Knrgefallen 4,uua lK5i). Koppenhagen. Gedrrickt bey Sl. Peter Hacks nachgelassenen Witivc. In Conbinug-bion meiner vorigen vom 1. und 4. dieses, worinncn Unser glückliche Oksosutö auf der Insul Fichnen sambt denen dabei) fürgefallcncn Uartianlarien mit mehrern angeführet worden, habe ich nicht unterlassen können, den Herren Brüdern ferner zu berichten, wie daß Wihr zwar dcrmahlen von einigen Landtleutcn und überlauffern Kundschafft erhalten, als hette sich der Feindt so baldt nach Unserem Landtgang mit seiner gantzen Macht nacher Nieburg gezogen, welches aber, wie es Nachwahlen der Augenschein gegäben, viel anderster sich verhalten, indem der Herr Pfaltzgraff von Sultzbach sich den 5. darauff mit seiner beyhabcndcn toreu wiedcrumb gegen Uns unweit von Cartemünde gcsetzet, dem ansehen nach unsere Eonffnietion mit dcß Hr. Feltmarschalck Ildei'stmu's lüxesll, zu behindern. Worauff Unsere duusralibät, nach gehaltenem Krieges-Raht für gut befunden, daß wciln man von der Ebcrsteini- schen überkunfft annoch nicht die geringste Nachricht hette undt vielleicht zu Mittcl- fahrt die UassuM von dem Feinde den Unserigen äispuliret werden könte, man danncn- hero daß Städtlein Cartemünde verlassen undt mit geschlossener Lutaill« den Narsull auf Odensee nehmen solte. Zu diesem Ende brach unsere gegen dem Feind zurechnen zimblich geringe Macht den 6. dieses von Cartemünde auff und volbrachte selbigen Tag nur eine Mcil biß an das Dorff Munckebot, woselbstcn wir umb deß Feindes tlontkiieuo« abzusehen 2 Tage über LubsisUrten, undt wcilln wir Uns allcmahl umb desto sicherer Zugehen, bcy den vielen Päßen lange anschalten, lind in guter Oaksnsion halten inüßen, gicng der Narsell nicht eben zum schleunigsten fort. Wir hellen Uns zwar auff diesen mühsamen Weg ein und anderer Reneontren mit dem Feinde ver- .. — 76 — sehen, selbiger aber gab allenthalben Raum und verfügte sich wiederumb, nachdem er unß eine weile vergeblich eostigirct, nacher Nieburg. Deß folgenden Tages erreichten Wir die Stadt Odensce gantz ungehindert, woselbsten Wir Kundtschafft erhielten, daß des Hr. Feldtmarschalck übersteiu's Rxosll. bcy Mittelfarht dem 4. dieses nach glücklicher Oissipiruuge der dasclbigen fcindtlichcn oppositiou ebenfalß gelandet hcttc, worauff den 11. die völlige Coiffuuetiou beyder Herrn Fe ldtm arschallen erfolgete undt so forth von der gesambtcn Ceuerulitet geschlossen wardt, im Nahmen GOttcs aufs den Feindt so unter Nicburg stundt, mit der vereinigten Macht loß zu gehen. Den 12. führte des Hr. Feldtmarschalck Obersten»'» Rxoell: die üuunt,- guurcke, undt gelangten wir zu Abends eine Meile vor Odcnsee an einem Paß. Am folgenden Morgen hatten die Loliaelrischen den Vorzug undt lahmen aufs den Abendt an daß Dorff Maßleben anderthalb Meill von Nyburg, woselbsten beide Armeen die Nacht über im Felde Cumpirleu. Den 14. brach der Hr. Feldmarststaltk Oberste»»» mit den scinigen frühe auff undt fandt ungefchr umb 11 Vhr des Morgens den Feindt unweit von Nieburg für dem Walde in voller SchlachtOrdnuug stehen, der dan außer deine, daß er auff dem Rücken mit einer sicheren retruitcke zu der Stadt Nicburg versehen war, etwa 50 schrit von seiner Lutuille noch eine starcke Hecke und Wassergraben und hinter selbigen seine musgvstirer undt Dragoner gleichsamb alß einer starckcn Brustwere logirct hcttc. Die auiZ-ugurcks, so wolgedachter Hr. Feldmarschalck von 400 eoiumen- «lirten Reutern undt einen theil Pollacken voraußgehen lassen, wardt repoussiret darauff, sobaldt Ihre Rxoell. diese des Feindes RosRur ersehen, machten sie in die 2 Mus- quctenschüße von gemelter Hecken lluRs und loriuirt-eu Ihre Ordnung, daß der Herr 66u.-Na.M- Huasd den Rechten Flügel anführte, worinnen ein theil der Pohlen, so zu eusscrst dem Flügel zur rechten augehcncket wurden, undt die Kay scr- lichen Regimeut.er Nut-tlruei, Oaratka und Schultz, wie auch einige Canitzischc Nrugouer, welche allenthalben mit untergespickt wurden, sich befunden! Diesem Flügel waren deß Hrn. Grafen von der Natte und ein theil des Nutcklmeischen Regiments zur Reserve verordnet, worauff die Inlaut,eria, welche mit 14 Stücken versehen, von den Ebersteinischen und 2 driguden, so der Hr. Feldmarschall Kollaelc von den Königl. Dcnnemarckischen undt Hollendischcn Loueeurs - Völckern hergegäben, bestuiidc, postiret war. Auff solche folgeten im linken Flügel die Churbrandenburgischc Regimenter Creue, Huast, einige Canitzische Dragoner, eine Lguackrou von den Ebcr- steinischen und die Polacken, welchen allen daß übrige von den Ebersteinischcn und daß Kannenb ergische Regiment zur Reserue erckiuiret war. In dessen kam des Hr. Feldtmarschalck Schackens Rxeell. mit seinem Corpo au, we lcher sich gleichfals auff die 2 Musquetenschüsse von der Ebersteinischen Ordnung postirts: also, das der Herr Denerai - Lieutenambt Hans von Ahlcfeldt den rechten Flügel Commsnäirte, worinnen in die 60 Schackische Dragoner, dan Ihre Königl. Maytt. der Königinnen Leib Regiment zu Pferd der Junge Obrist Gülden- lcw, deßen Oberst - Lieutenambt, der Obriste Boht mit Ihr. Königl. May. eigenen Fucß-Völckern und 2 Stücken, wie auch noch eine Rsgnackron von den Güldcnlewischen und der Obrist-Lieutenambt und Nasor von den Schackischen mit ihren Lgnackronen verordnet waren. Diesen folgeten die Holländischen Loneours- und Fueßvölcker mit 4 Reginient Stücken unter Ihr Rxeell. dem Hr. Feldmarschalch Schacken selbst, dem Herrn (leneral-Lieut. Clauß von Ahleseldt und den Holländischen Obrist chuiilegre und von Neteren, welche Is Corps cle Rataille lormirten; der linckcre Flügel war von dem Herrn Csusrai Nieren Trainpen eominanckirct und von 2 Trampischen Lgnackronsn, einer Frisischcn, dein halben Regiment von Neuss: chuii legre zu Fuß, wie auch 2 Frisischcn und einer Krusischen Sgnackron besetzet, welchen, wie auch dem rechten Flügel, daß Brockenhusische und die übrige Krusische Regiment zur Reserve eonnnanckirst wahr. In solcher Ordnung gicng der Herr Fe ldtm arschalch Oberster»» mit obbcsagtcn der Hohen ^Nörten Völckern gantz Hertzhafftig loß, drang auch bis an die Hecke durch. — 77 — wosclbsten aber wegen starcken Wicderstandcs von dcß Feindes Musguetirern und Dragonern nicht müglich war, ferner durchzudringen, weßwegeu die verdcre Ordnungen bis auff die rsKsrns in einige ckisorckrs gericthen und dahero von der Schacki scheu Lataillk saeunäiret werden inusten. Nichts dcstoweniger hielten sich diese Nrouppsn für ihrer Uktwaitcke so wohl, daß weder von den Kayscrlichen, Vnsrigen noch Brandenburgischen kein eintziger (Meiner zu finden war, der nicht ein sonderliches Kcnzeichen seines wohl Verhaltens, als Wunden und Krisen, von dem Feinde davon getragen hettc; insonderheit haben die Kayscrliche und Ebcrsteinische zu verschiedenen mahlen scharff getroffen, Massen auch unter andern Chur Brandcnburgischen Uszimentsrn die Canitzische OraZ'onkr dergestalt heis gestanden, das eine ziembliche Anzahl davon auff dem Platz geblieben. Darauf rückten die Schackischen mit ihrer Ordnung ein und war es insonderheit eine Lust zu sehen, wie fertig die Holländische Fuß Völcker sich ihrer sxsreitien mit den Nnsguetcn und Piken bedienen kanten; dan sie auff tapferes crmahnen deß Hrn. FeldtMarschallen Schocken, Hr. (üsnornl-lüouto Claus; von Ahle- feldt und ihrer eignen Befehligshaber sich also willig und Hertzhafft erzeiget, daß sie den Feindt, so weit er ihnen stund, aus seinem Vortheil hinter der Hecken clsslvAircn gemachet und das Feldt zu suchen gcnötiget haben. Auff der rechten Seiten hatte der Hr. (Mn.-Iüout. Hans von Ahlefeldt das Glück, den Wassergraben mit seinen untergebenen Troupen zu Yassiren und dcß Feindes lincken Flügel, welchen der Hr. FeldMarschalch Steinbock, Hr. Clan.-IükM,. Horn, wie auch die Hrn. (?ou.Majoren Weyer und Waldeck ('omnmuckirtcn. bis in die Stadt zu poussiren: Da den die Schwedische Fuß Völcker, alß von ihrer Meuterei verlassen, den Pohlen in die Feuste gerieten, und weilen niemandt wegen anderer oeeupaticmen retten kunte, ins gesambt in die 2000 Man niedergesäbelt worden. Man muß dieses den Hr. Pohlen nachgeben, daß ob sie wohl in dem ersten Anfall ihren Obristen, den Herrn ?is.MN?ov8lei und viele vornehme s'avallicrer verlohren, sie dennoch mit ungeenderter CouraZs ihre p08t.cn maintoniret haben, allermassen es auch denckwürdig. das eine LriZ-acks von den Holländischen, meines beHaltens des von Metern, von einiger doch gantz wenigen Eavallarie der Unscrigen «nstinniret mit gefelleten Picken 2 feindtliche Lguackroimn zu Pferde von dero Stücken weggetrieben. Jmmittelst war der Schwedische rechte Flügel unter Conclnits des Hrn. Pfaltzgraffens, und (tonMajor Bötcker mit Unseren Linckcrn annoch Tapfer zu Wercke, doch aber, weilen die ^Ilürt-s sich wiederumb gcsetzet und die beiden Hrn. FeldtMarschallen Gffersteit» und Schack der Herr Clsn.Major Tramp undt andere vornehme befehligshaber der ^.Uiirten undt ncw geworbenen Dänischen UoZümantcr sich lustlich mit ihnen herum getummelt; muß der Hr. Pfaltz Grafs von Sulzbach zu letzt verlohren geben, und sich gleichsfals in Nieburg saiviren. Die Unsrige folgcten auff dem Fueß nach, alda sie auff der andern Seiten den Herrn tZönsr.-Iüeutn.: Hans von Ahlefeldt, welcher sich daselbsten für der Statt gesetzet hatte, vorgefunden. Dem Feinde wurde also vorth auß dreyen Stücken die Lösung geben, welcher ohne vcrzugk mit zwey geantwortet wurde, darauff Unsere (?6neraiitM, den Herrn Vieo-Mlmiraten Bielcke und de Reuytcr von allem bericht thun und selbige ersuchen lassen, sich näher zu der Stadt herein zu legen, solchem Ansuchen ward so bald Statt gegeben, dan so gleich der folgende Morgen anbrach, beguntc es dergestalt von den Schiffen auff die Stadt zu donnern, daß man wohl mercken kunte, das beide Bcfehligshabere der Vlatten die rechten Handt-griffe dazu gelernet hetten, inmaffen auch der Herr de Reuyter für seine Person seinen rühmlichen Eifer zu dieser gantzcn kntwspriss fuhr diesem vor Kartemünde dergestalt verspüren lassen, das Er sich in ein Boht geworffen, und ungeachtet zwey Matrosen zu seiner Seit niedergeschossen, unter den ersten mit zu Lande geeilet; Kurtz vorher die Vlotte zu Eanoniren anficng, ward dem Feinde zu Morgens am 5. Imjus abermahl eine Losung von dreyen Stücken von Unserer Cleneralität zu Lande gegeben, welche aber unbeantwortet blieb und Unß versicherte, daß man in der Statt mit Friedens Gedanken umgieng. Nachdehm aber die Vlatten angefangen die Stadt, wie vorgemeldet, mit ihren Ca- nonan zu begrüssen, kam des Obristen Engels Trompetter heraus;, im Nahmen der Schwe- — 78 — dischen dsusralitet die Dänische Demuhtig zubittcn, das man mit (luuouirsu einhalten möchte, seine Urlneipnlen wehren erbietigh, sich zu einem Ehrlichen ^.aeorck so vorth zu verstehen. Weilen man aber Unserer Seits von keinem ^.eoorck als aufs Gnad und Ungnad wissen wollen, ward dessen ungeachtet mit dem Eunonirsn zu Lande und Wasser starck vortgefahren, worauff der Obrist Schönleben, duner: UilisuCron mit noch einem E'uvullier alß Schwedische äupubirtu ankahmen und im Nahmen Obgedachter ihrer Urineipulcn nochmahlen Dienstlichst umb einhaltung des Eunonirens gebeten, weilen die in der Stat bereit wehren, sich auf ckiserution an die Unserige zu ergeben. Weß- wcgcn der Herr dunurul Kriegs Eoininlssurius Detlefs von Alefeldt zu nebenst dem Herrn dunsrulU^or Trampen hinein gcschicket wardt, sich deßfals in etwas naher mit ihnen zu vergleichen! Es stundt aber nicht lange an, so kam der Herr dunurnl Leutenanbt Heinrich Horn und prausunkirts die übrige Euvallerie, welche sich inNy- burgh sslvirut, hctte, und in 3000 Pferden bestunden. Die durch Schweden von den Unsrigen gefangene beide ÄIs-M-un Lutkens und Harlack wurden zusampt der gestrigen Tages eroberten Slunäarts von den Jung Güldenlewischen mit grosser Ehrbietung demselben wiederumb zugestellet. Die Schwedische Meuterei) ward halb unter die ^Illsrtu und halb unter die Unsrigen untergesteckt, alle Sbunckarten, Paucken und Siegeß-Zcichen, wurden Nach unter gesetzter Lpuoitleutüon den Unsrigen zu theil, und ist Kürtzlich zusagen, nicht das geringste von der gantzen Macht, so der Feindt aufs dieser Insul gehabt, als der Herr Pfaltzgraff von Su Itzbach und Feldt Marschalch Steinbock mit 2 n 3 Dienern des Nachts zwischen den 14. und 15. aufs einem Scheerboht nachcr Seelandt entrunnen. Wan sonsten der Feindt in seinem Vortheil geblieben, und sich in Niburg ohne der lZulniUs gesctzet hctte, würde Uns diese unbruprisu auff Fühnen gantz gesichert viel Blutes gekostet haben, wo nicht gahr zurück gegangen sein. Es hat aber die Fürsichtige verordnunge Ihrer Königl. Mayesteten Unsers allergnädigsten Königs und Herren, zu glücklicher außführung dieses Werkeß nicht wenig gcholffen, dan seiter für etwa 2'/l, Monahten dieselbe durch den Herrn dunurul Nieren Friedrich von Ahle - feldt nur zum Schein einen Versuch auff die Statt Allstedt in Schonen thun laffen, ist der Feind irre geworden, lind allezeit der Meinunge gewesen, man würde Unserer Seits der Ends durch die zum Kih l muliurquirte Völcker nurvosurs npsrutionus Fürnehmen, wo durch in der Insul Fühnen, nicht eben gar zufleißige anstaltcn gemachet worden. Soviel dennoch thunlich, hat der König auß Schweden zu unterschiedenen mahlen in die 1500 Mann zu Fuß bei Nächtlicher weile überschiffen lassen, also das der Feindt in allem 4500 Reuter, 2000 zu Fuß und 600 Dragoner, dahergegcn wir an Reutern, Fuß-Völckern, und Dragonern ungleichen 8000 Mann gehabt haben. Daß nun diese Unsere fast gleiche und zum theil in solchen runevntrun unge- übete Macht den Feind so glücklich auß allen Vortheilen getrieben und gantz zu Boden geleget, solches ist ein Werck, welches einzig und allein dem grundgütigen Gott, welcher Ihrer Königl. May: Unsers allergnädigsten Königes und Herren gerechte Sache so verwunderlich gegen den übermuht Unserer Feinde biß hero geführet, billig zugeschrieben werden muß: Wir zweifeln auch nicht, diese dcnckwürdige Niederlage werde zuletzt Unsere Feinde zur erkenndtnus Ihrer Ungerechtigkeit bringen und hergegen Ihr: Königl: May: Unsers allergnädigsten Königes und Herren itzo mercklich zunehmende Nilies desto frewdiger zu andern und mehr irnportirunckkn lüntruprissn machen, wozu der höchste GOtt, alß ein Herscher der Herscharen, hinführo seinen Kräftigen Segen in Gnaden verleihen wolle. Hierouff folget die Liste der gefangenen, gequetschten und Todten, auch der in der Insul Fühnen bißhero gestandenen Regimenter, welche theils durch den Herrn dmu-rnl- Lieütenambt Horn übergeben, theis auch zunebenst den Fues-Völckern undt Dragunern auff der Wahlstat niedergehauwen worden. Gefangene Schwedische Keneials nndt hohe Gfficierer find Diese: dunerul Illsuteuunt, Heinrich Horn, denm-ul NuM-j IZ^Waldeck, — 79 — 'Hertzog von Weymar, ist im Treffen gefangen, Graff Königsinarck, im Treffen verwundet undt gefangen, Hübener, Schönleben, Engel, Obriste Schmidt über die Inkautöils, Taube über die Di-aZwuiiki-, Tauer, Weydeubach über die vi-aoonsi', Riesengrühn, Zimmermann. Lumma Eleneralß Personen 3 Obristen Alle, so vom Keneial Stabe ckepeuckiieu stndt auch gefangen, altz: Der Gsnaral Quartierineister, Ober (.'ommissarius Siltinan, (?kneiÄl ^Vullitsur Lilie-Krohn, . s Strubs, lü.nm.i8»amu« j Mittelstätt, 3 Proviant Meistere, 3 Feldt Nsckiei, Der (lsusral Gewaltiger. Lumina. Personen 19 bist« der gefangenen Schwedischen k«ximoutei' zu Potz. Daß Leib Reg-imt. durch Obr. Lieut. Rrsmöi' (lommanckiit .... 8t Daß Hornische RnKÜnsut 8? Das Waldeckische Rkgiment 8s Daß Weyinarische Kkssimenb 8 Daß KönigSmarckische 10 Daß Httbenerische Daß Schönlebische Daß Englische ... 6 Daß Peterische 8 Daß Bötticherische Daß Marck-Gräffische von Obrist Tauer Eommaiickli'öt Lumma R.sAÜmsnt«v zu Pferdt 11 habeir (lompaAuicm 88 Sindt starck gewesen Pferde 4500 Davon hat (keinmal Ineutenanb Horn den unsrigen mit ihren Obristen, Obrist- Lientcnants, Na^eurs, Rittmeisters, Lieutenanten undt zubehörigen unterOfficiercrn prae- sentii-et Pferde 3000; was sonsten von den übrigen aufs der Wahlstädt geblieben, aber auch in Buschen undt Hecken sich verkrochen gehabt, davon hat man die Nahmen so eylfertig annoch nicht beybringen können. Dragoner. Lump. (lomyaA-. Daß Pfaltz Grafische Daß Weyherische Daß Taubische . . Daß Weydenbachische ^ Regiment. j Lumma l1ö^iiukiit,ei' Dragoner 4 haben gehalten 600 Älann. AWWWWWWW — 80 — Infanterie. Daß Schmidische mit dem Krnsischen Regiment und denen Eomnmnüirten 1500 zn Fueß von der Insul Seelands welche, wie oben rskarirst, alle außerhalb wenigen gesäbelt worden, seind Knechte 2000. Sonstcn sindt iin Treffen auff der Wahlstädt von Schwed. feiten todt geblieben dknernl Uujor Bötticher Vnd viel andere mehr, deren Nahmen man in Eyl nicht haben können. Inste deren, so von Dänischer nndt der sämdlichen hohen ^Ilijiteu seiten nn (Meiieim ansf der Mahlstädt Todt geblieben. Von den Kayserlichen keiner. Von den Dänischen Obriste Heinrich Volrath Boht zu Fues, Obrist InsutöNÄNt ckasius Brede Rantzow, Obrist Vz-obo Sandtberg, Nugür Nahrendorff zu Fueß, i Kay von Ahleseldt, Rittmeister Taube, f Töpling. Von den Pohlnischcn: Obrist ^iusskWignslr^. Von den Brandcnburgischcn Niemandt. Von den Holländischen ein Capitain. Kninmu Personen todt 9. liste der Uermnndtten. Von den Kayserlichen ist Oberste Schultz ins Hanbt aber nicht tödtlich verwundet. Von den Dänischen Obriste Lieut. Norman zu Fueß, Hr. FeldtMarschalks Ebersteins Nusür Unrcm «te IVeix dlirch den Arm, .. i Eluncki mit 3 Kugeln durch die Backen, üuttmeistei ^ imd durch gestochen. Der Capitein Bendix von Ahlefeldt. Voin den Pohlnischen wenig. Vom Brandcnburgischcn ist (^snerul Ungar Quast durch die Seithe geschossen aber nicht tödtlich. Vom Holländischen etzliche wenig. Lummn. Persohnen verwundet 7. An gemeinen Knechten von Dänischen und der sämblichcn hohen ^.Ilijrten Scithen so zn Roß als Fueß seindt der Todten nicht über 500. Speeittention Mas an Stächen nndt .-Vmmnnitian den lli. Xovembiis In der Uestnng Uybnvg befindlich gewesen. 24 lb - dige ^ < 2 0 lb - dige s Metalline Stück ^ 4 3lb-dige) t 11 Noch auff Knudshoffvit in der Schantze 2 Metalline halbe Cartannen erobert, welche der Holländische Viee ^ämiral ck« Ruiter zu sich genommen, 2 Lummu 21 Stücken Geschütz. Itsm von allerhandt groß und kleinen Stück Kugeln 2269 Pulver ohngefehr 110 Esntnsr. Hardt Granaten 80 Xnunnnition Wagensfertige 28 Unfertige 18 Kugel Wagens. . . ., 10 81 Vndt an Mnsgueten-Kugeln, Lunthen, Kutsch-Sätteln, Stück- undt Wagen Scylen und maß sonsten dazu gehöret, hat man zwar einigen doch wenigen Vorraht in der Stadt, aber anff der Wahtstädt nach dein Treffen an Seiten und ObcrGewehr, Pistolen Bandclicrß, ^minunitlonWageiiß, LnAUAS und dergleichen, womit unsere Dltlelcrer gar wol ueeomockirst sein, eine große Piuntitüt gefunden. So seindt auch vom Feindt erobert die Sieges Zeichen, alß: Fahnen ungefehr 20 Reuter undt Dragoner Standarten über 100 Heerpaucken 8 paar. welches man noch biß ckuto gefunden. Inste Matz Sei» UxasII. Hr. KvuernI Feldt-Marfchaick Gbcrstein bei) erster Anlendmtg anff der Insul Fiitzne»» an grod undt kleinen Geschütz snr sich gefunden nnd erokert hat. Für Assens ein Schwedisches Schiff u 24 Stücken 2 j d-n «. ------ ' Auff einen Kräher 4 „ In Assens 1 „ In der hohen Schmitz auff Fühnen ein Mctalline Dreiviertel Cartaune undt noch 2 Eysern Stück laeit 3 „ In der anderen Schmitz 3 Eyserne undt ein Mctalline kamt .... 4 „ An dem Wege bcy Mittelfarth Eyserne Stück ohne lafetten .... 3 „ Zu Hinßgabel kleine Metalline Stück 2 „ Zu Stripßödde in der Schantze Metalline halbe Cartauncn 3 „ Ein Feldt Schlange von Metall undt 1 Eyserne halbe Cartanne . 2 „ Anff der Insul Fenöe 1 halbe Cartaune von Metall, ein klein Mctallin Stück, ein Eysern halb Cartaune mit aller Zubehör 3 „ Auff Fünschow grosse Stück 3 „ beym Treffen im Felde erobert 18 „ 8unnng, 80 „ Hierbei) gesetzet die zu Nieburg eroberte 21 „ Thun in alles 101 Stüch Ohn was sonsten noch auff der Insul hin undt wieder in den kleinen Städten und uckvsnusn verborgen. Es haben Ihr Königl. Maytt: Unser allcrgnädigster König nnd Herr, wegen dieser so Herlichen Vistoris, dergleichen wol in vielen Jahren nicht mag erhalten sein, zu Ehren dcß Allcrhogstcn ein Hciligeß Danck- nnd Freüdcn Fest am 24. Dito angestellte, daß Ts Dsuin Duuclumus in allen Kirchen zu singen befohlen, folgendes die Eunonsn zu Landt und auff den Schiffen rings umb die Stat her zu drcycn mahlen scharff Lösen und die 8s.1vsn miß den Zlusgusten geben lassen. D. 8. Demnach des Herrn Feldtmarschalck Schackens Dxesll. in erfahrung gebracht, daß die Insul DunA-slunä annoch mit 300 Reitern uiidt 100 Man zu Fucs unter dem Oberst Dlsutsnunt Dutlsr bcsezet wehre, haben sie selbige mit scharffer Bedröhung zur ergcbung auffordern lassen, worauf) crmchltcr Obriste Lieutenandt crklchrct, daß er sich nach denen in Nibnrg richten wolte, und weillcn ihme vergönnet mordeii, einen Trompstsr herüber zuschicken, der den eigentlichen verlaust für Nicburg in Augenschein genommen, zwcyffelt man nicht, selbige Insul bereits in Ihrer Königl. May. Unsers Ällergnädigsten Königes und Herrn Devotion wicdcrumb sein werde, Masten dan der Her Obristc Disutsnunt Christian Vrcn zu ihme vorgeschicket morden, sich auff nähere Mittel mit ihme abzufinden. Gott verleihe ferneren Sieg. Lei'. XI. 121. X. 1. Bl. 46. 6 — 82 — Nr. 45. 16. 9bi-i8 1659. Des Krn. sileiivinl - Mjoi' . XI. 121 ck 1. Bl. 177. Auch an den Kurfürsten von Brandenburg erstattete der Feldmarschall v. Eberstein ausführlichen Bericht und erhielt darauf folgende Antwort: Nr. 46. Schreiben des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Prnndenbnrg an Ernst Abrecht v. Eb erst ein vom 2. Dez. 1K59. von Gottes Gnaden Friedlich Wilhelm, Ularggraf zu Brandenburg, des Heil. Rom. Reichs Ertz-Eämmerer und Ehurfürst zu Ulagdebnrg, in Preußen, zu Jülich, Eleve, Berg, Stettin, Pommern w. w. Hertzog zc. :c. Unfern gnädigen Gruß zuvor, Edler, lieber Besonderer; Wir haben aus eurem Schreiben sub llukn Nieburg erfreulich ersehen, was gestalt der Feind durch des Allerhöchsten Beistand nicht allein aus dem Felde geschlagen, sondern hernacher auch, nachdem er sich in Nieburg rctiriret, sich aus Biscretion an euch ergeben müssen. Wie Wir euch nun vor die gethane Eommnnieation gnädigst Bank sagen, also thun wir auch dieser erhaltenen herrlichen vietorie wegen euch von Hcrtzen gratuliren und wünschen, daß der gütige Gott Phro Uönigl. Ulasestät zu Bänneinarck und Bero Allirte gerechte Waffen serner segnen, und endlich einen guten beständigen und reputirlichen Frieden verleyhen wolle. Fm übrigen wollen wir hoffen, daß weiln Vnserc Trouppen auch das Ihrige bey dieser Expedition gethan, man auch die vom Feinde eroberte Stücke, Estandarten und Gefangene nach billiger Proportion mit Uns theilen werden, maßen denn solches nicht allein der Raison, sondern auch denen pactis und der Alliancc allerdings conform ist, dcßwegen wir denn der Zuversicht leben, ihr werdet deß- halben keine Bissienltäten machen, sondern uns alle Satissaetion hierunter gerne und willig geben, welches Wir hingegen mit Ehurfürstlichen Hulden und Gnaden dank- barlich im Werck erkennen, euch auch damit sonsten wohl gethan verbleiben werden. Geben zu Eölln an der Spree den 2. Dec. WZß. Krieürick N'Mielm Ehurfürst rc. :c. Dcm Bestcii Vnscrn lieben bcsondern Ernst Alvrccht von Eberstcin, Königl. Däncmarkischcn G cncral-Feld - Marschal ln und Ober- Gouverneur aller Vcstungcn zc :c. rc. Die Antwort Ernst Albrecht 'S v. Eberstein ä, cl. Im Hauptquartier Bredstedt d. 12. ^.nno 1659 lautet: Nr. 47. Schreiben Ernst Alvrccht's v. Klierstein an den Kurfürsten Ariedrich Wilüekm von Arandenlinrg v. 12. vee. 1659. Durchlouchtigster Lhurfürst, gnädigster kserr! Güwer Ghursürstl. Durchl. an mich abgelassenes gnädigstes Deseriptuin, dessen Datum stehet Göln an der Spröe den 2. lmjus, habe init gebührender Venera- tion zu Händen wohl empfangen, daraus unterthänigst ersehen, was Güwer Ghur- sürstl. Durchl. wegen der vorn Heinde eroberten Stücken, Standaren und Gefangenen, daß solche nach Proportion ausgetheilet werden inöchten, an mich gnädigst gesonnen. Nun haben Güwer Ghursürstl. Durchl. aus der Ginlage zu ersehen, wie die Gefangene außerhalb den Elenkrailöütönant Dorn, so ausgesetzt, in zwei gleiche Dario getheilet, und die Hälfte dem Heldmarschall Schacken zu seiner, und den Holländern, so ihr Hußvolk und die Schiffsflottc mit dabei gehabt, das Ihrige gethan, und also von den Gefangenen ihr Dortion mit praotonäirton, zu ihrer Latis- taetion; der andertheil aber mir und den ^.ilürten zutheil geworden, von welchen gefangenen OMeirsrn aber mir nicht mehr, als durch Güwer Ghursürstl. Durchl. H. Obersten Greven ein Vlasonr, Ziegeler genannt, geliefert worden; habe aber damals den H. DonoraDDasor Auast, welcher in dem Treffen gequetschet und sonstcn ein und ander Widrigkeiten gehabt, fürerst darum nicht molostirsn noch beschweren mügen, sondern es zu Güwer Ghursürstl. Durchl. und des H. Grafen Uontsencmli fernern Disposition anHeim stellen wollen, der unterthänigsten Hoffnung lebend, Güwer Ghursürstl. Durchl. hierunter selbsten gnädigste Verfügung thun werden, daß mir als Feldmarschall» der das Doiumautlo geführt und mein eigen Dossimont zu Pferd von ß Eowpa^nion, I EompaZnis Dragoner und drei Lnaclronen zu Hueß, auch meine ^.rtoliorio dabei und im Treffen gehabt, noch etwas mehr von den Gefangenen überlassen oder eine andere annehmliche Grgötzlichkeit gegeben werde. Die Ltanäanou und andere Gefangene, außer denen, so in der Daitail^s von jedem Theile gefangen, als da meine Leib-EompaAuio den Obersten Schmiedt gesangen bekommen, auch demselben nach Kriegsraison verbleiben, sein proportio- nalitor vertheilet worden. Die eroberten Stücke aber haben damals aus Mangel behüfiger Dataitton, die vom Heinde vernichtet worden, auch ^.rtiZlsreypserden und andcrm Zubehör nicht können fortgebracht werden, besondern zu Versicherung der Posten uf der Insul Hühnen, nach wie vor, in Betracht sie auch meist Ihr Königl. Mayt. vorhin abgnommen worden, zurücke gelassen und deswegen Ich an Ihr Königl. Mayt., Meinen allergnädigsten König und Herrn, allerunterthänigst geschrieben, worüber Dero allergnädigsten Befehl, wie es damit soll gehalten werden, zu erwarten. Im Übrigen bedanke mich gegen Güwer Ghursürstl. Durchl. wegen Dero gnädigster Dratulation über die von dem höchsten Gott verliehene und herrliche Vietorie. Seine göttliche Allmacht äiriKirk solches alles zu einem gewünscheten Hriedstand, Ich dabei an meinem schuldigsten Hleiß nichtes ersparen lassen werde, auch, so viel an mir, alles dasjenige gerne eontribuinkip was zu Meines gnädigsten Königs und Herrn und Dero hohen ^Ukßch'ten gerechter Waffen und endlich zu 85 Erlangung eines guten beständigen und reprrtirlichen FriedenFortstellunge fürdern und vorträglich sein inag. Eüwer Thurfürstl. Durchl. hierauf zu allein Thurfürstl. Hochcrgehn in die kräftige Beschirmung des Allerhöchsten, mich aber in Dero stets beharrende ksulde und Gnaden unterthänigst empfehlend, verbleibend Eüwer Thurfürstl. Durchl. unterthänigst und gehorsanrster Zur Hauptquartier Brcdstedt, dreier d. s2. Ose. ^.nno Diener Ernst Aldrerltt von Gberstein. Nr. 43. Instn der in gehaltenem Greffen gefangen bekommenen hohen lttlieiier. Der Fürst von IDeymar, von den Aaiserl. unter dem lferrn Obersten chchultzcn gefangen; der Gras Aönigsmark, von den Thurbrandenburgischen gesangen; der Oberste chchmidt, dessen Re^irnent von den Meinigen geschlagen, von meiner Leib-blonrpnAnio gefangen worden. Doch seind inr Treffen gefangen worden von den bs. ^Ilürteir und andern i der Obristl. Biselnre-ser von Ovencr, der Obristl. Moritz von Meimarschen, Unfern- Milcken von den Maldeckischen, Unfern- Bar leben von den Meimarschen, Unfern-.Vir-ssin von den Schönlöbischcn. Nr. 49. Weitung der gefangenen M'tieii-ei-, so uf dem Schloß Wievnrg geivest. H. FeldmavfchaU Glierstci». H. Fcldmurfchull Schuck. Den.-Dsrrt. Dorn zu Ew. Rönigl. Mayt. Disposition ausgesetzt. Den. Unfenr- ^Ve^sr-, Vbrister f>eeter, Gbrister Engel, Obristl. Dorn, Obrister Taube, Unfern- Ziegeler, Unforrr Rosche, Unfern- Günther, Unfenr Barth, Den. ^Äfrrtnnt flicke, Ober-Lloininiss. Siltinan, jDroviantmeister Ließe! l. Hep. XI. 121. X 1 Bl. 183 u. Bl. 185. Den. Unfein- Wal deck, Obrister chchönleben, Gbrister Ob euer, Obrister Z i m m e r m ann, Obristl. Friedrich, Obristl. Marten, Unfein- Recke, Unfenr von Engel, Unfenr Rehefeldt, Unfern- Rumpf, Unfern- von Frisen, (loinrniss. trübe, Feldrnsäierrs Beker, f)roviantmeister ch ch e ri n g. — 86 — Nr. 50. tini>i><>i' i Itutul.jö» vi<1 >'.vl»oi'tt «1. 14. ZVov. 165i>. Xstltm. 6. Otto Ltöirdoolc. tlügru tlzxvl») knvnllori. Okiikral Xliil. at 8ult?1ig,oli. Okir.-AIg,^'. Lötti^or. ?gv. 2 O-mrlg. ^V^Iäeök 2 ZZötti^sr 2 Hört, at ^Vkim-rr 2 Xöiuosniirrlr 2 Ovvkirör 1 OiÄ^onsr. Unltvii, inkuntvri. Okii.-N^i. ^Vk^ör. I Lestmiät 1 Xrusö, Oalmuro 1 Lsrtkl ^xelson, Xronok. 1 Nandö. Veustrn llr^uln, linvulluri. 2 Oötor 2 Äls-rkor. 8,1 Ouäon 1 LtMnIödön I Xn^öl 1 OraZonsr 2 IVulÄselc 2 Horn Oöli.-X:t llönrilv Horn Oöir.-AI^. ^VnIäööZc 4 drjMäsr . . — 1300 Nem 20 Sstvaclroitör. . — 4000 AInn 2 Sstvuär. «Irugo . — 200 illurr 5500 .118» 1. ZIankell, Lvenslea XriAsmaAteus stzulea, Hiizigltter i>. 343. Berichtigung». S. 87, die Zeilen 1 bis mit 5 sind zu streichen. „ St, Z. 7 von unten steht Abzum statt Abzug. — 87 — ihm Königl. Ordre zukam, die Dänischen Völker aus den Fürst!. Holstein-Gottorf- schen Amtern Eyderstadt, Husum u. dgl. Plätze gar abführen, und sobald die Publikation und Ankündigung dieses Friedens zu Glückstadt vorging, wurden auch alle aus der Insel Fühnen gefangenen Schwed. hohen und Niedern Kriegs-Offiziere ohne Ab- forderung einiger Ranzion frei entlassen (Pllsn,t,r. Durop. VIII. 1275). Nr. 51. Schreiben Detlefs v. Alfeld an den Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg v. 12. Dez. 1659. Ew. Knrfürstl. Durchl. snd cknto Cöln an der Sprehe den 2. Dsoombr. an mich abgegebenes gnädigstes Schreiben habe ich mit gebührender Dsvoroim und schuldigem Rospoeb erhalten :c. Was sonsten Ewr. Kurfürst!. Durchl. wegen Theilung der in Fühnen eroberten Stücke, Standarten und Gefangenen gnädigst erwähnen wollen, davon wird der Herr DomWachtmeister Quast verhoffentlich rolsrirot und dabei erwähnet haben, wie sehr ich mich Ewr. Kurfürst!. Durchl. Inborssss angenommen und endlich nach mühsamer Unterhandlung es dahin verglichen, daß sowohl die gefangene DItioiror, außer die in der Schlacht gckrigt worden, als die Dsssimsnlor und die dabei sich befindliche Linn- clarton in zwene gleiche Theile unter beide Feldmarschalle Gbe» stritt und Schnellen, als dessen Eorpns mit den Unsrigen gleich stark, wo nicht überlegen, ge- theilet worden, und hat der Herr Fcldmarschall Eberstein von deme, so zu seinem Theile gekommen, vor sich nicht mehr als eine Lgunclron und den Nach Ziegeler behalten; die übrigen gefangene hohe Dibeirör und Dk^imontsr sein nebenst den Ltuuckui'tkn Ewr. Kurfürst!. Durchl. und der kaiserl. Völker verblieben und unter dieselben anderweits vertheilet worden. Wie solches Ewr. Kurf. Durchl. aus eingeschlossener HsMrtition der Gefangenen mit mehrem gnädigst werden zu ersehen haben. Wie viel Stücke sowohl in der Ds.tn.ilio als sonsten in den Dosten auf Fühnen erobert, solches werden Ewr. Kurf. Durchl. aus der gedruckten Delation und des Feldnmrfchirlls Kcricht ersehen, und habe ich Dero gnädigstes Begehren wegen selbiger Stücken bereits an Ihr Königl. Mayt. unterthänigst releriret, wovon ich Dero allergnädigste Resolution unterthänigst berichten will, nicht zweifelnd, Dieselbe zu Ewr. Kurfürstl. Durchl. gnädigstem Vergnügen ausschlagen werde zc. Bredstedt d. 12. Ose. 1659. Detlklk ro» AlkMt. Rex. XI. Dänemark. 4. d Vol. 2. Bl. 88. Nr. 52. 22. Dee. 1659. Wegen des glücklichen Hnooesse« anf Kühnen, in- gleichen vistiiüntion der Gefangene und das; steine Lienernies und Hilleirer ohne vorhergegangene Dvininnuientioit mit S. Kurf. Durchl. kosgelasfen werden mögen. Durchlauchtigster, großmh. Aönig! Aus Ew. A. AI. angenehmen schreiben vom 2z. ldioveinbris Hab Ich mit besonderen: Vergnügen ersehen, daß Dieselbe Gefallen getragen, den süngsthin auf Insul Hünen erhaltenen herrlichen Lieg Alir zu communiciren. Wie Ich nun E. A. AI. dafür frvetterlich und dienstlich Dank sage, also thue d. deswegen Ew. A. AI. bereits gethane treue EonZ-rstu- istion hiemit nochmalen wiederholen und von Herzen wünschen, daß der höchste Gott Dero gerechte Lache bei Anfahung dieses bevorstehenden neuen Jahres mit ferneren gedeihlichen und selbst verlangenden Lneeessen beständig segnen und Ew. A. AI. ferner alle Widerwärtigkeit gnädiglich bewahren wolle. Lonsten kann Ich allhier nicht umhin, E. A. AI. zu berichten, was gcstalt man Alich und die Aleinige, welche gleichwohl das Ihrige bei der Lache gethan und darüber zum Theil nicht wenig eingebüßet haben, in der Theilung der Gefangenen und anderer Lachen etwas fchlecht oder ungleich eonsiäeriret und die gebührende Droportion keineswegs in Acht genommen. Ich hoffe aber Ew. A. AI. werden hierunter durch Dero hohe ^.utoritset eine solche Disposition und Änderung machen, daß alle Ungleichheit dadurch reineäzmst werde und Ich Alich deshalb — 88 — nicht zu beschweren Ursach haben möge, Im Übrigen ersuche Ew. A. Di. frvctter- lich, Sie geruhen von den gefangene tüsnoralsporsonkn und hohen (Meinen niemand loszulassen, denn dieselben sonsten diesen ends Dur und der gemeinen Sache nicht wenig würden schaden können. Ich werde es in dergleichen Halls wieder so halten und ohne E. A. W. Gutfinden und vorhero mit Derselben gepflogener (loimmmi- 08,(1011 keinen Ottieirsr von (iousiäsrntiou zu Dero Drasjnäition erlassen. Ew. A. Bk. empfehle hicmit in des höchsten Gbhut und verbleibe alle Zeit rc. Eolln, den 22. 0öo. sSSfl. An den Aönig in Dänemark. Rex. XI. Dänemark 4. D. vol. 2. Bl. 32. Nr. 53. Schreiben Ernst Akl'recht 's von Köerstei» an den König von Dänemark vom 23. Dez. 1K59. Durchleuchtigster, großmächtigster köuig, allergnädigster Herr. Ewi königli maytti kan ich hiemit allerunterthänigst zu hinterbringen keinen umbgang haben, welchermaßen oberster Braun bey jüngstem außNavelro der allijrten Hauptarms« seinen marcills mit den unterhabenden roKmonät, zugleich nacher Gommern zunehmen vndt ferner jhr churfrstli drli vndt dero Aöusralität oräro zu pariren bsorärot, derselbe aber ohne einige von ewi königli maytti oder mir empfangene orär« auß Pommern hinwieder anhero nndt vns unvermuhtlich auff den hals gekommen, gestalt er umb seine vnd des regimsnäts erlaßung bey jhr churfrstli drli vielseitig angehalten. Weilln nun ohne dehme die quartiere alhie sehr beenget, vndt die Herrn allijrtou uns nicht viel übrig laßen, damit ewi königl.- maytti Werbungen, wie von andern vernommen, nicht können anbefohlener maßen fortgesetzt werden; weilen dan solch beginnen ged.- obristi Brun wieder alle krieges raison, dan keiner ohne seines hi orär« oder deßen, der jhm oommanäiret, von einem ohrt wegk zu gehen bcfueget, vndt derselbe auch in unterschiedenen meinen an ihm abgegebenen orclrss gar nicht pariret, auch den rsZ-imonät derogestalt ubell vorgestanden, das es sehr ruiniret undt in abgangk gerahten, vndt jch dero wegen entschloßen, das er solches alles für einen dero endts anordtnenden vnpartheyschen kriegesrccht jnsMeirsn vndt verandtwortten soll, alß habe ewi königli maytti davon allervnterthänigsten bericht zuerstacten meiner schuldigkeit befunden. Sonsten auch ewi königl: maytti an mich allergnedigsten abgclaßenen befehl der Pohlen halber allerunterthänigst vndt schuldigster maßen nachgelebt vndt die Pohlen von mir hinaus zu gehen boorärot worden; was aber dagegen der churbranden- burgische Kknerall majsur Auast mich geschrieben, belieben ewi königli maytti auß deßen an mich abgelaßenem copeyli beygeschlosenem schreiben sich allerunterthänigst rokeriren zu laßen; derowegen es fast ubell solcher gestalt mit den leuhtcn zurecht zu kommen ist; weilln ewi königli maytti allergn.'digste oräro vnd befehl nicht zum stksot zu bringen. Womit ewi königli maytti samlt dchro hertzgeliebten gemählin, jhro königli Hoheit den crwehlten jungen printzen, dero hi bruedcr vnd königli princeßinnen zu allem königl. hochergehen vndt geluckliche prog-rksssn wieder dehro feinde in die allgewaltige beschirmung des allerhöchsten, mich aber in dero stets beharrende königli hulden vnd gnaden allerunterthänigst empfehle, verpleibende Ewi königli maytt.i allerunterthänigst pflichtschuldigst undt gchorsahmbster diner Gluckstadt den 23. Xbris anno sSSfl. Ernst Albrerltt von Eberstein. Dem durchleuchtigsten rc. h: ^riederichem den, dritten zu Denne. marck rc. rc. köuig, hertzogen zu Schleßwig, Isolstcin re. re., meinem ullcrguedigsten köuige vndt Herrn. Kopenhagen. Siegel in rothcin Lack mit dem Eberstcinischen Wappen, Angeklebt isti „Copia schreibcnß an dem ln velcktmiu-ebull von Dbersein von geuerall malsnr Quast." Dat. Tündern den 22. Xbris kw: 1639. DeS K. Reichsarchivs zu Kopenhagen „Jndkomnc sager", 1660. I. Nr. 54. Schreibeil des Königs Friedrich III. a» den Kurkiirslen Friedrich Wirbeln? v. 9. Febr. Durchlauchtiger Fürst, freundlicher lieber Vetter! Ew. Durchl. vnd Ld. jüngst- angenehmes HandtBrieffleii? voiu 23. Deeembr. ist nur gestern erstlich zukommen; Bedanke mich zufohderß der wvllgemeiutcn xrg.kn1at.iou zu der a??ff Fühnen erhalteneu Virtoria mit gleichineßigen Wunsch zu allerseits fernem gedeihlichen Lucmassen. Das; sausten nach erhaltenen diesen Siegt Ew. Durchl. vnd Ld. Regimenter Key Theilung der gefangenen vnd andern Sachen etwas schlecht vnd vngleich fallen eaimickkriret vnd ihnen ihre gebührende Portion nicht zugetheilet sein, davan feint mir außer diesem keine Klagten zukommen, habe auch dieselbe so wenig dcragestalt befahlen, als; jemalln guth geheißen, Will jedoch die meinige darüber vernehmen vnd nach Befindung weiter darin verordne!?, Wie ich dan itzo meinen hohen (Meirern solche oräro. ertheilet, ins Künfftige ohne ineinen Befehlig dergleichen Theilungcn nicht wcrckstellig zu machen. Jmmittelst kan ivoll sein, da Ew. Durchl. vnd Ld. (Meiner vnd KricgsBedicntc sich über einige vorgegangene Vngleicheit beschweren, das; dieselbe nicht eben emmiileriren, Welchergestaldt die meinige die erste aktaguo. auff Fühnen gethan, meine beyden Feldtmarschalcke das Ober-Eomnurmlo vnd die größeste karee meiner Völcker gehabt, die außrüstung meiner dazu mit gebrauchten Orlogsschiffe, Bcyschaffung der arkixlaria, einrichtung des Zlaxa^ins vnd andere große Lpesen geschehen, zu deine die nmmunitiou, Stücke vnd Eauvuen auff dieser Insul mehrentheils in meinen vorhin cingehabten Posten vnd uvaunsu gefunden, vnd dannenhero billig nicht alß Beüte zu achten, sondern woher Sie gekommen, dahin wieder restikuiret werden müßen. Kante sanften Ew. Durchl. vnd Ld. Regimenter, die sich bey dieser bataixlk, ivie eß ehrlichen Tapsfern Soldaten zustehet, verhalten, wölk einige nckvautaxe vom feinde gönnen; Waß im übrigen die Beybehaltung der gefangenen betrifft, vernehme ich vngerne, daß wieder meinen Willen vnd luksukion (Heils von den ^.Ilijrtm? jehgen erlegung einer Ikaugou auff freyen fueß gestellet. Dieselbe hohe (Meiers vnd (teuernls Pcrsohnen, so den meinigen zu (heil worden, Sollen Ew. Durchl. vnd Ld. guetbcfinden nach in nrresk verpleiben vnd biß zuer iveitern Verordnung nicht locß gegeben werden, Versehe mich eines gleichineßigen vnd verbleibe nebst göttlicher empfehlung Ew. Durchl. vnd Ld. Getrewer Vetter I'rillki iel?. Copenhagen, d. 9. Kebrnaris ^.uuu 1660. He??. XI. Dänemark. 4. Z. Vol. 3. Bl. g. Nr. 55. Schreiben Fetl'ef's v. Alfeld an den Kurfürsten Friedrich Wikljekm v. 9. April IllkO. Demnach der Königl. dänischer Abgesandter von der Königl. (ls ??eri ?1i(ük berichtet ivorden, welchergestalt die unbillige ?roeeclursn derer in Holstein stehenden ulliirke?? Regimenter von Tage zu Tage häufiger werden: Inden? der Obrister Plettenberg, dessen Völker aus den? Amte Schwabstedt aufs HauS Gottorf geleget, über die Verpflegung, so sie allda bekommen, anuoch ihr voriges Nraekamsnk aus gedachten? Amte und also doppelte Verpflegung, da die einfache ii? einem fast gänzlich ruinirten Lande mehr als zu schwer fället, begehret; dann auch der (lenerutWachtmeister Quast vier Eompnxnikn Reuter und eine Eompg,x??ik Dragoner in (H?)orgesharde Flensburgisch. Amts, welches Amt doch seit Ausmäret? der ulliirtö?? Armeen jederzeit verschonet und vor den Königl. (lenerntstab reservirek gewesen, einquartiret; des H. Feldmarschall Ebcrstein eigenes Quartier in Bredstedt von? Oberst- Imeukeimnk Buchten bezogen, dessen Leute und Pferde auf die Gassen gejaget und zu Räumung gezwungen, seine ii? selbigen? Quartier gehabte Wachten weggewiesen und bedrcivet, daß da sie wieder kämen, sie mit blutigen Köpfe?? wieder zurückc zu sende??, nebenst andern beides gegen 0ltiairer und Geineine gebrauchten schimpflichen Reden; die Kaiserl. anstatt vordemc vom Pfluge 10, ??>?? 14 Nthlr. fodern, anderer ganz ungereimten exorbikankei? und unfreundlichen Thätlichkeiten unter ilrtliirte?? zu geschweige?? — gc> — Als kann dar Abgesandte nicht umhin, Ihre Kurfürst!. Durch!, unterthänigst vorzuhalten, wie schmerzlich solches alles Ihre Königl. Maj. von Dero Freunden auszustehn zu Gemüthe gehen müsse. Und weil Ihre Königl. Maj. durch keine andere Wege zu Erhaltung Dero Intention, Erleichterung Dero Lande, UsineäirunA solcher Lxeessen und Verhütung aller sonst daraus unumgänglich erfolgenden Weitläufigkeit als durch schleunigste Abfoderung des Halbschcides gemeldter Volker gerathen können; Als kann der Gesandte bei Jhrv Kfl. Durchl. letzter deshalben ertheilten dilulorischen Erklärung nicht ueguieseirsn, sondern wird durch Jhro Königl. Maj. öfters wiederholten undannoch bei jüngster Post angelangten scharfen und gleichsam «erweislichen Befehlig auf eine eatlls- Korisalls und schliestliche Uasolulion wegen Abführung der Völker zu dringen genöthiget, Ihre Kfl. Dchl. nochmaln instunlissimo zu ersuchen, Ihre Königl. Maj. damit nicht länger aufzuhalten, sondern schleunigst Ordre zum Ausmarsch derselben zu ertheilen w. w. Wie auch Jhro Kfl. Dchl. in allen Dero ^.etionsn höchstrühmlich erwiesen, daß Sie Ihre Königl. Maj. Bestes höchlich angelegen sein lassen und Dero Land und Leute von des Feindes ?re88ion zu liberiren gesuchet; Also werden Dieselben auch nicht zugeben wollen, daß die Welt judiciro, daß die Arznei ärger als die Krankheit selber, daß anstatt der Hülfe, so die bedrängte Partei von den ^iiiirtkn verhoffet, sie ihre gänzliche Oosoiuliou und Verwüstung gefunden, und Jhro Königl. Maj. von den Freunden nit weniger als von dem Feinde belästiget worden, der gemeine Feind auch über die daraus befahrende Mißverständnis zu ssioriirgu und sich dessen nützlich zu bedienen Anlaß und Ursach haben möge. Es oonikstirat. auch im Übrigen der Abgesandte zum höchsten, daß Ihre Königl. Maj. die Abführung der Völker aus keiner andern Ursach so sehr ur^irou, als weil es eine wahre Unmöglichkeit, daß die sämtlichen Völker ohne ll'otuiruiu der Fürstenthümer und dero Eingesessenen darin länger unterhalten werden können, angesehen nicht allein die Länder von allen Lebensmitteln dergestalt entblößet, daß der Landmann bereits in vielen Orten Hunger stirbet, die Städte wüste stehen und der Acker unbesäet lieget, sondern auch mit Völkern also überhäufet, daß ohne die Ouruisonou in den Festungen mehr denn sechszehen Regimenter in einem so kleinen Lande iezo unterhalten werden, dahero dann eins mit den andern endlich würde erkM'ön müssen :c. Berlin, d. 9. ^.yrili8 uo. 1660. Rex. XI. Dänemark. 4. D. Bl. 35. Zetlekk V0,t Altelllt. Nr. 56. Schreiben Krnst Alvrecht's von Kverltein an den Köniq von Dänemark v. 27. Juni 1KK0. Durchlcuchtigster, Großmächtigster König, Allergnädigster Herr :c.! Em. Königl. Mayt. allergnädigstes Ueseriptum vom 6. ktuius sambt der Copeyl. Einlage habe Ich gestriges Tages mit gebührender allcrunterthänigster Vsnersckion zu Händen empfangen und Einhalts unterthänigst daraus ersehen, was Ihr. Churfrstl. Durchl. zu Brandenburg des Grafen von König Smarck, der D . . . . allste in der Glückstadt ufgebracht, als auch einiger Dero Hieselbsten niedergesetzten Stücke halben an Ew. Königl. Mayt geschrieben und was Dieselbe Mir deswegen in königl. Gnd. anbefehlen. Nun werden verhoffentlich Ew. Kgl. Mayt. aus meinen von Hoyers- worth aus Eyderstedt erstatteten Ualutionitms unter andern unterthänigst berichtet worden sein, was besagten Grafen Gefangeitschaft halber mit mehren unterthänigst rst'orirsk; Wie derselbe, als er zwischen Hainburg und Stade unterwegen gewesen, uf der Elbe von den Unsrigen ufgefangen und alllste ufgebracht. Weiln er dann, ivie Mir der H. OoueruI-iÜujeur Eckerig nacher Hoyerswordt berichtet, keinen Original- Paß von Ihr Churfrstl. Durchl. bei sich gehabt, nurt endl. ein Copie höchstged. Ihr Churfrstl. Dchl. Paß produeirel., So uf vier Wochen gelautet, welche vier Wochen dem dulo nach schon längst verstrichen gewesen sein sollen; Als hat man bei so gestalten fachen etwas Bedenken gemacht, zumalen auch der Weg nacher Berlin nicht über Stade genommen zu werden pflegt, denselben ehe und bevor die Umstände genugsam oxumiuirst, sobald von hinnen zu dimittirou, zuinaln man nicht versichert — 91 — gewesen, was man sich zu Ihm, ged. Grafen, zu versehen, weilen viel der schwedischen Gefangenen an Churfrstl. Brandend. Seiten bereits uf freien Fuss gestellet und dieselbe dero Zeit im Stift in starker Werbung und Verfassung begriffen gewesen, dannenhero dann nicht zu ersehen, wie Sr. Churfürstl. Durchl. und Dero Raspsel bei also bc- wandtcn Umständen zu nahe getreten, wie Ich dann hochcrmeldt Ihr Churfürstliche Drchl. Hahn Usspaot, allstet in gebührender (ibsarvuniz gehalten. Es ist aber jedoch derselbe gleich bei erfolgten? Friede von hinnen erlassen und pussiral. In? Übrigen auch der msnlionirkkn Gestücke halber, so Sr. Churfürstl. Durchl. hiebevor von Gottorf anhero bringen lassen und Dero Befehlig zufolge Hieselbst in Verwahrung genommen worden, es diese Bewandtnis hat, daß dieselbe allhic etivas beilegen geblieben, dieweiln die Elbe von schwedischer Seiten dicmeilen unsicher gehalten und Ich derowegen uf ineine Uarieul dieselbe zu Wasser hinzuschicken nicht Imimrckira, auch der Churfürstl. dieselbe uf sein Gefahr nicht übergeführet haben wollen und daß der Weg in? Frühling so ist, daß dieselbe zu Lande beschwerlich fortzubringen, und da Ich Vorhabens gewesen, solche mit meinen Pferden nachcr Hamburg überführe?? zu lassen, Gleich der nmrelw nacher Eyderstet eingefallen. Zivar ist an erwähnten ^g-arckon begehret worden, daß er eheste zu vermelden, ob solche Gestücke zu Wasser zu Ira-Ziurckirsn und dieselbe uf sein ysrienk übergeschicket werden dorfen. Dieweiln er aber solches nicht Im?ai'ckiran wollen, es Mir auch sehr bedenklich gefallen, die Gefahr davor zu stehen, wann sie zu Wasser untergehen sollen. Gleich ist auch solches nach Berlin ai? Ew. Königl. Mayt. Abgesandten übergeschrieben. So wird verhoffcntlich daraus nicht abzunehmen sein, daß solcher Gestücke Sr. Churfrstl. Durchl., wie ii? Dero an Ew. Königl. Mayt. abgclaßnen Schreiben Will angeführet Werden, vorenthalten worden, derowegen dann derselbe, der Ihr Churfrstl. Dchl. hiervon berichtet, daß Derosekben solche Gestücke vorenthalten würden, Dieselbe mit der Unwahrheit hintergangen und Mir an solcher Beschuldigung zu nahe geschieht. Es seindt dieselbe auch nunmehr schon für fünf sechs Wochen, und zwar fürdein, daß angeregtes Churfrstl. Schreiben abgegeben und ckulmst,, zu Lande nacher Hainburg übergeführet und Sr. Churfrstl. Dchl. ^.g'kntkn geliefert. Muß also angeführte ohn- vcrschuldet Beimessung und Beschuldigung dahin gestellct sei?? lassen, und habe anstatt meiner unterthänigsten lüxenkpatioi? hiemit bei Ew. Königl. Ma?) der unterthänigst .... sollen. Dieselbe samt Dero Königl. Gemahlin, Ihr Königl. Hoheitden den Erwecken Prinzen und Königl. Prinßen hiemit der allgewaltigen gnadenreichen Beschirmung, Leibswohlsein und übrigen höchstersprießlichen Königl. Hochergehen, Dero beharrlichen Königl. Holden und Gnaden aber mich gehorsamst ivoll Empfelend, Verbleibend E. Königl. Mayt. allerunterthänigst gehorsamst und pflichtschuldigster dreiver Diener. Glückstadt, d. 27. ckunif 1660. Ernst Albrerltt rvn Eberstcin. L-öp. XI. Dänemark. 4. 0. Vol. 3. Bl. 11. Daß der Oberbefehlshaber, der „Sieger von Nyborg", auch nach dem an? 27. Mai 1660 zwischen Dänemark und Schweden zu Kopenhagen abgeschlossenen Frieden alle gebührende Rücksicht gegen die ihm untergeben gewesenen Hülfstruppen hat walten lassen, geht aus folgender Orckis des Feldmarschalls von Eberstein an den Rittmeister Hans Älbrccht v. Ditfurth von? 31. Juli 1660 hervor? Nr. 57. Grdre des General-Aeldmarschalls Krnst Älvrecht von Höerffein an den Htittmeister Kans Ztbrecht von Aitfnrth <1. ck. Kendsburg, den 31. Juli IKllv) den Abzum der Kaisers, und brandenbnrgischen Gruppen aus den dänischen Landen betreffend. Ricweilln itzo an dehme, daß Ihr Aönigl. Rlaytt. Allerhöchst vnd hohe ^lliirten, die noch anwchsende Aeyscrl. vnd Brandenburgischc Vrouppan, vff- brechen vnd herauß murelriran werden, Alß wirkt de??? Hrn. Rittmeister hiemitt diese oi'ckrs ertheilet, daß (ffr, wan der Hr. 6ai?erg,k OommissurinZ Aey von Alefeld dehren würckl. Rffbruch vnd Außlrrai'elles halber anfüegung thun wirkt, n?itt seiner alß übrigen beeden seines Hrn. Vbristen EvinpuZniis nebst 2 LompNAnis von meinem Regiment, So daselbst bey der buAu^ia stehen pleiben werden, selbige Quartier der vnserigen, So wohlen auch die Eingeseßene und Einwohner in selbigen cleskriak für aller Gewallt, Insolsntien, Raub und Plünderung, bester- maßen schützen, jedoch zu keiner ckulviisia und Rcißverstand Bhrsache geben, besondern mit Behuctsahmbkcit vnd in güte bey Ihr Ehurfl. Drl. zu Brandenburg bestaltem C e ne rn I11) uchtIiieister der die ^vanc-nnrün, vnd bey Dero Römisch. Aeyserl. Nlaytt. bestalltem Gbristen Hrn. Grasfen von der Nöthen, der den Nachzug eoiumuirckirk, vnd dehren vbringen aommg,nckirki«clen oktieisr« rsinöäyrung deßen, So ettwa vorgehen nwgte, suchen, wie Iingleichcn deß- wegen, da Einige Hsterde, Viehe oder dergleichen mittgenommen vnd angetroffen werden solten, selbiges nicht «i«itt gewalt nehmen laßen, besondcrn nure in urvssk nehmen vnd die vkLtituir- vnd Erlaßung solcher entwandten Pferde vnd Vieheß gleichfalß bey denselben gebührend und in güte suchen, vnd zu keiner Verlust vhrsach vnd anlaß geben, besondern solche unsere Quartiere vnd die den Osskriak wohnende Bnterthanen allso vffs Beste vnd bey dem Ihrigen Eonsai-vivei« vnd schützen helffen. Wornach Er sich zu richten. 8i»mutmn Rendßburgk den often Julis ^.o. s660 «c. ni. . ->'Er»,st Awrcrltt von Gberstei». nein Iqerrn RittUleister Oitükurrlien. ^ Nr. 58. Schreiben Ernst Al'vrecht's v. Eversten« an den Kurfürsten I-riedrich Wilhelm von Brandenburg v. 15. Aug. 1660. „Entschuldigung wegen der Stücke." Durchlcuchtigster Lhurfiirst, gnädigster lscrr! Was Ew. Churfürstl. Durchs, in Dero gestriges Tages bei Meiner Wiederkunft von Kopenhagen mit gebührender unterthänigster Vknsrutüon zu Handel« enrpfan- genem, zu Cölln ai« der Spree den 13. pussuko clukirten Schreiben wegen der allhie ««och sich befindende eiserne Bestücke, das; selbige Jhro Herrn Canai'ulWachtineistern Quasten unweigerlich abgefolget werden sollten, an mich gnädigst gelangen lassen, habe ablesend in llnterthänigkeit verstanden. Weih« nun niemalen Gedanken gemachct, zu geschweige««, dast rssolvirvt «vorbei«, Eiv. Churfürstl. Durchl. einige Stücke zu vorenthalten: Als habe bereits für Erhaltung Dero angeregt gnädigstes Schreiben die Anordnung ergehen lassen, das; solche eiserne Gestück, davon einige annoch zu Sonderburg und die ander zum Kiehl und vff Fehmeri« gewesei«, sobald als müglich anhero geliefert «verde«« solle««, Und Mich gegen absonderl. Ravers verpflichtet und rassi-viret, dieselbe ohn Ewr. Churfrstl. Durchl. Kosten ufs schlcui«igste als es nurten geschehen kann nacher Hainburg überbringen und gegen Wiedereinpfang «nci>«es Ravevsas ausliefern zu lassen. Jmmaszen den auch Bloß vorige Übersendung Dero Natalien Gestücke dahcro gerühret, daß, wie Deroselben bereits ii« Ünterthänigkeit berichtet, Ich selbige auf mein i'arieni zu Wasser us der Elbe nicht I«a?ar
  • an dürfen, Dero Raotor ii« Hainburg gleichfalls den iia^aiä ««icht stehe«« wollen, der Weg auch so tief, das; sie derozeit schwerl. zu Lande fortzubringen gewesen und dorüber der Nareba nacher Eiderstedt u««d die Blocgvacka für Tvnningei« eingefallen; Werde auch solchen noch ferneren gehörigen Anstalt zu machen und nöthige Befoderung anzuwenden nicht absäumen, daß berührte eiserne Gestücke Ew. Churfürstl. Durchl. Uno lcwn oder wer dazu verordnet wird, ufs ehiste in Hainburg geliefert «verde«« sollen. Dieselbe hierauf der kräftigen Obschirmuug des Allerhöchste«« zu fernerer langbeständigen Gesundheit und übrigen selbst wählenden Churfürstl. Hochergehci« getreulich und Dero beharrlichen Churfürstl. Hülben und Gnaden Mich unterthäuigst wohl Empfelend, Verbleibende Ewr. Churfürstl. Durchl. unterthänigster und gehorsamster dreiehr Diener Glückstadt, den 15. Diiss. .-Vv. 1660. GritSk All«recllt von Elmstein. Hex. XI. Dänemark. 4. 0. Vol. 3. Bl. Ig. Nach den« 1660 geschlossenen Frieden hatte Ernst Albrecht sei«« Standquartier noch einige Jahre lang in Glückstadt, darauf in Pinneberg. 93 Im Jahre 1662 machte Ernst Albrecht eine Reise in seine Heimath. Aach im Sonnner 1664 hielt sich Ernst Albrecht auf seinen Gütern ans. Nr. 59. An den Jeldmarschakck Elierltein, seine Uücüreiße zn beschleunige». Kopenhagen «I. 16. 8>-. lii64. Friderich der Dritte :e. Alß Wir Eüwere Rückkrnrfft füt nötig ermeßen, so ist llnßer allergnädigster wille, daß Ihr Ewere Reiße mit den ersten maturiret vndt Euch wieder in Vnßern ^ürstenthrnnern ein findet :c. Inländisch äs -liulo 1664. Von dem Jahre 1664 ist noch ein durch Schlamin gerötheter und mehrfach defekt gewordener Originalbrief vorhanden, welcher folgendermaßen lautet: Wohlgeborncr Jnsonders HochgeEhrter Herr GencralfeldMarschall, Ew. Excell: iverden zweiffelsfrej mein gestriges für einlauffung diesses erhalten haben, Nun beruht Deroselbeu, Wie daß Mir gestriges tages wegen delogirung dero Coinpagnie aus den Marschen Kvnigl. Order zugekommen, welches dan zweiffelsfrej auch an Diesselbe rescribiret ivorden und habe demnach hirbej eine anderiveitige Quartiers assignation off Pinnenberg, in: fall Ew. Excell: dersselben beehren sollten, übersenden wollen, Meegen des Hrn. ObristLieutenands Gottfrieden Compagnie erwarte Ew. Excell. nachrichtliche Meinung, ob sothane iir den jetzigen quartieren zu lassen, oder deßfalls anderwertige assig-nalionss von nötheir, welche solchen falls off erhaltene Nachricht auch erfolgen tonneu, gleich dan des Majeurs Münnichhusens Compagnie bej Rendßburg stechen pleiben solle. Ew: Excell: der sichern obhut Gottes ergeebe und pleib Ew. Excell: ... v. E^Üork (?). Des Majcur Münnichhusses Compagnie wird vermuthlich, weihten Sie im Rendsburgisch verbleibet, keiner weiteren assignation bedii(rfen); im fall aber rc. Wittinoldt d. 22t. 81)018 1664. ^ 8on LxesIIeues IlonserZmsur Drnst .41Iii'eedt von Lderstein, dsnsrni douvsrnenr st Unrisodatl äu Cninps, ilrossnrä äs Hirnen- dei'K ponr Iss 8srvtees äs 8n iilasl» äs Osnnemnre, Horrvsg'ns LeiAnenr äs dokken, ?nssednrA et ?risäsriotislroi1, soit In prssents, n dliielrstntt. Nachdem Ernst Albrecht dein Könige von Dänemark volle acht Jahre treu gedient hatte, erhielt er 27. Mai 1665 den ihm ungern ertheiltcn erbetenen Abschied. Nr. 60. „An den Aeltmarschass Kverstein. Worin ihm seine tlimis^ivn ondt gesuchte ertnsnmg seiner Dienste gegeben. Kopenhagen d. 27. Un.v 1KK5." Friderich der Dritte zc. Weillen wir auß Ewreni vom fSten dießes an vnß abgelaßenem Achreiben vernehmeii, daß Ihr die von miß auf Ervrem aller- vnterthäiiigsten ansuchen gnädigst eingewilligte climission verlanget viid viiib deren Würckliche kxpaclition vnd vollenziehung weiter gebührlich ansuchet, Alß haben wir Erich darin nicht entsein vnd hiermit auß vnßerm bißhero Erich anbetrawten diensten gnädigst äimillirn vnd erlaßen wollen, tragen darneben keinen zweiffell, wie wir mit Gwren geleisteten getrewe» vnd Tapffcrn diensten in Königl. gnaden Mshl friedlich, Ihr hingegen, das; wir Gnch Königlich vnd wohl degegnet vnd abgelegt, allervnterthänigst vnd dancknehmig erkennen werdet, haben auch in Ervrem vbrigen ansucheir vndt äkMsrijs behueffige anstalt gnedigst verordncii Wollen, vnd wir verpleiben rc. Inländisch äs .4nno 1665. Der König von Dänemark begnadete seinen siegreichen Feldmarschall Ernst Albrecht v. Eberstein mit dem Glephanten-Grden. Haus Asjestuet XoiiKeu« llubinetsseeietuiiut, 0opkuImKen, ^mutivnbniF, den 18ten Nür? 1889. ittelst eines allerunterthänigsten Schreibens vom Eliten vor. 211oit. haben Gw. chochwohlgeboren deiner Majestät, meinem erhabenen König und cherrn, einige von Ihnen veröffentlichte Schriften über das fränkisch-thüringische Geschlecht Illlxzi'kteiii zugeschickt. Nachdem ^eine Alajestät allergnädigst geruht haben, das genannte Werk entgegenzunehmen, haben Allerhöchstderselbe mich allergnädigst beauftragt, Gw. chochwohlgeboren deinen besten und gnädigsten Dank für die durch Überreichung dieses interessanten genealogischen Werkes erwiesene Aufmerksamkeit darzubringen — ein Werk, dessen Interesse noch dadurch erhöht wird, daß eiu Mitglied des illustren freiherrlichen Geschlechts ülli6i8toiii zu seiner Zeit als Königl. Dänischer General- Feldmarschall von einem der erhabenen Vorfahren deiner Majestät des Königs mit dem höchsten dänischen Orden, dem Glephanten- Grden, decorirt worden ist. Mich dieses allerhöchsten Austrages hiemit erledigend, verharre ich mit der Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung Gw. chochwohlgeboren ergebenster v. Nosenötaiiä. 5r. tfochrvohlgeboren dem cherrn 1.01118 ^kräillüllä Freiherr V0I1 Ld61'8t61I1, Königl. preuß. Hauptmann a. D., auch Rittergutsbesitzer. Gneisenaustraße Hgi. ößi'lin.