Wicht aueleihbar» ÜB Düsseldorf +9045 951 01 DIE ALTHOCHDEUTSCHEN GLOSSEN DIE ALTHOCHDEUTSCHEN GLOSSEN GESAMMELT UND BEARBEITET VON ELIAS STEINMEYER und EDUARD SIEVERS VIERTER BAND ALPHABETISCH GEORDNETE GLOSSARE. ADESPOTA. NACHTRÄGE ZU BAND I—III. HANDSCHRIFTENVERZEICHNIS MIT UNTERSTÜTZUNG DES K. PREUSSISCHEN CULTUSMINISTERIUMS UND DER K. PREUSSISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN BERLIN WEIDMANNSCHE BUCHHANDLUNG 1898 TS hxkA s$TZ3 9Y75V fanbes^ u. Stabf»! Bibliothek ITT I TJrucV der kgl. bay«. Hof- u. Unlverultüts-Huthrtnicker«! vnn Fr. Juiijte (FIi-iiih : Jung« & Sohn), Erlang«» %r: VORWORT. Den vierten und letzten band der Ahd. gll. eröffnet die reihe der alphabetisch geordneten glossare. sie zerfallen in zwei gruppen. der ersten gehören Wörterbücher an, welche, trotzdem die lateinischen vorlagen in ihren Verzweigungen und Varianten uns bisher nur ganz mangelhaft bekannt sind, sicher classificicrt werden konnten, ihren wichtigsten und ausgibigsten bestandieil bilden die so genannten Salomonischen gll., welche Sievers auf grund der von mir oder für mich von andern {Admont 3. London Add. 18379) gefertigten abschriften und der incunabel bearbeitet Jiat. er gedachte das ergebnis seiner Untersuchungen über ihre composi- tion und über ihr Verhältnis zu bestimmten, in den frühern bänden abgedruckten einzelglossaren, das jetzt durch die verweise der anmerkungen unvollkommen angedeutet ist, in einem eignen anhang mitzuteilen, ebenso lag es in meiner absieht, diejenige sippe der bibelgll., welche nach einem ihrer hauptvertreter kurz die Mon- seer genannt werden kann und des öftern in sprachlichem belracht unrichtig beurteilt wird, im Zusammenhang zu behandeln, aber 'wesentlich im hinblich auf die bereits ungebürlich angeschwollene bogenzahl des buchs haben wir beide von diesen zugaben abstand genommen, behalten uns indessen vor, sie später an passendein ort nachzuliefern, die 'zweite gruppe befasst in ihrer vordem hälfte glossare, Welche festen formen gar nicht oder blofs vermutungsweise sich einordnen liefsen, in der Schlusspartie solche, deren alphabetisicrung seeundärer natur und deren con- eeption nicht einheitlich war. Besondere sorge wurde, wie schon die menge der begleitenden noten dartun dürfte, dem nächst folgenden abschnitt, den Adespotis, zugewandt, mein eifrigstes bestreben gieng dahin, ihren umfang nach möglichkeil einzudämmen, in der tat gelang es, manches stück, das früher hier schien Unterkunft finden zu müssen, nunmehr den Nachträgen einzuverleiben, anderes konnte mindestens als mischung oder als beeinflussl durch alphabetische glossare nachgewiesen werden: wichtig dünkt mich der dabei s. 244/" herausgesprungene beilrag zur nachgeschwhte der Ilrabanisclien gll. ich bezweifle nicht, dass fortgesetztes studium tiefer eindringen wird; zu seiner erleichterung wurden in den anmerkungen sämmlliehe lateinischen shchworte verzeichnet. Was seit 1879 an neuem material von mir oder von andern aufgefunden vi Vorwort worden ist, vereinigen mit wenigen früher übersehenen klcinigkeüen die Nachträge, deren anordnung sieh sireng nach den in den ersten drei bänden befolgten normen richtet und welche jeder, dem es um einen überblick über den vorrat an ahd. gll. zu tun ist, neben und, mit jenen bänden wird benutzen müssen, in der natur der saclic liegt, dass die neuen gll. vielfach nur doubletten bekannter typen darstellen, aber selbst innerhalb der so reich entwickelten bibelgll. begegnen zwei bislang unverlrelene fam.ilien: das glossar des Albert von Siegburg in den vier hss. zu Leiden 191e, Leipzig 106. 107 und Oxford Laud. lat. 1.4 sowie der mit deutschen Übersetzungen allerdings recht spärlich versehene bibelcommeniar des Erlanger codex 242, des Ileiligenkreuzer 57 und der Münchner 2571. 4112. 7997. beider Überlieferung geht ausschliefslich auf cistercienser Stifter zurück, die grofse Goslarer hs. hinwülerwm ist in ihren wortformen aus dem gleichen grund wie die bd. 1 s. xi besprochenen Clin. 14745 und 17403 von Interesse, dass mit hilfe gedruckter angaben diese Nachträge namhaft vermehrt werden können, muss ich in Zweifel ziehen: ich liabe monate lang leetüre der hsskaialoge Deutschlands, Englands, Frankreichs betrieben und alle lexicalisehen werke, welche selbständig aus ungedruckten glossaren schupfen, sorgsam cxcerpierl. trotzdem bin ich überzeugt, dass wir nur einen bruchteil der jetzt noch existierenden deutschen gll. kennen und dass sowol die französischen bibliolheken, vorab die Pariser, als auch die Vaticana, specicll der fonds der Reginenses, ungehobener schätze die menge bergen, immerhin aber werden weitere funde sich leichler als bisher conlrolieren und eingliedern lassen. Dazu soll auch das Verzeichnis der benutzten 665 hss. — denn zu den fortlaufend gezählten 663 treten 97 b und 237 b h.inzu, von denen ich erst nach abschluss der numerierung erfuhr — das seine beitragen, ich bekenne von vorn herein, dass es ungleich ausgefallen ist. dieser tage 'werden fünfundzwanzig jähre vergangen sein, dass meine glossenfahrten begannen, es war gut, dass 'ich damals nicht ahnte, wie stark und andauernd ich von der übernommenen aufgäbe würde gefangen gehalten, werden: sonst hätte schwerlich wh ihr mich unterzogen, ich glaubte vielmehr, in einem, luslrum am ziel zu sein, das hauplaugenmerk meiner ersten reisen richtete sich darauf, die zeit möglichst auszukaufen, deshalb beschränkten sich meine copien auf die deutschen demente der hss., ihr übriger inhnlt wurde nur in umrissen notiert, ihre Zusammensetzung nicht näher untersucht, aber bereits bei der ausarbeüung des ersten und vollends des zweiten ban- des ergab s'kh die notwendigheit, um gesammelte gll. verschiedener Schriftsteller reinlich zu sondern, auch den nicht deutsch glossierten partim der Codices intensivere bcachtung zu schenken, das erheischte neue besuche von Einsiedeln, SOal- len, München, Paris, Wien, und als ich nach langer Unterbrechung (s. bd. 3, V f) an die letzten beiden bände herantrat und deren eigentümliche Schwierigkeiten zu bewältigen trachtete, sah ich mwh, gereifter an einsieht und strenger geworden in meinen ansprächen, zur abermaligen prüfung der meisten einschlägigen mss. gezwungen, die hss., welche zum ersten mal oder widerholt seit ostern 1892 von VORWOET VII mir benutzt sind — sie inachen ein drittel aller überliaupt für dies werk herangezogenen aus —, haben eine derartige beschreibung erfahren, dass ich kaum glaube, sie besser machen zu können, mein wünsch wäre gewesen, auch allen übrigen eine neue, meinen jetzigen prineipien entsprechende behandlung angedeihen zu lassen, wer aber eine Vorstellung davon luvt, wie viel zeit mitunter ein einziger codex kostet — die Bamberger hs. L. in. 9 und die Bonner 218 beschäftigten mich jede mehrere wochen — , der begreift, dass alsdann noch jähre verstrichen sein würden, ehe der band hätte, publiziert werden können, mich würde zwar weder die mehrarbeil noch der aufschub verdrossen haben: indessen fragt sich, ob damit unsern siudien ein erhebliclier gewinn erwachsen wäre, denn für germanistische zwecke liegt wenig oder nichts an den lagen/Verhältnissen, der columneneinteilung und sonstigen details der hs. eines beliebigen lateinischen Schriftstellers, wchlie zufällig die feder eines alten lesers mit einigen interlineargll. versah, die sammelhss. deutscher gll. aber, deren composilion unser volles inieresse verdient, nahm iclt fast sämmtlich von neuem durch, nur die darstellung des großen Schlettstädier codex Und des Parisinus 2685 wäre bei nochmaliger durchsieht vermutlich jetzt ausführlicher als 1876 ausgefallen. Die von mir gegebenen hssbeschreibungen sind — und darin liegt ihre da- scinsberechligung neben den bereits vorhandenen — auf den glossographischen und germanistischen meridian 'visiert, vor allem wollen sie dw verschiedenen ursprünglich selbständigen teile der einzelnen Codices genau bestimmen: dieser pflioht entziehen sich auch die bessern unier den modernen dcuisclien Icatalogen — der ausländischen ganz zu geschweige/n — fast durchweg, für die sprachliche beurteilung kommt aber viel darauf an, ob die partim eines codex, welche deutsche gll. enthalten, von anfing an zusammengehörten, oder ob der Zufall, ähnlicher inhalt, gleiches formal sie später erst vereinigte, beispielshalber haben die bibelgll. und das alphabetische Wörterbuch der Fuldaer hs. Aa 2 mit deren Alcuingll. nichts gemein, die bäum-, kräuler- und tiernamen des Clm. 14747 stehen in keinem bezug zu dem glossenbefund der zweiten liälfle. weil der einJi.eilli.che characler einer hs. oder ihre nichleinheitlichkeit vielfach nur mittels der lagenverhällnisse sich eruieren lässi, wurden diese besonders beachtet, so zielen meine beschreibungen neuern da- tums darauf ab, jeden codex weniger in seinem sein als in seinem werden zu begreifen, ich suchte ferner bei glossensammlungen die zahllosen kleinen füllstücke, worlerklärungen,, Sentenzen, rätselfragen usw. zu verzeichnen, über tvelchc die gedruckten kalaloge naturgemäfs meist mit stillschweigen hinweggehen, welche jedoch, obgleich an sich ohne wert, darum wichtig sind, weil sie variiert oder anders com- biniert gar häufig sieh widerholen und uns einblick in den betrieb des Unterrichts und den Zusammenhang der schulen verschaffen, die nrn der vier bände dieses Werks, innerhalb welcher die gröfsern oder kleinern glosscmomplcxc zum abdruck gelangten, gab ich gehörigen orts überall an, sodass mit hilfe der beschreibung jeder codex sammt seinem glossenbesland alsbald rekonstruiert werden kann: ich vertraue, dass nun die frühern klagen über das Ordnung sprineip der Sammlung, so viii Vorwort weit sie nicht von der Unvernunft dicliert waren, verstummen werden, der leichtern Übersichtlichkeit wegen wurde der hauptinhalt der hss. und ihrer teile durch gesperrten satx hervorgehoben, die druckorlc seltenerer piecen wies ich nach und suchte tunlichst auch, sonst für Orientierung zu sorgen: hier wird freilich mancher manches hinzufügen oder bessern können, denn in allen satteln bin ich nicht gerecht, an der geschichte der Codices, ihren alten Signaturen und vormaligen be- zeichnungen, so fern diese nicht aus der gegenwärtigen mühelos abgelesen werden können (xb. C'lm. 18140 = Teg. 140), bin ich nicht achtlos vorübergegangen, 'waren mir faesimilia bekannt, so wurden sie notiert, mindern wert mafs ich gewissen äufserlichkeilen bei. heutigen tags pflegt man Jwhe wie breite der Jtss. in centimetern auszudrücken; ich blieb im allgemeinen, 'wenn es nicht um frag- mente sich handelte, bei der alten formalangabe, welche vor jähren, eds ich mit der arbeit begann, allein üblich war und mir persönlich sympathischer ist, da sie die gröfscnverhällnisse sinnfälliger bezeichnet, während 'ich die cenlimeter immer erst mittels eines zollstocks mir veranscliaulichen muss. der ort des einbands geschah nur selten erwähnung: selbst wenn auf ihn von mir systematisch geachtet worden wäre, so hätte trotzdem ich nur die fälle modernen Ursprungs angezeigt, dagegen erschien es mir eds eine pflichl wissenschaftlicher dankbarkeil, jedes mal festzustellen, wer die deutschen gll. einer hs. zuerst aufgefunden und wer nachmals um sie sich verdient gemacht hat. kleinere bisher ungedruckte texte, segen, bücherverzeichnisse, receple, grabschriften, Sprichwörter uä. kamen mehrfach zur mitteilung. ihre deutschen worte sind durch gesperrten salz kenntlich gemacht, ebenso verfuhr ich bei den neuen deutschen gll., welche gelegentlich, abermaliger ver- gleichung der hss. oder widerholler durchsieht meiner abschriften sich ergeben liat- len. die resultale dieser eollcdionen nahm ich darum in die besclireibungen auf, damit m,an dort alks beisammen fände, was auf den jeweiligen codex bezug hat. ein arithmetisch geordnetes Verzeichnis aller verbesserten textstellen hingt übrigens die siebente tabelle. ihr benuizer hat zunächst das ciiai und dann die beschrei- bung der an der ciiiertcn stelle verwerteten hs. nachzuschlagen, denn die berich- tigungen zweimal mit haut und haaren abdrucken zu lassen, tat mir doch der räum leid, dass die nachtrage zu den Wiener hss. der Monseer gll. besonders zahlreich sind, rührt daher, dass ich beide nicht abschrieb, sondern der Zeitersparnis halber mit einer copie von Pezens ausgäbe verglich, bei collationen begeht man leichter fehler als bei vollständigen abschriften, weil das äuge zwei bilder zu gleicher zeit in sich aufnehmen muss. ich pflege jetzt, durch erfahrungen gewitzigt, nur noch zeilengetreu zu copieren, und zwar unter beibehallung sämmtliciwr ab- breviaiuren. diese sind denn auch in den lateinischen stücken der beschreibungen, sobald mir etwas darauf anzukommen schien oder die widergabe typographisch nicht allzu schwierig war, reproduziert, im übrigen sei noeh auf die Vorbemerkungen zu dem Verzeichnis s. 371 ff hingewiesen, ein anhang endlich stellt die mir bekannt gewordenen kümmerlichen und ungleichwertigen nachrichien über verschollene glossenhss. zusammen. Vorwort ix Menschenwerk ist Stückwerk, ich weifs sehr wol, dass ich abschliefsenderes hätte leisten sollen, ich weifs auch, dass andere zur lösu/ng der aufgäbe ganz, abweichende bahnen, deren berechtigung ich, nicht bestreiten will, eingeschlagen Italien würden, ich weifs endlich, dass die Wissenschaft in ewigem fluss begriffen ist, ihre ziele sich immer erhöhen, ihre methoden von tag zu tag sieh verfeinern und, dass, was heute dem stand, der forschung genügt, schon bald unter neuen gesichtspmwten besser gemacht werden kann, aber jede philologische lei- slung ist mitbedingt von der Individualität des autors und reicht über deren von der natur gesteckte gränzen nicht hinaus, für mich stehen alle sprachlichen cr- gebnisse nur in zweiter linie, sie gelten mir als mittel, niemals als zweck, ich lege vornehmliches gewicht auf die geschickte deutscher bildung und gesitlung. wie die hehre Schönheit der antiken weit noch in ihren dürftigen und verstümmelten resten die fähigheü besafs, verbunden mit dem Christentum neues leben zu wecken, den wilden sinn unserer vorfahren zu zähmen und hörbaren in cul- iuriräger umzuwandeln, das erscheint mir als ein so bewunderungswürdiges Schauspiel, dass dem Verständnis der enhvicklung dieses processes zuverlässiges und gesichtetes malerial zuzuführen mich keine mühe zu grofs dünkt, ich sage darum mit dem hl. llieronymus nos nostra habuimus tempora et 'cueurrimus quantum potuimus. Von der siebenten tabelle war schon die rede, die weitem sprechen für sich allein, bemerken muss ich indessen, dass das capitel 'Doceniana' mir im allgemeinen ein bild von den glossographisclien arbeiten dieses gelehrten entwerfen 'will; denn ich habe seine Sammlungen nicht wort für 'wort mit meinem apparat verglichen. Obwol meinem subjeetiven gefüllt ein einziges regisier besser gefallen hätte, gab ich mit rücksieht auf den umstand, dass dies buch sehr verschiedenen Interessenten, historikern, pldl otogen, vielleicht auch theologen, dienen soll, im ganzen ihrer sechs, die beiden ersten bedürfen, keiner erläulerung. von analogen initien- verzeichnissen unter sei leidet sich das dritte XU seinem, vorteil in so fern, eds es alle eilicrien verse lateinischer gedickte, nicht blofs deren eingangszeilen aufführt; handelt es sich doch, öfters um federproben,, welche keineswegs den anfangen entnommen zu sein brauchen, das sechste sucht den bunten Inhalt des Hssvcrzeich- nisses in dem mafs nutzbar zu machen,, als die dringend gebotene knappheit irgend erlaubte, bei mechanischer alpha.betisicrung würde manches anonyme stück sich dem, äuge des suchenden entziehen; darum, war ich, bestrebt, gleichartiges nach, gruppen zusammenzuordnen, speciell germanistischen bedürfnissen angepasst sind die regisier 4 und 5. erstercs vereinigt die deutschen im llssvcrzciehnis verstreuten worlc mit denjenigen, welche, weil jungem Ursprungs oder unverständlich, oder aus andern Ursachen, in die noten der vier bände verwiesen waren, das fünfte bringt sämmtliche besprochenen worlc, deutsche, lateinische, keltische, selbst wenn diese besprechung sich auf einen beleg aus Qraff oder auf das gesländnis meiner ratlosigke.it reduzierte, blofs die sichern, durch ein vorgesetztes 'lege' ge- x Vorwobt kennzeichneten bessenmgsvorschiägß der anmerkungen blieben ausgeschlossen, ebenso solche citate der abteilung 'pflanzenreieJt,'', welche mit der anführung des COL nur den Zusammenhang zwischen den deutschen kräuterglossaren und den alten lateinischen klar zu stellen bezweckten, hin und wider konnten meine frühern er- klärungen durch in eckige klammern eingeschlossene Zusätze berichtigt oder ergänzt werden, ich denke, diese beigaben werden den Oll. den cliaraeter eines buche mit sieben siegeln endgiltig benehmen. Dasjenige register freilich, welches bei beginn des Unternehmens in aussieht gestellt war, welches vielleicht am sehnlichsten erwartet wird und welches ich ohne sonderliche mühe binnen kurz bemessener frist zu liefern vermocht hätte, nämlich ein alphabetisches Verzeichnis sämmtlichcr glossierten lateinischen Wörter, erscheint nicht, einerseits würde bei der müsse des materials dafür ein eigner fünfter band, der an umfang hinler seinen Vorgängern kaum, ■zurückgeblieben wäre, notwendig gewesen sein, ohne Subvention seitens der k. preufsischen akademie hätte seine drucklegung nicht erfolgen können, aber angesichts der weit gehenden an- sprüdte, welche diese holte körperschaß zu befriedigen hat, bestand vorläufig keine hof/hung auf Zuwendung neuer mittel, andererseits erschien mir der wissenschaftliche nutzen eines auf die Oll. beschränkten lateinischen worlindex recht problematisch,, wenn ich auch seinen practischen nicht läugne. doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben, ich gedenke, wenn anders ich arbeitsfähig bleibe, den resi meines lebens an ein umfassendes Wörterbuch der ahd. spräche zu wenden, nachdem ich ihre kleinern denkmäler zuvor nochmals behandelt haben werde, diesem Wörterbuch anhängen 'will ich eine liste sämmtlicher übersetzten lateinischen ausdrücke, dh,., anders gesagt, ein lateinisch-deutsches register fast zur ganzen ahd. prosa. seine Vorzüge vor einem blofsen glossenindex liegen auf der liand. einmal erfordert, es, weil ihm alle ziffernmäßigen belege fehlen können — denn sie findet, man unter dem entsprechenden Stichwort des lexicons -—, geringern räum als ein solcher, zweitens aber bietet es vergleichenden Untersuchungen man/igfachsler na- tur auf sgnlaciischem, synongmischem, dialectologischem gebiet gesicherte grund- lagen. Im, verlauf meiner arbeiten bin ich von vielen Seiten gefördert worden, ich danke hier nochmals allen, die mich unterstützt haben, auch dieser letzte band erfreute sich tatkräftiger teilnähme, reichlichen Zuwachs brachten ihm RPriebschs englische reisen, der mein interesse wahrzunehmen jeder zeit beflissen war. p. GMeier hatte die gute, mich auf eine reihe von Einsiedler hss. mit sporadisclien gll. aufmerksam zu inachen und ihre Verwertung zu gestalten, geh. hofrat KZan- gemeister überlief's mir in liberalster weise die von ihm entdeckten alten gll. des Pal. 1088 zur Veröffentlichung, acht volle tage genoss ich die liebenswürdige gast- freundschafl des slifls Ileiligcnkreuz. für nicht wenige gefälligkeiien bin ich, GKrans, ANapier, UV Sauerland, ASchönbach, JSeemüller verpflichtet. EDümmler und WMcyer begleiteten nach wie vor den forlgang des Unternehmens mit ihrem rat. aber mein aller wärmster dank gebürt dem, direclor und den bcamten der k. hof- Vorwort xi und Staatsbibliothek zu München, deren unermüdliche gefälligkeit und nachsichtige geduld während einen vierteljahrhunderts sich immer gleich blieb, so sind mit dieser weltberühmten anstatt die deutschen gll. auf das engste verknüpft: ihrer obhut ist die hauptmassc der denkmäler anvertraut, in ihren räumen haben BJDoccn und JASehmeller den plan einer Sammlung erwogen und vorbereitet, KHofmann und FKeinz ihn weitergeführt, ihr wirksamer beistand endlich hat auf baierischem bo- den der ausgäbe zum ersehnten abschluss verhelfen. Erlangen, den 12 märz 1898. STEINMEYER. INHALT, Seite ALPHABETISCH GEORDNETE GLOSSARE A. BESTIMMBARE MOLXVH. moivxviii Hermenenmata Pseudodositheana......... 1 MCLXIX. mclxx Glossao Affatim................ 1 mclxxi — mclxxhi Libor glossarum............... 25 mclxxiv Glossao Abavus maior................ 26 mclxxv Glossao Salomonis.................. 27 a 1......................... 27 a 2......................... 111 b.......................... 124 c.......................... 128 d.......................... L66 o.......................... 173 mclxxvi Glossao Abactor................... 175 MCLXXvn Glossar des Clm. 14429................ 175 B. NICHT BESTIMMTE MOLXXVin Aus Codex Lambacensis 291............... 177 mcxxxix Aus Codex Cheltonhamcnsis 7087 ............ 177 mclxxx Aus Codex Admontcnsis 508.............. 179 mclxxxi Aus Codex Mclliccnsis K 51 und Vindobononsis 1325..... 179 mclxxxii Aus Clm. 27329.................. 191 mclxxxiii Aus Codex Solcstadionsis............... 194 mclxxxiv Aus Codex Stuttgartonsis Poet, et philo!. 4° 50....... 195 mclxxxv Aus dorn Codex der Trierer seminarbibliothek........ 195 mclxxxvi Aus Codex Solcstadionsis............... 211 mclxxxvii Aus Codex Oenipontanus 711............. 211 MCI.XXXVIII Aus Clin. 27329 ................. 21.1 mclxxxix Aus Codex Marburgonsis A 2............. 212 Mexe Aus Codex Vindobononsis 804 und Wirziburgonsis Mp. th. 4° 00 . . 212 MCXCI Aus Cgm. 187.................... 218 ADESPOTA mcxcii—mccxlix ................... 220 NACHTRÄGE ZUM ERSTEN BAND vix— xxii Genesis...................... 250 xxiv—xxxvn 1 ' Exodus................... 252 XL-Li b Leviticus...................... 255 lvi- lxii Numeri...................... 258 220 Adespota Em. 29. 1 Innitatur katruet 2 In caucrnis in bolirum 3 Idololatria heidanisld 4 In soditionibus in unstillidom 5 In longanimitate in lancraoti G luniperuni kreozpaum vol kbranauuitu 7 Immarcescibilem unsaorontlihan 8 Ingemuit raoz vel arsuuftoota 9 In obsidione in scaru 10 In steuern huuffun 11 Inierunt ingcngun 12 In substitutione in gastabidu 13 Institutores 8 stiurrentes 14 Iustificare gotten 15 Ingrati undancfollc 16 Interpellat uucgot 17 In velamento in scatauuo 18 In melotis in lidrinem kauuatim 19 Inprecatio digi 20 Iuga giuh 21 In grabbatis in seccbimgom * ADESPOTA.' MCXCII Fragmente/, SEmrnercmi depcrdiia.? Iustitium uuof Incommoda ungaforiu In pollicatu in ohepisheiti Impotem unuualtigan Inficians caplantanti In propatulo in ofl'ani Chalybs krache 5 Mutati kauuantin caüuarptin ' Macbin as caciinpre Menstruatam manodzitim 7 Mutuo hcrtomlehan s Mediator sonari Montana perchuus Mocstus unrunz 9 Mirico 10 uuornio Monstra forapauhan Miscondain zaskenchenne Minas pfentine Minas droa iiiüif > MCXCII-MCCII vereinigen gll, die sicher, MCOIII-MCCXVI solche, *j£ ^ licher weise einer nicht ermittelten schrift angehören; MCCXVII—MCCXX »«^^y, grammatischen, nach den endungen geordneten glossaren her; MCCXX1-— ^ vvV ^, entstammen ßorilegien, deren bestandteile sich nicht sondern lassen; 'auch MCOXXV 8 MCCXXXIV sind nicht einheitlicher natur; der rest endlich, MCCXXXV—M ^.^ bringt in der Hauptsache federproben "- erhalten durch CSanftls abschriß * ^fle» catalog der SEmmeramer hss. in, 1805. viele dieser gll. sind in biblischen ' ^ nachzuweisen, ohne dass eine bestimmte Ordnung ersichtlich wäre ' *• sc ecb 0 4 verderbtes wort, etwa scochtragom? formell näher läge scechungom, 1)0 ^ ^ 'stragulum' gebildet s diese gl. entstammt möglicher weise dem Hrab. $ 08 ^Lrjgff$P 200,13). es folgen gll. zu Gregors Tlomilien und Dialogen (DCLXXV nachtr. DO § ^ nachtr.) " oder kauuantin cauuarptiu ' Graff5,638 vermutet manodzitun ■• m Munco? wort oder unruuz; l. unruoz, verdeutscht aus ags. unröt?