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1 (1891) Nikomachische Ethik (2. Aufl.), Eudemische Ethik
Entstehung
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Einige Winke

für die Benutzung der Langenscheidtschen Bibliothek sämt-licher griechischen und römischen Klassiker?

Wer will haben den Genuß,Soll nit scheuen den Verdruß."

(Altdeutsches Sprichwort.)

1. Reihenfolge dev Lektüre: Wie alles, was dem Menschen in Wahr-heit frommt, ihm nicht geschenkt wird, wie namentlich die Güterdes Geistes von ihm erkämpft und erarbeitet werden müssen, ehe er sichihres Genusses erfreuen kann, so fordert auch die Lektüre dieserBibliothek, besonders für den Anfang, immerhin einige Arbeit und Auf-merksamkeit. Haben auch die Übersetzer in Hinwegräumung der sichbietenden Schwierigkeiten das Menschenmögliche geleistet, so bleibt dochfür jeden Leser, besonders für den, der gar keine, bz. keine abgeschlosseneGymnasialbildung genossen hat, dieBeachtung einer gewissenNeihen-folge geboten, damit er nicht möglicherweise abgeschreckt werde, undnicht aus Scheu vor einiger Mühe lieber dem Genüsse entsage?

Solche Leser thun am besten, mit Prosaikern, und unter diesenwieder mit Historikern zu beginnen. Letztere lesen sich am leichtesten undflüssigsten, nehmen auch durch den gebotenen Stoff die Aufmerksamkeitnicht allzusehr in Anspruch. Auf diese Weise vermag der Leser sich derihm neuen Form der Darstellung ebenfalls zu widmen und sich soallmählich und deshalb leichter in den hohen Geist der klassischen Litteratureinzuleben.

Ohne etwaigen individuellen Wünschen und Geschmacksrichtungenvorgreifen zu wollen, stellen wir demnach bezüglich der Reihenfolge über-haupt folgende fünf Gruppen auf, die nach der mehr oder mindergroßen Leichtigkeit des Verständnisses vom Einfachsten bis zum wenigerLeichten aufsteigen. Die Wahl innerhalb dieser Gruppen steht frei; esist also z. B. unter Gruppe II gleichgiltig, ob man zuerst etwa Heliodo'rliest und dann Tere'nz, oder umgekehrt.

1. Ausführlicheres über dieBenutzung der Langenscheidtschen Klassiker-Biblio-thek ist zu entnehmen demAbriß der Geschichte der antiken Litteratur. ll!itbesonderer Berücksichtigung der Langenscheidtschen Bibliothek sninilicher griechischen undröni. Klassiker" (40 Pf.), dessen Besitz für jeden Leser dieser Bibliothek von Wichtigkeit.

2. Man denke sich nur beispielsweise einen Neuling in der deutschenLitteratur, der das Studium derselben etwa mit KlopstocksOden" undMessiade" oder Goethes II. Teil desFaust" einleiten wollte!