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wieder auf ein Anderes bezogen ist. Z. B. wenn man die Tapfer-keit definirt als Kühnheit mit richtiger Neberlegung; hier ist esnemlich möglich, daß man Kühnheit hat im Berauben, richtigeUeberlegung aber in Beziehung auf das Gesunde; allein tapferist der noch nicht, welcher in Einer und derselben Zeit „diesesmit jenem" hat. Ein weiterer Fall ist der, daß beides auf Einsund dasselbe sich beziehe, wie z. B. auf die Heilmittel; denn esist ganz Wohl möglich, daß sowohl Kühnheit als richtige Ueber-legung ans die Heilmittel sich beziehen, aber doch ist auch dernicht tapfer, welcher „dieses mit jenem" hat. Denn so wenigjeder Bestandtheil auf etwas Anderes sich beziehen darf, so wenigdarf das Identische, auf welches beide sich beziehen, das nächstebeste sein, sondern es muß das Ziel der Tapferkeit sein, wie z. B.die Gefahren des Kriegs oder was man sonst etwa in ersterLinie nennen mag.
Manche in dieser Weise gefaßte Definitionen fallen gar nichtunter diesen Gesichtspunkt, wie z. B. wenn man den Zorn defi-nirt als Schmerz mit der Vorstellung, verachtet zu werden. Daßnemlich der Schmerz in Folge der genannten Vorstellung entsteht,ist allerdings in der Definition gesagt, allein daß etwas in Folgevon einem Andern entsteht, ist nicht identisch damit, daß etwasmit einem Andern ist, in keiner der angegebenen Fassungen.
Vierzehntes Kapitel.
Weitere Fehler im Definiren.
Ferner, wenn von der Zusammensetzung der einzelnen Theilegesagt ist, daß sie das Ganze sei, wie z. B. die Zusammensetzungvon Seele und Leib sei das Thier, so muß man zuerst sehen, obauch die Art der Zusammensetzung angegeben ist, wie z. B. wennbei der Definition von Fleisch oder Knochen gesagt ist, es seieine Zusammensetzung von Feuer, Erde und Luft. Es ist nem-lich nicht genug, zu sagen, es sei eine Zusammensetzung, sondernes muß auch noch bestimmt werden, welcher Art diese Zusammen-setzung ist; denn nicht jede beliebige Zusammensetzung bringt das