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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
Entstehung
Seite
86
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zum Hülben in Beziehung gesetzt werden können. Eingewendetwird hiegegen, daß die Art nicht nothwendig für sich und alsdein Gattungsbegriff angehörig von Einein und demselben aus-gesagt werden muß; denn z. B. das Wissen bezieht sich auf dasWißbare, dagegen Beschaffenheit und Zustand beziehen sich nichtauf das Wißbare, sondern auf die Seele.

Ferner ist zu sehen, ob die Gattung und die Art in ihrenAbleitungs- und Beugungsformen in gleicher Weise ausgesagtwerden; z. B. ob man dabei fragt: wessen oder wem oder sonstwie. Denn wie die Art ausgesagt wird, so auch die Gattung,wie es beim Doppelten und den oberen Gattungen der Fall ist;beim Doppelten nemlich und beim Vielfachen fragt man gleicher-weise: von was? Ebenso ist es auch beim Wissen; das Wissenist Wissen von etwas und so ist es auch bei den Gattungen desWissens, bei Zustand und Beschaffenheit. Eingewendet wird, estreffe dieß in manchen Fällen nicht zu; beim Verschiedenen nem-lich und beim Entgegengesetzten fragt man: von was? beim An-deren aber, welches zu diesen Begriffen der Gattungsbegriff ist,fragt man nicht: von was? sondern: als was? denn man sagt:anders als das und das".

Ferner ist zu sehen, ob da, wo das Relative in seinenBcuguugs- und Ableitungsformcn in derselben Weise ausgesagtwird, bei der Umkehrung diese Aehnlichkeit bleibt; wie dieß beimDoppelten und Vielfachen der Fall ist. Denn bei diesen beidenBestimmungen fragt man: von was? und ebenso ist es auch beider Umkehrung, denn auch beim Halben und beim Drittel, Viertelu. s. w. fragt man: von was? Ebenso ist es auch bei Wissenund Vorstellung; denn bei diesen fragt man: von was? und beiden entsprechenden Begriffen ist das Verhältniß ebenfalls das gleiche;denn beim Wißbaren wie beim Vorstellbaren fragt, man: für wen?Wenn nun in manchen Fällen bei der Umkehrung nicht das gleicheVerhältniß sich ergibt, so ist daraus zu ersehen, daß das eine nichtdie Gattung des andern ist.

Sodann ist zu untersuchen, ob die Art und die Gattung inden gleichen Beziehungen zu einem Subjekt stehen können. Manmuß nemlich annehmen, daß beide in den gleichen und gleich vielen