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Freund blieb, und, als Mehemed Ali noch in kleinenVerhältnissen seine Laufbahn erst begann, oft seinweiser Nathgeber und nicht selten sein Beschützerwar. Dazu hatte aber damals, wie jetzt, ein euro-päischer General-Consul im Orient — durch einewirklich merkwürdige, freiwillige Unterwerfung derTürken unter europäische Civilisation und intellek-tuelles Uebergewicht — wie es sich ihnen hauptsäch-lich im merkantilischcn Interesse offenbart — vielmehr Gelegenheit und Macht, als ein Ambassadeuran den Höfen Europas. Es ist daher auch etwasDünkelhaftigkeit, welche man diesen Herren, undvielleicht nicht ganz mit Unrecht, im Orient vor-wirft, ihnen, die in Europa so unbedeutend undhier so wichtig sind, nicht allzusehr zu verdenken.Der Fehler liegt nicht in den Consuln, sondern inder menschlichen Natur, die sich immer nach denUmständen gestaltet. Um so erfreulicher äst es jedoch,wenn man an einem jungen Manne, der mit seinerEonsularwürde ausgezeichnete persönliche Eigenschaf-ten verbindet, und dazu die erklärteste Gunst desLandcsoberhauptes genießt — dennoch nie eine Spurvon Arroganz gewahr wird, sondern immer nur den