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antraf. Herrn Bonfort's Schwester, Madame Chianti,wird in den europäischen Cirkcln Kahira's nur die„schöne Wittwc« xar genannt, und ihre
jüngere Schwester rivalistrt mit ihr in blühenderFrische. Doch auffallender ist Herrn Bonfort'sCousine, Mademoiselle Maritza. Dies ist ein mehrals gewöhnlich reizendes Geschöpf, in deren lieb-licher Erscheinung man schon jene uns erst bevor-stehende Vereinigung des Orients mit dem Westenverkörpert zu sehen glaubt — denn asiatisch ist dieUcppigkcit und das vollkommene Ebenmaaß ihrer Ge-stalt, ihr kohlschwarzes Haar und die brennendenAugen; europäisch der feine Mund, der tief den-kende Ausdruck, der fühlende, seelenvolle Blick, dermelodische Ton der Stimme, und in Heiterkeit wieSchmerz der unverkennbare Stempel eines innigenGemüths. Es ist aber noch etwas mehr an ihrbemerkbar, das in Worten auszudrücken schwer fällt— ich möchte cs eine tragische Glorie nennen, diegewisse Personen wie ein magnetischer, transparenterSchleier sichtlich umhüllt, und ihrem Andenken da-durch etwas Unvergeßliches beimischt. Man verstehemich indessen wohl, ich meine dadurch keineswegs