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mir fortwährend vor, als wenn ich in der Tausendund einen Nacht läse, oder vielmehr, als wenn ihrebunten Scenen in lebenden Bildern setzt vor mir auf-geführt würden. Kein Reisender hat, meines Er-achtens, ein treueres Gemälde von Kahira auf wenigSeiten entworfen, als Herr von Prokesch, welchesich als das wohlgetroffcnste Portrait verbürgen kann,ihm aber wenig zuzusetzen vermag. Mit allen orien-talischen Städten, die ich bis setzt gesehen, istKahira durchaus nicht zu vergleichen, es trägt nurseinen eignen Stempel. Dieser aber ist im höchstenGrade großartig und für den, der irgend eineromantische Ader in sich hat, wahrhaft verführerischund hinreißend, trotz aller einzelnen Mängel, Un-ordnungen und mancher Unbequemlichkeit. Vieleserinnert lebhaft an unser eignes Mittelalter. Schondie Menge halbbefestigter Schlosser, von schwererund bunter Architectur, haben ein ganz feudalistischesAnsehn; eben so vergegenwärtigen die kunstvollenreichen Fontaine», die engen, unregelmäßigen Stra-ßen mit hohen überbauten Häusern voller Erkerund Gitterfenster, wie in den ältesten Städten Eu-ropa's, unsre alte Zeit; vor allen aber sind es die