193
den ihm die Geschichte bis jetzt verwerfen kann.Sachkundige wissen sehr wohl, daß Ibrahim, wenner die Erlanbniß seines Vaters gehabt hätte, Brussazu besetzen und bis in die Nähe Constantinopelsvorzudringen, was nach jener Schlacht militärischkeine Schwierigkeit mehr hatte — er unter den da-maligen Umständen dem Sultan den Frieden nachBelieben diktiren konnte, ehe Rußland dies mit ge-waffnctcr Hand zu verhindern im Stande war. Dieeuropäischen Mächte aber fürchteten mit gutem Grundeseit Jahren insgesammt den Krieg zu sehr, und be-wachten sich selbst gegenseitig mit zu eifersüchtigemAuge, um einem einmal solid erlangten stutus cjuosich irgendwo ernstlich entgegenzusetzen, wie die Er-fahrung seit Napoleons Tode überall zur Genügebewiesen hat. In dem vorliegenden Falle würdedie Diplomatie ohne Zweifel einige Millionen Federnmehr abgcschrieben und eine verhältnißmäßige An-zahl Papicrricße und Tintenfässer verbraucht haben,ja die Protokolle der Conferenzen wären vielleichtauch jetzt noch nicht geschlossen — aber „der großePascha" (wie ihn hier die Fremden nennen) würdedeshalb nicht minder seine Stellung befestigt, undMchcmed Alts Reich. I. 13