172
mannigfaltig ^publicirt hat, ist zu widersprechend,um ein sichres Resultat daraus ziehen zu können.Ich wenigstens muß aufrichtig gestehen, daß ich auchjetzt noch nichts der Art gelesen, was mich voll-ständig befriedigt hätte. Viele dieser Autoren, dieMehcmcd Ali nur oberflächlich gesehen, beurtheilenihn nach unzuvcrläßigcn Anekdoten und bloßem Hö-rensagen, und die meisten derjenigen, welche ihnbesser kennen, sind, wie ich schon früher angedcutct,zu oft von persönlichen Motiven bei ihrem Urthcilgeleitet, so daß sie ihn entweder zu hoch zu er-heben, oder zu tief zu erniedrigen suchen. Es gibtaber überhaupt nur sehr wenige Europäer, die Ge-legenheit hatten, Mehcmcd Ali in einiger Intimitätzu beobachten, was bei den gewöhnlichen Privat-audienzcn, wenn man dergleichen auch noch so vielerhält, durchaus nicht stattfindet, am wenigsten gradeda, wo es sich nur um Geschäfte handelt. Nochwenigere Personen aber gibt es vielleicht, die, selbstwenn ihnen die Gelegenheit nicht fehlte, philoso-phischen Scharfblick und unbefangene Freiheit desCharakters genug besaßen, um einen Mann wieMehcmcd Ali ganz richtig zu schildern. Weit entfernt,