Druckschrift 
4 (1872) Verzeichniss der Handschriften
Entstehung
Seite
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dieses Buch, es sind ohne Zweifel Reste eines älteren Manus cripts.Die Schrift ist sehr schön; die Miniaturen sind roh, aber sehrinteressant durch Composition, Zeichnung und Farbe.

Die Psalmen haben 11 grössere und kleinere aus Pflanzen-ornamenten gebildete farbige Initialen, jeder Psalm fängt mit einemGoldbuchstaben auf blauem oder blassrothem Grund, jeder Yersabwechselnd mit einem rothen oder blauen Buchstaben an. Auchzwei Miniaturgemälde finden sich hier, auf Bl. 40, b : SanctusThomas archiepiscopus und Sanctus Martinus neben einanderunter verzierten Arcaturen auf Goldgrund, und Bl. 80, b : Christusals Gärtner auf Goldgrund, darunter: Dominus ihesus Christus.Sancta Maria magdal.

Das Manuscript stammt aus einem Schweizer Kloster.

i2.

Pergamenthandschrift vom Jahre 1303, sechsundfünfzig Blätterin kl. 2° (H. 0,255, B. 0,17 M.), zwei Spalten, Halbfranzband neu.

Tractatus de oculo.

Bl. 1, a : Incipit Tractatus de oculo pulcherrimus. Si diligenterin lege domini voluerimus meditari, facillime perpendimus eaque ad oculum sive ad visionem pertinent pre ceteris frequencius insacris eloquiis recitari.

Bl. 56, b Schluss des Textes: Anno domini M. COO. III.feria secunda post Blasij scriptus est liber iste.

Der Inhalt ist mystisch allegorischer Art, Auf der dritt-letzten und vorletzten Seite des Textes sind unten zwei Augen-recepte von etwas jüngerer Hand eingetragen. Sonst finden sicham Schlüsse noch einige Wetterregeln und sonstige Bemerkungen.Auf der letzten Seite des Buches eine Anleitung zum Gebrauchder arabischen Zahlzeichen, welche im Texte häufig angewendetsind, und zwar in verschiedenen Formen.

S. Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit. Neue Folge, Bd. XIV,1867, Spalte 238 (Wattenbach). Ueber die Formen der Ziffern: Wattenbach,Beiträge zur lateinischen Paläographie S. 41.